Jawoll, es ist da, das neue Album um Front-rotze, Kampfsau oder einfach nur Frontfrau Angela Gossow.
Und wow, der erste Eindruck erweckt Hoffnungen, die das Album im großen und ganzen dann doch nicht rundum erfüllen kann.
Die Riffs und Soli sind stellenweise schlichtweg genial und der Band gelingt es hervorragend mächtig Druck durch die heimische Anlage zu jagen. Stellenweise klingt Mrs Gossow wieder einmal so sehr nach Schweinestall, dass einem einfach nur die Kinnlade herunterfällt, wenn man daran denkt, was für eine attraktive und zerbrechlich wirkende kleine Frau da zu Werke geht. Allerdings muss man hier direkt auch wieder einen Abstrich erteilen, denn die Stimme klingt stellenweise wie aus der (over)Dose und dadurch etwas zu arg entfremdet. Kurz: diesmal wurde mit dem PC an den Vocals geschraubt.
Anspieltipps sind definitiv Kracher wie "Taking back my soul", "I am Legend / out for blood" (DAS Riffmonster des Albums), "Nemesis" und "My Apocalypse"
So viel Spass das Album auch macht, desto bremsender sind da die bei fast allen Liedern auftretenden Strukturwechsel innerhalb der jeweiligen Songs, indem die neue Struktur dem Lied eine komplette Wende, ein ganz anderes Gefühl erteilt und das erweist sich bei "Doomsday Machine" als durchgehend hemmend. Die Wechsel sind vorhersehbar und meist unharmonisch zum Vorpart.
Schade, in der Hinsicht gibts Abstriche, ansonsten ein prima Metal Album aus Schweden, perfekt geeignet zum Autofahren und sinnlosen Komatrinken
(+ + + + -)