Buddhismus und die Langlebigkeit aller Religionen


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Alt 28.07.2007, 16:47   #1 (permalink)
Buddhismus und die Langlebigkeit aller Religionen

Wie alle sicherlich mitgekriegt haben, ist der Dalai Lama gerade auf großem Deutschlandbesuch. Neben all dem Medienspektakel, dass die Person selber auslöst, ist ein anderer Aspekt auch sehr auffällig: Der Buddhismus ist auf dem Vormarsch. Während das Christentum stark fallende Mitgliederzahlen aufweist und beispielsweise unter Jugendlichen in Ostdeutschland quasi nur noch die Größe eine mittleren Sekte aufweist, wenden sich immer mehr zum Buddhismus zu. Auch wenn die Mitgliederzahl sicherlich bisher noch keine allzugroße Signifikanz aufweist, würde mich doch eure Meinung interessieren:
Glaubt ihr das es sicher derzeit nur um eben eine Art Mainstream-Entwicklung handelt, die auch in wenigen Jahren sich schon wieder aufgelöst haben wird oder glaubt ihr, dass sich der Buddhismus (oder eine andere Relgion/Sekte) dauerhaft als Religion mit großer Glaubensanhängerschaft etablieren kann?
Und wie denkt ihr sieht es mit der Langlebigkeit anderer Religionen (insbesondere dem Christentum) aus?
Cold Blood ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 28.07.2007, 17:28   #2 (permalink)
AW: Buddhismus und die Langlebigkeit aller Religionen

Buddhist zu sein ist eine Lebensaufgabe, die vom Gläubigen sehr viel Disziplin abverlangt, jemand mit einer "Ich geh einmal im Jahr in die Kirche und das reicht für ein Christ-Siegel" Mentalität sollte es am besten gleich bleiben lassen. Im Spiegel gab es ein nettes Interview mit dem D.L.. Ich erinnere mich daran, wie ein Medizinstudent den Dalai L. gefragt haben soll, wie man denn am schnellsten die Erleuchtung erlangt, darauf antwortete dieser "... mit einer Spritze...", fand ich echt vom Dalai L..
Der Hype um den Buddhismus wird abklingen und dann zeigt sich ja, wer es ernst meint oder lieber dem gemütlichen Christentum weiterhin "treu" bleibt.
Luigi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2007, 16:42   #3 (permalink)
AW: Buddhismus und die Langlebigkeit aller Religionen

toll, da fühl ich mich doch gleich wieder wie im reli lk (ja, ich war im reli lk, fragt nicht warum, das wird auf lebzeiten auf meiner "dinge-dich-ich-in-meinem-leben-bereuen-werde-liste" stehen!)
wir leben in einer säkularisierten welt, das christentum, dass uns jetzt gute 1500 jahre in europa begleitet hat, löst sich so langsam aber sicher auf, macht platz für die wissenschaft, platz für den glauben an sich selbst etc. bla bla. trotzdem ist der mensch immer noch auf der suche nach erfüllung und trotzdem, ist der mensch immer noch beeinflusst von den äusseren umständen und geschehnissen. gabs nicht in den 60'gern oder 70'gern, zur zeit der lieben hippies, diesen riesen hinduismushype, die leute gingen ab auf hare krishna und vishnu und wie sie alle heissen. das war zu zeiten des vietnamkriegs und ausserdem wollte man sich von der vorherigen generation lösen, das gegenteil von denen sein, die den zweiten weltkrieg miterlebt und mitgemacht hatten.
und...naja...wie siehts heute aus? heute bombt sich ständig einer aus dem leben und nimmt so und so viel unschuldige mit, in deutschland maschieren die neos durch die gegend, in den nachrichten bekommt man täglich den hass anderer und den daraus resultierenden handlungen zu sehen. dann gibts da den buddhismus, der durch unsere globalisierte welt nicht mehr fremd ist und der vorallem eins nicht ist: voller dogmen, voller widersprüchlicher regeln und gesetzen (wie eben das christentum, vorallem die katholische kirche). da gibt es dann den wichtigsten vertreter, den dalai lama, der wenn man ihn sieht immer lächelt, der einfach zeigt und auch sagt, wie wichtig es ist freundlich zu sein, zu lieben (seinen nächsten wie sich selbst?!), dass hass eben keine erfüllung bringt, im gegenteil. der buddhismus lehrt des weiteren, dass alles was wir tun, auswirkungen hat, nicht nur auf die anderen, sondern auch auf sein eigenes, späteres leben ('karma'). man soll über sich hinauswachsen, soll bedacht handeln , das negative an sich wird (nur mal so angemerkt, ich bin längst kein experte für dieses thema) einfach, bzw. soll ausgeblendet werden/sein. der buddhidmus ist in meinen augen absolut defensiv und damit das genau gegenteil von dem, was uns in unserer heutigen welt jeden tag begegnet und somit mit sicherheit auch etwas wünschenswertes für viele menschen. das christentum und all die anderen altbekannten religionen hingegen haben schon allein durch ihre lange geschichte in europa bewiesen, wie aggressiv sie sein kann und in meinen augen auch doppelmoralisch und verlogen. sicher werde ich immer sagen, dass vieles was die kirche sagt, anstellt und tut nicht oft dem entspricht, was jesus laut bibel gepredigt hat, dass all die regeln und dogmen entstanden sind durch menschen, nicht durch 'gott' aber was nützt es denn? ich glaube dennoch nicht an diesen einen gott, trotz meines wissens, dass 'er' nicht die schuld an der handhabung seines wortes (hilfe ich klinge wie ein reli-lehrer) hat. ich denke so wird es vielen menschen gehen, mal abgesehen von denen, die sowieso nichts in frage stellen, die in dieser welt mal eben einfach so leben (ich glaube da gibts ne menge von).
zu deiner frage noch, ja, ich denke es handelt sich um eine mainstream-bewegung aus den oben genannten gründen aber ich glaube auch, dass der buddhismus sich weiterhin etablieren wird und es eigentlich schon längst ist, auch aus oben genannten gründen
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HardRockinAmigo ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 04.08.2007, 23:15   #4 (permalink)
AW: Buddhismus und die Langlebigkeit aller Religionen

also mir ist eigentlich egal wie langlebig irgendeine religion ist. ist es nciht wichtig, was gerade passiert?

ich muß allerdings sagen, daß ich durch den buddhismus sehr interessante dinge gelernt habe, die mir mein leben wahnsinnig erleichtern.

disziplin steht in dieser sache nciht wirklich in verbindun mit irgendeiner anstrengung, sondern eher mit einer gewissen beständigkeit und hartnäckigkeit, mit der man das tut was man für richtig hält, und das im einklang mit dem drumherum...
aber lohnt sich auf jeden fall, sich damit zu beschäftigen und zu versuchen zu versthen was dahinter steckt.

dann stellt sich die frge nach der langlebigkeit irgendetwases mehr, weil man sich der vergänglcihkeit der dinge sehr bewußt ist.
buddha wußte das übrigens auch schon, weswegen er aus seinen lehren nie eine religion machen wollte. was die römisch katholische kirche angeht, hat deren handeln auch ncihts mehr mit den interessen jasu christi zu tun, genauso wenig wie das verhalten der islamisten in mohammends interesse gewesen wären. ist dewegen also überhaupt von denen aus wichtig wie lang was hält? in deren interesse war, daß wir alle miteinander parat kommen, und die langlebigkeit irgendwelcher religionen hat meist nur dazu geführt, daß irgendwer drunter leiden mußten. meist die gläubigen.
DarthBauch ist offline   Mit Zitat antworten
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