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Bund oder Zivi oder nie Notwendigkeit der WehrpflichtPolitik und Gesellschaft - Die kleine Diskussionsecke: Ob politisches Weltgeschehen oder gesellschaftliche Probleme - diese Themen sind hier genau richtig. |
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#1 (permalink) |
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Bund oder Zivi oder die Notwendigkeit der Wehrpflicht
Hi Leute
angeregt durch einen Thread im Fun Forum, hab ich mir gedacht, machst du mal den Threat auf. Es geht darum, was ihr von der Wehrpflicht haltet, ob sie sinnvoll ist, oder nicht. Ihr könnt eure Erfahrungen mit einbringen. Also ich selbst bin, auch wenn man es mir nicht ansieht, T1, das heisst voll tauglich, ohne Einschränkung. Das heisst auch, das ich eingezogen werde, da ich nicht T3 bin, keine Ausbildung hab, nicht verheiratet bin und auch hatte ich nicht zwei Brüder, die vor mir beim Bund waren. Ich hab mich aber für den Zivildienst entschieden und werde mitte August in einem Behindertenheim anfangen. Ich selber finde den Wehrdienst, oder Wehrersatzdienst sinnlos. Ich wäre dafür, das diese institutionen abgeschafft werden. Und jeder der will, kann in die Armee gehen und jeder der will, kann statt Zivi ein FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) machen. Nun gut, eure Meinung ist gefragt. |
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#2 (permalink) |
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Also ich hab meinen Zivi schon hinter mir und finde ihn nicht sinnlos.
meiner Meinug nach sollte jeder, weirklich jeder, scheiß egal, ob Mann oder Frau, ein FSJ machen. Wer nicht will, kann zur Bundeswehr gehen. Meiner Meinung nach ist es wichtig, das man auchmal was anderes sieht, als nur die heile Welt, die man von außen sieht. EIn FSJ trägt aber auch zur charakterlichen Entwicklung bei, weil man dann die Leute mit anderen Augen sieht. Also Wehrpflicht abschaffen, und dafür ein FSJ oder zur Bundeswehr. |
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#3 (permalink) |
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Naja bin schon seit lager zeit beim THW (Techniches Hilfswerk) um nicht zum Bund gehen zu müssen. Aber nur weil ich nach 9 Monaten Bund nicht schon wieder beim Arbeitsamt vorschprechen wollte. Finde man sollte die Wehrplicht abschafen und einen paar starke, gute ausgebildete Truppen auf die Beine stellen. Mit den Steuergelder sollte man lieber die längst veralterte Technik erneuern. In meinem falle würde ich dann ein Jahr verlieren da ich eh nie zum Bund wollte ist es vollkommen sinnlos. Die meisten sitzen da sowieso nur rum und werden zu Kampftrinker ausbgebildet.
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#4 (permalink) |
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Also als Alternative für Bund gibts ja Zivildienst, FFW (Freiwillige Feuerwehr) und das THW (Technische Hilfswerk). wobei THW und FFW 6 oder 7 Jahre sein muss.
Ok einerseits wird schweren Fällen beim Bund Zucht und Ordnung oder beim Zivildienst soziales Verständnis beigebracht. Andererseits veschlingts echt jede menge Geldressourcen. Evtl. könnte man Bund abschaffen und das man THW, FFW oder Zivi machen muss ... tut man auch was für die Gesellschaft. Allerdings denk ich wenn alles abgeschafft würde, würde ne menge mehr assis hier rumlaufen .... FSJ ?? Was issn das .... |
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#5 (permalink) |
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FSJ ist ein sog. "Freiwilliges Soziales jahr" das wird zur Zeit oft nur von Mädchen genutzt, die die Zeit nutzen wollen um den Nummerus clausus zu umgehen oder noch ein jahr Zeit brauchen.
Das ist sowas ähnliches wie Zivildienst, dauert halt blos ein Jahr. Auch ein Junge kann das Angebot annehmen, wenn er z.B: ausgemustert wurde. Im FSJ, wirst du überall da eingesetzt, wo auch Zivis eingesetzt werden. |
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#7 (permalink) | ||
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#9 (permalink) |
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Ich find das sollte einfach so gemacht werden das jeder männlein und weiblein sagt ich will bund oder ich will zivi. Den Ziviantrag zu schreiben hat mich echt angekotzt, wenigstens gibts dafür im www genug
![]() Wenn die wehrpflicht abgeschafft wird, schauts mit unserem sozialen system ziemlich schlecht aus, zivis sind billige arbeitskräfte, ohne die würde da nix gehen.... |
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#10 (permalink) |
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Das Problem als solches liegt in unserem Grundgesetz.
Jeder Männliche Bürger mit deutscher Staatsangehörigkeit der das 18 Lebensjahr vollendet hat ist dazu verpflichtet den Dienst an der Waffe zu führen, damit wir im notfall uns verteidigen können. Das stammt noch aus der Zeit nach dem zweiten weltkrieg. Wo auch festgelegt wurde das Deutschland keine reine Berufsarmee haben durfte und nur eine bestimmte Anzahl von Soldaten. Und es ist NICHT so das es heisst Grundwehrdienst oder Zivildienst... EIGENTLICH heisst es Grundwehrdienst, also Dienst an der Waffe, oder ein gleichgestellter Ersatzdienst für diejenigen die aus religiösen, ethischen oder welchen Gründen auch immer diesen nicht antreten. Nur leider ist es so, das unser System und unser Staat mittlerweile auf die Zivildienstleistende ANGEWIESEN ist. Gerade WEIL es billigst arbeitskräfte sind mit befristetem Vertrag. |
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#11 (permalink) |
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Also ich habe heute meine erste Woche Zivildienst hinter mir.
Ich kann jetzt vieleicht auch ein bissel mehr darüber sagen, als vor dem Dienstantritt. Ich persönlich mache in einer Behindertenwerkstatt meinen Dienst und werde dort als gleichgestellter Angestellter behandelt. (Aber das ist von Zivistelle zu Zivistelle verschieden) Klar, man muss sich mehr um die Behindertenpflege kümmern, aber alles im allen ist es bis jetzt doch recht angenehm und es fühlt sich nicht so an, als ob ich eine Billige Arbeitskraft bin. Im Grunde bin ich nicht von vorneherein gegen so eine Pflicht, ob an der Waffe, oder am Menschen. Weil man in dieser Zeit einen Reifeprozess durchmacht, und auch ein paar wichtige Dinge für's Leben lernt. |
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#12 (permalink) | |
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Ich für meinen Teil bin auf jeden Fall FÜR die Wehrpflicht. Meiner Auffassung nach hat jeder auch mal an irgendeinem Punkt einen Dienst für sein Land zu erledigen (jepp, schlagt mich & gebt mir Tiernamen), von daher sollte jeder Mann, sofern er dafür tauglich ist, auch zum Wehrdienst antreten. Wem da die Tränen kommen und unbedingt zuhause bleiben möchte, der würde wohl sowieso für die Bundeswehr nichts taugen, von daher für diese Leute den Zivildienst oder Katastrophenschutz. Ich denke mal ein Großteil derer, die freiwillig soziale Arbeit machen haben diesen Entschluss erst durch die Zeit als Zivi gefasst - da würden ohne den Zivildienst zu viele Leute fehlen. Frauen sollten meiner Meinung nach nicht zur Wehrpflicht einbezogen werden, da sie mit ihrem "Dienst", 9 Monate ein Kind mit sich zu tragen und auf die Welt bringen bereits ihren Dienst für's Vaterland getan haben - was nicht heißen soll, das Frauen, die nicht Mütter sind eingezogen werden, da müssten sich dann wohl doch zu viele Kinder einer nicht ausreichenden Erziehung ausgesetzt fühlen, nur damit die Mutter nicht zum Dienst muss. Wie sich daraus lesen lässt, bin ich der Auffassung, das die Wehrpflicht - so wie die derzeit aussieht - bestehen bleiben sollte. |
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#13 (permalink) | |
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Also ich denke das deine Ansichten in diesem Punkt etwas antiquiert sind. Wenn Frauen unbedingt in die Bundeswehr wollen, dann sollen sie es auch tun. Und manche sind besser als der eine oder andere männliche Bundi. Zu dem Thema Zivildienst. Es gibt ja zwei Arten von Zivildiesnt, einmal der Fahrdienst (Fauldienst) und der richtige Dienst am Menschen, also wo du dich wirklich um den Menschen kümmerst. Und das kann zuweilen mental härter sein als der Bund, also nix mit Weicheier beim Zivi. |
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#14 (permalink) | |||
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![]() Und was gibst du für 'nen Grund an, warum du Zivi machen willst? "Bund ist mir zu weich" oder wie? |
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#15 (permalink) |
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Was ich mit dem Mutterkreuzen sagen wollte ist, das unsere Gesellschaft inzwischen doch darüber hinaus ist, die Frau blos als Mutter unserer Kinder zu betrachten.
Warum ich den Dienst an der Waffe verweigert habe ist, weil ich erstens pazifistisch erzogen wurde und ich durch meine Familie (meine Schwester ist behindert, meine Mutter ist Leiterin für betreutes Wohnen und meine Vater Heilerziehungspfeger) auch in diese Richtugn beeinflusst wurden bin. Und da ich schon fünf Arten kenne ein Bier zu öffnen, muss ich nicht noch zum Bund um die Anzahl auf 20 zu erhöhen. So, das waren meine Beweggründe. |
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#16 (permalink) |
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Deine Beweggründe rede ich dir ja auch überhaupt nicht aus, ich bin gewiß kein Pazifist, was nicht heißt, das ich dir deine Einstellung ausreden will.
Ich hatte ja nur gesagt, das es eben für Leute, die eben aus moralischen Gründen nicht zum Bund wollen die Alternative Zivildienst geben soll - in dem Punkt sind wir ja eigentlich einer Meinung. Und auch wenn die Familie in der heutigen Drecksgesellschaft nichts mehr wert ist, sollte für eine Frau das Austragen eines Kindes als "Bundeswehr-Ersatz" reichen. |
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#17 (permalink) | |
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In vielen Fällen sieht es dann so aus das man für jede Drecksarbeit heran gezogen wird. |
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