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Darf man „tote Körper“ ausstellen!? - Deutsch


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Alt 03.02.2004, 15:32   #1 (permalink)
 
Darf man „tote Körper“ ausstellen!? - Deutsch

Hab grad mal ne Hausaufgabe geschrieben ... mit bissl sarkasmus *G* geht um die "Körperwelten" und halt den Von Hagen. Naja ... könnt ja mal lesen wer n bussl schmunzeln mag. Ist allerdings teilweise als provokation gedacht und heftig ausgedrückt.



Thomas Lemke

Darf man „tote Körper“ ausstellen!?

Ja, man darf. Nüchtern betrachtet dienen sie zur wissenschaftlichen Weiterbildung der breiten Masse und als Meilenstein der Kunstgeschichte. Ist der frühere „Besitzer“ des Körpers einverstanden und gibt sich selber zur Plastination frei, ist es legitim und keinesfalls verwerflich.

Beschäftigt man sich jedoch mit dem Plastinierungswahn des Prof. med. Gunther von Hagen ist es fraglich, ob die Menge der Plastinationen dem Wohl der Wissenschaft dient und nicht der Befriedigung eines kranken Geistes der dem Profit verfallen ist.
Gerüchte drücken den Totenbeschwörer der Neuzeit und seine Totengräbercrew immer mehr in die Ecke des kriminellen Abschaums: Handel mit getöteten chinesischen Häftlingen, die nach ihrem Tot sowieso ausgenommen werden wie ein Schwein, so heißt es. Na und? Nach der Schlachtung zum Wohle der im Sterben liegenden Patienten wird das übergebliebene Wrack doch eh unmenschlich verbrannt oder irgendwo im Dreck verbuddelt; Warum stattdessen nicht glänzend, frisch poliert der Menschheit einen Dienst erweisen?

Sachlich gesehen ist es unmöglich 200 Mitarbeitern über die Schulter zu gucken. Schon gar nicht wenn mehrere Mitarbeiter mit der Beschaffung von Leichen beauftragt sind. Würde er jeder Leiche Herkunft anzweifeln und nachforschen, wäre es unmöglich sein Wissen weiterzuvermitteln. Opfer bringen im Sinne der Wissenschaft ist die Devise, die schon in der Genforschung oder im dritten Reich einen Boom erlebt hat. Von Tierversuchen gar nicht zu sprechen; welche täglich im Sinne der Forschung und zum Wohle der Menschheit vollführt werden. Atomforschung, Virenzüchtung, Kampfgasentwicklung; Gegen so etwas ist Van Hagens Institution ein Kindergartenfriedhof.

Wie in jeder Wissenschafts- und Forschungsabteilung stehen Ergebnisse im Vordergrund. Was hinter den Kulissen passiert ist meist unmenschlich, un“tierisch“ und bei Gott nicht jedem Gesetzt gegenüber erhaben. Aber es ist notwendig und ermöglicht uns einen Lebensstandard der zwar auf Leichenfeldern basiert, aber dennoch durch den Kauf der Produkte von jedem Menschen unterstützt wird.
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Alt 04.02.2004, 11:26   #2 (permalink)
 
jep, jep, recht hast du, aber ich muß auch sagen, als ich mir die ausstellung von deinem "totenbeschwörer" (recht passend) angeschaut hab, ging es mir eigentlich im vordergrund nur darum, zu schaun, ob die ausstellungsstücke im gegensatz zu den plasteviechern im bio-unterricht anders aussehn. tun sie aber nicht. wie also will man nachvollziehn, daß all seine plastinate mal echte menschen gewesen sein sollen? also beim besten willen, das konnte ich mir selbst da nicht vorstellen, nachdem ich sie gesehen hab. was allerdings alles nur wie profitgier aussieht, ist doch auch im prinzip nichts anderes als das, was alle geschäftsleute tun - sie streben danach, ihr geschäft anzukurbeln, sei es nun mit mehr oder weniger seriösen mitteln. also wieso nicht ein paar menschenhüllen von toten chinesen? ich denke, für die bildung ist das egal, welcher mensch uns das wissen vermitteln soll. allerdings konnte man an der art, wie er seine plastinate dargestellt hat, sehen, daß es doch im vordergrund um komerz geht... wenn es nur rein wissenschaftlich wäre, müßte man die plastinate nicht solch verrenkungen machen lasssen, wie es seine tun...
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Alt 04.02.2004, 14:29   #3 (permalink)
 
Alles schön und gut , aber ich meine, dass man dem toten Körper den gleichen Respekt zeigen sollte was mach auch gezeigt hat als sie gelebt haben.
Und mit Wissenschaft u.s.w. hat das nichts zu tun was Prof. med. Gunther von Hagen macht. Dies bezeichnen viele als Kunst und er stellt auch alles als eine Kunst da.
Ich würde ihn gerne fragen ob er seinen Körper auch zur Plastinierung freigeben würde???
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Alt 04.02.2004, 14:32   #4 (permalink)
 
also er hat in nem interview ma gesagt, er will auch lieber plaste werde. o graus, dann müssen ihn die menschen ewig ertragen... :heul:
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Alt 04.02.2004, 14:37   #5 (permalink)
 
Das hält doch kein Mensch aus.
ich würde das nicht wollen...
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Alt 05.02.2004, 08:02   #6 (permalink)
 
Er sagt zwar selber für ihn isses keine Kunst, aber naja. Glauben kann man das soweiso net.

Ich denk auch, großer Gewichtspunkt ist die MEnge. 50 Plastinate ok .... aber ne ganze Stadt gebaut zu haben nur damit mann mehr und mehr plastinieren kann ist doch net normal. Da fragt man sich ist das noch für Wissenschaft!? Profit?

Ich mein ich hab keine Probleme mir die Plastinate anzugzugucken. Ist halt interessant. Aber was da hinter den Kulissen pasiert .... naja ....
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Alt 05.02.2004, 08:07   #7 (permalink)
 
das will gar keiner wissen *grusel*
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