![]() |
|
das Licht in der DunkleheitSchwarze Poesie Schwarzromantik, schwarze Gedanken, der Tod... Ihr dunklen Philosophen fühlt Euch hier zu Hause. |
|
|
![]() |
|
|
Themen-Optionen |
|
|
#1 (permalink) |
|
das Licht in der Dunkleheit
Es war an der Zeit, dass Marlen nicht länger davon rennen konnte, vor ihrer Vergangenheit. Obwohl sie es schon seit langem spürte und es immer gewusst hat, tief in ihrem Inneren, verdrängte sie es jeden Tag aufs Neue.
Nein, glücklich war sie nicht daüber, dass sie sich nicht erinnern konnte, doch musste sie auch nicht mehr darunter leiden wie früher. Die Fähigkeit mit einer solchen Gleichgültigkeit dem Leben entgegen zu tretten war irgendwo ein Segen für sie. Wie oft sie sich allerdings dafür anhören musste: Findest du nicht, dass du es dir zu einfach machst? , weiss niemand besser als sie selbst. Auch wenn sie diesen Vorwurf satt hatte, so störte sie sich nicht an dem was andere sagten, denn auch wenn sie es nicht wahr haben wollte, so war sie doch diejenige, die auserkoren war der Liebe zu entsagen um das leid zu beenden, welches entstand durch den Krieg zwischen zwei solch gewaltigen Mächten, deren es möglich war nach belieben alles ins Chaos zu stürzen. Nach all dem, war sie der meinung doch das Recht zu haben egoistisch zu sein. Marlen war durchaus bewusst, dass es niemanden gab oder gib und auch nicht geben wird, der sich für andere opfert ohne Eigennutz davon zu tragen und so wurde ihr klar, dass es keinen Zweck mehr hat für jemanden zu kämpfen und zu töten, der nichts weiter ist als scheinheilig. In die Kirche ging sie dennoch regelmässig und selbst wenn sie die Figur an dem Kreuz von Tag zu Tag mit mehr Missmut anstarrte, so tat sie es, als wäre es ein Ritual welches lebensnotwendig sei... Notwendig, um nicht entgültig eine auf Erden wandelnde lebende Leiche zu sein. Es gab nicht mehr viel in dem Leben, welches sie führte, was dies zu verhindern wusste. Nur schwer ertrug sie diese Leere in sich, die nichts zu füllen vermag und welche sie schon seit damals in sich trug. Mittlerweile besaß Marlen kein Zeitgefühl mehr. Sie nahm wahr, dass es hell wurde und dass irgenwann nach ca. 12 Stunden der Himmel sich verdunkelte und somit Tage, Monate und auch Jahre, ja sogar Jahrtausende vergingen. Was allerdings in solchen Zeitrahmen geschah speichert ihr Gehirn längst nicht mehr... Ein Stern am Firmament leuchtete so stark, dass es als Energiequelle genutzt wurde. Es war die Ursache für das Licht, welches strahlte und sie auch heute blendete wie sonst immer auch. Marlen hörte noch die Tür hinter sich zuschlagen, ehe sie froh darüber, dass sie die Treppen nicht hinunter hechten musste, in den Aufzug stieg. Die Finger ihrer linken Hand umschlossen den Tragegriff der leeren Leinentasche. Mit der Rechten Hand drückte sie den Knopf für den Erdgeschoss und sie wartete mit dem Rücken der Aufzugstür zugewandt darauf, dass sich dieser in Bewegung setzte. Doch es geschah nichts... Sie war nicht mehr in dieser Welt, denn der Spiegel der quer in dem Fahrstuhl hing spiegelte nicht die Person die drin stand wieder, sondern das was sich hinter dieser im Treppenhaus abspielte. Es war geradezu so als würde sie nicht im Aufzug stehen. Sie sah in den Spiegel und sah durch sich selbst hindurch ein Biest auf vier Pfoten, welches bedrohlich auf den Treppen lauerte. In desen blutroten Augen loderte etwas, was Marlen nicht in Worte zu fassen vermag. Er selbst war so schwarz wie die Nacht. Furcht hätte von jedem Besitz ergriffen in dem Augenblick, nur sie war nicht davon zu ergreifen. Ihr wurde ganz anders ums Herz. Plötzlich war diese unerträgliche Leere in ihr weg und sie versank in dem Gefühl von Leidenschaft. Der Augenblick war perfekt und sinnlich. Er vermittelte ihr ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit wie sie es nie wieder erfahren sollte seit damals... Das Raum- und Zeitkontinuum existierte in dem Moment nicht länger. Ihr war als würde sie schweben. Sie vergass wie tief sie schon mal aus allen wolken gefallen war nach dem selben Gefühl wie in diesem Moment. Für weniger als eine Sekunde schlossen sich ihre Augen, jedoch als sie wieder offen waren, erblickten sie sich selbst in den Spiegel. Marlen stad nun da und der Spiegel gab sie wieder wie sie gewohnt war, wenn sie in einem Spiegel geschaut hat. Die Finger ihrer rechten Hand berührten enttäuscht den Spiegel und in der Hoffnung sie würde ihn auch so sehen drehte sie sich um, allerdings war das Treppenhaus leer. Ein Augenblick lang verweilten ihre Augen in der kalten und tristen Leere der Realität vor ihr, ehe sie in ihrer Naivität sich zurückdrehte und in den Spiegel blickte, da sie für einen Bruchteil einer Sekunde dachte sie könnte ihn nur durch den Spiegel sehen. All ihre Hoffnungen sollten zerstört werden von ihrem eigenen Spiegelbild... Das Herz, welches wild in ihr zu schlagen begonnen hatte, durch all die Hoffnungen, die sie sich gemacht hatte, schlug nun unkontroliert sowohl langsamerer als auch unregelmässierer. Bdoom... bdoom.... bdoom.... Es schien eine ganze Ewigkeit zu dauern, doch irgendwann schlossen sich die schweren Metalltüren hinter ihr und es war als wäre es nie passiert... |
|
|
|
|
|
|
#2 (permalink) |
|
AW: das Licht in der Dunkleheit
ha, ich habs endlich mal egschafft mich durch deine geschichte zu lesen ohne jeglichen zeitdruck und stress und genießen zu könne was du da wieder geschriben hast... gibts davon noch ne art fortsetzung oder so??? finds schade, dass du das ende offen lässt!! gerade als es richtung spannend wurde... ich steig zwar noch nicht so ganz durch, aber das wird schon noch... ich komm schon noch hinter alles... auf jeden fall will ich mehr... *smile* ich finds wieder mal unglaublich hinreissend... zum teil so kalt und ohne jegliche emotionen und auf der andren seite diese hochkochenden emotionen, die garantiert jedes eis zum schmelzen bringen würden... und ich finds wieder mal super gewählt, das ziemlich genau auf die details eingehst... so kann man sich wirklich alles super vorstellen... ich find di geschichte wie gesagt umwerfend und ich wiederhole mich nochmals damit, dass ich mehr will... aber ist natürlich dir selbst überlassen... wenn ich ganz durch die gesamten hintergründe durchgestiegen bin, wedrde ich eventuell nochmals haargenau auf das thema eingehen (falls ich das nicht wieder vergessen sollte)... ich hoffe auf jeden fall, dass du bei passender gelegenheit die zeit, lust und inspiration für neue geschichten findest und mir wieder was schönes zum lesen postest... les deine sachen doch immer so furchtbar gerne...
![]()
__________________
What can I say? (I don’t want to play) anymore What can I say? I’m heading for the door I can’t stand this emotional violence Leave in silence Depeche Mode - Leave in silence |
|
|
|
|
|
|
#3 (permalink) |
|
AW: das Licht in der Dunkleheit
*mehr davon lesen will*
![]() klasse geschichte, gefällt mir sehr sehr gut wusste doch immer das du wirklich gut, ach gut is zu lasch, sehr sehr gut geschichten schreiben kannst, wäre nett wen du sie weiterführen würdest ![]()
__________________
Verheiz die Reifen, nicht deine Seele
|
|
|
|
|
|
|
#4 (permalink) |
|
AW: das Licht in der Dunkleheit
Offtopic: es war nie geplant das diese geschichte hier enden wird. ich hatte von anfang an mir was dabei gedacht nur fehlt mir die zeit, nicht die inspiration, denn diese geschichte ist nicht erfunden! (vielleicht werde ich einiges später doch der spannung zu liebe in ein anderes licht rücken aber bis lang schreibe ich nur fakten auf) mehr verrate ich nicht dazu
ich werde schauen dass ich demnächst weiter mache sowohl hier als auch im chat.![]() |
|
|
|
|
|
|
#5 (permalink) |
|
AW: das Licht in der Dunkleheit
du lässt uns also wieder warten? spannst uns auf die folter?? das dacht ich mir schon fast...
aber gut, lass dir zeit... ich kann warten... wie es bei toasti aussieht weiss ich zwar nicht, aber ich kann warten... ich bin sehr gespannt, was du noch zaubern wirst... ich dachte mir schon in etwa dass das fakten sind und nicht unbedingt erfunden... irgendwie hatte ichd as im gefühl... und langsam komm ich auch dahinter... aber bis ich mich dazu äussern werde warte ich ab, bis du was neues dazu posten wirst...
__________________
What can I say? (I don’t want to play) anymore What can I say? I’m heading for the door I can’t stand this emotional violence Leave in silence Depeche Mode - Leave in silence |
|
|
|
|
|
|
#7 (permalink) |
|
AW: das Licht in der Dunkleheit
Eine große Lücke klaffte in ihrem Gedächtnis. Was passiert war, nachdem sich die Tür des Aufzuges geschlossen hatte, wusste Marlen nach einigen Tagen schon nicht mehr. Schnell bereute sie es, dass sie dieses Erlebnis, nein, diese Offenbarung, den Leuten aus ihrer Umgebung erzählte. Wie jedesmal waren es für die anderen nichts weiter als Träume, Hirngespinste. Marlen wurde sogar gefragt ob sie Drogen genommen hätte.
Einige Nächte danach erwachte sie schweissgebadet und mit Tränen in den Augen auf. Ihr eigener Schrei hatte sie aufgeweckt. Erschrocken und zugleich doch verwundert, über die Tatsache, dass ihr möglich war zu schreien, schnappte sie sporadisch nach Luft. Mit geweiteten Augen sass sie aufrecht in ihrem Bett und versuchte das, was sie gesehen und gefühlt hatte, zu ordnen und zu rekonstruieren, bevor ihr gehirn es löschte. Marlen ertappte sich selbst dabei, wie sie sich ernsthaft die Frage stellte, ob es ein Traum gewesen ist. Allerdings, glaubte sie nicht daran, dass Träume alleine eine solche Macht besitzen würden. Und schon gar nicht um sie in solchen Sphären zu entführen oder sogar ihr solche Schmerzen zu zufügen wie gerade eben. Je länger marlen darüber nachdachte, desto mehr details von dem Geschehnem hatte sie schon vergessen.... Was sie noch wusste war, dass sie in der Küche gestanden hatte und Sandwiches zubereitete. Dabei schnitt sie diese zurecht mit einem grossen Messer, dessen Klinge silbern aufblitze und dessen Grief aus schwarzem Ebenholz war. Wie oft sie daran gedachte hatte sich damit die pulsadern aufzuschneiden wusste keiner nicht einmal sie selbst. Irgendwann hatte sie aufgehört zu zählen. Doch dieses Erbstück liebte sie sehr, weil es gut in der Hand lag.... Sie war vergnügt und erfreut über seinen Besuch. Sie konnte ihn nicht wirklich sehen, wie zum Beispiel sein gesicht oder welche Frisur er hatte. Sie hatte gesehen, dass er gross war und rein, denn er strahlte licht aus. Zwar hatte sie sich nie ein Engel so vorgestellt, doch aus irgend einem Grund wusste sie tief in ihrem herzen er war einer. Aus heiterem Himmel stach etwas in ihrem Herzen. Ein unbeschreiblicher Schmerz ergrief sie. So viele Gefühle die sie traffen und die chaotisch waren. Das schlimmste daran war aber, dass sie so rein waren. Hass, Wut, Misstrauen, Rachegelüste... Es schnürte Marlen die Brust zu. Sie bekam keine Luft mehr, je näher er ihr kam. Als dieser sie auch noch umarmte gaben ihre Knie unter sie nach und sie erstickte förmilich in seinen Armen.... Marlen wusste nicht wie sie beschreiben sollte, was sie fühlte, sie konnte nur sagen, dass es ihr weh tat. Dabei musste sie andauernd an dessen Worte denken. Stimmt ja. Du kannst es fühlen, nicht war? Dio hatte es mir gesagt. So als ob dieses Wesen, Dio nicht glauben könnte, sich jedoch nun geschlagen gegeben hatte, aufgrund vollendeter Tatsachen. Dieses Wesen das sich ihr gezeigt hatte, für das sie so viel empfand, dass sie bereit gewesen wäre ein einziges Wesen zu töten, welches ausschlaggebend war für alles. Zumindest versuchte man es den Menschen so zu vermitteln. Ein Wesen, dass man dem Namen Gott gab, weil es so geheimnisvoll, übernatürlich und unverfehlbar war. Sie weinte, sie weinte bitterlich, so dass eine Träne der anderen folgte und diese gemeinsam ihre blassen wangen hinunter kullerten. Vier kalte Betonwände umgaben sie. Es waren allein diese Wände und etwas in ihr, dass sie so einsam werden lies und genauso kalt, wie diese kahlen Wänden. Mit ein bisschen Tapete hatte man versucht, die wahrheit zu überdecken. Doch bei marlen reichte das bisschen nicht mehr aus. Verunsichert und total verängstigt dachte sie darüber nach, wer ihr wohl helfen könnte und sei es nur mit einem rat. Als sie jedoch dieses lächeln, was vielmehr ein diabolisches grinsen war, wieder vor sich sah, erschauderte sie. Irgendwann musste sie wieder eingeschlafen sein, denn als sie wieder wach war, blickte sie total verschlafen auf die uhr. Ihre Mutter war einige sekunden zuvor ins zimmer gestürmt gekommen und schrie"Du hast verschlafen! Du kommst zu spät zur schule!" Das krazte Marlen recht wenig. Den ganzen Tag war sie so unkonzentriert. Immer wieder gingen ihr seine Worte durch den kopf und jedesmal sah sie sein Grinsen. Doch das, was sie aus der Bahn werfen sollte, das fiel ihr erst spät am nachmittag auf, als sie an der Kirche vorbei ging, in der sie Messdienerin war. Es traf sie sprichwörtlich wie der Blitz. Dio war die Abkürzung von Dionysius. Sie diente in der Kirche St. Dionysius... Verstört starrte sie das Kreuz oben auf dem Dach an. Offtopic: ich weiss nicht was daran gut sein soll.... gerade wegen den details ist es doch nicht so toll zu lesen, man ermüdet schnell und langweilt einen total... und gerade bei sachen die auf der realität basieren... zumindest haben mir das schon mal ein paar leute gesagt. doch wie gesagt. das hier hat noch lange kein ende.... |
|
|
|
|
|
|
#9 (permalink) | |
|
AW: das Licht in der Dunkleheit
Zitat:
wie dem auch sei, ich hab deinen zweiten teil gleich gestern morgen gelesen, kam nur nicht zum antworten... aber ich habs ja nachgeholt... also, stress dich nicht wegen der weiteren fortsetzung... setz deine prioritäten richtig... und wir werden warten, bis du wieder die zeit findest, um zu posten...
__________________
What can I say? (I don’t want to play) anymore What can I say? I’m heading for the door I can’t stand this emotional violence Leave in silence Depeche Mode - Leave in silence |
||
|
|
|
|
|
#10 (permalink) | |
|
AW: das Licht in der Dunkleheit
Zitat:
ja was soll man dazu noch sagen ![]() du hast mir quasi die worte aussem mund genommen. also keinen stress , wir warten und freuen uns auf die fortsetzung
__________________
Verheiz die Reifen, nicht deine Seele
|
||
|
|
|
|
|
#11 (permalink) |
|
AW: das Licht in der Dunkleheit
Er hat mich verraten...
Irgendwann hatte sie es geschafft, sich von dem Anblick des Kreuzes loszureissen. Auf den Weg nach Hause wäre sie ein paar mal in einigen Leuten gerannt, wären diese ihr nicht rechtzeitig ausgewichen. Sie war so in Gedanken versunken. Wieso? Wieso ist er nur so? Wie kann er nur? Was habe sie ihm getan? Als sie zur Tür rein kam wurde sie auch schon wie an jeden Schultag von ihrer Mutter gefragt:"Ce o fost astazi la scoala?" Ihr Schulrucksack gliet ihren Schultern runter und sie lies ihn in einer Ecke liegen. "War nichts besonderes los heute." Sie war schon fast in ihrem Zimmer angelangt, doch da war ihre Mutte schon hinter ihr und erkundigte sich eingehender:"De ce minti? Ai ce va! De ce nu vrei sa-m spui?" Am ende ihrer Kräfte und Nerven erwiederte Marlen lediglich:"Nichts, ich habe nichts." Ihre Mutter entgegnete ihr sauer:"Bine!" Marlen schloss danach die Tür hinter sich und lies sich aufs Bett fallen. Du würdest es ja doch nicht verstehen. dachte sie so bei sich. Obwohl ihr bewusst war wie gross die liebe ihrer Mutter für sie auch war und dass es ihr im Grunde an nichts fehlte, so fühlte sie sich so unglaublich leer. Voller Gleichgültigkeit erledigte sie ein Teil ihrer Hausaufgaben. Plötzlich ging die Tür auf und ein kleines blondes nerviges Schwesterchen steckte ihren Kopf in ihrem Zimmer. "Was hast du jetzt schon wieder getan? Sie ist jetzt richtig beleidigt und sauer. Sie ist kurz vom weinen." Marlen seufzte tief. Sie hatte so gar keine Lust sich mit ihr rumzuschlagen und sich auch noch zu rechtfertigen. Immer musste sie sich rechtfertigen, nur ihr Bruder nicht, egal was er anstelle, ihre Mutter nahm ihn immer in Schutz. Irgendwann hatte sie es satt und fing an ignorant zu werden. "Verschwinde!", befahl sie in einem herrischem Ton. Für gewöhnlich klappte es auch, aber eben nicht immer. Die Kleine kam ins Zimmer und schloss die Tür hinter sich. "Wieso bist du jetzt so?", fragte sie mit einem Hauch von beleidigt sein in ihrem Ton, geradezu so, als ob sie nicht verstehen würde was sie falsch gemacht hatte, dass Marlen jetzt auch auf sie sauer war. Erneut seufzte sie. "Ich habe keine Lust mit dir darüber zu diskutieren! Also zieh Leine!", brüllte sie schliesslich. Auf einer Art und Weise war sie froh, dass ihre kleine Schwester aufgegeben hatte und sie ihr nicht, wie sonst immer auch weh tun musste bevor sie es begrief, dass es ihr ernst war. Ihr war klar, dass die Kleine nichts dafür konnte und dass es mies von ihr war sie so abweisend zu behandeln, aber sie konnte nicht mehr. Auf den Rücken lag sie in ihrem Bett, welches fast genauso hart war wie der Boden. Einige reagierten oft sensibel darauf und meinten es wäre das selbe, wie auf den Boden zu sitzen. Doch sie störte es nicht. Es gab auch Tage an denen sie auf den Boden lag, wie eine Tote... Nun atmete sie tief ein und wieder aus um zu verhindern, dass ihr die Tränen kamen. Starrte regelrecht die weisse Decke an, um nicht in Versuchung zu geraten sich in ihren Träumen zu flüchten. Es wurde ihr zu viel. Andauernd dachte sie über die Worte anderer nach... Du hast keine Probleme also, bildest du dir welche ein. schlussfolgerte sie. Marlen drehte sich auf ihrer linken Seite mit dem Gesicht zur Wand. Ihre Arme umschlossen fest ihr Kissen und drückten es an ihrem Brustkorb. Sie hatte die Beine angezogen und ihr Gesicht in den Kissen vergraben. Nun erlag sie doch ihren Tränen. Um ja nicht noch schwächer zu werden, bedeckte sie ihre Lippen mir einer Hand und gebot dadurch Einheit den Hilfeschreien, die über ihren Lippen fliehen wollten. Sie schluckte alles in sich hinein, so als wäre sie ein Fass ohne Boden, in dem man alles abladen konnte ohne Konsequenzen... Durch jede weitere Minute, in der sie sich in diesem Zustand befand, wurde ihr Verhalten unkontrolierter. Verstört schnappte sie nach Luft und fing an zu zittern, wobei sie da Kissen verstärkt an sich drückte. Einmal hatte ihre Mutter sie so erlebt und wütend ihr entgegnet sie solle damit aufhören, da sie keinen Grund für dieses Verhalten habe. Sie wurde schliesslich nicht geschlagen. Nein in den Augen anderer gab es auch keinen Grund, für all die Tränen die sie in diesen Momenten vergoss und all den Schreien die sie krampfhaft unterdrückte. Wie oft wurde sie schon gefragt, wieso sie heulte, wieso sie alles in sich hineinfrass. Weil ihr es nicht versteht... kam ihr in den Sinn. Aber wie sollten sie verstehen, was sie selbst nicht verstand? Wie... Sie war so abwesend, dass sie nicht ein mal bemerkte, dass sie keine Luft mehr bekam. Als ihre Lungen anfingen zu brennen, wurde ihr schmerzlich bewusst, dass sie schon an einem Punkt angelangt war, an dem sie anderen weh tun könnte, wenn sie es darauf anlegen würde... In dem Moment drehte sie sich wieder auf den Rücken zurück und starrte die Decke erneut an. Langsam fing sie sich wieder und die Schmerzen liesen auch nach, so dass sie vor Erschöpfung einschlief. Offtopic: Sorry leute, dass ihr so lange darauf warten musstet und dass es na ja ähmm, selbstbemitleidend wirkt.... hatte so meine phasen.-.- hoffe es gefällt euch dennoch, ansonsten kritik ist erwünscht ![]() |
|
|
|
|
|
|
|
|
#13 (permalink) |
|
AW: das Licht in der Dunkleheit
in der tat trieft dieser teil nur so vor selbstmitleid... da hast du recht... aber sowas muss wohl auch mal sein... geschichten spiegeln sowieso oft das, was einem selbst in der vergangenheit widerfahren ist... kann ich das so deuten, in bezug au deine letzte PN? naja, in meiner momentanen lage muss ich sagen, dass mir die anderen teile bisher besser egfallen haben... aber das liegt wohl daran, dass ich derzeit nicht wirklich die nötige aufmerksamkeit für die bedürfnisse und probleme anderer hab, da auch ich irgendwann mal ein wenig egoistisch sein möchte... ic denke, du verstehst was ich damit sagen will... momentan brummt mir der schädel vor lauter informationen und stress, dass es mir etwas schwer fällt mich genau auf den punkt gebracht auszudrücken... aber ich denke, dass der teil wohl dareingehört... aber das kann ich wohl besser beurteilen, wenn du bei gelegenheit wieder einen weiteren teil dazu schreibst, denn ich finde die geschichtenach wie vor sehr interessant und was weiterhin geschieht werde ich mir trotz meinem bevorstehenden mörderstress nicht entgehen lassen... soviel zeit muss sein, um solch wunderbare egschichten zu lesen... mach weiter... ich werd mich bemühen auch bald an meiner geschichte weiterzuschreiben... mir fehlt nur die passende inspiration... und weisst du, langsam fügen sich viele kleine puzzleteile zu einem ganzen, wenn man ganz genau hinsieht... das gefällt mir besonders an deiner geschichte, aber das weisst du ja bereits...
__________________
What can I say? (I don’t want to play) anymore What can I say? I’m heading for the door I can’t stand this emotional violence Leave in silence Depeche Mode - Leave in silence |
|
|
|
|
![]() |
| Themen-Optionen | |
|
|
Ähnliche Themen
|
||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Licht | Passion | Gedichte und Geschichten (unbekannte Dichter) | 11 | 22.05.2003 16:26 |
| Jetzt kommt die Wahrheit ans Licht!! | Schlumpfine | Internet | 17 | 12.11.2002 14:50 |