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Der LeuchtturmGedichte und Geschichten (unbekannte Dichter) Ihr habt ein neues Gedicht oder eine Geschichte geschrieben? Bitte postet es hier... |
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#1 (permalink) |
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Der Leuchtturm
Der Leuchtturm
Sternenklar war die Nacht. Ich stand auf einem Hügel vor einem Wald, die Augen zum Himmel gerichtet. Keine Wolke verhinderte den Blick auf die abertausend funkelnden Sterne, die, so schien es, in einem riesigen Meer schwarzen Wassers schwammen. Der Mond, der so nah wirkte, warf sein Licht in das Meer wie ein Leuchtturm, der das große Dunkel etwas erhellte. Immer wieder erkannte ich neue Lichter, die mal mehr, mal weniger leuchteten. Langsam wurde mein Kopf zu scher und ich senkte meinen Blick auf den Wald. Die Bäume waren so hoch, dass es aussieht als ragten sie wie Riffe in das Meer. Ihre Kronen waren schwarz und die Äste erstreckten sich in den Himmel, als ob sie wie alte, knochige Hände nach den Reisenden des Meeres greifen wollten. Unten war der Wal von einer mannshohen Wand aus Büschen und Sträuchern umringt. Alles war miteinander verwachsen und verschlungen. Unüberwindbar erhob sich das Gestrüpp vor mir. Nichteinmal ein Blick in das Innere des Waldes wurde mir gewährt. Der Wald kam mir wie eine gigantische Festung aus schwarzem Stein vor, die bedrohlich auf ihren Eindringling wartete. Ich umstreifte ein paar Mal den Rand, doch fand ich keine Stelle, die mir Einsicht gewährte. Plötzlich dachte ich eine Berührung auf meiner Schulter zu spüren. Ruckartig blieb ich stehen und drehte mich zögerlich um. Nichts ? nur der Wald. Dann erstarrte ich. Vor mir, genau vor mir, war ein Durchgang. Links und Rechts schlängelte sich das Buschwerk nach oben, wo es sich in der Mitte zu einem Torbogen vereinigte. Es war ein Torbogen aus Pflanzen. Noch nie zuvor hab ich so etwas gesehen. Ich wusste nicht was es war, aber irgendetwas zog mich in den Wald. Vorsichtig schritt ich unter den Torbogen und untersuchte ihn. Ich wollte es erst nicht glauben, die Pflanzen waren so dicht, dass sie wie Steine wirkten, die zu einer meterdicken, massiven Wand sorgfältig aufgeschichtet wurden. Wie von einer Stimme geleitet betrat ich den Wald nun ganz. Kaum war das geschehen, blickte ich noch mal zurück. Das Tor war verschwunden, kein Durchgang mehr, nur wieder diese massive, undurchdringliche Wand aus Pflanzen. Doch das beunruhigte mich nicht. Irgendetwas legte sich über meine Furcht und schloss sie ein. Es war dunkel. Die Baumkronen bildeten ein durchgängiges Dach, das jegliches Licht absorbierte. Bedrohlich erhoben sich die Stämme vor mir und ich hatte das Gefühl beobachtet zu werden. Ein Schlag gegen meinen Rücken lies mich zusammenschrecken. Hektisch blickte ich mich um. Erneut konnte ich nichts erkennen. Ich wusste jedoch was der Schlag bedeutete ? die Jagd hat begonnen ? langsam ging ich tiefer in den Wald. Auf einmal stolperte ich über einen Ast und schlug schmerzlich auf. Im Augenwinkel sah ich noch eine Bewegung, dann spürte ich nur noch Schmerzen. Ununterbrochen trafen mich Hiebe und Schläge. Mit letzter Kraft rappelte ich mich auf und rannte. Meine Kleidung war zerfetzt und ich spürte das Blut aus meinen zahlreichen Wunden strömen. Kurz bevor ich zusammenbrach erreichte ich einen kleinen Kreis mitten im Wald. Wie aus dem Nichts wurde es gleißend hell. Es kam mir vor, als ob meine Augen verbrannten. Dann sah ich ihn, ihn, den Wärter des Leuchtturms Written by Patrick Rasche |
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#2 (permalink) |
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AW: Der Leuchtturm
also was mir gleich auffällt ist am anfang und ziemlich in der mitte... deise detaillierten beschreibungen wirken ie in einem film... wie eine art kamerafahrt die erst einzelne fragmente und dann das gesamte zeigen... ist dir gut geklungen... finde ich jedenfalls... ich kann mir das gut vorstellen... weiterhin sehr stimmungsvoll gehalten... die stimmung wird immer intensiver.. man könnte die egschichte fast als parabel bezeichnen wobei da aber das abflachend es höhepunktes meiner meinung nach fehlt... aber dieser spielraum den du dem leser lässt ist auch was gutes da man seine phantasie schließlich nach dem ende spielen lassen kann... es muss ja nicht das ende bedeuten dass der wächter da ist und du mit diesen worten endest... es könnte ja auch sein dass trotz all den ereignissen die wirklich fesselnd sind irgendwo in happy end wartet... zwar fehlt die objektivität aber das macht ja nichts... nicht jede geschichte benötigt objektivität... manchmal ist es auch ganz angenehm durch die augen eines anderen hier durch die des ich-erzählers zu blicken und mitzuerleben... das letzte mal hatte ich das happening als ich schnitzlers "fräulein else" gelesen habe, das auch nur objektivität durch die wörtliche rede anderer zuließ und sonst komplett aus der sicht des fräulein else beschriebn war... irgendwie mag ich solche darstellungen... mir gefällts was du geschrieben hast und wie es aufgebaut ist... und dass die stimmung so schön auf einen fast rasenden höhepunkt getrieben wird... echt toll... das alles lässt regelrecht literaturwissenschaftliche arbeit zu... kann man alles wunderbar anwenden...
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#3 (permalink) |
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AW: Der Leuchtturm
das mit der kamerafahrt is einfach zu erklären. meine geschichten laufen immer vor meinem inneren auge ab und genau so schreib ich sie auf. ich leg keinen wert auf grammatik und tamm tamm. wichtig ist mir dass meine gedanken auf dem blatt stehen. freut mich dass du eine geschichte von mir überhaupt noch liest.
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#4 (permalink) |
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AW: Der Leuchtturm
ich bin ein objektiver leser und mache meinen job... egal wie die hintergründe sind... das solltest du eigentlich wissen...
und das mit der grammatik und dem tammtamm ist mir bekannt... ich meinte dass ich neu gelerntes hervorragend darauf anwenden könnte... dass deine geschichte für mich was das alles betrifft sehr hiflreich ist um es alles genauer zu verstehen und zu lernen... ja das soll vorkommen... die kamerafahrt... ja das sieht dir ähnlich... was das betrifft immer noch das alte genie das ich immer sehr geschätzt hab und auch immr noch sehr schätze... ich habe deine geschichten schon immer sehr gerne gelesen auch wenn ich nicht zu jeder etwas geschrieben habe... um nciht zu sagen dass ich deine egschichten schon immer geliebt habe... vielleicht beehrst du uns hier ja bald wieder... für gute (wirklich gute) prosa bin ich immer zu haben...
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