Der Mensch - Ein Virus - Erörterung


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Alt 23.11.2005, 02:56   #1 (permalink)
aKe
Der Mensch - Ein Virus - Erörterung

Hallo, ich hatte mal Lust einfach was zu verfassen, was ich vom Grundgedanken her schon lange sehr interessant finde. Heute sind endlich die Wörter durch mein Hirn geflossen, die ich brauchte. Ich stelle den Text deshalb ins Inspirationportal, weil ich, entgegen der Befürchtung dass das hier kaum einer lesen wird, mir erhoffe, Kritiken und Inspirationen sowie Argumente zum wiederlegen sammeln und den Text darauf basierend weiter ausbauen zu können.

Rechtlicher Scheiss:
Ich versichere, dass die ausgeführten Gedanken meine eigenen sind Dass das Copyright, sämtliche Rechte auf Vervielfältigung und Publizierung bei mir liegen. Wer diesbezüglich fragen oder bitten hat, kann mich über den BP per PN erreichen

so los gehts:

Zitat:
“I'd like to share a revelation that I've had during my time here. It came to me when I tried to classify your species. I've realized that you are not actually mammals. Every mammal on this planet instinctively develops a natural equilibrium with the surrounding environment. But you humans do not. You move to an area and you multiply and multiply until every natural resource is consumed and the only way you can survive is to spread to another area. There is another organism on this planet that follows the same pattern. Do you know what it is? A virus. Human beings are a disease, a cancer of this planet. You are a plague. And we are... the cure.”
-Agent Smith in “The Matrix”-



Greift man diesen Gedanken des obigen Zitates auf und versucht ihn weiter auf seine Stichhaltigkeit beziehungsweise auf seinen Sinngehalt zu prüfen kommt man im Laufe der Abhandlung zu recht ernüchternden Schlüssen. Angenommen man vergleicht den menschlichen Organismus, beziehungsweise den Organismenkomplex der gesamten Menschheit in dem jeder einzelne Mensch irgendwie und auf vielfältigste Weise jeden anderen Menschen bedingt und beeinflusst mit dem des Virus, dann könnte man als erstes auf die Komplexität der Beschaffenheit des einzelnen Individuums hinweisen. Der Mensch ist viel größer, komplexer, viele werden sagen natürlich intelligenter und das ist natürlich zweifellos richtig. Allerdings braucht man um so etwas großes wie einen ganzen Planeten zu zerstören und auszubeuten auch einen viel komplexeren und intelligenteren Organismus als das Virus einer ist. Frage ist nun, inwiefern gleichen sich Viren und Menschen? Betritt das Virus einen für ihn neuen, Überlebenschancen bietenden Lebensraum, so ist es sein erstes Ziel Nahrung zu finden und sich zu vermehren. Es greift eine Zelle an, dringt ein, macht die Zelle zu seinem Wirt, beutet ihn aus und vermehrt sich so lange bis der Wirt letztlich platzt und die vielen neuen Viren in die Freiheit und Umgebung neuer Zellen lässt, wo dann jedes Virus auf ein neues sein exponentiell wachsendes Unwesen treiben kann und es auch letztendlich tut. Das geschieht solange bis sich der befallene Körper erfolgreich wehrt oder stirbt. Der Mensch geht ähnlich vor, wenn auch komplexer, die prinzipielle Struktur ist aber dieselbe.
Der Mensch betritt neues Terrain, ein für ihn recht ungeeignetes Terrain, aber er ist in der Lage dort zu überleben. Ausgestattet mit der Fähigkeit sich nicht anpassen zu müssen, sondern die Umwelt seinen Bedürfnissen anzupassen begibt er sich ans Werk. Er fällt Bäume, baut Häuser in die Landschaft und zieht um diese eine Mauer, deren Steine er den umliegenden Bergen entnimmt und auch diese in ihrer ursprünglichen Vollkommenheit zerstört, um sich vor der Natur oder anderen Menschen zu schützen. Hier kristallisiert sich bereits die Weltfremdheit des Menschen heraus, indem er versucht sich von der Natur abzugrenzen, sich vor ihr zu schützen, sich dabei aber an ihr zu bedienen und sie dabei zu zerstören um seine eigene, völlig künstliche Umwelt zu schaffen, die ihm optimale Überlebensbedingungen schafft, die aber mit der ursprünglichen Natur nichts mehr gemein hat. Fühlt der Mensch sich sicher, zeugt er unzählige Nachkommen, expandiert, seine Siedlung expandiert, mehr Wald wird gerodet, mehr Natur zerstört um Platz zu schaffen für Nahrungsanbau, Häuser und ähnliches. Irgendwann reicht der Platz nicht mehr aus und neue Gebiete werden erschlossen, in denen dann derselbe Ablauf wieder und wieder praktiziert wird. An dieser Stelle muss man nun das Argument derjenigen Menschen bringen, die im Einklang mit der Natur nehmen, sie nehmen was sie brauchen, behandeln die Natur respektvoll, so wie sie nun mal Teil von ihr sind. Allerdings entkräftet das nicht den Vergleich der Rasse Mensch mit dem Virus. Schließlich ist der „Bösartige“ Virus Mensch auf diesem Planeten dominant. So wie es gutartige und bösartige Viren gibt, kann man auch von Naturfreundlichen und Naturausbeutenden Menschen sprechen, wobei erstere in erdrückender Minderheit leben. Des Weiteren möchte ich jetzt nicht den Entwicklungsablauf des Menschen von der Zeit der Jäger und Sammler an bis hin zum „modernen“ Menschen abhandeln, da dieser eigentlich allgemein bekannt sein dürfte. Sagen wir lieber, dass wir uns heutzutage in einem recht fortgeschrittenen Stadium unseres Befalls und des Verfalls unseres Planeten, sagen wir lieber unserer Wirtszelle befinden. Wir bauen große Städte, die wie Geschwüre arbeiten, die Natur zerstören, ihren Lebensraum systematisch verändern, in denen Natur nur noch als Kunstform auftritt und die sich immer weiter ausbreiten. Menschen haben angefangen in der Erde nach Öl zu bohren, dieses anschließend zu verbrennen und somit die Luft unsagbar zu verpesten, den Regen zu vergiften, welcher allmählich die Pflanzen angreift. Man zündet unterirdisch, unterseeisch oder sogar oberirdisch Atom- und Wasserstoffbomben, die an Zerstörungskraft und Anomalität schwer zu übertreffen sind, die Menschen haben begonnen die Regenwälder radikal abzuholzen, was auf kurz oder lang zum Kollaps der Luftregeneration dieses Planeten führen wird. Zynisch argumentiert könnte man jetzt sagen, dass der Mensch das doch ohne Probleme durch die Vergiftung der Meere und das umkippen selbiger ausgleichen könnte, da dadurch die Konzentration Fotosynthese betreibender Algen explosionsartig ansteigen würde. Dass die Meere hoffnungslos überfischt, verschmutzt und das Gleichgewicht schon längst zerstört ist, braucht man hier wohl nicht mehr anzumerken. Dass die Folgen ebenso katastrophal sind ebenso wenig. Der stetige Anstieg der Weltdurchschnittstemperatur folgert bald den klimatischen Kollaps, der Golfstrom kommt zum erliegen, die nördlich gelegenen Länder werden eine Eiswüste. Überall schlummert radioaktiver Müll, die Weltmeere stinken bereits, die Polkappen schmelzen. Jetzt kommen die Kombattanten der wissenschaftlichen Argumentation ins Spiel. Sie werden sagen, das meiste davon sei Schwarzmaler- und Schwarzseherei, wir können nachweisen, dass es ähnliche bis gleiche Klimaereignisse und Schwankungen schon mal geben hat und der Mensch dieses Mal lediglich etwas nachgeholfen hat. Die Menschen würden sich zwar selbst zerstören und das wäre nicht schön, entscheidend sei aber, dass sich der Planet regenerieren könne.
Es gibt Punkte dabei, die nicht falsch sind beziehungsweise nicht falsch sein müssten oder richtig sein könnten. Allerdings wirft das die Frage auf, wer den Müll aus den umgekippten Gewässern, wer den ganzen Dreck wieder filtert, wenn bereits alles tot ist und lediglich ein paar Algen noch die Fahne in den Wind halten? Man kann mit Zeit argumentieren und das trifft vielleicht auf Radioaktivität zu, schließlich sind ein paar hunderttausend Jahre für diesen Planeten ein Klacks. Aber ökologisch gesehen ist ein totes Gewässer ein totes Gewässer und bleibt auch ein totes Gewässer. Und alles Leben entspringt zumindest laut gängigen Theorien dem Wasser. Entweder wird die Erde in weiter Zukunft mal von Algenlebewesen, die landtauglich sind bewohnt oder aber, die Schäden sind dermaßen nachhaltig, dass ein solches Ökosystem mit so vielfältiger Flora und Fauna nie wieder entstehen kann und wird.
Nicht zu vergessen die hoffnungslosen Idealisten, die mit nun das Argument der Liebe in die Runde werfen und zurecht argumentieren, dass uns ein Gefühl wie Liebe doch nicht zu schlechten Lebewesen macht. Ein Virus empfindet sicher keine Liebe, es paart sich noch nicht mal. Das Argument der Paarung ist schwach, Paarung dient dem Menschen nur zur Fortpflanzung und diese verläuft von Lebensform zu Lebensform unterschiedlich und auch für die Liebe war im Leben des Menschen nicht immer Platz. Natürlich kann man die Liebe jetzt nicht kategorisch unter den Teppich kehren, allerdings ist es nur schwer anzunehmen, dass bereits Urmenschen zur Liebe in der Lage waren, wo sie doch viele andere Dinge zu erledigen hatten als Liebe zu empfinden und sich mehr Zeit für Liebe und Familie zu nehmen, als sie zu schützen, zu ernähren und ihr überleben zu sichern. Bis zum Mittelalter und noch weit darüber hinaus waren Ehebündnisse doch eher zweckorientiert, statt emotionsorientiert, man könnte davon reden, dass man damals wichtigeres zu tun hatte. Mächtiger, stärker und einflussreicher werden, umständlicher und ohne Hilfsmittel regieren, das Überleben von Städten und Königreichen zu sichern und so weiter und so fort. Natürlich gab es auch im Mittelalter Liebe, zweifellos, immerhin sind die Überlieferungen voll davon, allerdings auch immer mit dem Klagen und Vermissen selbiger. Man kann sagen, geliebt haben diejenigen, denen es nicht nach Macht gierte oder die sonst nichts anderes zu tun hatten. Beweis dafür ist zum Beispiel die Industrialisierung im frühen 19. Jahrhundert. Die Entwicklung schritt rasch voran, das Leben in den Städten lief am Fließband, es wurde unnatürlich viel gearbeitet und es gab wieder einen neomodernen Kampf ums Überleben in der Großstadt. Liebe war zweitrangig, das Funktionieren des Überlebens, die allmittagliche warme Suppe, die Anpassung an die Gesellschaft der technischen Entwicklung, die Anpassung an die Mächtigen dieser Welt war primär. Schlicht keine Zeit zum Lieben und sich auf sich konzentrieren. Traurigerweise haben aber die mächtigen, nicht liebenden bestimmt wo es lang geht, welche Richtung die Menschheit ansteuert und auf diesem Weg des Kurses befinden wir uns noch heute und weichen nicht davon ab. Entwicklung, Effizienzstreben, Macht, Einfluss und Ausbeutung natürlicher Ressourcen, zu höchst möglichem Luxus.
Und was bietet die Natur eines intelligenten Virus, wenn er fett und faul geworden ist, die Zerstörung bequem fast von selbst voranschreitet, effektiver als er von Hand selbst es je tun könnte? Sie bietet Liebe, die stärkste Motivation zur Bindung und zum Zeugen mehrerer Nachfahren. Ein Indikator zum Wohlfühlen, ein Indikator für das Gefühl ein schönes, ein sinnvolles Leben zu haben, ein Indikator, der dazu verleitet genauso weiterzumachen wie bisher. Denn neben der Sinnverrichtung menschlicher Maschinen bleibt auch der mittlererweile etwas faul gewordene Mensch alles andere als untätig. Das Hand anlegen wurde durch Konsum ersetzt. Es wurde ersetzt durch eine enorme Abfallproduktion und durch das Erschaffen von Gütern, die der Mensch an sich nicht bräuchte. Das Erstellen dieser ganzen Güter führt zu einem radikalen Anstieg der benötigten Ressourcen, die wiederum auch dem Planeten entnommen werden müssen und was so auf zwei Gleisen zur Erschöpfung des Planeten führt. Der Mensch ist fauler geworden, aber nicht minder zerstörerisch. Man könnte meinen, dass dieses System perfide ausgeklügelt ist. Nahezu perfekt. Denn auch diejenigen unter den Menschen, die versuchen naturbewusst und ökologisch korrekt zu leben, man vernachlässige mal für einen Augenblick den verschwindend geringen Anteil derjenigen, die es tatsächlich schaffen so zu leben, an der gesamten Menschheit, können nicht hundertprozentig naturverträglich leben, solange sie nicht in die Wildnis auswandern, ihr Auto verschrotten, nicht mehr mit Öl oder Gas heizen und es vorziehen in Höhlen oder Zelten zu wohnen, statt in Häusern, die ihren Job kündigen und versuchen sich als Selbstversorger durchzuschlagen, schlicht ausgedrückt, solange sie nicht einfach die gesamte sogenannte Zivilisation mit all ihren Annehmlichkeiten und Zwängen hinter sich lassen. Aber auch das ist nicht wirklich möglich, zu groß sind die Abhängigkeiten und die Unselbstständigkeit des einzelnen Individuums ohne seinen ganzen Apparat an Lebensvereinfachern und Lebensverschönerern. Viele Menschen wissen noch nicht einmal, dass das Steak im Kühlregal mal eine lebende Kuh war. Und wenn man jetzt an den Anteil dieser Idealisten an der Gesamtbevölkerung denkt, dann wird man schnell feststellen, dass dieser Idealismus im gesamten Kollektiv Mensch aufbranden müsste um Sinn zu haben und baldige Ergebnisse aufweisen zu können. Die Mehrzahl verhält sich so wie es die sogenannte westliche Welt heute bereits tut, oder strebt danach es gleichzutun.
Spätestens jetzt wird man sagen, gut, der Mensch vernichtet den Planeten, aber er vernichtet gerade im Bezug auf die oben genannten Klimaschwierigkeiten und den absehbaren Katastrophen somit auch sich selbst. Wo ist da der Vergleich mit dem Virus?
Ganz einfach. Das Lösungswort heißt bemannte Raumfahrt. Oder Kolonialisierung des Mars, oder des Mondes. Kurz bevor es zum Blow-out auf der Erde kommen wird, wird der Mensch allerhöchstwahrscheinlich in der Lage sein, andere Planeten zu besiedeln. Und selbst wenn nur ein verschwinden geringer Anteil der Erdbevölkerung überlebt, so wird es reichen die neuen Planeten zu befallen, sie überlebenstauglich zu machen und sich erneut an sein Werk zu begeben. Diese Fiktion verleiht dem Vergleich mit dem Virus wieder eine gewisse Standhaftigkeit, sodass man, um den Gedanken weiter zu spinnen sagen könnte, dass, wenn es dem Menschen gelingt, dem Universum noch ein harter Kampf bevorsteht oder, wenn es dem Menschen nicht gelingt auf andere Planeten überzusiedeln, dass das Universum sich erfolgreich gewehrt hat, was wieder dazu führt, den Planeten Erde als Zelle betrachten zu können und das Universum als großen Körper und großes Ganzes, dessen Zweck wir nicht erblicken beziehungsweise erfassen und vorstellen können. Menschen denken nur von Planet zu Planet, präziser ausgedrückt, sie KÖNNEN nur von Planet zu Planet und von Galaxis zu Galaxis denken und das große Ganze niemals hintersteigen. Denn, wie groß ist für ein Virus ein Körper, ganz gleich in welchem es gerade arbeitet? Und auch das Virus „denkt“ nur von Zelle zu Zelle und ist sich, wie man sich eigentlich ziemlich sicher sein kann, nicht darüber im Klaren worin es lebt, was es zerstört um überleben zu können und was es damit vielleicht für eine Kettenreaktion auslöst.
Intelligentes Leben, das Virus des Universums?
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aKe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.2005, 08:16   #2 (permalink)
AW: Der Mensch - Ein Virus - Erörterung

Ein langer Text. Sicherlich interessant. Wenn du ihn jetzt noch mal etwas strukturierst, daß er auch lesbar wird, lese ich ihn sehr gerne und diskutier mit dir dadrüber. Die These als solche hat was.
teesieb ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.2005, 08:53   #3 (permalink)
AW: Der Mensch - Ein Virus - Erörterung

dein text ist ausführlich zutreffend und objektiv.

allerdings kommt die these die du vertrittst nicht deutlich genug rüber, im klartext, eigendlich garnicht .

vieleicht demnächst nicht mehr so stark abschweifen
Auriane ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.2005, 10:17   #4 (permalink)
AW: Der Mensch - Ein Virus - Erörterung

Zitat:
Zitat von teesieb
Ein langer Text. Sicherlich interessant. Wenn du ihn jetzt noch mal etwas strukturierst, daß er auch lesbar wird, lese ich ihn sehr gerne und diskutier mit dir dadrüber. Die These als solche hat was.
Ganz meine Meinung. Sei ein wenig entgegenkommend und formatiere den Text doch bitte so das man den leichter lesen kann. Danke
__________________
.when you change the rules, you change the game!
overdose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.2005, 18:34   #5 (permalink)
aKe
AW: Der Mensch - Ein Virus - Erörterung

Zitat:
Zitat von Auriane
dein text ist ausführlich zutreffend und objektiv.

allerdings kommt die these die du vertrittst nicht deutlich genug rüber, im klartext, eigendlich garnicht .

vieleicht demnächst nicht mehr so stark abschweifen

mh ja, also erstmal danke für das betiteln "objektiv" das find ich schon mal erfreulich

die these kommt nicht deutlich genug rüber? naja ich dachte eigentlich ich werfe die these in den raum und arbeite sie anschliessend aus. und das beabsichtigt ausführlich und etwas abschweifend, um gegenargumente und antithesen von vornherein so schwer wie möglich zu machen. ziel war eine dichte, vielseite und aspektsreiche argumentation/abhandlung zu dem thema. meiner meinung nach kann sie durchaus noch ausführlicher und detaillierter werden. dazu muss ich mir aber noch mehr anlesen betrf. des virus u.ä.

@dose und teesieb. schlagt vor wie man euch bestmöglich marmelade auf den text schmieren kann blocksatz? nicht als zitat eingebunden? sacht an war gestern schon was spät.
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aKe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.11.2005, 07:25   #6 (permalink)
AW: Der Mensch - Ein Virus - Erörterung

Vernünftige Absätze würden mir persönlich schon reichen.
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overdose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.11.2005, 13:54   #7 (permalink)
AW: Der Mensch - Ein Virus - Erörterung

nun ich bin dann aber mal so frei und versuche mich an einem gegenargument

nun

der vergleich mensch virus hinkt an der stelle,
ein mensch, kann einsehen das er etwas falsch macht und somit sein handeln gegenwirkend dem zerzöhrungsdrank lenken ( supper satzbau ne : ) )

soll heißen , im gegensatz zu einem virus der einen organismus befällt und diesen vernichtet kann der mensch entscheiden ob er seinen lebensraum zerstöhrt oder erhält

eine these die für deine theorie ake spricht ( und in der ich mich selber wiederlege)

ein virus kann zb seine DNA ( zumeist ist es allerdings RNA) in die DNA der Wirtszelle einschleusen und sie dadurch dazu bringen für das Virus lebensnotwendige Proteine und andere Bestandteile herzustellen

der mensch übt in ähnlicher form einfluss auf seine umgebung aus, durch züchtungen zwingt er zb kühe 40 litter ( und mehr ) milch am tag zu geben um seinen eigenen körper und seine nachkommen damit zu versorgen. Oder auch die genetische manipulation von lebenden organismen hat ähnlichkeiten mit der vorgehensweise eines virus
Auriane ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.11.2005, 16:02   #8 (permalink)
aKe
AW: Der Mensch - Ein Virus - Erörterung

Zitat:
Zitat von Auriane
der vergleich mensch virus hinkt an der stelle,
ein mensch, kann einsehen das er etwas falsch macht und somit sein handeln gegenwirkend dem zerzöhrungsdrank lenken ( supper satzbau ne : ) )

soll heißen , im gegensatz zu einem virus der einen organismus befällt und diesen vernichtet kann der mensch entscheiden ob er seinen lebensraum zerstöhrt oder erhält

hehe schonmal nicht schlecht. allerdings fände ich dieses argument bereits wiederlegt. sagen wir an der stelle, wo von den menschen geschrieben steht, die "ökologisch korrekt" leben wollen. zum einen ist der anteil verschwindend gering, so dass es im großen und ganzen keinen einfluss auf die sache an sich hat und zum anderen habe ich ganz am anfang geschrieben:

Zitat:
Angenommen man vergleicht den menschlichen Organismus, beziehungsweise den Organismenkomplex der gesamten Menschheit
d.h. ich beziehe mich nicht auf das individuum mensch, dass, wenn ich es tät, dir rechtgeben würde, sondern auf den organismenkomplex menschheit, der als ganzes als bzw. ähnliche einem virus fungiert. aber das ist eine gute idee. danke für die responz. diesen teil sollte ich wohl noch etwas ausfeilen und nochmal ausführlicher auch auf das argument der indianer und ureinwohner dieser welt eingehen

@overdose, na von mir aus, aber nur weil dus bist


Zitat:
Zitat von für Overdose und Teesieb
“I'd like to share a revelation that I've had during my time here. It came to me when I tried to classify your species. I've realized that you are not actually mammals. Every mammal on this planet instinctively develops a natural equilibrium with the surrounding environment. But you humans do not. You move to an area and you multiply and multiply until every natural resource is consumed and the only way you can survive is to spread to another area. There is another organism on this planet that follows the same pattern. Do you know what it is? A virus. Human beings are a disease, a cancer of this planet. You are a plague. And we are... the cure.”
-Agent Smith in “The Matrix”-



Greift man diesen Gedanken des obigen Zitates auf und versucht ihn weiter auf seine Stichhaltigkeit beziehungsweise auf seinen Sinngehalt zu prüfen kommt man im Laufe der Abhandlung zu recht ernüchternden Schlüssen. Angenommen man vergleicht den menschlichen Organismus, beziehungsweise den Organismenkomplex der gesamten Menschheit in dem jeder einzelne Mensch irgendwie und auf vielfältigste Weise jeden anderen Menschen bedingt und beeinflusst mit dem des Virus, dann könnte man als erstes auf die Komplexität der Beschaffenheit des einzelnen Individuums hinweisen. Der Mensch ist viel größer, komplexer, viele werden sagen natürlich intelligenter und das ist natürlich zweifellos richtig.


Allerdings braucht man um so etwas großes wie einen ganzen Planeten zu zerstören und auszubeuten auch einen viel komplexeren und intelligenteren Organismus als das Virus einer ist. Frage ist nun, inwiefern gleichen sich Viren und Menschen? Betritt das Virus einen für ihn neuen, Überlebenschancen bietenden Lebensraum, so ist es sein erstes Ziel Nahrung zu finden und sich zu vermehren. Es greift eine Zelle an, dringt ein, macht die Zelle zu seinem Wirt, beutet ihn aus und vermehrt sich so lange bis der Wirt letztlich platzt und die vielen neuen Viren in die Freiheit und Umgebung neuer Zellen lässt, wo dann jedes Virus auf ein neues sein exponentiell wachsendes Unwesen treiben kann und es auch letztendlich tut. Das geschieht solange bis sich der befallene Körper erfolgreich wehrt oder stirbt. Der Mensch geht ähnlich vor, wenn auch komplexer, die prinzipielle Struktur ist aber dieselbe.


Der Mensch betritt neues Terrain, ein für ihn recht ungeeignetes Terrain, aber er ist in der Lage dort zu überleben. Ausgestattet mit der Fähigkeit sich nicht anpassen zu müssen, sondern die Umwelt seinen Bedürfnissen anzupassen begibt er sich ans Werk. Er fällt Bäume, baut Häuser in die Landschaft und zieht um diese eine Mauer, deren Steine er den umliegenden Bergen entnimmt und auch diese in ihrer ursprünglichen Vollkommenheit zerstört, um sich vor der Natur oder anderen Menschen zu schützen. Hier kristallisiert sich bereits die Weltfremdheit des Menschen heraus, indem er versucht sich von der Natur abzugrenzen, sich vor ihr zu schützen, sich dabei aber an ihr zu bedienen und sie dabei zu zerstören um seine eigene, völlig künstliche Umwelt zu schaffen, die ihm optimale Überlebensbedingungen schafft, die aber mit der ursprünglichen Natur nichts mehr gemein hat. Fühlt der Mensch sich sicher, zeugt er unzählige Nachkommen, expandiert, seine Siedlung expandiert, mehr Wald wird gerodet, mehr Natur zerstört um Platz zu schaffen für Nahrungsanbau, Häuser und ähnliches. Irgendwann reicht der Platz nicht mehr aus und neue Gebiete werden erschlossen, in denen dann derselbe Ablauf wieder und wieder praktiziert wird.


An dieser Stelle muss man nun das Argument derjenigen Menschen bringen, die im Einklang mit der Natur leben, sie nehmen was sie brauchen, behandeln die Natur respektvoll, so wie sie nun mal Teil von ihr sind. Allerdings entkräftet das nicht den Vergleich der Rasse Mensch mit dem Virus. Schließlich ist der „Bösartige“ Virus Mensch auf diesem Planeten dominant. So wie es gutartige und bösartige Viren gibt, kann man auch von Naturfreundlichen und Naturausbeutenden Menschen sprechen, wobei erstere in erdrückender Minderheit leben.


Des Weiteren möchte ich jetzt nicht den Entwicklungsablauf des Menschen von der Zeit der Jäger und Sammler an bis hin zum „modernen“ Menschen abhandeln, da dieser eigentlich allgemein bekannt sein dürfte. Sagen wir lieber, dass wir uns heutzutage in einem recht fortgeschrittenen Stadium unseres Befalls und des Verfalls unseres Planeten, sagen wir lieber unserer Wirtszelle befinden. Wir bauen große Städte, die wie Geschwüre arbeiten, die Natur zerstören, ihren Lebensraum systematisch verändern, in denen Natur nur noch als Kunstform auftritt und die sich immer weiter ausbreiten. Menschen haben angefangen in der Erde nach Öl zu bohren, dieses anschließend zu verbrennen und somit die Luft unsagbar zu verpesten, den Regen zu vergiften, welcher allmählich die Pflanzen angreift. Man zündet unterirdisch, unterseeisch oder sogar oberirdisch Atom- und Wasserstoffbomben, die an Zerstörungskraft und Anomalität schwer zu übertreffen sind, die Menschen haben begonnen die Regenwälder radikal abzuholzen, was auf kurz oder lang zum Kollaps der Luftregeneration dieses Planeten führen wird. Zynisch argumentiert könnte man jetzt sagen, dass der Mensch das doch ohne Probleme durch die Vergiftung der Meere und das umkippen selbiger ausgleichen könnte, da dadurch die Konzentration Fotosynthese betreibender Algen explosionsartig ansteigen würde. Dass die Meere hoffnungslos überfischt, verschmutzt und das Gleichgewicht schon längst zerstört ist, braucht man hier wohl nicht mehr anzumerken. Dass die Folgen ebenso katastrophal sind ebenso wenig. Der stetige Anstieg der Weltdurchschnittstemperatur folgert bald den klimatischen Kollaps, der Golfstrom kommt zum erliegen, die nördlich gelegenen Länder werden eine Eiswüste. Überall schlummert radioaktiver Müll, die Weltmeere stinken bereits, die Polkappen schmelzen.


Jetzt kommen die Kombattanten der wissenschaftlichen Argumentation ins Spiel. Sie werden sagen, das meiste davon sei Schwarzmaler- und Schwarzseherei, wir können nachweisen, dass es ähnliche bis gleiche Klimaereignisse und Schwankungen schon mal geben hat und der Mensch dieses Mal lediglich etwas nachgeholfen hat. Die Menschen würden sich zwar selbst zerstören und das wäre nicht schön, entscheidend sei aber, dass sich der Planet regenerieren könne.


Es gibt Punkte dabei, die nicht falsch sind beziehungsweise nicht falsch sein müssten oder richtig sein könnten. Allerdings wirft das die Frage auf, wer den Müll aus den umgekippten Gewässern, wer den ganzen Dreck wieder filtert, wenn bereits alles tot ist und lediglich ein paar Algen noch die Fahne in den Wind halten? Man kann mit Zeit argumentieren und das trifft vielleicht auf Radioaktivität zu, schließlich sind ein paar hunderttausend Jahre für diesen Planeten ein Klacks. Aber ökologisch gesehen ist ein totes Gewässer ein totes Gewässer und bleibt auch ein totes Gewässer. Und alles Leben entspringt zumindest laut gängigen Theorien dem Wasser. Entweder wird die Erde in weiter Zukunft mal von Algenlebewesen, die landtauglich sind bewohnt oder aber, die Schäden sind dermaßen nachhaltig, dass ein solches Ökosystem mit so vielfältiger Flora und Fauna nie wieder entstehen kann und wird.


Nicht zu vergessen die hoffnungslosen Idealisten, die nun das Argument der Liebe in die Runde werfen und zurecht argumentieren, dass uns ein Gefühl wie Liebe doch nicht zu schlechten Lebewesen macht. Ein Virus empfindet sicher keine Liebe, es paart sich noch nicht mal. Das Argument der Paarung ist schwach, Paarung dient dem Menschen nur zur Fortpflanzung und diese verläuft von Lebensform zu Lebensform unterschiedlich und auch für die Liebe war im Leben des Menschen nicht immer Platz. Natürlich kann man die Liebe jetzt nicht kategorisch unter den Teppich kehren, allerdings ist es nur schwer anzunehmen, dass bereits Urmenschen zur Liebe in der Lage waren, wo sie doch viele andere Dinge zu erledigen hatten als Liebe zu empfinden und sich mehr Zeit für Liebe und Familie zu nehmen, als sie zu schützen, zu ernähren und ihr überleben zu sichern. Bis zum Mittelalter und noch weit darüber hinaus waren Ehebündnisse doch eher zweckorientiert, statt emotionsorientiert, man könnte davon reden, dass man damals wichtigeres zu tun hatte. Mächtiger, stärker und einflussreicher werden, umständlicher und ohne Hilfsmittel regieren, das Überleben von Städten und Königreichen zu sichern und so weiter und so fort. Natürlich gab es auch im Mittelalter Liebe, zweifellos, immerhin sind die Überlieferungen voll davon, allerdings auch immer mit dem Klagen und Vermissen selbiger. Man kann sagen, geliebt haben diejenigen, denen es nicht nach Macht gierte oder die sonst nichts anderes zu tun hatten.


Beweis dafür ist zum Beispiel die Industrialisierung im frühen 19. Jahrhundert. Die Entwicklung schritt rasch voran, das Leben in den Städten lief am Fließband, es wurde unnatürlich viel gearbeitet und es gab wieder einen neomodernen Kampf ums Überleben in der Großstadt. Liebe war zweitrangig, das Funktionieren des Überlebens, die allmittagliche warme Suppe, die Anpassung an die Gesellschaft der technischen Entwicklung, die Anpassung an die Mächtigen dieser Welt war primär. Schlicht keine Zeit zum Lieben und sich auf sich konzentrieren. Traurigerweise haben aber die Mächtigen, nicht liebenden schon immer bestimmt wo es lang geht, welche Richtung die Menschheit ansteuert und auf diesem Weg des Kurses befinden wir uns noch heute und weichen nicht davon ab. Entwicklung, Effizienzstreben, Macht, Einfluss und Ausbeutung natürlicher Ressourcen, zu höchst möglichem Luxus.


Und was bietet die Natur eines intelligenten Virus, wenn er fett und faul geworden ist, die Zerstörung bequem fast von selbst voranschreitet, effektiver als er von Hand selbst es je tun könnte? Sie bietet Liebe, die stärkste Motivation zur Bindung und zum Zeugen mehrerer Nachfahren. Ein Indikator zum Wohlfühlen, ein Indikator für das Gefühl ein schönes, ein sinnvolles Leben zu haben, ein Indikator, der dazu verleitet genauso weiterzumachen wie bisher. Denn neben der Sinnverrichtung menschlicher Maschinen bleibt auch der mittlererweile etwas faul gewordene Mensch alles andere als untätig. Das Hand anlegen wurde durch Konsum ersetzt. Es wurde ersetzt durch eine enorme Abfallproduktion und durch das Erschaffen von Gütern, die der Mensch an sich nicht bräuchte. Das Erstellen dieser ganzen Güter führt zu einem radikalen Anstieg der benötigten Ressourcen, die wiederum auch dem Planeten entnommen werden müssen und was so auf zwei Gleisen zur Erschöpfung des Planeten führt. Der Mensch ist fauler geworden, aber nicht minder zerstörerisch.


Man könnte meinen, dass dieses System perfide ausgeklügelt ist. Nahezu perfekt. Denn auch diejenigen unter den Menschen, die versuchen naturbewusst und ökologisch korrekt zu leben, man vernachlässige mal für einen Augenblick den verschwindend geringen Anteil derjenigen, die es tatsächlich schaffen so zu leben, an der gesamten Menschheit, können nicht hundertprozentig naturverträglich leben, solange sie nicht in die Wildnis auswandern, ihr Auto verschrotten, nicht mehr mit Öl oder Gas heizen und es vorziehen in Höhlen oder Zelten zu wohnen, statt in Häusern, die ihren Job kündigen und versuchen sich als Selbstversorger durchzuschlagen, schlicht ausgedrückt, solange sie nicht einfach die gesamte sogenannte Zivilisation mit all ihren Annehmlichkeiten und Zwängen hinter sich lassen. Aber auch das ist nicht wirklich möglich, zu groß sind die Abhängigkeiten und die Unselbstständigkeit des einzelnen Individuums ohne seinen ganzen Apparat an Lebensvereinfachern und Lebensverschönerern. Viele Menschen wissen noch nicht einmal, dass das Steak im Kühlregal mal eine lebende Kuh war. Und wenn man jetzt an den Anteil dieser Idealisten an der Gesamtbevölkerung denkt, dann wird man schnell feststellen, dass dieser Idealismus im gesamten Kollektiv Mensch aufbranden müsste um Sinn zu ergeben und baldige Ergebnisse aufweisen zu können. Die Mehrzahl verhält sich so wie es die sogenannte westliche Welt heute bereits tut, oder strebt danach es gleichzutun.


Spätestens jetzt wird man sagen, gut, der Mensch vernichtet den Planeten, aber er vernichtet gerade im Bezug auf die oben genannten Klimaschwierigkeiten und den absehbaren Katastrophen somit auch sich selbst. Wo ist da der Vergleich mit dem Virus?
Ganz einfach. Das Lösungswort heißt bemannte Raumfahrt. Oder Kolonialisierung des Mars, oder des Mondes. Kurz bevor es zum Blow-out auf der Erde kommen wird, wird der Mensch allerhöchstwahrscheinlich in der Lage sein, andere Planeten zu besiedeln. Und selbst wenn nur ein verschwinden geringer Anteil der Erdbevölkerung überlebt, so wird es reichen die neuen Planeten zu befallen, sie überlebenstauglich zu machen und sich erneut an sein Werk zu begeben. Diese Fiktion verleiht dem Vergleich mit dem Virus wieder eine gewisse Standhaftigkeit, sodass man, um den Gedanken weiter zu spinnen sagen könnte, dass, wenn es dem Menschen gelingt, dem Universum noch ein harter Kampf bevorsteht oder, wenn es dem Menschen nicht gelingt auf andere Planeten überzusiedeln, dass das Universum sich erfolgreich gewehrt hat, was wieder dazu führt, den Planeten Erde als Zelle betrachten zu können und das Universum als großen Körper und großes Ganzes, dessen Zweck wir nicht erblicken beziehungsweise erfassen und vorstellen können. Menschen denken nur von Planet zu Planet, präziser ausgedrückt, sie KÖNNEN nur von Planet zu Planet und von Galaxis zu Galaxis denken und das große Ganze niemals hintersteigen. Denn, wie groß ist für ein Virus ein Körper, ganz gleich in welchem es gerade arbeitet? Und auch das Virus „denkt“ nur von Zelle zu Zelle und ist sich, wie man sich eigentlich ziemlich sicher sein kann, nicht darüber im Klaren worin es lebt, was es zerstört um überleben zu können und was es damit vielleicht für eine Kettenreaktion auslöst.
Intelligentes Leben, das Virus des Universums?
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aKe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.11.2005, 07:35   #9 (permalink)
AW: Der Mensch - Ein Virus - Erörterung

ich behaupte ja durch meine aussage das jeder mensch etwas an seinem verhalten ändern kann, ob er es nun tut oder nciht sei einmal dahingestellt,

und somit hinkt das argument nich, denn ein virus kann nicht nach besserem wissen und gewissen handeln
Auriane ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.11.2005, 09:11   #10 (permalink)
AW: Der Mensch - Ein Virus - Erörterung

So, dann will ich auch mal.

Im Grunde genommen verhält sich der Mensch nicht anders als ein Tier, nur seine vermeintliche Intelligenz macht ihn so gefährlich.
Kein Tier der Welt würde jagen und "artgerecht" leben wenn es einen einfacheren Weg angeboten bekommt. Lege einem Raubtier Fleisch hin und es hört auf zu jagen. Das wäre auf lange Sicht der Untergang des natürlichen Kreislaufs, das Tier würde fett, schwach und krank werden. Trotzdem würde es nicht damit aufhören.
Genau das macht der Mensch. Durch seine "Intelligenz" ist er dazu in der Lage sich seine Umwelt so zu gestalten wie es ihm passt. Wir wählen einfach den einfachsten Weg. Könnten Tiere das auch, würden sie es tun. Der Grips des Menschen weit genug um das zu erkennen, aber nicht weit genung um es zu ändern.. Oder sind es einfach die niederen Triebe die ihn dazu "zwingen" seine eigene Lebensgrundlagen zu vernichten?

Die angeborne Dummheit kann man auch sehr schön an profaneren Beispielen sehen. Zum Beispiel der Raucher, er weiss das er sich umbringt, schlapp macht, wahrscheinlich einmal sehr leiden wird und das alles für nichts. Eigentlich müßte der Verstand sagen, "nein das tue ich nicht", weil es keinen Sinn ergibt und nur schlechte Eigenschaften hat. Trotzdem tut man es.

Man könnte sagen das es sowas wie die Unfreiheit des Willens gibt, und das die Vernunft von Trieben und Instinkten unterdrückt wird.

Zitat:
Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will
Arthur Schopenhauer

Denkt mal über das Zitat nach, es beweist sich täglich aufs Neue.
__________________
Gleich reiß ich dir den Sack ab!
Mr. White ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.11.2005, 08:27   #11 (permalink)
AW: Der Mensch - Ein Virus - Erörterung

Danke, aKe!

Deine Ausgangsthese lautet: der Mensch - ein Virus.

Definitiv: nein

Diskutabel ist die Frage: bestehen Analogien zwischen der Wirkung eines (bösartigen) Virus auf seine Umwelt und der des Menschen auf seine Umwelt?

Das kann man mit "ja" beantworten.

Aber das ist trivial, diese Analogien bestehen auch zwischen ("bös"artigen) Bakterien und Menschen....

Wobei man aber folgendes berücksichtigen muss:

Viren und Bakterien sind - auch wenn sie bösartig sind - angepasst: sie wirken so, daß das Überleben der eigenen Spezies gesichert wird. Das bedeutet, daß sie ihren Wirt so lange leben lassen, bis er für die Weiterverbreitung / Ansteckung / Ausbreitung gesorgt hat. Viren, die dies nicht tun, sterben sehr schnell aus.

Dieses Verhalten ist beim Menschen noch fraglich. Mit der möglichen Konsequenz, daß die Menschheit ausstirbt und die Natur / die Umwelt, die durch das Wirken des Menschen geschädigt bzw. verändert worden ist, sich einen neuen Gleichgewichtszustand finden wird.
teesieb ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.04.2006, 21:15   #12 (permalink)
AW: Der Mensch - Ein Virus - Erörterung

Zitat:
Zitat von teesieb
Aber das ist trivial, diese Analogien bestehen auch zwischen ("bös"artigen) Bakterien und Menschen....

Wobei man aber folgendes berücksichtigen muss:

Viren und Bakterien sind - auch wenn sie bösartig sind - angepasst: sie wirken so, daß das Überleben der eigenen Spezies gesichert wird. Das bedeutet, daß sie ihren Wirt so lange leben lassen, bis er für die Weiterverbreitung / Ansteckung / Ausbreitung gesorgt hat. Viren, die dies nicht tun, sterben sehr schnell aus.

Dieses Verhalten ist beim Menschen noch fraglich. Mit der möglichen Konsequenz, daß die Menschheit ausstirbt und die Natur / die Umwelt, die durch das Wirken des Menschen geschädigt bzw. verändert worden ist, sich einen neuen Gleichgewichtszustand finden wird.
AKe hat in seinem Grundgedanken ganz recht damit das der Mensch ein Schädling ist.
Kann da nichts triviales erkennen.Vielmehr ist es so das der Mensch intensiv an seinem Fortbestehen bis in alle Ewigkeit arbeitet (s.Terraforming des Mars).
Wenn der Mensch erst in der Lage ist auf einen anderen Planeten überzusiedeln, und dort die Umwelt in eine für ihn angepaßte Form zu verändern (Schaffung von autonomem Lebensraum),ist der Mensch praktisch unsterblich geworden.Unsere Intelligenz und unser Lebenswille macht uns zur aggressivsten Lebensformen überhaupt.
Da hilft alles schönreden nix.

...sagt ein Planet zum anderen:"oh je siehst du scheiße aus..."
Antwort:"ich weiß,ich hab Menschen."
ArminMeiwesTorsogeil ist offline   Mit Zitat antworten
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