JAWOLL !!!!!
Bekommt Österreich schon bald 3672 Hektar Land und 7000 Einwohner mehr? Ja, wenn es nach der Bevölkerung des bayerischen Ortes Kiefersfelden nahe der Grenze zu Tirol geht. „In Deutschland ist alles langsam und kompliziert“, sagt Erich Ellmerer, der Bürgermeister der Gemeinde. Schon am 1. April proben die Kiefersfelder – und werden für einen Tag Tiroler.
Klingt nach Aprilscherz und ist auch einer. „Aber einer mit ernstem Hintergrund“, sagt Bürgermeister Erich Ellmerer. Er und seine 7000 Landsleute fühlen sich ein bisschen vergessen vom großen Deutschland. Die örtliche Post ist telefonisch nicht mehr erreichbar, weil eingespart werden musste. Auch der Rettungsdienst in Kiefersfelden soll nachts eingestellt werden.
Mehr Kontakt zu Tirol als zu Bayern
Und sowieso haben die Einwohner in der Ortschaft schon mehr mit Österreich als mit Deutschland zu tun. Der Personenverkehr wird von den ÖBB übernommen, viele arbeiten schon bei den „Ösis“ nebenan, und getankt wird längst nicht mehr in Bayern. „Wir haben den Eindruck, dass in Österreich alles schneller und besser läuft“, erklärt der Bürgermeister weiter. Also verabschieden sich die Kiefersfeldner für einen Tag von Deutschland und werden zu einem Teil Österreichs.
"Welcome"-Fest wird vorbereitet
„Es gibt ein großes ‚Welcome to Austria’-Fest, die Ortsschilder werden überdeckt, und überall weht die Tiroler Fahne. Und es gibt Bier für 50 Cent“, ist Erich Ellmerer stolz auf seine Pläne. „Ich bin sicher, 70 Prozent von uns wären am liebsten Tiroler.“
Kiefersfelden – ein ganzer Ort wehrt sich auf so kuriose und skurrile Weise. Fast schon typisch Österreich.
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