Deutschquote für Radio und Musik-TV


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Alt 30.09.2004, 17:35   #1 (permalink)
Deutschquote für Radio und Musik-TV

Eine von Künstlern unterstützte Aktion wird zur Zeit "bundestäglich" diskutiert.

Immer mehr Leute fordern eine gesetzlich vorgeschriebene Quote an deutschem Liedgut auf Radiostationen und Vivas, MTVs und Co's Heavy Rotations. Dabei spielt weniger die gesungene Sprache eine Rolle, als der Grundsatz: Mehr Musik aus Deutschland!

Das soll deutschen Nachwuchsbands die Möglichkeit geben, mehr in die Öffentlichkeit gerückt zu werden, den Undergroundstatus loszuwerden und somit die deutsche Musikindustrie anzukurbeln.
In Italien und Frankreich beispielsweise sind solche Quoten längst per Gesetzt durchgebracht worden.

Macht das Sinn? Angesichts der vorherrschenden Dumm-Pop-Zustände kann ich da nur alles begrüssen. Die Sender spielen derzeit einfach immer die gleichen Songs, die sich eben am besten verkaufen lassen. Und das sind die handelsüblichen Chartblockierer (hauptsächlich) aus den Staaten.
Oder behindert man damit die Stationen in ihrer Programmfreiheit?
Irgendein Musiker hat die Tage auch mal gesagt, dass er gefährlich finde, Musik (also Kunst) gesetzlich vorzuschreiben. Ich kann mich leider nicht mehr entsinnen wer das war.

Wie denkt der BP?
__________________
Die beste Chance die ihr je hattet!
Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.09.2004, 17:45   #2 (permalink)
AW: Deutschquote für Radio und Musik-TV

Also ich kann schon verstehen das es für viele deutsche Musiker sehr frustrierend sein muss nicht wirklich zum "Zuge" zu kommen, da die Radiosender halt einfach die Charts rauf und runter spielen.

Trotzdem weiß ich nicht ob man eine solche Quote unbedingt erzwingen muss, da auch ohne diese Quote zur Zeit deutsche Musik doch recht weit vorne liegt finde ich. Ich denke da z.B. an Max Herre, Juli und Silbermond.

Na mal sehn wie sich das entwickelt.
Schlumpfine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.09.2004, 17:51   #3 (permalink)
aKe
AW: Deutschquote für Radio und Musik-TV

Ich finde, dass Max Herre (ehm, der vom Grand Prix oder?), Juli und Silbermond nicht wirklich passende Beispiele sind. Lediglich Ausnahmen im Zuge einer Modeerscheinung à la Wir sind Helden und eben dem Grand Prix (wo ja bekanntlich alle Künstler Deutsch sein müssen), ans Tageslicht kommen. Der Masse gefallen und so auch in die Charts einsteigen. Im Prinzip genau das, was ein gesetzliches "Mindestmaß an deutschem Liedgut" noch stärker passieren lassen würde.

Ich würde ein solches Gesetz sehr begrüßen, da ich finde, dass sich deutsche Künstler nicht sogar im EIGENEN Land den Popmarionetten Amerikas geschlagen geben müssen. Wie sollte man sonst noch erfolgreich Musik machen können, wenn man noch nicht mal im eigenen Land eine gerechte Chance erhhalten würde?

Die von Schlumpfine genannten Gruppen/Künstler sind meiner Meinung nach perfekte Beispiele dafür, dass Deutschen auch deutsche Musik gefallen kann solange sie sie nur bemerken
__________________
aKe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.09.2004, 17:55   #4 (permalink)
AW: Deutschquote für Radio und Musik-TV

Zitat:
Zitat von aKe
Ich finde, dass Max Herre (ehm, der vom Grand Prix oder?),
Ne Max Herre ist der "Schön das du wieder da bist...." *sing* :dance4:

Schlumpfine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.09.2004, 18:10   #5 (permalink)
AW: Deutschquote für Radio und Musik-TV

Zitat:
Zitat von aKe
Ich finde, dass Max Herre (ehm, der vom Grand Prix oder?), ...

Owuah! Vorsicht

Sagt dir Freundeskreis was. Seinerzeit eine der wenigen ernstzunehmenden und intelligenten, deutschen Raptruppen. Und Max Herre war der Frontmann, der jetzt mit Soloplatte im Geschäft it. Dem Mann kann man nun wirklich kein "auf nen Zug aufspringen" vorwerfen.
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Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.09.2004, 18:12   #6 (permalink)
aKe
AW: Deutschquote für Radio und Musik-TV

Zitat:
Zitat von Spreeward
Owuah! Vorsicht

Sagt dir Freundeskreis was. Seinerzeit eine der wenigen ernstzunehmenden und intelligenten, deutschen Raptruppen. Und Max Herre war der Frontmann, der jetzt mit Soloplatte im Geschäft it.
aua aua aua aua aua ! *wegrenn* *duck* ok kapiert

Zitat:
Zitat von Spreeward
Dem Mann kann man nun wirklich kein "auf nen Zug aufspringen" vorwerfen.
habe ich keiner der oben genannten bands vorgeworfen
__________________
aKe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.09.2004, 19:01   #7 (permalink)
AW: Deutschquote für Radio und Musik-TV

Ich finds fürchterlich!!!

Ich persönlich bin ein wahrhaft ein Freund guter Musik....vorallem auch der der guten Deutschen Musik.

Denkt doch mal nach was das zur Folge hätte! Schlechte Schlager Musik, oder Teen HipHip in Deutsch würde "staatlich subventioniert" übers Radio ausgestrahlt werden. Bei allen guten Dutschen Band die immo so durch die BRD wuseln, erinnert ihr euch nicht mehr an so miese Sachen wie "Die 3te Generation" o.ä.??!

Das ist doch beinahe so als würde man Museen vorschreiben 40 % Bilder von Deutschen Künstlern auszustellen! HALLO GEHTS NOCH?

Der ganze Grundgedanke kommt doch dem eines Regiemes sehr nahe...wir lassen mehr Deutsche Musik laufen, WOFÜR? Für die Industrie? Für _mehr_ Deutsche Bands?So ein Humbug...gute Musik brauch keine Quote um im Radio zu laufen...somit wird nur schlechten Produktionen und der Geldmacherei innerhalb der BRD Tür & Tor geöffnet. Ferner wird ja wohl die freie Meinung und der freie Wille wird dadurch doch eingeschränkt!

NEEE, OHNE MICH!
overdose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.10.2004, 13:58   #8 (permalink)
AW: Deutschquote für Radio und Musik-TV

Ich bin auch dafür unsere eigenen Leute zu fördern und nicht die Bands ausm Ausland....ist eigentlich das gleiche wie im Fußball, hier Spielen auch mehr Ausländer als Deutsche, wo soll denn da der Nachwuchs herkommen? Naja Nächstes Jahr bei Rock am Ring lebe ich nach dem Motto...Musik aus Deutschland, das hab ich schon zu meinen Freunden gesagt und die finden die Idee gut, denn es gibt genug gute Bands aus unseren Landen!
Mondenkynd ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.10.2004, 06:40   #9 (permalink)
AW: Deutschquote für Radio und Musik-TV

also ich weiss net was ich davon halten soll...die guten deutschen künstler setzen sich auch so durch... ich denke mal wenn sie diese 40% quote einführen würden, nimmt dieser popstar/ superstar und wie sie nicht sonst alle heissen wollen wahnsinn nur noch zu...leute wie der bohlen ja die würden sich freuen, die bringen noch mehr scheiss musik auf dem markt von leuten die eh net singen können...

gut andererseits würde ich sagen können die nachwuchsbands die auch wirklich singen können und dafür auch hart gearbeitet haben, ja sie sollten mehr chancen bekommen im radio mal aufzutreten...so etwa wie das bei sunshine live der fall ist wo nachwuchs djs ne chance kriegen ich glaube ne halbe stunde lange ihr können unter beweis zu stellen wo die zuhörer dann auch voten können...

also so weit ich weiss gibts das bei einslive und radiorur nicht oder ?
Marquinho ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.10.2004, 02:38   #10 (permalink)
AW: Deutschquote für Radio und Musik-TV

Also ich wäre durchaus für eine solche Quote für deutsch-sprachige Songs, was im Moment läuft is echt immer das selbe. Die Franzosen haben so was auch, und da klappts ganz gut. War mal da, in ner Disse, da lief fast nur französische Musik und die gingen da voll drauf ab.
Mahlzeit ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.10.2004, 09:20   #11 (permalink)
AW: Deutschquote für Radio und Musik-TV

Also nur nochmal so ne Frage an alle die JAAAAAAAAAAAAAAA dazu geschrie(b)en haben...

...hab ihr euch nicht mal Gedanken darüber gemacht, das man mit solch einer Musikquote auch mögliche schlechte Deutsche Musik zu hören bekommt??! Oder steht ihr einfach drauf das dass was ihr hört Staatlich vorgeschrieben ist, und wollt eh in einem Regieme leben???!!

Bitte äußern sie sich JETZ!
overdose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.10.2004, 11:00   #12 (permalink)
AW: Deutschquote für Radio und Musik-TV

Also ich muss wirklich sagen, dass ich auf mehr deutsche Musik im Radio verzichten kann.

Hab ne Zeitlang wirklich gar kein Radio gehört. Jetzt arbeite ich fast 4 Monate wieder und da läuft halt auch Radio auf der Arbeit. Meistens 1 Live. Davon sind 80% mittlerweile nur noch Hip Hop und Rap. Okay, über Geschmack lässt sich streiten, aber die Vielfalt muss stimmen. Kann doch nicht nur noch Hip Hop laufen. Die fantastischen Vier lasse ich mir ja noch gefallen wenn da 10 mal Troy am Tag läuft. Die find ich ja auch gut. Aber ein bißchen mehr Rock, Metal oder auch Techno dürfte es auch wieder sein im Radio.

Von unseren tollen Musiksendern mit den 20 Lauftexten im Bild will ich gar nichts mehr wissen.
__________________
Etwas widerspänstig ... das mag ich ...

Dann wirst du mich Lieben
Lacrima ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.10.2004, 11:01   #13 (permalink)
AW: Deutschquote für Radio und Musik-TV

*arghs*
Sway's Beitrag wurde von mir geschrieben.

Muss mir echt mal was einfallen lassen damit das nicht dauernd passiert.
__________________
last|fm | MySpace | ICQ: 37930951 | AIM: JasonEvilX | MSN/eMail: yargh@hotmail.de

"Nazis spannt den Fallschirm an und macht es so wie Möllemann!"
- Rainald Grebe
Jason Evil ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 18.12.2004, 10:53   #14 (permalink)
AW: Deutschquote für Radio und Musik-TV

*pushup*

Zitat:
MUSIKQUOTE

Bundestag fordert Selbstverpflichtung der Radiosender

Der Bundestag fordert die deutschen Radiosender dazu auf, sich freiwillig eine Selbstverpflichtung aufzuerlegen: Sie sollen mehr einheimische Musik spielen. Zu einer Quotierung, wie von vielen Künstlern gefordert, hat es nicht gereicht.

Berlin - Das Parlament sprach sich heute Nachmittag für eine freiwillige Selbstverpflichtung der privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunksender aus. Mehr konnte man nicht erwarten, denn eine Selbstverpflichtung, so sagt schon das Wort, kann eben nicht verordnet werden. Uneins blieben sich die Bundestagsfraktionen in der Frage, ob es eine staatlich verordnete Musikquote nach französischem Vorbild geben soll. Der nun angenommene Antrag der rot-grünen Regierungskoalition sieht als Ziel eine Quote von 35 Prozent vor. Die Unionsfraktionen, die einen eigenen Antrag zur so genannten Radioquote eingereicht hatten, der jedoch abgelehnt wurde, wollen keine Quote. Auch Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos) lehnte die von vielen prominenten Musikern geforderte Quotierung ab.

Die Vorsitzende des Bundestags-Kulturausschusses, Monika Griefahn (SPD), verwies auf die Band Wir sind Helden, die im Radio kaum gespielt wurde, aber drei Echo-Preise erhalten habe und große Konzerthallen fülle. Die 1994 in Frankreich eingeführte Quote zeige, dass die nationalen CD-Verkäufe dadurch gestiegen sei.

Die Grünen-Abgeordnete Antje Vollmer betonte, eine Quote wäre ein Signal zur Sicherung von Künstlerexistenzen und für mehr Qualität im Rundfunk. Vollmer erinnerte an die Rundfunkgebühren, die Buchpreisbindung und den reduzierten Mehrwertsteuersatz für Zeitungen zum Schutz bestimmter Medien. "Nur die Musiker haben nichts", sagte Vollmer.

Der CDU-Abgeordnete Steffen Kampeter wandte sich gegen den "Dudelfunk" des Formatradios, lehnte aber eine Radioquote als "Bevormundung und Zensur" ab. Für die FDP sagte der Abgeordnete Hans-Joachim Otto, eine Quote wäre ein "schwerer Eingriff in Programmfreiheit". Die deutsche Musik sei so gut, dass sie keinen "Quotenzaun" brauche.

Kulturstaatsministerin Weiss begrüßte ganz allgemein die Debatte über die Förderung deutscher Musik. Allerdings wandte sich Weiss gegen eine Quote. Es werde nicht zuletzt aufgrund der unterschiedlichen Ansätze der Sender nicht gelingen, zu "Pauschallösungen" zu kommen.

Erwartungsgemäß kritisierte die ARD den Bundestags-Beschluss, obwohl er für die Radiosender ohne Folgen bleiben dürfte. Denn der Bund hat in programmgestalterischen Fragen kaum etwas mitzureden. Der ARD-Vorsitzende Jobst Plog erklärte, Rundfunk sei Sache der Länder. Der Bundestagsbeschluss lasse die "engen und guten Gesprächskontakte über deutsche Musik im Radio außer Acht, die auf vielen Ebenen entstanden sind." Sender, Interpreten, Musikindustrie und die Länder bewegten sich seit langem aufeinander zu. Der Beschluss falle nun hinter diese Gespräche zurück.

Falls die sanfte Aufforderung des Bundestags keine Wirkung zeige, "werden wir über weitergehende Maßnahmen nachdenken müssen", betonte Vollmer in einer Presseerklärung nach der Sitzung. Das Parlament habe jetzt als "Frühwarnsystem" eingegriffen und komme damit den Forderungen vieler Künstler und breiter Bevölkerungsschichten nach. "Die Not muss also besonders groß sein."

Gefunden auf spiegel.de....*puh* nochmal Schwein gehabt!
overdose ist offline   Mit Zitat antworten
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