Die Hoffnung stirbt zuletzt?!


Weltanschauungen und Gedanken An was glaubt ihr? Was ist der Sinn des Lebens? Was bedeutet der Tod für Euch? Hier könnt ihr darüber "diskutieren"

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Alt 18.07.2005, 20:18   #1 (permalink)
Ausrufezeichen Die Hoffnung stirbt zuletzt?!

häufig hört oder liest man die redewendung "die hoffnung stirbt zuletzt"... nun, ist das möglich? kann man die hoffnung nicht schon vorher verlieren? ohne sie wiederzufinden und trotzdem weiterleben? oder ist hoffnung das, was viele am leben hält? wie wichtig ist sie dann überhaupt?
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Ich glaube eher an die Unschuld einer Hure, als an die Gerechtigkeit der deutschen Justiz!

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Schattentaenzerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2005, 20:57   #2 (permalink)
AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt?!

hmmm ich denke das an dem spruch einiges wahres ist den wen man ehrlich ist hat man irgendwo im hinterkopf doch hoffnung das etwas sich änder oder besser wird (in den verschiedensten lebenslagen oder situationen)
von daher würd ich sagen stimmt dieser satz schon
bin mir nicht sicher ob man ohne hoffnung ein "gutes" leben führen kann.....
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Toastao ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2005, 22:18   #3 (permalink)
AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt?!

man muss die hoffnung ja erst mal definieren...
also im ansatz stimm ich folgenden zitat zu:

Zitat:
"hoffnung ist nicht die überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
von václav havel der spruch...da brauch ich nichts dazu sagen, dass find ich wirklich wahr.

Zitat:
"dum spiro spero"
sagt aber auch ein lateinisches sprichwort...das würde ja toastis meinung unterstützen...ob jeder mensch immer instinktiv hofft, obwohl er selbst sagt, er gäbe auf...?
denn da sagt marc aurel nämlich:

Zitat:
"Hoffnung ist ein intellektuelles Beruhigungsmittel, ein genialer Selbstbetrug."
und...so ausm bauch heraus, habe ich auch die meinung, dass, wenn man nicht hofft, man auch nciht enttäuscht werden kann, aber hoffen tut man irgendwie dann doch. lebenswichtig, darüber kann man streiten, aber ich denke, die hoffnung ist schon irgendwie wichtig für die menschen.
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Callisto ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2005, 22:40   #4 (permalink)
AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt?!

was ich eg ganz passend finde ist aus "Matrix Reloaded"

Zitat:
Hoffnung! - Sie ist die Quelle unserer größten Stärken aber auch unserer größten Schwächen.
(kann nicht mehr 100%ig sagen, ob es genauso war, aber so ähnlich wars auf jeden fall.

ich denke, dass hoffnung einem menschen kraft gibt, weiterzuleben, auch wenn schon vieles oder alles sehr schlecht aussieht. ich hatte selbst mal ne phase im leben, wo ich mich viel mit der hoffnung an bessere zeiten über wasser gehalten hatte und mut hatte, trotzdem mein bestes zu geben. deshalb halte ich hoffnung für essentiell wichtig zum weiterleben.
ich denke, man kann zwar auch noch ohne hoffnung leben, aber nur im biologischen sinne. wenn man keine hoffnung mehr hat, existiert man nur noch. habe das schon bei leuten gesehen, die den glauben an eine bessere zukunft aufgegeben hatten und meinten, es würde nie mehr besser werden, dass die auch keinen spaß mehr am leben hatten. für mich ist es deshalb immer am beunruhigsten, wenn jemand sagt, er/sie glaube nicht mehr daran, dass es wieder besser werde, er/sie also seine/ihre hoffnung verloren hat.

manchmal, denke ich, ist hoffnung aber auch hinderlich, wenn sie uns nämlich nicht die realität erkennen lässt und uns somit zu großen fehlern verleitet. ich weiß, das klingt jetzt im vergleich zu dem, was ich oben geschrieben habe, widersprüchlich, aber ich denke, das problem ist nur, dass man trennen muss, zwischen dem wirklichen hoffen, dass etwas besser wird und dem selbstbetrug, den man unter dem vorwand von hoffnung begeht, um sich selbst vor der realität zu schützen. für mich ist es deshalb am wichtigsten, dass man absolut ehrlich zu sich selber ist, um wirklich zwischen selbstbetrug und wahrer hoffnung trennen zu können.

um mal ein beispiel zu geben, wie ich das trennen würde:
hoffnung wäre zb, wenn man sagt, dass die zukunft besser oder genauso schön wird wie die gegenwart. man kann nicht wissen, was in der zukunft passiert (vll was in den nächsten paar wochen passiert, aber man weiß nicht, was vll schon wieder in einem jahr sein wird).
für mich wäre es aber selbstbetrug, wenn man sagt, dass schon morgen alles besser wird, weil man hier sehr sicher sein kann, dass das nicht passiert.

ich denke also, ob es sich jetzt um hoffnung oder seklbstbetrug handelt, hängt ganz davon ab, inwiefern man weiß, wie gut oder schlecht die zukunft werden wird.
charge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2005, 23:02   #5 (permalink)
AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt?!

Zitat:
Zitat von charge
um mal ein beispiel zu geben, wie ich das trennen würde:
hoffnung wäre zb, wenn man sagt, dass die zukunft besser oder genauso schön wird wie die gegenwart. man kann nicht wissen, was in der zukunft passiert (vll was in den nächsten paar wochen passiert, aber man weiß nicht, was vll schon wieder in einem jahr sein wird).
für mich wäre es aber selbstbetrug, wenn man sagt, dass schon morgen alles besser wird, weil man hier sehr sicher sein kann, dass das nicht passiert.
dazu fällt mir ein, dass im wörterbuch steht,dass die hoffnung, das vertrauen in die zukunft ist (oder so ähnlich). aber ist es nicht "dreist" von den menschen zu denken, dass hoffnung, nur etwas positives bringen muss?
vll ist grade dieses positive, was die menschen überleben lässt...weil hoffnung ist eigentlich auch, dass sich etwas dazu entwickelt, dass etwas sinn hat, egal wie es ausgeht (bin ja immer noch der meinung von havel), aber woran glaub man denn dann letztendlich, wenn man die hoffnung glaubt?

hat schicksal auch damit etwas zu tun?
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Callisto ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2005, 23:11   #6 (permalink)
AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt?!

Zitat:
dazu fällt mir ein, dass im wörterbuch steht,dass die hoffnung, das vertrauen in die zukunft ist (oder so ähnlich). aber ist es nicht "dreist" von den menschen zu denken, dass hoffnung, nur etwas positives bringen muss?
ich finde es nicht dreist, das zu denken, mir ist es eben nur wichtig, dass man selbst erkennt, wann man hoffnung zum selbstbetrug benutzt. wenn man weiß, dass man das nicht tut, kann meiner meinung nach aus hoffnung nur etwas positives kommen, weil hoffnung ja gerade heißt, dass man seine gedanken auf das gute in der zukunft richtet; sich also von seinen negativen gedanken befreit und sich nur noch auf die positiven konzentriert. ich finde, das muss nicht immer unbedingt etwas mit schicksal zu tun haben, man lebt auch einfach glücklicher, wenn man sich auf seine positiven gedanken konzentriert (für mich hat das auch viel mit dem buddhismus zu tun).
aber ich glaube selbst ein bisschen daran, dass es eine art höhere macht gibt (schicksal, Gott...), die uns die weichen stellt, die richtigen entscheidungen zu treffen. allerdings denke ich auch sind wir es, die dann selbst enstcheiden müssen, denen also lediglich geholfen wird, unsere entscheidung zu treffen. aber jetzt komm ich langsam vom thema ab
charge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2005, 23:31   #7 (permalink)
AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt?!

ja, von der ansicht natürlich schon...wenn man auch dalai lama befolgt, der sagt, dass der sinn des leben ist, glücklich zu werden, sollte man eigentlich ja auch immer voller hoffnungen sein...
aber ob das einem dann gut tut? klar, nach dem positiven zu streben oder glück zu hoffen, dass ist schon glaub eine eigene kraft...aber das führt auch dazu, dass man blind wird...oder nicht?! aber sowas hattest du ja geschrieben.

mit schicksal hat es für mich schon viel zu tun...alles, was in die richtung geht...hoffnung selbst geht vom menschen aus, aber das hat ja kein einfluss auf die dinge, vll nur die sachen, die der mensch in die eigenen hände nehmen muss...
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Callisto ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.07.2005, 20:22   #8 (permalink)
AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt?!

@Ery
jo ich meinte, dass man auch realistisch bleiben muss, um asu hoffnungen karft zu schöpfen. wenn man blind für die realität wird, basieren hoffnungen auf falschen tatsachen und das führt dazu, dass man dinge hofft, die bei objektiver betrachtung unmöglich sind, um sich selbst zu betrügen. das meinte ich damit

mit dem schicksal gebe ich dir recht. man hofft manchmal auch, dass eine höhere macht die dinge für einen richtet
charge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.07.2005, 20:31   #9 (permalink)
AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt?!

Also... aus eigener Erfahrung kann ich -für mich- sagen das man Leben kann, auch wenn die Hoffnung gestorben ist. Es ist schwer, aber nicht unmöglich... man braucht halt n starken überlebenstrieb denk ich. Und letzten Endes kommt die Hoffnung oft wieder... ist ne frage der Zeit.
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-JD- ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 25.07.2005, 20:44   #10 (permalink)
AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt?!

ich kann nur mich sprechen und sagen:"stimmt total!"

solange ich nich vor unveränderlichen tatsachen stehe,kann noch alles so passieren,wie ich es mir erhoffe! und wenn die zufälle unvorstellbare dimensionen annehmen müssten,solange es "rechnerisch" noch geht,ist bei mir immer hoffnung vorhanden!
dazu muss man sagen,dass ich manchmal aber wirklich der reinste gustav gans bin und die zufälle bisher immer voll in meine hände gespielt haben...,aber mir gefällts
momente,in denen die hoffnung dann doch besiegt wurde hab ich natürlich auch erlebt,aber da ging es nie um viel und es war mir halt auch relativ egal!

EDIT:es gibt doch auch die erweiterung "(...),der stolz nie!"
das is ja mit abstand der grösste schrott,denn der stolz ist das erste,was der mensch verliert!desto mehr man ihn wahren möchte,desto mehr! aber das nur nebenbei^^
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Captain-Subtext ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.07.2005, 22:51   #11 (permalink)
AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt?!

@JD
jo, es is sicher nich unmöglich ohne hoffnung zu leben, aber ich denke nich, dass man auf dauer auch keinen überlebenstrieb mehr hat. denke, is ne frage der zeit, wie lange man wirklich ohne jede hoffnung weiterleben kann. aber du hast recht, selbst, wenn man mal die hoffnung verloren hat, irgendwann komtm sie wieder
charge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.07.2005, 09:46   #12 (permalink)
AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt?!

Zitat:
"hoffnung ist nicht die überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."


das ist wirklich wahr!!

edit by mod: zitate mit einem kommentar, der einem "das ist wirklich wahr" oder ähnlichem entspricht sind hier nicht erwünscht... siehe ankündigung... wäre nett, ewnn die mal beachtet werden würde...
Rasta ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.07.2005, 23:45   #13 (permalink)
AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt?!

ich stimme in einigen punkten charge zu...

ich denke auch, dass hoffnung dem menschen kraft gibt, um weiterzuleben oder um ein bestimmtes ziel zu erreichen, sie aber gleichzeitig auch sehr hinderlich und falsch sein kann, wenn man sich total in der hoffnung verliert - wo es keine mehr gibt - und man sich immer mehr an die hoffnung klammert, so dass man den blick für die realität verliert und womöglich falsch handelt oder gar nicht handelt.

wenn man sagt "ich habe die hoffnung aufgegeben" , denke ich, dass man tief im inneren meist immer noch hoffnung hat, es aber verdrängt.
irgendwann kommt sie wieder, bzw wieder raus.

und ich denke, dass man ohne hoffnung meist verloren ist.
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crawling ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.07.2005, 00:46   #14 (permalink)
AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt?!

Ich denke eher, daß erst nach der Hoffnung noch etwas Wesentliches stirbt .. der Wille ... denn erst wenn keinerlei Hoffnung mehr besteht ist zumeist auch keinerlei Wille mehr vorhanden...dennoch - Ausnahmen bestätigen die Regel und manchmal ist es so, daß gerade wenn die Hoffnung stirbt, der Wille nochmal wenn auch nur für eine kurze Phase, erstarkt und sich sozusagen aufbäumt. Der Wille nährt im Umkehrschluß die Hoffnung nochmal, bevor sie entgültig stirbt.

Floh du solltest nachts nicht soviel Kaffee trinken, du philosophierst Schwachmatikram zurecht ....
Boardfloh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.04.2006, 22:53   #15 (permalink)
AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt?!

Wenn die Hoffnung sirbt, dann ja meistens weil eben genau das Gegenteil von dem was man sich erhofft eintrifft. In bestimmten Fällen schürrt dies Hass und Wut. Ist zwar mit Sicherheit nicht das Beste, aber das hält einem auch am Leben.
Flamme ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.04.2006, 09:55   #16 (permalink)
AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt?!

@Flamme

Hoffnung kann auch sterben, weil alles ausweglos erscheint. Und nicht nur, weil das Gegenteil eintrifft. Meist geben ja einem auch die anderen zufälligen Möglichkeiten neue Wege frei.

Wenn nur noch Hass und Wut einem an Leben hält, lebt man dann noch? Man existiert vielleicht, aber leben?
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Callisto ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.04.2006, 18:13   #17 (permalink)
AW: Die Hoffnung stirbt zuletzt?!

Das Hoffnung sehrwohl sterben kann, weiß ich aus eigener Erfahrung. Wenn man über viele Jahre immer wieder solche Sätze wie "das wird schon werden" und "hoffen wir das beste" usw von sich geben MUSS, dann kommt einfach zwangsläufig irgendwann der Punkt, andem man selbst nicht mehr daran glaubt. Man hört dadurch sicherlich nicht auf das zu sagen, man kommt sich nur ziemlich verlogen dabei vor, da man dem anderen ja mehr oder minder anlügt. Kein Besonders schönes Gefühl.
Ob dann noch etwas bleibt, was nach der Hoffnung stirbt (außer endgültige Gewissheit vielleicht bei einigen Punkten), weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist die Leere, die verbleibt, teilweise sehr erschreckend.

Es gibt aber nicht DIE Hoffnung sondern es gibt viele kleine Hoffnungen, wie
- die Hoffnung, dass jemand gesund wird
- die Hoffnung, die große Liebe zu finden
- die Hoffnung, einen schönen Beruf zu kriegen
etc.
Cold Blood ist offline   Mit Zitat antworten
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