Die Kraft aus der Liebe von und zu Gott


Weltanschauungen und Gedanken An was glaubt ihr? Was ist der Sinn des Lebens? Was bedeutet der Tod für Euch? Hier könnt ihr darüber "diskutieren"

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Alt 21.11.2006, 00:39   #1 (permalink)
AW: Identitätskrise

Tja, Tom Bombadil, die Probleme, die du hast, sind nicht ohne und sie kehren immer wieder, auch bei mir.
Ich habe für mich allerdings eine Möglichkeit gefunden, zu verhindern, dass sich diese Probleme auf Dauer bei mir einnisten ("Man kann nicht verhindern, dass einem ein Vogel auf den Kopf scheißt, aber man kann verhindern, dass er dort sein Nest baut" Martin Luther).
Aber wie kann man das verhindern? Mit eigener Kraft? Keine Chance! Das müssen wir immer wieder erkennen! Dafür sind unsere Gefühle zui stark und wir selbst zu schwach.
Aber wie dann? Das, was ich dir jetzt empfehle, wird sicherlich einige hier im Forum aufschreien lassen, weil es ja gegen das, was uns die Aufklärung alles an Fortschritt gebracht hat, ist und somit altbacken und überholt.
Allerdings habe ich es als in der Praxis enorm tröstlich und helfend erlebt und somit ist mir absolut egal, ob die Riege der so genannten Intellektuellen es als altbacken oder hinterwäldlerisch bezeichnet. Es hilft mir, einen Sinn und Erfüllung im Leben zu finden und das ist meiner Ansicht nach, was zählt.

Kommen wir aber zu dem, was ich meine:
Was meinem Leben einen Sinn gibt und verhindert, dass sich solche selbstzerstörerischen Gedanken auf Dauer bei mir einnisten, ist meine Beziehung zu Jesus Christus.
Ich rede hier nicht von dem, als was der Glaube oftmals fälschlicherweise von Kritikern aufgefasst wird: eine Menge Regeln, die man halten muss, sonst kommt man in die Hölle und brutzelt; nein, ich rede von einer lebendigen Beziehung zu Gott.
In dieser Beziehung zieht man seinen Sinn im Leben und seine Kraft aus der Zusage Gottes "Du bist mein geliebtes Kind". Ich denke, du durftest schon erleben, wie toll es ist, wenn dir jemand sagt, dass er dich bedingungslos liebt. Das ist ein Gefühl, das unbeschreiblich toll ist.
Gott ist somit die besondere Person, die im Fernsehen kommt, um zu trösten und bei der du sein kannst, wie du bist, ohne dich verstellen zu müssen, weil er dir Vorwürfe machen würde, wenn du etwas Falsches sagst.
Merkst du, wie die Charakterzüge der Personen, nach denen du dich in deiner Situation sehnst, allesamt göttlich sind?
Der Unterschied ist, dass Gott diese Charakterzüge in ihrer ursprünglichen und vollkommenen Form besitzt, während die Menschen lediglich einen Bruchteil davon besitzen, was immer wieder zu Verletzung und Leid führt.
Bei Gott ist das anders. Er wird dich niemals verletzen und gerade, wenn es dir besonders dreckig geht, dann ist er dir ganz nah.
Das ist der Punkt, an dem der Glaube persönlich erlebbar und somit zu viel mehr als einer Lehre wird. Er wird zu etwas, was dein Leben beeinflussen und zum Positiven verändern kann.
Ich bin jetzt schon seit langer Zeit Christ. Glaub mir, ich bin keiner, der sich von irgendeiner Lehre hat infiltrieren lassen. Ich habe das, was ich glaube, immer wieder kritisch hinterfragt und bin immer wieder zu dem Schluss gekommen, dass es, sooft wie ich schon die Wahrheit der biblischen Zusagen erleben durfte, einfach die absolute und unfehlbare Wahrheit sein muss. Zweifel ausgeschlossen!
Ich schlage dir vor: probier es doch einfach mal. Beschäftige dich mit der Bibel und Gott und prüfe, ob es vielleicht zutrifft und du im christlichen Glauben deine Identität und deinen inneren Frieden finden kannst.
Was hast du schon zu verlieren? Wenn es nicht funktioniert, dann brich das Experiment eben ab. Schlechter wird es dir danach auch nicht gehen.
Ich gehe allerdings soweit, dir zu versichern, dass du nicht enttäuscht sein wirst, weil du genau das finden wirst, nach dem du dich schon so lange sehnst, ohne bislang explizit zu wissen, was es eigentlich genau ist.

Versuch es und staune!

Gruß

Christian
januskopf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.11.2006, 08:15   #2 (permalink)
AW: Identitätskrise

Zitat:
Zitat von januskopf Beitrag anzeigen
Was meinem Leben einen Sinn gibt und verhindert, dass sich solche selbstzerstörerischen Gedanken auf Dauer bei mir einnisten, ist meine Beziehung zu Jesus Christus.
Wie is er denn so........als Ehemann?

Zitat:
Zitat von januskopf
Bei Gott ist das anders. Er wird dich niemals verletzen und gerade, wenn es dir besonders dreckig geht, dann ist er dir ganz nah.
Mmh. Wenn das so ist, ging´s mir nie richtig dreckig............oder Gott mag einfach keine Atheisten?

Ich würde das ja eher so sehen, dass jeder der sich von Gott helfen lässt, sich quasi selbst hilft. Zwar redet man sich dann ein, dass dieses und jenes Gute, was einem passiert, durch Gottes Beistand zustande gekommen ist, aber im Grunde hat nur der Glaube an Gott - der ja von einem selbst ausgeht - geholfen. Nicht Gott selbst.

Meiner Meinung nach gibt es auch keinen Gott.
Ich glaube eher, dass unser Leben durch Schicksal (pespickt mit einem gewissen Grad an Selbstbestimmung) bestimmt wird.
__________________
Ladida
Manni ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.11.2006, 12:54   #3 (permalink)
AW: Identitätskrise

[quote=Manni;331328]Wie is er denn so........als Ehemann?

Ja ja, flüchte dich bloß in Zynismus!

************************************************

Ich finde, du machst es dir etwas zu einfach.
Man hilft sich selbst, indem man sich einfach einen Gott vorstellt, der aber im Grunde garnicht existiert.
Tolle Überlegung, aber diese Idee hakt doch spätestens dann, wenn es mal hart auf hart kommt und man merkt, dass das alles nur ein Hirngespinst ist, das einem nicht helfen kann.
Das ist aber in diesem Fall genau anders: immer dann, wenn es hart auf hart kommt, spürt man am intensivsten, dass Gott da ist.
Das muss man aber erlebt haben, sonst kann man da nicht mitreden.

************************************************** **
"Mmh. Wenn das so ist, ging´s mir nie richtig dreckig............oder Gott mag einfach keine Atheisten?"
************************************************** **
Was soll denn das heißen? Ich habe niemals behauptet, dass es uns dadurch immer gut geht. Das wäre aber auch wahrhaft eine lächerliche Behauptung!
Ich habe lediglich gesagt, dass er uns nie enttäuscht und im Stich lässt. Das ist mal ein riesen Unterschied.
Wenn du dich natürlich nicht für ihn interessierst, wie solltest du dann merken, dass dem so ist? Auch von einem Menschen, den du ignorierst, kannst du nicht sagen, wie er ist.

************************************************** ************
"Meiner Meinung nach gibt es auch keinen Gott.
Ich glaube eher, dass unser Leben durch Schicksal (pespickt mit einem gewissen Grad an Selbstbestimmung) bestimmt wird."
************************************************** ************

Und wer bestimmt unser Schicksal? Wo ein Schicksal ist, da muss doch auch jemand sein, der uns vorab eine Bestimmung gegeben hat, durch die alles, was uns passiert, zum Schicksal wird, das im Endeffekt zu dieser Bestimmung führt.
Man kann als Atheist doch nicht von Schicksal reden, denn Schicksal hat ja immer auch etwas mit einer höheren Macht zu tun!
januskopf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.11.2006, 13:31   #4 (permalink)
AW: Identitätskrise

Zitat:
Zitat von januskopf
Ja ja, flüchte dich bloß in Zynismus!
Jetzt haben du und wikipedia mich aber durcheinander gebracht.
Ich dachte ich wäre sarkastisch gewesen. Jetzt bin ich mir nicht mehr ganz sicher.

Zitat:
Zitat von januskopf
Ich finde, du machst es dir etwas zu einfach.
Ach soooooo......ich mache es mir also zu einfach.
Macht man es sich nicht mindestens genauso einfach, wenn man alles mit Gott begründet?

Zitat:
Zitat von januskopf
Man hilft sich selbst, indem man sich einfach einen Gott vorstellt, der aber im Grunde garnicht existiert.
Tolle Überlegung, aber diese Idee hakt doch spätestens dann, wenn es mal hart auf hart kommt und man merkt, dass das alles nur ein Hirngespinst ist, das einem nicht helfen kann.
Na eben nicht. Wer an Gott glaubt, tut dies doch in der Regel mit solcher Intensivität, dass er selbst, wenn es ihm dreckig geht, immer noch glaubt, dass Gott in aus seiner Lage herausholt. Und damit hilft er sich selbst die schlimme Zeit zu überstehen.

Andernfalls verliert seinen Glauben an Gott.
Und dann findet er vielleicht einen anderen Weg sich selbst zu helfen.


Zitat:
Zitat von januskopf
Das ist aber in diesem Fall genau anders: immer dann, wenn es hart auf hart kommt, spürt man am intensivsten, dass Gott da ist.
Das muss man aber erlebt haben, sonst kann man da nicht mitreden.
Wie schon gesagt........dann hab ich wohl noch nichts wirklich schlimmes erlebt.
Denn ich habe noch nie irgendwas göttliches gespürt.

Zitat:
Zitat von januskopf
Was soll denn das heißen? Ich habe niemals behauptet, dass es uns dadurch immer gut geht. Das wäre aber auch wahrhaft eine lächerliche Behauptung!
Ich habe lediglich gesagt, dass er uns nie enttäuscht und im Stich lässt. Das ist mal ein riesen Unterschied.
Natürlich lässt er uns nicht im Stich. Denn wer an ihn glaubt, meint auch, dass er immer und überall sei.
Und ich habe auch nie behauptet, dass du behaupt hättest, dass es uns durch Gott immer gut geht. Ich habe damit lediglich ausdrücken wollen, dass es mir - da ich seine Gegenwart noch nie gespürt habe - noch nie richtig dreckig gegangen sein kann.

Zitat:
Zitat von januskopf
Wenn du dich natürlich nicht für ihn interessierst, wie solltest du dann merken, dass dem so ist? Auch von einem Menschen, den du ignorierst, kannst du nicht sagen, wie er ist.
Ich glaube das einzige was du von Gott spürst oder merkst, ist dass, was du dir selbst einredest, dass du es spüren musst, da nach deinem Glauben Gott ja immer an deiner Seite und aller anderen sein muss.

Zitat:
Zitat von januskopf
Und wer bestimmt unser Schicksal? Wo ein Schicksal ist, da muss doch auch jemand sein, der uns vorab eine Bestimmung gegeben hat, durch die alles, was uns passiert, zum Schicksal wird, das im Endeffekt zu dieser Bestimmung führt.
Wie kommst du darauf, dass das Schicksal von einem denkenden Wesen gesteuert wird? Schon mal versucht dir das Schicksal wie sich ständig bewegende Energie vorzustellen? Stell sie dir wie die Macht in Star Wars vor......

Zitat:
Zitat von januskopf
Man kann als Atheist doch nicht von Schicksal reden, denn Schicksal hat ja immer auch etwas mit einer höheren Macht zu tun!
Wie schon gesagt, sollte man beim Wort Schicksal nicht an ein Wesen denken. Wenn Atheist bedeutet, weder an eine denkendes Wesen zu glauben, wie sich gläubige Gott ja wohl vorstellen noch an eine Art reiner Energie zu glauben, dann bin ich wohl noch was anderes, für das es vielleicht nicht mal einen Namen gibt.

Edit: Keine Ahnung, ob dich das jetzt schockt, aber ich glaube auch an Reinkarnation. Im Einzelnen nicht unbedingt so wie die Buddhisten, aber den Grundgedanken - die Seelenwanderung von einem Körper zum nächsten - kann man übernehmen.
__________________
Ladida
Manni ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.11.2006, 18:11   #5 (permalink)
AW: Identitätskrise

"Jetzt haben du und wikipedia mich aber durcheinander gebracht.
Ich dachte ich wäre sarkastisch gewesen. Jetzt bin ich mir nicht mehr ganz sicher."


Toll. Willst du durch diese Aussage zeigen, wie klug du bist und wie dumm ich? Na Wahnsinn. Tolle Taktik. Trägt aber leider zu unserer Diskussion, auf die es mir ankommt, absolut nichts bei.

"Ach soooooo......ich mache es mir also zu einfach.
Macht man es sich nicht mindestens genauso einfach, wenn man alles mit Gott begründet?"


Es wird doch gar nicht alles mit Gott begründet. Natürlich kann ich durch mein Verhalten zu einem großen Teil dazu beitragen, wie es mir im Leben ergeht. Es gibt aber Punkte und Situationen, in denen ich machtlos bin.
Du magst das, was in solchen Situationen geschieht, Schicksal nennen und als Energiefeld sehen. Ich sehe es eben als Gottes Wirken. Wenn man an beides nicht glaubt, ist es leicht zu sagen, dass man sich das nur einbildet.

"Na eben nicht. Wer an Gott glaubt, tut dies doch in der Regel mit solcher Intensivität, dass er selbst, wenn es ihm dreckig geht, immer noch glaubt, dass Gott in aus seiner Lage herausholt. Und damit hilft er sich selbst die schlimme Zeit zu überstehen."

Irgendwie erinnert mich das an Baron Münchhausen, der versucht hat, sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf heraus zu ziehen. Auch das ging nicht. Es hätte auch nicht geholfen, wenn er sich einen Ast vorgstellt hätte, den er hätte ergreifen können. Auch dann wäre er nicht aus dem Sumpf heraus gekommen, oder!? Genauso ist es doch hier. Situationen ändern sich doch nicht, indem man sich etwas einbildet (oder wenn, dann nur kurzfristig). Situationen ändern sich nur, wenn irgendjemand aktiv eingreift.

"Wie schon gesagt........dann hab ich wohl noch nichts wirklich schlimmes erlebt.
Denn ich habe noch nie irgendwas göttliches gespürt."

Du kannst auch nichts spüren, weil du dich doch auf ihn garnicht einlässt. Jemand, der sich in einem Bunker verschanzt und nie ans Tageslicht geht, kann schließlich auch die Sonne nicht spüren!
Wer sich aber auf ihn einlässt, der wird sehen, was es bedeutet, ihn zu erleben und der wird staunen, was geht. Da stellt sich die Frage, ob man sich das vielleicht eingebildet haben könnte, denn auch garnicht mehr!
Ein gutes Beispiel hierfür ist Lewis Wallace, der Autor von Ben Hur. Der wollte, weil er die Christen hasste, ein Buch schreiben, das endgültig beweist, dass es Gott nicht gibt. Er hat sich also sehr intensiv mit der Bibel und dem Christentum beschäftigt. Das Ende vom Lied war, dass er, der zu Anfang so absolut gegen das Christentum war, plötzlich begann, zu hinterfragen, ob vielleicht nicht doch etwas Wahres daran sein könnte, was schließlich dazu führte, dass er Christ wurde.
Nun willst du mir doch nicht weis machen, dass ein so leidenschaftlicher Kämpfer gegen das Christentum plötzlich der Einbildung aufgesessen ist, dass Gott doch existiert, ohne, dass er ihn wirklich erlebt hätte.

"Edit: Keine Ahnung, ob dich das jetzt schockt, aber ich glaube auch an Reinkarnation. Im Einzelnen nicht unbedingt so wie die Buddhisten, aber den Grundgedanken - die Seelenwanderung von einem Körper zum nächsten - kann man übernehmen."

Warum in aller Welt sollte mich schockieren, dass du an Reinkarnation glaubst? Alle Buddhisten dieser Welt tun das, alle Hindus dieser Welt tun das und sicherlich auch noch ein Haufen Menschen mehr.
Aus welchem Grunde sollte ich darüber schockiert sein, was andere glauben.
Als Anhänger einer monotheistichen Glaubensgemeinschaft bin ich zwar der Überzeugung, dass der christliche Weg der einzige heilbringende ist, was in der Natur eines solchen Glaubens liegt. Das bedeutet aber nicht, dass ich über den Glauben anderer schockiert bin oder aber sie dafür hasse, dass sie eine andere Meinung haben. Das wäre doch wohl reichlich hohl und undifferenziert!
Das Bild, das viele Atheisten offensichtlich von uns Christen haben, scheint mir doch sehr oft geprägt zu sein von Vorurteilen und Halbwahrheiten. So ist es aber auch leichter, uns zu verdammen, als wenn man sich ernshaft mit uns und unserem Glauben beschäftigen würde. Und außerdem besteht somit nicht die Gefahr des Lewis-Wallace-Effekts!
januskopf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.11.2006, 23:59   #6 (permalink)
AW: Identitätskrise

Zitat:
Ich glaube eher, dass unser Leben durch Schicksal (pespickt mit einem gewissen Grad an Selbstbestimmung) bestimmt wird.
@manni
Und wie stellst du dir das vor? Sitzt irgendwo einer und spinnt sog. Lebensfäden?? Ist das etwa weniger „mystisch“ und spekulativ?
(edit: sorry da hatte ich noh nicht alle deine Posts gelesen. Vlt. hat du recht, und dafür gibt es keine Bezeichnung, aber Atheismus ist es denke ich nicht )

Ich halte den Glaube an das Schicksal für eine Art von Aberglauben, nicht also unbedingt im Sinne eines Atheisten. Wie kann man den Glauben an Gott für unlogisch erklären, aber an Schicksal glauben?
Es ist, glaube ich jedenfalls, unter den „modernen Christen“ auch nicht (mehr) üblich, an Gott als eine (männliche) Person zu glauben, sondern eben an eine Art „Energie“ wenn du so willst.
Es ist nämlich eigentlich überhaupt nicht im christlichen Sinne Gott zu personifizieren.

Januskopf hat was geschrieben, und ich hab mich erst mal zurückgehalten. Du bist gleich darauf angesprungen, damit hast du ihn aber nicht überrascht

Meiner Meinung nach besteht wahrer Fortschritt, im positivem Sinne, auch ganz besonders darin, dass man solche Wege akzeptieren und verstehen kann.

Zitat:
Das muss man aber erlebt haben, sonst kann man da nicht mitreden.
Es gibt ziemliche krasse spirituelle Erlebnisse, die man, wenn man dafür bereit ist, erfahren darf. Ausgelöst durch welche äußeren Umstände auch immer: psychoaktive Substanzen, extremes Leid (der Körper schaltet ein „Notprogramm ein, so könnte man es auch erklären, ich bin aber bestimmt nicht sicher das es NUR das ist), intensives Beten(was ja eine Art von Meditation ist) usw.

Als ich vor ca. einem Jahr 2 Weisheitszähne gezogen bekam, konnte ich die Tage nur unter Schmerzmitteln ertragen, ich versuchte die Dosis aber stets so niedrig wie möglich zu halten, so dass ich es gerade noch aushielt.
Nachts war es besonders schlimm, da man sich nicht wie tagsüber ablenken könnte.
Für Nachts gabs also die extra starken. (War eine Kombo aus Ibuprofen und Paracetamol,zusätzlich mit Codein, nicht wirklich psychoaktiv also. In den Tabletten für den Tag war auch noch Koffein enthalten.)
Ich lag also jede Nacht unter Schmerzen mich hin und der windend da. Jede Nacht habe ich gut und gerne mindestens 2 Liter ausgeschwitzt. (Das war echt eklig)

Kurz: Mir gings sehr, sehr dreckig, und einmal hatte ich besonders starke Schmerzen. Ich hatte eigentlich schon genügend Tabletten genommen, und wollte auf keinen Fall noch mehr nehmen.
Irgendwann lag ich nur noch da auf meinem Laken, die Augen geschlossen, und wollte alles um mich herum vergessen, abschalten.
Dann habe ich angefangen zu beten. Ich lag auf dem Rücken (eine andere Position wäre auch nicht möglich gewesen, weg. Backe), erst verkrampft, dann immer entspannter atmend, verkrampft die Hände über meinem Körper gefaltet. Erst war alles Schwarz. Dann plötzlich, stellte ich mir vor, die Erde von oben zu sehen. Ich glaube ich kam auf den Gedanken, weil meine Schwester dieses Bild sah, als sie mal in Ohnmacht gefallen war.(wg. Blutverlust). Ich dachte also nicht wirklich, dass ich die Erde von oben sehen würde, sondern ich wusste, dass ich vor meinem innerem Auge dieses Bild sah.
Dann, und das fühlte sich ganz anders an, stelle ich Fragen, weil ich eine gewisse Präsenz fühlte, und einfach nur noch dachte: „da muss es etwas geben...“
Und ich fühlte, dass Gott (Ich nannte es durch meine äußerliche Prägung Gott, mir wären auch -zig andere Namen eingefallen) antwortete. Er/Sie/Es war sanft und freundlich, extrem weise und sehr verständnisvoll.

Ich redete nicht von meinen Schmerzen. Ich dachte ich nutze die Gelegenheit, und stellte Fragen bezüglich des aktuellen Weltgeschehens. Ich bekam Antworten, sie waren auf eine Art vollkommen, dass ich, mit meiner unvollkommenen Hirnnutzung sie nicht gänzlich verstehen konnte, und sie mir folglich unvollständig und vlt. auch unklar vor kamen. Sie kamen nicht in Buchstaben und herkömmlichen Wörtern, sondern sendeten mir ein Gefühl, dass auf meine Frage einging, und doch soviel mehr war, als das, was wir als Gefühl verstehen.

Deshalb kann ich es hier und jetzt nicht mehr wiedergeben, es wäre mir auch nicht möglich aus dem Stegreif heraus in RL eine klare und befriedigende Ansage zu machen.
Diese Dialog hinterließ in meinem bewussten Erleben, wenn ich mich wie jetzt erinnere, lediglich ein gewisses Gefühl, ein Nachgeschmack..

Klar habe ich davor drüber nachgedacht, ob es Gott gibt, und war etwa bei dem gleichen Schluss bei dem ich jetzt auch bin. Die meisten Menschen brauchen wahrscheinlich irgendeine besondere Darstellung, um dieses "Übersinnliche" besser in ihr leben integrieren zu können, besser damit zu kommunizieren. Ich dachte in meinem Schmerz-wahn zufällig an Gott, also in der Form, wie die meisten Menschen ihn annehmen (was ich sonst sicherlich sogut wie nie im alltgäglichem Leben tue) und schwupps- klar erlebte ich eine ähnliche Darstellung. Man weiß auch nicht, was man sich genau vorstellen soll, weil es einfach die Vorstellung übertrifft, man ist nicht geübt darin.
Und ich bin mir relativ sicher, dass wenn ich "Ihn" in dem moment dies gefragt hätte, er sicher beteuert hätte, das das christentum nicht die einzige gültigkeit hat, und das es viel mehr gibt, und das es die Sprache und ein medium der menschen ist, ein sehr unvollständiges, und bisweilen auch schändlich umgesetzt..

Ich könnte gerade mit mir selber darüber diskutieren, ob diese Erfahrung nicht das widergespiegelt hat, ob dieser "Gott" mir ncht das gesagt hat, was ich hören wollte, was ich eh schon wusste, vermutete.
Man sagt ja auch, etwas göttliches ist in jedem von uns.. wenn man es so bezeichnen möchte.

Zitat:
Wie schon gesagt........dann hab ich wohl noch nichts wirklich schlimmes erlebt.
Denn ich habe noch nie irgendwas göttliches gespürt.
Ob du es göttlich nennst, oder spirituell, oder sonstwie ist doch egal. Ich persönlich, würde mich selber auch nie darauf festlegen, das es eine externe Kraft ist, die separat existiert.
Kann es nicht auch sein, da wirklich alles fließt? Wo mit wir wieder bei deiner Energie sind.
Und nicht jeder Mensch ist in der Lage, oder möchte ein spirituelles Erlebnis haben. Es findet im Gehirn statt, im Geiste, oder zumindest ist dieses ein Vehikel um es spüren zu können. Nun sind die Hirne der Menschen auch unterschiedlich, und wie du auch sagtest, spielt der Wille und die Einstellung sicherlich eine große Rolle. Den Eindruck, den du von deiner Umwelt meinst richtig zu kennen.
Das Willen und Offenheit für die Sache eine Rolle spielen, muss nicht zwangsläufig heißen, dass alles Humbug ist.
Genauso könnte man eben behaupten, das, was dir deine Augen zeigen, und das, was du über die Welt denkst, weil du und deine Sicht zum großen Teil von -zig Menschen und unseren beschränkten Sinneswahrnehmungen zurecht gebogen wurden, sei absoluter Schwachsinn.

Ich zumindest, finde es sehr wichtig, sich nicht auf einen Begriff, eine Lehre zu versteifen.

Ich kann schon verstehen, wieso man sich einer bestimmten Glaubensgemeinschaft freiwillig anschließt, das Gefühl der Gemeinschaft, und die Tatsache, das man sich gegenseitig immer wieder in seinem Glauben bestätigen kann, tut bestimmt sehr gut.
Ich fühle mich mit meiner Ansicht oft sehr alleine, aber sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu einigen oder Dinge komplett von vorherigen Geneartionen zu übernehmen nimmt einem auch ein Stück Freiheit. Christentum, Religion überhaupt, für sich selber frei leben und entdecken (was nicht bedeutet jeden Sonntag in die Kirche zu gehen) das respektiere ich sehr, sofern es natürlich einem guten Zweck dient..

Oh, ich denke dieses Thema hat prinzipiell sehr viel mit dem Thema Identitätskrise zu tun.
Unsere Identität als Menschheit.

Es ist sehr wichtig, öfters mal hoch zu steigen, aus seinem persönlichem kleinen Kasten, sich nicht nur mit dem alltäglichen Klimbimm unserer kleinen eigenen geglaubten Realität zu befassen. Ich denke wirkliche Erfahrungen mit beispielsweise Gott zu haben, ist auch eine Art „hoch steigen“ über seinen Kopf, über die ganzen Relationships die man hegt und pflegt, hoch weg über die ganzen Institutionen und jenseits des Systems.

Uh, und bekannt ist ja auch, dass beispielsweise Künstler, gerade in ihren dunkelsten Stunden ihrer Seele die genialsten Werke schufen.

Vielleicht kann man ja auch aus seinen Identitätskrisen heraus Kraft schöpfen und Erkenntnisse gewinnen.
Und um das geglaubte OT auszugleichen meine kleine bescheidenen Meinung: tiefer Respekt vor DEM Leben ist wichtig. Wir alle sind Säugetiere mit einem Bewusstsein, sollten uns aber dennoch nicht anmaßen, endgültig entscheiden zu wollen, was in den anderen Lebewesen vorgeht. Wir sind vielfach unwichtiger, als viele Menschen glauben wollen, die sich daran klammern, an ihr Mensch-sein, für das sie doch so wenig getan haben, weil sie vielleicht in Wahrheit nicht viel mehr als dieses besitzen.

Ich bin froh für den Fortschritt, für die Vorzüge, die ich hier genießen darf, an die ich mich gewöhnt habe, den Luxus, zumindest zum Teil frei denken zu dürfen ohne körperliche Bestrafungen. Ich will kein back-to-the-roots, und ich will auch keine 12 Kinder.
Ich würde mir wünschen dass wir es schaffen, und das vor allem erst mal ich es schaffe, auf das, was ich habe aufzubauen, und das, was ich für Gut und richtig halte zu tun.

Ich wünsche mir vlt. irgendwann mal 2 Kinder, und wünsche mir ganz sicher, dass diese in einer Welt leben können, in denen die „Energien“ wirklich wieder fließen. Das wir im Einklang leben mit allem, und unser gewonnenes Wissen und unsere Toleranz dazu nützen, diesem dienlich zu sein.
Das gab es, glaube ich, seit der zivilisierten Menschheitsgeschichte nicht. Haben wir Angst vor dem völlig neuem?
Vielleicht bricht irgendwann ja mal ein neues Zeitalter an.
__________________
Life's like a river. Everything is in flux.

Nur Unerwachsene, Schwächlinge und Feiglinge sind stolz darauf einer Nation anzugehören. Wer selbst gehen kann, braucht kein Vaterland.
(Wiglaf Droste)


antinationale Solidarität
Miya ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.11.2006, 00:14   #7 (permalink)
AW: Identitätskrise

Off-Topic:
Zitat:
Zitat von Miya Beitrag anzeigen
Und ich fühlte, dass Gott (Ich nannte es durch meine äußerliche Prägung Gott, mir wären auch -zig andere Namen eingefallen) antwortete. Er/Sie/Es war sanft und freundlich, extrem weise und sehr verständnisvoll.

Ich redete nicht von meinen Schmerzen. Ich dachte ich nutze die Gelegenheit, und stellte Fragen bezüglich des aktuellen Weltgeschehens. Ich bekam Antworten, sie waren auf eine Art vollkommen, dass ich, mit meiner unvollkommenen Hirnnutzung sie nicht gänzlich verstehen konnte, und sie mir folglich unvollständig und vlt. auch unklar vor kamen. Sie kamen nicht in Buchstaben und herkömmlichen Wörtern, sondern sendeten mir ein Gefühl, dass auf meine Frage einging, und doch soviel mehr war, als das, was wir als Gefühl verstehen.

Deshalb kann ich es hier und jetzt nicht mehr wiedergeben, es wäre mir auch nicht möglich aus dem Stegreif heraus in RL eine klare und befriedigende Ansage zu machen.
Diese Dialog hinterließ in meinem bewussten Erleben, wenn ich mich wie jetzt erinnere, lediglich ein gewisses Gefühl, ein Nachgeschmack..


du beschreibst wahrscheinlich nicht gott, sondern das hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Mystische_Erfahrung

btw ich bin agnostiker, gott zu beweisen oder zu widerlegen erscheint mir unmöglich
__________________
Das Benzin des Wassers wird proportional am Feuer gemacht.
Aaron T. Richter


man brauch keine jacke um ne Hopper-Mütze aufzuhaben
asiatisches Sprichwort
vergeben
Dexter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.11.2006, 00:23   #8 (permalink)
AW: Identitätskrise

ja dex, da ist etwas dran. Das ist echt interessant.
Nun,.. ich sehe mich aber nicht als jemand 'Auserwählten'. Soweit kommts nicht.
Sicherlich, und das wird da ja auch gesagt, hängt dieses Erlebniss stark von der individuellen Prägung ab. Von meiner Erziehung her, würde ich mich als Religionslos bezeichnen, und das meine Mutter, wenn sie auch ein kleines bisschen der evangelischen Kirche in lockerer Weise zugetan ist, mir nie irgendwas einreden wollte. Unterbewusst habe ich aber sicherlich modelle der Gesellschaft übernommen.. bla..

Aber ist das leben ncht sinnlos, ohne solche Erfahrungen? Flach und Dimensionsarm.
Andererseits leben in unserer Gesellschaft diejenigen am leichtesten und lockerflockigsten, so erscheint es zumindest, die nicht groß nach denken.
In sich gehen?
-ja, ich mastrubiere 2x die woche.
O.o ^^

Psyche?
Haben nur Spinner.

Drogen?
Nehmen nur Asoziale und Leute die in der Gosse hocken oder dort landen.
__________________
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Nur Unerwachsene, Schwächlinge und Feiglinge sind stolz darauf einer Nation anzugehören. Wer selbst gehen kann, braucht kein Vaterland.
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antinationale Solidarität
Miya ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.11.2006, 12:48   #9 (permalink)
AW: Die Kraft aus der Liebe von und zu Gott

Off-Topic:
@Blue: Dir ist klar, dass du das auch einfacher hättest machen können?
Wenn nicht, dann komm nachher einfach mal zu mir (so ab 17:30). Ich zeig dir das dann mal.

Edit: Sie hat´s jetzt anders gemacht. Dieser Beitrag kann gelöscht werden.
__________________
Ladida
Manni ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.11.2006, 13:20   #10 (permalink)
AW: Die Kraft aus der Liebe von und zu Gott

Mal ne ganz blöde frage. Was soll das hier sein?
Worum gehts? Was sollen die ganzen Zitate?
__________________
Gleich reiß ich dir den Sack ab!
Mr. White ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.11.2006, 15:53   #11 (permalink)
AW: Die Kraft aus der Liebe von und zu Gott

siehe kummerkiste "identitätskrise".
Urspünglich waren die ganzen Posts hier noch an dem Thread dran. Der letzet Post dort ist auch der erste hier.
Ich wäre ja dafür, die Bezeichnung Gott im Threadtitel durch etwas allgemeineres zu ersetzen.
__________________
Life's like a river. Everything is in flux.

Nur Unerwachsene, Schwächlinge und Feiglinge sind stolz darauf einer Nation anzugehören. Wer selbst gehen kann, braucht kein Vaterland.
(Wiglaf Droste)


antinationale Solidarität
Miya ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.11.2006, 17:42   #12 (permalink)
AW: Die Kraft aus der Liebe von und zu Gott

Off-Topic:
OK, jetzt ergibt es mehr Sinn. Vorhin war nur der Post von Blue da. Das hat mich verwirrt
__________________
Gleich reiß ich dir den Sack ab!
Mr. White ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.11.2006, 21:28   #13 (permalink)
AW: Identitätskrise

Zitat:
Zitat von januskopf Beitrag anzeigen
Er wird dich niemals verletzen und gerade, wenn es dir besonders dreckig geht, dann ist er dir ganz nah.
hmm ja ist er das?? mir ging es schon oft wirklich kacke, bin dem tod auch schon von der schippe gesprungen, und das nicht wegen gott nein weil ich gekämpft habe. und auch in letzter zeit ging es mir verdammt kacke, aber ein gott hat nicht zu mir gesprochen oder mir meinen kummer und meine schmerzen genommen.

naja kann ja auch vielleicht daran liegen das es einfach keinen gott gibt !!!!!!!!!
__________________
Verheiz die Reifen, nicht deine Seele
Toastao ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 22.11.2006, 21:39   #14 (permalink)
AW: Die Kraft aus der Liebe von und zu Gott

Zitat:
und auch in letzter zeit ging es mir verdammt kacke, aber ein gott hat nicht zu mir gesprochen oder mir meinen kummer und meine schmerzen genommen.

naja kann ja auch vielleicht daran liegen das es einfach keinen gott gibt !!!!!!!!!
na wenn das mal kein argument ist, toasti. jetzt hast du mich auch überzeugt! das ist ja der gegenbeweis auf den millionen von zweiflern jahrtausendelang gewartet haben.

Zitat:
mir ging es schon oft wirklich kacke, bin dem tod auch schon von der schippe gesprungen, und das nicht wegen gott nein weil ich gekämpft habe.
zitat anfang: "hilf dir selbst, dann hilft dir gott" zitat ende.
__________________
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Aaron T. Richter


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Dexter ist offline   Mit Zitat antworten
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