Die Sukar


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Alt 09.12.2005, 17:03   #1 (permalink)
Die Sukar

Eigentlich wollte ich die Geschichte schon früher posten (wo der Geschichtswettbewerb nu schon n Weilchen her ist), aber ich hab es immer wieder vergessen. Hier kommt sie aber nu, um positiv und negativ kritisiert zu werden:

Die Sukar

Kapitel I - Der Auftrag

Captain Orr t'al saß an seinem Schreibtisch und war dabei Berichte durchzulesen, als er sich plötzlich fragte, wann er und seine Crew das letzte Mal für ein paar Tage Urlaub auf einem Planeten gemacht hatten, anstatt nur kurz für eine Untersuchung der Flora und Fauna zu landen. Es fiel ihm zwar nicht ein, wie lange es her war, aber er konnte sich noch genau erinnern, welcher Planet es gewesen war. Relic III. Ein relativ unbedeutender Planet am Rande des Systems der Liga der vereinten Planeten. Man konnte ihn dafür aber gut als Erholungsstätte nutzen. Es gab dort im Centrum der Hauptstadt Mafur eine sehr große Anlage, deren Angestellte nur darauf aus waren einen zu massieren, einem ein Schlammbad einzulassen, und andere ähnlich entspannende Dinge für einen zu tun.
Er selbst fand an diesen eher passiven Aktivitäten keinen großen gefallen und erkundete deshalb lieber die Gegend einen Kilometer entfernt von Mafur. Dort gab es, ähnlich wie auf Terra, weite Wiesen, auf denen hier und dort ein Baum Wuchs. Ein kleines Stück weiter war außerdem noch ein Wald, welchen er allerdings nur wenig erkundete, da es ihm lieber war, mehr vom Horizont in der Ferne zu sehen. Einige wenige abenteuerlustige Mitglieder seiner Crew begaben sich für die Zeit ihres Aufenthalts in die Dschungel, die auf der anderen Seite von Relic III etwa ein viertel der Planetenoberfläche einnahmen. Sie waren von ihm alle vorher darüber belehrt worden, dass sie - auch wenn es sich hierbei um einen Urlaubsaufenthalt handelte - auf sich aufzupassen und sich im Falle von Kontakt zu Bewohnern des Dschungels so zu verhalten hatten, wie er es sonst von ihnen im Dienst verlangte.
All dies kam ihm nun so vor als sei es eine Ewigkeit her. Ein ihm nur allzu vertrautes Geräusch riss ihn aus seinen Gedanken und machte ihn darauf aufmerksam, dass ihn jemand über das Intercom sprechen wollte. Er betätigte den Knopf zum sprechen, welcher auch gleichzeitig einen kleinen Display aktivierte, auf dem er nun Commander Farkass sehen konnte. Farkass war seine erster Offizier und seine rechte Hand seit er vor etwa 8 Jahren auf das Schiff gekommen war. Wenn es etwas wichtiges zu erledigen gab, was er selbst nicht ausführen wollte oder wegen einer anderen ebenfalls wichtigen Aufgabe nicht ausführen konnte, war Farkass der Mann, dem er diese Aufgabe anvertrauen würde. Der 2 Meter große Makrianer wirkte trotz seiner Größe eher unscheinbar, was vermutlich an seiner grauen Haut lag. Farkass war ein guter Fürhrungsoffizier. Er hatte ihm schon mehrfach bei Außenmissionen die Leitung über das Schiff überlassen bzw. hatte ihn die Außenmissionen anführen lassen, während er selbst auf dem Schiff blieb. Letzteres eigentlich immer dann, wenn der Makrianer die Mission als zu gefährlich einstufte, als dass der Captain persönlich diese leiten könnte. Die Versuche ihn in solchen Situationen umzustimmen, hatte er etwa nach einem Jahr aufgegeben. Was dies betraf war Farkass hartnäckig und hielt sich strikt an die Vorschriften.
"Was gibt es, Commander?"
"Sir, wir haben einen Funkspruch von Admiral Skrah erhalten. Er möchte mit Ihnen sprechen."
Wenn Admiral Skrah ihn sprechen wollte, musste es wichtig sein. "Stellen Sie ihn durch, Commander!"
"Jawohl, Captain."
Das Bild wurde kurz schwarz und zeigte dann das Antlitz von Admiral Skrah.
"Admiral Skrah, was kann ich für sie tun?"
"Captain, ich habe einen sehr wichtigen Auftrag für sie. Vor zwei Wochen ist die Titan in ein neues Sonnensystem vorgestoßen. Captain Kensu traf dort mit seiner Mannschaft auf ein fremdes Raumschiff. Er ging bei dem Versuch einen ersten Kontakt aufzunehmen streng nach den Vorschriften vor. Leider hatten die bis dato fremden die Begrüßung wohl falsch verstanden, so dass es zu einem Gefecht kam, infolge dessen unter anderem Captain Kensu und der Commander des fremden Raumschiffs starben. Der Tod von letzterem sollte sich allerdings als Vorteilhaft für den weiteren Verlauf des Aufeinandertreffens herausstellen. Der erste Offizier des fremden Schiffes, sein Name ist Pontu, deaktivierte die Waffen und - nachdem auch die Titan das Feuer eingestellt hatte - die Schilde. Im Gegensatz zum Commander, der recht altmodische Ansichten über Fremde gehabt zu haben scheint, wollte Pontu unbedingt friedlich mit dem ersten Offizier der Titan, Commander Zaata, kommunizieren. Nachdem Lieutenant Sparks, der mehrere Sprachen spricht, eine Verwandtschaft der Sprache der fremden mit einer vor etwa 500 Jahren zuletzt benutzten Sprache heraushörte, begannen Gespräche innerhalb derer die Sprache des jeweils anderen soweit gelernt wurde, dass man sich einigen konnte."
Er wartete kurz, weil er den Admiral nicht unterbrechen wollte, aber anscheinend, wollte er, dass er nachfragte. "Worauf einigte man sich?"
"Man einigte sich darauf, dass man sich wieder treffen würde. Jeweils mit anderen Schiffen und offizieller Vertretern. Botschafter wenn sie so wollen. Sowohl Pontu als auch der Sprachwissenschaftler der Mogra, so heißt das Schiff der Fremden, werden anwesend sein. Die Fremden nennen sich übrigens Sukar. SIe sollen nun zuerst zur Raumbasis Ticon II und dort Commander Zaata und Lieutenent Sparks an Bord nehmen und mit Ihnen in das neue Sonnensystem fliegen, um sich dort mit den Sukar zu treffen und einen Vertrag auszuhandeln, der den Handel von Waren regeln und den Frieden zwischen uns und den Sukar garantieren soll."
"Sir, bei allem Respekt, aber ich glaube nicht, dass es nötig ist, Commander Zaata an Bord zu nehmen."
"Commander Zaata hat mehr zum Zustandekommen des Treffens, zu dem sie sich begeben sollen, beigetragen als ich bereit bin ihnen jetzt zu sagen. Details können sie aus den Berichten entnehmen, die ich ihrem ersten Offizier übertragen habe. Sie werden Commander Zaata an Bord nehmen. Das ist mein letztes Wort. Wenn sie sonst keine Fragen haben, würde ich vorschlagen, dass sie sich auf dem Weg machen und bis zur Ankunft auf Ticon II die Berichte studieren. Admiral Skrah ende."
Er hasste es, wenn man ihn so abwürgte. Da er aber nichts dagegen tun könnte drückte er nur auf den Knopf des Intercoms und wartete darauf, dass Commander Farkass sich meldete. "Commander, nehmen Sie Kurs auf die Raumbasis Ticon II." - "Jawohl, Sir."


Kapitel II - Raumbasis Ticon II

Commander Zaata stand an einem Fenster, von dem aus er das Raumdock sehen konnte. Obwohl die Phantom gerade an seinen Andockplatz flog, war er sehr nervös. Zum einen wollte er nicht, dass die Sukar ein eventuell zu spätes Eintreffen am vereinbarten Treffpunkt als Zeichen dafür deuteten, dass für die Liga der vereinten Planeten ein Frieden nicht erwünscht war. So etwas konnte zu Krieg führen und hatte auch schon zu Krieg geführt. Zum anderen liebte er es mit neuen Völkern Kontakt aufzunehmen; sie kennenzulernen. Ihr Sitten und Bräuche. Ihre Politik und ihre Religion. Im Laufe der 12 Jahre, die er inzwischen bei den Streitkräften war, hatte sich dies zu einer Art Sucht entwickelt. Er war manchmal etwas deprimiert und ungehalten gewesen, wenn sie länger nicht auf neue Völker gestoßen waren. Oder wenigstens auf Planeten, deren Atmosphäre den Bau eines Außenpostens erlaubt hatten.
Das einzige was dieser Sucht einigermaßen nah kam, war seine Vorliebe für Schokolade. Ganz besonders die, die auf dem Mars und auf Balista IV gemacht wurde. Bei jedem Biss schienen Wellen durch den Körper zu gehen, die ein Gefühl der Freude und der Ausgeglichenheit nach sich zogen. Man musste sich zusammenreißen, wenn man nicht gleich alles aufessen wollte. Und hinterher spülte man das ganze am besten mit Milch von Terra hinunter. Das schmeckte zwar nicht ganz so gut, wie die Schokolade an sich, aber es war immerhin noch etwa so, als würde man Kakao trinken.
"Commander?" durch dieses plötzliche Herausreißen aus seinen Gedanken war er kurz irritiert, drehte sich dann aber doch um.
"Ja, Lieutenant Sparks?"
"Sollten wir nicht langsam zum Büro von Admiral Nestaja gehen, um uns dort mit Captain Orr t'al zu treffen?"
Nachdem was er über Captain Orr t'al gehört hatte, wußte er nicht, ob er wirklich der Richtige für das war, was vor Ihnen lag. Er wußte nicht, ob er mit diesem Mann mitfliegen wollte. Captain Orr t'al war bei seinen ersten Begegnungen mit neuen Völkern für seinen Geschmack gefährlich vorgegangen. Er hatte einige Aufzeichnungen von diesen Begegnungen gehört und es war ihm hier und da so vorgekommen als wenn der Captain ein Ultimatum stellen würde.
"Na gut. Gehen wir."

Admiral Nestaja hasste es, wenn Admiral Skrah seine Raumbasis benutzte wie es ihm gefiel. Leider war Skrah der dienstältere Admiral und Befehlshaber der Flotte, was Skrah zum Ranghöheren Admiral machte. Meist sagte er ihm auch nicht worum es ging; es hieß dann nur dieses Schiff würde kommen oder jene Person würde Kontakt mit ihm aufnehmen. Ein Captain, ein Commander, sogar ein Lieutenant oder ein dahergelaufener Schmuggler hatte mehr Informationen als ein Admiral. Das missfiel ihm; das missfiel ihm sehr. Er hasste Skrah schon seit der Akademie. Aber es war nun mal wie es war. Dagegen konnte er momentan nichts tun.
In diesem Moment betraten Commander Zaata und Lietenant Sparks sein Büro.
"Admiral."
"Commander. Lietenant. Setzen sie sich." Er zündete sich eine Zigarre an und sprach dann weiter: "Wollen sie mir jetzt vielleicht sagen, weswegen Captain Orr t'al sie hier von meiner Station abholt?"
"Sir, das ist mir nicht möglich." Ich habe Befehl von Admiral Skrah persönlich mit niemandem außer Captain Orr t'al darüber zu sprechen."
"Natürlich. Wie sollte es auch anders sein."
Die Tür ging auf und Captain Orr t'al und Commander Farkass kamen herein. Commander Zaata und der Lieutenant sprangen von ihren Sitzen auf.
"Bleiben sie beide ruhig sitzen. Admiral. Es ist mir eine Ehre sie wieder zu sehen."
"Mir ebenso. Allerdings gefällt mir nicht, dass ich nicht weiß, warum sie und Commander Zaata hier sind."
"Sie wissen es nicht? Nun, das ist ganz einfach. Wir sollen..."
"Sir, darf ich Sie daran erinnern, dass Admiral Skrah ihnen befohlen hat, nur mit mir über die Angelegenheit zu sprechen."
"Commander....." er machte eine kurze Pause. "Muss ich SIE daran erinnern, wer hier den höheren Dienstgrad hat? Oder dass der Admiral hier einen höheren Dienstgrad hat, als wir beide?"
"Nein Sir, aber Admiral Skrah..."
"Admiral Skrah ist nicht hier." Hierauf wusste der Commander nichts zu antworten. "Es gibt keinen Grund Admiral Nestaja nicht zu sagen, was unser Auftrag ist."
Die 4 setzten sich hin und der Captain erzählte dem Admiral, was der Titan passiert war. Als er fertig war, sagte Nestaja: "Das ist eine sehr wichtige Mission, die Ihnen Admiral Skrah anvertraut hat. Ich hoffe sie werden erfolgreich sein."
"Das hoffe ich auch, Sir."
"Da ihr Zeitplan ohnehin schon recht eng ist, möchte ich sie nicht weiter aufhalten, Captain. Viel Glück."
"Vielen Dank, Sir"


Kapitel III - Das Treffen mit den Sukar

Commander Farkass saß mit Lieutenant Sparks in einem Besprechungszimmer. Für den Fall das Sparks irgendetwas passierte, wollte Farkass alles wissen, was nötig war, um mit den Sukar zu sprechen.Nachdem Farkass eine kleine Pause vorgeschlagen hatte, fragte Sparks ihn: "Wie lange sind Sie schon auf der Phantom?"
"Seit 8 Jahren. Als ich auf die Phantom kam, war Admiral Nestaja noch Captain. Captain Orr t'al war Commander und ich hatte den Rang eines Lieutenenats."
"Und seit wann sind sie Commander?"
"Seit Nestaja Admiral ist. Seine erste Handlung als Admiral war es, Orr t'al zum Captain zu befördern, welcher mich ebenfalls umgehend zum Commander machte. Das ist jetzt etwa 5 Jahre her."
"Möchten Sie denn nicht langsam selber ein Kommando über ein Schiff übernehmen? Zum Captain befördert werden?"
"Ich war 15 Jahre Lieutenant bevor ich Commander wurde. Ich habe es nicht eilig. Und jetzt.......lassen sie uns weiterarbeiten."

Commander Zaata befand sich auf dem Holodeck, einer neuen Erfindung, die es bisher nur auf der Phantom gab. Es war dafür gedacht, der Crew körperlichen und geistigen Ausgleich zum Dienst zu verschaffen. Das Holodeck war in der Lage aus Energie Materie zu machen. Wenn man einen Spaziergang auf der Erde machen wollte, konnte man sich hier beispielsweise die Stadt San Francisco generieren. Wollte man in einem Nachtclub sizten und Jazz Musik hören, erschuf das Holodeck den Nachtclub, die Gäste, die Band. Der Commander wanderte gerade durch ein Naturgebiet. Zu seiner linken floss ein Fluss während rechts von ihm ein Wald lag. In dem Fluss schwammen Fische deren Art er nicht erkannte; er hatte dem Computer gesagt, er solle ihn überraschen. Scheinbar hatte er eine Welt kreirt, die der Coammander nicht kannte. Am Rande des Waldes sah er kleine Tiere, die ihn an Nagetiere erinnerten, wie es sie auf Terra gab. Der Himmel über ihm war ultramarinblau. Er sah 2 Monde vor sich am Horizont. Hinter ihn ragte ein anderer riesiger Planet auf. An dieser Stelle öffnete sich plötzlich eine Tür. Die perfekte Illusion einer fremden Welt wurde auseinander gerissen, um eine Person auf´s Holodeck zu lassen. Es war Captain Orr t'al. "Wie ich sehe, spazieren sie etwas auf Fata Minor. Eine gute Wahl."
"Ich muss gestehen, dass ich dem Computer die Wahl überlassen habe. Aber ich finde auch, dass dies eine sehr schöne Welt ist. Was für ein Planet ist das dort"
Der Captain grinste: "Fata Major natürlich." Sie gingen ein Stück zusammen. "Ich bin früher einige Male mit meiner Frau auf Fata Minor spazieren gewesen."
"Sie sind verheiratet?"
"Ich war es. Vor etwa 12 Jahren ist meine Frau an der Thelosianischen Grippe gestorben. Sie war Ärztin und hatte sich die Grippe von einen der Patienten eingefangen."
"Oh entschuldigen Sie, das tut mir leid."
"Sie brauchen sich nicht entschuldigen. Sie konnten es ja nicht wissen......... Sie sollten sich eine Frau suchen und Kinder zeugen. Ich bin dafür zu alt geworden, aber sie sollten mehr sein als einfach nur Offizier."
"Ich habe da noch nie drüber nachgedacht. Wissen Sie......es war für mich immer das Größte neue Welten zu entdecken. Neue Völker kennen zu lernen....."
"Für mich ist Schokolade das Größte. Welten entdecken kommt erst danach."
"Dann sind sie das Gegenteil von mir........Waren sie mit ihrer Frau auch auf Fata Major spazieren." Der Captain lachte lauthals los und musste sich sogar den Bauch halten vor Schmerzen, während der Commander verwirrt guckte. "Habe ich etwas komisches gesagt?" Der Captain wischte sich Tränen aus den Augenwinkeln und sagte: "In gewisser Weise haben Sie das. Fata Major ist von der Athmosphäre vergleichbar mit dem Mars. Oder dem Jupiter. Kein Mensch könnte dort einen Spaziergang machen. Geschweige denn überleben."
Eine Stimme - scheinbar aus dem Nichts kommend - sagte: "Captain, wir nähern uns dem vereinbarten Treffpunkt."
"Verstanden. Commander Zaata und ich sind gleich da." er drehte sich zum Commander um. "Wenn sie das nächste mal hierherkommen, sollten sie auf Eridian VII spazieren gehen. Am besten Kurz vor Sonnenuntergang. Eridian VII hat 3 davon, die alle fast gleichzeitig untergehen."

Auf dem Bildschirm kam das Schiff der Sukar in Sicht.
Commander Farkass stand auf der Brücke und dachte über Lieutenant Sparks nach. Nach seiner Akte war seine Mutter kurz nach seiner Geburt gestorben. Sein Vater schlug ihn bis er 15 war und hätte es wohl auch noch länger getan, wenn er nicht gestorben wäre. Er kam zu einer Pflegefamilie und wurde dort zum ersten Mal richtig umsorgt. Der Pflegevater war ein Sprachwissenschaftler, was Sparks schnell begeistert hatte. Er lernte erst die am häufigsten gebrauchten Sprachen der Liga der vereinten Planeten. Dann nahm er sich einige Sprachen der Randwelten vor und gab sich schließlich den alten Sprachen hin, die niemand - außer dem einen oder anderen Wissenschaftler - mehr Sprach. Dank diesen Fähigkeiten kam er vor 6 Jahren zur Sternenflotte, wo man auch noch eine einigermaßen ausgeprägte Begabung für Elektronik feststellte. Diese Fähigkeiten verhalfen ihm relativ schnell zu seinem derzeitigen Rang. Commander Zaata konnte von Glück sagen, dass er bei dem Aufeinandertreffen mit den Sukar dabei gewesen war.
Der Captain betrat die Brücke. "Haben Sie den Sukar das Begrüßungssignal gesendet?"
"Ich wollte warten bis Sie auf der Brücke sind, Sir."
"Mhh, nun gut. Ich bin jetzt da; legen Sie los."
"Ay Sir. Fähnrich, begrüßen wir doch die Sukar." Der angesprochene Fähnrich drückte ein paar Knöpfe, woraufhin kurz danach ein Signal auf seiner Konsole erschien. "Die Sukar bitten um Sichtkontakt, Sir."
"Auf den Schirm." Auf dem großen Bildschirm, der den vorderen Teil der Gruppe ausfüllte, erschien ein Sukar. Commander Zaata flüsterte Captain Orr t'al zu, dass es Pontu wäre. "Ich grüße Sie Commander Pontu" Lieutenant Sparks übersetzte. Der Sukar gab Laute von sich, deren Bedeutung der Captain nicht mal annähernd deuten konnte. "Der Commander erwidert Ihre Begrüßung und bittet nochmal um Entschuldigung dafür, dass der vorige Commander das Feuer eröffnet hat."
"Sie brauchen sich nicht entschuldigen. Es war nicht ihre Schuld. Sollte es aber zu Ihren Bräuchen gehören, sich für das Verhalten von Vorgängern unter allen Umständen zu entschuldigen, nehme ich sie natürlich hiermit an."
"Captain, ich denke es ist an der Zeit, dass wir uns zusammen setzen, um über eine gemeinsame Zukunft meines Volkes mit dem Ihren zu besprechen."
"Natürlich. Wo sollen diese Gespräche stattfinden?"
"Auf Ihrem Schiff, wenn Sie nichts dagegen haben." Der Captain beugte sich zu seinem Commander und zu Lieutenant Sparks: "Hat einer von Ihnen das Gefühl, dass eine Art Anschlag oder ähnliches auf uns ausgeübt werden soll?"
"Wenn Sie wissen wollen, ob der Commander der Mogra eine Bombe mit rüberbringen wird, um die Phantom zu zerstören, dann kann ich Ihnen nur sagen, dass er mir nicht den Eindruck macht, dass er auf so etwas aus wäre."
"Ich kann mich dieser Meinung nur anschließen, Sir. Schon bei unserer ersten Begegnung wirkte er sehr vernünftig. Ich sehe keinen Grund warum er erst jetzt eines unserer Schiffe zerstören sollte, wenn er bereits die Chance gehabt hat."
"Na gut. Danke." Er wandte sich wieder an Commander Pontu. "Ich bin einverstanden, Commander. Sie können mit einem Shuttle rüber kommen."
"Gut. Ich werde dann mit meinem ersten Offizier und meinem Sicherheitsoffizier rüberkommen."

Das Shuttle dockte an die Luftschleuse an und die Luke des Shuttles öffneten sich. "Herzlich Willkommen auf der Phantom, Commander. Das ist mein erster Offizier Commander Farkass. Commander Zaata und Lieutenant Sparks."
"Vielen Dank, dass Sie uns so Willkommen heißen, Captain. Dies ist mein erster Offizier Dixun und mein Sicherheitsoffizier Selpha." Hände wurden geschüttelt und man gab sich zum Besprechungsraum neben der Brücke.
Captain Orr t'al und Commander Pontu saßen an den beiden Enden. Jeweils zu ihrer rechten ihr erster Offizier. Auf der anderen Seite Commander Zaata und Selpha. Quasi in der Mitte saß Lieutenant Sparks wie ein Vermittler.
"Captain, darf ich Ihnen ein paar Fragen stellen?"
"Natürlich, Commander. Dafür sind wir hier."
"Die Liga der vereinten Planeten ist nach allem, was mir Commander Zaata erzählt hat ein Verband vieler Planeten. Mehrere hundert Völker würden ihr angehören. Die Zahl der Humanoiden, die ihr angehörigen kann nur auf mehrere Billiarden geschätzt werden. Ist das richtig?"
"Ja, diese Zahlen dürften in etwa stimmen."
"Und ihre Technologie ist doch sicherlich weit genug, um auf einem unwirtlichen Planeten wieder Pflanzen und Nahrung wachsen zu lassen?"
"Das kommt auf die genaue Beschaffenheit des Planeten an, aber im Prinzip: Ja. Commander, gibt es auf Ihrem Planeten Probleme mit dem Anbau von Nahrung?"
Commander Pontu sah einen Moment zu Lieutenant Sparks. "Wenn wir der Liga der vereinten Welten beitreten, werden Sie uns dann helfen?"
Der Captain sah ebenfalls zu Lieutenant Sparks und fragte sich, warum Pontu ihn angesehen hatte. "Ja natürlich. Die Planeten bzw. die Völker, die der Liga der vereinten Planeten angehören, helfen sich gegenseitig, wo es nötig ist." Pontu sah wieder zum Lieutenant.
"Commander, würden Sie mir freundlicherweise die Lage, in der sich die Sakur befinden erklären? Und ich wüßte gerne warum Sie nun zum zweiten Mal den Lieutenant ansehen?" Commander Zaata zuckte leicht zusammen, als er die Frage hörte. Er hoffte, der Captain würde nichts taktloses tun.
"Captain, wir waren nicht ganz ehrlich zu Ihnen."
"Der Captain lehnte sich in seinem Sitz zurück. "Ich höre."
"Vor etwa 400 Jahren begann auf unserem Planeten ein Bürgerkrieg, welcher erst vor 167 Jahren endete. Unser Planet wurde von einigen Nuklearbomben schwer in Mitleidenschaft gezogen. Von denen, die den Bürgerkrieg überlebten, starben viele, weil auf großen Flächen des Planeten nichts mehr angebaut werden konnte. Die Wissenschaftler und Ingenieure schafften es fünf Raumschiffe zu bauen. Wir starteten in der Hoffnung andere Völker zu finden, die uns helfen können. Jedes Schiff in eine andere Richtung. Nach 2 Wochen bekamen wir einen Notruf eines unserer Schiffe. Es wurde angegriffen. Sie können sich sicher denken, wie man sich fühlt, wenn eines von nur 5 Schiffen in Gefahr ist. Wir änderten unseren Kurs, flogen mit Höchstgeschwindigkeit zu den Koordinaten des Notrufs und fanden dort Trümmer von 2 unserer Schiffe, ein weiteres, war schwer beschädigt und eines der Angreifer war ebenfalls schwer beschädigt. Der Commander teilte uns mit, dass sie die Angreifer gerade so hattenb besiegen können. Auf dem fremden Schiff hatten sie Hinweise darauf gefunden, dass von dem Feind aufgrund einer Seuche auf deren Heimatplaneten nur genug überlebt hatten, um 2 Schiffe zu bemannen. Eines flog also vielleicht noch irgendwo rum. Unser letztes Schiff traf einige Tage später bei uns ein und wurde von dem letzten Schiff des Feindes verfolgt. Wir gingen zum Angriff über und konnten nur aufgrund des taktischen Geschicks des Captains überleben. Unsere anderen beiden Schiffe wurden zerstört. Ebenso das Schiff der Fremden.
Wir flogen mit mittelschweren Schäden zurück zu unserem Planeten. Was wir vorfanden war nichts als Tod. Wer nicht verhungert oder an einer Krankheit gestorben war, war scheinbar von den Fremden getötet worden. Sie waren auf unseren Planeten gekommen, während wir unterwegs waren und hatten jeden getötet, der noch am Leben gewesen war. Wir beschlossen auf dem Planeten zu bleiben und ihn nie wieder zu verlassen."
"Vor etwa 4 Wochen" sprang Lietenant Sparks ein "war ich für wenige Tage von der Titan mit einem Shuttle gestartet. Durch eine Fehlfunktion wurde es notwendig, auf dem Planeten der Sukar zu landen. Dieser ist nicht etwa in dem neuen Sonnensystem, wo wir sie fanden, sondern im Alpha Quadranten. Der Planet ist uns bekannt als Gastro III. Ich war überrascht auf dem Planeten Leben zu finden. Nachdem ich den Sukar lange zugehört und mich noch länger mit ihnen unterhalten hatte, arbeiteten wir einen Plan aus, mit dessen Hilfe sie sich selbst davon überzeugen konnten, dass wir ihnen auch wirklich helfen würden. Ich sagte ihnen, dass sie auf Ihr Wort, Captain, zählen könnten und sagte ihnen, wo sie mit ihrem Raumschiff warten sollten."
"Der Commander" übernahm Pontu wieder "änderte seine Meinung als er die Titan sah. Er hielt sie für eine Bedrohung. Ich versuchte auf ihn einzureden, doch er wollte nicht hören. Unser Volk nimmt Hierarchie sehr ernst. Als er dann während des Gefechts starb, übernahm ich das Kommando und ließ das Feuer einstellen. Ich wollte nicht, dass unser Volk ausstirbt."
Der Captain hatte sich alles angehört und überlegte. "Was halten Sie davon, wenn Sie uns zu unserem Hauptquartier auf Terra folgen und dort der Liga der vereinten Planeten beitreten, damit wir Ihnen so schnell wie möglich helfen können."
Der Commander wirkte erleichtert. Er lächelte und sagte: "Ich glaube, dass ist der Anfang einer wunderbaren Zukunft."
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