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Do as Infinity - Live in Japan
So, um auch mal meinen Beitrag hier zu leisten...
Ich möchte euch mal etwas "exotisches" vorstellen. Daher werde ich vor der Platte noch die Band etwas genauer vorstellen. Do as Infinity ist eine japanische Rockband. Von Stil und Auftreten (abgesehen von der Musik) würde ich sagen, sofern man Japan und Europa überhaupt vergleichen kann in dieser Beziehung, ähneln sie Bands wie Juli, Wir sind Helden oder Silbermond. (So die Mischung dadraus )Ich weiß nicht ob ich da so richtig liege aber in Deutschland kann man von der Art wie Bands sich kleiden meist schon einen ziemlich konkreten Rückschluss auf die Art Musik die die Band macht ziehen. In Japan ist das alles nicht ganz so eindeutig. Die einzelnen Mitglieder haben jedoch alle ihre spezielle Art. Eigentlich besteht DaI aus drei Leuten. Ein Gitarrist, Ryo Owatari, eine Sängerin, Tomiko Van und ein Songwriter, der selten auch mal zur Gitarre greift, Nagao Dai. Dazu kommen ein Schlagzeuger, ein Bassist, Keyboarder, ein weiterer Gitarrist und eine Backgroundsängerin. Der Gitarrist und der Bassist wirken in meinen Augen wie Karikaturen auf den durchschnittlichen Japaner. Der Gitarrist trägt immer auf 3/4 gekrempelte Jeans, am liebsten mit Flicken an den Knien und ein Paar soo schreckliche Plateauschuhe, das habt ihr noch nicht gesehen... zudem hat er ein nahezu erschreckend dümmliches Grinsen mitsamt dauerhaft hochgezogener Augenbrauen hinter seiner modischen Sonnenbrille. Der Bassist träght gerne zerrissene Jeans, ein enges Oldschool-tshirt und lange haare zu einer Art Feuerform gestylt. damit personifizieren die beiden diese aktuelle typisch japanische Modeform, alles bis ins extrem zu übersteigern (ich muss jetzt gleube ich nicht auf japanische Modeerscheinungen wie Gothic Lolita oder Cosplay verweisen, wenn euch das weiter interessiert, schreibt mir ne PM oder Mail, dann schreib ich dazu woanders nochmal was). Schlagzeuger, Keyboarder und BG-Sängerin sind da normaler, sie haben, zusammen mit Sängerin und Leadgitarrist den, auch in Europa verbreiteten Neu und second-hand misch-stil. Also bunt zusammengewürfelte Klamotten von Jeans und TShirt/Kapu bis zu Hippiekleid unter Jeansjacke reichen. Zum Abschluss der bandbeschreibung noch ein link: englische Homepage So, kommen wir also zum corpus delicti: wie der Name schon sagt ist es ein Livealbum. Ich hab das Ding original aus Japan, hat knapp 50 Euro gekostet und die erste Überraschung gabs kurz nach dem auspacken: Die Japaner lesen nicht nur von hinten nach vorne, die machen auch ihre CD-Hüllen andersrum auf Ich komm mit dem Ding bis heute noch nich ganz klar...Das erste was mir entgegen kam war ein kleines booklet mit Tourfotos und lyrics, ein extra Zettel wo nochmal die lyrics draufstanden und zwei Werbezettelchen, natürlich alles in japanischer Schrift gehalten und damit auch für den japaninteressierten Durchschnittseuropäer wie mich nicht entzifferbar. Da lagen nur zwei goldfarbene CD's in der Hülle, also ein Doppelalbum - schön das lesen der Beschriftung ist ähnlich einem Hologramm es ist nämlich Gold auf Gold geschrieben. Also ab in die Stereoanlage. insgesamt sind 8 von 31 Titeln gesprochene Sachen zwischen den Tracks, etwas viel wie ich finde zumal die skits manchmal sehr lang sind, dafür ist aber das komplette Konzert in annähernd ungeschnittener Reihe drauf. Grundsätzlich macht die Band normalen Rock. Zwei Gitarren, ein Bass, Schlagzeug und Vocals. Das keyboard unterstützt mal mit dem guten Orgelsound mal mit elektronischeren Klängen. Es ist aber in sich gut abgestimmt, kein Instrument erhält zu sehr die Oberhand und keins verschwindet zu sehr im Hintergrund. Trotzdem es eine Liveaufnahme ist weichen die Stücke nicht sehr stark von den Studio-Originalen ab. Das einzige was freier interpretiert ist sind die Solos, aber hier ergeben sich ja eh immer Unterschiede. Fazit: könnte man hier deutlich mehr improvisieren. Die Auswahl der Songs ist gut, hauptsächlich aus dem neuen Album aber, wie bei jeder Tour auch die bekannten Hits (ok, hierzulande kennt die natürlich keiner aber wenn man ein, zwei Konzerte aus dem Internet gesehen hat und sich die Singleauswahl angesehen hat weiß man ungefähr welche Stüpcke am bekanntesten/beliebtesten sind). Die Mischung zwischen schnellen, teilweise auch etwas (ganz bisschen etwas) härteren Sachen und einigen balladen ist meiner Meinung nach gut gewählt. mein Fazit: Wer auf handgemachten relativ soften Rock mit einer schönen Altstimme für die Vocals steht und gerne mal die Produkte fremder Länder kennenlernen will sollte sich das Album anhören. Hinzuzufügen ist natürlich, dass der hohe Preis durch den Import aus Japan nicht gerade zum Bekanntheitsgrad hier beiträgt. Mit ein wenig Glück findet man aber bei ebay eine Version aus Hong Kong oder Singapur. ACHTUNG! Bitte nicht gleich an Raubkopien denken, die Unterschiede sind wie US- zu EU-version.
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Wir sind wie das Meer, wie die schaeumende Gischt Die den Sand ueberspuelt und die Spuren verwischt Wir sind wie der Sturm, wie die Schreie im Wind Wie das Herz eines Narren, der zu tanzen beginnt Tanzwut - Meer |
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