Ein Fall für die Familienbetreuung


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Alt 20.10.2005, 15:24   #1 (permalink)
Ein Fall für die Familienbetreuung

Weit verbreitet ist der Gedanke von der Anonymität der Grossstadt. Du kannst frei und unbekümmert auf der Straße langlaufen, Dich kennt ja eh niemand. Mag auch oftmals so sein, aber nach einiger Zeit bekommt man Einblicke unter die Kruste der städtischen Alltagsmassenabfertigung. Man erkennt Menschen wieder und beginnt unweigerlich ein profanes, aber nicht zu unterdrückendes Interesse an dem Leben von eigentlich unbekannten Vorbeiläufern zu entwickeln. Sinnbild und Prototyp dieser mentalen Verdörflichung im urbanen Raum ist für mich eine recht exponierte Kleinfamilie. Sie steigen desöfteren in die selbe Bahn und sitzen dann meist auch noch in unmittelbarer Nähe. In letzter Zeit sind unsere Begegnungen sogar ziemlich hochfrequentiert. Sie, Typ Talkshowtouristin (Themen: "Du bist mir mit meiner besten Freundin fremgegangen, Du Arsch!" oder "Wat' soll ich denn arbeiten gehen?"), Mitte 20, im Auftreten hochgradig asozial und mir unbekannt benamt. Wahrscheinlich aber heisst sie Sandy oder Becky und wäre bei anderem Elternhaus sicher Friseuse geworden. So aber kinderwagenschiebende Mutter. Er, Türke, hört eigentlich auf den Namen Yusuf, wird aber von seiner liebreizenden Frau stets mit "Jupp" angesprochen - besser gesagt angeranzt (Gibt es etwas schlimmeres als einen Jusuf Jupp zu nennen?). Komplettiert wird das junge Glück durch Verena (oder besser: "Wöreeena!"). Ca. 4 Jahre, sehr lebhaft und wahrscheinlich jetzt schon gestört. Zusammen treten sie im Alltagstheater auf der Straßenbahnbühne als das 3-Gestirn der Sozialunfälle auf. Das bestätigt auch die leere Flasche Billig-Kölsch im Transportnetz des Kinderwagens, gleich neben der Babypuppe. Wieso ein so lebendiges, sprechendes, durch die Bahn tobendes Kind überhaupt noch in der Postnatalrikkscha durch die Stadt gestrolcht wird, frage ich mich an dieser Stelle besser mal gar nicht erst. Typisch ist jedenfalls die ständig gleich bleibende Kommunikation innerhalb der Familie. Klein Verena blökt verzweifelt apatisch und nervend zugleich irgendwelche Supermarkt-Kassen-Quengel-Ware-Mama-ich-will-das-jetzt-Faxen durch die Bahn, Papa Jusuf hält schön die Fresse und das Muttertier bekommt die Krise. "Wöreena jetz' isset äve baal joot! Setz' Dich op dinge Aasch! Un' Jupp nu sach doch uch ens jet!". Jupp sagt nix, er hat sich mit seiner Situation abgefunden. Wahrscheinlich hat er seine Frau an Karneval kennengelernt und Verena als verbindliches Andenken dazu bekommen. Meinen Glückwunsch! Wenn er dann doch mal etwas von sich gibt dann vielleicht ein "Komm, wir spielen hoppe hoppe Reiter", was aber selbst bei ihm noch eher wie ein "Halt die Fresse, sonst schlag ich sie Dir ein!" klingt. Generell ist dem Kölner Dialekt ja eh keine Spur von Freundlichkeit oder Warmherzigkeit abzuphantasieren. Es hört sich einfach dreckig und im Ursprung der Gosse zugehörig an. Wie sonst sollte diese Familie sich wohl unterhalten? Wenn meine Überzeugungen nicht dahingehend klar formuliert für ein Kinderrecht für jedermann wären, würde ich sicher sagen "Sowas gehört verboten!". Aber ein Familienbetreuungsprogramm wäre hier sicher nicht verkehrt. Naja, es gibt eben nichts was es nicht gibt und wenn ich in ein paar Jahren vielleicht die zweifelhafte Ehre habe, an einer Schule für Erziehungsschwierige anzufangen, ist Wöreena vielleicht schon da. Jupp und seine Alte sehe ich dann alle halbe Jahre beim Elternsprechtag. Wenn sie denn kommen.
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Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2005, 15:38   #2 (permalink)
AW: Ein Fall für die Familienbetreuung

Sehr gut geschrieben, auch wenn ich mir mit den kölner Dialekt ein bisschen schwer getan habe.


Vielleicht hab ich da irgendwas nicht verstanden- wenn das so sein sollte sag ich schonmal: Sorry!!!, aber was ist an dieser Familie oder dieser Situation (je nachdem was du meinst) so schlimm?

Ich meine... ich bin schlimmeres gewohnt, deswegen kommt mir das vielleicht sehr harmlos vor... oder ich habs echt nicht verstanden.


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Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel, attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen. Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand, Martini in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend: "Wow, was für eine Fahrt!"
Mahr ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2005, 15:50   #3 (permalink)
AW: Ein Fall für die Familienbetreuung

Also ich finde Rumsaufen tagsüber im Beisein des Kindes und ständiges gegenseitiges, lautes anpflaumen schon schlimm. Vor allem wenn man dem Verhalten des Kindes schon entnehmen kann, das aus ihm vermutlich auch nichts "besseres" werden kann.
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Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2005, 17:07   #4 (permalink)
AW: Ein Fall für die Familienbetreuung

Da ist das Traumpaar das ich letzten hinter mir in der Schlange vom Saturn hatte noch krasser... das Kind hat wohl -angeblich- nach dem Freund (Vater?! Wohl kaum.) der Mutter geschlagen. Das Kind war vll 4-5 Jahre alt.
Die Mutter und der Typ unterhalten sich dann was...
Tolle Standpunkte kommen zum vorschein: Die Mutter meint "Er hört ja so nicht wenn man nett mit ihm redet, da muss man ihm schon grausames androhen wie "Sonst hack ich dir die Finger ab!" .... ähm, ja... innerlich hatte ich da schon irgendwie nen Klos im hals.
Wurd noch besser: Der Freund fängt an "Der muss mal richtig eine zurückkriegen,das muss richtig weh tun damit er sich das endlich mal merkt!"
Nun war ich schon geladen. Geht nich schlimmer? Oh ja !
Kaum bin ich an der Kasse vorbei und hol mir ne Tüte hör ich plötzlich lautes geschrei. Kindergeschrei. Dreh mich um und der kleine weint und reibt seine Wange. Die beiden "reifen" (haha) "Erzieher" des Kindes machen nix. Reden irgendwas das ich nich verstehe. Mama nimmt den kleinen auf den Arm und die beiden gehen weg.
Und irgendwie stand ich kurz vorm explodieren.
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-JD- ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2005, 00:13   #5 (permalink)
AW: Ein Fall für die Familienbetreuung

hey spree...
ich hab deine story sehr interessiert gelesen und stimme dem völlig überein das sowas einfach nur scheisse ist...
es scheint ner menge eltern kein stück weit bewusst zu sein was sie durch ihr verhalten auslösen (ob früher oder später)...
ein kind wird sicher nicht als arschloch geboren dass vor hat seine ganze kindheit über das ungezogene blag zu spielen...es reagiert nur auf das was es bekommt...
man selbst steht in solchen situtionen daneben und hat keine handlungsmacht...selbst wenn man erzieher oder pädagoge in ner schwererziehbarenschule/heim (haha übrigens...den typ der sich den namen ausgedacht hat möchte ich mal kennenlernen...wie wärs lieber mit scheisseerzogenwurdenenschule?) ist kämpft man zumeist wohl nur noch gegen windmühlen...
wie jahre langes piesacken, angreifen, beschuldigen und deren folgen wieder wettmachen??? wie jemandem klar machen dass schlagen keine lösung ist wenn er doch selbst nichts anderes kennt??
und dann leute wie der vater der die fresse hält und sie nur aufreisst wenns garnicht mehr anders geht (also für ihn...)....sicher...es gibt härtere fälle...geschichten von prügelein bis zu bewusstlosigkeit etc. und so weiter aber ich finde dass ignorieren auch eine verdammt harte sachen gegenüber einem kind ist...am besten setzt mans gleich vor den frenseh und lässt es von spongebob oder pokemon erziehen....ist auch viel angenehmer als sich mit dem kind zu beschäftigen und auseinanderzusetzen...ausserdem hälts dann wenigstens die fresse....dumm nur dass ein tvgerät keine arme zum kuscheln und streicheln hat...ich bin mir sicher auf rtl gäbs ne supi knuddelshow für schwererziehbare!
seit fast zwei monaten begegnen mir oft solche fälle...nur von hinten herum...ich kenne nur die kinder ( na manche sind schon fast so alt wie ich) die oftmals nicht tragbar für den rest der gruppe sind weil sies nicht anders können noch gelernt haben mit anderen menschen vernünftig umzugehen...die nicht verstehen können was falsch ist an dem was sie machen weil (wie mans später erfährt) der mutti die während der schwangerschft sonst was genommen hat es zu hause ja auch egal ist...
manchmal überkommt einem dann der wunsch nach einem eltern-auswahl-test....wer durchfällt wird kastriert! ....manchmal...
nun gut...das wollt ich dazu sagen...tat auch mal gut...flog mir jetzt schon ein paar wochen lang im kopf rum...
wie auch immer...
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HardRockinAmigo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2005, 07:03   #6 (permalink)
AW: Ein Fall für die Familienbetreuung

Zitat:
schwererziehbarenschule/heim (haha übrigens...den typ der sich den namen ausgedacht hat möchte ich mal kennenlernen...wie wärs lieber mit scheisseerzogenwurdenenschule?)
Das stimmt sicherlich bei vielen, aber bestimmt nicht bei allen. Ich hab vorgestern zwangsweise mal die Supernanny angesehen. Da war ne 13 jährige, die Ihre Eltern mit Arschloch, Hure, xxxxx und ähnlichen Worten beschimpft hat. Und das waren mit Sicherheit ordentliche Eltern, die für die Erziehung Ihrer Kinder tun, was sie können.

Generell muss ich Spree aber auch zustimmen. Ich seh auch immer mal wieder genervte Mütter, die ihre Kinder am Arm packen und hin- und herzerren...... Da frag ich mich, ob die noch irgendwas merken.
Und was das Rumsaufen tagsüber im Beisein des Kindes angeht, bin ich sowas von deiner Meinung. Ich würde mal sagen: Wenn man ein Kind hat sollte man das trinken auf höchstens 2-3 Wochenenden im Monat begrenzen. Und dann auch gleich nur an einem Abend und nur ein paar Bier.
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Ladida
Manni ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2005, 11:03   #7 (permalink)
AW: Ein Fall für die Familienbetreuung

Zitat:
Zitat von Manni Calavera
Das stimmt sicherlich bei vielen, aber bestimmt nicht bei allen. Ich hab vorgestern zwangsweise mal die Supernanny angesehen. Da war ne 13 jährige, die Ihre Eltern mit Arschloch, Hure, xxxxx und ähnlichen Worten beschimpft hat. Und das waren mit Sicherheit ordentliche Eltern, die für die Erziehung Ihrer Kinder tun, was sie können.
Erstaunlich das immer noch Leute mit der Supernanny ankommen.

Das ist sogesehen wie sich über Politik via BILD-Zeitung zu infomieren. Nur mal so am Rande.

@Freundchen: Tja, wenn man mal unter den Zuckerguss geschaut hat, weiß man vieles besser zu bewerten. Ich bin ebenfalls absolut der Meinung, dass solche Verhaltensauffälligkeiten immer etwas mit Erziehung zu tun haben. Egal ob zu wenig beachtet oder überbehütet. Übrigens, es ist doch gerade tatsächlich im Gespräch "verhaltenskreativ" als neuen Terminus für "schwererziehbar" einzuführen. Genauso so bekloppt. Da stehen sich manchmal Pädagogen und kindliche Härtefälle in nichts nach :mhh:
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Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2005, 14:09   #8 (permalink)
AW: Ein Fall für die Familienbetreuung

Zitat:
Zitat von Spreeward
Zusammen treten sie im Alltagstheater auf der Straßenbahnbühne als das 3-Gestirn der Sozialunfälle auf.


Tja, wenn es nicht so traurig wäre, könnte man wirklich drüber lachen...aber DAS ist leider auch ein Spiegelbild unserer Gesellschaft!

Mit deiner Idee, dass die Kleine ein Karnevals-Geschenk der Frau war, liegst du wahrscheinlich noch nicht mal so weit daneben. Mir ginge es sicherlich ähnlich wie JD, bei so was kriegste echt nen Hals, vor allem tut einem die Kleine leid. Aber wenn du diese Situation nie anders kennengelernt hast, dann wächst hier eine neue Generation hartz4-empfangswilliger Menschen heran. Die Zukunft des Mädchens ist schon vorprogrammiert...
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Slash ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2005, 14:15   #9 (permalink)
AW: Ein Fall für die Familienbetreuung

Zitat:
Zitat von Spreeward
Übrigens, es ist doch gerade tatsächlich im Gespräch "verhaltenskreativ" als neuen Terminus für "schwererziehbar" einzuführen. Genauso so bekloppt. Da stehen sich manchmal Pädagogen und kindliche Härtefälle in nichts nach :mhh:
wow....doof???
man stelle sich den 9 jährigen justin p. vor wie er im schwarzen rollkragenpullover, schwarzer hose, weissem seidenschal und baskenmütze auf dem kopf in denkerpose dasitzt und dann aufschreit: ICH HABS! HEUTE BESCHIMPFE ICH MEINE MAMA ALS ALTE FOTZE UND BRECH MEINEM KLEINEN BRUDER DIE BEINE! DAS HATTE ICH NOCH NICHT!
sowas find ich ätzend...bloss nicht das kind beim namen nennen....irgendein beknacktes vertuschwort ausdenken und sich wohlmöglich noch besser damit fühlen...
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HardRockinAmigo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2005, 15:46   #10 (permalink)
max
AW: Ein Fall für die Familienbetreuung

Also da geb ich Manni Calavera recht.
Ich hab auch die Supernanny damals mit der 13 jährigen angeschaut und des wahr wirklich heftig!!!! Und ich finde die Eltern konnten überhaupt nix dafür das ihre Tochter so ist.....
Des mädel hatte wirklich nen kleinen Schatten
Und die Eltern haben einen wirklich leid getan.
Na klar kann man den Eltern nicht die Schuld nicht ganz abwenden, weil immerhin haben sie des Mädel ja nich richtig erzogen und ihr auch keine Grenzen erteilt.Aber das sie so geworden ist liegt meines erachtens an unserer Gesellschaft.
Beispiel: Die Tochter beschimpft während des Abendessens ihre Familie als asoziale."Supernanny" fragt sie "weisst du eigentlich was dieses Wort bedeutet?"
Tochter: "Nein"

Ey ich mein wo hat sie des Wort wohl her.
Na klingelts...

P.s. Also ich find die Supernanny richtig schnuckelig
__________________
Bli Bla Blo :cool2:
max ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2005, 15:56   #11 (permalink)
AW: Ein Fall für die Familienbetreuung

Zitat:
Zitat von max
Also da geb ich Manni Calavera recht.
Ich hab auch die Supernanny damals mit der 13 jährigen angeschaut und des wahr wirklich heftig!!!! Und ich finde die Eltern konnten überhaupt nix dafür das ihre Tochter so ist.....
Des mädel hatte wirklich nen kleinen Schatten
Du bist also entweder ausgebildeter Psyschologe und kennst die betreffende Familie anscheinend persönlich, so lange und so gut, dass Du das so sagen kannst. Anhand ein paar Ausschnitte aus einer (entertainisierten!) Fernsehsensung so klare Diagnosen zu stellen ist wie Globalisierungsprozesse aufgrund eines Artikels über Umweltkatastrophen in einem Boulevardblatt zu verstehen. Das geht nicht.

Natürlich übernehmen Gesellschaft und Umwelt einen immensen Anteil an der Erziehung eines Kindes und "Erziehung versagt" ist sicher nicht immer ein vorwurfsvolles Prädikat, was man Eltern böse an die Stirn packt, aber es ist noch kein Zwerg als Satan geboren worden.

Ausserdem verstehe ich nicht, was eine 13jährige Rotzgöre aus dem Blinkyblinkyunterhaltungsapparat mit Wöreena zu tun hat.
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Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.10.2005, 14:12   #12 (permalink)
AW: Ein Fall für die Familienbetreuung

Zitat:
Zitat von Spreeward
Ausserdem verstehe ich nicht, was eine 13jährige Rotzgöre aus dem Blinkyblinkyunterhaltungsapparat mit Wöreena zu tun hat.
Lol, das fällt jetzt wohl in die Kategorie "Die Geister, die ich rief"...

Da kannst du mal sehen, wie sehr hier schon edukatives Denken und Verhalten durch eine ganz bestimmte TV-Serie beeinflusst ist. Hat man ein Problem mit Kindern bzw. diskutiert man über eines, wird man sofort mit der Super-nannys konfrontiert. Ich find's auch seltsam....du stehst nicht alleine da.
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Slash ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.10.2005, 14:24   #13 (permalink)
AW: Ein Fall für die Familienbetreuung

Zitat:
Zitat von Slash82
Lol, das fällt jetzt wohl in die Kategorie "Die Geister, die ich rief"...

Da kannst du mal sehen, wie sehr hier schon edukatives Denken und Verhalten durch eine ganz bestimmte TV-Serie beeinflusst ist. Hat man ein Problem mit Kindern bzw. diskutiert man über eines, wird man sofort mit der Super-nannys konfrontiert. Ich find's auch seltsam....du stehst nicht alleine da.
Die Geister, die ich rief? Entweder stehe ich gerade fest auf dem Schlauch oder mir ist diese Kategorie gänzlich unbekannt. :confused:

Jedenfalls Danke für die Unterstützung. Dachte schon ich müsste mich alleine dem Fernseher geschlagen geben
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Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.10.2005, 23:00   #14 (permalink)
AW: Ein Fall für die Familienbetreuung

Off-Topic:
"Die Geister, die ich rief"
1. Der Film: Frank Cross (Bill Murray) ist Präsident einer großen Fernseh-Station. Beherscht von einem einzigen Gedanken: der guten Quote, für die er skrupelllos alles tut.
Eines Abends bekommt Frank Besuch von seinem alten Boss Lew Hayward.
Eigentlich nichts schlimmes, wenn man mal von der Tatsache absieht, dass der schon seit Jahren tot ist.
Er verkündet Frank dass ihm drei Geister erscheinen werden, die ihm die vergangene , gegenwärtige und zukünftige Weihnacht zeigen werden und er geläutert einsieht dass er ein schlechter Mensch war der allen um sich rum nur geschadet hat...
2. Das Sprichwort: Die Geister, die ich rief ...
sagt man, wenn durch eine Handlung oder Meinungsäußerung ein Vorgang ausgelöst wird, der außer Kontrolle geraten ist und in dieser Form nicht gewollt war. (Von dem Sprichwort wußte ich bis eben auch noch nichts.
Entschuldigt bitte dieses Riesige OT. War für mich sinnloser nen neun Thread aufzumachen, als dass hier als OT zu posten.
__________________
Ladida
Manni ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 22.10.2005, 23:35   #15 (permalink)
AW: Ein Fall für die Familienbetreuung

Off-Topic:
Und nicht zu vergessen, Der Tobi und das Bo, "Ich nenne meine Eltern nurnoch die Geister sie ich rief"
__________________
Gleich reiß ich dir den Sack ab!
Mr. White ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2005, 10:59   #16 (permalink)
AW: Ein Fall für die Familienbetreuung

Zitat:
Zitat von Spreeward
Die Geister, die ich rief? Entweder stehe ich gerade fest auf dem Schlauch oder mir ist diese Kategorie gänzlich unbekannt. :confused:
Ich meinte damit die Tatsache, dass wann immer man eine pädagogische Diskussion ins Leben ruft, irgendwer die Nanny heraufbeschwört...
Die "Geister" sind in dem Sinne die Leute, die diese Thematik immer direkt mit bestimmten, eindimensionalen Themen in Verbindung bringen, eben einer schlechten Sendung auf einem fragwürdigen Privatsender...

@Manni:
Hey, also das mein Sprachgebrauch Leute zum Nachschlagen inspiriert, schmeichelt aber meiner Eitelkeit!
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Slash ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2005, 11:31   #17 (permalink)
AW: Ein Fall für die Familienbetreuung

Off-Topic:
Zitat:
@Manni:
Hey, also das mein Sprachgebrauch Leute zum Nachschlagen inspiriert, schmeichelt aber meiner Eitelkeit!
Ich dachte halt erst du meinst den Film und da wollte ich als Erklärung eine Inhaltsangabe zum Film machen. Und beim Suchen bin ich zufällig auf das Sprichwort gestoßen, dass ich bis dato gar nicht kannte.

Edit: Muss ich mir anschauen? Hab ich schon mehrmals getan und steht bei meinen anderen DVDs
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Ladida
Manni ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2005, 11:36   #18 (permalink)
AW: Ein Fall für die Familienbetreuung

Off-Topic:
Na, wenn das so ist...ach übrigens, das ist ein ausgezeichneter Film, Bill Murray at his best! Musste dir mal anschauen...
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Auge um Auge - und die ganze Welt wird blind sein. (Mahatma Gandhi)
Slash ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2005, 15:05   #19 (permalink)
AW: Ein Fall für die Familienbetreuung

Welcom back, auch wenn manche es immer noch nicht wahrhaben wollt, oder jedenfalls jahrzehntelang versucht haben es "wegzureden". Die Ständegesellschaft hat euch zurück. Zu dem Thema fällt mir dann nurnoch ein Satz meines , ansonsten eher nicht so ernst zu nehmenden Deutschlehrers ein. "Das Fernsehn bietet nurnoch Unterklassen - TV", oder der Spruch meines Erdkundelehrers, "nachdem mich heute morgen Daniel Kübelböck von der ersten Seite der DZ angrinste fühlte ich mich schwer an den Untergang des römischen Imperiums erinnert , das Völk mit Spielen begeistern und schön blöd halten damit es nichts von der Realität mitbekommt. "

Und beide haben recht. Aufgrund dieser Anregungen, die ich zwar lange schon bemerkt hatte, die ich allerdings nie so drastisch gesehen habe, habe ich dann meine Parallelen gezogen. Was kann man den schon groß erwarten von einer generation , die vor dem Fernseher groß geworden ist? Deren Eltern entweder überbeschäftigt waren und deshalb keine Zeit hatten sich um ihre Kinder zu kümmern, oder deren Eltern zu der oftmals totgeschwiegenen Unterschicht gehören welche schon von total gefrusteten Eltern großgezogen wurden und diesen Frust an ihren Kindern auslassen. Ich behaupte, ohne einen gewissen Bildungsgerad und den dementsprechenden guten Job ist es in der heutigen Gesellschaft nicht möglich Kinder zu guten Menschen zu erziehen!
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Jeder schrie „wo kämen wir denn da hin“, aber keiner ging um zu sehen wohin man käme wenn man denn ginge.
Auriane ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 24.10.2005, 12:05   #20 (permalink)
AW: Ein Fall für die Familienbetreuung

also den artikel fand ich hammermäßig und es entspricht auf jeden fall der kranken wahrheit unserer gesellschaft mir persönlich fällt das ja auch auf aber ich kenne viele die sowas gar nicht mehr wahrnehemn was ich aber eigetlich ziemlich schade finde, dass das interesse für unsere mitmenschen schon beim null punkt angekommen ist. ich persönlich denke nicht das sich solchen *familien* vor allem solchen massen noch helfen lässt, ich mien ist es nicht mittlerweile alltäglich so miteinander umzugehen???
__________________
X x X Leidenschaft ist die Wissenschafft die leiden schafft X x X:cool2:
die_alexx ist offline   Mit Zitat antworten
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