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Es ist vorbeiPartner, Liebe und Zweisamkeit Sexualität, Partnerschaft etc. |
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Es ist vorbei
Hallo Community. Ich habe mich hier sehr lange nicht mehr gemeldet, möchte euch zum Ausgleich aber nun mit dem Ende meiner (Liebes)Geschichte die Zeit vertreiben, da ich auch hier am Anfang der Beziehung hilfreiche Hinweise erhielt. Es wird ein recht langer Text werden. D.h. schaut zu Beginn, ob ihr Lust habt, den ganzen Bericht zu lesen. Hier gilt die Devise: Ganz oder gar nicht.
![]() Ich versuche mich kurz zu fassen: (Vorgeschichte)Ich war mit meiner Freundin nun mehr 1 1/2 Jahre zusammen. Wir haben derzeit unser Abitur gemacht und sie hat nun vor noch in diesem Jahr ein Jahr lang in ein anderes Land zu fliegen, um dort einen Freiwilligendienst zu absolvieren. Unsere Beziehung hatte zahlreiche Startschwierigkeiten (ewiges Hin-und Her etc.; waren einmal für 2 Wochen getrennt [alles übrigens auf ihrer zweifelnden Liebe zu mir beruhend]), allerdings lief es das Gesamte letzte Jahr ohne jegliche Probleme gut. Somit war "nur" ein halbes Jahr komplizierter. Wir hatten ansonsten eine wirklich wundervolle Zeit. Ich dachte wir hätten es überstanden, doch dann kam noch der Hammer - nach über einem Jahr für meinen Begriff perfekte Beziehung. Es passierte vor drei Wochen. Sie war einige Tage weg, um als Teamer Jugendliche in Seminaren auf ihr folgendes Austauschjahr vorzubereiten. Als sie wiederkam, bin ich eine Woche mit meinen Freunden nach Tschechien gefahren. Schon dort fiel mir auf, dass etwas nicht stimmte. Ihre SMS-Nachrichten waren nüchterner als sonst; das Telefongespräch ebenso. Es fühlte sich so an, als ob weniger Liebe auf ihrer Seite vorhanden wäre. Als ich wieder da war, kam sie Abends zu mir. Wir verbrachten eine schöne Zeit, wenngleich es sich anders anfühlte. Am nächsten Tag, als ich bei ihr war, passierte es. Auf meine Frage, was denn nun los sei (was ich schon des Öfteren an jenem Tag fragte), antwortete sie, dass sie sich im Verlaufe der Woche, in der sie weg war, in Tino (Name geändert) verliebt hätte. Dann war ich baff, obwohl ich soetwas schon vermutete. Da ich persönlich immer ein Mensch bin, der soetwas erst verarbeiten muss, habe ich lange gebraucht bis ich ihr geantwortet habe bzw. bis wir überhaupt wieder zu sprechen begangen - 20 Minuten Schweigen und Nachdenken meinerseits war die Folge. Ich war überfordet, wusste nicht was ich tun sollte. Ich fragte sie, ob sie mich denn noch liebt und sie sagt: "Ich weiß es nicht." Das machte mich fertig. Nach einiger Zeit sagte ich: "Ich stelle dir eine Aufgabe: Überlege, was Liebe für dich wirklich bedeutet. Wenn du mir nicht sagen kannst, dass du mich liebst, können wir die Beziehung nicht weiterführen." Das war schwer. Anschließend wollte ich einfach gehen, mich mit Freunden treffen und darüber reden, doch es ging nicht. Letztendlich standen wir beide in ihrem Zimmer, haben uns angeschaut und lagen im Endeffekt den Rest des Abends weinend in ihrem Bett. Das hatte ich nicht erwartet. Das war hart. Ich habe dann tatsächlich noch bei ihr übernachtet, hatte nicht die Kraft zu gehen. Am nächsten Morgen bin ich nach Hause, habe über alles nachgedacht und das Problem mit Freunden besprochen. Abends trafen wir uns nocheinmal bei mir; draußen in der frischen Luft auf einem Berg. Ich erklärte ihr, wie ich zu dieser Situation stehe und versuchte ihr klar zu machen, was Liebe für mich bedeutet und wie sehr ich sie liebe. Sie meinte bspw., dass sie mich in letzter Zeit, wenn sie weg ist, ohnehin nicht mehr so stark wie früher vermisst hätte. Ich meinte, dass das doch irrelevant ist und man die Liebe an einen Menschen nicht zwangsläufig am Grad des Vermissens ausmachen kann. Als ich in Tschechien war, vermisste ich sie auch nicht sonderlich, doch war meine Liebe zu ihr dennoch stark. Folgendes war mir noch wichtig zu klären: Ich fragte sie, ob sie sich mit Tino treffen würde, wenn er in unserer Stadt leben würde. Er wohnt nämlich zu weit weg, ist rein geografisch nicht erreichbar und geht nun auch in ein anderes Land. Sie wird ihn also nie wieder sehen bzw. nicht in nächster Zeit. Sie meinte, sie würde sich mit ihm treffen, da sie sich ja in ihn verliebt hat. Von ihrer Liebe zu mir war nichts mehr spürbar. Anschließend wollte sie mit zu mir, ich schickte sie aber nach Hause, damit sie über alles nachdenken könne. Am nächsten Abend (Sonntag), rief sie mich an und erklärte mir, dass nun Schluss sei. Das war hart, doch sagte ich, dass ich das akzeptieren muss, ich sie noch liebe und vermissen werde. Dann haben wir noch ein wenig geredet. Plötzlich sagte sie:" Du wirst es mir nicht glauben, aber ich liebe dich noch immer." Das hat mir das Genick gebrochen. Ich hatte kaum eine andere Wahl. Schließlich kam sie an diesem sehr späten Abend noch zu mir. Und siehe da: Alles war aufeinmal wie früher. Ihre Liebe war wieder da. Ich habe es selbst nicht verstanden, doch war ich wieder glücklich. Im Verlauf der nächsten Woche sollte sich dennoch eine ganz und gar andere Entwicklung herauskristallisieren. Sie wurde sehr schnell wieder so wie an jenem beschriebenen Donnerstag oder wie am Wochenede - passiv und kalt. Ich hab ihre Liebe zu mir nicht gespürt. Ich hatte Angst - schrecklich Angst um unsere Beziehung. Ebenso war mir nicht klar, wie wir das Jahr, in dem sie abwesend sein wird, meistern sollten. Innerhalb der Woche habe ich mit vielen Freunden (bzw. nur den Engsten) über mein Problem geredet. Ihre Stimmung zu mir besserte sich nicht. Ich fühlte mich irgendwie nicht mehr geliebt. Am letzten Wochenende war sie bei mir und blieb mit ihren Gefühlen kalt. Es ist schwer zu beschreiben wie sich das anfühlte oder äußerte, aber es war deutlich. Sie war, besonders wenn ich bei ihr war, immer sehr mit ihrem nächsten Jahr beschäftigt. Ich war halt irgendwie nur da. Am letzten Dienstag war ich nocheinmal bei ihr. Wir sahen uns einen Film an und waren anschließend in ihrem Zimmer. Dann haben wir geredet. Wir sind thematisch auf die Frage gekommen, wie sie sich die Zeit nach ihrem Freiwilligenjahr vorstellt. Sie beschrieb ihre Erwartungen, nur fand ich darin keine Erwähnung. Daraufhin fragte ich: "Inwiefern komme ich in deiner Zukunftsplanung vor?" Sie antwortete: "Eigentlich gar nicht." Auf meine anschließende Frage, wie wir das überhaupt mit dem Jahr regeln wollten, sagte sie, dass ich nicht auf sie warten bräuchte. Ich fragte sie, ob sie denn noch in Tino verliebt sei. "Ja, ganz doll". (Dabei wird sie ihn nie wieder sehen). Anschließend haben wir uns noch ein wenig unterhalten. Ich habe ihr alles erklärt, was ich für notwendig hielt und verabschiedete mich mit dem Satz: "Ich wünsche dir noch ein schönes Leben". Sie hat mich unendlich schwer verletzt. An jenem Abend (gegen halb 12), rief ich noch meine Freunde an und wir verbrachten noch ein paar wundervolle Stunden. Innerhalb der nächsten Tage habe ich mich immer mit jemanden getroffen und meine Lage erläutert (werde es heute auch nocheinmal tun). Eines ist mir dabei aufgefallen: Meine Freunde sind unglaublich wertvoll, haben mich in meiner Not selbstlos unterstüzt, waren und sind noch immer für mich da wenn ich sie brauche. Derzeit versuche ich also meinen Terminkalender so voll wie möglich zu stopfen, damit ich nicht an sie denken muss. Ich treffe mich sehr viel mit zahlreichen Freunden und rede mit ihnen über die Problematik. Ich denke oft nach. Ich bin am Boden zerstört, denn ich liebe sie noch immer, obwohl ich weiß, dass es so wahrscheinlich am besten ist. Noch nie habe ich einen solchen tiefgreifenden Schmerz erlitten. Ich bin enttäuscht, vermisse die guten alten Zeiten. Das Problem ist auch, dass mich hier alles an sie erinnert. In meinem Zimmer so gut wie jeder einfache Gegenstand. In meiner Stadt jeder Ort. Sie ist derzeit auf einer Vorbereitungstagung für ihr Freiwilligenjahr. Sie wird es leicht haben mich zu vergessen, vorallem weil sie mich nicht mehr liebt. Mein jetziges Problem ist, dass ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll. Es ist so schwer. Ich treffe mich oft mit Freunden, versuche mich abzulenken, aber ebenso darüber nachzudenken. Es ist grausam alleine einzuschlafen. Das Aufwachen ist eine Qual. Ich fühle mich von ihr betrogen, doch ich liebe sie noch. Als ich mir Bilder von ihr anschaute, wären mir fast die Tränen gekommen. Mitte August wird sie ihr Jahr im Ausland beginnen. Anfang August beginne ich mit meinem Zivildienst. Ich werde sie bis dahin zwar noch sehen können, weiß aber nicht, ob ich das will. Einmal werde ich noch zu ihr gehen, Dinge zurückbringen, Dinge abholen, mich bei ihren Eltern bedanken (die waren sehr lässig). Das aber nur, wenn sie nicht da ist. Tja. Und jetzt sitze ich hier und habe diesen Text verfasst. Keine Sorge: Ich habe genug Freunde, mit denen ich darüber reden kann, werde es auch noch oft genug mit anderen besprechen. Dennoch war es mir wichtig, nocheinmal zur Selbstreflexion dieses Problem zu thematisieren und durch die Anonymität im Internet eventuell noch einige außenstehende, objektive Meinungen einzuholen. Ich bin nun 20. Sie war meine erste große Liebe, wie es so schön heißt. Ich dachte es hält für immer. Ich habe sie offen und ehrlich geliebt - mit ganzem Herzen. Doch jetzt ist es vorbei - endgütlig. Das ist schwer. Das ist hart. Das zerstört mich. Doch es ist rein rational gesehen das Beste. Das weiß auch ich. Wenn nur diese Gefühle nicht mehr wären. In diesem Zusammenhang bin ich übrigens froh, dass uns das nicht während der Abiturprüfungen passiert ist, denn dann hätte ich mich niemals darauf konzentrieren können. Doch es ist grausam. Ich fühle mich einsam, verlassen. Mein Leben fühlt sich nicht mehr lebenswert an. Ich habe alles in die Beziehung gegeben - vielleicht war das mein Fehler. Zu oft sitze ich da und kann einfach nur weinen. Ich denke damit habe ich im Groben alles zusammengefasst. Für alle die sich tatsächlich alles durchgelesen haben: Vielen Dank! |
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#2 (permalink) |
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AW: Es ist vorbei
Hallo
also erstmal herzliches Beileid. Ich meine, es ist immer hart jemanden zu verlieren. Das Hin und Her am Ende bringt auch nicht mehr viel. Ich hab peinliche Sachen hinter mir. Eine Beziehung mit einer 23jährigen, ich bin 20 Jahre älter. Alles rosarot. Dann der Knick. Ich hatte zu kauen und so, aber junge Menschen gehen halt auch eher Beziehungen ein um zu suchen, um zu erfahren, um zu lernen. Dass die je nach dem nicht lange dauern ist doch klar. Ich bin überhaupt nicht sauer auf meine "Ex", weil sie sich jemand geeigneteren gesucht hat nachdem Schluss war. Das ist eben so und für mich trotz dem Schmerz, den eine Absage verursacht ok. Es war von Anfang an klar. Hey, auch andere Mütter haben schöne Töchter, sich mit 18 zu verlieben, dann zusammen sein für weitere 70 Jahre, das ist doch wohl eher die Ausnahme. Love hurts, das ist nun mal so. Genauso, wie sie unendliche Freuden bereit hält. Wenn eine Frau oder ein Mädchen halt nicht mehr will, muss man es akzeptieren. Umgekehrt hab ich ja auch einiges auf dem Kerbholz, das ist erlaubt. Das Leiden bei einer Beziehung die beendet wird, ist nicht immer nur auf der Seite dessen, der es hinnehmen muss, sondern auch auf der Seite des Verursachers, will damit sagen, der schlussmachenden Person. Wenn eine Frau mit mir nicht mehr wollte, litt sie auch. Mir ging es jeweils genauso. Denke man bezahlt das Glück und die Euphorie spätestens dann mit barer Münze, wenn es nicht mehr so gut läuft. Und trotzdem machen wir es ja immer wieder. Das ist Natur und jede Beziehung zu einer Frau hat mir immer etwas gegeben, etwas beigebracht, mich ausgefüllt. Wenn es nicht klappt ist der Preis dafür doch gering. Ich war einem anderen Menschen so nahe, wie es nur ging. Dieses entgegengebrachte Vertrauen sollte man auch zu schätzen wissen, auch wenn die Rechnung am Ende nicht aufgeht. Ich behaupte nun nicht lieber Threadersteller, dass du das anders siehst, ich möchte Dir nur vermitteln, dass Du Dich manchmal anstellen kannst wie Du willst und es trotzdem nicht klappen kann. Kopf hoch und alles Gute für die Zukunftsgestaltung. Lebe den Schmerz aus, schau weiter und werde glücklich. Ying und Yang eben. Es gibt selten was umsonst auf dieser Welt. ![]() |
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#3 (permalink) |
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AW: Es ist vorbei
Hey opferstock, ich wollte nur sagen dass das ein sehr schöner Beitrag ist. Du triffst es damit meiner Meinung nach genau ins Schwarze: Nimm das Positive aus jeder Erfahrung und entwickle dich weiter.
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life is great, you just have to look at it from the right perspective
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#6 (permalink) |
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AW: Es ist vorbei
Gestern habe ich ihre Nummer gelöscht. Das viel mir unheimlich schwer. Daran habe ich gemerkt, dass ich trotz der ganzen Geschehnisse noch Hoffnung hatte - reine Idotie. Dennoch bekomme ich sie nicht aus meinem Kopf. Ich wache auf und denke als erstes an sie.
Sie macht noch eine Abschlussfeier bevor sie ihren Freiwilligendienst beginnt. Ich bin auch dazu eingeladen, aber ich weiß nicht, ob es das richtige für mich ist. Es werden zwar alle meine Freunde dort sein und auch andere, die ihren Abschied feiern, aber wenn ich sie nocheinmal sehe, habe ich das Gefühl gar nicht von ihr los zu kommen. Es ist so schon schwer genug. Aber das werde ich noch entscheiden. Bis dahin muss erst noch ein guter Monat vergehen. |
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#7 (permalink) |
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AW: Es ist vorbei
Hey, das ist normal. Dass Du die Nummer gelöscht hast ist auch gut. Ich hab die Nummer und SMS alle ne Weile aufbewahrt, machte mir falsche Hoffnungen. Brachte nichts, ausser, dass ich immer wieder an sie dachte. Das war Selbstkasteiung. Hab dann auch alles gelöscht, bin ja kein Masochist. Finde es gut, dass Du das eher geschafft hast als ich.
Das Treffen, naja, überleg es Dir gut. Im blödesten Fall hängt sie dann dort an einem anderen. Ob Du das sehen willst? |
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#8 (permalink) |
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AW: Es ist vorbei
Das sie bei diesem Treffen jemand Anderen hat, bezweifle ich sehr stark. So hat sie sich zwar in Tino verliebt, doch ist er für sie unerreichbar, da er gerade in einem anderen Land ist. Und es geht ihr ja, wenn überhaupt, nur um ihn. Bzw. irgendwo auch wieder nicht. Das Hauptproblem ist jedenfalls die daraus resultierende fehlende Liebe zu mir. Erst seitdem sie sich in ihn verguckt hat, ist unsere Beziehung zerbrochen. Dafür brauchte sie nur die eine Woche des Seminars. Davor war es (mit Übertreibung) perfekt! Daher finde ich das Ganze vom Grundprinzip her auch so banal, weil sie sich "nur" verguckt hat. Aber gaaaaaanz langsam steigt meine Akzeptanz zu unserer endgültigen Entscheidung. Und ein Vorteil ist auch noch gegeben: Alle meine Freunde sind für mich da und unterstützen mich; haben mir bereitwillig zugehört. Was will man mehr?
Vielleicht klingt es wie Schwarzmalerei, aber ich fange fast an zu glauben, dass man sich nur noch ganz sicher auf richtige Freunde verlassen kann. Die sind immer für einen da. Liebe vergeht; richtige Freundschaft nicht. Wie siehst du das, Opferstock? (Der Rest darf sich auch angesprochen fühlen ) |
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#9 (permalink) |
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AW: Es ist vorbei
Klar erkennt man die richtigen Freunde daran, dass sie einem auch mal in Zeiten in denen es einem nicht so gut geht beistehen. Allerdings würde ich Freundschaft deswegen nicht höher bewerten als die Liebe, denn gute Freundschaften zerbrechen manchmal auch, warum auch immer. Ich denke halt Folgendes, ist aber nur meine private Meinung:
Wenn andere Menschen einem etwas vom wertvollsten schenken dass sie haben, nämlich Zeit von ihrem Leben, dann ist das immer schwer zu gewichten, egal ob es nun eine Freundschaft ist oder eine Liebesbeziehung. Es kann nämlich beides zu Ende gehen und ist einem alles andere als sicher. Genauso wenig hat man einen Anspruch darauf. Da sich Freundschaften oder Beziehungen stets weiter entwickeln und nicht statisch sind, ist die Entwicklung eben nicht so einfach vorhersehbar. Zum Glück auch nicht. Aber wenn die Entwicklung von 2 Menschen halt divergiert, dann ist dies der Beziehung selten förderlich. Es ist in dem Fall auch keine Schuldfrage, sondern eine Tatsache. Passiert in langjährigen Beziehungen und Freundschaften genauso wie in kurzfristigen. Dann hats halt irgendwie nicht gepasst, aber besser oder schlechter würd ich da nicht sagen, eher, dass eine Freundschaft anders ist als eine Liebesbeziehung. Pflegen sollte man aber beides. Und auch dann gibts keine Garantie. |
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#10 (permalink) |
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AW: Es ist vorbei
Gut. Dem kann ich grundlegend zustimmten. Doch ist dann überhaupt etwas im Leben sicher? Eigentlich nur der Tod. Aber warum auch nicht? Das ist nicht unbedingt negativ zu betrachten, denn dann bleiben immer Überraschungen für die Zukunft übrig, da man nie genau wissen kann was kommen wird. Das Leben kann auch nicht nur positiv verlaufen (abgesehen davon, dass es uns hier allen wirklich gut geht und unsere Probleme global gesehen ziemlich nichtig sind). Dann kann ich also sagen, dass die letzten 1 1/2 Jahre mitunter die schönsten meines Lebens waren, denn ich war glücklich. Einfach nur glücklich. Was jetzt kommt ist nichts anderes als ein weiterer Abschnitt. Ob es in Zukunft besser oder schlechter ist, bleibt noch ungewiss. Doch eigentlich habe ich keinen Grund mich zu beklagen. Das Leben ist immer das, was man draus macht. Das diese seelischen Schmerzen (so will ich's mal nennen) nicht innerhalb von einer Woche vergehen, ist auch klar. Doch wünsche ich mir, dass ich eines Tages mit einem Lächeln im Gesicht an die Zeit mit ihr zurückdenken kann, denn auch sie hat mir sehr viel gegeben. Mein Problem ist nur zur Zeit, dass ich das Gefühl habe, nie wieder einen Menschen auf diese Art und Weise zu finden. Es wirkt für mich so irreal, gerade weil ich ein Mensch bin, der nicht so schnell mit jemanden zusammenkommt. Immerhin war sie meine erste Freundin und ich bin bereits 20.
Ebenso fällt mir auf, dass ich nun viel mehr Zeit habe als sonst. Gerade, weil ich noch bis zum Ende des Monats frei habe, wird dies deutlich. Diese zusätzliche Zeit zu füllen, fällt mir teilweise schwer, doch hatte ich seit Dienstag Abend jeden Tag und Abend viel mit meinen Freunden zu tun. Allerdings glaube ich, dass ich mich übernommen habe. Jetzt bin ich nämlich krank. xD Vielen Dank nocheinmal, Opferstock! |
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#11 (permalink) |
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AW: Es ist vorbei
Gute Besserung!
Ach ja, noch was: Denke an sie zurück, als einen lieben Menschen, der es mit Dir probieren wollte. Von einer jungen Frau zu erwarten, dass sie sich gleich festlegt ist wohl nicht realistisch. Kann zwar passieren, aber ob das die Regel ist? Ich hab mit keiner Frau, mit der ich mal was gemacht habr Streit, ich denke das ist gut so. Muss dazu auch sagen, ich habe weder je eine betrogen, noch wurde ich betrogen, ansonsten fällt das wohl weniger leicht. ![]() Du wirst wieder mit jemandem zusammen kommen. Ich treffe auch nicht jeden Monat meine neue Freundin. Wenn es etwas bedeuten soll (also mehr als ONS), dann geht das nicht jeden Tag. Und solche, die mich becircen, weil ich ein tolles Auto fahre brauch ich auch nicht, würg! Es gibt ein für Dich passendes Mädchen, ihr wisst es nur noch nicht. Aber so seltsam es klingt: Auch ein Mann muss nach einer gescheiterten Beziehung wieder bereit sein, durch das Verarbeiten des Verlustes, das ist keine Frauendomäne. Zumindest wenn es ernst gemeint war. |
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#12 (permalink) |
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AW: Es ist vorbei
Schon jetzt geht es mir im Zusammenhang zu ihr merklich besser. Ich fühle mich sogar etwas befreiter. Das geschah erstmalig am Mittwochmorgen. Ich bin aufgewacht und habe, wie immer (und auch heute) als erstes an sie gedacht, aber ohne diesen Schwermut, ohne diese zerstörerische Sehnsucht. Erst den Tag darauf habe ich meinen Eltern (wohne während des kommenden Zivis noch dort) mitgeteilt, dass sie mich verlassen hat (ist leider aus diversen Gründen früher nicht möglich gewesen). War dieser Moment zwar schwer und bedrückend, so ging es mir im Anschluss allerdings deutlich besser. Noch nicht am selben Abend, aber wie bereits beschrieben am nächsten morgen. Langsam finde ich auch wieder Beschäftigungen für den Tag. Abgesehen davon, dass ich noch krank bin. Da kann ich nicht so viel machen.
Zur Zeit bin ich am überlgen, ob ich nocheinmal bei ihr vorbeigehe - ein letztes Mal. Ich habe noch Dinge von ihr und sie Dinge von mir. Das wollte ich aber nur erledigen, wenn sie nicht zu Hause ist, d.h. sich noch auf ihrer Vorbereitungstagung für ihr Auslandsjahr befindet. Ihre Eltern haben mir ohnehin weiterhin angeboten, sie so oft ich will zu besuchen. Nur würde ich es nur einmal in Anspruch nehmen wollen. Dabei möchte ich mich einfach bei ihren Eltern bedanken, kurz reden und dann gehen, somit für mich selbst einen Abschluss bilden. Ich denke auch daran meiner (Ex)-Freundin noch eine CD zu brennen, mit Musik, die mich zur Zeit bewegt, wo auch ich möchte, dass sie diese musikalische Erfahrung macht. Das soll dabei keinen Versuch eines Neuanfangs darstellen. Ich möchte es bewusst als Abschied darstellen und mich mit diesem Geschenk auch bei ihr bedanken, die Sache aber damit weitgehends abhaken und somit aus ihrem Leben verschwinden. Bereit für eine neue, ernste Beziehung bin ich deswegen natürlich noch lange nicht. Dafür ist zu wenig Zeit verstrichen, doch auch ich möchte einen Schlussstrich ziehen. Ich habe das Gefühl, dass es mir damit gelingen könnte. |
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#13 (permalink) |
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AW: Es ist vorbei
Tja. Und schon ist ein neues Problem entstanden, von dem ich gern eure Meinung hören würde.
Ich fasse mich kurz: Sie ist zu mir zurückgekehrt. Wir haben uns unterhalten, ausgesprochen und versuchen es nocheinmal. Rein rational gesehen fühlt es sich falsch an, emotional gesehen richtig. Es ist eine sehr verzwickte Situation, da ich selbst nicht sorecht weiß, warum ich das nocheinmal zulasse, da ich mich damit nicht von ihr lösen kann und mich selbst irgendwie kaputt mache. Unsere Beziehung ist ohnehin zum Scheitern verurteilt, weil sie bereits Mitte August ihr Auslandsjahr beginnt und ich nicht glaube, dass unsere ohnehin schon zerüttete Partnerschaft dieses eine Jahr überstehen wird. Ich weiß also nicht sorecht was ich tun soll. Auf der einen Seite liebe ich sie und freue mich, dass ich weiterhin mit ihr zusammen bin. Allerdings fehlt uns die Zeit, um jetzt wieder neu anzufangen; wieder Vertrauen aufzubauen. Somit stellt sich die Frage: Was soll ich machen? Ich kann die letzten verbleibenden Wochen mit ihr nocheinmal genießen. Mit der anschließenden geografischen Entfernung wird es mir leichter fallen das Ende zu akzeptieren. Oder schaufel ich mir damit selbst ein Grab, weil ich es nicht einsehen will/kann, dass es vorbei ist? |
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#14 (permalink) |
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AW: Es ist vorbei
Hallo block a espiralo,
das ist wirklich eine schwierige Situation, ich denke für euch beide... Was sind ihre Beweggründe es noch einmal mit dir versuchen zu wollen? Hat sie erkannt, dass die eine Woche und die "Liebe auf den ersten Blick" doch nicht das Wahre war? Wenn sie diese Frage mit "Ja" beantworten kann und sie wieder das empfindet (empfinden kann) für dich wie vorher dann würde ich sagen, dass ihr auch das eine Jahr "übersteht"... Nun denke ich gibts da noch einen anderen Aspekt in diesem voneinander getrennten Jahr: Vertraut ihr euch gegenseitig, und habt ihr die Kraft für so eine (Fern)Beziehung... Du hast dir diese Frage ja selbst auch schon gestellt und ich denke da liegt auch das Hauptproblem... Du gehst sehr stark davon aus, dass das Jahr indem ihr euch nicht sehen könnt, das sichere Ende eurer Beziehung ist, warum?? Versucht doch in den kommenden Wochen herauszufinden wie ernst euch die Beziehung (vor allem von ihrer Seite) ist und was ihr euch bedeutet. Klar besteht die Gefahr dass die Beziehung doch kaputt geht und der Schmerz durch dieses Aufflackern was ihr jetzt erlebt noch größer wird... aber ist es das nicht Wert?? Wünsch euch alles Gute und die richtigen Entscheidungen ;-) |
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