Euthanasie, kein Begriff der Vergangenheit


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Alt 06.10.2006, 12:40   #1 (permalink)
Euthanasie, kein Begriff der Vergangenheit

Hi Leudde


im Sauerland wurden diese Woche Massengräber entdeckt, die wohl aus NS Zeiten stammten.
Dabei handelt es sich ersten Befunden nach um Kinder mit Behinderungen, was naheliegend ist, da in der Nähe ein "Ausweichkrankenhaus" war.
Ein Ausweichkrankenhaus waren Häuser, wo Menschen, vornehmlich Kinder, mit Behinderungen (meist geistiger Natur) hingebracht wurden und dort getötet wurden, (durch Spritzen und vergasung) meist sind sie aber vorher noch für medizinische Experimente missbraucht wurden.
Dieses nennt man Euthanasie.

Das ist lange her, das ist Vergangenheit.
Falsch.

Der Begriff und die Thematik der Euthanasie gab es schon länger, und gibt es auch heute noch. Er war nicht nur ein Begriff der NS-Zeit.

Vorreiter der neuen Diskusion über lebenswertes /-unwertes Leben ist ein australischer Professor, seines Zeichens Bio- Ethiker, namens Peter Singer.
Er sagt das es durchaus legitim sei das Leben in zwei Klassen einzuteilen, die des lebenswerten Lebens und eben die des unwerten Lebens und das es ein Akt der Humanität wäre Euthanasie an der zweiten Klasse zu betreiben.
Er fordert eine Art Katalog, in dem bestimmte Punkte stehen die die Einteilung in die Klassen unternimmt.
Da dies zur Zeit nicht möglich ist, fordert er die Erschaffung eienr neuen Ethik, frei von der, seiner Meinung nach, hinderlichen Religion.

Peter Singer sollte auch 1988 mal einen Vortrag auf einem Symposium in Marburg halten. Ironischer Weise wurde er dabei von der "Lebenshilfe e.V." eingeladen, ein Verein der sich der Hilfe von Menschen mit Benachteiligungen verschrieben hat.
Dies ist aufgrund massiver Proteste von Menschen mit Behinderungen, nie Zustande gekommen.
Das schreckliche dabei ist, das in vielen Ländern seien Theorien ernsthaft diksutiert werden.
In Deutschland macht dieses Thema noch keine ernstzunehmende Diskusion aus. Dies ist mit unserer Vergangenheit zu begründen. Wer weiß wie lange das noch so bleibt.

Aber gibt es nicht eigentlich auch schon so eine Art Euthanasie in Deutschland?
Ich meine wenn bei einer vorgeburtlichen untersuchung festgestellt wird das das Kind eine Behinderung hat, beraten die Ärzte doch schon in die Richtung das man abtreiben sollte, und die Frau erhält eine Absolution die Schwangerschaft abzubrechen, bis weit über die normalen drei Moante hinaus, die Frau hat nämlich das Recht das Kind bis kurz vor der Geburt abtreiben zu dürfen.

Was denkt ihr über Euthanasie?
Wie seht ihr die Entwicklung?
Evtl. was wünscht ihr euch?
__________________
Der Himmel ist deshalb so grau, weil alles Blaue schon heruntergelogen wurde.
richieguitar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2006, 13:58   #2 (permalink)
AW: Euthanasie, kein Begriff der Vergangenheit

Zitat:
Zitat von richieguitar Beitrag anzeigen
Das schreckliche dabei ist, das in vielen Ländern seien Theorien ernsthaft diksutiert werden.
In Deutschland macht dieses Thema noch keine ernstzunehmende Diskusion aus. Dies ist mit unserer Vergangenheit zu begründen. Wer weiß wie lange das noch so bleibt.
Wenn du es schrecklich findest, dass solche Theorien offen und ernsthaft diskutiert werden, wozu dann dieses Topic?

Euthanasie im Sinne von Sterbehilfe gibt es in Deutschland nur bei Tieren (kurios nicht?).
Meine persönliche Meinung ist das man ebenso wie man ein Recht auf Leben hat auch ein Recht darauf hat, dieses zu beenden. Soviel zur Theorie. Praktisch wird das insofern schwer umzusetzen, da man von keinem Menschen (z.B. Arzt) verlangen kann, einen anderen zu töten, selbst wenn es dessen Wunsch ist.
Dementsprechend habe ich schon auch eine gewisse Einschätzung im Kopf unter welchen Bedingungen ich mein Leben für Lebenswert halte und unter welchen nicht. Ich würde aber NIE dieses Wertesystem auf andere übertragen. Ich kenne Menschen die mit Hindernissen umgehen, von denen ich mir nicht vorstellen kann diese selbst je durchzustehen und diese Menschen sind auch teilweise sehr glücklich.
Aber natürlich steht es jedem Menschen frei selbst zu entscheiden, was für IHN lebenswert ist.

Was Peter Singer daraus macht, halte ich aber für falsch.

Zitat:
Aber gibt es nicht eigentlich auch schon so eine Art Euthanasie in Deutschland?
Ich meine wenn bei einer vorgeburtlichen untersuchung festgestellt wird das das Kind eine Behinderung hat, beraten die Ärzte doch schon in die Richtung das man abtreiben sollte, und die Frau erhält eine Absolution die Schwangerschaft abzubrechen, bis weit über die normalen drei Moante hinaus, die Frau hat nämlich das Recht das Kind bis kurz vor der Geburt abtreiben zu dürfen.
Wie schon in einem anderen Topic geschrieben, muss man der Mutter auch die Möglichkeit einräumen zu entscheiden, ob sie denn dieser Herausforderung gewachsen ist.
Cold Blood ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2006, 14:18   #3 (permalink)
AW: Euthanasie, kein Begriff der Vergangenheit

Die Überschrift hab ich gewählt, weil ich zeigen wollte das man das nicht einfach so abtun kann als Vergangenes.

Du verwechselst gerade das Thema Sterbehilfe mit dem Begriff Euthanasie.
Sterbehilfe beruht auf dem eigenen Willen des Patienten und umfassenden Untersuchungen und Gutachten. (jedenfalls in Holland)
Bei Euthanasie hat der Patient garnicht die Möglichkeit etwas dagegen zu sagen.
Es ist eine Art Genhygiene. Es soll verhindert werden das fehlerhaftes Erbgut, jedenfalls das was die Forscher als solches Bezeichnen, in unseren Genpool kommt.

Ein Mann namaens. H.J. Müller sagte 1960: "Die Zukunft des Menschen ist durch die Segnung der Zivilisation gefährdet. Sie räumt sozialen Versagern und genetisch defekten Individuen Vermehrungschancen ein, die aus genetischer Sicht nicht zu verantworten sind. Abhilfe kann allein eine freiwillige Zuchtwahl schaffen, in der künstliche Befruchtung durch den gespeicherten Samen höherwertiger Träger von Erbmaterial eine entscheidende Rolle spielen muss..."

Ich finde schon alleine dieses Zitat ist doch schon fast unmenschlich. Jedoch finden diese Worte großen Anklang in den Genforschungslaboren.

Zu Singer bleibt noch eins zu sagen. Er meinte das kein Mensch sich jetzt sorgen um seine Existenz machen müsste, wenn diese neue Bioethik kommen würde. Im Grunde ist das völlig logisch, weil er die Menschen "zweiter Klasse" nichtmehr als Menschen sieht.

Zitat:
Zitat von Cold Blood
Wie schon in einem anderen Topic geschrieben, muss man der Mutter auch die Möglichkeit einräumen zu entscheiden, ob sie denn dieser Herausforderung gewachsen ist.
Das ist ja auch legitim, ich wollte auch mehr auf mehr auf die Beratung der Ärzte hinweisen, die schon eher zum Abtreiben raten als zum Kind behalten.
__________________
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richieguitar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2006, 14:48   #4 (permalink)
AW: Euthanasie, kein Begriff der Vergangenheit

Euthanasie ist Sterbehilfe.
Siehe Lexikon, Wörterbuch, Fremdwörterbuch, Internet


Das solche Zitate unmenschlich sind, da gebe ich dir Recht.
Wobei das nicht daran liegt, dass sie sozialdarwinistisches Gedankengut beinhalten, sondern wegen der Schlussfolgerung. Sozialdarwinismus ist ja in dem Sinne nur die Anwendung Darwins Theorien auf den Menschen, was ja auch nicht unbedingt falsch ist (auch wenn immer wieder mal wer behauptet, dass sei schon längst wiederlegt, hab ich noch nie einen entsprechenden Beweis gesehen). Auch nicht die Aussage, dass der Mensch durch den medizinischen Fortschritt die natürliche Selektion und damit seine eigene Evolution mehr oder minder ausgehebelt hat.
DIESE Feststellung allerdings als Grundlage für Mord zu nehmen, ist unmenschlich.

Zitat:
Das ist ja auch legitim, ich wollte auch mehr auf mehr auf die Beratung der Ärzte hinweisen, die schon eher zum Abtreiben raten als zum Kind behalten.
Da geb ich dir Recht. Ein Arzt sollte seine Meinung gar nicht äußern, es sei denn er wird gefragt. Er sollte lediglich die Fakten darlegen und dem Patienten die Entscheidung überlassen.
Cold Blood ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2006, 20:33   #5 (permalink)
AW: Euthanasie, kein Begriff der Vergangenheit

wenn euthanasie sterbehilfe bedeutet, so wie es mir auch bekannt war, dann verwirrt mich der erste post etwas.

Um was soll es hier denn jetz genau gehen? Um sozialdarwinismus, oder um sterbehilfe?
Ich finde das sollte vorab geklärt werden, weil ich finde, dass es wenn ein todkranker mensch nach der ewigen ruhe trachtet nichts damit zu tun hat, behinderte menschen zu töten, um den genpool "rein" zu halten.

Aber dazu mal etwas: Ich denke, nicht umsonst sind wir menschen. Und kein tier tötet bewusst. Es geschieht, durch die Bedingungen und Regeln in der freien Wildbahn. Ich benutzte das Wort Natur eben nicht, weil ich denke, das der Mensch genauso ein teil derer ist.
Und ich denke, dass bewusstes Mitgefühl und die moderne Medizin, nicht dinge sind, die einfach sinnlos entstanden sind.
Müsste man denn nicht, um den Genpool reinzuhalten, auch jeden Menschen mit angeborener Sehschwäche eliminieren?
Wäre es nach dieser Logik nicht nur konsequent, in keinem fall medizinisch zu behandeln?
Aber es scheint eher darum zu gehen, nach eigenem, von bestimmten Menschen gesetzten kriterien Individuen auszuselektieren.
Das ist doch völlig unlegitim. Wer maßt sich an, Gott zu spielen, wer maßt sich an zu entscheiden was lebenswert ist und was nicht?

Bei ungeborenem Leben denke ich wie meine beiden Vorposter.

Ich denke kein Mensch, auf der ganzen Welt hat das recht über die Lebenswertigkeit eines anderen zu richten.
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Nur Unerwachsene, Schwächlinge und Feiglinge sind stolz darauf einer Nation anzugehören. Wer selbst gehen kann, braucht kein Vaterland.
(Wiglaf Droste)


antinationale Solidarität
Miya ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2006, 22:32   #6 (permalink)
AW: Euthanasie, kein Begriff der Vergangenheit

Zitat:
Zitat von Miya
wenn euthanasie sterbehilfe bedeutet, so wie es mir auch bekannt war, dann verwirrt mich der erste post etwas.
Laut Wiki hat sich die Bedeutung des Begriffs im laufe der Zeit geändert.
Ich bezeichne ihn mal als mehrdeutigen Begriff.
Nachfolgend der Link zu Wiki.

http://de.wikipedia.org/wiki/Euthanasie

Zitat:
Zitat von Miya
Um was soll es hier denn jetz genau gehen? Um sozialdarwinismus, oder um sterbehilfe?
Ich finde das sollte vorab geklärt werden, weil ich finde, dass es wenn ein todkranker mensch nach der ewigen ruhe trachtet nichts damit zu tun hat, behinderte menschen zu töten, um den genpool "rein" zu halten.
Ich verstehe die Irritation um die von Richie angestossene Diskussion nicht.
In welche Richtung er diese Thematik anstossen wollte ist doch klar aus seinem ersten Post herauszulesen.
Damit ich nicht noch weitere Missverständnisse auslöse, hier kurz und knapp meine Meinung sowohl zur Sterbehilfe als auch zur "Bereinigung des Genpools" (oder wie man sich diese Scheiße sonst noch schön reden möchte).
Also, ich kann mir Sterbehilfe unter gewissen Bedingungen vorstellen, z.B. einem todkranken, von ständig wiederkehrenden Schmerzen geplagten Menschen, eben von diesen, auf eigenen Wunsch hin, zu erlösen.
Seinen Hund einschläfern zu lassen ist da schon ´ne ganz andere Sache, da der Hund dem Menschen nicht sagen kann ob er lieber sterben oder leben möchte.
Aber Menschen, egal aufgrund welcher Auswahl auch immer, zu töten, nur weil sie anders sind, ist haltlos und menschenverachtend.


Zitat:
Zitat von Miya
Ich denke kein Mensch, auf der ganzen Welt hat das recht über die Lebenswertigkeit eines anderen zu richten.
Genau auf den Punkt gebracht.
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Und näher kommt die rätselhafte Nacht!«
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Ummon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.10.2006, 08:14   #7 (permalink)
AW: Euthanasie, kein Begriff der Vergangenheit

ich weiß nicht genau wie richie jetzt gerade genau auf herrn singer kommt, und ich weiß nicht wo er es her hat, dass ärzte immer pro abtreibung raten, aber was das richten angeht seh ich das auch so wie zb miya: selbst wenn eine frau gegen ihren willen von einem behinderten vergewaltigt wird, sollte sie das kind austragen müssen.
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Dexter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.10.2006, 14:48   #8 (permalink)
AW: Euthanasie, kein Begriff der Vergangenheit

Zitat:
seh ich das auch so wie zb miya: selbst wenn eine frau gegen ihren willen von einem behinderten vergewaltigt wird, sollte sie das kind austragen müssen.
Ich kann mir denken, dass du erneut bewusst mißdeutest und nonsens schreibst, nur wieso kennzeichnest du dies nicht mit deinem schon dir zu eigen gemachten off-topic tag?

Ich denke, NICHTS wirklich nichts an meinem post könnte ein normal denkendes hirn zu deiner annahme bewegen.
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Miya ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.10.2006, 17:31   #9 (permalink)
AW: Euthanasie, kein Begriff der Vergangenheit

ja moment. also sagst du jetzt, wenn du ein kind von einem behinderten vergewaltiger erwarten tätest, würdest du es doch nicht austragen und dich doch zur richterin über leben und tod aufspielen? oder wie?
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Dexter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2006, 14:11   #10 (permalink)
Dry
AW: Euthanasie, kein Begriff der Vergangenheit

Was Singer angeht: Ich hatte ihn mal als Thema in Philosophie und meine mich zu erinnern, dass es in seinen Abhandlungen darum ging, zwischen homo sapiens und "Personen" zu unterscheiden. Dabei war jeder ein homo sapien, der sich nicht über festgelegte Attribute als "Person" definierte. Wenn jemand also behindert war/ist, sich jedoch trotzdem als Person definieren kann, (die definitionswerte sind glaube ich Bewusstsein für Vergangenheit/Zukunft, Handlungsfreihet, Entscheidungsfreiheit [sprich mehr als instiktgesteuert] uvm.) war/ist er "lebenswürdig". Singer ist nämlich auch der Auffassung, dass es gewisse Tierarten gibt, die in sein Raster der Personendefinition passen und daher lebenswert(er) sind, als gewisse Menschen.

das nur nebenbei
(falls ich grade etwas durcheinanderwerfe, was Singers Standpunkt angeht [ich kennen natürlich nicht alle seine Texte und will ihn auch auf keinen Fall in Schutz nehmen!], tut es mir leid, bitte korrigiert mich dann)

@Sterbehilfe:
Meiner Meinung sollte die Entscheidungsgewalt, ob jemand sterben muss/sollte zunächst in dessen eigenen Händen liegen. Falls sich jemand für den Tod entscheidet, sollte es eine Befreihung des diesen Willens ausführenden Arztes von jeglicher Verantwortung und Folgen geben. Wenn sich der Kranke (ja, ich rede von Fällen, in denen es generell schlecht um das Leben der betroffenen Person geht) nicht mehr verständlich machen kann, ob er leben oder sterben will, sich allerdings in einem qualvollen Zustand befindet, dann sollte meiner Meinung nach eine dieser Person nahestehende Person und ein Arzt oder mehrerer fachkundige Ärzte in Zusammenarbeit entscheiden, ob das Leben des Patienten noch "lebenswert" bzw zumutbar ist.

Welches Leben generell lebenswürdig ist und welches nicht, ist nicht zu beantworten. Behinderte Menschen leben in einer anderen Welt, können aber trotzdem den Zustand von Glück und Zufriedenheit, ja sogar von Liebe erfahren. Jeder Mensch und auch jeder Behinderte, der natürlich ebenso ein Mensch ist, ist individuell unterschiedlich. Eine Einteilung in lebenswürdig und nicht lebenswürdig ist nicht möglich. Soviel zur Kategorisierung von Menschenleben.

Was diese Genpoolgeschichte angeht, muss ich schmunzeln, lese zur Zeit genau zu diesem Thema passende Artikel und muss sagen, das ich die Thematik absolut befremdlich finde. Es geht hierbei doch u.a um Soziobiologie, darum, dass sich im Laufe der Jahre die Gene durchsetzen, die angepasst sind. Also eine Evolution der Gene. Hab jetzt keine Lust, den ganzen Text abzutippen (hab leider auch keinen Scanner) allerdings kann ich kurz zusammentragen. Natürlich entwickeln sich die Gene im Laufe der Zeit weiter und passen sich an und natürlich gibt es Menschen, die gendeffekte haben und dadurch beeinträchtigt sind aber was dieser H.J. Müller dazu sagt, ist schon ein wenig zu krass. menschen mit gendeffekten überleben meist trotzdem und können ihr leben (wenn auch nur eingeschränkt) genießen. Sie sind also durchaus lebensfähig und damit genug angepasst, um keinen Zweifel daran zu lassen, dass sie vielleicht nicht lebenswürdig sind. Die Separierung von sogenanntem "lebenswerten", man sollte aber viel mehr sagen "lebensfähigen" Leben und denen, die es nicht sind, passiert automatisch, ist der Lauf der Natur. Die Natur separiert grundsätzlich die aus, die nicht mehr lebensfähig sind. Was "lebenswert" ist, steht aber überhaupt ncht zur Debatte, denn niemand vermag das zu entscheiden.


mein Text ist wahrscheinlich zusammenhangslos und verwirrend, da ich einfach drauf losgeschrieben habe, ich klicke jetzt aber trotzdem auf antworten
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Dry ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2006, 18:37   #11 (permalink)
AW: Euthanasie, kein Begriff der Vergangenheit

Zitat:
Müsste man denn nicht, um den Genpool reinzuhalten, auch jeden Menschen mit angeborener Sehschwäche eliminieren?
Wäre es nach dieser Logik nicht nur konsequent, in keinem fall medizinisch zu behandeln?
Nein. Weil in den wenigsten Fällen Sehschwäche auf einen Gendefekt zurückzuführen sind. Und es geht ja nur darum die zu eliminieren, die den Genpool mit defekten Genen "verseuchen".
Das dies nicht minder unmenschlich ist, steht außer Frage...


Zitat:
sollte es eine Befreihung des diesen Willens ausführenden Arztes von jeglicher Verantwortung und Folgen geben
Das ist klar. Aber auch wenn ein Arzt den hypokratischen Eid schwört (was imo Sterbehilfe mit einschließt), wäre es wohl dennoch für viele eine enorme Belastung einen anderen Menschen zu töten. Willst du ihnen das aufbürden?
Cold Blood ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 09.10.2006, 11:31   #12 (permalink)
Dry
AW: Euthanasie, kein Begriff der Vergangenheit

Ich würde nach einem suchen, der damit kein Problem hat und ich würde mit Sicherheit auch einen finden. Ist jetzt die Frage, ob das gut oder schlecht ist...
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Dry ist offline   Mit Zitat antworten
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