Führerscheinbefristung, oder: Der bürokratische Kapitalismus des neuen Europa


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Alt 09.08.2004, 13:00   #1 (permalink)
Führerscheinbefristung, oder: Der bürokratische Kapitalismus des neuen Europa

es kam gestern schon in den nachrichten aber hier habe ich nochmal einen bericht gefunden den ihr lesen solltet falls ihr noch nicht gehört habt:

Das EU-Parlament in Brüssel arbeitet derzeit an einer neuen Richtlinie für den Führerschein. Doch statt einer EU-weiten Harmonisierung der Führerscheine drohen nun mehr Bürokratie und unüberschaubare Kosten.

Über diese Pläne kann der Bundestagsabgeordnete Matthäus Strebl MdB, 1. stellv. Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, nur den Kopf schütteln. Um Licht ins Dunkel zu bringen, hat er sich schließlich mit entsprechenden Nachfragen an die Bundesregierung gewandt. Zu Sinn und Unsinn des geplanten Vorhabens erklärt er:

„Die Kommission wollte ursprünglich mit ihrem Vorschlag für eine 3. Führerschein-Richtlinie die Freizügigkeit der Gemeinschaftsbürger erleichtern und die Verkehrssicherheit erhöhen. Doch schaut man sich nun die tatsächlichen Planungen an, rückt dieses an sich vernünftige Ziel in weite Ferne.“

U.a. ist vorgesehen, dass Führerscheine der Klasse A und B , die nach der Umsetzung dieser Richtlinie in nationales Recht ausgestellt werden, künftig nur noch auf 10 Jahre befristet sind, nach Vollendung des 65. Lebensjahr sogar nur noch auf 5 Jahre. Darüber hinaus gibt es Bestrebungen, ab dem 45. Lebensjahr das Sehvermögen zu überprüfen bzw. eine obligatorische medizinisch-psychologische Untersuchung für die Verlängerung der Führerscheindokumente festzuschreiben.

„Dies ist eine unglaubliche Diskriminierung der älteren Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, und wird keine Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit haben!“, erläutert Strebl. „Wie der ADAC bereits berichtet hat, liegt der Anteil der durch Gesundheitsmängel verursachten Unfälle bei weit unter einem Prozent, höchst wahrscheinlich sogar im Bereich von 0,X Prozent.

Bei älteren Kraftfahrern sind in der Unfallstatistik sogar keine negativen Auffälligkeiten zu verzeichnen.“

Der ADAC schätzt, dass die zuständigen Behörden bei ungefähr 52 Millionen Pkw-Führerscheinen auf Jahre hinaus mit dem Umtausch beschäftigt wären. Danach kämen rund 5,5 Millionen Führerscheinerneuerungen pro Jahr mit den obligatorischen Tests dazu.

„Das Argument, durch eine Befristung würde die Möglichkeit zum Betrug eingeschränkt, trifft zudem auch nicht so zu.“, stellt Matthäus Strebl fest, „Denn Führerscheine, die vor der Umsetzung der Richtlinie ausgestellt wurden, sind von der Befristung ausgenommen und müssen daher weder verlängert, noch umgetauscht werden. Es ist zu erwarten, dass damit der freiwillige Umtausch von „Papierführerscheinen“ in fälschungssichere Scheckkartenführerscheine zurückgehen wird.“

Im Vorschlag zur Richtlinie ist auf jeden Fall darauf verzichtet worden, Aussagen über die Anzahl der vermuteten Fälschungen zu treffen, oder Statistiken über volkswirtschaftliche Verluste durch eine vermutete Betrugsmöglichkeit zu erheben.

„Alles in allem wird diese neue Richtlinie weder zu mehr Sicherheit noch zu einer größeren Angleichung mit anderen EU-Staaten führen, sondern nur die Kosten und die Bürokratie in die Höhe treiben!“, fasst der Bundestagsabgeordnete Strebl zusammen, „Und wieder einmal sind es die Autofahrer, die zu Unrecht abgezockt werden sollen.“
=================[http://www.matthaeus-strebl.de/Aktue...fristung.html]

wenn das eintreffen würde fände ich das eine unglaubliche abzocke alle 10 jahre nochmal 2000 € für den schein blechen zu müssen , wieso soll man seine fahrkenntnisse aufbessern wenn man gut fahren kann? wenn man scheisse fährt bekommt man eben den schein abgenommen so einfach ist das und das hat auch immer funktioniert.
wie seht ihr das?
KRyo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2004, 13:16   #2 (permalink)
Ach ist das schön. Wieder mehr bürokratie, da haben wir eh viel zu wenig von....


Das is totaler schwachsinn, als ob es nix wichtigeres gäbe, wir scheinen ja sonst kein probleme in EU & D zu haben.
__________________
Gleich reiß ich dir den Sack ab!
Mr. White ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2004, 13:17   #3 (permalink)
Zitat:
Zitat von KRyo

U.a. ist vorgesehen, dass Führerscheine der Klasse A und B , die nach der Umsetzung dieser Richtlinie in nationales Recht ausgestellt werden, künftig nur noch auf 10 Jahre befristet sind, nach Vollendung des 65. Lebensjahr sogar nur noch auf 5 Jahre. Darüber hinaus gibt es Bestrebungen, ab dem 45. Lebensjahr das Sehvermögen zu überprüfen bzw. eine obligatorische medizinisch-psychologische Untersuchung für die Verlängerung der Führerscheindokumente festzuschreiben.

ja!!!!! ganz laut ja !!! das mit dem ab 45 sehtest naja gut lässt sich drüber streiten aber ab 65 nur noch 5 jahre und dan immer test ads sollte es schon längst geben ich kenne genug die so alt sind und nicht mehr autofahren sollten
sweetangel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2004, 13:27   #4 (permalink)
Zitat:
bei weit unter einem Prozent, höchst wahrscheinlich sogar im Bereich von 0,X Prozent
Das is doch normal, das wenn die Quote unter einem Prozent liegt, das da eine Null vor dem Komma steht, oder?

Nunja, an sich finde ich die Idee, einer regelmässigen Führerscheinprüfung garnicht so schlecht.
Weil die Autofahrer dann auch in gewissen Abständen über neue Verkehrsregeln informiert werden, usw.
des weiteren würden mit sowas auch Riskiofaktoren wie z.B. alte menschen die trotz fast Blindheit meinten noch Autofahren zu können, aus dem Verkehr gezogen, weil diese Fälle gibt es sehr viel häufiger als man denkt, wenn die sich mit ihrem fetten Mercedes über die Landstrasse schieben mit Tempo 40.
Ältere menschen und Sonntagsfahrer sind eine nicht zu unterschätzende Gefahr für den Strassenverkehr, ich habe es selbst schon einigemale gemerkt.

Nunja, wie gesagt ich finde die Idee nicht so schlimm.

Edit: wer bezahlt denn 2.000€ für einen Führerschein? ich habe ungefähr 1.000€ bezahlt und brauchte einige Anläufe.
Ausserdem kriegt das nicht der Statt sondern die Fahrschule.
Des weiteren glaube ich nicht, das die Fahrer bei der nachschulung alles von der Pike auf nochmal lernen müssen. Ich denke mal es wird ein zwei Stunden Theorie geben und dann die praktische Prüfung.
__________________
Der Himmel ist deshalb so grau, weil alles Blaue schon heruntergelogen wurde.
richieguitar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2004, 13:45   #5 (permalink)
naja grob 2000€ , im durchschnitt sind für n B-klasse schein 1000-1500 und nem A-Klasse so 1300<1500 (jedenfalls habe ich das so gehört)
KRyo ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 09.08.2004, 15:02   #6 (permalink)
steinigt mich, aber ich finde die idee ansich gut. mir sind schon oft genug leute auf der straße begegnet die scheinbar viele verkehrsregeln mittlerweile vergessen haben. und damit meine ich keine sachen die teilweise bewusst missachtet werden, das is nämlich wohl nich der fall wenn jemand an ner kreuzung steht und nich weiß wer vorfahrt hat.

einem freund von mir is auch schon ein ziemlich alter herr hintendrauf gefahren obwohl noch locker und bequem zeit zum anhalten gewesen wäre, allerdings hat er wohl erst angefangen zu bremsen als er schon reingefahren war.

also ich fände das okay, aber nur solange es kostenlos ist oder, sagen wir mal die 50 euro grenze nicht überschreitet. das wird allerdings kaum möglich sein da fahrlehrer und prüfer ja bekanntlich die größten abzocker überhaupt sind

p.s: ich hab ohne durchzufallen und nur mit pflichtstunden 1.200 euro gezahlt.
Simon Sorcerer ist offline   Mit Zitat antworten
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