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FaustLiteratur Bücher, Autoren, Gedichte, Geschichten etc. |
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Faust
Ich habe (gewzungenermaßen) der Tragödie erster & zweiter Teil gelesen und in der Schule ein Referat dazu gehalten.
Ich fand das Buch total interessant aber auch sehr schwer zu lesen und zu verstehen. Ich kann nicht von mir behaupten das ich das Buch in seiner vollen Tragweite verstanden habe. Was denkt ihr über diesen Meilenstein der Literatur? |
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Johann Wolfgang von Goethe
FAUST Gliederung Gliederung 1 Wer war Johann Wolfgang von Goethe? 2 Sturm- und Drangzeit 2 Der abgeklärte Klassiker 3 Lebensende 3 Übersicht über seine Werke 4 Gedichte 4 Vorgeschichte und historische Fakten zu Faust 5 Inhaltsangabe 5 6 Faust I 6 7 Faust II 7 Die Hauptpersonen 9 Interpretation 11 Eigene Meinung 13 Quellen 13 Wer war Johann Wolfgang von Goethe? Goethe war der berühmteste deutsche Dichter und einer der bekanntesten Dichter der Welt. Er hat größte und schönste dichterische Kunstwerke geschaffen und viele weise und richtige Erkenntnisse ausgesprochen. Goethe war ein begabter Mensch und lebenslang vom Glück begünstigt. Er wurde 1749 in Frankfurt am Main geboren und wuchs in wohlhabenden Verhältnissen auf. Sein Vater war ein gebildeter Mann, der sein Leben nach strengen Grundsätzen führte, ohne dass er einen richtigen Beruf gelernt hätte. Seine Mutter dagegen war eine frohe, heitere Frau mit viel Wärme, Phantasie und Humor. Beide Eigenschaften seiner Eltern hatte der Sohn geerbt. In Leipzig und Straßburg studierte Goethe auf Wunsch seines Vaters Rechtswissenschaft. In seine Straßburger Zeit fällt seine Liebe zu der jungen Friederike Brion in Sesenheim im Elsass. Goethe konnte alle seine Empfindungen - Liebe, Trauer, Schmerz - mühelos in Worte kleiden. So hat er auch aus seiner Beziehung zu Friederike die schönsten Liebesgedichte verfasst. Nach Abschluss seines Studiums war Goethe Rechtsanwalt in Frankfurt, aber ohne dass ihm seine Arbeit Spaß gemacht hätte. Er wäre viel lieber ein unabhängiger Schriftsteller gewesen. Aber dieser Beruf konnte ihn nicht ernähren. Goethe hat in seinem Leben viele Frauen geliebt. Sie gaben ihm immer wieder Anlass zu neuen Dichtungen. Aber geheiratet hat er zunächst keine von ihnen. Er wollte seine Freiheit, seine Unabhängigkeit behalten. Friederike und manche andere hat er unglücklich gemacht, als er sie verließ. Sturm- und Drangzeit Die jetzt folgenden Jahre bezeichnet man als "Sturm- und Drangzeit", in der man mehr das Gefühl betonte als den Verstand, wie in der vorhergegangenen Aufklärung. Goethe schrieb jetzt sein erstes Schauspiel, den leidenschaftlichen "Götz von Berlichingen", und einige Jahre später das Trauerspiel "Egmont". Aus seiner unglücklichen Liebe zur Verlobten eines Freundes heraus entstand der Roman "Die Leiden des jungen Werther", der Goethe weltberühmt machte. Manche jungen Männer mit unglücklicher Liebe nahmen sich aufgrund des Romans wie Werther das Leben. 1775 berief der junge Herzog Karl-August von Weimar Goethe als Minister an seine Residenz. Für den Dichter begann jetzt ein Leben strenger Pflichterfüllung im Dienst des kleinen Herzogtums. An Frau von Stein fand er in Weimar eine mütterliche Freundin. Es entstanden Erzählgedichte (= Balladen) wie "Der Erlkönig" und "Der Fischer". Aber erst die spätere Freundschaft mit dem Dichter Friedrich Schiller regte Goethes dichterische Schaffenskraft wieder neu und stark an. Der abgeklärte Klassiker Mit Goethes Reise nach Italien (1786-88) begann seine "klassische" Periode. Die Dramen dieser Jahre wie "Iphigenie" und "Torquato Tasso" betonen nicht mehr allein das Gefühl. Vielmehr soll das Gefühl vom Verstand gebändigt und veredelt werden. So soll sich der Mensch zu einem sittlich immer vollkommeneren Wesen entwickeln. Nach seiner Rückkehr aus Italien nahm Goethe Christiane Vulpius, eine junge Frau, in sein Haus, die er 1806 schließlich heiratete. Sie gebar ihm mehrere Kinder, von denen aber nur sein Sohn August am Leben blieb. Goethe wurde allmählich immer berühmter. Menschen aus vielen Ländern pilgerten nach Weimar und erwiesen ihm ihre Verehrung. Er aber zog sich immer mehr von den Menschen und ihren Meinungen zurück. Er baute sich seine eigene Welt der Schönheit und der idealen Formen auf. Er forschte in der Natur und beschäftigte sich mit ihren großen Grundgesetzen. Als sich in Deutschland und Europa die Völker gegen Napoleons Fremdherrschaft erhoben, verbot er seinem Sohn, sich an dem Freiheitskampf zu beteiligen. Er verehrte Napoleon als großen Menschen, aber er verabscheute zugleich Krieg und Blutvergießen. Den neu aufkommenden nationalen und demokratischen Ideen stand er ablehnend gegenüber. Lebensende Auch noch im Alter ergriff Goethe immer wieder die Leidenschaft für schöne und geistvolle Frauen. Aus seiner Beziehung zu Marianne von Willemer entstand der "West-Östliche Diwan". Bis ins höchste Alter - er starb 1832 im Alter von fast 83 Jahren - war Goethe von einer erstaunlichen Schaffenskraft. Seine Lebenserinnerungen schrieb er auf in seinem Werk "Dichtung und Wahrheit". Kurz vor seinem Tod vollendete er den 2. Teil des Dramas "Faust", das zur Weltliteratur gehört. In der Person des Faust schildert er den Weg des suchenden Menschen aus der Verworrenheit des Lebens zur Erkenntnis seiner ewig-göttlichen Bestimmung: Arbeit für das Wohl der Menschheit, Dienst für die Gemeinschaft. Daraufhin wird Faust der Eingang in den "Himmel" zuteil mit den Worten: "Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen". |
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Übersicht über seine Werke
o Bassompierres Geschichte von der schönen Krämerin (Erzählung) o Belagerung von Mainz o Claudine von Villa Bella o Clavigo o Das Märchen o Der Mann von funfzig Jahren (Erzählung) o Der neue Paris o Der Prokurator (Erzählung) o Die Geschichte von Mignons Eltern (Erzählung) o Die Geschwister (Drama) o Die Laune des Verliebten (Drama) o Die Mitschuldigen o Die Sängerin Antonelli o Die wunderlichen Nachbarskinder (Novelle) o Die pilgernde Törin (Erzählung) o Die gefährliche Wette (Erzählung) o Die Leiden des jungen Werther o Die neue Melusine (Erzählung) o Die Wahlverwandtschaften o Egmont o Eine Gespenstergeschichte o Faust I o Faust II o Ferdinands Schuld und Wandlung (Erzählung) o Götter, Helden und Wieland (Farce) o Götz von Berlichingen o Herrmann und Dorothea o Iphigenie auf Tauris o Italienische Reise o Nicht zu weit (Erzählung) o Novelle o Prometheus (Fragment) o Proserpina o Reineke Fuchs o Sankt Joseph der Zweite (Erzählung) o Sankt-Rochus-Fest zu Bingen o Satyros (Drama) o Stella (Schauspiel) o Torquato Tasso o Wer ist der Verräter? (Erzählung) o West-östlicher Divan o (Gedichtsammlung) o Wilhelm Meisters Lehrjahre o Wilhelm Meisters Wanderjahre o Xenien Gedichte o Gedichte o Römische Elegien o (Gedichtsammlung) o Sonette Vorgeschichte und historische Fakten zu Faust Eine Tragödie in zwei Teilen, basierend auf der historischen Faust-Figur Dr. Johannes (Georg ?) Faust (um 1480 - 1536/40) aus Knittlingen. Er war ein richtiger Prahler, erregte überall großes Aufsehen und hatte die Fähigkeit, sich unter den Gelehrten mit Glanz zu behaupten. In seiner Lebenszeit hat die Sagenbildung begonnen, als er äußerte, ein Meister in der Zauberei und Herr über geheime Kräfte zu sein. Er nannte sich einen Halbgott. Von diesen Gerüchten war der Sprung zu einem Pakt mit dem Teufel nicht weit. Im Jahre 1587 erschien das erste Volksbuch über diesen Herrn. Es wurde geschrieben von einem stark abergläubischen Theologen, der durch große Höllenangst gequält wurde. Das Buch ist davon erfüllt. Mittelalterlich ist an dem Buch vor allen der Glaube an dem Teufel und die Zauberei. Humanistisch ist das Motiv des Wissendrangs. Das Buch fand weiteste Verbreitung. Es erschienen mehrere Nachahmungen: z.B. ‘The tragical history of Doctor Faustus’ (1588) geschrieben von dem englischen Dichter Marlowe. Der junge Goethe verstand es Fausts Verlangen Himmel und Erde mit seiner Erkenntnis zu durchdringen. Vermutlich ist kein anderes Goethe-Werk mit dem Namen seines Schöpfers so eng, ja untrennbar verbunden wie eben der "Faust". Sechzig Jahre seines langen Lebens arbeitete der Dichter daran, mit freilich wechselnder Intensität. So wie der Roman "Wilhelm Meister" vorbildhaft für die erzählende Dichtkunst wurde, so ist der "Faust" die deutsche Identitätsfigur schlechthin. Erstdrucke: 1790 "Faust" - ein Fragment. 1808 "Faust" 1. Teil. 1832 "Faust" 2. Teil. Erstaufführungen: 24. Mai 1819 Schloss Monbijou (Berlin), einzelne Szenen aus dem ersten Teil. 19. Januar 1829 Herzogliches Hoftheater Braunschweig, erster Teil. 4. April 1854 Stadttheater Hamburg, 2. Teil. Erste Gesamtaufführung (1. und 2. Teil), 6./7. Mai 1876 Großherzogliches Hoftheater Weimar. Eine der zentralen Botschaften des Dramas lautet: "Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen..." Die Arbeit an „Faust" umfasst den jungen Goethe der Rebellion gegen die Ständegesellschaft (seit 1774) bis zur Altersweisheit des sich als historisch empfindenden Weltbürgers, Freimaurers und Universalgelehrten. |
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Inhaltsangabe
Kurzinhalt Vor Beginn der eigentlichen Handlung stehen eine lyrische »Zueignung«, das »Vorspiel auf dem Theater« und der »Prolog im Himmel«. Während in »Zueignung« und »Vorspiel« allgemein über den dichterischen Prozeß bzw. die Bedingungen des Theaters reflektiert wird, enthält der »Prolog« bereits handlungsrelevante Elemente. Mephistopheles in der Rolle des Schalks am Hofe des Herrn kritisiert die Schöpfung, insbesondere die Menschen in ihrer Beschränktheit trotz der Begabung mit Vernunft. Als Gegenbeispiel führt Gott den Dr. Faust an, der ihm zwar »jetzt auch nur verworren dient«, den er jedoch »bald in die Klarheit führen« will. Mephistopheles bietet dagegen eine Wette. Der Herr stimmt zu, sich seiner Sache sicher: »Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange / ist sich des rechten Weges wohl bewußt.« Faust I Der Gelehrte Faust verzweifelt an der Möglichkeit des menschlichen Erkenntnisvermögens, da ihm die Wissenschaften keine Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Daseins zu geben vermochten. Deshalb versucht er es nun mit der Magie, doch führt weder das Zeichen des Makrokosmos, mit dem Faust den Weltgeist erfassen will, noch die Beschwörung des Erdgeistes zum gewünschten Erfolg. Die nächtliche Sitzung wird gestört durch den Famulus Wagner, der Faust in ein gelehrtes Gespräch ziehen will. Von der Engstirnigkeit des Famulus erneut auf die Beschränktheit seiner Welt verwiesen, entschließt sich Faust, freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Doch künden Kirchenglocken und Chorgesang vom anbrechenden Ostermorgen, und die Erinnerung an seine glücklicheren Kinderjahre hält ihn vom Selbstmord ab. Mit Wagner geht Faust zum Osterspaziergang vor die Tore der Stadt. Die Natur zeigt sich in frühlingshaftem Aufbruch und das Volk feiert das Ende des Winters. Faust wird von den Menschen mit Achtung begrüßt. Doch können Natur und Menschen seine depressive Grundstimmung nicht vertreiben. Ein merkwürdiger Pudel taucht auf, der den beiden folgt und bei Faust im Studierzimmer bleibt. Während Faust versucht, den Anfang des Johannes-Evangeliums neu zu übersetzen, verwandelt sich der Pudel in Mephisto, der in Gestalt eines fahrenden Schülers auftritt. Faust möchte von ihm mehr über das Wesen des Teufels erfahren, doch mit Geisterhilfe entzieht sich Mephisto. Erst bei der zweiten Unterredung kommt es zum Pakt: Mesphisto will Faust auf der Erde dienen, dafür soll Faust sein Diener im Jenseits sein. Faust geht darauf ein, verwandelt den Pakt aber in eine Wette: »Werd’ ich zum Augenblicke sagen: / Verweile doch! Du bist so schön! / Dann magst du mich in Fesseln schlagen, / Dann will ich gern zu Grunde gehn!«. Mit seinem Blut besiegelt Faust den Vertrag und ist nun bereit, die von Mephisto vorgeschlagene Welt- und Lebensreise anzutreten. Während Faust sich zur Reise umkleidet, ironisiert Mephisto in der Rolle des Faust einem Schüler gegenüber die Unzulänglichkeiten aller Wissenschaften. Dann entführt er Faust auf dem Zaubermantel in Auerbachs Keller, wo ein studentisches Saufgelage stattfindet, das Faust jedoch unbeeindruckt läßt. Mephisto hält eine Verjüngung Fausts für notwendig. In einer Hexenküche erhält Faust einen Zaubertrank, der aus dem alten Gelehrten einen stürmischen Jüngling machen soll. In einem Zauberspiegel erblickt Faust die Gestalt einer schönen Frau, deren Anblick ihn entzückt. Es dauert nicht lange, und Faust trifft »das Muster aller Frauen« in der Gestalt Gretchens, eines ehrbaren und frommen Bürgermädchens. Mit der Hilfe Mephistos gelingt es Faust, Gretchen zu verführen, doch nur um den Preis schwerer Verschuldungen: Der Schlaftrunk für Gretchens Mutter ist Gift, ihren Bruder Valentin tötet Faust im Zweikampf. Mephisto und Faust müssen fliehen. Gretchen, die von Faust schwanger ist, gerät in wachsende Verzweiflung. Währenddessen wird Faust von Mephisto abgelenkt und zur Walpurgisnacht auf den Blocksberg geführt. Von der maßlosen Sinnlichkeit der Szenen schließlich angewidert, glaubt Faust in der Ferne die Gestalt Gretchens zu erblicken. Er will zu dem Mädchen zurück. Inzwischen hat aber Gretchen ihr Kind getötet und ist zum Tode verurteilt worden. Faust dringt mit Mephistos Hilfe in den Kerker ein und will sie zur Flucht bewegen. Doch Gretchen will kein mit Hilfe des Teufels gerettetes, aber in Schuld verstricktes Leben und übergibt sich dem Gericht Gottes. |
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Faust II
Der Zweite Teil setzt völlig neu mit einer Hochgebirgsszenerie ein. Faust erwacht aus einer Art Heilschlaf, von seelischer Zerrüttung genesen. Wohl wird auf »erlebten Graus« hingedeutet, noch haften »des Vorwurfs glühend bittre Pfeile« in der Seele Fausts, doch ist die Grundstimmung optimistisch. Erster Akt Faust tritt in Begleitung Mephistos am Kaiserlichen Hof auf. Mephisto schlüpft in die Rolle des Hofnarren und verspricht dem Kaiser Rettung aus der Misere des Reiches – die in den Berichten des Kanzlers, des Heermeisters, des Schatzmeisters und des Marschals deutlich wird – durch den Hinweis auf überall im Reich vergrabene Schätze. Zuvor will man den Karneval gebührend feiern. Im folgenden Maskenzug tritt eine Fülle von mythologischen und allegorischen Figuren auf, u. a. Plutus, in dessen Maske Faust steckt, als Inkarnation des Reichtums. Er läßt goldne Kleinodien verteilen, die sich jedoch in schwirrende Käfer, Schmetterlinge und Flämmchen verwandeln. Desgleichen erweist sich das Gold in einer Truhe als siedend-heißes Metall, an dem sich zuletzt der Kaiser (in der Maske des großen Pan) Bart und Kleider entzündet. Beinahe brennt die ganze Kaiserpfalz ab. Rechtzeitig tritt Faust dazwischen und löscht das Feuer auf zauberische Weise. Am nächsten Tag erfährt der Kaiser, daß sämtliche offenen Rechnungen bezahlt sind – allerdings mittels Papiergeld, »gedeckt« durch die ungehobenen Schätze des Landes. Auf Wunsch des Kaisers muß Faust dann die Urbilder menschlicher Schönheit, Paris und Helena, beschwören. Mephisto vermag im Reich der Antike zwar nichts, doch gibt er Faust den Rat, zum Zwecke der antikischen Vision zu den »Müttern« hinabzusteigen. Dort findet Faust einen magischen Dreifuß, mittels dessen er Helena und Paris der Hofgesellschaft sichtbar machen kann. Als Helena Paris küßt und dieser sie umfaßt, um sie zu entführen, wird Faust eifersüchtig, will Helena an sich ziehen und zerstört damit das selbstgeschaffene Trugbild. Faust stürzt zu Boden und Mephisto trägt den Besinnungslosen von der Bühne. Zweiter Akt Ein ironischer Dialog zwischen Mephisto und dem zum Baccalaureus aufgerückten Studenten im alten Studierzimmer knüpft an die Schülerszene des Ersten Teils an. Der ehemalige Famulus Wagner ist inzwischen ein berühmter Professor geworden, der im Laboratorium an der Herstellung eines künstlichen Menschen arbeitet, des Homunkulus. Beim Auftauchen Mephistos gelingt das Experiment, der Homunkulus beginnt in seiner Phiole zu sprechen. Als sich die Seitentür zum immer noch besinnungslos liegenden Faust öffnet, entschlüpft die Phiole Wagners Händen. Der Homunkulus erkennt Fausts Sehnsucht nach dem Urbild griechischer Schönheit und führt Faust und Mephisto auf dem Zaubermantel zur »klassischen Walpurgisnacht«. Auf den pharsalischen Feldern versammeln sich alljährlich Gestalten der griechischen Mythologie und griechische Naturphilosophen. Faust erwacht wieder zum Bewußtsein. Die Wege der drei trennen sich nun: Während Mephisto sich im Reich der niederen Dämonen bewegt, stürzt sich Homunkulus im Streben nach seiner Verleiblichung ins Meer, wo seine gläserne Hülle am Muschelwagen der Galatea zerschellt. Faust aber, von Chiron geleitet, macht sich auf, um Helena im Hades von Persephone zu erbitten. Dritter Akt Persephone hat Helena die Erlaubnis gegeben, wieder ihre menschliche Gestalt anzunehmen. Sie eilt in den Palast zu Sparta, um zu sehen, wie er während ihrer Abwesenheit verwaltet worden ist; auch soll sie auf Geheiß ihres Gatten Menelaos ein Opfer vorbereiten. Hier tritt ihr Mephisto in Gestalt der alten Schaffnerin Phorkyas entgegen und wirft ihr ihren wenig tugendhaften Lebenswandel vor. Außerdem redet er ihr ein, daß Menelaos vorhabe, sie zu opfern. Er rät ihr, in das nördliche Gebirgstal zu fliehen, wo sich fremde Ankömmlinge unter einem edlen Führer eine feste Burg erbaut haben. Helena folgt Mephisto. Helena wird vom Burgherrn Faust empfangen, der als höfischer Ritter auftritt und als Geste des Willkommens den Turmwächter Lynceus, der ihre Ankunft zu melden versäumt hat, ihrer Gerichtsbarkeit ausliefert. Helena schenkt dem Türmer Leben und Freiheit; Faust übereignet seine Macht Helena. Diese entdeckt die der Antike unbekannte Reimkunst; das Gespräch über die Reime bringt Faust und Helena einander näher. Die Szene verwandelt sich vom mittelalterlichen Burghof zum arkadischen Hain. Aus der Verbindung von Faust und Helena ist Euphorion hervorgegangen, ein schöner Knabe von heftiger Leidenschaftlichkeit und Streben nach ungezügelter Freiheit. Er glaubt, daß ihm Flügel wachsen, wirft sich vom höchsten Felsen, wird einen Augenblick von den Gewändern in der Luft gehalten und stürzt dann zu Tode. Helena folgt ihrem Sohn in den Hades; Faust behält nur ihr antikes Gewand in den Händen zurück, das sich in eine Wolke auflöst und ihn emporträgt. Vierter Akt Faust ist wieder in die Realität zurückgekehrt. Wohl wirkt die Erinnerung an das Erlebte in ihm fort, doch geht sein Streben nun nach praktischem Wirken im Hier und Jetzt. Er hat den Entschluß gefaßt, Deichbau zu betreiben, und Mephisto ist bereit, ihm dabei zu helfen. Die Gelegenheit ist günstig: Der Kaiser, dessen Reich durch das Papiergeld vollends ins Chaos gestürzt wurde, läuft Gefahr, seinen Macht an einen Gegenkaiser zu verlieren. Wenn Faust ihm hilft, wird der Kaiser sich mit der Belehnung durch ein Stück Meeresstrand erkenntlich zeigen. Mit Wunderhelden, gerüsteten Gespenstern und dem Einsatz von Wassergeistern gelingt es Faust und Mephisto, das feindliche Heer in die Flucht zu schlagen. Faust erhält vom Kaiser das Versprochene. Fünfter Akt Philemon und Baucis schildern das Werk Fausts: Durch Dämme wurde das Meer zurückgedrängt, eine blühende Landschaft ist entstanden. Doch die Idylle trügt: Bei der Landgewinnung ist es nicht mit rechten Dingen zugegangen; außerdem sollen die Hütte und das Kirchlein der beiden Alten einem Aussichtsturm weichen. Faust, inzwischen hundert Jahre alt, hat es zum großen Handelsherrn und Gouverneur des von ihm kolonisierten Landes gebracht. Doch Reichtum und Pracht sind wiederum nur mit Hilfe des Teufels zustandegekommen: Die Kanalbauten forderten Menschenopfer, und Fausts Flotte vergrößert sich vor allem durch Seeräuberei. Durch das Bimmeln der Kirchenglocke gestört, gibt Faust Mephisto den Auftrag, die beiden Alten endlich umzusiedeln. Mephisto führt diesen Auftrag aber mit solcher Brutalität aus, daß zum Schluß beide das Leben lassen müssen und ihre Hütte samt Kirchlein in Flammen aufgeht. Mit dem Rauch der Hütte tauchen um Mitternacht vier graue Weiber auf: Mangel, Schuld, Not und Sorge. Nur die Sorge dringt bis zu Faust vor und beraubt ihn des Augenlichts. Lemuren graben unter Mephistos Aufsicht Fausts Grab. Doch der blinde Faust deutet die Geräusche als Weiterarbeit an seinem letzten großen Werk, der Trockenlegung eines riesigen Sumpfgebietes. In einer Vision sagt Faust die vom Pakt verbotenen Worte: »Zum Augenblicke dürft' ich sagen; / Verweile doch, du bist so schön!« Mit diesen Worten sinkt Faust den Lemuren in die Arme und stirbt. Der Höllenrachen öffnet sich, schon eilen die Teufel herbei, um Fausts Seele zu holen; doch aus der oberen Welt erscheinen himmlische Heerscharen, die, singend und Rosen streuend, die Teufel abdrängen und Fausts Seele mit sich führen. Eine letzte, mystisch-allegorische Szene schildert die stufenweise Verklärung von Fausts Seele. |
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Die Hauptpersonen
Faust Faust hat alle Wissenschaften studiert und ist dennoch unzufrieden. Er kennt all das Geschriebene schon und möchte mit seinen Geist und mit seinem Herzen die Zusammenhänge der Welt begreifen und strebt sein ganzes Leben lang nach diesem Ziel. Er ist ein Gelehrter, der jedoch nicht nur die Lehren der anderen begreifen möchte, sondern auch selbst Forschungen anstellt um etwas Neues zu entdecken. Er ist der typische Mensch der Sturm und Drang Zeit und erfüllt deren Ideale: Natur, Gefühl, Genie und Freiheit. In gewisser Weise ist Faust auch arrogant, da er viel mehr weiß als andere und dies auch zeigt. Er bezeichnet sich selbst auch als Gott, was ebenso seine Überheblichkeit ausdrückt, wie das Gespräch mit seinem Famulus Wagner, wo sich deutlich zeigt, dass er seiner Meinung nach allwissend ist. Trotz dieser starken Eigenschaften gibt es auch ein anderes Extrem, denn von seiner Selbstüberzeugtheit fällt er in ein seelisches Tief und denkt an Selbstmord. Nach Euphorie bricht er zusammen. anderen begreifen möchte ebenbürtig. Faust hat kein Interesse an weltlichen Genüssen, was sich in der ,,Hexenküche" durch seine Verjüngung ändert. Für ihn sind nun auch Liebe und Begehren, sozusagen weltliche Genüsse, wichtig. Faust erlebt aufrichtige und wahre Liebe, doch trägt er keine Verantwortung dafür. Mephistopheles Mephisto begleitet Faust und möchte ihn vom rechten Weg abbringen, ihm die irdischen Genüsse schmackhaft machen und dadurch seine Seele gewinnen, wie es im Pakt ausgehandelt wurde. Der Teufel versteht das Streben von Faust nicht , da er nur die Triebhaftigkeit und nicht das Streben nach einem höheren Ziel der Menschen kennt und glaubt dadurch, Faust leicht zu verführen können. Er sieht nur das Schlechte im Menschen, wobei es dem Menschen möglich ist, beides, das Gute und das Böse zu sehen. Mephisto verkörpert zwar das Böse, entspricht jedoch nicht dem Bild des Teufels, wie er immer von den Menschen charakterisiert wird. Er ist klug, intelligent, gesittet, höflich und freundlich. Für Faust ist er in gewisser Weise ein ebenbürtiger Gesprächspartner mit dem er diskutieren kann. Mephisto steht jedoch nicht gleich mit Gott, er ist ihm untergeordnet und zählt, wie auch die Engel, zu Gottes Gesinde und wirkt am göttlichen Werk mit. Mephistopheles tritt im Stück meist im Hintergrund auf. Er wird als derjenige dargestellt, der beobachtet und der die Fäden zieht, und er tritt in fast jeder Szene auf. Margarete (Gretchen) Gretchen ist ein wohlanständiges, gesittetes, naives, liebes, religiöses und gottesfürchtiges Geschöpf und entspricht so dem Ideal des kleinbürgerlichen Mädchens. Sie hat diese Regeln des Kleinbürgertums stark verinnerlicht. Dadurch weiß sie auch, nachdem sie mit Faust geschlafen hat, dass sie etwas sündiges getan hat und selbstverständlich die Konsequenzen dafür tragen muss. So nimmt sie auch ihre Verurteilung als gerechte Strafe und Sühne auf sich. In ihre Reinheit in Liebe, Gläubigkeit und instinktivem Erkennen wird sie für Faust und Mephisto zu einer ebenbürtigen Partnerin. Dadurch rettet sie auch Faust vor dem verlieren der Wette und auch Mephisto hat keine Macht über sie. Nachdem sie Faust traf und sich in ihn verliebte, wird bis zum Ende sichtbar, dass sich Gretchen in eine Frau wandelt. Faust ist auch mitschuldig, dass Gretchen vom rechten Weg abkommt. Sie wird von Gott gerettet, denn Gretchen in ihrem ,,dunklen Drange" weiß, dass sie den falschen Weg ging und kannte den ,,rechten Weg". Sie lebt in ärmeren Verhältnissen wie Faust, denn er zählt zum Großbürgertum, lebt also in einer gehobeneren Schicht. Gretchen hat einen Bruder namens Valentin, der Soldat ist, und sie lebt mit ihrer Mutter in einem Haus zusammen, wo sie die Hausarbeiten erledigt. Wagner Wagner ist ein Gegenstück zu Faust. Er will nicht Neues entdecken und begreifen, sondern schon vorhandenes Wissen aus Büchern lernen und das ist für ihn die richtige Art und Weise der Wissenschaft. Er kennt nur die Theorie und das genügt ihm, deshalb weiß er auch nicht viel vom Leben außerhalb der Bücher, von Menschen, Gefühlen und Natur. Auch das Wissen von Faust möchte er sich aneignen und er versteht den Wissensdurst von Faust für noch nicht behandelte Themen in der Vergangenheit keineswegs. Die Naturbegeisterung von Faust ist im ebenso fremd, dennoch ist Faust für ihn ein Vorbild und er verehrt ihn, da er hofft, ein Abglanz von seinem großen Lehrmeister wird auf ihn übergehen und so würde er zu ebenso Ansehen und Anerkennung gelangen. In gewisser Weise ist Wagner naiv und menschenfremd, da er nicht bemerkt, dass er von Faust oft erniedrigt und als unwissender Bücherwurm dargestellt wird. Wagner hat auch wenig Einfühlungsvermögen, da er nicht merkt, dass er Faust stört, nachdem ihm der Erdgeist erschienen ist. Wagner denkt, dass Faust aus einem griechischen Trauerspiel deklamierte. Faust verachtet Wagner und kann nicht versteht, wie Wagner nur das alleinige Wissen aus Bücher genügt. Er ist jedoch mit ganzem Herzen bei der Sache, da es für ihn spannend ist, zu erkennen und zu begreifen was die früheren Wissenschaftler gedacht haben. Somit ist er nur ein Schüler, denn ein richtiger" Wissenschaftler versucht Neues zu erforschen und zu entdecken. Für die Klassik ist Wagner eine untypische Figur, da er zu sachlich denkt und lebt. |
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Interpretation
Goethes dramatisches Hauptwerk, die zweiteilige Tragödie Faust (1. Teil erschienen 1808, 2. Teil 1833), war bestimmt von einer sechs Jahrzehnte dauernden, wechselvollen Entstehungsgeschichte. Mit dem Stoff des historischen Faust wurde er vermutlich in Form des Volksbuches von Johann Nikolaus Pfitzer (1674) und der Strassburger Version des Puppenspiels bekannt, die auf dem Drama Christopher Marlowes (1587) fusste. Ferner dürfte er bereits in seiner Jugend Lessings dramatisches Faust-Fragment (1759) gelesen haben, der die im Mittelalter nur als warnendes Exempel vorgeführte Gestalt erstmals mit positiven Zügen versah. Der Prozess gegen die 1772 in Frankfurt hingerichtete Kindesmörderin Susanna Margarete Brand regte wiederum die Gretchen-Handlung des ersten Teils an. Goethes erster, zwischen 1772 und 1775 entstandener Entwurf zu Faust eignete sich die im Sturm und Drang gängige "titanische" Auffassung der Figur an. Diesem nur als Abschrift erhaltenen so genannten Urfaust folgte 1790 die überarbeitete Fassung Faust. Ein Fragment. Erst auf Drängen und unter intensiver Beteiligung Schillers nahm Goethe 1797 die Arbeit wieder auf, die nunmehr im ästhetisch-philosophischen Vorzeichen der Weimarer Klassik stand. Der 1808 abgeschlossene erste Teil wurde erstmals 1829 in Braunschweig vollständig aufgeführt (unter der Direktion von Ernst August Friedrich Klingemann), als Goethe nach langer Pause bereits mit der Vollendung des zweiten Teils beschäftigt war (1825-31). Dieser wurde seiner Weisung gemäss erst posthum veröffentlicht (1833). Die erste vollständige Aufführung beider Teile erfolgte 1876 am Grossherzoglichen Hoftheater in Weimar. Die der eigentlichen Handlung des ersten Teils vorangestellten Szenen "Zueignung", "Vorspiel auf dem Theater" und "Prolog im Himmel" führen zentrale Motive der Tragödie ein und schaffen die Ausgangskonstellation der Wette um Fausts Seele zwischen Gott und Teufel (Mephistopheles: "Was wettet ihr - den sollt ihr noch verlieren"). Die Anfangsszene im Studierzimmer Fausts rekapituliert dessen gescheiterte Versuche, dem Weltgeheimnis mit Hilfe von Wissenschaft und Magie auf die Spur zu kommen, und endet mit dem verzweifelten Entschluss zum Suizid, der im letzten Augenblick unter dem Eindruck der das Osterfest einläutenden Glocken wieder revidiert wird. Bei dem anschliessenden Osterspaziergang wird Faust seines gespaltenen, zwischen Geistigkeit und Sinnlichkeit schwankenden Wesens gewahr ("Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust"). Diesen Konflikt verspricht der - in seiner teuflischen Provenienz von Faust bald erkannte - Mephisto in der folgenden Studierzimmer-Szene zu lösen, fordert aber Fausts Seele als Pfand. Der mit Blut besiegelte Pakt erhält durch die von Faust geforderte Zusatzklausel wiederum den Charakter einer Wette: "Werd' ich zum Augenblicke sagen: / Verweile doch! Du bist so schön! / Dann magst du mich in Fesseln schlagen, / Dann will ich gern zu Grunde gehen!". Die zentrale Handlungseinheit, die Liebestragödie um Gretchen, wird vorbereitet in den teils witzig-satirischen, teils pittoresk-unheimlichen Szenen in Auerbachs Keller und der künstlichen Verjüngung Fausts in der Hexenküche. In der Gestalt Gretchens begegnet Faust das lebendige Idealbild der Frau, die ihm Mephisto zuvor in einem Zauberspiegel gezeigt hatte. Zur Erfüllung seiner leidenschaftlichen Begierde nimmt er dessen Hilfe in Anspruch, was sich als fataler Fehler erweist: Das Gretchens Mutter zugedachte Betäubungsmittel wirkt tödlich, ihr Bruder fällt im Duell mit Faust, sie tötet in Verzweiflung das gemeinsame Kind und endet im Kerker. Insofern scheint sich das Böse als beherrschendes Prinzip durchzusetzen, scheitert jedoch an der von Gretchen verkörperten Gegenmacht der göttlichen Liebe, über die Mephisto "keine Gewalt" besitzt. Die rein lustbetonte, letztlich egoistische Liebe Fausts demonstrierte Goethe in den eingestreuten Walpurgisnacht-Szenen, deren sexuell freizügige Teile er mit Rücksicht auf die moralischen Konventionen seiner Zeit vor der Veröffentlichung des Dramas tilgte. Die im Konflikt beider Liebeskonzeptionen aufscheinende Einsicht in die prinzipielle Unvereinbarkeit von Ehe und Erotik berührte die seinerzeit kontrovers geführte Diskussion um den Stellenwert der bürgerlichen Zweierbeziehung und belegte zugleich innerhalb des Dramas die offenkundige Unlösbarkeit des von Faust als schmerzlich empfundenen Grundwiderspruchs von geistiger und sinnlicher Existenz. Der erste Teil des Faust, der bei den Zeitgenossen teils enthusiastischen Zuspruch fand, vereinte das im Genie-Ideal des Sturm und Drang wurzelnde Faustbild mit der Ideendiskussion der Hochklassik und der nachklassischen Ästhetik Goethes, die besonders in der romantischen Ausmalung der Hexenszenen zutage trat. Die Einlösung der Wette blieb dem zweiten Teil der Tragödie überlassen, der aus der Sicht des alternden Dichters kaleidoskopartig die Summe seines eigenen jahrzehntelangen Ringens um Welterkenntnis und Lebenserfüllung zog. Die sogar nach Goethes Einsicht "inkommensurable" Gedanken- und Ereignisfülle, in der Mythen der deutschen Geschichte ebenso ihren Platz fanden wie diejenigen der Antike (Klassische Walpurgisnacht), ergibt im ganzen gesehen eher einen facettenreichen weltanschaulichen Essay als ein bühnengerechtes Schauspiel. Am Ende steht, ähnlich wie in Wilhelm Meisters Wanderjahren, die Einsicht in den absoluten Wert der in sich selbst vollendeten, auf kein konkretes Ziel gerichteten Tätigkeit: "Wer immer strebend sich bemüht, / Den können wir erlösen." Die Macht der unter dieser Voraussetzung wirksamen göttlichen Gnade besiegt letzten Endes den "Geist, der stets verneint" und macht Mephisto zum Verlierer der Wette. Im Gegensatz zum positiven Echo des ersten Teils stiess der zweite bei seiner Veröffentlichung weitgehend auf Unverständnis, was der enormen Nachwirkung, die die Tragödie insgesamt entfaltete, jedoch keinen Abbruch tat. Die Gestalt des Faust unterlag dabei unterschiedlichen, oft missverständlichen Interpretationen, wie der schliesslich von der nationalsozialistischen Ideologie usurpierten Umwertung zum Ideal des deutschen Geistes. Als exemplarisches Menschheitsdrama hat Goethes Dichtung, die u. a. Charles Gounod (Margarethe, 1858) zu einer Vertonung anregte, gleichwohl ihren Platz unter den ersten Werken der Weltliteratur behauptet. Filmfassungen schufen Friedrich Wilhelm Murnau (1926) und Gustav Gründgens (1960). aus: "Goethe, Johann Wolfgang von", Microsoft(R) Encarta(R) 98 Enzyklopädie. (c) 1993-1997 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. Eigene Meinung Das Buch Faust stellt eines der wichtigsten Werke der deutschen Literatur dar. Es ist die Biographie eines Genies das zwischen Genialität, Größenwahn und Wahnsinn hin und her taumelt. Das Buch an sich ist sehr anspruchsvoll und schwer zu lesen, es regt allerdings auch sehr zum Nachdenken an und lässt dank der vielen sinnbildhaft dargestellten Szenen und Symbole reichlich Freiraum für Interpretationen und Gedanken. Mir selbst viel es schwer das Buch zu lesen und den Inhalt zu erfassen, da es sehr anspruchsvoll und altmodisch geschrieben ist. Aber man kann auch nicht erwarten das Werk an einem Tag zu verstehen, da Goethe schließlich 60 Jahre daran geschrieben hat. Trotz des schwierigen und nicht immer ganz eindeutigem Inhalt ist Faust nur weiterzuempfehlen. Quellen Karl Marx, Friedrich Engels: Werke, Band 2; Dietz Verlag, Berlin Richard Dobel: Lexikon der Goethe-Zitate; dtv, München, 1995 Richard Friedenthal: Goethe – sein Leben und seine Zeit; Piper Verlag Nicholas Boyle: Goethe II 1790-1803; Verlag C.H.Beck, München, 1999 Herbert Schnierle: Goethe und die Französische Revolution Antal Szerb: Geschichte der Weltliteratur, 1941 Kurt Rothmann: Literaturwissen -- Johann Wolfgang Goethe; Reclam, 1994 J. W. Goethe: Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand – Ein Schauspiel (2. Fassung, 1773); Reclam, 1993 J. W. Goethe: Faust – Der Tragödie erster Teil (1773-1806); Reclam, 1986 J. W. Goethe: Die natürliche Tochter (1799-1803); Reclam, 1999 J. W. Goethe: Egmont (1774-1788); Reclam, 1999 Walter Hinderer: Interpretationen – Goethes Dramen (div. Autoren); Reclam, 1999 Bernd Witte: Interpretationen – Gedichte von Johann Wolfgang Goethe (div. Autoren); Reclam, 1998 Eva Brinckschulte: Erläuterungen zu J. W. v. Goethe Götz von Berlichingen; C. Bange Verlag, Hollfeld, 7. Auflage 1997 Hans Gerd Rötzer: Geschichte der deutschen Literatur; C. C. Buchner Verlag, 1. Auflage 1996 Heinz Ludwig |
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#9 (permalink) |
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Wow, ich bin beeindruckt. Mein kompliment Jay.
Da ich in der 11. Klasse mal hängen geblieben bin, hatte ich die Möglichkeit den Fauststoff zweimal und auf zwei verschiedene Weisen durchzunehmen. Des weiteren hielt ich auch zu jedes jahr einen Vortrag zu Faust. Der erste war zu dem Urfaust, dem Stück von Marlowe. (wo viele sagen, das wäre Shakespeare,weil der sehr früh, und ungefähr zum Beginn der Schaffensphasse Shakespeares in einer bar abgemurkst wurde, was aber nie ganz gestätigt wurde), ich hab das Buch übrigens zu hause, das zweite befasste sich mit den dreifachen Zugängen (also Vorspiel vorm Theater, Die Wette im Himmel, und der Eingangsprolog: "Ihr naht euch wieder schwankende Gestallten,..."<-- Hab ich übrigens auf Note rezitiert) Ich hatte auch mal die Möglichkeit das komplette Schauspiel zu erleben, und das an Originalschauplätzen in Leipzig (Auerbachs Keller) Es war ein absolut geiles Erlebnis, zwar acht Stunden lang, aber unglaublich gut. Ich finde, das Goethe mit Faust sein ganzes Genie niedergeschrieben hat, und es so komplex ist, das es noch sehr lange dauern wird, bis alles komplett aufgedeckt ist. Faust ist zurecht in meinen Augen unter den Top 3 der Weltliteratur anzufinden.
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Der Himmel ist deshalb so grau, weil alles Blaue schon heruntergelogen wurde. |
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#11 (permalink) |
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Ich habe `Faust` in der Oberstufe auch durchgenommen und war davon total fasziniert !!! Da hat der Unterricht richtig Spass gemacht
![]() Man braucht aber schon professionelle Hilfe vom Lehrer, um die Tragödie in all ihren Tiefgründen zu erfassen ! Oder man kauft sich die Lektürenhilfe ![]()
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Geändert von butterfly (05.06.2003 um 21:47 Uhr). |
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#12 (permalink) |
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Ich hab Faust im LK Deutsch durchgenommen. Allerdings hauptsächlich Faust 1. Über Faust 2 haben wir ,,nur" Referate gehalten. (Ich hatte den letzten Akt).
Mir persönlich hat Faust auch gut gefallen und es war auch interessant!!! So richtig versteht man es , glaube ich, allerdings wirklich nur mit dem Lehrer etc. Im Moment lesen wir ,,Das Leben des Galilei". Ist auch interessant!!!
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Ordnung ist das halbe Leben, drum ordne nie und lebe ganz!
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#13 (permalink) |
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Ich habe die Erfahrung gemacht, das selbst die Lehrer das Ding nicht so richtig verstehen. Ich hab die elfte wie gesagt zweimal gemacht, und hab da zwei Welten des Faust kennengelernt, von zwei versch. Lehrern. Einer hielt sich mehr an den Lehrplan, dem anderen war es wichtig, das wir es verstehen.
"Das Leben des Galillei" ist ein absolut geiles Buch. Da ich dazu noch ein kleiner Anhänger von Brecht bin, hat mir das besonders gut gefallen. Am geilsten finde ich das Gespräch zwischen Galillei und dem Mönsch, der von der neuen Lehre und dem Gegensatz zu dem Land und den Menschen erzählt. Die Grundaussage liegt bei Brecht aber wo anders, nähmlich, das der Fortschritt immer zwei Seiten hat, die eine ist die Erziehung des Menschen, die andere ist das verschwinden alter Weisheiten und Traditionen. Ihr lest warhscheinlich die Version, die er mit einem amerikanischen Schauspieler, der auch sein bester Freund war in den USA zur Zeit des zweiten Weltkrieg, verfasst hat. Er hat ja noch verschiedene Fassungen geschrieben, eine in Frankreich, eine in der Schweiz und eine in Finnland.
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#15 (permalink) |
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Grade das epische Theater finde ich persönlich ziemlich bescheuert. *g* Ich weiss nicht,welchen Sinn es hat, wenn Menschen auf die Bühne gehen und dann so spielen, dass es offensichtlich ist,dass es nur ein Spiel ist. Natürlich ist es sinnvoll, wenn Menschen sich mit den Problemen die dort dargestellt werden objektiv befassen können, aber für mich muss Theater auch einen gewissen Unterhaltungswert haben und sollte nicht nur zur Auseinandresetzung mit Problemen werden. Aber da gehen die Geschmäcker auseinander. Mich fasziniert es eher, wenn man in die Handlung eintauchen kann, als wenn man sich ständig kritisch mit dem Dargestellten auseinander setzt.
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#16 (permalink) |
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Naja, Brecht sieht das Theater halt als Erziehungsmassnahme. Klar ist es einfacher und leichter sich in's Theater zu setzen und das Stück seicht vor sich hinplätschern zu lassen. Ich will jetzt nicht sagen, das alles was vorher war schlecht ist, aber es reichte Brecht nichtmehr aus.
Das epische Theater erfordert aber 1a Schauspieler die in einem Ensemble miteinander spielen. Wenn das von zweitklassigen Schauspielern gespielt wird, dann wird das Stück in lächerliche gezogen, und grotesk wiedergegeben. Das epische Theater ist meinen Augen etwas, was kommen musste zu der Zeit. Es gab im Laufe der Zeit verschiedene Theaterformen. So z.B. das dionysische Theater, der griechischen Antike. Das ist auch nicht unbedingt mein Geschmack, wo da zwei Schauspieler auf Stelzen mit Masken rumstehen, und hinter denen zwei Chöre sind, also da wo wirklich das gesprochene Wort dominiert. Ich bin auch der Meinung wie Brecht, das das Theater, so wie jedes Medium, was es gab, was es gibt und was es noch geben wird, die Pflicht hat, die Menschen zu erziehen. Im Grunde versuchte das schon Lessing, in "Nathan der Weise," Schiller in "Kabale und Liebe" und Goethe in eben seinem Faust. Alle drei haben Probleme behandelt, die halt in ihrer Zeit typisch waren. So befasste sich Lessing zur Zeit der Aufklärung mit dem Religionskonflikt, und schreibt es meiner Meinung nach unübertrefflich in seiner Ringparabel nieder. Schiller befasst sich mit dem Ständekonflikt und dem Soldatenhandel, also mit der Herrschaftsart. Goethe befasst sich mit dem Menschen und dem Erlösungsgedanken. Tja, und Brecht befasst sich nun auch mit dem Menschen, und den aktuellen Problemen, der damaligen Zeit, nähmlich der Armut, der Willkür und vernichtenden Kriege. Also setzt er meiner Meinung nach die Linie fort.
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#18 (permalink) |
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AW: Faust
ich kann dir meine selbstgeschriebene verkaufen *lol*
ne quatsch. hm kostenlos dürfte schwierig werden. gibts bestimmt irgendwo im internet,maber wie gut die dann sind ist die zweite frage. ich würd mir an deiner stelle ne lektürenhilfe holen. steht viel drin und sooo teuer sind die nicht.
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#20 (permalink) |
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AW: Faust
zu faust gibts unzählie lektürhilfen... schau mal ind er örtlichen bücherei un je nachdem wofür die eine hausarbeit schreibt, sei es fürs studium dann die empfehle ich einfach die UB oder die fakultätsbibliothk... für die schule dann eben die örtliche bib... die haben da mehr als geügend zeugs, kann man kopieren ausleihen, abschreiben, wie auch immer... ist mir jedenfalls aufgefallen als ich für meine hausarbeit in den ferien in unserer örtlichen bib für hotel savoy recherchiert hab... aber gibt echt sehr viel... würde ich dir am ehesten empfehlen dass in den bibs ma schust was du fidnest und zur not eben ine kaufen... die sind nciht gerade teuer und danach kann man sie ja immer noch bei amazon oder so verhökern...
zum faust will ich auch noch was sagen... ich find den prolog immer noch genialst! gut, wir haben angefangen den im LK in der 13. nachm abi durchzunehmen... zu der zeit also als ich wegen meiner OP flachlag und in der wir dann doch ganz gerne lieber 2h irgendwo in einer versteckten schulhofecke n kaffeeklatsch gemacht haben anstatt den unterricht zu besuchen... aber ich hab jadas buch auch lesen wollen... has ja daheim... faust I + II + urfaust... weit bin ich bisher noch nicht, ist kein buch für den zug, weil zu viele nervige menschen, die einem so auf die nerven gehen, dass man glatt zum mörder werden könnte... wie dem auch sei, ich bereue es jedenfalls nicht, dass ich mir das ding gekauft hab... sind ja auch bald wieder semesterferien... viell finde ich da etwas zeit... hab mich ja schon ein wenig eingelesen... aber bisher fand ichs wirklich klasse... und goethe und ich sind nicht gerade die engsten freunde... aber da hat er mal was anständiges zu papier gebracht...
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What can I say? (I don’t want to play) anymore What can I say? I’m heading for the door I can’t stand this emotional violence Leave in silence Depeche Mode - Leave in silence |
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#21 (permalink) |
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AW: Faust
Ich bin glaub ich fast der einzige, der Teil II besser fand als Teil I...
Aber Faust ist im allgemeinen schon richtig genial (auch wenn ich sonst kein Goethe Fan bin). Gehört für mich neben Shakespeare und "Der Sandmann" zu den besten Pflichtlektüren aus der Schule... |
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#22 (permalink) |
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AW: Faust
Echt geiel ! Finde ich echt Gut @Jay ! könntest du mir ein gefallen tun ! Eine Inhaltsangabe von "Osterspaziergang" und eine Interpretation zu machen ! Ist deerbe wichtig ! denn ich screibe morgen eine Arbeit ! Währe echt nett wenn du mir helfen könntest !
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#23 (permalink) | |
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AW: Faust
Zitat:
Das mach mal fein selber mein Junge, weil 1. is der jay schon lange nichmehr aktiv auf dem Board und zweitens, ist das schon so lange her, das er das gemacht hat, das er sich da nichmehr reindenken kann. Nunja, viel Spass beim selber erarbeiten.
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#24 (permalink) |
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AW: Faust
Off-Topic: loool...das ist ja als wenn ich ne I-Net Seite mache, und jemand daher gelaufen kommt und sagt "Geil, machste mir auch eine...so und so und so..." Nur das ne Seite wahrscheinlich noch weniger Arbeit ist als n Referat oder ne komplette Inhaltsangabe. Naja, die Leute werden immer fauler...und dreister dazu!
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