Foltern für die Freiheit - ok oder pfui?


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Umfrageergebnis anzeigen: Folterungen ok oder pfui?
Foltern ist gut und effektiv. Weiter so! 1 10,00%
Hm vielleicht in Ausnahmefällen! (Welche?) 2 20,00%
Manchen tuts ganz gut! 1 10,00%
Nö!!!!11 Foltern is doch Mittelalter, Alter!11 1 10,00%
Ich bin generell gegen Gewalt. 5 50,00%
Teilnehmer: 10. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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Alt 06.10.2006, 06:23   #1 (permalink)
Foltern für die Freiheit - ok oder pfui?


Ihm wurde am Bart gezogen und die Ami-
rekaner fanden das lustig. Gemein! quelle



Der Tagesschaubot möchte es gerne vertuschen, aber auch Deutsche foltern gern. Das hat man sich ja eh schon gedacht, jetzt ist es bittere Realität! Die Folterdiskussion ist also in Deutschland angekommen (in einem versiegelten Container, über den Ostblock vermutlich)


Da stellt sich ja nun die Frage, wie steht man dazu? Findet Ihr Folterungen ok, solang sie Euch nicht betreffen und man dadurch wichtige Infos bekommt? Ist Foltern generell pfui, oder gibt es Ausnahmen? Sollte man vielleicht gleich öffentlich foltern, der Abschreckwirkung wegen? Welche Foltermethoden haltet Ihr für die effektivsten?

Meine Meinung gibts später gratis, sogar ohne Androhung von Folter.
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Das Benzin des Wassers wird proportional am Feuer gemacht.
Aaron T. Richter


man brauch keine jacke um ne Hopper-Mütze aufzuhaben
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Dexter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2006, 07:32   #2 (permalink)
AW: Foltern für die Freiheit - ok oder pfui?

lol Dex! Ein eigentlich ernst zu nehmendes Thema, aber so toll umschrieben.

Ich bin generell gegen Gewaltanwendung.
Die einzige Folter, die ich sinnvoll fände (sofern es einer guten Sache zugute kommen würde), wäre die psychische Folter. So wie in schlechten amerikanischen Krimis wo man ne Ikealampe nen Zentimeter vors Gesicht bekommt „Wo sind sie gewesen? Geben sies endlich zu!“ usw
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Das Leben ist zum Lachen da, drum nehm ich Psychopharmaka.
F.U.
cornholio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2006, 07:35   #3 (permalink)
AW: Foltern für die Freiheit - ok oder pfui?

Off-Topic:
wie will man den krieg gegen den terror eigentlich mit den ganzen generellgegengewaltzivis gewinnen


ok psychische folter. lampe ins gesicht, na gut. das gibts auch bei der ecstasykontrolle nach der dorfdisse. aber was ist mit 24-7-licht, keine decke zum schlafen und kalt? wär das dann auch noch ok? (gibts da nich nen stallonefilm drüber?)

andere frage: was ist "die gute sache" ?
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Dexter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2006, 08:35   #4 (permalink)
AW: Foltern für die Freiheit - ok oder pfui?

Bei der Serie 24 haben sie einem Kopfhörer mit irgendwelchen Geräuschen aufgesetzt. Dazu noch verbundene Augen und festgebundene Hände, damit er sich das andere Zeugs nicht vom Kopf reißen kann. Als er nach einer halben Stunde gefragt wurde, was er glaubt, wie lange die das schon mit ihm machen, meinte er 3 Stunden. Das wäre vielleicht eine mögliche Folter-/Verhörmethode.

Ansonsten würde ich sagen, wäre Folter nur dann drin, wenn man nen Typen aus seiner mit Sprengstoffutensilien bestückten Wohnung geholt hat oder er schon mit ner fertigen Bombe im Rucksack rumgelaufen ist.

Das ganze allerdings auch nur, wenn Gefahr im Verzug ist, Also wenn anzunehmen ist, dass in den nächsten Stunden/ Tagen ein Anschlag verübt werde soll.

Wo sie vielleicht auch noch möglich wäre, wäre bei Gesprächen über die Vorbereitung eines Anschlags. Wäre nur die Frage, wie man in Grenzfällen entscheidet, ob da vielleicht nur 2 (oder mehr) Leute einfach nur rumgeblödelt haben oder ob die´s wirklich ernst meinen.
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Ladida
Manni ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2006, 08:43   #5 (permalink)
AW: Foltern für die Freiheit - ok oder pfui?

Zitat:
Zitat von Manni Beitrag anzeigen
Ansonsten würde ich sagen, wäre Folter nur dann drin, wenn man nen Typen aus seiner mit Sprengstoffutensilien bestückten Wohnung geholt hat oder er schon mit ner fertigen Bombe im Rucksack rumgelaufen ist.

Das ganze allerdings auch nur, wenn Gefahr im Verzug ist, Also wenn anzunehmen ist, dass in den nächsten Stunden/ Tagen ein Anschlag verübt werde soll.
und wie lange foltert man ihn dann bis man ihm schließlich doch glaubt, dass er ein einzeltäter war? herr kurnaz war immerhin 5 jahre in der clubanlage "camp sun-ray" in der malerischen guantánamo-bucht interniert zu gast



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²³ ok der jetzt nich, aber man weiß ja wie die moslems sind! immer nur am meckern und so, aber selber immer laut diese dönerbudenmusik hören und im fenster die wäsche hängen haben!
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Dexter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2006, 09:07   #6 (permalink)
AW: Foltern für die Freiheit - ok oder pfui?

Zitat:
Zitat von Dexter Beitrag anzeigen
Off-Topic:
wie will man den krieg gegen den terror eigentlich mit den ganzen generellgegengewaltzivis gewinnen


ok psychische folter. lampe ins gesicht, na gut. das gibts auch bei der ecstasykontrolle nach der dorfdisse. aber was ist mit 24-7-licht, keine decke zum schlafen und kalt? wär das dann auch noch ok? (gibts da nich nen stallonefilm drüber?)

andere frage: was ist "die gute sache" ?
Du Honk!
Es ist mir schon klar, dass das nicht möglich ist. Ich finds schon gut wenn mal Jemand, ders verdienst hat, ein Paar auf die Mütze bekommt. (Wo man wieder über "verdienen" diskutieren kann) Wobei ich nicht der Täter seien wollen würde. Verstehste?

24-7 Licht wäre schonwieder was anderes. Das ist ja nicht mit Schmerz verbunden. (höchstens in den Augen ) Drum wär ich dafür.

"Die gute Sache" ist dass, was ich als gut und gerecht empfinde. (Da gehen die Meinungen auch wieder auseinander...)
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F.U.
cornholio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2006, 09:26   #7 (permalink)
AW: Foltern für die Freiheit - ok oder pfui?

Zitat:
Zitat von Dexter Beitrag anzeigen
und wie lange foltert man ihn dann bis man ihm schließlich doch glaubt, dass er ein einzeltäter war? herr kurnaz war immerhin 5 jahre in der clubanlage "camp sun-ray" in der malerischen guantánamo-bucht interniert zu gast]
Von Jahre langen foltern halte ich mal gar nichts.
Ich denke da eher an ein paar Stunden.
Allerhöchstens ein paar Tage, weil man bis dahin bei Nachbarn sicher ermitteln kann, ob der Gefangene mit anderen zusammengewohnt hat oder ob er oft Besuch hatte. Wenn kaum etwas oder gar nichts dafür spricht, dass es noch andere gab, dann braucht man auch nicht lange foltern. Aber wenn es mehrer Hinweise gibt, dass es da noch mehr Täter gibt, kann das ganze schon ein paar Tage gehen. Denn nach - sagen wir mal - 4 bis 5 Tagen sind die Komplizen wahrscheinlich eh über irgend eine Landesgrenze abgehauen.
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Ladida
Manni ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2006, 09:40   #8 (permalink)
AW: Foltern für die Freiheit - ok oder pfui?

ok aber wir sind ja hier nich in einem hollywoodfilm, wo man einfach nach mexiko abdüsen kann! terroristen können und müssen und werden auch in anderen ländern verfolgt werden, also wieso nicht lieber noch ne woche folter dranhängen, zur sicherheit?

und wenn schon kurze folter, sollte man die dann wenigstens extrafies gestalten?


@corny: interessant schlafentzug tut auch nich weh, is aber doch ziemlich ungesund, hab ich gehört
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Dexter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2006, 10:13   #9 (permalink)
AW: Foltern für die Freiheit - ok oder pfui?

Mein Moralbewusstsein entscheidet sich eigentlich gegen Folter, ich wüsste aber auch, wie ich mich entscheiden würde, wenn das Leben einer Person davon abhinge, die ich liebe, nämlich PRO Folter und da wir alle Menschen mit Gefühlen sind, ist es in solchen Situationen immer schwer sich an seine eigenen Prinzipien zu halten, der Bruch dieser wird dann meistens als doppelmoralisch bez. und das ist jeder von uns, ENDE.
Luigi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.10.2006, 08:16   #10 (permalink)
AW: Foltern für die Freiheit - ok oder pfui?

aha. das erinnert mich an die hypothetische frage, die man veganern immer gerne stellt: wenn du auf einer wüsteninsel ohne pflanzen von einem wildgewordenen ziegenbock angegriffen wirst und außerdem gerade kurz vorm verhungern bist, würdest du den dann auch nicht töten und grillen?
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Alt 07.10.2006, 10:19   #11 (permalink)
AW: Foltern für die Freiheit - ok oder pfui?

Off-Topic:
Zitat:
Zitat von Dexter Beitrag anzeigen
aha. das erinnert mich an die hypothetische frage, die man veganern immer gerne stellt: wenn du auf einer wüsteninsel ohne pflanzen von einem wildgewordenen ziegenbock angegriffen wirst und außerdem gerade kurz vorm verhungern bist, würdest du den dann auch nicht töten und grillen?
Der schlaue Veganer müsste mit der Gegenfrage, wie ein Pflanzenfresser (also der Ziegenbock) auf einer Insel ohne Pflanzen überleben konnte, antworten.
Mal ganz davon abgesehen, ob er sagen würd, dass er den Ziegenbock isst oder nicht, würde er es auf jeden Fall irgendwann tun. Ansonsten wäre er psych(olog)isch ziemlich krank.
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Ladida
Manni ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.10.2006, 10:39   #12 (permalink)
AW: Foltern für die Freiheit - ok oder pfui?

dieses absurde gedankenspiel hab ich mir ja nicht ausgedacht ich finds halt genauso blöd wie die gewissenstests für zivis - wenn ein terrorist deine mutter in ne schlucht schubsen würdest du dazwischengeshen usw. was ich damit sagen wollte: es ist doch für die fragestellung des threads total unerheblich was in einer 1:1.000.000.000 situation geschehen würde, sondern geht ja eher in die richtung: was sollte vorgabe der politik sein. usw usf. wie würdet ihr es finden, wenn in deutschland die gleiche gesetzgebung herrscht wie in den usa? in case you havent mitgekriegt die aktuellen geschehnisse:

Zitat:
"Der Military Commissions Act, der am 28.9.2006 vom Senat verabschiedet wurde, gestattet es ausdrücklich, sogenannte "unlawful enemy combatants" bestimmten "scharfen Verhörpraktiken" auszusetzen. Nach Ansicht von Menschenrechtsorganisationen ist dies als Folter zu werten. Unter Folter erpresste Informationen dürfen auch vor Militärgerichten verwendet werden. Damit lockern die USA nach Ansicht von Kommentatoren das Folterverbot der Genfer Konventionen."

http://de.wikipedia.org/wiki/Foltern..._US-Amerikaner
!

siehe auch

Zitat:
Nun können also die sogenannten "unrechtmäßigen feindlichen Kämpfer" weiter willkürlich inhaftiert, mit nicht genauer definierten Mitteln verhört und ohne Recht auf Einsicht in die Anklage vor Militärgerichte gestellt werden. Dazu kommt, dass Menschen, die irrtümlich und ohne Schuld gefangen genommen, üb er die Freiheitsberaubung hinaus vielleicht misshandelt und mitunter viele Jahre lang inhaftiert wurden, nicht vor amerikanische Gerichte gehen können, um gegen die Inhaftierung zu klagen oder nachträglich Wiedergutmachung zu erreichen. Ohne Veränderung wurde auch die erweiterte und beliebig interpretierbare Definition für die "unrechtmäßigen feindlichen Kämpfer", die nicht der amerikanischen Rechtsprechung und den Genfer Konventionen unterliegen sollen, beibeihalten, so dass das Kriegsrecht auch nicht näher beschriebene "Unterstützer" von bewaffneten Auseinandersetzungen als feindliche Kämpfer verschleppen, unbegrenzt einsperren und willkürlich entweder irgendwann freilassen oder vor ein Kriegsgericht führen kann [.....]

Diese Entscheidung ist schon ein schwarzer Tag für den Rechtsstaat und die Menschenrechte. Noch schlimmer ist jedoch, dass der Kongress rückwirkend Folter und Misshandlungen von Gefangenen, die vor Ende 2005 festgenommen wurden, für straffrei erklärt. Damit sollen die Entscheidungsträger im Pentagon und im Weißen Haus vor möglichen Klagen geschützt werden. Auch Aussagen, die vor dem 30.12.2005 unter Folter erzwungen worden waren, dürfen noch vor den Kriegsgerichten verwendet werden. Nun ist zwar "grausame und unmenschliche Behandlung" von Gefangenen auch für CIA-Mitarbeiter verboten, der Gesetzestext gibt aber der Regierung weiterhin einen breiten Spielraum. Darunter fallen "schwere körperliche oder geistige Schmerzen oder Leiden", wozu "schwerer körperlicher Missbrauch" zählt. "Schwerer körperlicher Schmerz" wird definiert als "Körperverletzung", die ein "ernsthaftes Todesrisiko", "extreme körperliche Schmerzen""Verbrennungen oder körperliche Entstellungen schwerwiegender Natur (keine Schnitte, Rasuren oder Schläge)" und/oder einen "bedeutsamen Verlust bzw. eine bedeutsame Beeinträchtigung eines Körperglieds, eines Organs oder einer geistigen Kapazität" einschließt. Für die von Bush als notwenig erachteten "alternativen Verhörmethoden" ist also weiterhin genügend Spielraum, der nun auch vom Kongress anerkannt wurde.


http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23653/1.html

oder halt bei den spielverderbern amnesty international:
http://web.amnesty.org/pages/stoptor...0-features-eng
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Dexter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.10.2006, 10:45   #13 (permalink)
AW: Foltern für die Freiheit - ok oder pfui?

Ach Dexili, dann lies doch mal, was du eingangs geschrieben hast!

Zitat:
Da stellt sich ja nun die Frage, wie steht man dazu? Findet Ihr Folterungen ok, solang sie Euch nicht betreffen und man dadurch wichtige Infos bekommt? Ist Foltern generell pfui, oder gibt es Ausnahmen? Sollte man vielleicht gleich öffentlich foltern, der Abschreckwirkung wegen? Welche Foltermethoden haltet Ihr für die effektivsten?
Und wenn du mit der Einstellung durchs Leben gehst, dass alles recht unwahrscheinlich ist, ergo kann ich es ja machen, dann hmm, dann fällt mir dazu nichts mehr ein, doch! Arm

PS: Wie wärs mit der Todesstrafe? Ich mein, wie wahrscheinlich ist es, dass man einem Gerichtsirrtum zum Opfer fällt und dann selbst gekocht wird?
Luigi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.10.2006, 10:51   #14 (permalink)
AW: Foltern für die Freiheit - ok oder pfui?

lies lieber mal meinen edit.
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Dexter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.10.2006, 11:04   #15 (permalink)
AW: Foltern für die Freiheit - ok oder pfui?

Zitat:
"Schwerer körperlicher Schmerz" wird definiert als "Körperverletzung", die ein "ernsthaftes Todesrisiko", "extreme körperliche Schmerzen""Verbrennungen oder körperliche Entstellungen schwerwiegender Natur (keine Schnitte, Rasuren oder Schläge)" und/oder einen "bedeutsamen Verlust bzw. eine bedeutsame Beeinträchtigung eines Körperglieds, eines Organs oder einer geistigen Kapazität" einschließt.
Ja cool, da kann man ja mal in den Magen hauen, dann mal ins Gesicht schlagen, öööhm wer hilft mir, was kann man da noch machen? Aber was willst du mir damit sagen? Ich finds beschissen, ja und ich würde, wenn ich könnte, diese Lücken als Gesetzgeber schließen aber dennoch bin ich doppelmoralisch, ich würds machen, voll in die Fresse ey!
Luigi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.10.2006, 12:08   #16 (permalink)
AW: Foltern für die Freiheit - ok oder pfui?

Folter gut...
oder
Folter schlecht...

Eigentlich ´ne beschissen vertrakte Frage. Wenn ich selbst nicht gefolter würde, also irgendein Fremder, welcher evtl. wichtige Informationen hat, die mehrere Menschen retten könnten, ja dann könnte ich mir vorstellen...


Aber umgekehrt, was wäre wenn...

Ein Beispiel (auch wenn es unglaubwürdig klingen mag):
Ich werde verhört, weil ich einen Kumpel habe der Ali C. heißt und dieser wiederrum jemanden kennt der Verbindungen zu einer terroristischen Vereinigung hat.
Nun weis die Regierung eines Landes, in dem ich Urlaub machen wollte oder in dem Verwandte von mir leben, von dieser Tatsache.
Aufgrund eines Verdachtes auf Kontakt zu einer terroristischen Vereinigung werde ich eingesperrt und gefoltert.
Ob ich dann Folter immer noch für angebracht halten würde...?

Anders gesagt:
Warum sollte ein U.S. Geheimdienst preisgeben wenn er einen Unschuldigen gefoltert hat?
Und wenn dieser dann unter der Bezeichnung "unrechtmäßig feindlicher Kämpfer" inhaftiert und gefoltert wurde, braucht dieser Geheimdienst auch keine Repressalien zu fürchten.
Wenn sowas geschieht, erübrigt sich wohl die Frage ob pro oder contra.
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»Einschlafen, fühl ich, will das Ding, die Seele,
Und näher kommt die rätselhafte Nacht!«
von Theodor Storm(1817-1888) aus "Ein Sterbender"
Ummon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.10.2006, 14:18   #17 (permalink)
aKe
AW: Foltern für die Freiheit - ok oder pfui?

Ich finde generell, dass Folter ein absolut adäquates Mittel ist an Informationen jeder Art heranzukommen... Sei es der Terrorverdächtige um an seine Drahtzieher heranzukommen, der Bombenleger um an die gelegte Bombe heranzukommen oder die Oma um an den Apfelkuchen heranzukommen!

Ich mein, ständig dieses Gerede um Menschlichkeit und wir sind besser als die Verbrecher führt doch zu nichts. Menschlichkeit versagt auf ganzer Linie. Man sieht doch, dass die Methode der Folter extrem erfolgreich ist. Die im Mittelalter haben das eindrucksvoll bewiesen. Wieviele Hexen die verbrannt haben! Einfach enorm findet ihr nicht? Ich wäre bei mindestens der Hälfte der Leute nicht darauf gekommen, dass das tatsächlich Hexen waren!

Ich finde es absolut in Ordnung, dass die Amerikaner schon seit Jahrzehnten der Gestapo nacheifern. Ich mein, je mehr Iraker man erschiesst, desto weniger Aufständische gibt es doch. Und das ist klar im Sinne des Landes, denn dass die ganze Welt die Amerikaner dafür bewundert im Irak so beeindruckend Ruhe, Ordnung und Demokratie von Himmel regnen zu lassen, steht ja wohl außer Frage.
Wahrscheinlich ist sogar Gott in diesen Zeiten stolz auf uns Menschen, weil wir uns so prächtig entwickelt haben, dass Folter endlich wieder ernsthaft diskutiert wird. Dass die Spinner von Neuzeitlern die Folter überhaupt abgeschafft haben ist doch echt ein Frevel gewesen.
Der gute alte Hexenhammer! Was wir brauchen ist ein Moslemhammer, jawohl!

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aKe ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 10.10.2006, 07:19   #18 (permalink)
AW: Foltern für die Freiheit - ok oder pfui?

http://www.tagesspiegel.de/politik/a...06/2826501.asp
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