Freundin in Lebens-/Sinn-/...-Krise


Partner, Liebe und Zweisamkeit Sexualität, Partnerschaft etc.

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Alt 03.07.2007, 15:59   #1 (permalink)
Freundin in Lebens-/Sinn-/...-Krise

Hallo zusammen!

Ich bin noch relativ frisch hier und hab noch nicht sehr viele Beiträge geschrieben allerdings will ich mich heute mal aktiv ins Geschehen schmeißen und euch meine momentan Leidensgeschichte erzählen

Vielleicht kann ich ja aus der einen oder anderen möglichen Antwort ein wenig brauchbares für mich mitnehmen!

Kleine Anmerkung: Das ganze ist länger geworden, als ich eigentlich dachte und ich kann mir gut vorstellen, dass nicht viele Leute Interesse daran haben, das ganze bis zum Ende zu lesen, allerdings kann ich jetzt schon sagen, dass es mir wenigstens gut getan hat, die ganze Geschichte einfach mal niederzuschreiben und ich freue mich natürlich trotzdem, wenn es jemand bis zum Ende schafft und etwas dazu sagen möchte!

Zur Geschichte:

Ich (23) bin jetzt seit etwas über 3 Jahren mit meiner Freundin (auch 23) zusammen und bis vor einiger Zeit lief eigentlich alles sehr sehr gut. Leider kann ich nicht genau sagen, seit wann es tatsächlich bergab geht, da das ganze ein ziemlich schleichender Prozess war und wahrscheinlich schon vor einigen Monaten begonnen hat.

Jedenfalls sind wir vor etwas mehr als einem halben Jahr in unsere 1. gemeinsame Wohnung gezogen. Auch hier hatte ich Anfangs noch das Gefühl, dass alles wunderbar ist. Wir waren beide glücklich miteinander, sie schenkte mir ihre Liebe, ich schenkte ihr meine Liebe und wir waren beide froh darüber uns eine gemeinsame Zukunft aufzubauen und uns ein wenig vom "Schutz" des Elternhauses zu befreien und unsere eigenen Wege zu gehen, nachdem wir beide unsere Ausbildung abgeschlossen hatten und ins Berufsleben eingestiegen sind.

Nun zum Problem:

Bewusst gemerkt, dass etwas nicht stimmt habe ich wohl vor etwas mehr als 2 Monaten, da meine Freundin abends immer häufiger von zu Hause weg blieb und abends immer später nach Hause kam. Dabei war sie überwiegend im Lokal/Café ihres Vaters, welches er vor etwa 3 Monaten eröffnet bzw. übernommen hat.
Anfangs war mir das eigentlich ganz recht, da sie in unserer Beziehung bisher meist etwas zu viel geklammert hat und immer bei mir sein wollte. So "musste" ich auch oft auf Treffen mit Freunden oder meine Hobbies verzichten, da sie öfters einfach traurig war, wenn ich sie zuhause "zurücklies".
Um sie nicht ins falsche Licht zu rücken: Sie hatte immer viele Freunde und hätte auch immer die Möglichkeit gehabt sich mit jemandem zu treffen, musste also nie alleine zuhause bleiben, wenn ich etwas ohne sie unternehmen wollte. Sie wollte sich zu der Zeit lediglich mit niemandem Treffen, sondern die Zeit lieber mit mir verbringen.
Wie bereits gesagt, war das am Anfang ganz nett, dass ich wieder mehr Zeit mit meinen Freunden und meinen Hobbies verbringen konnte ohne den Gedanken im Hinterkopf, dass sie doch wieder traurig sein könnte, wenn ich gehe.

Als ich irgendwann dann allerdings feststellen musste, dass sie sich immer mehr von mir zurückzog, immer seltener Gefühle für mich zeigte und immer länger fortging wurde ich doch etwas stutzig und merkte, dass irgendwas nicht ganz passen kann.
Zum langen fortbleiben kam dann noch dazu, dass sie im Lokal natürlich einige neue Leute kennenlernte, welche überwiegend Männlich waren. Solange alles gut läuft, habe ich mit sowas auch kein Problem, da ich ihr absolut vertraue und weiß, dass sie sich meistens einfach besser mit Männern als mit Frauen versteht (der größte Teil ihrer Freunde sind Männer).

Als ich dann noch merkte, dass sie die meiste Zeit, wenn sie so lange fort war mit einem bestimmten Kerl verbrachte, den ich zu dem Zeitpunkt noch nicht kannte, wurde ich natürlich doch eifersüchtig und begann auch immer mehr Sauer zu sein, wenn sie spät abends/früh morgens nach Hause kam. So kam es dann natürlich auch in regelmäßigen Abständen zu mehr oder weniger großen Streits, wenn sie nach Hause kam, welche wir aber nie richtig ausgeredet haben (ich verstand ihr Verhalten nicht und sie verstand nicht, dass sie mich mit ihrem Verhalten misstrauisch machte und mir weh tat).

Sie gab mir zwar nie das Gefühl, dass ich Grund zur Eifersucht hätte, da sie immer ehrlich war und mir auch gesagt hat, dass sie sich mit ihm einfach gut versteht und gut mit ihm reden kann, allerdings konnte ich das so trotzdem irgendwann nicht mehr ganz glauben, da unsere Beziehung immer mehr in den Hintergrund rückte und sie ziemlich gezielt Distanz von mir suchte.

Nachdem das 1 oder 2 Wochen so dahingegangen ist, stellte ich sie dann mal zur Rede und wollte wissen, was eigentlich mir ihr los sei. Ich wollte einfach, dass sie mal offen und ehrlich mit mir über ihre Gefühle spricht und mir sagt, was nicht passt.

In der Zeit führten wir dann einige Gespräche, in welchen nicht wirklich viel herauskam, außer dass sie sich ihrer eigenen Gefühle nicht mehr sicher war. Das ganze hat sich allerdings nicht nur auf mich und unsere Beziehung bezogen, sondern auf ihr ganzes Leben und ihr ganzes Wesen.
Eine sehr prägnante Aussage, welche bei mir alle Alarmglocken läuten lies, war jene, dass sie Momentan überhaupt nichts empfindet: Nicht für mich, nicht für sich selbst und nicht für irgend jemand anderes. Weiters sagte sie unter anderem, dass sie einfach unzufrieden, sauer und innerlich unruhig war, ohne zu wissen woran diese Gefühle lagen und wo sie herkamen.

Mittlerweile denke ich begriffen zu haben, dass zu der Zeit einfach ziemlich viele Faktoren zusammengespielt haben, die diese Stimmung in ihr auslösten:
  • Neue Lebenssituation mit Wohnung usw.
  • Auch durch die Wohnung bedingt eine gewisse Routine und vielleicht auch Langeweile, die sich in die Beziehung einschlich
  • Unzufriedenheit über ihren aktuellen Job und die Ungewissheit, was sie sonst machen sollte
  • Auch ich bin bezüglich Arbeit in einer ähnlichen Situation. Ich weiß, dass mein aktueller Job mich auf Dauer nicht glücklich machen kann und hab aber keine Ahnung, was ich sonst machen sollte, was sie natürlich auch mitbekommen hat.
  • Bestimmt auch das neu eröffnete Lokal, da sie am Anfang ziemlich strikt dagegen war (Befürchtung, dass das Lokal nicht gut läuft und ihren Eltern finanziell ziemlich schaden könnte)
  • Vielleicht auch Dinge, die in der Beziehung nicht zu ihrer Zufriedenheit liefen (von denen sie aber bis heute nichts konkretes benennen könnte)
  • ...

Nur um mal ein paar Möglichkeiten zu nennen...

Wie ging es weiter? Ich wollte sie natürlich bestmöglich unterstützen und mir ihr nach einer Lösung suchen, was sich allerdings als sehr schwierig herausstellte, da wir einfach keinen Weg fanden. Einerseits verweigerte sie mir immer mehr die Gespräche mit ihr, da sie es einfach satt hatte immer über das selbe zu diskutieren, ohne dabei auf irgendeine Lösung zu kommen und andererseits steigerte sich meine eigene Unzufriedenheit und Traurigkeit über die Gesamtsituation immer mehr, sodass wir beschlossen einfach mal ein wenig Abstand voneinander zu nehmen. So zog sie für etwas mehr als 2 Wochen in die Wohnung ihrer Mutter zurück und wir hofften, dass ihr der Abstand gut tun würde und sie ihre Gefühle vielleicht wieder entdecken würde.

Ich hab sie nie wirklich gedrängt, zu mir zurückzukommen, da ich wollte, dass sie erst wieder kommt, wenn sie sich wirklich über ihre Gefühle im klaren ist. Allerdings lies ich sie auch wissen, dass die Situation so bestimmt nicht über einen längeren Zeitraum weiterlaufen könnte, weil wir uns so 1. immer weiter voneinander entfernen würden und ich 2. der Meinung bin, dass wir einfach einsehen müssen, dass ich ihr vielleicht irgendetwas nicht geben kann, was sie vielleicht braucht, wenn ihre Gefühle für mich nach zB. über einem Monat noch immer nicht stärker würden.

Letztendlich kam sie dann nach etwas mehr als 2 Wochen zu mir zurück, allerdings hatte sich an der Situation eigentlich nicht wirklich etwas geändert. Sie ist eigentlich nur aus rationalen Überlegungen zurückgekommen. Sie wollte die Beziehung nicht so einfach aufgeben und dafür kämpfen und wusste auch, dass wir uns eben immer weiter voneinander entfernen würde, je länger ihre Abwesenheit dauern würde. In unseren vielen Gesprächen hat sie mir auch immer wieder gesagt, dass sie mir nicht weh tun will, dass ich das beste bin, was ihr jemals passiert ist und dass sie nie wieder jemand finden würde, der so ist wie ich. Weiters hat sie immer wieder beteuert, dass sie einfach nicht weiß, warum sie sich so verhält und warum sie so leer ist und nichts fühlt.

Vielleicht sollte ich noch dazusagen, dass von Zeit zu Zeit doch wieder Gefühle in ihr aufflackerten und sie mich vermisste, dieses Gefühl jedoch meistens nicht recht lange andauerte. Ihren Schilderungen nach war dieses Gefühl irgendwie wie ein Vöglein, dass kurz vorbeischaut und genauso schnell, wie es gekommen ist auch wieder wegfliegt...

An jenem Abend als zu zurückkam gestand sie mir auf meine Frage hin auch, dass sie mich den 2 Wochen Abwesenheit 1mal betrogen hatte, dh. sie hat lediglich beim fortgehen einen "fremden" Mann geküsst ohne, dass irgendwelche Gefühle damit verbunden waren und ohne das mehr geschah.

Das war natürlich auch ein harter Schlag für mich allerdings habe ich schon damit gerechnet (weshalb ich sie auch darauf ansprach) und hatte irgendwie Verständnis für die Situation und das sowas passiert ist (sie ist sich ihrer Gefühle nicht klar, ist fort, war wahrscheinlich relativ betrunken, lernt einen netten Kerl kennen, der ihr gefällt, ihr Komplimente macht und somit ihr Ego ein wenig stärkt...). Solange nicht mehr passiert ist und es nichts bedeutet kann ich damit leben, auch wenn ich anfangs immer daran denken musste und es mich doch mehr belastet hat, als ich eigentlich wollte (jaja, das Bauchgefühl siegt halt trotzdem meistens über das rationale denken).

Somit waren die 1. beiden Wochen nach ihrer Rückkehr mehr schlecht als recht. Wir waren es beide Leid über alles und jedes zu diskutieren, ich war meistens Traurig und Sauer über die Situation (NICHT auf sie!!!) und konnte das natürlich auch vor ihr nicht verheimlichen, wodurch ich sie indirekt wieder unter druck setzte, was ich eigentlich vermeiden wollte. Gewissermaßen einfach ein Teufelskreis...

Nun gut, nach diesen 2 Wochen war ich eigentlich beinahe soweit, dass ich Schluss gemacht hätte, da ich der Meinung war, dass wir uns gegenseitig mehr schaden, als wir uns helfen (sie konnte nicht aus ihrer Haut und ich nicht aus meiner). Plötzlich kam dann aber ein Aufschwung. Es kamen 2 Wochen, in denen meiner Meinung nach eine klare Besserung in Sicht war. Sie zeigte immer häufter (wenn auch immer noch relativ selten) wieder etwas mehr Gefühl für mich, war nicht mehr soviel unterwegs und verbrachte etwas mehr Zeit mit mir. Alles in allem dachte ich wirklich, dass alles wieder besser wird...

Die folgende Woche (also aktuell war das letzte Woche) hatte ich dann wieder das Gefühl, dass es wieder ein wenig bergab ging. Sie distanzierte sich wieder ein wenig von mir. War froh, wenn sie alleine Unterwegs war und ich sie nicht begleitete. Das war zwar kein gutes Gefühl, allerdings wusste ich ja, dass bei weitem noch nicht alles in Ordnung ist und wir gerade erst am Anfang des "Weges zum früheren Glück" waren. Gerade mit den 2 besseren vorherigen Wochen im Kopf konnte ich das so auch akzeptieren und sah es einfach als kleinen Rückschlag mit der Hoffnung, dass es aber genauso auch wieder bergauf geht. Stück für Stück halt.

Gestern Abend kam dann allerdings irgendwie die große Ernüchterung: Wir fingen wegen einer ziemlich Kleinigkeit einen Streit an, welcher zwar kurzfristig relativ Emotional war, allerdings auch wirklich nur ein kleiner Streit war. Jedenfalls haben wir beide ziemlich schnell eingesehen, dass wir aus einer Mücke einen Elefanten gemacht haben und konnten uns auch beide für das Verhalten entschuldigen.
Nachdem wir uns beide wieder beruhigt hatten kam dann von ihr irgendeine Meldung, dass sich irgendwie noch nichts an der Situation geändert hat und das sie noch immer nicht so recht weiß, wie wir weitermachen sollen. Das hat mich natürlich stark getroffen, da mich eben die 2 guten Wochen eher positiv gestimmt hatten. Anscheinend war das gute Gefühl in den 2 Wochen ziemlich trügerisch und spiegelte lediglich meine Wünsche, nicht jedoch die tatsächliche Situation wieder (somit hab ich mich wohl selbst betrogen und mir etwas eingeredet, dass nicht da war)...

Auf meine Frage hin, was wir ihrer Meinung nach jetzt machen sollte wusste sie natürlich keine Antwort und gab die Frage an mich zurück. Jetzt war der Moment gekommen in dem ich zum 1. mal ansprach, dass ich eigentlich nur noch einen Weg sehe: Die räumliche, wie auch geistige Trennung unserer Seelen und Herzen...

Nachdem wir nun anfangs beide ziemlich sachlich über das Thema Trennung und einige damit verbundene Dinge (Wohnung!) sprachen, holten uns irgendwann doch unsere Emotionen ein und wir brachen beide in Tränen aus und waren nur noch fertig. Nachdem so ein wenig Zeit verging beschloss ich einen kleinen Spaziergang zu machen, um meine Gedanken und Gefühle wieder in rationale Bahnen zu leiten und den darin entstandenen Knoten zu lösen.

Nach etwa einer halben Stunde des gehens beschloss ich dann ihr eine SMS mit Dingen zu schreiben, die ich ihr schon ziemlich oft gesagt habe, von denen ich aber weiß, dass sie sie anders sieht (SMS, damit sie die Gedanken öfters lesen kann, nicht sofort darauf reagieren muss und wirklich darüber nachdenken kann):

Ich hab ihr unter anderem geschrieben, dass sie sich keine Gedanken über meine Gefühle machen solle, dass sie sich nicht davon leiten lassen sollte, was in der Vergangenheit geschehen ist und was sie alles verlieren könnte, dass sie nicht daran denken sollte, was andere Leute von ihr denken und zu ihr sagen könnten, wenn sie Schluss macht (es gibt viele Leute, die ihr immer wieder ins Gewissen reden, dass sie doch quasi nicht so dumm sein soll und mich und unsere Beziehung nicht riskieren soll).

Weiters hab ich ihr noch mitgeteilt, dass sie nicht denken soll "mir nicht weh tun zu dürfen", da es nicht sie ist, die mir weh tut, sondern die Situation und dass sie genau sowenig wie ich für die Situation kann (bzw. wir beide gleich viel dafür können, je nach Betrachtungswinkel halt).

Kurz und bündig: Sie soll das rationale Denken ausschalten und einfach auf ihr Herz hören, egal wie die Konsequenz daraus aussieht!

Sie schrieb mir daraufhin zurück, dass sie mich wirklich lieb hat und es ihr leid tut, aba sie ned weiß, wies aus da Momentanen Situation herauskommt, die Situation so wirklich keinen Sinn macht, weil sie sich einfach nicht anders verhalten kann und das i des so ned verdient habe...

Eigentlich nichts neues. Hat jedenfalls meine Meinung und Gedanken bestätigt:

Ihr Kopf ist so voll mit Problemen, Unzufriedenheit und anderen Dingen, dass er die Worte aus ihrem Herzen und ihrem Bauch einfach nicht aufnehmen kann und unreflektiert übern After wieder ausscheidet (Entschuldigung für die Wortwahl).
Kurz gesagt: Sie KANN momentan einfach nicht auf ihr Herz hören...

Das war jetzt die ganze Geschichte und es stellt sich mir natürlich die Frage, wie es weitergehen soll?

Ich glaube eigentlich immer noch daran, dass sie nicht prinzipiell unglücklich mit mir ist, sondern dass sie einfach Momentan nicht in der Lage ist ihre Gefühle zu verstehen und natürlich auch dementsprechend handelt (oder will ich das wieder nur glauben?).

Welche Möglichkeiten haben wir also?
  • Weiter nebeneinander herleben wie bisher und hoffen, dass sich doch wohl alles in Selbst gefallen auflöst und wieder so wird wie früher? (wohl eher nicht...)
  • Versuchen mithilfe professioneller Hilfe Herr über die Probleme zu werden (Einzeltherpie, Paartherapie)? Welche Möglichkeiten gibt es hier und was könnte man empfehlen?
  • Wirklich akzeptieren, dass ich ihr vielleicht irgendwas nicht geben kann, was sie braucht und endlich einen Schlussstrich ziehen? (Wäre wohl Momentan die "einfachste" Lösung, wenn es auch einige Zeit lang unglaublich schmerzen würde und einiges an Konsequenzen mit sich zeit, Wohnung usw.)...
  • ???? (weitere Vorschläge?)

Für alle die es bis hier unten geschafft haben: Respekt

Danke und mfg

Ps.: Ich denke das ist oben nicht recht klar herausgekommen: Ich denke NICHT, dass sie einen anderen Mann im Kopf hat bzw. in einen anderen Mann verliebt ist (auch wenn es diesen einen Ausrutscher gegeben hat). Anfangs war ich mir da nicht so sicher, mittlerweile glaube ich aber fest, dass das ganze um einiges "komplizierter" ist als lediglich "ein anderer Mann"...
Unter anderem bin ich in der Meinung auch deshalb bestärkt, weil ich die meisten neuen Bekanntschaften aus dem Lokal mittlerweile selbst mehr oder weniger gut kenne und mitbekommen habe, dass sie sich auch einfach gut mit ihnen versteht!
suamikim ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2007, 16:48   #2 (permalink)
AW: Freundin in Lebens-/Sinn-/...-Krise

puuh ganz schön lang dein Thread, aber ich hab mir die Mühe gemacht alles zu lesen Erstmal großen Respekt das hier deine Probleme schilderst, es war bestimmt nicht ganz leicht für dich, aber ich bin mir sicher das es dir helfen wird, mit anderen Leuten darüber zu sprechen...

Ich bin zwar noch recht jung und hab noch nicht soo viel Lebenserfahrung, aber so wie ich denke würde ich euch auf jeden Fall raten euch professionelle Hilfe zu holen, denn wenn ihr das Thema schon mehrmals aufgegriffen habt und alleine zu keiner Lösung gekommen seit, kann euch vielleicht jemand helfen, der sich viel mit Partnerschaftsproblemen etc beschäftigt...
Vielleicht hilft es euch, vielleicht trennt ihr euch danach aber auch

Wenn ihr nicht gleich einen Therapeuten aufsuchen wollt, dann solltet ihr vielleicht nochmals mehrere Wochen total Abstand voneinander suchen (also kein sms, kein telefon, nichts). ich weiß ihr hattet schonmal Abstand, aber eventuell gibt es noch die Chance dass sie dann merkt wieviel ihr doch noch an dir liegt und das ihr dann wieder zueinander findet...

Ich denke aber das das weitere nebeneinander her leben auf keinen Fall zu einer Lösung beitragen würde...es tut dann beiden nur noch mehr weh den anderen Leiden zu sehen und nicht wirklich helfen zu können.

Ich hoffe ich konnte dir wenigstens etwas helfen (und hab nicht nur unnützes geschrieben ^^) und wünsche euch alles Gute

Liebe Grüße
__________________
Einbildung ist auch ne Bildung. Und bei manchen die einzige.

"Jede Minute, die du im Ärgen verbringst, sind 60 verschenkte Sekunden deines Lebens" (Albert Schweitzer)
Fascinating ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2007, 17:00   #3 (permalink)
AW: Freundin in Lebens-/Sinn-/...-Krise

Zitat:
Zitat von Fascinating Beitrag anzeigen
puuh ganz schön lang dein Thread, aber ich hab mir die Mühe gemacht alles zu lesen Erstmal großen Respekt das hier deine Probleme schilderst, es war bestimmt nicht ganz leicht für dich, aber ich bin mir sicher das es dir helfen wird, mit anderen Leuten darüber zu sprechen...
Danke erstmal fürs lesen und deine Antwort!
Ich hab natürlich schon viel mit Freunden, Familie usw. über das Thema gesprochen. Ist also nicht so, dass das Forum hier meine 1. Anlaufstelle ist *g*
Dachte trotzdem, dass ich hier vielleicht wieder neue Impulse bekommen könnte und wie oben bereits erwähnt, hat mir das reine niederschreiben auch schonmal gut getan!

Zitat:
Zitat von Fascinating Beitrag anzeigen
Ich bin zwar noch recht jung und hab noch nicht soo viel Lebenserfahrung, aber so wie ich denke würde ich euch auf jeden Fall raten euch professionelle Hilfe zu holen, denn wenn ihr das Thema schon mehrmals aufgegriffen habt und alleine zu keiner Lösung gekommen seit, kann euch vielleicht jemand helfen, der sich viel mit Partnerschaftsproblemen etc beschäftigt...
Vielleicht hilft es euch, vielleicht trennt ihr euch danach aber auch
Scheint mir Momentan von meinen Möglichkeiten am Ende des Threads auch eines der Sinnvollsten. Mal schauen, was sie dazu sagen würde...

Sie hat bereits die Hilfe eines Profis aufgesucht, welcher ihr bisher aber noch nicht wirklich helfen konnte (sie hatte erst 1 Sitzung und das ganze ist eher esoterisch, also nicht wirklich Psychologe oder ähnliches).

Die große Frage ist halt, ob eine Paartherapie wirklich Sinn macht, solange sie noch Probleme mit sich selbst hat...

Zitat:
Zitat von Fascinating Beitrag anzeigen
Wenn ihr nicht gleich einen Therapeuten aufsuchen wollt, dann solltet ihr vielleicht nochmals mehrere Wochen total Abstand voneinander suchen (also kein sms, kein telefon, nichts). ich weiß ihr hattet schonmal Abstand, aber eventuell gibt es noch die Chance dass sie dann merkt wieviel ihr doch noch an dir liegt und das ihr dann wieder zueinander findet...
Nicht böse gemeint, aber diese Möglichkeit schließe ich Momentan total aus. 1. glaube ich einfach nicht daran, dass das dieses mal irgendwas ändern würde und 2. will ich mir das nicht mehr antun (jep ich muss auch mal Egoist sein). Ist einfach unglaublich hart, Wochen oder länger im Ungewissen zu leben und immer darauf zu warten, dass sich ihre Gesinnung vielleicht doch noch ändert und sie zu mir voller Liebe zurückkommt...

Zitat:
Zitat von Fascinating Beitrag anzeigen
Ich denke aber das das weitere nebeneinander her leben auf keinen Fall zu einer Lösung beitragen würde...es tut dann beiden nur noch mehr weh den anderen Leiden zu sehen und nicht wirklich helfen zu können.
Ganz meine Meinung. Hab das oben eigentlich nur der vollständigkeit halber dazugeschrieben

Zitat:
Zitat von Fascinating Beitrag anzeigen
Ich hoffe ich konnte dir wenigstens etwas helfen (und hab nicht nur unnützes geschrieben ^^) und wünsche euch alles Gute
Aber natürlich wra dein Post nicht unnütz! Freue mich über jede Meinung!

Danke, mfg
suamikim ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2007, 17:42   #4 (permalink)
AW: Freundin in Lebens-/Sinn-/...-Krise

Nichts zu danken, man freut sich doch immer wenn man helfen kann :-)

Ich hoff natürlich das ihr die bestmögliche Lösung findet und das vielleicht noch andere User was zu deinem Problem schreiben
__________________
Einbildung ist auch ne Bildung. Und bei manchen die einzige.

"Jede Minute, die du im Ärgen verbringst, sind 60 verschenkte Sekunden deines Lebens" (Albert Schweitzer)
Fascinating ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2007, 18:14   #5 (permalink)
AW: Freundin in Lebens-/Sinn-/...-Krise

Guten Tag.

Ich finde es wirklich eine große Leistung dass du deine Situation nicht nur verständlich, sondern auch interessant schilderst, sodass der lange Text gar nicht so anstrengend zu lesen ist. Allerdings wurde für mich eure Lage von Absatz zu Absatz aussichtsloser, so leid mir das tut.
Die Paartherapie scheint die letzte vernünftige Lösung zu sein. Wenn beide eine Lösung suchen, lässt sie sich leichter finden. Allerdings verlaufen sich Leute oft so sehr in ihren Gedanken und Problemen, dass sie nicht mehr auf den rechten Weg zurückfinden. Da könnte ein Fachmann einem vielleicht den richtigen Anstoß geben.
Leider gibt es auch die ganz schlichte Erklärung für eure Lage: Manche Beziehungen sind nicht für die Ewigkeit gedacht. Manche Menschen sind nicht für die ewige Beziehung gedacht. Vor allem das Zusammenziehen führt oft zu Routine und unerwarteten Problemen, welche einen emotional einfach zu sehr überfordern - auch nach einer mehrjährigen Beziehung. Da hilft kein rationales Denken, kein Bauchgefühl und kein Herz.
Da ihr aber beide sehr vernünftig scheint und auch emotional keine Krüppel seid, braucht ihr doch wirklich keine Unterstützung von uns Laien hier, oder?! Ihr werdet schon einen Weg finden.

mit freundlichen Grüßen
Chocobo
__________________
"Diskutieren Sie in Ihrem Badezimmer bei einem Faß üblen Hollunderschnapses mit ungefähr achtzig Personen, von deren Umgang Ihnen gute Freunde abraten würden, wann (...) weniger mehr ist." Gunkl
Chocobo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2007, 07:46   #6 (permalink)
AW: Freundin in Lebens-/Sinn-/...-Krise

Erstmal vorweg: Das Thema hat sich eigentlich erledigt. Seit gestern sind wir offiziell nicht mehr zusammen!
Eigentlich nur die logische Reaktion auf vorgestern, wo wir ja beide bereits beschlossen haben, dass die Trennung Momentan wohl die einzig sinnvolle Lösung ist. Zu dem Zeitpunkt haben wir es lediglich beide noch nicht fixiert, was gestern eben geschehen ist.

In unserem Gespräch gestern haben sich eigentlich alle Gedanken wieder bestätigt. Sie ist sich nicht 100%ig sicher, ob sie die Trennung wirklich will, womit es ihr natürlich genauso schwer, wie mir gefallen ist, den Schritt wirklich zu gehen.
Es ist Momentan einfach die einzig Sinnvolle Lösung, da wir uns mit allem anderen nur gegenseitig Schmerzen zufügen würde. Eine Paartherapie ist zur Zeit eigentlich auch nicht das richtige, weil wir beide der Meinung sind, dass sie erst mal ihre eigenen Probleme in den Griff bekommen sollte, bevor sie wieder an die Probleme in einer Partnerschaft denken sollte und auch kann (eigentlich schmerzt mich am meisten, dass ich ihr bei ihren Problemen sowas von überhaupt nicht beistehen und helfen kann/konnte).

Nun gut, jetzt sind wir halt mal getrennt. Nur Gott weiß, was die Zukunft bringt, somit kann natürlich auch niemand ausschließen, dass das nicht nochmal wird, verlassen werde ich mich Momentan jedenfalls nicht drauf und werde mich erst mal wieder an mein Leben als Single gewöhnen müssen. Ist Momentan natürlich irgendwie doppelt schwer, da die Situation alleine in einer Wohnung zu leben auch neu für mich ist (obwohl mir da die 2 Wochen alleine schon mal geholfen haben zu sehen, dass ich auch alleine recht gut zurechtkommen sollte ).

Wie geht es mir?

So schwer mir die Trennung auch fällt und so sehr ich sie vermissen werde, sehe ich positiv in die Zukunft. Ich danke Gott für die 3 wunderschönen Jahre mit ihr und weiß, was sie mir gegeben hat und denke auch zu wissen, was ich ihr alles gegeben habe. Die Zeit war jedenfalls alles andere als verschenkt und ein Umbruch kann mir eigentlich auch nicht schaden, sondern mich persönlich nur weiter bringen (menschlich, gedanklich, neue Erfahrungen, ...)!

Meine Antwort auf den letzten Thread ist somit eigentlich überflüssig, will sie mir aber trotzdem nicht sparen:

Zitat:
Zitat von Chocobo Beitrag anzeigen
Ich finde es wirklich eine große Leistung dass du deine Situation nicht nur verständlich, sondern auch interessant schilderst, sodass der lange Text gar nicht so anstrengend zu lesen ist.
Vielen dank

Zitat:
Zitat von Chocobo Beitrag anzeigen
Die Paartherapie scheint die letzte vernünftige Lösung zu sein. Wenn beide eine Lösung suchen, lässt sie sich leichter finden. Allerdings verlaufen sich Leute oft so sehr in ihren Gedanken und Problemen, dass sie nicht mehr auf den rechten Weg zurückfinden. Da könnte ein Fachmann einem vielleicht den richtigen Anstoß geben.
Siehe oben...

Zitat:
Zitat von Chocobo Beitrag anzeigen
Leider gibt es auch die ganz schlichte Erklärung für eure Lage: Manche Beziehungen sind nicht für die Ewigkeit gedacht. Manche Menschen sind nicht für die ewige Beziehung gedacht. Vor allem das Zusammenziehen führt oft zu Routine und unerwarteten Problemen, welche einen emotional einfach zu sehr überfordern - auch nach einer mehrjährigen Beziehung. Da hilft kein rationales Denken, kein Bauchgefühl und kein Herz.
So siehts aus, also full ack!
Das schwierige ist halt, sowas wirklich zu erkennen und auch zu akzeptieren, gerade wenn es keine offensichtlichen Probleme oder größeren Streitereien in einer Beziehung gibt. In unseren gemeinsamen Gesprächen konnten wir jedenfalls niemals irgendwas erkennen, was wirklich schief gelaufen sein könnte...

Zitat:
Zitat von Chocobo Beitrag anzeigen
Da ihr aber beide sehr vernünftig scheint und auch emotional keine Krüppel seid, braucht ihr doch wirklich keine Unterstützung von uns Laien hier, oder?! Ihr werdet schon einen Weg finden.
Da hast du schon recht, aber wozu ist ein Forum da? Das ich den Thread gestartet hab war wohl ein letztes Hilfesuchen und die Hoffnung, dass hier plötzlich ein Heiliger erscheint, der mir mit einem Satz den richtigen Weg zur Glückseeligkeit zeigt und unsere Beziehung rettet

Im Ernst: Schon klar, dass mir hier niemand meine Probleme lösen kann, aber die Hoffnung, dass es vielleicht den einen oder anderen guten Denkanstoß von einem Außenstehenden gibt, ist doch bestimmt nicht unbegründet vor allem weil man natürlich alle Vorschläge von Freunden, Familie, usw. kennt und diese im Prinzip auch nicht mehr raten können als sie über die ganze Zeit schon getan haben?

Danke, mfg
suamikim ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.07.2007, 01:07   #7 (permalink)
AW: Freundin in Lebens-/Sinn-/...-Krise

hey,
sorry, daß ich jetzt erst antworte, komme leider erst jetzt dazu.
nun haben sich die dinge ja seit du mir geschrieben hast wohl schon etwas weiter entwickelt.

nach allem was ich jetzt so gelesen hab (mir brummt der kopf jetzt was), geht mir sinnig eigentlcih nur noch das hier durch den kopf:

egal was gerade ist, lebe dein leben. wenn du gesellschaft magst, dann umgib dich mit leuten, dir gut tun. wenn du mit denen die du liebst nicht auskommst, dann bringt es nichts, es immer weiter zu versuchen. wenn der eine dem anderen nicht klar machen kann, wo der ander bei ihm dran ist, egal welche gründe das hat, dann kann der andere nicht wissen wie er produktiv mit dem einen umgehen kann. eine gute kommunikationsbasis ist das wichtigste kriterium, nach dem ich mir meine gesellschaft aussuche.
leute die stress machen fühlen sich selbst nach ner weile fehl am platz, da brauch ich nciht mal selbst groß was zu tun.

lass dein mädel anderswo versuchen glücklich zu werden, wenn du ihr nicht dabei helfen kannst, dann ist sie bei dir an der falschen stelle. wenn du sie liebst, dann wünsch ihr von herzen, daß sie glücklich wird. und geh deine eigenen wege. es könnte sein, daß morgen der bus kommt, der dich platt fährt, also was für zeit hast du zu verschwenden um sie mit leiden zu verbringen?

das größte problem bei sowas ist immer, daß man denkt, der andere gehöre einem. das stimmt so nciht ganz. man kann nämlich niemanden besitzen. es gibt auch nciht viele die sich besitzen lassen wollen. und die, die das wollen, scheinen damit wirklcih glücklich zu sein. dafür muß der besitzer aber mit sicherheit tierisch was auffahren.,,
man kann aber ZU jemandem gehören, das ist was ganz anderes.
je weniger man bewußt das wort "meins" als possesiv-pronomen, also als besitzanzeigendes wort benutzt, sondern zur bestimmung einer zugehörigkeit, desto weniger verfällt man dem trügerischen gedanken, etwas materielles ernsthaft so an sich binden zu können, daß man es einem nicht mehr wegnehmen könnte.

so, schicht im schacht, der kopf ist dicht...
meld dich, wenn du spezifische fragen hast, ich schreib gern zurück, bei kürzeren anfragen auch schneller
DarthBauch ist offline   Mit Zitat antworten
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