|
|||||||
| Home | Registrieren | Community | Extras | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
Geldstrafe gegen McLaren-MercedesSport - Hier geht´s um alle Arten von Sport die Euch interessieren! Diskutiert, gewinnt oder verliert mit Anderen in diesem Forum! |
|
|
| Interessantes Thema gefunden? Dann nimm dir kurz Zeit dich zu registrieren und Teil unserer Community zu werden. |
![]() |
|
|
Themen-Optionen |
|
|
#1 (permalink) |
|
|
Geldstrafe gegen McLaren-Mercedes
Die Formel1 ist - wie auch alles andere vom Fußball runter bis zum Hochseefischen - ein Event, dass den interessierten Zuschauer unterhalten soll. Sie tut keinem was, sie will nur spielen.
Speziell die Formel 1 ist jedoch ein sehr teures Vergnügen. Mancher zahlt für 3 Tage Exklusivität in seiner Unterhaltung locker mal den Gegenwert von 6 Dauerkarten für ein Jahr Bundesliga... oder das Urlaubsgeld von Familien für 3 Wochen Ferien in Südtirol. Und auch was die Beträge innerhalb der Formel 1 angeht, mischt man ganz oben mit. Nach zehnstündiger Anhörung vor dem Weltrat des Internationalen Automobilverbandes am heutigen Donnerstag steht die Strafe für McLaren-Mercedes in der Spionage-Affäre gegen Ferrari fest: Aberkennung aller Punkte in der Konstrukteurs-WM, zusätzlich 100 Mil.$ Geldstrafe. Eigentlich könnte es mir egal sein. Eigentlich schau ich mir diese zu Unrecht als Rennsport beschriebene Anhäufung von Prototypen nie an. Eigentlich sollte es mich als DTM-Audianer sogar freuen, wenn Benz einen verbraten bekommt. Aber wie sagte schon die Postbank - eigentlich. Es geht mir einfach furchtbar auf den Keks wie Ferrari jedes Mal die Nummer 1 ist, wenn es darum geht, anderen Teams rechtlich ans Bein zu pissen, weil man einfach zu langsam ist. Mami, Mercedes hat mir die Förmchen geklaut - die Argumentationsstufe von Sechstanern. Ich bitte Benennungs~ und Zuordnungsfehler der technischen Teile zu entschuldigen, ich habe nach bestem Gewissen in meinem RTL~ und AMS(auto.motor.sport)-geplagten Hirn mal gekramt, wie sich das bisher für mich darstellt... -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 1998: Ferrari wendet sich im Fall der McLaren "Doppelbremse" an die FIA. Sie wird untersagt, obwohl sie den Vorschriften entspricht bzw. keiner widerspricht. Der rechtmäßige Konstrukteursvorteil von Benz ist vereitelt. 2003: Ferrari ist wieder zu langsam. Und wenn man selber nicht weiter weiss, muss man den Gegner boykottieren. Wahlkampfmethoden. Ferrari will den Michelin-Reifen ertappt haben, wie er durch Verformungen während des Renngeschehens eine bestimmte Marke übersteigt. Obwohl sich dieses Verhalten sogar als nachteilig für die Konkurrenz darstellt, besteht man darauf, dass Störfeuer weiter aufrecht zu erhalten. Die eigenen Leistungen bleiben weiterhin aus. (Türkei) 2006: Michael Schumacher und Fernando Alonso kämpfen um den WM-Sieg. Und da ist jedes (rechtliche) Mittel erlaubt. Nachdem Schumacher die WM 04 mit einer illegalen Feder gewann, an der sich allerdings nie wieder groß gestört wurde und die von da an einfach zu den verbotenen Bauweisen zählte, sorgten Renaults Schwingungstilger (ein Gummipuffer) für ausreichend Gesprächsstoff. Der Wagen fuhr sich viel ruhiger, war wesentlich gutmütiger. Ferrari hielt sich bei der Aktion gegen den Massedämpfer jedoch geschickt im Hintergrund. Erster leichter Protest kam von anderen. Erst als man wirklich sah, wie enorm die Renault ohne den Massedämpfer verwundet worden war, beteiligte man sich zusammen mit anderen Teams federführend an der Kampagne. Lustig dabei: Ferrari hatte in den Wirren des Bekanntwerdens selber so ein System entwickelt und eingebaut. Aber es war bei weitem nicht so effizient wie das des Gegners. Und Ferrari klagte. Aus dem doppelten Unrecht wurde plötzlich Recht. Ferrari gewann am grünen Tisch einen Kampf, den man gegen sie ein Jahr zuvor nicht geführt hatte. Weder die Teams, noch die FIA selbst. Und in diesem Türkeirennen setzten die roten Renner Radkappen auf die Felgen. Primärer Zweck: Störende Luftverwirbelungen werden im Bereich um die Räder schon im Ansatz erstickt. Auf Deutsch: man brachte ein aerodynamisches Teil an. Das ist verboten. Aber Ferrari liess die Neuentwicklung als neue "Bremsbelüftung" deklarieren, so dass die FIA nicht eingreifen musste/konnte/wollte(...). Allerdings ist laut Handbuch auch nur der Reifenwechsel an sich erlaubt, Ferrari allerdings hantierte nun jedes mal an der Bremse rum, wenn dieses Teil denn nicht aerodynamisch ist. Und das ist auch verboten. Allen - vor allem der FIA - völlig egal, noch heute fährt rot mit diesen Dingern auf den Reifen rum. Sogar einen eigenen Druckluftschlagschrauber hat diese Innovation bekommen! Man mag sich über diese Regelauslegung wundern... 2007: Wie ebenfalls alle wissen und lange aktenkundig ist, fuhr Ferrari in Australien mit einem "illegalem Unterboden". Man erhielt so aerodynamische Vorteile, der Wagen wurde schneller. Erfinder und gleichzeitiger Verräter dieser Variante war der damalige Chefmechaniker Nigel Stepney. Ferrari entließ ihn und dreht den Spieß um. Aus dem Geständnis den Behörden gegenüber wurde Verrat am Team und Spionage!? Und nur als Schlussfolgerung der Vertuschung des Verstoßes durch die FIA selbst forderte Mercedes (zunächst verbal, später gerichtlich) die FIA auf "Helden wie Stepney zu unterstützen und keinesfalls zu bestrafen." Aber Benz hat Ferrari dafür nie vor den Richter gezerrt. Im Gegenteil, Ferrari ging vor Motorsport~ und Zivilgerichte, forderte Geldstrafen gegen McLaren und Renault, weil diese die Regelverstöße von Ferrari offen legten und Ferrari damit einen finanziellen Schaden (fehlende Siegprämien etc.) hatte. Also nichtmal in der BILD stand, dass ein Einbrecher die Polizei auf Schadensersatz verklagte, weil ihm durch den vereitelten Überfall jetzt finanzielle Mittel fehlen. Diesen roten Gedankengang muss man sich echt mal wegstecken! Ende 2007: und jetzt dieser Spionage-Fall. Beide Wagen unterscheiden sich alleine vom Radstand her um mehr als einen Zentimeter. Und damit sitzt der Fahrer ganz anders,...der ganze Wagen ist anders. Es wird kein Schuh draus, egal wer was wann geschrieben hätte, es ist nichts übertragbar. Und nur weil andere Teams besser gearbeitet haben, müssen sie zwangsweise die Daten der anderen verwendet haben? Würde Mercedes einen Ferrari fahren, wären sie nicht so weit vorne! Prozentual ist sogar BMW besser geworden als Ferrari, nur wo haben die denn geklaut? Bei Spyker? Es geht (auch aus meiner Sicht) nicht um technischen Schnickschnack, wer wo sitzt, wie die Reifen beansprucht werden und wie die Gewichtsverteilung und Balance ist. Es dreht sch um wirklich wichtige Dinge wie Budget oder Testpläne. Aber mit sowas wird keine Frau eines Mechanikers in einen englischen Kopierladen geschickt. Das hat jeder Ingenieur im Kopf. Nur aufschreiben muss er es irgendwann... deswegen sucht Ferrari ja auch nach Papier. Und wenn der Herr Haug (Mercedes) nach jedem DTM-Lauf jammert, dass die bösen bösen Audis seine armen Mercedes-Fahrer in einer Tourenwagenserie nicht leicht berührt, sondern quasi zu Tode gerempelt hätten, dann find ich das schon traurig. Im Fußball gibt es deswegen für Schwalben die gelbe Karte. Aber wenn man hinter einem roten Vorhang eine solche Hinterfotzigkeit erstrahlen lässt und sich als moralischer Sieger fühlt, dann erinnern wir uns alle gemeinsam an die Einleitung dieses Posts und sollten anfangen, doch lieber mit unseren Familien für 3 Wochen nach Südtirol zu fahren... |
|
|
|
#2 (permalink) |
|
|
AW: Geldstrafe gegen McLaren-Mercedes
ok, ich will jetzt nicht über die höhe der strafe urteilen, aber das sie bestraft wurden finde ich vollkommen in ordnung!
wenn die ganzen anschuldigungen wirklich wahr sind, was ja auch anscheinend so ist, ging es doch gar nicht ohne! und das hat meiner meinung auch nichts mit einer bevormundung von ferrari zu tun. denn jeder würde sich aufregen und wahrscheinlich auch vor gericht ziehen, wenn einem irgendwelche internas, die nicht für die öffentlichkeit bzw. fremde augen bestimmt sind, denen zukommen gelassen werden! oder?? |
|
|
|
|
|
#3 (permalink) | |
|
|
AW: Geldstrafe gegen McLaren-Mercedes
Zitat:
Die Argumentation, die man unter den Fingernägeln zusammengekratzt hat, beinhaltet ja mittlerweile als Hauptanklagepunkt die Unehrlichkeit von Teamchef Dennis, dessen Handeln nicht mit seiner Aussage aus dem Juli zusammenpasst. So: dafür 100Mille und sein Team aus der Wertung? Ich glaub, als Teamchef würdest du dich genauso über diese Alibi-Verkündung aufregen, wie es der eifersüchtige rote Rest der Welt tut, weil andere schneller sind. Und ich bleibe dabei: Ferrari klagt immer und bekommt recht. Andere klagen selten und gehen dafür dann leer aus. Die Radkappen sind bei Ferrari z.B. noch drauf und die WM 03 und 04 haben sie immer noch nicht aberkannt bekommen, obwohl sogar Chris Dyer (Ferrari-Ingenier) zugegeben hat, dass die Wagen illegal waren. Wie gesagt, es ist Unterhaltung. Da kann man dann getrost drüber lachen. Aber wer dennoch meint, in diesem Fall mit Fakten argumentieren zu können, der muss sich wohl trotz allem roten Fanatismus damit abfinden, dass der Zweifelssatz "in dubio pro reo" hier mit Füßen getreten wurde... ich finds albern! Was Andi Möllers Schwalben für den Fußball, ist die rote Kanzlei für die F1. |
|
|
![]() |
Ähnliche Themen für: Geldstrafe gegen McLaren-Mercedes
|
||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Geldstrafe für tief hängende Hosen | Mr. White | News and Facts... | 7 | 09.02.2005 20:21 |
| Themen-Optionen | |