Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen


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Alt 01.11.2005, 22:38   #1 (permalink)
Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

(Ich wusste nicht so recht wohin damit)

Die Menschen sind sterbenskrank. Dieses Land nichts weiter als ein riesiges Siechenheim für Alltagsopfer und Depressionshybriden. Am Leben (was man halt so Leben nennt) gehalten wird man nur noch durch den schlecht schmeckenden Brei aus Trott, Werbung, Konsum, Anpassungszwang und Fernsehen. Alles zusammen die graue Rauchwolke, die sich wie ein künstliches Beatmungsgerät über den Volksmund (sagt der Volksmund) legt und ihm alltäglichen Pflicht-und-Freizeit-Autismus als chemisch hergestellten Nahrungsersatz hineinbläst. Gerade soviel, dass der Deutsche nicht auf der Stelle umkippt und als der nasse Sack zusammenfällt, der er ist. Dabei aber auch gerade so wenig, dass nicht zuviel Energie in seine leere Hülle gelangt. Wir sind Gestalten am Abgrund und laufen seine Kante entlang als würde es uns nicht interessieren. Irgendwas hält uns trotzdem noch fest und unsere körperliche Verpackung fällt nicht hinunter. Auch wenn Werte, Seele und Geist schon längst die Klippe passiert haben und in der Schlucht tausendfach zersprungen sind. Humor ist wenn man trotzdem lacht, auch wenn man eigentlich längst vergessen hat warum.
Ich sitze in der U-Bahn, es ist der 31. Oktober. Halloween. Ein Land, dessen Kultur so langweilig für den Ottonormalbrüger erscheint bedient sich schlechten Bräuchen aus der kulturellen Tiefkühlabteilung von Amerika. Dem Trend hinterherkriechend auf der Suche nach Identität oder wahlweise Bespassung. 2005, da schocken weder der kleine Junge im Skelettanzug noch die zahllosen Halloweenparties nicht mehr. Komm' verkleidet, dann kostet es nicht einmal mehr Eintritt. Wahrgewordene Assimilation in letzter Instanz, denn es fällt schon gar nicht mehr auf. Akribisch genau kleinpüriert im Ersatzbrei einer Zivilisation ohne intakte Geschmacksnerven. Was einst noch in Mode kam und als extrem "hip" galt ist auch schon wieder zur Normalität geworden und haut den Bundeszombie nicht mehr wirklich vom Hocker. Gibt es einen besseren Tag um das große, zeitgenössische Sterben zu erkennen? Die Bahn ist voller Gestalten, die einst sicher mal Menschen waren. 21 Uhr am Abend und ein gefülltes Verkehrmittel als Konglomerat verendender Humanität versprüht ungefähr soviel Lebenslust wie ein 90jähriger Aussteiger in der stillen Einsamkeit seiner Berghütte. Man schaut entweder auf den Boden oder aus dem Fenster, was an offensichtlicher Verzweiflung kaum zu überbieten ist. Schonmal aus einer U-Bahn herausgeschaut? Der Blick in den schwarzen Tunnel gleicht dem misslungenen Versuch einer gedanklichen Flucht aus der realen Tristesse. Lieber gleich Nägel mit Köpfen machen und in das schwarze Loch schauen, als von der situativen Trostlosigkeit erschlagen zu werden. Das beides den selben Effekt verursacht ist dabei egal. Lässt man den Blick dann doch herumschweifen, sieht man nichts als blutunterlaufende Augen und ausdruckslose Gesichter. In Kollektiv ausgehaucht und ohne inneren Funken. Ein gesellschaftlicher Großflächenbrand bleibt Traumvorstellung, ja nicht mal ein Strohfeuer könnte man so entfachen. Wer einen Sitznachbarn hat drückt sich selbst in totaler Verkrampfung gegen die Wand. Aus Höflichkeit dem anderen gegenüber? Wohl eher aus Angst vor körperlichem Kontakt, vor Gesprächen, vor dem Miteinander. Das ist der einstimmige Konsens einer Gesellschaft, der man das Herz operativ entfernt und an seine Stelle einen Pflasterstein aus kaltem Beton eingesetzt hat. Bloß nicht hinschauen, bloß kein Gespräch zulassen. Über diese steinzeitliche Erprobungsstufe in der Evolution sind wir längst hinweg. Fortgeschritten zum Stadium der vollkommenden Gleichgültigkeit. Perfektioniert als Teil eines Ganzen, dass allein durch das allseitige Nichts zusammengezimmert wird und degradiert zum Wesen. Mensch sein war gestern. Wir sind schließlich weder Entwicklungs- noch Schwellenland.
Eine Gruppe Jugendlicher betritt in Halloweenscher Kollektivverkleidung die Bahn. Vermutlich ohne es zu wissen bieten sie eine kaum tu toppende Mikrodarbietung ihrer Umwelt. In Zombieverkleidungen und mit den, aus den Filmen, typischen, langsamen Bewegungen stoßen sie stöhnend und krächzend hinzu. So offen und wahrheitsgetreu spricht sonst niemand aus, was hier von statten geht.
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Die beste Chance die ihr je hattet!
Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.11.2005, 22:59   #2 (permalink)
AW: Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

Schön geschrieben.....erinnert mich irgendwie an Fight Club.
Portioniertes Essen, portionierte Freunde......

Aber ehrlich gesagt, fang ich auch keine Gespräche in der Bahn an, was nicht nur daran liegt, dass ich in der Bahn lese. Wenn mich jemand freundlich anspricht, hör ich ihm/ihr zu und antworte/erzähle ggf. auch etwas. Aber bei einem so schlechten Smalltalker wie mir, kann das Gespräch nicht lange dauern.
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Ladida
Manni ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.11.2005, 23:16   #3 (permalink)
aKe
AW: Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

mhhh david david david .. das ist ja an negativem empfinden gar nicht mehr zu toppen. sagen wir doch mal so, der brauch des halloween ist sogar noch nicht mal amerikanisch, eigentlich keltisch und somit schon fast urdeutsch das fest haben die amerikaner lediglich verunstaltet und das gibts mittlererweile so auch hier also haben beide recht.

was ich sagen möchte:

so ist das in einer großstadt wo man vor lauter menschen kaum noch geradeaus gehen kann. da springt einem sowas schlicht ins gesicht. anonymität, unüberschaubarkeit, massenverarbeitung, verklemmtheit und unsicherheit soweit das auge reicht. das färbt auch auf die feste ab, die man feiern möchte. das hinterherlaufen nach irgendwelchen trends, das zwanghafte feiern "cooler" feste und das zwanghaft spassorientierte denken der allgemeinen gesellschaft lässt einem das ganze echt, wie in einem gruselkabinett voller marionetten erscheinen. ich würde in einer großstadt schlicht verrückt werden. aus von dir geschilderten gründen.

im prinzip aber finde ich den halloweenbrauch ganz lustig. gut ist wie karneval in möchtegern böse, aber doch irgendwie anders. die letzten beiden jahre war ich auch auf feten, aber auf guten hat laune gemacht, war lustig. mit mittelaltermarkt und diversen schaustellern inklusive disco. stimmung war beide male prall, man hat sich einfach so getroffen um nen schönen abend zu verbringen. so wie du und ich das tun, wenn wir mit kumpeln einen trinken gehen. so wars ertragbar
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aKe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.11.2005, 23:41   #4 (permalink)
AW: Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

Ja das is Großstadt, Massenabfertigung & Anonymität.
Ich freue mich jedesmal wenn mich der Postbote aus dem Bett klingelt, sich entschuldigt das er mich geweckt hat, mich sofort mit du anspricht und mich freundlich darauf hinweist, dass mich das Paket bestimmt über das Aufwecken hinweg tröstet. Oder die Namentliche Begrüßung in der Bank, der Bäcker der genau weiss was ich kaufe, der Kaminfeger der sagt "tschuldigung ist zwar früh aber ich muß auf dein Dach, damit der Schornstein auch morgen noch qualmt" und und und. Es gibt noch sowas wie zwischenmenschlichen Kontakt.

Man bin ich froh das ich nicht in einer Großstadt wohne. Mich haben die 2 1/2 Jahre Berufsschule in München so angekotzt, immer diese Deprieinheiten in der U-Bahn. Ich habe mir jedesmal gedacht, lächelt doch mal und freut euch am Leben ihr Deppen! Fast jeder hat einen Gesichtsausdruck der sagt, bitte erlöse mich von dieser Qual. Das Einhauítsgrau und die versiften U-Bahnstationen setzen dem ganzen noch die Krone auf. Mit Walkmann und einem debilen Dauergrinsen konnte man das ganz gut übertönen, zumindest für 2 1/2 jahre...
Auf dem "Land" ist es zum Glück noch nicht so weit und ich bin froh drum.
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Gleich reiß ich dir den Sack ab!
Mr. White ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2005, 00:28   #5 (permalink)
AW: Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

Einspruch!!!

Also entweder hab ich ein anderes Verständnis was diese Dinge angeht,oder mein Verständnis bezogen auf den Text taugt zu nix...
Klar ist das nur ein verbales Modell der heutigen Gesellschaft,aber soll ein Modell nicht die vereinfachte Darstellung eines wahren Sachverhaltes sein?

Ich bin kein Großstadtkind,jedenfalls möchte ich 100.000 Einwohner nicht als Vergleich heranziehen,wenn es 40km Köln gibt! Oder Ballungszentren wie das Ruhrgebiet!
Ich kenne mich zudem in Köln kein bisschen aus,die Hauptgeschäftsstrassen hoch und runter,die wichtigsten Geschäfte in den Nebenstrassen,Orte die man kennen muss(Rheinpromenade,Park etc.)...soweit reichts noch!
Folglich öffnen sich meine kleinen neugierigen Augen ganz weit,wenn ich mich in fremde Gefilde begebe...! Und es tut mir leid um die Arbeit,die in Post#1 aufgebracht wurde,aber ich möchte ihn bedingt als "(in)halt(s)los" bezeichnen! Ich bin mir aber sicher Spree,dass du dich darüber eher freuen wirst als ärgern,denn gerade die Thesen,denen ich widersprechen werde,sind es ja,die dich stören!

Fangen wir mit dem (regional) nächsten Ort an;Köln.
Eine Fahrt nach Köln bestreite ich - Studententicket sei Dank - mit der S-Bahn! Dann sitzt neben dir im 4rer entweder der letzte Depp,oder aber ein junger Mann in Anzug! Dieser junge Mann wird sich über die Betitelung sicher freuen,er war so 35/40^^!Uns gegenüber 2 Freunde, auf dem 4rer neben mir der Rest meiner Crew,2 Mädels! Die beiden werkeln an der Bierflasche,die sich nicht öffnen lässt.Den Flaschenöffner an meinem Schlüsselbund verberge ich unter der Hand auf meinem Knie! Er dreht sich zu mir und es dauert keine 2 Sekunden,da merk ich dass da ein Kerl sitz,der zwar um vieles älter ist als ich,aber den selben Humor hat wie wir 3 um ihn herrum und er hat auch gar keine Probleme,sich unserer Belustigung anzuschliessen! Es wird gescherzt,er erzählt von unserer Begleitung und seinen Kollegen,Verspätung und den Gründen,warum Bier eh besser ist als Frauen^^Prima Sache,geiler Typ! Finde nicht nur ich,findet der Rest des S-Bahnabteils! Untereinander wird sich angelächelt,genickt,widersprochen! Bilden sich S-Bahn-Familien? Scheint so...
Weiter gehts,aufm Kölner Bahnsteig,vor/während/nach der Studentenparty,auf dem Rückweg ,in der Strassenbahn und in der BurgerKing-Schlange...! Kontaktscheue ging gegen 0! Ok,um 4 morgens ist mit vielen eh nicht mehr viel los,aber dann müssen die Deutschen halt noch mehr Bier trinken*g*Ausserdem began ihc meine Aufzählung bereits um 20Uhr!

Dann im Ruhrgebiet... der einzige Ort,wo ich die Leute zum Kotzen arrogant finde,ist die Margarethenhöhe in Essen! Ansonsten,prima Leute! Natürlich kuschelt sich da keiner an dich,aber geh einen Schritt auf die Menschen zu und sie kommen dir 2 entgegen!

Berlin...omg! Ich war mit 3 Leuten da,insges. 5 Tage! Nach diesen 5 Tagen kannte ich halbe Handballmannschaften (zu 3 hab ich noch leichten Kontakt),den Bäcker,dem wir so blöde Fragen gestellt hatten^^,2 Mitbewohner des Hauses usw.! Einer war es auch,der zu uns noch meinte,es wäre jetzt Stau,wir sollten da und da lang aus Berlin raus und nicht über die ehem. Rennstrecke! 5 Tage,und wir hatten nicht mehr das Gefühl,"verloren" zu sein!

Sind das Situationen,die dir in unserer Gesellschaft fehlen,Spree? Oder stören dich die Menschen,die eben nur murrend in der Ecke sitzen?Die Jungs mit Stöpsel im Ohr ,die sich nur noch vor den PC knallen wollen? Gehört halt dazu,aber ebenso gibt es doch die anderen! Die,die dir sagen,dass sie auch gerne wieder so jung wären wie man selbst!Die ,die dich fragen,ob man jetzt hier wohnt und noch n paar Tips braucht!Die,die einem auch über ihre vertragliche Verpflichtung Dienste und Hilfe anbieten,denn der Bankier aus dem Flur gegenüber macht bestimmt nicht für jeden den Staumelder!
Kochtopf verleihen,weil der Fisch der Fremden zu gross ist und ihn gespült mit 3 Flaschen Bier zurückbekommen... Was weiß ich,wo der Kerl wohnt,der den Topf haben wollte...Antwort,Haus gegenüber (Ausgangslage:Selbe Kumpels,Soltau,3 Tage Haus gemietet)

Es gibt für mich 3 Gruppen,in die du unsere Gesellschaft einteilen kannst!
1)Die Lustlosen oder Beschränkten! Ihr Weltbild endet bei 3% und mustern dich,bis du keinen Bock mehr auf sie hast!
2)Die Leute,die sich bei Kontaktversuchen angegriffen/provoziert/verascht fühlen und dir evntl. Schläge androhen! Da kann man dann prima seinen Frust auf Gruppe 1) abladen,also seh ich das auch nicht als Problem an!
3) Der Rest,mehr oder weniger misstrauisch,aber zunehmender oder sehr spontan freundlich,sieht er einen als menschliches Blatt Papier an,dass es mit allerlei Themen zu bekritzeln gilt!Der Rentner und der Junge,mit dem Teddy... sie alle machen zum Glück 50% der Menschen hier aus und wer da von einem Einheitsbrei spricht,versucht mir böhmische Dörfer zu erklären!

Lass es an mir liegen,lass es ungemeinen (und auch dauerhaften^^) Zufall sein oder mach deine Erwartungshaltung an das perfekte Miteinander verantwortlich...
Die Sicht wie ich sie evntl. fälschlicherweise rausgelesen habe ist für mich nur das Problem der Menschen,die sich weigern,der 3)-Gruppe angehören zu wollen...
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Captain-Subtext ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2005, 01:05   #6 (permalink)
aKe
AW: Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

lieber subtext. ein wunderbarer text, voller wahrheiten, defintiv. allerdings begehst du denselben fehler, den du anzuprangern versuchst. das pauschalisieren. in deinen augen pauschalisiert der spree, bzw ich, die miesen, langweiligen, unsicheren, verklemmten menschen. du hingegen pauschalisierst sogesehen genau andersherum.

sagen wir mal so, prinzipiell hast du recht. freundlichkeit und hilfsbereitschaft findet man noch verblüffend oft (als meine freundin mim auto im graben gelandet ist haben immerhin alle autos angehalten und hilfe angeboten).
ich würde dich jetzt mal zu den leuten zählen, die mr.white erwähnt hatte. die offnen, zwischenmenschlich kontaktfreudigen landeier (liebevoll genannt )
wenn diese mit ihrer ungezwungenen art in die große stadt fahren und mit den leuten umgehen, wie sie es gewohnt sind, bekommen sie deshalb so uberschwängliche responz. die sind einfach froh! die bekommen ein gespräch angeboten ohne die fresse selber aufmachen zu müssen, mal böse ausgedrückt, vielleicht verstehst du das prinzip, dass ich meine. auch das ist nicht zu pauschalisieren.

aber wie du selber schon sagtest, du kennst dich in köln nicht aus und du schreibst auch von spärlichen großstadterfahrungen. du kennst also den städte alltag nicht. und der ist trist, unüberschaubar, für viele frustrierend und verunsichernd. mal ganz ehrlich, ich käme mir im städtealltag auch verloren, einsam und gefangen in einer betonwüste vor. ich war schon zigmal für längere zeit in münchen, berlin und köln und war jedes mal froh da wieder verschwinden zu können. klar, wenn das neu bzw. ungewohnt für einen ist, ist eine stadt unheimlich faszinierend, aber man geht anders damit um. das strahlt man aus, dass hört man einem an, deswegen reagieren die leute auch anders. und auch die von dir wunderbar beschriebene nachbarschaftsliebe, loyalität oder freundlichkeit ist oft auch nur ausdruck eines massenkonformen denkens, da man nicht möchte, dass der andere schlecht über einen denkt. das verhidnert man mit künstlicher oder übertriebener freundlichkeit. auch das ist nicht zu pauschalisieren.

eine stadt ist kalt, und macht den menschen, der sich darin aufhält auch längerfristig kalt.
anonym. verloren und einsam. ergo: auch die gesellschaft ist kalt bzw. kälter.

klaro, gibt es in einer stadt auch positive dinge, aber auch mir fällt es oft auf, wenn es irgendwelche "volksveranstaltungen" gibt, wo alle gezwungen meinen spass haben zu müssen und dass vollends und übertrieben ausleben, da sie sonst nicht viel haben oder sonst nicht ungezwungen freundlich sein können ( es sei denn es kommt jemand zuerst auf sie zu )

du schreibst oben "gehe einen schritt auf die leute zu und sie kommen 2 zurück" richtig und jeder erwartet, dass der andere den ersten schritt macht. das endet dann im patt

alle aussagen sind nicht zu pauschalisieren, dennoch denke ich, dass es bei den meisten leuten so der fall ist. ausnahmen bestätigen die regel und machen die welt schöner, bleiben aber ausnahmen, bzw gemessen am rest die seltenheit. man merkt doch schon am verhalten der leute, wie sie eingestimmt sind. beispielsweise bin ich ein jahr lang von köln nach darmstadt gependelt, dabei durch bonn, koblenz und mainz gefahren, allesamt größere städte, so kann ich sagen, dass ich größtenteils mit städtern unterwegs gewesen bin. auf die einfache frage, ob der platz nebenan noch frei sei (freundlich und gut gelaunt gestellt, schliesslich war man aufm weg zur freundin) hat einer von fünfzig mal ne lockere, angenehme antwort gegeben "ja klar, setz dich, wo gehts denn hin?" die restlichen 49 teilten sich auf in leute die auf etikette achteten und aufgesetzt freundlich sagten: "ja hier ist frei" und in leute, die einfach nur nickten und weiter die draussen vorbeirrauschenden felswände betrachteten...

meine erfahrungen also beschreiben die deinen genauso, wie auch die vom spree beabsichtigte aussage. allerdings sind deine erfahrungen deutlich seltener anzutreffen.

oder man könnte dir unterstellen, dass du blind für aufgesetzte freundlichkeit bist aber das glaube ich eigentlich nicht.
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aKe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2005, 09:34   #7 (permalink)
AW: Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

In eien rGroßstadt ist es einfach notwendig für den Menschen, für die Seele für das Gehirn, die anonymität zu suchen, weil man sonst in eienr Reizüberflutung enden würde die einen Kollaps vom feisten hervorrufen würde.
Auf dem Dorf unterhälst du dich mit den Leuten, du hast Zeit sie kennenzulernen, weil du mit ihnen zusammenlebst. In der Großstadt ist das einfach nicht möglch. Da musst du dich auf Familie, Freundeskreis und ein paar andere Leute beschränken, sonst würdest du das alles nicht verarbeiten können.
Zum Thema Helloween, es ist auch eine Frage der Einstellung zum Fest. Kleine Kinder sind den Medien und der Wirtschaft quasi hilflos ausgeliefert. Einzig ihre Eltern und vielleicht die Lehrer (obwohl die eher neutral bleiben sollten) haben die Chance dagegen vorzugehen. Ich z.B. werde meine Kidner nicht in Kostümen auf die Strasse schicken und werde auch nie Helloween (bei uns) für gut befinden. (Ich frage mich, wann die hier anfangen Eier auf die Häuser zu werfen)

Zum Thema Gesellschaft.
Wie oben schon gesagt, du kannst nicht mit jeden quatschen, wenn du das versuchst, rücken die Menschen erst recht von dir weg, weil sie dich für leicht verrückt halten. Notfalls komsmt du dafür noch ein eine Psychiatrie, weil du mit dem Druck der Gesellschaft nicht fertig wirst.
Aber wie bist du denn zu deinen Freunden? Ist da die Menschlichkeit nicht zurückgekehrt? Ist da nicht alles was du in der UBahn für abhanden gekommen erklärt hast wieder da?
Wie gesagt diese gesammte Anonymität ist ein Schutzreflex, eine Notwendigkeit.
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Der Himmel ist deshalb so grau, weil alles Blaue schon heruntergelogen wurde.
richieguitar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2005, 09:54   #8 (permalink)
AW: Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

Off-Topic:
HALLOWEEN! Es heißt Halloween. Mit einem a hinter dem H.


Ich persönlich fühle mich nicht verloren, einsam und verlassen. Ich hab nur keine allzu große Lust Leute anzusprechen, die ich nicht kenne und vermutlich nie oder nur selten wieder sehen werde. Und dann auch nur in der Bahn. Und worüber soll man denn miteinander sprechen? Über das Wetter? Über Fußball?
Oder vielleicht sogar über das was man beruflich und privat so macht? Weswegen sollte ich einen Fremden nach seinem Beruf fragen?

Sicher, wenn mich jemand anspricht, eine Frage hat, eine Bemerkung machen will - wegen jemandem der in auch in der Bahn sitzt oder gerade ausgestiegen ist oder wegen etwas, was gerade passiert ist oder vll über das Buch was ich gerade in der Hand halte - dann sag ich dem nich, dass ich keine Lust habe, mich zu unterhalten. Aber dann werde ich auch nicht unbedingt groß mit ihm diskutieren, ob das Buch, der Autor oder andere Werke des Autors gut oder schlecht sind.

Und auch wenn es vielleicht nicht so aussehen mag, bin ich mir ziemlich sicher, dass die meisten zufrieden sind.
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Ladida
Manni ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2005, 10:57   #9 (permalink)
AW: Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

WOW ich bin begeistert! Also erstmal Danke für die Antworten, besonders an Subtext. Andererseits, sei mir nicht böse, muss ich aber auch ein wenig grinsen. Der Aspekt der anonymisierten Mitmenschen ist doch nur ein Teil der Textaussage. Ebenso wie der Teil über Halloween. Schon gar nicht geht es ausschließlich über das Reden im Zug. Im Grunde geht es viel oberflächlicher um die Lethargie der Leute.

Um die Motivation mal zu erklären:
Ständig wenn ich irgendwo unterwegs bin und (vor allem) irgendwo in ner Bahn sitze (sprich in meiner eigenen Lethargie), dann gucke ich mir die Menschen an und eigentlich fällt mir auch immer etwas (für mich) Besonderes auf. So entstand die Geschichte der tanzenden Oma und auch die der asozialen Kleinfamilie ("9 FC Fans auf dem Weg ins Früh - Steck ich mir das Handy in die Muschi?" folgt übrigens evtl. auch noch ). In diesem Falle sahen halt alle total leer und tot aus. Das Erscheinen der Jugendlichen hat dann quasi den inspiratorischen Rest gegeben. Natürlich ist das alles in tiefen schwarz gemalt, jedoch eine Momentaufnahme, in der viel wahres steckt. Ebenso viel wahres, wie in einer fröhlichen Geschichte über Sommer und Familienausflüge nachdem eine Gruppe Fahrradfahrer neben mir in der S-Bahn sitzen würde.

Trotzdem vielen Dank für die Antworten, begeistert mich wirklich. Soviel Interpretationen, zum Teil dann noch empört, grossartig

Übrigens bin ich überaus glücklich in meiner Großstadt.
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Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2005, 11:05   #10 (permalink)
AW: Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

Naja was kann man von Menschen auch in der U-Bahn erwarten? Das sie jubelnd aufspringen und tanzen? Ich glaube kaum. Wir haben jetzt Herbst, das Wetter ist kalt und grau, viele Leute müssen zur Arbeit oder kommen auch gerade davon zurück und wollen eigentlich nur nach Hause um ihre Ruhe zu haben. Kaum zu verdenken, dass die meisten trübe dreinschauen. Wir werden auch eines Tages mal alt sein und wahrscheinlich auch sö müde und unlustig drienschauen wenn wir erst mal richtig arbeiten müssen und Familien ernähren müssen.
Nathan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2005, 14:06   #11 (permalink)
AW: Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

Wenn ich den Eingangsbeitrag lese, frag' ich mich, wo die Frustrierten wirklich sitzen. Dir, lieber David, deine Ansicht in Ehren. Mir hängt dieses doch eher dörfliche Schubladendenken auch als Metropolenmensch zum Hals raus.
Ansonsten schließe ich mich richieguitar's ersten beiden Absätzen sowie Nathans Beitrag an.
ueberulmen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2005, 15:26   #12 (permalink)
AW: Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

Einen kleiner (wenn auch überflüssiger^^) Rechtfertigungshieb noch an die unter euch,die sich angesprochen fühlen !

Ich kann mir alles vorstellen,aber nicht,dass der Typ in der Schlange mit dem ich gemeinsam anstehe,und das auch noch weitere 5 Min tun werde,mir anmerkt,dass ich nicht so oft in Köln bin! Das System eines Metropolen-BK´s unterscheidet sich bis auf die Kassenanzahl in keiner Hinsicht von dem Dürener! Nur reicht ein kurzer Blickkontakt samt Geste vollkommen aus,um wenigstens eine Minute dieser Kassenbelagerung anders zu gestalten...
Es ging immer darum,dass irgendwer den ersten Schritt auf die Leute zu machen muss...naja,was das angeht ist meine Hemmschwelle relativ niedrig angesetzt!Hab so mittlerweile eine doch recht gesunde Menschenkenntnis zusammenbekommen und ich erkenne natürlich,wer sich besser für solche Aktionen eignet und wer nicht! Da ist es genau wie mit dem Raushören von aufgesetzen Launen,darunter fallen auch falsche Höflichkeiten,AKE

Klar hab ich pauschalisiert und ziemlich monoton die intakte Gesellschaft gepriesen,aber das sollten jetzt auch nur Gegenbeispiele zu Sprees doch durchgehend grauer Darstellung sein!
Was ich allerdings nicht einsehen möchte - und da bin ich ganz ehrlich wenn ich "möchte" schreibe - ist,dass die Leute,die uns/mir geholfen haben , oder zumindest einen "one-minute-talk" abhielten,das nur machen,weil ich etwas frischen Wind in ihren Alltag bringe!
Der Typ neben uns hatte argen Stress nach Köln zu kommen,irgendwas war faul und er war schuld... und trotzdem,er hat während der Bahnfahrt doch eh nix ändern können.Warum nicht mal schnell noch seine Freude zum Ausdruck bringen,Stress hatte er wohl wenig später genug! Man kann jetzt sagen,er wollte sich nur ablenken,ich aber drehe mir das so,dass er trotz Alltag,Stress und geopferter Freizeit einfach gerade Mensch sein wollte! Mensch unter Studenten (auch nur Menschen ) aufm Weg nach Köln...

Und dem Mann im Hausflur 600km weit weg kann doch scheissegal sein,ob wir im Stau stehen...

Ich kann nur nochmal sagen,es kommt natürlich aufs Naturell an! Es gibt so und so,beide Seiten wurden jetzt breit diskutiert,aber scheinbar vertreten wenige meine Seite... Dann wirds auch nich besser,wenn ihr alles mies redet und dieses Verhalten für ("angebracht" schon aber nicht) selbstverständlich haltet!Wer Desintresse oder einfach Alltagssorgen hat,lässt natürlich die Mundwinkel eher nach unten hängen...
Aber is doch schön,wenn man dann ein Lächeln bekommt,oder? Und wer seine Ruhe haben will,dem wird auch keiner auf den Keks gehen!

EDIT : Es geht hier nicht um Unterhaltungen über belanglosen Schwachsinn in Zügen und anderem Nahverkehr, sondern um die reine Möglichkeit,dass es sowas gibt!Ich pauschalisiere wieder^^
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Captain-Subtext ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2005, 15:34   #13 (permalink)
AW: Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

Zitat:
Zitat von Captain-Subtext
Einen kleiner (wenn auch überflüssiger^^) Ich kann mir alles vorstellen,aber nicht,dass der Typ in der Schlange mit dem ich gemeinsam anstehe,und das auch noch weitere 5 Min tun werde,mir anmerkt,dass ich nicht so oft in Köln bin!
Also Pfadfinder und Hardcore-Dorfmenschen erkennt man überall. Kann ja sein, dass du dich den Gegebenheiten einer Metropole eben angepasst hast
Zitat:
Zitat von Captain-Subtext
Aber is doch schön,wenn man dann ein Lächeln bekommt,oder?
Jede Minute Frust schieben sind 60 verlorene Sekunden des Lächelns. Also liebet und mehret einander, wo ihr nur könnt, meine lieben mit-BPler.

In diesem Sinne,... Hevenu Shalom Aleikhem!
ueberulmen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2005, 15:58   #14 (permalink)
AW: Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

Ich gehöre ja selber zu den „In der Bahn sitzen und missgunstig dreinschauen“-Typen. Und ich finde es mehr als nervig nach einem Arbeitstag, der mich zu 51 % eh schwer angepisst hat auch noch eine locker flockige Unterredung ans Ohr geworfen zu bekommen. Ein lauter Kopfhörer im Ohr ist mein Standart. Verschränkte Arme oder ein Buch dienen auch dazu mich von der „Außenwelt“ abzugrenzen.

Möglich dass das meine eigene misanthropische Art und Weise meines Charakters ist. Aber was solls?!

Wenn ich Small-Talk haben will, quatsch ich sicher nicht einfach irgendwelche Mitreisenden voll. Andersrum erwarte ich das aber auch von den Mitreisenden.

Im ersten Post finde ich mich sehr schön beschrieben.
overdose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2005, 16:35   #15 (permalink)
AW: Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

Da scheine ich ja wirklich mal an der Toleranzgrenze gekratzt zu haben. Natürlich ist nicht alles scheisse und kaputt. Auch die Menschheit nicht. Wie bereits erwähnt: Düstere Momentaufnahme, ausgeschmückt und voller Übertreibung. Eben ein literarisch-rhetorisches Mittel. Das machen noch ganz andere. Und auch wenn in allem ein bisschen Wahrheit liegt, alleine der energische Protest einiger zeigt ja, dass viele nicht in schwarze Löcher schauen
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Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2005, 16:39   #16 (permalink)
AW: Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

Off-Topic:
Mein schwarzes Loch wird zum Wochenende hin immer heller und kleiner und verschwindet mit dem ersten Bier freitags gänzlich.
overdose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2005, 17:06   #17 (permalink)
AW: Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

Zitat:
Zitat von Spreeward
Da scheine ich ja wirklich mal an der Toleranzgrenze gekratzt zu haben. Natürlich ist nicht alles scheisse und kaputt. Auch die Menschheit nicht. Wie bereits erwähnt: Düstere Momentaufnahme, ausgeschmückt und voller Übertreibung. Eben ein literarisch-rhetorisches Mittel. Das machen noch ganz andere. Und auch wenn in allem ein bisschen Wahrheit liegt, alleine der energische Protest einiger zeigt ja, dass viele nicht in schwarze Löcher schauen
Ist man dann nicht selber auch etwas frustriert wenn man gegen Frustrierte protestiert?
Ein Teufelskreis..... ^^
Nathan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2005, 17:38   #18 (permalink)
AW: Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

Zitat:
Zitat von Nathan
Ist man dann nicht selber auch etwas frustriert wenn man gegen Frustrierte protestiert?
Ein Teufelskreis..... ^^
Natürlich ist man dann frustriert. Wer ist das zeitweise nicht? Du selber kannst doch wohl selber ein Lied davon singen. Ist man fröhlich, schreibt man über fröhliche Dinge, schreibt man über frustrierende Dinge, ist man auch mal nicht fröhlich.
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Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2005, 18:16   #19 (permalink)
AW: Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

Nein, es kommt mir nur so rüber, als ob Du dich davon abgrenzen würdest was nicht zuletzt auch an deiner Schreibweise liegt.
Nathan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2005, 18:21   #20 (permalink)
AW: Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

Off-Topic:
Ja,immer diese verwirrende Agglumeration von bedeutungsschwangeren und ebenso in Vergessenheit geratenen Wörtern.
Dafür hasse ich dich...nein,euch alle


Aber ich finds schön,egal wie phrasenverprügelt Sprees Texte auch sind,sie zwingen mich jedesmal zu durchdachten + "aufwendigen" Antworten über mehr als 3 Zeilen!Und auch die anderen geben sich was das angeht die Klinke in die Hand! Ist doch ne schöne Resonanz für den Threadersteller,oder ^^ ?
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Captain-Subtext ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2005, 19:01   #21 (permalink)
AW: Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

Zitat:
Zitat von Captain-Subtext
Off-Topic:
Ja,immer diese verwirrende Agglumeration von bedeutungsschwangeren und ebenso in Vergessenheit geratenen Wörtern.
Dafür hasse ich dich...nein,euch alle


Aber ich finds schön,egal wie phrasenverprügelt Sprees Texte auch sind,sie zwingen mich jedesmal zu durchdachten + "aufwendigen" Antworten über mehr als 3 Zeilen!Und auch die anderen geben sich was das angeht die Klinke in die Hand! Ist doch ne schöne Resonanz für den Threadersteller,oder ^^ ?
Na Logen! Habe ich ja auch schon mehrfach betont wie mich das freut. Übrigens: Agglomeration
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Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2005, 23:05   #22 (permalink)
AW: Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

Wisst ihr was das eigentliche Problem ist? Die Einstellung der Menschen.
Warum müßen immer alle jammern, alles scheiße finden und immer unzufrieden sein? Vielleicht habe ich da einen etwas eigenen Blickwinkel, weil ich (Gott sei Dank!) eine Frohnatur bin. Mir scheint die Sonne aus dem Arsch .
Aber es ist doch bestimmt jedem schon aufgefallen das wir Menschen uns das Leben selber schwer machen. In unseren Gefilden hat kaum jemand gute Gründe frustriert zu sein. Eigentlich geht es uns doch Prima, wir haben alles was wir zum Leben brauchen und noch viel mehr. Trotzdem sind viele unzufrieden, genervt und frustriert.

Da fällt mir ein schönes Zitat aus "Taxi Driver" ein. Wer den Film nicht kennt sollte ihn sich unbedingt mal anschauen.

"Wir müßen es allen sagen, wir müßen sie daran erinnern, wir müßen sie daran erinnern wie gut es ist. Lesen Sie mal die Zeitung, alles was da drinn steht, lauter schlimme Dinge, nichts positives. Die Menschheit hat vergessen worum es im Leben geht, was es bedeutet zu leben, man muß sie daran erinnern. Man muß die Menschen erinnern, was sie haben und was sie verlieren könnten. Was ich empfinde ist die Freude am Leben, was es für ein Geschenk es ist, die Freiheit des Lebens, das Wunder des Lebens."
__________________
Gleich reiß ich dir den Sack ab!
Mr. White ist gerade online   Mit Zitat antworten

Alt 03.11.2005, 08:37   #23 (permalink)
AW: Gesellschaft der künstlich am Leben gehaltenen

Und ergänzend mit den Worten von Volker Pispers:

"In Deutschland wird auf einem Niveau gejammert um das uns der Grossteil der Menschheit total beneidet. Und die die nix haben, die jammern auch nicht. Es jammern nur die die was abgeben müssen."

So in etwa.
overdose ist offline   Mit Zitat antworten
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