Haben Poesie, Prosa und Philosophie eine Bedeutung für euch?


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Alt 21.07.2004, 02:14   #26 (permalink)
Zitat:
Zitat von Schattentaenzerin
... richie du empfiehlst novalis? wär ich vor allem bei laien vorsichtig mit... schwer zu interpretieren... der gute herr hatte es in sich und das nicht zu knapp...
Ich mag Novalis, weil er es verstanden hat, ganze Welten mit so wenig Worten zu erschaffen, weil er die Kraft hatte und die Menschen in seiner Epoche nachhaltig geprägt hat. Ohne ihn, und ein paar anderen, aber hauptsächlich durch ihn, währe die Romantik nie das geworden, was sie damals war und heute ist, wobei das heutige Bild der Romantik sehr ideal ist.

Ich erinnere bei Novalis gerne an "Blütenstaubfragment", da sieht man was ich meine.
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Der Himmel ist deshalb so grau, weil alles Blaue schon heruntergelogen wurde.
richieguitar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.07.2004, 09:36   #27 (permalink)
natürlich hat novalis genial geschrieben... das streite ich auch nicht ab und hin und wieder lese ich auch gern mal was von ihm... aber ich steh nicht auf das eltbild der romantik... mocht ich schon nicht, wenn wir mal wieder irgendein romantisches gedicht interpretieren mussten... dieses heile-welt-getue ist absolut nicht mein fall... und selbst wenns um was negatives geht wird auf heile welt gemacht... das gehört sich alles so und bla... ich erinnere mich noch, dass eine aus meinem LK novalis als nachschreibearbeit bekommen hatte novalis und brecht im vergleich... sie tat mir wirklich leid, grad weil sie zu den schlechtesten in unserem LK gehört hatte... dementsprechend ist es auch ausgefallen... das zeigt eben dass novalis nichts für die laien darstellt... manchmal ist mir die romatik etwas zu schwülstig... das umgibt einen dann wie ein dichter nebel, wenn man pech hat, und man verliert den blick für das wesentliche im gedicht selbst... schwarzromantik ist mir da wirklich lieber... auch wenn diese ebenfalls sehr einnehmend wirkt, dnan doch auf eine andere weise... man wird teil davon... ich weiss nciht ob das verständlic ausgedrückt ist, aber mir geht es so... darum lese ich auch am liebsten gedichte der schwarzromantik... aber moderne schwarzromatik ist auch ziemlich gut... nur leider sehr selten...
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Schattentaenzerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.07.2004, 10:33   #28 (permalink)
So ich hab mir das hier jetzt mal durchgelesen und ... bin ehrlich gesagt etwas geschockt was die Diskussion angeht die nicht den Topic betrifft. Da könnt ich auch meine Kommentare ablassen aber das verkneif ich mir besser.


Poesie: Ich lese selten Gedischte oder ähnliches. Warum weiß ich nicht. Meistens sind sie mir zu lang. Das kann man mir jetzt ankreiden oder dem Dichter der nicht fähig ist den Gedanken auf den Punkt zu bringen. Aber da solche Gedichte auch teilweise eine Wandlung durchmachen, wär das unfair sowas generell zu sagen.
Ich schreibe lieber Gedichte; um meine Gefühle zu verarbeiten, meistens und schelchten Zeiten. Oder wenn ich einer besonderen Person was sagen will.

Prosa: Wenn mit Prosa teifgreifende Bücher gemeint sind, die nicht Herr der Ringe oder ähnlichem entsprechen, dann lese ich keine. Ich bin ein Phantasiemensch und ich brauche eine Welt die ich entwickeln kann und kein vorgegebenes zerbombtes Deutschland wo man über die Flüchtlingslager ließt.

Philosophie: *hm* Ist was sehr persönliches finde ich. Man entwickelt einen Führungsgedanken für sich der einen durch's Leben führt oder eine Regel wie man sich Personen gegenüber verhält. Lesen und drüber reden tu ich auch nicht, weil mir das einfach zu trocken ist und weil eh jeder für sich meistens seine Philosophie hat und nicht von abweicht, oder man sogar von Personen ausgelacht wird, weil sie einfach zu Simpel ist.


Dann habe ich was von Laien gelesen. Also ich finde Poesie ist eher eine Bauchsache. Man ließt was und interpretiert das rein was man denkt wie der Autor es gemeint hat. Man kann mit den Gedanken spielen oder sie in Verbindung zu anderen Texten setzten. Aber das kann wirklich jeder. "Laie" wird man, wenn man Dichter aufgrund historischer Bio- und Autobiografien vergleichen muss und sich in Geschichte nicht auskennt, allerdings hat das für mich nichts mit dem Gedicht an sich zu tun. Denn jedes Gedicht steht für sich und verarbeitet eine Sache, und so sollte es nicht zwang sein den Autor zu kennen um ein Gedischt für sich zu erschließen. Wer Interesse hat die Eigentliche Aussage zu entdecken der macht das, wen das nicht interessiert ... der wird als Laie betitelt.
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Stupid Duck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.07.2004, 10:43   #29 (permalink)
Oh ich hab was vergessen. Warum dieser Teil des Forums .... nicht gut besucht kann man glaub ich nicht sagen, eher warum hier so wenig Feedback kommt.

Ich kann ja mal nen paar Ducksche Theorien aufstellen warum der "Normaluser" sich hier nicht blicken läßt:

Wir leben in einer "Fast Food Gesellschaft". Das merkt man Grade wenn man in der Werbung n bissl tätig ist. Ein Plakat muss auf den ersten Blick Interesse wecken, tut es das nicht, hat es verloren. Das ist mit Poesie und Prosa etc.pp. aber gar nciht so einfach das es ursprünglich reine Textangelegenheiten sind ohne grafische Aufmachung die nicht auf den ersten Blick (Titel) oder kurzes überfliegen den Sinn wiedergeben.

Viele denken wenn sie einfach nur schreiben "Das ist schön!" dem Gedicht nicht gerecht zu werden und evtl den Autor zu beleidigen, da man nicht konkret ohne Fachkenntnisse sagen kann was schön ist, was nicht gefällt, und das Einzeilenpostings eher als Spam angesehen wird.

In diesem Board befinden sich überwiegend Männer. Und Männer generell (Ausnahmen bestätigen wie üblich die Regel) sind emotional einfach nicht so tiefgründig. (Wenn das nicht stimmt, beweißt das Gegenteil! )

Evtl. liegt es auch an dem Überangebot an Gedichten ... aber das wage ich zu bezweifeln.
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Stupid Duck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.07.2004, 12:41   #30 (permalink)
Ich finde schon, dass wir größtenteils themenbezogen geblieben sind. Es waren immer mehr als genügend Fragen zum Thema dabei und Erfahrungen. Okay, dass ich Taenzerin so ausgefragt hab, das könntest vielleicht meinen, aber war ja keine Absicht. Und es war auch nicht von mir gedacht, dass jeder nur kurz zu meiner Frage seine Meinung schreibt, sondern ich hatte gehofft, dass eine Diskussion entsteht, die etwas weitläufiger wird - so wie sie es jetzt ist.

Naja, Prosa ist für mich nciht in erster Linie ein Buch, sondern ein Text. prosatexte also. So wie wir sie hier auch haben. hab ein paar von Lordprotector gelesen, die mir gut gefallen haben. Ich finde, wenn man Bücher auch in diese Literatusparte steckt, dann alle. Ein Buch ist nicht (nur) zur Weiterbildung gedacht, sondern auch zur Unterhaltung, Anregung, Flucht, usw.

Also, wenn man zur Beurteilung eines Gedichtes Fachwissen benötigt, Entchen, du bist schon der 2. der das behauptet, dann ist auch das irgendwo laienhaft, wenn es so wäre. Sehr viele denken so, und deswegen wagen sie sich gar nicht erst ran. Aber da man zur Begründung seiner Thesen kein Fachwissen benötigt ist daran auch nix laienhaftiges. Aber dann könnte das auch jeder tun. Ich find es nciht schwer zu sagen, dass mir das und das ganz konkret in dem Gedicht aus dem und dem Grund gefällt und wenn was schlechtes für den Leser drin ist eben das selbe Spiel nur negativ. Ein Dichter, der es darauf anlegt Feedback zu bekommen, um besser zu werden, würde sich da nicht beleidigt fühlen, wenn man das so macht, würde ich jetzt mal behaupten. Aber man kanns ja eh nie wissen ohne es versucht zu haben.

Och man kann schon sagen, dass hier kaum was los ist und dass dieser Teil von einer einzgien Person am Leben gehalten wird. Kommentare wie "Das ist schön!" ist auch ne Beleidigung finde ich, aber hab ich ja schon etwas weiter oben in meinem hiesigen Post geschrieben. Naja Überangebot, ich wage mal das zu bezweifeln. Ich hab mich ja etwas durchgearbeitet. Sehr viel wird hier nicht gelesen, und man kann ja von oben einfach mal anfangen, als ob das anders wäre mit anderen Themen in anderen gebieten. Ich finds halt schade, dass hier nichts passiert, nru wenn man ma was diskutieren kann kommen die User plötzlich asu ihren Löchern. Das find ich etwas unfair.

Ganz verge4ssen, was die Links betrifft, ich arbeite mich später mal durch und such mir was als nächsten Diskussionspunkt raus, wenn das genehm ist. Und Novalis und Romantik generell fand ich immer etwas ätzend.
Nightingale ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.07.2004, 13:20   #31 (permalink)
Ich meine Fachkenntnis was Reimschemata etc angeht. Bissl doof ausgedrückt.
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Stupid Duck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.07.2004, 13:49   #32 (permalink)
Zitat:
Zitat von Nightingale
Also, wenn man zur Beurteilung eines Gedichtes Fachwissen benötigt, Entchen, du bist schon der 2. der das behauptet, dann ist auch das irgendwo laienhaft, wenn es so wäre. Sehr viele denken so, und deswegen wagen sie sich gar nicht erst ran. Aber da man zur Begründung seiner Thesen kein Fachwissen benötigt ist daran auch nix laienhaftiges. Aber dann könnte das auch jeder tun. Ich find es nciht schwer zu sagen, dass mir das und das ganz konkret in dem Gedicht aus dem und dem Grund gefällt und wenn was schlechtes für den Leser drin ist eben das selbe Spiel nur negativ. Ein Dichter, der es darauf anlegt Feedback zu bekommen, um besser zu werden, würde sich da nicht beleidigt fühlen, wenn man das so macht, würde ich jetzt mal behaupten. Aber man kanns ja eh nie wissen ohne es versucht zu haben.
da stimme ich zu... fachkenntnisse benötigt man echt nicht, um seine meinung zu vertreten... da brauchst auch kein reimschema wobei das ja noch geht oder versmaß doer sonstige kenntnisse... das ist nur aqngewandtes wissen und hat nix mit meinung zu tun, wenn mans nicht richtig in seine begründung integrieren kann...
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Schattentaenzerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.07.2004, 12:44   #33 (permalink)
So hab mri was ausgesucht und zwar diesen Link hier: http://www.boardplanet.net/hugo-von-hofmannsthal-terzinen-i-iv-t2506.html
Fands ganz nett eigentlich ganz gut. Werd mich bei gelegenheit die nächsten tage etwas darauf vorbereiten mich näher dmait befassen und mir Gednaken machen, dann könnten wir ja mal darüber diskutieren. ich glaube nicht, dass hier noch etwas kommen wird zum eigentlichen thema. Aber erst mal brauch ich etwas Ruhe, dann kanns weitergehen.

Bin auf die Diskussion über die terzinen echt gespannt, Taenzerin, also enttäusch mich nicht.
Nightingale ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.07.2004, 18:02   #34 (permalink)
So, da bin ich wieder, bereit dazu die terzinen auseinander zu nehmen. Wollen wir mit der ersten beginnen, Taenzerin? Jeder, der sich angesprochen fühlt, darf gerne mitdiskutieren, Fachwissen ist zwar erfreulich, muss aber nicht sein.

ich fang an:

Mir fällt auf den ersten Blick allgemein auf, dass alle vier sehr ähnlich aufgebaut sind. Bei der ersten find ich das reimschea bei der bloßen betrachtung etwas, naja, seltsam, aber beim Lesen passt das fantastisch rein, erzeugt ne richtig schöne traurige Stimmung.

Der Titel hält, was er verspricht. Vergänglichkeit stimmt. Und bis auf die letzte Strophe (wir sind in der ersten Terzine) sinds auch jedes Mal terzette. Die letzte besteht aus einem Quartett.

So, das war mal meinn Anfang. Ich komm da immer so schlecht rein und brauch nen leichten Schubs in die richtige richtung. taenzerin, ich bitte dich weiterzumachen. Am besten bleiben wir auf der Formebene für den Anfang, wenns dir recht ist.
Nightingale ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.07.2004, 12:46   #35 (permalink)
sry hab dich wohl etwas lang warten lassen... hab mir zwar keine gedanken drüber gemacht aber ich kenne hofmannsthals werke... hab eine wissenschaftliche arbeit in deutsch vor nem jahr halten dürfen/müssen...

ok form...

also 3 terzette, ein quartett... allerdings irritiert mich das "Über Vergänglichkeit" ein wenig... kann man das auch als vers ansehen? wenn ja haben wir ein aufgelöstes sonett in der ursprungsform, also 2 quartette und 2 terzette... so haben wir nur ein abstrakt variiertes sonett... die terzette sprechen dafür und das eine quartett ebenfalls... er spielt wohl gern mit auflösungen und abstraktionen...

das reimschema lässt etwas zum nachdenken übrig...

zeigen wirs auf:ohne "über vergänglichkeit" sinds 13 verse, von 1 - 13 sieht das reimschema so aus:

1 a
2 b
3 a
4 c
5 b
6 c
7 d
8 c
9 d
10 e
11 d
12 e
13 e

also es steckt schon ein bestimmtest cshema dahinter... man muss sich das nur verdeutlichen... auf den ersten blick wirkts etwas chaotisch, was typisch für die usprungsform des sonetts ist...

das versmaß it nicht streng alternierend... das müsste cih bei gelgeneheit mal in ruhe durchgehen da es anscheinend nicht jambisch ist was mich etwas stutzig macht...

ansonsten: ein paar anaphern... alliterationen, stabreimen, mögliche metaphern und bilder, enjambements... das übliche eben... kein adversativum, es sei denn man betrachtet das "Dann" als eines, was ich aber nicht tue... aber ich denke bei einem gedicht über vergänglichkeit bedarf es keines adversativums... wozu eine wende herbeiführen wenn es sich um vergänglichkeit handelt? das würde nicht ins bild passen...

genügt dir das für den anfang? ich richte mich nach dir... setz es fort, es könnte sehr interessant für mich werden...
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Schattentaenzerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2004, 13:15   #36 (permalink)
Absolut! Es genügt absolut für den Anfang. Bin ja fast sprachlos!

Hm, wenn das Versmaß nicht jambisch ist, kann ich da auch nicht helfen. Kann nur den Jambus. Die anderen sind mir zu schwierig.

Wir könnten dann ja mal die Wirkung der Stilmittel besprechen, wenn du möchtest? Also, ob sie irgendwas erzeugen doer so, ich glaube du weisst, was ich meine. Da würde ich dir gerne den Vortritt lassen. Ich bin einfach zu perplex. Ich werde dann eifnach ergänzen, was mir zu deinen Erläuterungen noch so einfallen wird. jetzt weiss ich ja, worauf ich mich da eingelassen hab..........

Also, ich überlasse dir den Vortritt und warte gespannt.
Nightingale ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 12.11.2004, 15:05   #37 (permalink)
AW: Haben Poesie, Prosa und Philosophie eine Bedeutung für euch?

es tut mir unsagbar leid, dass ich damals nicht mehr weiter auf dieses thema eingegangen sind, aber mir ist es schändlicherweise voll und ganz entfallen... aber wenn du noch immer lust hast zu diskutieren hätte ich hier mal einen neuen anfang... wäre wohl etwas besser um eine gemeinsame basis wiederfinden zu können... das hofmannsthalgedicht vom anfang, also ich hab den faden verloren und es ist zu anstrengend (jaja ich weiss, ich bin faul) den wiederzufinden... also wenns dir nix ausmacht, dann wäre das hier meine wahl und ich hoffe ich kann wieder mit dir rechnen wenn du ab und zu für sowas zeit hast...

Johann Wolfgang von Goethe - Der Totentanz

Der Türmer, der schaut zu mitten der Nacht
Hinab auf die Gräber in Lage;
Der Mond, der hat alles ins Helle gebracht:
Der Kirchhof, er liegt wie am Tage.
Da regt sich ein Grab und ein anderes dann:
Sie kommen hervor, ein Weib da, ein Mann,
in weißen und schleppenden Hemden.


Das reckt nun, es will sich ergötzen sogleich,
Die Knöchel zur Runde, zum Kranze,
So arm und so jung und so alt und so reich;
Doch hindern die Schleppen am Tanze.
Und weil nun die Scham hier nun nicht weiter gebeut,
Sie schütteln sich alle: da liegen zerstreut
Die Hemdlein über den Hügeln.


Nun hebt sich der Schenkel, nun wackelt das Bein,
Gebärden da gibt es, vertrackte;
Dann klippert's und klappert's mitunter hinein,
Als schlüg' man die Hölzlein zum Takte.
Das kommt nun dem Türmer so lächerlich vor;
Da raunt ihm der Schalk, der Versucher, ins Ohr:
Geh! hole dir einen der Laken.


Getan wie gedacht! und er flüchtet sich schnell
Nun hinter geheiligte Türen.
Der Mond, und noch immer er scheinet so hell
Zum Tanz, den sie schauderlich führen.
Doch endlich verlieret sich dieser und der,
Schleicht eins nach dem andern gekleidet einher,
Und husch! ist es unter dem Rasen.


Nur einer, der trippelt und stolpert zuletzt
Und tappet und grapst an den Grüften;
Doch hat kein Geselle so schwer ihn verletzt,
Er wittert das Tuch in den Lüften.
Er rüttelt die Turmtür, sie schlägt ihn zurück,
Geziert und gesegnet, dem Türmer zum Glück:
Sie blinkt von metallenen Kreuzen.


Das Hemd muß er haben, da rastet er nicht,
Da gilt auch kein langes Besinnen,
Den gotischen Zierat ergreift nun der Wicht
Und klettert von Zinnen zu Zinnen.
Nun ist's um den armen, den Türmer getan!
Es ruckt sich von Schnörkel zu Schnörkel hinan,
Langbeinigen Spinnen vergleichbar.


Der Türmer erbleichet, der Türmer erbebt,
Gern gäb' er ihn wieder, den Laken.
Da häkelt - jetzt hat er am längsten gelebt -
Den Zipfel ein eiserner Zacken.
Schon trübet der Mond sich verschwindenden Scheins,
Die Glocke, sie donnert ein mächtiges Eins,
Und unten zerschellt das Gerippe.

lass hören was dir dazu einfällt un jeder andere der auch lust hat mitzudiskutieren sein glück zu versuchen oder was weiss ich ist uns willkommen...

@nightingale ach ja ich hab mir übrigens schon ein paar gedanken dazu gemacht aber dieses mal lasse ich dir oder falls noch jemand einsteigt denen den anfang... bin gespannt ob wirs diesma schaffen das durchzuziehen... also los gehts...
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