Helga, Roque und ich - Mein RAR 2004


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Alt 07.06.2004, 18:10   #1 (permalink)
Helga, Roque und ich - Mein RAR 2004

105 bestialisch teure Euros für ein Stück Pappe, was Dich gegen Vorzeigen dazu berechtigt, deinen Arsch 4 Tage lang zum schlafen in ein Zelt zu schmeissen, auf dem Nürburgringgelände viel zu viel Bier zu trinken und nicht zuletzt vor Bühnen zu stehen, auf denen gerockt wird. Das waren ungefähr meine Gedanken als ich die Kohle für meine Rock-am-Ring-Karte auf die Theke gezittert hab. Es ist gross, es ist überlaufen, es ist verdammt kommerziel. Das alles stimmt. Jedoch wird dem geschmacklich gut orientierten Musikjunkee selten ein ähnlich grandioses Bandaufgebot versprochen, auch wenn neben den absoluten Highlights wie den Red Hot Chili Peppers oder KoRn auch unverständliche Lachnummern wie Avril Lavigne oder Dick Brave auftreten durften. Wie auch immer, wie sich nun gezeigt hat, waren die 105 € wahrlich bestens investiert und haben sich mehr als nur "bezahlt" gemacht.
Angekommen am Donnerstag Nachmittag (Das Team war so cool mir Freitag und Montag frei zu geben) erstmal die zelte aufgestellt und bei sonnigem Wetter gegrillt, gebräunt und den Durst überschätzt.Darum konzentrieren wir uns lieber auf den Freitag. Den angenehm rockigen Alkoholpegel aufgefrischt und somit nahrhaft gestärkt gehts am späten Nachmittag auf's Gelände und zu Machine Head. Eine nette Show mit neuem und alten Songs, so wie es sich gehört. Der Sänger hat sich auch alle Mühe gegeben, so laut und schlimm wie möglich in sein Mikro zu brüllen, was an seiner beinahe platzenden Halsschlagader prima zu erkennen war. Leider war der Freitag der schlimme, verregnete Tag. Bis Abends hat es wie aus Eimern gegossen und ganz ohne Sonne wurde es auch schnell saukalt. Erfreulicher Höhepunkt des Abends war dann aber der erste ganz grosse Headliner des ganzen Festivals. KoRn spielen das letzte Konzert auf der Centerstage. Die Start und Zielgerade wird auch ganz schnell viel zu klein für die gespannte Masse und nachdem sich Jonathan Davis und Co recht viel Zeit liessen, kann es dann auch endlich losgehen. KoRn spielt beinahe alle Hits der letzten Jahre und besonders "Shoots and Ladders" (Davis samt Dudelsack) und "Blind" machen so richtig Freude. Vom Gemoshe und Körpereinsatz war es das bis dato härteste Konzert, auf dem ich persönlich je war. Aber dazu später. KoRn hat sich auf jeden Fall 2 Devilhands verdient, auch wenn der Sound zunächst zu leise und später der Bass erschlagend war (Der hat Dir den Magen durchvibriert). Und so ging der Tag zu Ende und Samstag stand vor der Tür. Und der sollte es in sich haben, was das Programm schon lange vorher versprach. Der Tag begann wie immer mit Dosenbier und Chillout und wurde erstmals wirklich interessant, als Marek Lieberberg höchstpersönlich an unserem Feuer stand, sich nach unserer Zufriedenheit erkundigte und nach Kritik fragte. Da brachten wir natürlich die Preise an, worauf man uns erzählte, dass eine Band wie die Chili Peppers 800.000€ für einen Auftritt bekommt. unglaubliche Zahlen und nettes Auftreten vom Chef des Festivals. Nunja, ein paar Sonnenstrahlen mehr und einige Bier weiter, geht's dann los zum heutigen, kleinen Konzertmarathon. Erste Station sind Muse. Die Jungs aus England um Multitalent Matthew Bellamy sind on Stage wirklich sehenswert. Einwandfreie Performance mit allem Drum und Dran. Natürlich auch mit Piano. Leider, und das ist dann die Kehrseite eines Mörderlineups, musste ich die Herren dann verlassen um eine meiner Lieblingsbands, die Beatsteaks nicht zu verpassen. Und was ich gestern noch von KoRn dachte, revidierte Das Publikum der Berliner an diesem Tage. So ein heftiges Hüfpen, Pogen, moshen, kratzen, beissen habe ich noch nicht erlebt. Ein saugeiles Konzert mit vielen Spitzensongs. Das Manowarcover "Kings of Metal" hat der Hosendrummer begleitet, welcher später auch noch bei den Donots mitgehämmert hat. Hat wahrlich Spass gemacht das Ganze. Astrein, liebe Beatsteaks. Hand in Hand! Glücklich und geflasht ging's dann zum Konzert der Konzerte. Zur Band der Bands auf diesem Festival. Red Hot Chili Peppers Live sind wirklich etwas ganz besonderes. Das sie Musik machen, vor der man sich irgendwie nie richtig verschliessen kann, sollte bekannt sein, aber was die Herren da auf ihre alten Tage noch an Einsatz und Spass auf die Bühne gebracht haben, war EINFACH GROSSARTIG. Die Playlist an sich war eine einzige Greatest Hits Sammlung. Ich glaube es waren zum einen allen Menschen dieser Welt da und haben auch alle mitgesungen. Eine wahnsinns Stimmung immer zwischen frühlichem Funk und wehmütigem Mitsingen. Da hat es mich auch nicht gestört, dass man kaum auf zwei Beinen stehen konnte, weil soviel los war. Nunja, eigentlich wäre danach der perfekte Augenblick gewesen, um sich ins Zelt zu legen und weiterzuträumen, aber das ging aus Gewissens;- wie Attitudegründen nicht. Das Talent Forum wurde kurze Zeit später von den schwedischen Metalgöttern In Flames heimgesucht. Heilige Scheisse! Ich hab sie bislang nie Live gesehen und ich hab mir nicht zuviel versprochen. Knallharte Songs, ausflippende Leute und ein Sänger, dem ich gerne danach noch ein Bier gegeben hätte. Der hatte zwischendurch immer wieder nen saulustigen Kommentar drauf, der die völlig ausgelaugten Pogofreunde auflockerte. Man merkt schon, ich weiss gar nicht was und wer mich an diesem Tag am meisten beeindruckt hat. Eigentlich stand danach noch In Extremo auf dem Plan, aber bei mir ging echt nichts mehr. I really rocked the fuckin' shit outa me, hätten meine Schottenfreunde da gesagt. So ging's dann zurück zum Zeltplatz die letzten paar Bierchen vor dem Schlafengehen einwerfen.
Am Sonntag schien uns die Sonne auf den Bauch und auch aus dem Arsch. Die Zeltpaltzparty und Sauflaune war entsprechend dem Wetter ausserordentlich gut. Wahrscheinlich etwas zu gut. Denn eigentlich wollten wir um 13:50 Static X sehen. Allerdings war der Weg zum Gelände einfach viel zu lustig, denn mit den angesprochenen Schotten, die man 2 Tage zuvor kennengelernt hatte, musste man einfach jeden Festivalbesucher ansprechen und ein Fest mit ihm Feiern. So geschehen kamen wir viel zu spät für Static X, aber noch rechtzeitig für die Donots. Ohne grosse Erwartungen zu haben, einfach mal so angeschaut und doch Spass gehabt. Die Arschparade der Band auf der Bühne für George W. Bush hat besonders Spass gebracht. Ansonsten war die Centerstage an diesem Tag Sperrbezirk für Leute mit Anstand (insofern man ausserdem die Hosen einfach nicht mag). Darum ab auf die Alternastage und bei den Sportfreunden vor den Wellenbrecher. "Alle jungen Menschen, die sich aus freiem Willen gegen Linkin Park entschieden haben..."...die Worte von Sänger Peter in Gottes Ohr und los ging's. Stiller waren klasse für jeden, der einfach all die Songs mitsingen kann, will und muss. Ein einziger Lobgesang auf Lebensfreude und alles, was einem lieb ist. Bei "Ich roque" hat mich dann nichts mehr gehalten und ich musste einfach hoch. Mit dem Handy in der Hand und der Sonne im Herzen macht Crowd Surfing doppelt soviel Spass. ICH ROQUE! Und zum Abschluss gab's dann noch Wir sind Helden aus der Ferne betrachtet. Nicht schlecht, aber auch nicht spektakulär. Zumindest von dort Hinten.

Das war also eine kleine Zusammenfassung. LOL, wen interessiert das überhaupt? Liest ja eh keiner. Aber immerhin kann ich's lesen um mich zu erinnern.

Mein Fazit fällt überwiegend positiv aus. 105€ sind zwar viel Geld, aber es hat sich gelohnt. Da ärgert es mich ja noch mehr, dass steinreiche Bands wie RHCP oder KoRn ihre Shirts in den Buden für 30€ verkaufen, währenddessen ein Sportfreunde oder Beatsteakshemd knapp die Hälfte kosten. Kommerz ist Kommerz, aber Rock am Ring ist einfach unbeschreiblich.
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Die beste Chance die ihr je hattet!
Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2004, 18:21   #2 (permalink)
Ich les das. War ja selber da.

meinen bericht verfasse ich auch irgendwann mal, wenn ich Zeit und Lust dazu hab.

also heute abend mim laptop im bett.
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K-Dog ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 07.06.2004, 19:06   #3 (permalink)
Mein Rock am Ring 2004

So, dann doch früher als gesagt:

Vor gut nem Monat hab ich mir gedacht: " Fahr zu Rock am Ring, ist eh dein einzigstens Festival dieses Jahr. Und das Line-Up ist eh der Hammer." Von daher mal kurzer Hand zur Bank, Geld abgeholt und dann die Karte geholt. Obwohl 105€ wirklich n happiger Preis sind.
Glücklicherweise hatte ich noch Urlaub übrig, sodas ich schon Donnerstag fahren konnte.
Vorher noch schön Sachen gepackt, da kam schon der erste Rückschlag. Der Kumpel, mit dem ich eigentlich fahren wollte, ist krank geworden und hat mir kurzfristig abgesagt. Also musste ich den "langen" Weg zum Nürburgring alleine antreten. Aber da ich ja wusste, das n paar Kumpel schon da waren, ging das. Sie hatten mir ja n Platz fürs Zelt freigehalten. Gesagt, getan. um kurz vor 20h war ich dann unterwegs Richtung Nürbugring. Erstmal gepflegt Machine Head hören, man muss sich ja schließlich einstimmen.
Kaum am Nürburgring angekommen, hieß es auch schon erstmal den richtigen Campingplatz finden. Waren ja nicht grad wenige. Und ich hatte das Glück, das der Parkplatz, auf dem meine Kumpel standen als einzigster auf der Straße noch frei war. Also erstmal Klamotten und Zelt in die Hand nehmen und dann ab zur Bändchenausgabe. (Sonst hatte man ja keinen Zutritt aufs Campinggelände). Nachdem das zelt stand gings nochmal zum Auto, das wichtigste überhaupt holen: BIER (und nebenbei noch schlafsack und Isomatte). Und dann den tag gemütlich ausklingen lassen.
Freitag dann der Schock. Es schüttet wie aus Eimern. In einer trockenen Phase schnell zum Auto, Pavillion holen. Und kurz nachdem der stand, gabs nen Wolkenbruch der sich gewaschen hatte. Aber zum Glück hörte es kurz vor Machine Head auf. Also das Konzert von denen war schon geil, aber ich hatte mir irgendwie mehr erwartet. Fands schade, das sie "From this Day" nicht gespielt haben. Egal, auf jeden Fall n geiles Konzert. Danach gings erstmal zurück zum Zelt, andere Schuhe an und erstmal was trinken.
Gegen halb Zehn bin ich dann mit nem Kumpel zu Korn aufgebrochen. Wir kamen relativ spät und standen deshalb sehr weit hinten. Aber das auch nur am Anfang. Da der Sound hinten extrem scheiße war, haben wir uns nach vorne durchgekämpft. Aber bzgl des Sounds: Es kam wie es kommen musste, mitten in einem Lied war der Sound plötzlich weg und es war relativ lustig mit anzusehen, wie Jonathan Davis auf der Bühne abgeht und keiner hört ihn. In der Mitte des Konzerts hatten wir uns dann bis 3 Reihen hinter dem Wellenbrecher vorgekämpft. Und da war dann Revierverteidigung pur angesagt. Am Anfang von Korn war mir kalt. Nachher nicht mehr. Wir sind aber vor den Zugaben rausgegangen was trinken, da wir doch relativ am Arsch waren.
Samstags dann das gleiche Spiel. Das war eh mein Hammertag überhaupt. 10 Std aufem Festivalgelände und 8 Bands.
Bin dann um kurz vor 14h Richtung Gelände und hab mir Lostprophets angeguckt. Die Jungs haben wirklich ne geile Show abgeliefert. Haben so Kracher wie "Burn Burn" und "Shinobi Vs Dragon Ninja" gespielt. Vorallem war der Sound übelst geil. Man hat den Bass richtig gespürt. Dann gings ab zur Alterna Stage, wollte mir da Hoobastank, TRAPT und Drowning Pool angucken. Vorher war ich aber noch schnell bei der Autogrammstunde von Drowning Pool, da die Konzerte erst später anfingen. Hoobastank war schon ziemlich geil, vorallem weil der Sänger bei dem Lied "Reason" fast geheult hätte. TRAPT war auch gut, haben aber extrem kurz gespielt. Und dann kam mein persönlicher Favorit an diesem Tag: DROWNING POOL. Ich war echt gespannt, wie der neue Sänger die alten Lieder rüber bringt. Aber Gong hat einfach ne geile Stimme und man hat keine Unterschied gehört. Die haben echt das Haus gerockt.
Nach der Beendigung dieses Konzertes ging es dann zur Autogrammstunde von Killswitch Engage. Und dann war erstmal essen angesagt. Wir hatten ja schließlich schon 18h. Und ich bekam langsam doch Hunger.
Nachdem ich mich wieder gestärkt hatte bewegte ich mich langsam zum Talent Forum, um mir Chimaira und Killswitch Engage anzugucken. Vorher musste ich mir aber noch Mnemic antun, die meiner Meinung nach total scheiße waren.
Die beiden Bands, die ich sehen wollte, haben ne extrem geile Show geliefert, auch wenn der Sound voll kacke war. Man hat die Sänger nicht gehört und die Becken vom Schlagzeug erst recht nicht. Nur die Gitarren waren unüberhörbar.
Und der Sänger von Chimaira hat sich wieder als METAL MOSES betätigt und die Menge zu dem Lied "The Dehumanizing Process" geteilt und dann aufeinaner prallen lassen. Einfach geil.
Von Killswitch war ich irgendwie ein wenig enttäuscht, was vl auch mit am Sound lag.
Und als krönender Abschluss lag dann noch Red Hot Chili Peppers vor mir. Wie Spree schon gesagt hat: es war eine Greatest Hits Sammlung. Auch wenn wir relativ weit hinten standen, hatten wir Spaß. Vorallem, als n Kumpel von mir: "Und du hast Heidi Klum gebumst" angestimmt hat. Nach einem schönen Feuerwerk war der Tag dann für mich auch zu Ende, da mir meine Beine weh taten.
Also zurück zum Zelt und erstmal den Rest Bier vernichten, der noch da war. Irgendwann bin ich dann auch ins Zelt gefallen.
Sonntag war dann großes Zusammenpacken angesagt, da ich nach Static X gefahren bin. Nur hab ich von Static X nur 2 Lieder mitbekommen, da das Einpacken dann doch was länger als geplant gedauert hat.

Also als Fazit ist zu sagen: Das LineUp war der Hammer. Aber mir hat irgendwie die Atmosphäre auf dem Campingplatz gefehlt, die ich vom Bizarre gewohnt war.
Wenn das LineUp stimmt, fahr ich nächstes Jahr vl wieder hin,
Ansonsten auf eins der kleineren.
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K-Dog ist offline   Mit Zitat antworten
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