![]() |
|
HerztodGedichte und Geschichten (unbekannte Dichter) Ihr habt ein neues Gedicht oder eine Geschichte geschrieben? Bitte postet es hier... |
|
|
![]() |
|
|
Themen-Optionen |
|
|
#1 (permalink) |
|
Herztod
Ich bin gerade auf dem Weg ins Kino und laufe die Bahnhofsstraße entlang. Die Sonne knallt vom Himmel und es ist heiß und schwül. Schon in der Schule hatte ich das Gefühl, dass mich diese Hitze erdrückt. Mühsam ringe ich mich dazu durch ins Kino zu gehen. Eigentlich bin ich geschlaucht vom Wetter und fühl mich müde und schwach. Jetzt, wo ich hier rumlaufe, wird dies extremer. Schweiß tritt aus meinen Poren und tropft zu Boden. Mein Puls wird schneller und ich atme schwerer. Meine Beine weigern sich weiterzulafen. Irgendetwas stimmt mit meinem Körper nicht. Kaum hatte ich dies regestriert, beginnt vor mienen Augen alles zu verschweimmen. Den Mund weit geöffnet um besser Luft zu bekommen, spüre ich ein Brummen in meinem Kopf. Meine Atmung wird tiefer und hektischer. Unterdessen wird mir schwindelig und ich höre ein dumpfes Summen in meinen Ohren. Mit letzter Kraft lehne ich mich an eine Wand, doch es wird immer schlimmer. Erst unten in den Zehen keimt ein komisches Gefühl, wie wenn meine Beine einschlafen würden nur fühlt es sich pelziger an, dann bahnt es sich seinen Weg zu meinem Unterleib. Das Brummen in meinem Kopf wird immer intensiver und das Summen in meinen Ohren ist jetzt ein schrilles Pfeifen. Auch meine Hände beginnen taub zu werden. Wenn ich sie bewege ist es, als ob jemand sie festhielte. Aus meinen Beinen scheint das letzte Leben zu entweichen, langsam und unaufhaltsam, wie ein Wesen, das meine gnaze Energie aufsaugt. Mir wird schwarz vor Augen. Noch werde ich nicht ohnmächtig. In meinem linken Arm taucht wie aus dem Nichts ein stechender Schmerz auf. Sekundenschnell wandert er diesen empor bis er meine Brust erreicht hat. Es ist unerträglich. Ich beginne mich zu krümmen und zusammenzukauern. Es sticht, es brennt, spannt, es wird immer unerträglicher. Vergleichbar mit einem Stich direkt ins Herz. Ich atme schwerer, unfähig meinen Brustkorb zu heben, da es sich anfühlt, wie wenn ein rießen Stein darauf liege. Noch einmal spüre ich den Schmerz, dann entgleite ich. Vor meinen Augen wird es hell, ein strahlendes Licht erscheint. Zwei unterschiedliche Hände, aber vom gleichen Ort, greifen nach mir. Ein letztes Zucken geht durch meinen Körper, ich packe zu und folge den Händen. Mein Körper entspannt sich. Ich bin nur noch von einem hellen Licht umgeben. Ich bin frei.
|
|
|
![]() |
| Themen-Optionen | |
|
|