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HILFE! Alfred Döblin - Berlin Alexanderplatz...


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Alt 29.08.2003, 15:46   #1 (permalink)
 
HILFE! Alfred Döblin - Berlin Alexanderplatz...

kennt eigentlich einer von euch alfred döblins "berlin alexanderplatz"? eigentlich sollte ich dieses buch als drittes und letztes sternchenhema fürn LK lesen übe die ferien, naja, ich hab auch die ersten 24 seiten gelesen, fands aber sterbenslangweiig... falls es schon eine gelesen hat worum gehts denn? also den film hab ich mir in deutsch auch reinziehen dürfen... also den schluss, war auch total krank und langweilig...wär nett wenn mir da jemand helfen könnte...
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Alt 29.08.2003, 21:49   #2 (permalink)
 
Aso lesen musste ich es nicht komplett im Unterricht, habe aber mal verscuht es privat zu lesen. Ich kam aber mit dieser Schreibweise nicht klar.
Aber ich kann dir trotzdem mal eine Zusammenfassung geben, die ich auf www.fundus.org gefunden habe.

Die Geschichte von Franz Biberkopf.

Der ehemalige Zement- und Transportarbeiter Franz Biberkopf wird aus dem Gefängnis entlassen. Er hat vier Jahre absitzen müssen, weil er bei einer Auseinandersetzung seiner Braut Ida die Rippen zerschlagen hatte. Sie war kurz darauf gestorben. Nun schwört er, anständig zu bleiben. Doch die Strafe beginnt eigentlich erst mit seiner Entlassung aus dem Gefängnis Tegel. Franz findet sich im Leben nicht mehr zurecht und weiß nichts mit sich anzufangen. Es zieht ihn zur Stätte seiner Tat, er läuft in Idas Haus, trifft dort ihre verheiratete Schwester Minna und vergewaltigt sie. Aus Berlin wird er zwar ausgewiesen, aber die Gefangenenfürsorge setzt sich für ihn ein. Wochenlang bleibt er anständig und verdient sich seinen Lebensunterhalt als ambulanter Gewerbetreibender mit Textilwaren. Abends geht er regelmäßig in die Kneipen am Alexanderplatz. Bald schafft er sich eine polnische Freundin an, deren Onkel Otto Lüders mit Schnürsenkeln handelt. Dieser Mann bereitet Franz eine schwere Enttäuschung. Als nämlich Franz beim Hausieren das Herz einer Witwe gewinnt, erzählt er dies seinem Freunde. Dieser verschafft sich daraufhin auch Zutritt bei der Witwe und erleichtert sie um ihr Kleingeld. Franz ist erschüttert über so viel Gemeinheit.
In Reinhold lernt er einen neuen und sehr gefährlichen Freund kennen, der ihn mehrmals auffordert, ihm seine Mädchen, deren er überdrüssig geworden ist, abzunehmen. Weil Franz sich weigert, macht ihn Reinhold durch Geschenke gefügig, und schließlich wird Franz ihm so hörig, dass ein regelrechter Kettenhandel mit zweifelhaften Mädchen entsteht. Eines Tages bietet Reinhold ihm eine lohnende Gelegenheitsarbeit an. Gemüse soll schnellstens verladen werden. In Wirklichkeit soll Franz bei einem Raubzug Schmiere stehen. Da Franz unbedingt ehrlich bleiben will, versucht er wieder auszuweichen, Reinhold rächt sich an ihm und stößt ihn bei der Rückfahrt brutal aus dem Wagen vor ein nachfolgendes Auto. Freunde schleppen Franz in eine Klinik nach Magdeburg. Ein Arm muß abgenommen werden. Obwohl er dadurch zum Krüppel wird, bewahrt er über alle Vorgänge Stillschweigen.
Nach seiner Genesung erlebt Franz Biberkopf Berlin zum dritten Male. Wieder ist er Gast in den Kneipen um den Alexanderplatz. Er kauft sich ein eisernes Kreuz und täuscht Kriegsbeschädigung vor. Bald lernt er wieder ein Mädchen kennen: Mieze, die Tochter eines Straßenbahnschaffners aus Bernau. Sie ist von ihren Eltern wegen ihres Lebenswandels verstoßen worden, verdient sich ihr Geld durch Prostitution. Durch Mieze sinkt Franz wieder tiefer. Er wird Lude, lebt von Miezes Geld, ist Geschäftemacher, Schieber und Hehler. Obgleich ihn Reinhold damals töten wollte, übt dieser verkommene Mensch immer noch eine solche Anziehungskraft auf ihn aus, dass er sich ihm wieder nähert. Da prahlt er denn im Gespräch mit seiner Mieze, so dass Reinhold den verhängnisvollen Entschluß faßt, ihm Mieze wegzunehmen. Es gelingt ihm, sie nach Freienwalde zu locken, wo er sie vergewaltigt, ermordet und im Wald verscharrt. Franz ist über Miezes Ausbleiben nicht besonders traurig, er glaubt, sie sei mit einem vornehmen Kavalier verreist. Nun muß er eben wieder selbst arbeiten. Als sich zwei Bandenmitglieder zanken, kommt die Polizei Reinhold auf die Spur. Man warnt Franz. Obwohl er an dem Verschwinden Miezes nicht beteiligt ist und ihr Schicksal erst später aus der Zeitung erfährt, zieht er es wegen seines Vorlebens doch vor, nach Wilmersdorf zu verschwinden. Franz und Reinhold werden nun steckbrieflich gesucht. Da Franz das Kneipenleben nicht lassen kann, zieht es ihn zum Alexanderplatz zurück. Dort sucht er ein Lokal auf, in dem gerade eine Razzia stattfindet und die Gäste auf ihren Abtransport warten. Als er von einem Polizisten angesprochen wird, schießt er auf ihn. Franz wird zum Polizeipräsidium gebracht. In der Untersuchungshaft verweigert er die Nahrung. Halb verhungert wird er in eine Irrenanstalt gebracht. Wird jedoch wieder entlassen. Reinhold wird durch Verrat entdeckt. Er erhält 10 Jahre Zuchthaus. Franz wird nicht angeklagt. Er sucht Miezes Grab. Weinen kann er nicht, er legt eine Handvoll Tulpen hin und streichelt das Holzkreuz. Dann beginnt er wieder ein neues Leben. Er nimmt eine Stelle als Hilfsportier in einer Fabrik an.

SPRACHLICHE GESTALTUNG

Die Erzählzeit ist ausschließlich Präsens, die Sätze sind meist kurz und prägnant. Verschiedenartigste Wirklichkeitsfetzen wie Zeitungsausschnitten oder Schlachthausstatistiken bringen dem Leser die Hast und die Unruhe der Stadt näher. Durch das Eingliedern dieser Elemente entstehen oft starke Kontrastwirkungen, woraus sich später Surrealismus und Dadaismus entwickeln.
Häufige Verwendung des Dialogs und inneren Monologs, nicht nur zwischen Menschen , sondern auch zwischen Menschen und unbelebten Gegenständen. Der improvisierte Satzbau der Umgangssprache wird auch in den gewöhnlichen Satz übernommen. Die Sprache ist oftmals Berliner Dialekt. Teilweise Fehler in der Zeichensetzung und der Rechtschreibung der mundartlichen Ausdrücke.


CHARAKTERISTIK


FRANZ BIBERKOPF
Franz Biberkopf ist 1,80 groß und kräftig gebaut. Zeitweise ist er fast zwei Zentner schwer und Mitglied eines Athletenklubs. Vor seiner Inhaftierung war er als Zement- und Möbeltransportarbeiter tätig. Er ist ein grober Mann und hat ein abstoßendes Äußeres.
Überwiegend wird der Charakter des Helden positiv gezeichnet. Immer wieder gilt Franz als gutmütig, treuherzig, friedfertig und naiv. Ein Charakterzug, der besonders auffällt, ist die Treue, die Franz seinen Freunden hält. Gegenüber Reinhold steigert sie sich allerdings zu blinder Ergebenheit.
Schon im Vorwort ist jedoch von einer negativen Entwicklung die Rede, die als hochmütig und ahnungslos, frech, dabei feige und voller Schwäche umschrieben wird.
Er prahlt gern vor seinen Freunden, zugleich hat er Angst, seine Freunde könnten ihn verspotten, wenn ihm etwas Unangenehmes passiert ist. Franz rappelt sich zwar immer wieder auf, gelegentlich zeigt er aber doch auch Selbstmitleid. Sein größtes Problem ist der Alkohol.
Mann kann sich gut vorstellen, daß ein Mensch wie Franz wirklich gelebt hat.

REINHOLD
Reinhold wird vielfach als Gegenbild zu Franz gezeichnet. Er ist nicht dick, sondern schlank. Während Franz‘ Nase dick und rot sein kann, ist die von Reinhold kurz, stumpf, sachlich aufgesetzt. Statt Bier trinkt Reinhold zunächst nur nichtalkoholische Getränke wie Kaffee. Er hat nicht helle sondern dunkle Augen. Reinhold wird im Allgemeinen als sehr schweigsam und verschlossen beschrieben.
Wie Franz handelt auch Reinhold häufig aus dem Affekt heraus. Zum Beispiel hat er nicht geplant, Franz unter das Auto zu werfen. An jenem Tag ändert sich auch sein Wesen schlagartig, der Kontrast zu Franz wird deutlicher.

INTERPRETATION

Berlin Alexanderplatz (1929) gilt als der bedeutendste Großstadtroman der deutschsprachigen Literatur und zugleich als Döblins Hauptwerk.
Bei der Lektüre des Romans fällt auf, daß immer wieder Geschichten erzählt werden, die nicht unmittelbar zur Haupthandlung gehören, aber auch nicht zur Darstellung Berlins beitragen. Häufig stammen sie aus der griechischen Mythologie oder aus dem Alten Testament. Sie dienen in der Regel als Parallel- und Kontrastgeschichten.
Der Roman ist ein hervorragendes Zeitgeschichtliches Dokument. Gerade der Konflikt zwischen Nationalisten und den Kommunisten wird in einigen Passagen sehr deutlich. Ob er jedoch als gesellschaftskritischer Roman zu betrachten ist scheint sehr fraglich, da Franz nach einer Konfrontation mit beklagenswerten sozialen Verhältnissen, durch einen Läuterungsprozeß, letztlich ein positives Ende nimmt.
Bibel und christliche Kultur sind, wie bereits erwähnt, von Anfang an durch Anspielungen und Zitate präsent. Der Roman beschränkt sich aber nicht darauf, die Geschichte Biberkopfs mit biblischen Motiven zu untermalen. Franz wird solange in vielfältiger Weise auf Gott aufmerksam gemacht, bis es zu einer Art Bekehrung kommt. Auch das Gefängnis kann in einen christlichen Deutungssatz einbezogen werden. Es ist der paradiesische Ort, an dem der Mensch in einer vorgegebenen Ordnung unbekümmert leben kann, ohne selbst Verantwortung übernehmen zu müssen. Immer wenn Franz mit dem Leben außerhalb der Gefängnismauer nicht mehr klarkommt, zieht es ihn zum Gefängnis zurück.
Das Irrationale zieht sich unter immer neuen Bezeichnungen (Schicksal, Leben, dunkle Macht,...) durch den Roman. Franz muß gegen die dunkle Macht ankämpfen ohne sie zu sehen. Bereits im Vorwort heißt es, etwas das wie ein Schicksal aussieht sei daran schuld, daß Franz nicht anständig bleiben kann. Erst als sich Franz der finsteren Macht wirklich stellt, kann er sie auch überwinden. Nur wer das Schicksal nicht mehr als übernatürliche Macht verehrt, vermag es zu zerstören.
Am Ende des Romans entpuppt sich die dunkle Macht als Tod. Entscheidend ist, daß der Tod als positive Größe dargestellt wird. Er klärt Franz über seine Irrtümer, seinen Hochmut und seine Unwissenheit auf. Erst durch diese Einsicht gelingt es ihm ein neues Leben zu beginnen.
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Alt 30.08.2003, 14:08   #3 (permalink)
 
geil!! danke danke danke richie... du bist mein retter... jetzt muss ichs schon nicht mehr lesen... und kann mich ans arbeiten machen... vielen lieben dank...
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Alt 21.09.2007, 17:54   #4 (permalink)
 
AW: HILFE! Alfred Döblin - Berlin Alexanderplatz...

Ich muss für die Schule ein Portfolio über das Werk Berlin Alexanderplatz von Alfred Döblin schreiben und habe da einige Fragen. Wäre schön wenn ihr mit helfen könntet.
Was hat Alfred Döblin für Preise erhalten?
Was is das Thema des Buches (Gesellschaft etc.)?
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Alt 22.09.2007, 10:55   #5 (permalink)
 
AW: HILFE! Alfred Döblin - Berlin Alexanderplatz...

wduv

http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin
http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred

das thema des buches ist hausaufgabenhilfe.
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