![]() |
|
Irritation durch Medien nach den WahlenPolitik Inlands-, Auslands-, Europa- , Finanzpolitik etc. |
|
|
![]() |
|
|
Themen-Optionen |
|
|
#1 (permalink) |
|
Irritation durch Medien nach den Wahlen
Nach der Hamburg-Wahl muß ich mich immer wieder wundern wie die Medien eine schwarz-grüne Koaliton herbei zu propagieren versuchen.
Und dies nicht nur weil ich selbst Hamburger bin. Einerseits werfen die Medien (und diverse Politiker) Frau Ypsilanti Wortbruch vor, was die passive Zusammenarbeit (oder Tollerierung) mit der Linken betrifft, und dies evtl. nicht mal zu unrecht. Andererseits scheinen einige Medien die erste schwarz-grüne Koalition auf Länderebene geradezu herbeizusehnen. Dabei gilt in Hessen etwas "anrüchiges" zu verhindern und in Hamburg im Gegenzug etwas "unzumutbares" zu vereinen. Hierbei scheint es medial egal zu sein, daß die große Koalition auf Bundesebene, durch SPD und Ypsilanti in Hessen gefährdet würde, aber in Hamburg durch eine schwarz-grüne Koalition nicht einmal einen Kratzer an Schwarz-Rot zu hinterlassen scheint. Begründungen konnte man schon zuhauf am vergangenen Wahl-Sonntag von den Kandidaten der scheinbar einzigen demokratischen Parteien hören, die da heißen: CDU, FDP, SPD und GAL/Bündnis90 (die Grünen). Ob die Basis der Grünen sich in Hamburg derart verbiegen will und von ihren Zielen, und somit von ihrem Wahlprogramm, verabschiedet, oder ob Ole seiner CDU soviel von ihrem Programm abringen kann, bleibt abzuwarten. Ich kann´s mir nicht vorstellen. Rein von der Wahlprogramm-Problematik betrachtet scheinen mir die SPD, Grünen und die Linke mehr Schnittmengen zu haben. Aber da man sich ja nicht traut mit den Linken, wird aus einer rot-rot-grünen Bürgerschaft in Hamburg wohl nichts. Wohl daher, daß diese Konstellation wohl wieder der großen Koalition auf Bundesebene schaden könnte. Jedenfalls klingt es so, wenn ich die Beiträge aus so manchen Medien der letzten Tage revue passieren lasse. Frau Merkel darf laut einiger Medien sogar über ein schwarz-grünes Model nachdenken und sich zum Vorbild nehmen, wenn dies in Hamburg zu einer "Erfolgsstory" propagiert würde. Der Springer-Verlag hat schon früher Herrn von Beust attestiert und "Wahlkampf" betrieben. Siehe hier Das jetzt aber auch die öffentlich Rechtlichen sich an dieser Kampagne beteiligen, riecht nach Meinungsmache im großen Stil. Das traurigste an der ganzen Sache ist die wachsende Prozentzahl der Partei der Nichtwähler. Die wird es wenig interessieren wer mit wem kann oder eben nicht. Meinungsmachende Medien durchschauen sie scheinbar genauso wie Wahlversprechen.
__________________
»Einschlafen, fühl ich, will das Ding, die Seele, Und näher kommt die rätselhafte Nacht!« von Theodor Storm(1817-1888) aus "Ein Sterbender" |
|
|
|
|
|
|
#2 (permalink) |
|
AW: Irritation durch Medien nach den Wahlen
Kann es sein, dass du etwas überempfindlich bist?
(1) Ypsilanti hatte ganz klar gesagt, dass sie nicht mit Stimmen der Linkspartei gewählt werden möchte, wenn sie eine Koalition von Anfang an öffentlich als möglich bezeichnet hätte, hätten sie wohl deutlich weniger gewählt. Insofern ist da Kritik alias Wortbuch schon angebracht, es sei denn sie nutze die Stimmen der Linken um sich wählen zu lassen und dann Neuwahlen anzusetzen. (2) Hamburg: Es ist faktisch nur eine große Koalition oder eine Schwarz-Grüne Koalition möglich und natürlich sind die Medien diesbezüglich elektrisiert, da es die erste solche Koalition auf Länderebene wäre und natürlich auch eine Signalwirkung auf den Bund haben würde. Insobesondere da nach Sonntagsfrage nach wie vor keine der herkömmlichen Koalitionen im Bund eine Mehrheit hat. Und da die FDP (die in Hamburg keine Rolle spielt) wohl keine Basis mit der SPD finden wird (erst recht nicht unter dem fast PDS'ler Beck) hängt es letztendlich auch auf Bundesebene von den Grünen ab ob es weiter eine große Koalition oder Schwarz/Gelb/Grün geben wird. Und das ist das spannende für die Medien das eine Koalition von Schwarz-Grün, was früher undenkbar schien jetzt plötzlich möglich ist. Da Meinungsmache zu sehen, finde ich übertrieben. |
|
|
|
|
|
|
#3 (permalink) |
|
AW: Irritation durch Medien nach den Wahlen
Ich muss Ummon auch zustimmen.
Die Medien zeichnen hier ein Bild, welches einfach so nicht korrekt ist. Frau Ypsilanti will immernoch eine Koaltion zwischen der FDP und den Grünen. Hat aber auch gesagt sie würde sich mit Hilfe der Linken wählen lassen, würde aber nie mit ihnen gemeinsame Sache machen. Es war nie von einer Zusammenarbeit, gar von einer Koalition mit den Linken die Rede. In Hamburg ist die Sache so, dass die die Parteien CDU- FDP und SPD- Grüne jeweils in dieser Kombination Wahlkampf gemacht haben. Noch kurz vor den Wahlergebnissen hieß es, das es so, und nur so geht. Der Verlierer der ganzen Sache ist die FDP, in Hamburg (wieder) nich dabei und in Hessen, aufgrund der starken Blockadehaltung und Vorgaben der Bundes-FDP wohl nicht an der Regierung beteiligt. Wenn Westerwelle nicht so stur wäre und auf Krampf an der Zitze der CDU hängen würde, dann hätten er und seine Partei schon lange ne akzeptable Rolle in der Politik zu spielen. Der Gewinner der letzten Wahlkämpfe ist eindeutig die Linke. Sie haben die Kabinetslandschaft verändert. Mehrheitsregierungen sind nun nur schwer möglich, ohne das die Parteien sich teilweise extrem verbiegen müssen. Wenn die Linke das Ergebnis halten kann, müssen die Linke über kurz oder lang (und mit einem gemäßigteren Profil) an der Regierungsbildung beteiligt werden, bzw. ernsthaft angesprochen werden.
__________________
Der Himmel ist deshalb so grau, weil alles Blaue schon heruntergelogen wurde. |
|
|
|
|
|
|
#4 (permalink) | |||
|
AW: Irritation durch Medien nach den Wahlen
Überempfindlich...
![]() Ich versuche nur die Eindrücke die mir Politiker und Medien vermitteln auszudrücken. Ich kann nichts für meine subjektive Sichtweise. Ich glaube aber nicht als einziger diese Beobachtung gemacht zu haben. Zitat:
Was aber wenn, sie wie schon andere Politiker vor ihr, auf diese Kritik pfeifft und sich dennoch für ein rot-rot-grünes Bündnis entscheidet? Hessen´s CDU (trotz hohen Verlusten dennoch knapper "Wahlsieger") meldet sich jetzt aus ihrer Starre zurück und versucht wie Ole in Hamburg auf den schwarz-grünen Zug aufzuspringen. Wieso erst jetzt diese Töne? Kann es sein das hier ein Zusammenhang zwischen dem Hamburger-Ergebnis und der schwarz-grün Kampagne aus Tageszeitung und Fernsehen besteht? Beschädigt dies etwa nicht die Zusammenarbeit der großen Koalition? Wird Frau Ypsilanti für etwas angeprangert und Herr von Beust darf koalieren, ungestraft von den Medien, mit wem ihm beliebt? Zitat:
Was wenn keiner mit Ole spielen möchte? Ich finde es schon merkwürdig das Frau Ypsilanti´s Regierungsanspruch bisher von einigen Medien als vollkommen normal ansehen wird, obwohl die stärkste Partei in Hessen die CDU ist, und in Hamburg überwiegend über schwarz-grün berichtet wird. Könnte doch auch mal ein Bericht über rot-rot-grün als mögliche Regierungskonstellation verfasst werden. Selbst wenn die Hamburger CDU eigentlich die Wahl gewonnen hat. Zitat:
Vielleicht weil gerade CDU/CSU-Politiker in der Vergangenheit die Grünen als Kommunisten bezeichnet hat, wie sie es heute mit der Linken tut. * Wenn Du das wirklich ernst meinen solltest, hast Du Dich schon in den Gebetsmühlen der Medienmacher verfangen. Wenn nicht war dies Polemik par excellence. ![]()
__________________
»Einschlafen, fühl ich, will das Ding, die Seele, Und näher kommt die rätselhafte Nacht!« von Theodor Storm(1817-1888) aus "Ein Sterbender" |
||||
|
|
|
|
|
#5 (permalink) | ||
|
AW: Irritation durch Medien nach den Wahlen
Nachtrag:
Wie um meine Beobachtung zu unterstützen, habe ich auf den NachDenkSeiten folgenden Beitrag gefunden: http://www.nachdenkseiten.de/?p=3033#more-3033 Hier mal ein kleiner Auszug aus dem Link: Zitat:
Zitat:
__________________
»Einschlafen, fühl ich, will das Ding, die Seele, Und näher kommt die rätselhafte Nacht!« von Theodor Storm(1817-1888) aus "Ein Sterbender" |
|||
|
|
|
![]() |
| Themen-Optionen | |
|
|
Ähnliche Themen
|
||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Durch den Himmel | Callisto | Schwarze Poesie | 0 | 07.02.2006 20:55 |
| Diskriminierung der Frau in den Medien, im sozialen Umfeld ... | Stupid Duck | Politik | 0 | 26.07.2004 16:00 |