Jean Paul Sartre (Existenzialismus)


Weltanschauungen und Gedanken An was glaubt ihr? Was ist der Sinn des Lebens? Was bedeutet der Tod für Euch? Hier könnt ihr darüber "diskutieren"

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Alt 03.03.2005, 08:20   #1 (permalink)
Jean Paul Sartre (Existenzialismus)

Ich möchte jetzt hier mal zwei Zitate aus Werken von Jean Paul Sartre in den Raum stellen und mich würde zu beiden (besonders zum zweiten) mal eure Meinung interessieren.

Zitat:
Wenn wiederum Gott nicht existiert, so finden wir uns keinen Werten, keinen Geboten gegenüber , die unser Betragen rechtfertigen. So haben wir weder hinter uns noch vor uns, im Lichtreich der Werte, Rechtfertigungen oder Entschuldigungen. Das ist es, was ich durch das Wort ausdrücken will: Der Mensch ist verurteilt, frei zu sein. Verurteilt, weil er sich nicht selbst erschaffen hat, andererseits aber dennoch frei, da er, einmal in die Welt geworfen, für alles verantwortlich, was er tut.

Zitat:
"[..] wenn ich in einem Krieg einberufen werde, ist dieser Krieg mein Krieg, weil ich jederzeit mich ihm hätte entziehen können, durch Selbstmord oder Fahnenflucht. [..] Da ich mich ihm nicht entzogen habe, habe ich ihn gewählt."
Cold Blood ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 03.03.2005, 08:49   #2 (permalink)
AW: Jean Paul Sartre (Existenzialismus)

Naja, zu dem letzten weiss ich nicht so recht was ich davon halten soll!

Sicherlich verfügt jeder über Entscheidungsfreiheit. Aber das ist immer nur bezüglich des einzelnen Individums. Wenn man (Wie wir Menschen das so an uns haben) in einer Gemeinschaft lebt, kann und vorallemr sollte man nicht immer nur für sein Ego entscheiden und denken, sondern auch für das Kollektiv. Ein jeder hat Entscheidungen zu treffen. Für sich; und dann die Folgen für die Mehrheit mit bedenken.

Logischerweise ist alles was ich ablehen hätte können, es aber nicht getan habe Schlussendlich von mir gewählt. Aber ob bewusst, und mit absicht...oder aus einem lethargischem nichtsdenken herraus, oder mehr noch aus äusseren Einflüssen ist wohl Situationbeding.
overdose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.03.2005, 09:44   #3 (permalink)
AW: Jean Paul Sartre (Existenzialismus)

Im Grunde genommen hat er Recht, aber es kommt halt darauf an warum man sich so entschieden hat? Weil man wirklich dahinter steht, weil man gezwungen wurde, weil man sich das geringere Übel sucht etc.
Die Aussage ist etwas zu pauschal.
__________________
Gleich reiß ich dir den Sack ab!
Mr. White ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.03.2005, 12:41   #4 (permalink)
AW: Jean Paul Sartre (Existenzialismus)

hm... das zweite zitat hat was... man könnte ja tatsächlich verweigern... wobei ich davon keine ahnung hab, mich würde auch niemand einziehen damit ich in nem krieg bin... passt doch auch zu dem spruch "lieber 5 minuten feige und am leben als 5 minuten tapfer und tod"... ich würd da verschwinden... es ist nicht mein krieg, weil ich ihn nicht wollte... warum sollte ich mich dann aktiv im kriegsgeschehen beteiligen? würde ich das machen wäre das ein verrat an all meinen idealen...

zum ersten... kommt mir bekannt vor... hatten wir mal in ethik, oder zumindest etwas ähnliches... aber mittlerweile bin ich es leid meine meinung immer zu diesen themen abzugeben... sie ändert sich eh nciht... gott ist eine der größten lügen der menschheit, um diese gefügig zu machen... der mensch und selbständig... ebenso eine lüge, wenn er sich jemandem unterwirft, den es nicht gibt... wie kann man an etwas glauben, das zulässt, dass soviel unheil über alle gebracht wird? auch das wäre ein verrat an all meinen idealen...
__________________
Ich glaube eher an die Unschuld einer Hure, als an die Gerechtigkeit der deutschen Justiz!

What can I say? (I don’t want to play) anymore
What can I say? I’m heading for the door
I can’t stand this emotional violence
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Schattentaenzerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.03.2005, 14:49   #5 (permalink)
AW: Jean Paul Sartre (Existenzialismus)

Zitat:
Zitat von Schattentaenzerin
zum ersten... kommt mir bekannt vor... hatten wir mal in ethik, oder zumindest etwas ähnliches... aber mittlerweile bin ich es leid meine meinung immer zu diesen themen abzugeben... sie ändert sich eh nciht... gott ist eine der größten lügen der menschheit, um diese gefügig zu machen... der mensch und selbständig... ebenso eine lüge, wenn er sich jemandem unterwirft, den es nicht gibt... wie kann man an etwas glauben, das zulässt, dass soviel unheil über alle gebracht wird? auch das wäre ein verrat an all meinen idealen...
Ich bin zwar nicht gläubig und schon garkein Christ, aber teilweise ist das was du schreibst sehr weit hergeholt...
Vorallem hat das Zitat doch garnichts mit Gott, sondern mit der Freiheit der Menschen zu tun. Kann aber auch sein das ich es falsch verstehe....
__________________
Gleich reiß ich dir den Sack ab!
Mr. White ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 04.03.2005, 10:17   #6 (permalink)
AW: Jean Paul Sartre (Existenzialismus)

@Schattentaenzerin:
Ich glaub du überbewertest den Gottbezug in der Theorie. Er will ledglich sagen, dass es keinen Gott gibt und daher auch keine Macht, die uns eben diese Verantwortung der Entscheidungsfreiheit abnimmt. Das ist alles.

Ansonsten was das Thema Glaube/Religion angeht werden beispielsweise in Dogma einige Aspekte gennant (such die von mir aus auch mal raus), die ich genauso unterschreiben würde. Ich denke Glaube (an Gott oder was auch immer) an sich ist nichts schlechtes (auch wenn es sicherlich eine Form der Unfreiheit darstellt), nur das was die Religionen immer wieder daraus machen...
Ich glaube auch nicht an Gott, aber es gibt genug Menschen die eben aus genau diesem Glauben immer wieder neue Kraft schöpfen. Und genau deshalb finde ich hat es durchaus seine Daseinsberechtigung.

Nochmal was anderes von Sartre:
Zitat:
Und will ich eine individuelle Tatsache - mich verheiraten und Kinder haben, selbst wenn diese Heirat einzig und allein von meiner Lage oder von meiner Leidenschaft oder von meinen Begehren abhängt, so binde ich dadurch nicht nur mich selber, sondern verpflichte die ganze Menschheit auf den Weg der Monogamie. So bin ich für mich selbst und für alle verantwortlich, und ich schaffe ein bestimmte Bild des Menschen, den ich wähle; indem ich mich wähle, wähle ich den Menschen.
Cold Blood ist gerade online   Mit Zitat antworten
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