Johann Wolfgang von Goethe - Grenzen der Menschheit


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Alt 21.02.2003, 23:55   #1 (permalink)
Johann Wolfgang von Goethe - Grenzen der Menschheit

Johann Wolfgang von Goethe

Grenzen der Menschheit

Wenn der uralte,
Heilige Vater
Mit gelassener Hand
Aus rollenden Wolken
Segnende Blitze
Über die Erde sät,
Küß ich den letzten
Saum seines Kleides,
Kindliche Schauer
Treu in der Brust.

Denn mit Göttern
Soll sich nicht messen
Irgendein Mensch.
Hebt er sich aufwärts
Und berührt
Mit dem Scheitel die Sterne,
Nirgends haften dann
Die unsichern Sohlen,
Und mit ihm spielen
Wolken und Winde.

Steht er mit festen,
Markigen Knochen
Auf der wohlbegründeten
Dauernden Erde,
Reicht er nicht auf,
Nur mit der Eiche
Oder der Rebe
Sich zu vergleichen.

Was unterscheidet
Götter von Menschen?
Daß viele Welten
Von jenen wandeln,
Ein ewiger Strom:
Uns hebt die Welle,
Und wir versinken.

Ein kleiner Ring
Begrenzt unser Leben,
Und viele Geschlechter
Reihen sich dauernd
An ihres Daseins
Unendliche Kette.
__________________
Gruss
faulwurf
faulwurf ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2003, 00:02   #2 (permalink)
Bitte schreibe Deine Meinung zu diesem Gedicht

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Vielen Dank
__________________
Gruss
faulwurf
faulwurf ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.2003, 09:08   #3 (permalink)
Die Analyse dieses Gedichts hatte ich mal als Klausurthema in der Oberstufe im Deutsch- LK!

Weiss noch, dass ich eine 2 hatte
Gedichtsanlysen haben mir immer Spass gemacht *G*
__________________
butterfly ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 14.03.2003, 17:43   #4 (permalink)
Ich finde solche Gedichte zwar gelungen aber irgendwie zu depresiv ich mein das wir sterbe ist klar aber ich denke bis dahin sollte man geniesen und das beste draus machen weil zu leben muss nicht immer ne Positive sache sein.
Und ich weiss nicht ich werd doch nicht mein kleines Leben damit verschwenden um an den Tod zu denken.
Piece ist offline   Mit Zitat antworten
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