Johnny Cash - American Recordings IV - The Man comes around


Angehört - Eure Plattenkritik Hier habt ihr die Möglichkeit eure Meinung zu neuen und alten Platten kund zu tun. Oder ihr informiert Euch in unserer Sammlung über Alben, die Euch interessieren.

Antwort
 
Themen-Optionen

Alt 03.11.2006, 17:51   #1 (permalink)
Johnny Cash - American Recordings IV - The Man comes around

Ich weiß, dass Album ist schon älter, aber es ist wirklich so gelungen, dass hierzu wirklich eine Rezension ins Board gehört.

Hier ist sie nun, Song für Song.


The Man comes Around
Von allen Songs die Cash selbst geschrieben hat in meinen Augen der beste. Die Strophe ist nur gesprochen mit Gitarre unterlegt und dann kommen die Worte "When the man comes around" und die ganze Gewalt dieses Songs (der eigentlich nur aus Gitarre und etwas Klavier besteht) bricht über einen hinein. Und dieses Gegenspiel hält den ganze Song an. Songwriting at its best. Einfach genial.
5 von 5 Punkten.

Hurt
Was soll man zu diesem Song noch sagen. Auch wenns die NIN Fans nicht wahrhaben wolle, dieser Song ist einfach der Hammer. Zerblich, Schmerzhaft, Gefühlvoll und hervorragend instrumentiert.
Nochmal 5 von 5 Punkten

So, zwei Songs sind rum und damit leider aber auch die großartigsten dieses Albums. Aber man kann auch nicht erwarten, dass ein ganzes Album aus Songs dieser Qualität besteht.

Give my love to Rose
Sehr ruhiger melancholischer Song und sehr hübsch mit der Gitarre insziniert. Schön an zuhören, aber jetzt auch nicht so überragend, wie so manch anderer Song. Aber wie stark dieser ruhige Song dennoch ist, zeigt sich daran, dass er gleich mehrere Country-Preise abgesahnt hat.
4 von 5 Punkte

Bridge of troubled water
Im Grunde spielt Cash diesen Song ein, wie tausend andere zuvor auf ihrer Gitarre. Dennoch irgendwas liegt in Cash's Stimme, dass diesen Song von allen anderen Interpretation (inklusive dem Orginal) in Sachen gefühlvoller Gesang von allen anderen abhebt. Später steigt dann noch Fiona Apple ein, was sicherlich nicht jedermanns Geschmack ist, aber ich finds wunderschön
5 von 5 Punkten.

I Hung my head
Nun wird Sting gecovert. Ja, dieser Song ist in der Tat von Sting obwohl man bei diesem Text denken könne er sei von oder für Johnny Cash geschrieben wurde. Ein recht stiller, einfacher Song. Nicht herrausragend, aber vielleicht macht auch gerade das die Stärke dieses Albums aus, denn er passt wunderbar.
4 von 5 Punkten.

First time I ever saw your face
Fast der schwächste Song auf dem Album. Besteht nur aus Flächen in der Begleitung und halt dem Gesang von Cash mit sehr viel Hall. Nicht schlecht aber auf dem Album dann doch eine ganze Ecke zu schwach.
3 von 5 Punkten

Personal Jesus
Da müssen sich Depeche Mode und Manson warm anziehen, wenn der alte Mann zu rocken anfängt. Ein ganz simples Gitarrenriff (dem Orginal nachempfunden) und ein Billy Preston fegt darüber mit dem Piano hinweg. Ein ziemlich kraftvoller Song.
5 von 5 Punkten

In my life
Selbst für Cash Verhältnisse wieder ein recht ruhiger Song, aber sehr gelungen.
Mehr gibts dazu kaum zu sagen, außer dass das Orginal von den Beatles ist.
4 von 5 Punkten

Sam Hall
Hierbei handelt es sich um ein irisches Volkslied, was Cash bereits 1965 einmal aufgenommen hat. Passt zu diesem Album eben weil es eigentlich gar nicht passt. Eine Reise in die Vergangenheit von Cash. Sehr tolle Gitarrenstimme wieder. Allerdings merkt man hier leider auch recht stark das von Cash's früher Kraft wenig übrig ist.
4 von 5 Punkten

Danny Boy
Wieder ein Flächensong. Leider einer zuviel.
2 von 5 Punkten

Desperado
Ich liebe das Orginal und das ist meiner Meinung nach noch eine Ecke besser. Aber wirklich nur ein bisschen. Cash singt den Song komplett anders aber sehr gelungen.
5 von 5 Punkten

I'm so lonesome I could cry
Von diesem Song muss man niederknien, denn hier treffen sich zwei Legenden: Johnny Cash und Nick Cave interpretieren zusammen den Hank Williams Klassiker "I'm so lonesome I could cry". Traumhaft schön und zum mitsingen geeignet.
5 von 5 Punkten erneut.

Tear-stained letter
Es spricht für dieses Album, dass nach diesem herzzereißendem Duett nun ein Western Song kommt. Schnell und sorgt sofort für gute Laune. Orginal ist von Richard Thompson aus dem Jahre 1983. Macht Spaß, nur leider sind die Strophen etwas zu lang geraten.
4 von 5 Punkten

Streets of Laredo
Nochmal ein Country Klassiker zum mitsingen. Trotz einem recht traurigem Titels, einfach gut gelungen.
5 von 5 Punkten.

We'll meet again
Ein fröhlicher Abschiedssong im Hawaii-Stil und mit der ganzen Cash Crew zum Abschluss. Genialer Abschluss
5 von 5 Punkten

Fazit: 5 von 5 Punkten!!! Für mich eines der beeindruckensten Alben, die ich je gehört habe. Es hat eine Emotionalität die ich nie erwartet hätte und ist auch handwerklich überragend. Das liegt natürlich neben Johnny Cash vor allem an Produzent Rick Rubin und Gitarist John Frusciante (da Cash schon längst zu wenig Kraft hatte um das Album
Cold Blood ist gerade online   Mit Zitat antworten
Antwort

Themen-Optionen

Forumregeln
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Trackbacks are an
Pingbacks are an
Refbacks are aus
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Johnny Rocketfingers (Flashthriller die 2te) Spreeward Fun 2 24.02.2004 17:05
American pie 3 Marquinho Film und Fernsehen 11 08.09.2003 02:17
American Psycho Serg Literatur 2 04.09.2003 16:59
American History X brainheadz Film und Fernsehen 17 12.04.2003 20:46
American Football Spiel Mondenkynd Party 1 09.04.2003 23:52



Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 08:06 Uhr.
Powered by vBulletin® Copyright ©2000 - 2008, Jelsoft Enterprises Ltd. | SEO by vBSEO 3.2.0 ©2008, Crawlability, Inc.
Copyright ©2008, BoardPlanet.net | Style enhanced by digital-anger.de