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Krankheit und HeilungGedichte und Geschichten (unbekannte Dichter) Ihr habt ein neues Gedicht oder eine Geschichte geschrieben? Bitte postet es hier... |
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#1 (permalink) |
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Krankheit und Heilung
So, da geb ich meines auch mal zur Kritik frei. Da viele ja für andere Gedichte gestimmt haben, wird es wohl reichlich geben.
![]() Die Rechte an diesem Gedicht liegen bei mir. Es darf weder in seiner Ursprungsform, noch in einer veränderten Fassung ohne meine ausdrückliche Genehmigung veröffentlicht werden. Krankheit und Heilung Schweigend sitzt sie mir gegenüber; Ihr Gesicht verbirgt alle Emotionen, verleugnet alle Gefühle, hüllt sich in dunklen Rauch. Kalt schauen mich ihre Augen an, folgen all meinen Bewegungen mustern mich - langsam, berechnend und mit stählernem Blick. Sehnsüchtig blicken ihre Pupillen; Sie klammern sich an eine Erinnerung Uralt und beinahe verblasst und dennoch zerbricht sie daran. Schmerzvoll ist diese Erinnerung und doch so wunderschön: Einmal wieder träumen, einmal wieder fühlen und wieder zu lieben - danach sehnt sie sich. Heiß fließt eine Träne herab; Das Feuer in ihrem Herzen - noch ist es am Leben und löst hier und da ein paar Tropfen. Und doch ist es gefangen, tief in seinem gefrorenen Käfig und droht zu erlöschen - für alle Ewigkeit. Sie weint. written by Cold Blood |
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#2 (permalink) | ||||
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AW: Krankheit und Heilung
Zitat:
Zitat:
![]() der anfang erinnert mich sehr an eine geschichte... es hat von der form einfach was davon, so wie du die die situation in der ersten strophe beschreibst... für mich passt das nicht ganz so zum rest, der doch ganz anders ausfällt... finde ich jedenfalls... das setzt du in der zweiten strophe fort, was sich aber genau da zu ändern beginnt... lansgam, berechnend... das ist der punkt, in dem die änderung einsetzt... die sehnsucht kommt in der dritten strophe richtig schön rüber... schon alleind er erste vers... es kam bisher oft vor, dass ich von sehnsucht las, aber nichts davon spüren konnte... bei dir spürt man es schon in diesem einen kleinen vers... und von wort zu wort wird diese sehnsucht gesteigert... bis sie ins negativ abdriftet... sehr schön geworden... auch den schmerz in der nächsten strophe finde ich treffend eingesetzt... vielleicht bin ich heute ja auch nur für sehnsucht und schmerz so empfänglich, wer weiss... aber schon miu diesen kleinen worten gewinnt jedes nachfolgende mehr gewicht... die ersten zwei verse der vierten strophe haben so etwas leicht triggerndes... schmerz, der doch so wudnerschön ist... der liebliche schmerz, der so zerstörerisch ist und den man doch nicht missen möchte... für die nächsten 2 strophen fasse ich mich kürzer... ein ähnliches schema wie bei den vergangenen zwei strophen... ich seh es vor mir, kann es schon fast spüren... aber nur fast... so empfänglich bin ich dann heut wohl doch nicht... der einzelne vers, so kurz er auch sein mag, er bringt es auf den punkt... erst diese sehnsucht, die sich mit schmerz paart... dieses durchlaufen und zu guter letzt die einsicht, dass es doch so ist, wie es ist... du bringst es auf den punkt... Zitat:
Zitat:
was mir jetzt nicht so gefällt ist zum einen der kontrast zwischen dem feuer und dem gefrorenen käfig... du sagst das feuer droht zu erlöschen... als leser geht man davon aus, dass man sich selbst an der kleinsten flamme verbrennen kann... hm, jetzt hab ich den faden verloren... ich geh bei gelegenheit da noma drauf ein... was mir an den beiden strophen aber doch gut gefällt liegt auch in dieser kontroversen... der gegensätzliche rahmen... du hast erst dieses heiss... und feuer... und dann erlöschen und den gefrorenen käfig... das zieht einen schönen rahmen drum herum... so schauts auch bei den strophen drei und vier aus... da hat man als rahmen einen einheitlichen und zwar die sehnsucht... du beginnst die dritte mit sehnsüchtig und beendest die vierte mit "danach sehnt sie sich"... da zieht sich der rote faden wieder durch... das geschichtenartige am anfang wirkt sich ein wenig negativ auf das gedicht aus... denn an und für sich würde das gedicht auf jeden fall ohne die erste und eventuell bedingt ohne die zweite strophe funktionieren...diese erkenntnis macht das etwas kaputt... der anfang ist sehr verkrampft, was einerseits viell zum titel passt, aber andererseits nicht zum weiteren fluss des gedichts... hm mehr fällt mir grad nicht ein... viell bei gelegenheit... so, kommen wir zur bewertung... - ich liebe dieses system... - da fällt es mir jetzt etwas schwer, zugegebenermaßen... kann mich nicht so ganz entscheiden, aber ich denke, wir belassen es bei drei sternchen... dies begründet sich zum einen durch meine kritikpunkte, da für mich wirklich eingies dadurch die stimmung zerstört... zum anderen vielleicht auch an der thematik, da ich ehrlich gesagt nicht viel damit anfangen kann bzw will... am in erster linie doch an meinen kritikpunkten... das stört mich irgendwie ein wenig... naja, aber immerhin...
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#3 (permalink) | ||
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AW: Krankheit und Heilung
hey Cold Blood
wie du sicherlich es gesehen hast habe ich beim Vote kurz gesagt wieso ich mcih für deins entschieden habe. Doch nun hier eine etwas umfangreichere Version. Der wohl wichtigste Grund für meine Entscheidung war mit Sicherheit der, dass du ein Bild mit deinem Gedicht beschrieben hast, was mich wohl irgendwie erfasst. Keine Ahnung wie es mit anderen Lesern ist, doch ich suche mich in Gedichten und wenn ich drin versinke, so berührt mich das Gedicht dermassen, dass es unwichtig wird ob ich mich drin sehe oder nicht. Es ist dann als würde man durch das Gedicht fliegen. Genau das, was du an meinem Gedicht nicht fandest, habe ich in deinem gefunden. Wenn dieser Effekt erreicht wird, dann ist es klar, dass es meime Stimme verdient. *eingebildet ist* Ganz besonders berührt hat mich das Bild der gesamten letzten Strophe und mit deinem Schlusssatz Zitat:
Was mir jedoch unverständlich bleibt, ist die Wahl deines Titels Zitat:
Wie bereist gesagt, bin ich dir sehr verbunden und dankbar und was es sonst so für eine Wortwahl dafür gibt, dass du etwas so besonderes von dir veröffentlicht hast. :10of10: |
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#4 (permalink) | ||||||||
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AW: Krankheit und Heilung
Erstmal danke für die Meinungen.
![]() Ich komm einfach z.Z. nicht dazu zu antworten. Zitat:
![]() Zitat:
Was ich nicht nachvollziehen kann ist, wo der Unterschied zum Rest der Strophen ist. Ich hätte gedacht, dass wenn du dieses Gefühl hast, dass es sich dann durch das ganze Gedicht zieht. Kannst du mir sagen, wo der Unterschied zwischen dem Anfang und der Schluss ist? Oder ist es mehr ein Gefühl? Zitat:
![]() Ich find das toll, wenn Leute das spüren können was ich schreibe (auch wenn manchmal auch nur fast). Zitat:
Zu dem Verbrennen: Sehe ich anders. Feuer ist Leben, Eis ist kälte und Stillstand. In jedem Menschen brennt ein Feuer und wenn das erlöscht, dann ist der Mensch innerlich tot. Und das Feuer in ihr brennt halt noch - daher noch ist da was in ihr. Aber die Frage ist für wie lang noch. Zitat:
Aber trotzdem sehe ich eigentlich als Fazit deine Bewertung recht positiv, da sich die Kritik ja hauptsächlich auf den Anfang beschränkt und nicht das ganze Gedicht Mist ist. ![]() So jetzt zu Thaddée: Auch dir natürlich ganz viel Dank, dass du dir die Zeit genommen hast zu antworten. Zitat:
Zitat:
Nein ernsthaft. Ich bin mir über den Titel immernoch nicht sicher. Allerdings weniger wegen der Heilung, sondern wegen dem Wort Krankheit. Ich finde es ungewohnt rau für ein Gedicht, dass sich ja eigentlich mit dem Thema Gefühl bzw. Gefühlslosigkeit beschäftigt. Aber alle anderen Titel, die mir eingefallen sind, waren alle so nichtssagend (z.B. "Kalt") und sinnentleert und das wollte ich dann auch nicht. Und falls du immernoch die Heilung suchst: Letzte Zeile ![]() Sicherlich noch keine vollständige Heilung, aber sie ist auf dem Weg der Gesundung. ![]() Zitat:
Daher lass ich das lieber. ![]() Und da es ja hier auch immer wieder Probleme gab, dass sich Leute die Gedichte kopiert und anderweitig veröffentlicht haben (auch wenn das wohl bei mir kaum jemand machen würde) und das will ich vermeiden. ![]() |
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#5 (permalink) | ||||||||||
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AW: Krankheit und Heilung
Zitat:
Zitat:
![]() Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
es wirkt einfach auf jeden anders... das siehst du ja schon an den unterschiedlichen kritiken von thaddee und mir... unterschiedliche wirkungsweisen...Zitat:
![]() Zitat:
Zitat:
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#6 (permalink) |
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AW: Krankheit und Heilung
So Bloody...da du ja jetzt soooo lange weg bist, habe ich endlich Zeit meinen Ketchup hier abzugeben.
Vieles wurde schon gesagt, aber ich schreibe mal einfach durch, damit ich meinen Faden nicht verliere. Für mich fängt das Gedicht erst so richtig in der dritten Strophe an. Vom Rhythmus her ( das geliebte Thema...) passt es zum gesamten Gedicht einfach nicht. Es passt eher in „Tout marche bien“. Vom Gefühl her...dieses Beschreibende, ein wenig anders, aber doch hat es diese gleiche Basis. Ich kann es nicht ausdrücken. Und da ist auch dieses Bühnenbild, was du sagst, deutlich zu erkennen. Aber dann ist auf einmal so eine Steigung. Auch von den Emotionen her...und der Wahrnehmung. Was mir dann auch in der dritten Strophe gefällt, ist diese Distanz und diese Nähe auf einen Punkt. Die beschriebene Person (A) wird gemustert, von der anderen Person (B), und wie wir durch B erfahren, was A fühlt, wird durch das Beschreiben zwar eine Distanz aufgebaut, aber gleichzeitig kommt es gut rüber, dass B genau das nachempfinden kann, was A fühlt. Die vierte Strophe ist meine Lieblingsstrophe. Es kribbelt so richtig, weil das Gefühl beim Leser so richtig „entfacht“ wird. Wirklich der Kontrast, mit dem Schmerz, aber, dass die Erinnerung so schön ist. Echt, Gänsehaut. Die letzten beiden Strophen malst du eher...mit Bildern, und auf einmal benutzt du viele Metaphern oder Symbole. Der Effekt wirkt, aber nicht so gut, wie vielleicht gewollt. Zu den Bildern mit dem Feuer und dem gefrorenen Käfig... Ich sehe das eigentlich so, dass das Feuer noch da ist, aber fast unscheinbar. Der gefrorene Käfig kann geschmolzen werden, wenn das Feuer wieder richtig entfacht, aber, wenn es sich entscheidet zu erlöschen, friert der Käfig die Person ein. Die Bilder sind hier zwar intensiv, aber das Gefühl nicht. Das wird dann wieder aufgehoben mit dem „Schlusssatz“. Der dem Gedicht dann in dem letzten Augenblick noch einen ganz anderen Schub gibt. Voller Melancholie. Weiß nicht, wie ich drauf komme, aber bei dem Gedicht kriegt ich diesen Eindruck nicht mehr aus dem Kopf: Die beschriebene Person ist blind. Und, weil sie selbst nicht sehen kann, beschreibt er sie. Das geht mir einfach nicht mehr ausm Kopf und das macht das Gedicht so unheimlich traurig... Kann mich nicht so entscheiden bei der Bewertung. Vier Sternchen ![]() |
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