Krankheit und Heilung


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Alt 29.09.2005, 16:41   #1 (permalink)
Krankheit und Heilung

So, da geb ich meines auch mal zur Kritik frei. Da viele ja für andere Gedichte gestimmt haben, wird es wohl reichlich geben.

Die Rechte an diesem Gedicht liegen bei mir. Es darf weder in seiner Ursprungsform, noch in einer veränderten Fassung ohne meine ausdrückliche Genehmigung veröffentlicht werden.

Krankheit und Heilung

Schweigend sitzt sie mir gegenüber;
Ihr Gesicht verbirgt alle Emotionen,
verleugnet alle Gefühle,
hüllt sich in dunklen Rauch.

Kalt schauen mich ihre Augen an,
folgen all meinen Bewegungen
mustern mich - langsam, berechnend
und mit stählernem Blick.

Sehnsüchtig blicken ihre Pupillen;
Sie klammern sich an eine Erinnerung
Uralt und beinahe verblasst
und dennoch zerbricht sie daran.

Schmerzvoll ist diese Erinnerung
und doch so wunderschön:
Einmal wieder träumen, einmal wieder fühlen
und wieder zu lieben - danach sehnt sie sich.

Heiß fließt eine Träne herab;
Das Feuer in ihrem Herzen
- noch ist es am Leben
und löst hier und da ein paar Tropfen.

Und doch ist es gefangen,
tief in seinem gefrorenen Käfig
und droht zu erlöschen
- für alle Ewigkeit.

Sie weint.

written by Cold Blood
Cold Blood ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.09.2005, 20:05   #2 (permalink)
AW: Krankheit und Heilung

Zitat:
Zitat von Cold Blood
So, da geb ich meines auch mal zur Kritik frei. Da viele ja für andere Gedichte gestimmt haben, wird es wohl reichlich geben.
das würd ich jetzt soooo nicht sagen... es ist einfach geschmackssache würd ich sagen... hatte es erst jemand ganz anderem zugeordnet, da es stilistisch dieser person so geähnelt hat... dir hatte ich zu beginn auch was ganz anderes zugeordnet gehabt... find ich echt lustig den versuch zu starten zu erraten, wer nunw as geschrieben hat... ich wussts nämlich wirklich nicht... aber das interessiert uns ja jetzt nicht... darum ab zu deinem gedicht...

Zitat:
Die Rechte an diesem Gedicht liegen bei mir. Es darf weder in seiner Ursprungsform, noch in einer veränderten Fassung ohne meine ausdrückliche Genehmigung veröffentlicht werden.
tu mir nur noch nen kleinen gefallen... wenigstens noch unter das egdicht ein "written by cold blood" ok? da wär mir gleich viel wohler bei... danke...

der anfang erinnert mich sehr an eine geschichte... es hat von der form einfach was davon, so wie du die die situation in der ersten strophe beschreibst... für mich passt das nicht ganz so zum rest, der doch ganz anders ausfällt... finde ich jedenfalls... das setzt du in der zweiten strophe fort, was sich aber genau da zu ändern beginnt... lansgam, berechnend... das ist der punkt, in dem die änderung einsetzt...

die sehnsucht kommt in der dritten strophe richtig schön rüber... schon alleind er erste vers... es kam bisher oft vor, dass ich von sehnsucht las, aber nichts davon spüren konnte... bei dir spürt man es schon in diesem einen kleinen vers... und von wort zu wort wird diese sehnsucht gesteigert... bis sie ins negativ abdriftet... sehr schön geworden...

auch den schmerz in der nächsten strophe finde ich treffend eingesetzt... vielleicht bin ich heute ja auch nur für sehnsucht und schmerz so empfänglich, wer weiss... aber schon miu diesen kleinen worten gewinnt jedes nachfolgende mehr gewicht... die ersten zwei verse der vierten strophe haben so etwas leicht triggerndes... schmerz, der doch so wudnerschön ist... der liebliche schmerz, der so zerstörerisch ist und den man doch nicht missen möchte...

für die nächsten 2 strophen fasse ich mich kürzer... ein ähnliches schema wie bei den vergangenen zwei strophen... ich seh es vor mir, kann es schon fast spüren... aber nur fast... so empfänglich bin ich dann heut wohl doch nicht...

der einzelne vers, so kurz er auch sein mag, er bringt es auf den punkt... erst diese sehnsucht, die sich mit schmerz paart... dieses durchlaufen und zu guter letzt die einsicht, dass es doch so ist, wie es ist... du bringst es auf den punkt...

Zitat:
Einmal wieder träumen, einmal wieder fühlen
und wieder zu lieben - danach sehnt sie sich.
Zitat:
Heiß fließt eine Träne herab;
Das Feuer in ihrem Herzen
die vier verse gefallen mir am besten... so eine art gefühlsmäßiger höhepunkt in wort und bild...

was mir jetzt nicht so gefällt ist zum einen der kontrast zwischen dem feuer und dem gefrorenen käfig... du sagst das feuer droht zu erlöschen... als leser geht man davon aus, dass man sich selbst an der kleinsten flamme verbrennen kann... hm, jetzt hab ich den faden verloren... ich geh bei gelegenheit da noma drauf ein... was mir an den beiden strophen aber doch gut gefällt liegt auch in dieser kontroversen... der gegensätzliche rahmen... du hast erst dieses heiss... und feuer... und dann erlöschen und den gefrorenen käfig... das zieht einen schönen rahmen drum herum...

so schauts auch bei den strophen drei und vier aus... da hat man als rahmen einen einheitlichen und zwar die sehnsucht... du beginnst die dritte mit sehnsüchtig und beendest die vierte mit "danach sehnt sie sich"... da zieht sich der rote faden wieder durch...

das geschichtenartige am anfang wirkt sich ein wenig negativ auf das gedicht aus... denn an und für sich würde das gedicht auf jeden fall ohne die erste und eventuell bedingt ohne die zweite strophe funktionieren...diese erkenntnis macht das etwas kaputt... der anfang ist sehr verkrampft, was einerseits viell zum titel passt, aber andererseits nicht zum weiteren fluss des gedichts...

hm mehr fällt mir grad nicht ein... viell bei gelegenheit...

so, kommen wir zur bewertung... - ich liebe dieses system... - da fällt es mir jetzt etwas schwer, zugegebenermaßen... kann mich nicht so ganz entscheiden, aber ich denke, wir belassen es bei drei sternchen... dies begründet sich zum einen durch meine kritikpunkte, da für mich wirklich eingies dadurch die stimmung zerstört... zum anderen vielleicht auch an der thematik, da ich ehrlich gesagt nicht viel damit anfangen kann bzw will... am in erster linie doch an meinen kritikpunkten... das stört mich irgendwie ein wenig... naja, aber immerhin...
__________________
Ich glaube eher an die Unschuld einer Hure, als an die Gerechtigkeit der deutschen Justiz!

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Schattentaenzerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.09.2005, 20:09   #3 (permalink)
AW: Krankheit und Heilung

hey Cold Blood

wie du sicherlich es gesehen hast habe ich beim Vote kurz gesagt wieso ich mcih für deins entschieden habe. Doch nun hier eine etwas umfangreichere Version.
Der wohl wichtigste Grund für meine Entscheidung war mit Sicherheit der, dass du ein Bild mit deinem Gedicht beschrieben hast, was mich wohl irgendwie erfasst. Keine Ahnung wie es mit anderen Lesern ist, doch ich suche mich in Gedichten und wenn ich drin versinke, so berührt mich das Gedicht dermassen, dass es unwichtig wird ob ich mich drin sehe oder nicht. Es ist dann als würde man durch das Gedicht fliegen. Genau das, was du an meinem Gedicht nicht fandest, habe ich in deinem gefunden. Wenn dieser Effekt erreicht wird, dann ist es klar, dass es meime Stimme verdient. *eingebildet ist*
Ganz besonders berührt hat mich das Bild der gesamten letzten Strophe und mit deinem Schlusssatz
Zitat:
Sie weint.
Ebenso wie die ersten beiden Strophen. ACh was sage ich da. Es ist das Gesamte was es ausmacht, owohl es erst du die Kleinigkeiten zum Gesamten wird. Ich kann es bildlich sehen.
Was mir jedoch unverständlich bleibt, ist die Wahl deines Titels
Zitat:
Krankheit und Heilung
Die Krankheit habe ich gefunden nur die Heilung nicht.....
Wie bereist gesagt, bin ich dir sehr verbunden und dankbar und was es sonst so für eine Wortwahl dafür gibt, dass du etwas so besonderes von dir veröffentlicht hast. :10of10:
Thaddée ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2005, 17:46   #4 (permalink)
AW: Krankheit und Heilung

Erstmal danke für die Meinungen.
Ich komm einfach z.Z. nicht dazu zu antworten.

Zitat:
das würd ich jetzt soooo nicht sagen... es ist einfach geschmackssache würd ich sagen... hatte es erst jemand ganz anderem zugeordnet, da es stilistisch dieser person so geähnelt hat...
Wem denn? Wäre schonmal interessant zu wissen. Wenn ich nur nach den Gedichten des Wettbewerbes gehe, ist eigentlich nur das von Thaddée vom Stil her ähnlich, find ich.

Zitat:
der anfang erinnert mich sehr an eine geschichte... es hat von der form einfach was davon, so wie du die die situation in der ersten strophe beschreibst...
Kann ich nachvollziehen, ist bei mir aber nicht ungewöhnlich. Viele meiner Gedichte sind eher Monologen ähnlich. Ich stell mir immer vor die Gedichte im Scheinwerferlicht einer dunklen Bühne zu rezitieren. Daher weiß ich auch meist relativ genau, wie ich dazu spielen würde u.ä.

Was ich nicht nachvollziehen kann ist, wo der Unterschied zum Rest der Strophen ist. Ich hätte gedacht, dass wenn du dieses Gefühl hast, dass es sich dann durch das ganze Gedicht zieht. Kannst du mir sagen, wo der Unterschied zwischen dem Anfang und der Schluss ist? Oder ist es mehr ein Gefühl?

Zitat:
für die nächsten 2 strophen fasse ich mich kürzer... ein ähnliches schema wie bei den vergangenen zwei strophen... ich seh es vor mir, kann es schon fast spüren... aber nur fast... so empfänglich bin ich dann heut wohl doch nicht...
Ich seh's trotzdem als Kompliment.
Ich find das toll, wenn Leute das spüren können was ich schreibe (auch wenn manchmal auch nur fast).

Zitat:
was mir jetzt nicht so gefällt ist zum einen der kontrast zwischen dem feuer und dem gefrorenen käfig... du sagst das feuer droht zu erlöschen... als leser geht man davon aus, dass man sich selbst an der kleinsten flamme verbrennen kann... hm, jetzt hab ich den faden verloren... ich geh bei gelegenheit da noma drauf ein...
Wäre nett, da ich aus deiner Aussage nicht wirklich schlau werde.
Zu dem Verbrennen: Sehe ich anders. Feuer ist Leben, Eis ist kälte und Stillstand. In jedem Menschen brennt ein Feuer und wenn das erlöscht, dann ist der Mensch innerlich tot. Und das Feuer in ihr brennt halt noch - daher noch ist da was in ihr. Aber die Frage ist für wie lang noch.

Zitat:
das geschichtenartige am anfang wirkt sich ein wenig negativ auf das gedicht aus... denn an und für sich würde das gedicht auf jeden fall ohne die erste und eventuell bedingt ohne die zweite strophe funktionieren...diese erkenntnis macht das etwas kaputt... der anfang ist sehr verkrampft, was einerseits viell zum titel passt, aber andererseits nicht zum weiteren fluss des gedichts...
Schade, dass es den Eindruck kaputt macht. Ich kann jetzt schlecht in deinen Kopf reinschauen um zu erkennen, woran es jetzt genau liegt. Da die Strophen jetzt nicht sonderlich krampfhaft entstanden sind, aber kann schon sein, dass es so wirkt.

Aber trotzdem sehe ich eigentlich als Fazit deine Bewertung recht positiv, da sich die Kritik ja hauptsächlich auf den Anfang beschränkt und nicht das ganze Gedicht Mist ist.



So jetzt zu Thaddée:
Auch dir natürlich ganz viel Dank, dass du dir die Zeit genommen hast zu antworten.

Zitat:
Der wohl wichtigste Grund für meine Entscheidung war mit Sicherheit der, dass du ein Bild mit deinem Gedicht beschrieben hast, was mich wohl irgendwie erfasst.
Danke. *freu* Im Grunde gibt es aus meiner Sicht kein größeres Lob.

Zitat:
Was mir jedoch unverständlich bleibt, ist die Wahl deines Titels
Mir auch.
Nein ernsthaft. Ich bin mir über den Titel immernoch nicht sicher. Allerdings weniger wegen der Heilung, sondern wegen dem Wort Krankheit. Ich finde es ungewohnt rau für ein Gedicht, dass sich ja eigentlich mit dem Thema Gefühl bzw. Gefühlslosigkeit beschäftigt. Aber alle anderen Titel, die mir eingefallen sind, waren alle so nichtssagend (z.B. "Kalt") und sinnentleert und das wollte ich dann auch nicht.
Und falls du immernoch die Heilung suchst: Letzte Zeile
Sicherlich noch keine vollständige Heilung, aber sie ist auf dem Weg der Gesundung.

Zitat:
Wie bereist gesagt, bin ich dir sehr verbunden und dankbar und was es sonst so für eine Wortwahl dafür gibt, dass du etwas so besonderes von dir veröffentlicht hast.
Dazu sei nochmal etwas gesagt und zwar weil du ja im anderen Thema dich auch gewundert hattest, warum ich bisher nichts gezeigt habe. Der Grund ist ganz einfach der, dass ich jeder Zeit die Kontrolle darüber haben will. Daher ich will z.B. meine Gedichte einfach wieder aus der Öffentlichkeit zurückziehen, wenn ich das will. In dem Forum geht das nicht. Einerseits verschwindet ja die Ändern-Option, anderseits würde ich wahrscheinlich auch Ärger kriegen, wenn ich hier anfangen würde meine Gedichte zu löschen. Daher lass ich das lieber.
Und da es ja hier auch immer wieder Probleme gab, dass sich Leute die Gedichte kopiert und anderweitig veröffentlicht haben (auch wenn das wohl bei mir kaum jemand machen würde) und das will ich vermeiden.
Cold Blood ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.10.2005, 17:42   #5 (permalink)
AW: Krankheit und Heilung

Zitat:
Zitat von Cold Blood
Erstmal danke für die Meinungen.
Ich komm einfach z.Z. nicht dazu zu antworten.
gleichfalls... nur liegt es nicht am zeitmangel (nicht primär, ich nehme mir, wenn mir etwas gefällt und wenns nur ansatzweise sein mag, immer die zeit für euch), kommt eher durch meine lustlosigkeit und engstirnigkeit...

Zitat:
Wem denn? Wäre schonmal interessant zu wissen. Wenn ich nur nach den Gedichten des Wettbewerbes gehe, ist eigentlich nur das von Thaddée vom Stil her ähnlich, find ich.
meinst du jetzt ältere gedichte von thaddee oder speziell das für den wettbewerb? solltest du letzteres meinen, finde ich strukturell keinerlei ähnlichkeiten bei euch... dachte zuerst daran, dass deins viell von thaddee ist und ihrs von dir... da ery mir ja nix sagen wollte... irgendwann kam mir dann die wahnsinnsidee, dass nichtraucher kein zigarette in ein gedicht einbauen würden... warum auch? naja, ich als raucher tu es nur ungern und selten bis gar nicht... darum bist du für thaddees gedicht dann ausgeschieden und obwohl ich weiss, dass sie auch nicht raucht, war es der einzig logische schluss, dass sie es doch egschrieben hatte, was kurz darauf bestätig wurd.e.. aber das hat ja jetzt nix mit deinem zutun... war dann so ein hin und her, da nur noch 2 gedichte über waren, deren autoren ich nicht kannte... nachdem ich nicht wusste, wer noch dabei war und ich dir ja eigentlich nix zuordnen konnte, da ich nix von dir kenne, hab ichs aufgegeben und musste wie alle anderen warten...

Zitat:
Kann ich nachvollziehen, ist bei mir aber nicht ungewöhnlich. Viele meiner Gedichte sind eher Monologen ähnlich. Ich stell mir immer vor die Gedichte im Scheinwerferlicht einer dunklen Bühne zu rezitieren. Daher weiß ich auch meist relativ genau, wie ich dazu spielen würde u.ä.
das ist ja mal ne interessante art ein gedicht zu schreiben... hätte das zwar eher für eine kurzgeschichte vermutet, aber hey, warum nicht? für mich und meine art wär das nichts... würde nie funktionieren, aber ich find das echt interessant, wie manche schreiben bzw aus was heraus...

Zitat:
Was ich nicht nachvollziehen kann ist, wo der Unterschied zum Rest der Strophen ist. Ich hätte gedacht, dass wenn du dieses Gefühl hast, dass es sich dann durch das ganze Gedicht zieht. Kannst du mir sagen, wo der Unterschied zwischen dem Anfang und der Schluss ist? Oder ist es mehr ein Gefühl?
kein gefühl, es ist einfach so... es wirkt von der stimmung und der "erzähltechnik" einfach anders auf mich als der anfang...

Zitat:
Ich seh's trotzdem als Kompliment.
Ich find das toll, wenn Leute das spüren können was ich schreibe (auch wenn manchmal auch nur fast).
tu das, es war ja auch nicht abwertend gemeint, trotz des wörtchens "fast"... ich bin derzeit relativ gefühlskalt/gefühlsarm... liegt also an mir...

Zitat:
Wäre nett, da ich aus deiner Aussage nicht wirklich schlau werde.
Zu dem Verbrennen: Sehe ich anders. Feuer ist Leben, Eis ist kälte und Stillstand. In jedem Menschen brennt ein Feuer und wenn das erlöscht, dann ist der Mensch innerlich tot. Und das Feuer in ihr brennt halt noch - daher noch ist da was in ihr. Aber die Frage ist für wie lang noch.
*ärger* jetzt hab ichs schon wieder vergessen... *überleg* also, ich versuchs noch mal... auf mich wirkt es einfach sehr paradox... dieses feuer im gefrorenen käfig (auch wenn du primär das herz meinst - das behaupte ich jetzt mal - und nicht das feuer an sich, dennoch ist beides so fest miteinander verwachsen, dass es egal ist, da beides meiner subjektiven ansicht nach den selben stellenwert einnimmt)... ich bin da derzeit sehr realistisch, so dass das nicht ganz in meinen kopf will... der käfig dürfte auch bei einem schwächeren feuer nicht mehr existieren - über kurz oder lang... aber viell - wenn ich jetzt mal etwas weiter überlege - könnte das für den offenen schluss gedacht sein... du sagtest ja, der letzte vers steht für die heilung... sehe ich auch so... und naja, selbst kurz danach könnte der käfig weg sein... wie auch immer...

Zitat:
Schade, dass es den Eindruck kaputt macht. Ich kann jetzt schlecht in deinen Kopf reinschauen um zu erkennen, woran es jetzt genau liegt. Da die Strophen jetzt nicht sonderlich krampfhaft entstanden sind, aber kann schon sein, dass es so wirkt.
das kann keiner... es wirkt einfach auf jeden anders... das siehst du ja schon an den unterschiedlichen kritiken von thaddee und mir... unterschiedliche wirkungsweisen...

Zitat:
Aber trotzdem sehe ich eigentlich als Fazit deine Bewertung recht positiv, da sich die Kritik ja hauptsächlich auf den Anfang beschränkt und nicht das ganze Gedicht Mist ist.
ist es auch nicht, das hab ich nie behauptet... ich hatte einfach meine kritikpunkte und wäre dein gedicht mist, dann würde ich kein einzgies wort und keine sekunde für eine kritik "verschwenden"... das nur mal so...

Zitat:
Dazu sei nochmal etwas gesagt und zwar weil du ja im anderen Thema dich auch gewundert hattest, warum ich bisher nichts gezeigt habe. Der Grund ist ganz einfach der, dass ich jeder Zeit die Kontrolle darüber haben will. Daher ich will z.B. meine Gedichte einfach wieder aus der Öffentlichkeit zurückziehen, wenn ich das will. In dem Forum geht das nicht. Einerseits verschwindet ja die Ändern-Option, anderseits würde ich wahrscheinlich auch Ärger kriegen, wenn ich hier anfangen würde meine Gedichte zu löschen. Daher lass ich das lieber.
dafür kann man sich immer an ery oder mich wenden... wir löschens dann schon... also falls doch mal lust hast und was posten magst... dann tu es... und sollte es gelöscht werden, dann bitte PN an uns mods und nicht an die admins, wie es manch andere getan haben, sonst werden wir ganz langsam überflüssig... liegt natürlich bei dir...

Zitat:
Und da es ja hier auch immer wieder Probleme gab, dass sich Leute die Gedichte kopiert und anderweitig veröffentlicht haben (auch wenn das wohl bei mir kaum jemand machen würde) und das will ich vermeiden.
na erst mal sind die lyrik- und prosaforen nur noch für registrierte user sichtbar... gäste sehen da gar nix... das einzige problem stellt das archiv dar... oder stellte... was weiss ich... aber seit das so gehandhabt wurde - den admins sei dank - fielen mir viel weniger gäste auf, die wirklich gedichte betrachtet haben... ist schon mal ein gutes zeichen... zwar keine absolute sicherheit, aber ein schritt in die richtige richtung...
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Alt 31.10.2005, 09:19   #6 (permalink)
AW: Krankheit und Heilung

So Bloody...da du ja jetzt soooo lange weg bist, habe ich endlich Zeit meinen Ketchup hier abzugeben.
Vieles wurde schon gesagt, aber ich schreibe mal einfach durch, damit ich meinen Faden nicht verliere.

Für mich fängt das Gedicht erst so richtig in der dritten Strophe an. Vom Rhythmus her ( das geliebte Thema...) passt es zum gesamten Gedicht einfach nicht. Es passt eher in „Tout marche bien“. Vom Gefühl her...dieses Beschreibende, ein wenig anders, aber doch hat es diese gleiche Basis. Ich kann es nicht ausdrücken.
Und da ist auch dieses Bühnenbild, was du sagst, deutlich zu erkennen.

Aber dann ist auf einmal so eine Steigung. Auch von den Emotionen her...und der Wahrnehmung. Was mir dann auch in der dritten Strophe gefällt, ist diese Distanz und diese Nähe auf einen Punkt. Die beschriebene Person (A) wird gemustert, von der anderen Person (B), und wie wir durch B erfahren, was A fühlt, wird durch das Beschreiben zwar eine Distanz aufgebaut, aber gleichzeitig kommt es gut rüber, dass B genau das nachempfinden kann, was A fühlt.
Die vierte Strophe ist meine Lieblingsstrophe. Es kribbelt so richtig, weil das Gefühl beim Leser so richtig „entfacht“ wird. Wirklich der Kontrast, mit dem Schmerz, aber, dass die Erinnerung so schön ist. Echt, Gänsehaut.

Die letzten beiden Strophen malst du eher...mit Bildern, und auf einmal benutzt du viele Metaphern oder Symbole. Der Effekt wirkt, aber nicht so gut, wie vielleicht gewollt.
Zu den Bildern mit dem Feuer und dem gefrorenen Käfig...
Ich sehe das eigentlich so, dass das Feuer noch da ist, aber fast unscheinbar. Der gefrorene Käfig kann geschmolzen werden, wenn das Feuer wieder richtig entfacht, aber, wenn es sich entscheidet zu erlöschen, friert der Käfig die Person ein.
Die Bilder sind hier zwar intensiv, aber das Gefühl nicht.
Das wird dann wieder aufgehoben mit dem „Schlusssatz“. Der dem Gedicht dann in dem letzten Augenblick noch einen ganz anderen Schub gibt. Voller Melancholie.

Weiß nicht, wie ich drauf komme, aber bei dem Gedicht kriegt ich diesen Eindruck nicht mehr aus dem Kopf:
Die beschriebene Person ist blind. Und, weil sie selbst nicht sehen kann, beschreibt er sie. Das geht mir einfach nicht mehr ausm Kopf und das macht das Gedicht so unheimlich traurig...

Kann mich nicht so entscheiden bei der Bewertung. Vier Sternchen
Callisto ist offline   Mit Zitat antworten
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