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Schwarze Poesie Schwarzromantik, schwarze Gedanken, der Tod... Ihr dunklen Philosophen fühlt Euch hier zu Hause.

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Alt 09.01.2004, 13:06   #1 (permalink)
Lordprotector
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Wieder ein Tag vorbei. Dieser Satz geht im durch den Kopf. Die Digitaluhr auf seinem Nachttisch zeigt 00:00. Wie jedes Mal, wenn er ins Bett geht wiederholt sich der Tag vor seinem geistigen Auge.

Morgens um 7 klingelt sein Wecker. Die Eltern sind zum Glück schon in der Arbeit. Erst abends wird er sie wiedersehen. Unmotiviert und ohne irgendeinen Gesichtszug geht er ins Bad um sich fertig zu machen. Mit seinen Händen spritzt er kaltes Wasser in sein Gesicht. Wild und ungepflegt hängen ihm seine Haare ins Gesicht. Dann zieht er sein Shirt aus und erblickt im Spiegel kurz die blauen Flecken von den Schlägen. Schon lange ist er diesen Anblick gewohnt. Ohne einen weiteren Gedanken oder Regung zieht er sich an. Kaum ist das getan kommt ihm doch ein Gedanke. Warum muss er jeden Tag erleben, warum passiert das ihm, warum ist er anders? Doch die Antwort ist stets die gleiche: Es gibt keinen Grund. Er ist genauso wie alle anderen. Nur einen Unterschied gibt es. Er gehört nicht dazu. Lange wollte er sich anpassen hat jedoch damit nur das Gegenteil erreicht. Gleichgültigkeit und eine Leere haben ihn ergriffen. Der einzige Grund warum er jeden Tag aufsteht ist eben diese Leere in ihm. Mühsam packt er seinen Rucksack und begibt sich auf den Weg zur Schule. Weit ist es nicht, doch braucht er wegen seinen körperlichen und seelischen Schmerzen lange dafür. Wie jeden Tag wird er bei dem kleinen Park vor der Schule erwartet. Kaum betritt er diesen, wird von einem gepackt. Der Forderung nach Geld kann er nicht Folge leisten, da ihm seine Eltern kein Geld geben. Daraufhin hält der eine ihn fest, während zwei weitere beginnen auf ich einzuschlagen. Jeder Fausthieb, jeder Tritt ist ihm mittelbar vertraut. Die Schmerzen spürt er kaum noch. Willenlos sinkt er zu Boden und lässt die Schläge wehrlos über sich ergehen. Andere Schmerzen allerdings bleiben. Die seelischen Schmerzen sind nahezu unerträglich. Andere Schüler laufen tuschelnd und teilnahmelos vorbei, wenn überhaupt sie stehen bleiben, dann nur um zu lachen. Ohne zu wissen wieso, rappelt er sich auf und begibt sich in die Schule. Alle gehen ihm aus dem Weg, beachten ihn nicht. Er erblickt ein schönes Mädchen. Jahrelang empfand er etwas für sie. Doch nicht mehr heute. Einst hat er sie angesprochen, woraufhin sie ihm eine knallte, weil sie Angst um ihren Ruf hatte. Die Gefühle hielten noch lange an. Heute ist er jedoch frei von Gefühlen solcher Art. Dann beginnt der Unterricht. Jede Stunde ist eine Qual. Die Lehrer beachten ihn nicht oder lachen ihn aus. Am schlimmsten sind zwei von ihnen. Sie stellen ihn ständig irgendwie bloß und machen Witze über ihn. An das Lachen und die Hänseleien hat er sich gewohnt. Dennoch hiterlassen sie Spuren. Selbst der Schulpsychologe hat sich über ihn lustig gemacht und seine Probleme überall rumerzählt. Nach einem qualvollen Unterricht geht er heim. Auf dem Weg wird er ständig beschimpft oder angerempelt. Endlich daheim angekommen, schließt er sich in sein Zimmer ein. Er verdunkelt alles, macht eine Kerze an und beginnt in dem Schein ein Buch zu lesen. Als es Abend wird kommen seine Eltern heim. Sie streiten und fluchen. Sein Vater klopft heftig gegen seine Tür, bis er endlich öffnet. Kaum knackt das Schloss stürmt dieser in den Raum, packt ihn und brüllt ihn an. Wie an jedem Tag bekommt er die Aggressionen ab. Seine Mutter betritt den Raum und fordert ihren Mann auf ihm Manieren beizubringen. Es vergeht keine Minuten nachdem das gesagt war, da fängt er an auf ihn einzuprügeln. Hemmungslos und mit voller Kraft schlägt er auf den geschundenen Leib. Die Schmerzen sind zu stark. Tränen rinnen aus seinen Augen. Als alles vorbei ist, zeigt sein Wecker 00:00. Er schließt die Augen und schläft ein.
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---- Es folgt ein harter Schluss. Wer mit dem Gelesenen nicht fertig wird sollte hier aufhören.
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In der Früh klingelt sein Wecker. Früher als sonst. Er beeilt sich zur Schule zu kommen, denn haute ist der Tag. Zum ersten mal seit langem lächelt er, als er die Schule betritt. In einer Ecke findet er die drei aus dem Park. Sie gehen auf ihn zu. Sein Rucksack fällt zu Boden. Gelähmt vor Schreck bleiben sie stehen. Dann ertönen 3 Laute Knalle, Blut spritzt und die 3 sacken leblos zusammen. Alle Augen richten sich auf ihn. Die zeit scheint stillzustehen. Niemand rührt sich. Er läuft geradewegs zum Lehrerzimmer. Dort angekommen erblickt er die zwei Lehrer und den Schulpsychologen. Unglaublich kalt ertönen mehrer Knalle und die Lehrer werden von Kugeln zu Fall gebracht. Blut strömt den Boden entlang. Panik macht sich breit. Schreie, Angst, Flucht. Irgendwer hat die Polizei alarmiert. Als er nach draußen tritt wird er umstellt. Schaulustig breitet sich eine große Masse Schüler um die Absperrungen der Polizei. Ein letzter Gedanke: Ihr habt mich zu dem gemacht, was ich jetzt bin. Er hebt seine Hand. Dann ein neuer Knall. Von der Wucht des Schusses wird sein Kopf zurückgeschlagen und er fällt rücklings. Hart kracht sein Schädel auf den Asphalt. Der Tag ist da.

Nachwort:
So diese Geschichte braucht glaube ich ein Nachwort.
Ich hab lange nachgedacht, ob ich die wirklich schreibe. Letzten Endes hab ich dies gemacht, weil ich glaube, dass in einem solchen Fall häufig dies die Gründe sind, oder ähnliche. Ich will damit aufmerksam machen, dass man Menschen nicht einfach ausgrenzen soll. Jeder hat Gefühle und eine Seele. Macht euch nicht über andere lustig. Denn euch könnte es genauso gehen.
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Alt 09.01.2004, 13:14   #2 (permalink)
wow... ich bin echt zutiefst erschüttert... deine geschichte ist mal wieder ein gnadenloser volltreffer... ich kann dazu gar nix sagen bin noch total benommen und das nur bei guten geschichten...

zu deinem nachwort: ich kann mich da nur kommentarlos anschließen... aber auch nur weil ich diese situation gut genug kenne... und n kleiner tipp an die leute die diese probs haben: beisst euch durch und beachtet die andern dann einfach nicht mehr... es wird immer irgendwann besser und das zu einer 100%igen garantie...
__________________
Ich glaube eher an die Unschuld einer Hure, als an die Gerechtigkeit der deutschen Justiz!

What can I say? (I don’t want to play) anymore
What can I say? I’m heading for the door
I can’t stand this emotional violence
Leave in silence

Depeche Mode - Leave in silence
Schattentaenzerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2004, 13:22   #3 (permalink)
Die Geschichte ist keines Wegs schön, und doch finde ich ist sie gut.
Ja sogar sehr gut.

Mit der Geschichte hast du es sogar geschafft ein kleines Schuldgefühl in mir zu wecken. Insbesondere mit deinem Nachwort.
Von welcher Person ich rede kannst du dir ja sicherlich denken.
Ich weiß ja nicht, da du es nich erwähnt hast, warum ausgerechnet dieser Junge ausgeschlossen wurde. Was er gemacht hat um es zu verdienen so runter gemacht zu werden!
Ich weiß ja nich wie du das in meinem Fall siehst.
Aber ich finde dieser Person geschieht ein ausschluss recht.

In deiner Geschichte hast du mir aber trotzdem klar gemacht, dass man jemanden nicht für immer bestrafen kann.

danke!
Dreamtighter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2004, 20:31   #4 (permalink)
Ich bin sprachlos!
Weis net wie ich es beschrieben soll!

Nimm es mir net übel wenn ich jetzt einfach schreibe das ich sie gut finde!

Du hast Wow
mehr fällt mir net ein!
Tailor ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2004, 19:27   #5 (permalink)
ich finde deine geschichte klasse!!!dieses schauspiel spielt sich zu oft auf dieser welt ab un man kann es leider nicht verhindern.

es ist nicht gleich so das diese person was gemacht haben muss dass sieausgeschlossen wird.viel mals is es doch auf dn schulen so, wenn man jetze keine markenklamotten trägt oder so is man von den anderen gleich ausgeschlossen un wird fertig gemacht ohne ende.aber helfen tut fast niemand bzw keiner...denn die die helfen denken sonst wenn ich ihm helfe mach ich mir ja meinen guten ruf kaputt wie es bei dem mädchen in dieser geschichte war.

also ich kann nur sagen das deine geschichte der wahrheit entspricht.irgendwie musst ich als ich sie gelsen hab an das mit gutenberg denken.vielleicht ging es ihm ja ähnlich???wer weiss...
LadyPhantasy ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 15.01.2004, 13:42   #6 (permalink)
ich bin beeindruckt. Es ist wirklich klasse, auch wenn es ziemlich hart ist. Aber du hast recht, so etwas sind sicher gründe um soetwas zu tun und ich finde es beachtlich das du dafür worte gefunden hast.

Ich denke auch das man gründe für solche sachen nicht im Netz oder in Spielen suchen sollte, sondern beim naheliegensten....die eltern wissen meist nicht wie die kinder fühlen und sagen dann etwas wie "er war ja so unscheinbar" ich finde es klasse von dir das du über sowas geschrieben hast

Große hochachtung

Nightflash^^
Nightflash ist offline   Mit Zitat antworten
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