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Ludwig Heinrich Christoph Hölty - An Minnas GeistGedichte und Geschichten Unser Forum für bekannte Gedichte und Geschichten. Bitte unbedingt die Ankündigung(en) beachten! |
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Ludwig Heinrich Christoph Hölty - An Minnas Geist
Ludwig Christoph Heinrich Hölty
An Minnas Geist Im leichten Tanz, mit Flügeln der Minute, Entfloh mir jeder Tag, Als Minna noch mit mir im Schatten ruhte, Mit mir von Liebe sprach. Es folgeten, in lauten Harfenchören, Mir Engel durch den Hain, Ich hörte die Musik der Himmelsphären, Und sang ein Lied darein. Und fühlte das Konzert der Abendhaine, Wie ichs noch nie gefühlt, Wenn Minna mich, am Ufer meiner Leine, Sanft in den Armen hielt. Sie starb: - Stets bleibt im Innern meiner Seele Des Mädchens Bild zurück! Nun reizt mein Ohr kein Lied der Philomele, Kein Blümchen meinen Blick. Nun irr' ich durch verschränkte Tannenhaine, Sink‘ auf verdorrtes Moos, Und klage stets den Himmel an, und weine Mein Leid in meinen Schoos. Stets seh ich noch die Rosen ihrer Wangen, Den zauberischen Gang, Seh ihr Gelock, ein Spiel der Lüftgen, hangen, Hör' ihrer Stimme Klang. O schöner Geist! Durch Wiesen, durch Alleen, Seh ich dich, bald im Kranz Von Rosmarin und Tausendschönchen gehen, Bald tanzen Geistertanz. Du sitzest oft, erhöht zum Engelrange, An meines Lagers Rand, Und streichelst mir die bleichgehärmte Wange Mit deiner weißen Hand; Enttrocknest mit dem Schleyer mir die Thräne, Die meine Seele weint, Wenn deines Todes trauervolle Scene Im Traume mir erscheint. O warum wall ich noch im Erdenstaube? O wohnt' ich schon mit dir, Du schöner Geist, in deiner Himmelslaube! Was weil' ich länger hier?
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Gruss faulwurf |
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Gruss faulwurf |
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