Münti's Kapitalmeckern


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Alt 05.05.2005, 00:44   #26 (permalink)
AW: Münti's Kapitalmeckern

Zitat:
Zitat von ColdBlood
(2) Also ich weiß ja nicht, wieviel diese 8000 Menschen verdient haben, aber dir wird sicher einleuchten, dass deren Gehalt Peanuts sind im Vergleich zu den 1,5 Mrd. Gewinn. Einsparungen können also ganz offensichtlich nicht der Grund für die Entlassungen sein, oder?
Aber was ist er dann? Ganz einfach: Die Deutsche Bank hat derzeit eine Marktkapitalisierung von 35 Mrd. Euro. Das ist viel, aber nicht genug um von Atacken von außen sicher zu sein. Umm dieses Ziel zu erreichen (denn sonst sind weit mehr Arbeitsplätze gefährdet) muss man auf über 40 Mrd. wachsen. Das ist aber gar nicht möglich, da die Deutsche Bank so unstrukturiert ist, dass alle Wachstumsimpulse sich totlaufen. Ackermanns (richtige) Schlussfolgerung: Es muss einen deutlichen Umstrukturierungsprozess geben. Das übliche Prozedere: Konzentration auf den Kern und daraus dann wachsen. Das im Laufe dieses Prozesses einige Leute ihren Job einbüßen ist normal, da ihre Position nunmal einfach überflüssig wird. Langfristig werden aber bei der Deutschen Bank eher Arbeitsplätze enstehen als abgebaut, weil das Ziel wie gesagt im Wachstum liegt und nicht im Zusammenschrumpfen des Unternehmens
Darf ich mal (sc)h(m)erzlichst lachen?
Du glaubst doch wohl selbst nicht was dud a schreibst, oder?
Das Gehalt dieser 8000 Leute läppert sich und ich denke mal, das man da gut und gerne auf über eine Milliarde kommen kann. Der Rest der zu den 1,5 Mrd. ist reiner Gewinn.
Und da diese Praxis wohl zu funktionieren scheint, denke ich mal, wird sie weiter fortgesetzt, bis die Deutsche Bank nur noch ein aufgeblähtes Gerippe ist, was von einem Minnimum an Arbeitern betrieben wird.

In den letzten Jahre ist entgegen dem allgemeinen Konjunkurzyklus, nie eine Entspannung des Arbeitsmarktes eingetreten.
Und ich denke mal nicht, das ausgerechnet die Deutsche Bank diesem Trend entgegenwirken sollte, wo man doch jetzt gerade so tollen Gewinn einfährt.

Zitat:
Zitat von ColdBLood
Desweiteren denke ich sehr wohl, dass Ackermann 800 bis 2000mal soviel Wert ist wie ich, weil ich könnte den Job nicht durchführen.
Also zum letzten Teil: wenn ich deine Kommentare hier lese, bin ich ehrlich gesagt froh darüber. Wenn du an der Spitze eines Unternehmens stehen würdest, würdest du wohl derjenige sein, dessen Taschen immer voller werden, während deien Arbeiter, sich nichtmal getrauen zum Arzt zu gehen, zum einen, weil sie das Geld dafür nicht haben, zum anderen, weil sie die Zeit dazu nicht haben und ständig in der Furcht leben müssen, doch krank geschrieben zu werden und damit bei dir ihre Arbeit zu verlieren.

Und nun zum ersten Teil.
Deine Behauptung führt, wenn man es weiter denkt, zu einer Gesellschaft, wo Menschen mehr wert sind als andere, nur weil sie Geld haben.
Bei den Gedanken an so etwas wird mir einfach nur schlecht, sorry, aber diese Vorstellung ist pervers im höchsten Grad. Ich weiss, das es in der Praxis eine Form von dem gibt, aber die Gesellschaft versucht dem ja entgegen zu wirken, habe ich jedenfalls das Gefühl.


Abschliessend bleibt mir zu sagen: 0815 for President
__________________
Der Himmel ist deshalb so grau, weil alles Blaue schon heruntergelogen wurde.
richieguitar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.05.2005, 01:04   #27 (permalink)
AW: Münti's Kapitalmeckern

Zitat:
Zitat von Cold Blood
@0815:
(1) Ohne, dass ich dich jetzt beleidigen will, aber du hast dich einfach nicht mit der Thematik beschäftigt.
Das stimmt. Wie wenig ich mich mit der Thematik, im Gegensatz zu dir, der führenden geistigen Kapazität auf diesem Gebiet, auseinander gesetzt habe, ist mir beim lesen deines eloquenten Artikels wieder aufgefallen. Ich muss da was verpasst haben. So ein Mist aber auch!

Nur so als Beispiel (ich find Zahlen super, die können nicht lügen):
Durchschnittliches Bruttoeinkommen pro Mitarbeiter (geschätzt): 2.500,-€
Ebenfalls Gefühlte Steuerbelastung 30%.

2.500,-€ + 750,-€ (im Monat/ AG Anteil) * 8.000 Mitbeiter * 12 Monate = 288.000.000,-€

Und wir wissen alle, wie nett das gerechnet ist. Krankheiten sind da nicht drin. Urlaube auch nicht. Firmenwagen, sonstige geldwerte Vorteile. VL. Weiß der Geier was alles. Mal abgesehen davon, müssen nu auch weniger Büros geheizt werden. Weniger Miete durch weniger Geschäftsstellen. Vielleicht sogar Mieteinnahmen durch Weitervermietung. Weniger Verwaltungsaufwand....

Das ist ne Menge, oder? Nein, man kann sich nicht mit 1.000.000.000,-€ zufrieden geben. Und dann mit den vorhandenen Mitarbeitern weiter nach mehr Erfolg streben. Das wäre mal Rückrat. Dann können die sich sowas von dusselig verdienen, das fände ich sogar gut. Wird aber nicht gemacht.
Und hier wird auch so getan, als wäre es der Ackermann persönlich gewesen, der den Gewinn gemacht hat. Dafür müsste der aber an vielen Schaltern stehen und ne Menge Sachen machen. Da kommst du aber mit 80 Stunden nicht mehr hin.
0815 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.05.2005, 07:56   #28 (permalink)
AW: Münti's Kapitalmeckern

Ok, dass Argument mit den Peanuts ziehe ich zurück.
Auch wenn man nur auf 3 Monate rechnen darf anstatt mit 12 (die 1,5 Mrd € sind Quartalsgewinn), so sind das bei einem Gehalt von 4000€ (inkl. AG-Anteil) immernoch knapp 100 Millionen €.

Trotzdem bleibe ich bei meinen oben genannten Aussagen. Jeder würde in Ackermanns Situation dasselbe machen.

Zitat:
Also zum letzten Teil: wenn ich deine Kommentare hier lese, bin ich ehrlich gesagt froh darüber. Wenn du an der Spitze eines Unternehmens stehen würdest, würdest du wohl derjenige sein, dessen Taschen immer voller werden, während deien Arbeiter, sich nichtmal getrauen zum Arzt zu gehen, zum einen, weil sie das Geld dafür nicht haben, zum anderen, weil sie die Zeit dazu nicht haben und ständig in der Furcht leben müssen, doch krank geschrieben zu werden und damit bei dir ihre Arbeit zu verlieren.
Nein, ich denke nicht.
Schon alleine aus dem Grund, dass man den Imageschaden aus so einem Verhalten gar nicht reparieren kann. Aber auch menschlich gesehen, wäre das falsch.

Zitat:
Deine Behauptung führt, wenn man es weiter denkt, zu einer Gesellschaft, wo Menschen mehr wert sind als andere, nur weil sie Geld haben.
Würde mich mal interessieren, aus welcher Aussage du das ableitest. Ich sage lediglich, dass die meisten Manager zurecht mehr verdienen, da sie auch dementsprechend viel leisten (im Gegensatz zu so manchem Aufsichtsrat).
Abgesehen davon herscht sowieso ein enormer Mangel an fähigen Managern weltweit, sogesehen treibt die Nachfrage den Preis hoch.
Desweiteren legen Manager sehr selten ihr Gehalt selber fest. Auch wenn sie sicherlich durch Erfolg mit einer Steigerung rechnen können.

Zitat:
Das stimmt. Wie wenig ich mich mit der Thematik, im Gegensatz zu dir, der führenden geistigen Kapazität auf diesem Gebiet, auseinander gesetzt habe, ist mir beim lesen deines eloquenten Artikels wieder aufgefallen. Ich muss da was verpasst haben. So ein Mist aber auch!
Danke für deinen Zynismus. Sowas braucht man am frühen Morgen.
Ernsthaft: Du hast die Aussage aus dem Zusammenhang gerissen. Die bezog sich nicht auf Ackerman sondern auf die von Münte so verachteten Privat-Equity Firmen, von denen du oben selber ja noch gesagt hast, sie würden "die Unternhehmen anoym aufkaufen und zerstückeln und dann mit Gewinn weiterziehen". Was wie gesagt falsch ist.
Cold Blood ist gerade online   Mit Zitat antworten

Alt 12.05.2005, 22:03   #29 (permalink)
AW: Münti's Kapitalmeckern

bitte sagt das es ganz toll is,dass ich dieses spiel gepostet hab*lol*
http://www.games.de/content/view/1993/1/

mein rekord nach 2 mal probieren,550!
__________________
Captain-Subtext ist gerade online   Mit Zitat antworten
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