Meine alten Gedichte


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Alt 04.04.2004, 13:44   #1 (permalink)
Meine alten Gedichte

Ich dichtete früher einmal, vieleicht gefällt es euch.
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DIE ZERFALLENE STADT

Ein grosses Schloss im tiefem Wald,
gebaut aus Stein der dunkel und alt,
einst war dies hier ein schöner Platz,
niemals beschrieben in einem Satz.

Erbaut mit Blut,
dem Wasser der Flut,
körperlicher Kraft,
und des geistes Saft.

Kein Wort man hört,
nichts die Stille stört,
das Leben nimmt hier seinen Lauf,
und die Sonne geht ganz langsam auf.

Spuren von Menschen sind noch zu sehen,
alte Statuen die immernoch stehen,
zerfallene Strassen - die lang und weit,
dies war einst ein Ort voll herrlichkeit.

Ich stehe hier und träume lang,
wie hier wohl einst mal Musik erklang,
wie schöne Mädchen an mir vorrüber gehen,
und wie die Soldaten hier wache stehen.

Ich stell es mir vor,
das eiserne Tor,
was Tonnen wiegt,
und hier in Teilen vor mir liegt.

Ich schreite hindurch - ein schöner Traum,
das es nicht real ist merke ich kaum,
viel getummel - tu ich hier sehen,
inmitten des Platzes bleibe ich stehen.

Ich schaue mich um,
und obwohl alles Stumm,
kann ich hören wie sie gehen,
und wie die Fahnen im Winde wehen.

Ein schönes Bild - ich träume lang,
es gar nicht mehr vergessen kann,
wie schön es einst war -das träume ich mir,
und Stunden später stehe ich immernoch hier.

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DIE GLORREICHE STADT

Eine glorreiche Stadt,
das Licht leuchtet matt,
Lautenspiel klingt durch die Gassen,
ich kann es kaum fassen.

AB 'Denhil wird diese Stadt genannt,
im ganzen Lande glorreich bekannt,
Elfisches Werk ist all das hier,
sicher fühlen sich Mensch und Tier.

Glorreiche Helden betraten dieses Land,
ich umklammere das Schwert in meiner Hand,
zum Himmel schau ich hinauf,
Immer weiter ich hinein lauf... .

Nur Lachen und Freude sehe ich an diesem Ort,
im geheimen will ich nie wieder fort,
doch ich weiß bald ist es Zeit,
und mein wahres Ziel ist noch weit.

Eine Nacht lang will ich bleiben hier,
sehr gut schmecken soll das Bier,
die Betten sind weich und duften gut,
am nächsten Morgen fass ich wieder neuen Mut.

Langsam verlasse ich die glorreiche Stadt,
das licht leuchtet noch immer matt,
Lautenspiel klingt mir noch lange im Ohr,
es war ein Traum so kommt es mir vor.


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FIBULA ISLAND

Weites grünes Land,
Strände aus feinen Sand,
eine Stadt aus Silber und Gold,
Fibula bleibe ich hold.

Den Leuchtturm kann ich sehen,
den Wind spühre ich wehen,
das Meer peitscht die Felsen nieder
hierher komme ich immer wieder.

Wälder so dicht,
ich schaue dir ins Gesicht,
ich sehe dir die Freude an,
wo es wohl schöner seien kann.

Ein Wolf heult bei Nacht,
eine Hyäne lacht,
ein Drache Feuer speit,
ihr wisst wo ihr jetzt seit.

Tanz und gelächter ab und zu,
ich wüsst was ich jetzt gern würd tu,
ein Tag lang ohne Last und Sorgen,
vergessen wir einmal das Morgen.

Der nächste Tag der kommt bestimmt,
das Leben uns immer weiter trimmt,
doch dieses Einod klein,
wird immer mein Zuhause sein.



Ich denke das reicht erstmal, alle zu posten dauert zu lang.
mfg FaDam.
FaDam ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 15.04.2004, 15:58   #2 (permalink)
so eigentlich bin ich ja gar nicht hier... aber mir ist sterbenslangweilig und büffeln hängt mir zum hals raus... also pause... und zeit genug um meinen pflichten etwas nachzukommen...

also erst mal willkommen im kreis der schreiber...

und als nächstes würd ich dich gerne drum bitten für jedes deiner gedichte einen eigenen thread zu eröffnen... der übersicht zuliebe falls doch mal wieder eine diskussion ausbrechen sollte... ist so leichter über das betreffende gedicht zu diskutieren...

so und nun zu deinen gedichten:

ich find du hast die thematik toll eingefangen durch die wortwahl... vor allem hast du mal ein ganz für hier eben neues thema damit angeschnitten...

was mir besonders an "die zerfallene stadt" gefällt ist wie du strophe um strophe alles auarbeitest... die beschreibung in der ersten... wie du in der zweiten darauf eingehst wie alles enstanden ist... bei der dritten strophe würde ich nicht nur auf die einsamkeit in dieser umgebung schließen, sondern auch auf de ruhe die der wald vermittelt... das leben die menschen... einfach wunderbar beschrieben... und auch der übergang, dass es nur eine traumvorstellung ist, das ist dir gut gelungen... was mich aber in der mitte ein wenig stört: es fehlt in der struktur die harmonie... also die unterschiedlich langen verse...

Zitat:
Ich stell es mir vor,
das eiserne Tor,
was Tonnen wiegt,
und hier in Teilen vor mir liegt.
das ist die betreffende strophe... am anfang noch schön harmonisch gehalten, aber der letzte vers stört den lesefluss ein wenig durch die länge... aber sonst ist dir das gedicht gut gelungen... die stilisischen mittel setzen alles dazu noch ganz gut in szene... nur das einzige was ich mir meist bei solchen gedichten noch wünsche ist ein in sich stimmiges versmaß, was alles nur noch mehr unterstreicht... aber ansonsten ne gute leistung...

Die glorreiche Stadt

also ich hab da auch schon wieder etwas was mir nicht ganz so gut gefällt... und wzar dieser vers:

Zitat:
Immer weiter ich hinein lauf... .
da fehlt auch wieder etwas harmonisches... wenn du es ein wenig drehst, kriegst du das ganz leicht hin... also wie folgt zum beispiel: Immer weiter hinein ich lauf... .
das würde schon reichen und alles wäre in sich stimmiger...

was dir hieran gut gelungen ist, ist der rahmen, den die erste und die letzte strophe bilden... hört sich gut an, und vor allem behält man dieses thema dann viel besser im gedächnis...

hm, zum letzte hab ich eigentlich auch nicht mehr zu sagen, als gut erfasst und niedergeschrieben... eine schöne szene die man sich durch die wortwahl sehr gut vorstellen kann... du findest wohl immer die passenden worte um alles in szene zu setzen, hm? *smile*

okay, also das wars von meiner seite und ich hoffe, du beehrst uns bald wieder mit einem gedicht von dir... würde mich darüber sehr freuen... nur tu mir noch einen gefallen: schreib bitte immer unter deine gedichte, ob sie von dir sind oder ob du sie von einem anderen dichter hast... zwecks urheberrechte ect. weiteres dazu kannst du in der ankündigung hier im philo lesen... wäre dir sehr verbunden... denn ab und an prüfe ich ob ich die gedichte auch andersweitig finde und wenn dies der fall ist, müsst ihr als dichter mit diesen konsequenzen leben, falls euer oder der rechtmäßige dichtername nicht druntersteht... danke...

grüße taenzerin...
__________________
Ich glaube eher an die Unschuld einer Hure, als an die Gerechtigkeit der deutschen Justiz!

What can I say? (I don’t want to play) anymore
What can I say? I’m heading for the door
I can’t stand this emotional violence
Leave in silence

Depeche Mode - Leave in silence
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