Menschen mit Behinderungen - Wie steht ihr dazu?


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Alt 23.05.2004, 15:01   #1 (permalink)
Menschen mit Behinderungen - Wie steht ihr dazu?

Da es woanders angesprochen wurde, glaube ich ein solcher Thread könnte interessant sein.

Die Frage ist nun inwiefern ihr Erfahrungen mit behinderten Menschen gemacht habt und wie ihr auf sie zugeht. Ist das Thema für euch so weit weg, dass ihr nicht wisst, wie ihr mit diesen Leuten umgehen sollt? Wie seht ihr Behinderte als Teil in der Gesellschaft oder sind sie gar ein Thema/eine Gruppe für sich? Wer weiss überhaupt etwas über Behinderungen und für wen ist es ein Tabuthema weil man selber nichts damit zu tun hat?

Vielleicht kann man das ganze auch soweit ausbauen und die Frage stellen ob es durch Frühdiagnosen sinnvoll ist, Kinder mit Behinderung erst gar nicht auszutragen wie es mittlerweile bei Down Syndrom "erkrankten" Babies der Fall ist.

Na denn macht mal. ich bin sehr gespannt und mir ist bewusst, das dies für manch einen ein heikles Thema ist. Aber keine falsche Scheu! Seid ehrlich und stört Euch nicht dran, dass es hier auch User gibt, die familienintern von Behinderungen betroffen sind. Es interessiert mich wirklich wie die Allgemeinheit damit umgeht und das ganz unverblümt. Ihr braucht nicht jedes Wort 5 mal umdrehen um nicht als Depp dazustehen. Ich denke für die wenigsten Antworten wird man jemanden belächeln oder ihm gar etwas zum Vorwurf machen.
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Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2004, 15:09   #2 (permalink)
also ich muss ehrlich sein .. bis zu meinem "Sozialpraktikum" im Februar in den Behinderten werkstätten , hatte ich nicht viel ahnung von behinderten un auch nicht viel mit ihnen zu tun. doch seitdem weiß ich mehr un hab auch meine scheu verloren. die zeit dort war richtig cool. hat spaß gemacht mit denen zu arbeiten. es ist immer was los und wird nie langweilig. die überwiegend geistig behinderten dort haben eine , sicherlich manchmal gewöhnungsbedürftige direkte art mit menschen umzugehn. auch ich hatte am anfang probleme damit , doch mit der zeit hat sich das gelegt. Was man einfach akzeptieren muss ist , dass eine person die viel älter als man selber ist , auf dem geistigen stand eines 3 jährigen ist .. aber ich denke ich hab das ganz gut geschafft.
auch das mit dem über behinderte lachen fand ich nicht so schlimm ... am anfang war ich erstaunt wie direkt die betreuer mit den behinderten umgegangen sind doch ich merkte das dies die beste umgangsweise ist. so wurden witze gerissen un manche behinderte verarscht. doch sie lachten mit und fanden ihre behinderung eher als "cool" an und nicht als schlimm .. un ich glaube das is genau das ziel ... jeder mensch ist anders ... un wenn jemand behindert ist, dann macht ihn das vl sogar zu was besonderem ...
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blaaa blaaa blaaa :cool2:
JayJay69 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2004, 15:17   #3 (permalink)
ich hab einen taubstummen cousin, für mich ist das nichts aussergewöhnliches... es ist was taubstumme eben betrifft sehr schwer sich richtig miteinander zu verständigen wenn man die gebährdensprache nicht anständig beherrscht... so wie es bei mir der fall ist, aber trotzdem finden wir da immer wieder einen weg zu reden...

dadurch dass ich auch oft mit meiner tante zu schulfesten von ihm bin seh ich da kein problem was die menschen betrifft... dann ham se halt irgendeine behinderung! mir doch wurscht! bin ja sozsuagen mit aufgewachsen und kenn das... nur was ich absolut nicht mag ist wenn sie dann etwas zu aufdringlich werden... ich weiss auch nicht, das liegt aber daran dass ich aufdringlichkeit allgemein hasse und dann schnell die flucht ergreife... egal wer es ist und wie er ist... bin da halt so...

was die frage mit der frühdiagnose betrifft kann ich darauf nicht antworten... ich weiss es ehrlich gesagt nicht wie ich da reagieren würde... ob ich nun sagen würde nein ich treib das kind ab doer ja ich will es haen... diese entscheidung könnte ich glaube ich erst treffen wenn ich wirklich schwanger und somit in dieser situation wäre.... denn da muss man sich eben wirklich schnell entscheiden ob und wie und überhaupt... ich weiss allerdings nciht ob ich persönlich das packen würde ein kind mit behinderung zu erziehen... ich weiss das echt nicht... ist eine seh schwere frage und da ich da jetzt nciht irgendwie sagen will jo klar ich würde das kind auf jeden fall austragen da dies wohl eine fette lüge wäre, da ich mich nicht entscheiden kann, sag ich lieber dass ich das jetzt nicht weiss und wir das dann sehen werden wenn es so weit ist... was ich aber bewundernswert finde sind frauen die ihre kinder trotz behinderung bekommen haben und so liebevoll mit ihnen umgehen als wären sie in usneren augen "normal" ... diese frauen haben wirklich allen respekt verdient da es nicht ganz einfach ist mit einem kind mit behinderung umzugehen... da braucht man manchmal auch starke nerven... ich wüsste ehrlich gesagt nicht ob ich das könnte, aber das hab ich glaub schon gesagt...
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Ich glaube eher an die Unschuld einer Hure, als an die Gerechtigkeit der deutschen Justiz!

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Schattentaenzerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2004, 15:17   #4 (permalink)
habe eine behinderte cousine die trisomie23 ("down syndrom") hat aber ich sehe sie seeeehr selten (ich glaube das letzte ma hab ich die vor 5 jahren gesehen) von daher kann ich nicht viel über die sagen
n cousin von nem kumpel ist geistig und körperlich leicht behindert , auch wenn er nicht immer alles versteht (besonders bei computern ) ) mit was man ihm dann zuplappert ist er doch n cooler typ find ich ^^
KRyo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2004, 15:22   #5 (permalink)
Eine Freundin von mir hat eine ältere Schwester mit dem Down-Syndrom und wir haben als Kinder mit ihr gespielt. Als Kind geht man noch recht unbefangen mit diesem Thema um und uns war zwar bewusst das sie "anders" ist als wir, doch wir haben gar nicht weiter darüber nachgedacht. Wir haben versucht ihr bei zu bringen wie man Farben richtig ausspricht, also z.B. "blau". Sie hat uns oft geärgert, hat unsere Schuhe geklaut wenn wir auf der Rutsche saßen und hat diese dann in die Brennesseln geschmissen, Kinderspiele eben.

Ich möchte meine Diplomarbeit im nächsten Jahr über das Thema "behinderte Eltern" schreiben, da ich im Laufe meines Jugendamtpraktikums im vergangenen Jahr ein geistig behindertes Ehepaar kennengelernt habe, die zwei kern gesunde Kinder zur Welt gebracht haben und ich dieses Thema sehr interessant finde.

Ich könnte später auch in diesem Bereich arbeiten, doch ich kann für mich ganz klar sagen das ich das nicht möchte. Mehr als die beschriebenen Erfahrungen habe ich eigentlich nicht, doch trotzdem habe ich da schon für mich ein wenig Schwierigkeiten mit. Wenn ich es aus der "Entfernung" betrachte, zum Beispiel für meine Diplomarbeit, ist es in Ordnung, doch ich möchte nicht intensiv einbezogen werden.
Ich kann nicht sagen warum ich das für mich so empfinde und ich könnte meine Meinung mit entsprechenden Erfahrungen sicher ändern, doch zur Zeit möchte ich das gar nicht.
Mir fällt es einfach schwer mit behinderten Menschen umzugehen, da gibt es für mich irgendwo eine Grenze.
Schlumpfine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2004, 15:31   #6 (permalink)
Zitat:
Zitat von jayjay69
auch das mit dem über behinderte lachen fand ich nicht so schlimm ... am anfang war ich erstaunt wie direkt die betreuer mit den behinderten umgegangen sind doch ich merkte das dies die beste umgangsweise ist. so wurden witze gerissen un manche behinderte verarscht. doch sie lachten mit und fanden ihre behinderung eher als "cool" an und nicht als schlimm .. un ich glaube das is genau das ziel ... jeder mensch ist anders ... un wenn jemand behindert ist, dann macht ihn das vl sogar zu was besonderem ...
Kann mich da nur anschließen. Und wie ich schon woanders sagte, ich find es schlimmer wenn man einen behinderten wie n Rohes Ei behandelt. Da kommt sich der behinderte doch wie ein kleines baby vor [ich gehe hier mal von Körperlicher Behinderung aus als Beispiel].

ich kenn selber auch einen Behinderten (das ist der gleiche den KRyo angesprochen hat ) ziemlich gut und ich kann ausser die -allerdings- gewöhnungsbedürftige Umgangsweise mit verschiedenen Dingen (u.a. in der Aussprache von ihm) keine Unterschiede feststellen zu "gesunden" Menschen.
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-JD- ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2004, 15:39   #7 (permalink)
Also meine Schwester hat auch Down Syndrom und ich bin damit gross geworden, für mich ist das was ganz normales. Durch sie kam ich auch ständig in Kontakt mit anderen Behinderten.
Jedoch, war sie immer meine Schwester und ich hab die Behidnerung an ihr einfach nichmehr wahrgenommen. Mein Zivi gab mir jetzt die Gelegenheit ich mit einer Vielzahl von Behinderungen auseinanderzusetzen und sie zu akzeptieren und mit ihnen zu leben.
Behinderte sind für mich auch nur Menschen. Menschen mit Fehlern, wie sie jeder von uns hat.
Ich werde dann auch in die Richtung weitergehen und Sonderpädagogik studieren.

Was das Nähebedürfnis mancher Behidnerter angeht, so muss man da auch klipp und klar sagen, "Nein, ich will das nicht." und sie notfalls auch wegschieben, wenn sie dich dann immernoch nicht loslassen. Das ist völlig legitim.

Wenn meine Frau schwanger wäre und dieses Kind behindert ist, egal in welcher Art (ob geistig ob körperlich) dann würde ich persönlich nicht abtreiben lassen, es sei denn die Behinderung ist nicht lebensfähig. Jedoch mache ich die Entscheidung von meiner Frau abhängig machen, weil sie das Kind ja schliesslich austrägt und würde dann auch hinter ihrer Entscheidung stehen.
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richieguitar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2004, 16:25   #8 (permalink)
Schön, dass sich einige bereits geäussert haben. Aber das müssen noch viel mehr werden.

Besonders schön finde ich die ehrliche Antwort von Schlumpfine, die einfach sagt das es für sie schwer ist, mit behinderten Menschen umzugehen. Was auch absolut verständlich ist, da diese Menschen oftmals ein Verhalten an den Tag legen (insbesondere was das Zugehen auf andere angeht), welches in unserer zeit einfach ungewöhnlich ist. Im Grunde ein Witz, denn Behinderte gehen zumeist einfach offener und schamloser auf Jemanden zu. Und das ist doch eigentlich ein normales Verhalten, was aber trotzdem auf Unverständnis stösst, weil man es einfach nicht mehr kennt.

Bislang haben auch einige hier ihre Erfahrungen mit Trisomie21 beschrieben. Das angesprochene Schuheverstecken und Ärgern ist absolut typisches Down Syndrom Verhalten. Ich muss auch jetzt schon wieder Grinsen weil ich es mir lebhaft vorstellen kann. Gerade Kinder mit Trisomie21 haben sehr oft einfach nur Quatsch im Kopf und spielen gern den Kasper oder stellen einfach Blödsinn an. Ich find' das super und das rebellisch-bockige (dabei aber zugleich liebenswert lebenslustige) Verhalten dieser Menschen macht sie zu etwas ganz Besonderem. Ich persönlich finde es regelrecht schade, dass aufgrund der heutzutage möglichen Frühdiagnostik immer weniger erkrankten Kindern die Möglichkeit gegeben wird ein Leben zu Leben. Das gilt natürlich auch für alle anderen Behinderungen.

Achja, um's dabei nicht zu vergessen. Ich habe selbst einen geistig behinderten Bruder. Er war für mich normal, aber so richtig mit anderen Behinderten umzugehen habe ich auch erst durch meinen Zivildienst gelernt. Ich denke auch das braucht seine Zeit und bedarf eines Kontakts der sich eben nicht nur auf "Ein mal im Monat einen auf der Strasse sehen" beschränkt. Deshalb kann ich auch jeden verstehen, der aufgrund mangelnder Erfahrungen verunsichert im Umgang mit Behinderten ist.

Und nun freue ich mich auf weitere Antworten
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Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2004, 16:35   #9 (permalink)
Hallo,
ich arbeite hier in Hessen bei der Versorgungsverwaltung, also
auf einem Versorgungsamt. Unsere Aufgabe ist es, bei Menschen
auf Antrag den Grad der Behinderung festzustellen. Anhand von
ärztlichen Befundunterlagen. Dadurch kenne ich natürlich die
Problematik, die täglichen Auswirkungen und die Benachteiligung
gegenüber Nichtbehinderten ganz genau. Mir sind in meiner 14-jährigen
Tätigkeit schon sehr viele Schicksale begegnet. Da ich täglich damit
zu tun habe, sind mir natürlich auch einige pers. ans Herz gewachsen.

Falls ihr konkret Fragen zum Thema "Menschen und Behinderungen" habt, stehe ich euch gerne zu Verfügung.

Gruß
Görki
MäcGörk ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2004, 16:37   #10 (permalink)
aKe
hm jo, ist ein thema mit dem ich mich noch wenig auseinander gesetzt habe, da mir einfach der kontakt zu entsprechenden menschen fehlt bzw. noch nie da war. das möchte ich ja unter anderem mit meinem zivildienst ändern

naja ansonsten ist mein umgang mit behinderten menschen, verhältnismässig normal. es beschränkt sich zwar auf, wie spreeward sagte "einmal im monat einen auf der strasse sehen", aber manchmal sprechen diese leute ja einen auch einfach mal an. wenn ich zum beispiel am bahnhof sitze, lese und einfach warte. ich bin dann jedenfalls keiner, der die einfach ignoriert, sondern antworte auf die fragen oder sowas
zum beispiel kam mal eine frau mit einem strauss blumen an.
"möchtest du eine blume für deine freundin haben?"
"danke, nein ich habe keine freundin aber ich würde gerne eine nehmen, komme aber nicht früh genug nach hause, die würde bei mir nur vertrocknen." (ich war noch solo, zu dem zeitpunkt )
"ich schenk sie dir gern"

naja ich hab die blume dann aber nicht genommen wär nur vertrocknet und ich hatte ehrlich gesagt auch keine lust die mit mir "rumzuschleppen".
was ich auch ganz nett finde ist, wenn manche behinderte menschen einem einfach so zuwinken. viele gehen dann einfach weiter und ignorieren das. ich winke da zurück.

aber ich muss auch irgendwo ganz ehrlich sein, dass ich manchmal, und ich denke das ist auch ganz normal, etwas ... hmm... versteht es nicht falsch, aber "abgestossen" reagiere. weil halt , je nach behinderung, das aussehen stark anders ist. na abgestossen is wahrscheinlich das falsche wort, eher überrascht oder so, weil es ja etwas unbekanntes und unerwartetes ist. aber ich würde niemals sagen, dass solche menschen weniger oder gar keine rechte hätten bzw. menschen von geringerer klasse sind.
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aKe ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2004, 17:04   #11 (permalink)
Auch ist der Sex unter behinderten kein Tabuthema für mich.
Wie Schlumpfine schon angesprochen hat, das ein behindertes Pärchen Kinder hat, also welche ohne geistige Behinderung, habe ich auch einen Fall bei mir. Und die Frau ist sehr stolz auf ihre Kinder und erählt jedesmal von ihnen. (auch wenn es manchmal etwas nervt )
Viele in der Werkstatt reden ganz offen darüber, das sie ein Sexleben haben, und manche holen sich sogar Tipps.

Ich habe unter den Menschen dort auch Freunde gefunden mit denen ich mich unterhalte und auch sage wann es mir nich gut geht.

Auch hat mein Zivildienst mit eienr Mannigfaltigkeit an Behinderungen konfrontiert. Da sah man, das es nicht nur die berühmte Trisonomie 21 gibt.

es gibt ja auch Autisten (und die sind nich so wie in Rainman) manisch Depressive, geistig Zurückgebliebene und auch slche die durch Sauerstoffmangel bei der Geburt oder durch Schlaganfälle, oder epillepitsche Anfälle zu Behinderten wurden.
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richieguitar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2004, 17:20   #12 (permalink)
Autisten sind trotzdem Hochintellegent oder? Hab ich mal gelesen glaube ich. Korrigiert mich bitte falls das eine falsche Vermutung ist

@ake´s letzten Satz: Das wäre dann ja auch wie im 3. Reich...
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-JD- ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2004, 17:27   #13 (permalink)
aKe
Zitat:
Zitat von -JD-
@ake´s letzten Satz: Das wäre dann ja auch wie im 3. Reich...

naja da wurde das praktiziert ... es gibt auch heute noch leute, die diesen menschen gerne jedwede rechte absprechen/ würden.
:P
nur weils heutzutage tabu ist und absolut nicht dem meinungskollektiv entspricht, heisst das noch lange nicht, dass es das nicht mehr in den köpfen der leute gibt.
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aKe ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2004, 17:29   #14 (permalink)
@JD, hochintelligent is das falsche Wort, aber ihre Denkstrukturen sind zum Grossteil nur auf ein Thema gerichtet, so das man mehr Gehirn dafür verwenden kann, und sie eine Begabung dafür entwickeln.
Aber ein sehr grosser Teil der Authisten ist nicht so wie Dusitin Hoffman in Rainman.
Weil oftmals läuft Authismus mit einer geistigen Behinderung einher.
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richieguitar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2004, 17:30   #15 (permalink)
ok, danke für die Erklärung
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-JD- ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2004, 20:11   #16 (permalink)
Mia
Erstmal muss ich sagen das ich dieses Thema sehr interessant finde.

Eine Behinderung kann körperlicher, geistiger oder seelischer Art sein. Jede Behinderung ist anders, sowie die Menschen, die sie haben.
Ich habe schon mit vielen "Behinderten" (irgendwie gefällt mir der Ausdruck nicht so wirklich) zutun gehabt.
Beruflich hatte ich bis zur meiner Elternzeit mit dem Schwerbehindertengesetz(SchwbG) gearbeitet. Neben dem Bearbeiten der medizinschen Unterlagen gehörte auch das Betreuende zu meinen Aufgaben. Dazu gehörte viel Kontakt mit den Betroffenen. Ich könnte euch total lustige, aber auch traurige Geschichten erzählen. Und ich muss sagen der Beruf erfüllt mich, ich möchte sogar sagen es war eine Bereicherung im sozialen Umgang. Man sollte die Leute nehmen, wie sie sind.
Viele haben eine so herzliche Art.

Desweiteren habe ich einen geistig behinderten Cousin. Entwicklungsrückstand mit authistischen Zügen und ich bin trotzallem immer wieder von seinem photographischen Gedächnis usw. erstaunt. Er kann zwar nicht lesen und schreiben, aber er weiss sich im Leben zu helfen, in dem er sich Zahlen, Buchstaben, Worte mit einem anderem System merkt, wo noch kein anderer hinter das wie gestiegen ist.
Er ahmt gerne seine absolute Bezugsperson (meinen Onkel) in jeder Hinsicht nach. Sei es in Kleidung, rauchen, essen, trinken etc. er hat einen Hang zu Übertreibungen und kennt seine eigenen Grenzen nicht, aber er ist einfach ein dufte Typ.

Mit mir lernte(Ausbildungszeit) ein spastisch gelähmter junger Mann, der einfach so normal wie möglich behandelt werden wollte. Wir versuchten das auch weitmöglichst umzusetzten. Wurde mit ihm aber nie "warm" was aber nichts mit seiner Behinderung zutun hatte, sondern eher mit seiner Art. Ein kleiner Schleimer halt.

So das war so das erste was mir zum Thema einfiel, später vielleicht mehr.
Mia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2004, 20:38   #17 (permalink)
Wir haben damals in der Ausbildung lernen müssen, für die behinderten Menschen
kein übertriebenes Mitleid zu empfinden. Wir haben das damals nicht verstanden.
Wir haben immer gedacht, gerade diese Menschen brauchen eine besonders ein-
fühlsame Behandlung. Aber der tägliche Umgang mit diesen Menschen hat gezeigt,
dass unser Ausbilder damals recht hatte: diese Leute wollen auch mit ihrer Behinderung
als ganz normale Menschen angesehen werden...ohne irgendwelche Sonderbehandlung
zu bekommen. Das verblüfft mich jedesmal aufs neue.

Neulich saß eine junge frau vor mir, die leidet an einer Polio (Kinderlähmung) und konnte
sich nur noch mühsam mit zwei Unterarmgehstützen fortbewegen. Sie kam nur ganz
ganz schwer aus dem Stuhl wieder hoch, und als ich ihr helfen wollte, sagte sie
energisch, dass ich das bitte unterlassen solle, da sie das selber können muss, denn
schließlich wär sie ja auch alleine zuhause und da müsse das auch klappen...

Diese Dinge passieren mir mit behinderten Menschen fast täglich und ich finde es auch
in ordnung, das viele so angesehen werden wollen. Sie gehören nun mal zu unserer
Gesellschaft dazu und werden auch immer dazu gehören.

Gruß
Görki
MäcGörk ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.05.2004, 16:06   #18 (permalink)
ich hab ja auch eine zeitlang in nem kindermitmachzirkus als betreuerin gearbeitet... wirhatten da nicht nur "normale" kinder die wir betreuen mussten... bei uns gibts eine schule für kids die eben eine behinderung haen... und da waren auch meistens mindestens 20 kinder dabei... ich finde grad für kinder ohne behinderung ist das eine super chance sich mit kindern die nicht so sind wie sie selbst zu beschäftigen... ist so besser für sie zu lernen dass das nichts schlimmes ist und dass diese kids nix dafür können und so lernen sie auch anständig mit ihnen umzugehen... eben ganuso wie mit ihren freunden... für uns wars zum teil aber ziemlich hart... als ich das dritte mal dort gearbeitet hab hatte ich ne gruppe die ich allein betreuen musste... (typisch stadt dass zu wenig betreuer eingestellt werden) darunter waren auch zwei kids von der astrid-lindgren-schule... es war echt anstrengend muss ich saen... ich weiss zwar nicht was die beiden hatten, weils mir egal war... kinder sind kinder, egal ob mit doer ohne behidnerung... die eine wollte nie was ohne ihre schwester machen und ihre schwester hatte nie lust was zu machen... sehr lustig... die schwester hatte übrigens keinen defekt (ums mal irgendwie anders auszudrücken)... dann hatt ich noch nen kerl in der gruppe der war viell so um die 11... mein gott eine kleine nervensäge das war manchmal echt grausam... klar er wollte aufmerksamkeit die hat er auch bekommen aber in selben maßen wie die andern 11 kids aus meiner gruppe... er hat aber auch zwei doer drei ermahnungen von unserem big boss bekommen da er genau wusste und das auch verstandenhatte dass er nciht über die markieurungen des geländes raus durfte und weil er dessen hund immer geärgert hatte weil unser chef den halt jedes mal einmal mitgebracht hat (obwohl der zirkus genügend tiere hatte) dass es auch streitereien unter den kindern gab war schon fast normal... auch mit meinem kerl gabsda ab und an kleine auseinandersetzungen die wir aber schnell lösen konnten... er war halt etwas mehr als hyperaktiv... das kann manchmal echt anstrengend sein... da hab ich echt wieder respekt vor den müttern die ihre kinder bekommen wollen trotz defekt wenn ich so dran zurückdenke... es war schon hart aber irgendwo erweitert man so schon seine soziale ader und ist auch fofener für menschen die nciht so sind wie wir selbst... ich habs ja net nur fürs liebe geld getan sonder weil ich spass dran hatte... ich weiss auch noch dass ne andere mal ein kind asu dieser schle betreut hat... sie war die einzgie betreuerin die alleine betreuen musste und alle andern waren zu zweit... die arme war nachmittags immer total fertig wegn dem mädchen weil die wirklich ein kleiner sturkopf war und nciht das tun wollte was sie sollte (z.b. für die vorstellung üben) und mit ihrer behinderung hat sie es sich selbst und uns nicht gerade leicht gmacht... fragt mich nicht was sie hatte... wie gesagt war und ist mir das ziemlich egal... kind ist kind und bleibt kind und genauso siehts mit dem ganzen rest aus... ich würd aber jederzeit weider dort arbeiten, weils mir so spass gemacht hat - uch wenn es oftmals sehr sehr anstrengend und nervenaufreibend war...
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Schattentaenzerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.05.2004, 06:56   #19 (permalink)
Stefan, das Kind meiner Arbeitskollegin ist Autist. Er ist ein total süßer Junge, aber es ist eben nicht leicht mit ihm. Manchmal erkennt er mich nicht- nur an "guten Tagen". Er lässt sich von niemandem angreifen, außer von seiner Mama, aber mit ihr kuschelt er auch dauernd. Und fremde Umgebungen machen ihm Angst. Man kann mit ihm nicht irgendwo hin gehen wo viele Leute sind.
Und, naja, er spricht nicht. Wenn doch, dann nur sinnlose Sachen (die für ihn natürlich eine ganze Menge bedeuten). Erst vor kurzem ist er eine Stunde lang im Kreis gelaufen und hat "Feuerwehrmann, Feuerwehrauto" gesagt.
Das sieht für jemanden der ihn nicht kennt komisch aus, aber man gewöhnt sich daran.

Aber...wenn man Autismus als Behinderung ansieht, dann muss man auch alle anderen psychischen Erkrankungen als Behinderung sehen.
Der Cousin von meinem Schatz, Gilli, ist Narzisst. Außerdem hatte er einige sehr starke Psychosen. Mit dem Narzissmus kann man gut umgehen, aber die Zeit, in der er die Psychosen hatte war nicht leicht. Ich beschäftige mich viel mit Psychologie und habe ihn deswegen ein bisschen besser verstanden als die anderen in seiner Familie, ich hatte wenigstens eine ungefähre Vorstellung davon was er durchmacht.

Naja, ich weiß nicht warum das so ist, aber Stefan sehe ich als Behinderten, Gilli nicht.

Wenn ich jetzt schwanger wäre (was ich, wie ich heute festgestellt habe nicht bin) und es würde sich bei der Fruchtwasseruntersuchung herausstellen daß mein Kind behindert ist- ich würde abtreiben.
Ich weiß, daß ich nicht die Kraft dazu hätte mich um ein behindertes Kind zu kümmern.
Sicher, wenn das ganze durch einen Unfall oder so passiert kann man es nicht ändern und ich würde das Kind dann auch nicht weggeben oder so, aber...

Eine Freundin hat ein Kind mit dem...wie heißt das...weiß ich nicht...irgendein Syndrom. Der Kleine (Kilian) ist schwerst behindert, körperlich und geistig. Er wird sein Leben lang ein Pflegefall bleiben. Man hat es in der Schwangerschaft nicht bemerkt.
Das ist doch kein Leben...auch, oder gerade für das Kind nicht.
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Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel, attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen. Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand, Martini in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend: "Wow, was für eine Fahrt!"
Mahr ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.05.2004, 16:24   #20 (permalink)
Zitat:
Zitat von Mahr
Das ist doch kein Leben...auch, oder gerade für das Kind nicht.
Und genau da kann man anfangen zu diskutieren. Ich arbeite unter anderem mit solchen Kindern und auch dort gibt es Dinge, an denen man ansetzt und wo es Fortschritte gibt.

Ein kleines Beispiel: Johannes aus meiner Klasse ist seit Geburt an schwerstmehrfachbehindert. Das heisst er ist aufgrund seiner Ganzkörperspastik an den Rollstuhl gefesselt, ist geistig derart eingeschränkt das er nicht sprechen kann und sich die meiste Zeit seines Tages die Finger in den Mund steckt, sich vollsabbert, gequält und hyperventilierend in alle Richtungen schaut und oft schreit. Sozusagen ein Paradebeispiel für einen Schwerbehinderten, den viele Menschen aus Scham und natürlichem Unwohlsein nicht einmal anschauen möchten und vielleicht auch sogar können. Was hat dieser Junge jetzt von seinem Leben. Die meisten sagen: Nichts! Ich hingegen sage, dass dies niemand beurteilen kann, der sich nicht mit diesem Menschen beschäftigt hat. Aufgrund seiner Behinderungen ist er natürlich sozial derart isoliert und ausgebremst, dass man annehmen könnte, er wäre gar nicht fähig überhaupt einfache Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Doch das stimmt nicht! Es ist zwar schwer und Bedarf einiges an Zeit, aber meine Erfahrungen haben mich da eines Besseren belehrt. So hat es sich mittlerweile sogar soweit entwickelt, dass dieser Schüler seinen eigenen Willen ausdrückt und mittels Körpersprache einfach zeigt, dass er einen Leben hat. Wenn er auf dem Wasserbett liegt und ich betrete den Raum ist es oft so, dass er sich aufrichtet und die Arme weit ausstreckt um mich zu greifen. Bin ich weit entfernt robbt er notfalls auch auf den Knieen zu mir. In seiner Sprache heisst das: "Ich will raus hier.". Es hat zwar unheimlich lange gedauert das zu erarbeiten und vor allem zu verstehen, aber es ist der Beweis für einen vorhandenen Willen und die Fähigkeit eben doch andere in beziehungen war zu nehmen. Und dies sind meiner Meinung nach essentielle Bestandteile eines Lebens, was viele einem solchen Menschen ohne böse Absicht einfach absprechen.
Natürlich wird auch Johannes ein Leben lang ein Pflegefall bleiben, aber es wird auch sein Leben lang Menschen geben, die in der Lage sind ihn zu pflegen. Ausserdem sind die Zeiten des dritten Reichs auch vorbei, in denen man Behinderte wegen "Lebensunwürdigkeit" vergast hat (rein allegmeine Bemerkung, nicht auf Mahr bezogen!!!) und wer ihn einmal hat Lachen gesehen, der wird eh nicht mehr über Sinn und Zweck seines Lebens nachdenken müssen.
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Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.05.2004, 16:48   #21 (permalink)
Ich muss Spree da zustimmen.

Wir haben einen auch mehrere Spastiker.
Mit allen entwickelt man mit der Zeit eine eigene Sprache oder fängt an ihr "Gelalle" zu verstehen.
Wir haben bei uns auch eine Gruppe von wirklich Schwerstbehinderten. Ich habe zwar mit denen wenig zu tun, bin denen aber, wenn ich ihnen begegne trotzdem aufgeschlossen und wende mich nicht ab.
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richieguitar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.05.2004, 17:56   #22 (permalink)
Ich find das Thema auch sehr interessant...

Mein Vater ist selber zu 60% Behindert, war es aber nicht immer, er hat eine Psychische Krankheit die mit den Jahren Schlimmer geworden ist, so das er von Jahr zu Jahr immer weniger alleine zurecht kam und auf Tabletten angewiesen ist um mit seiner Krankheit einigermaßen zurecht zu kommen...Aber allein kann er nicht mehr sein und braucht zwar keine plege aber immer jemmanden der bei ihm ist...Er wohnt in ner Wohngemeinschat mit 2 Freuden so das immer einer für ihn da ist...

Es ist so das auf einen ganz normal wirkt, dann gibts es Phasen wo er depressiv ist oder sich eben wie der könig der welt fühlt, wenn er seinte Medikammente nicht nimmt dann früht er dazu das er keine Kontrolle mehr über sich hat...

Ich hab mit meinem Dad erst sein nem Jahr wieder Kontact, nachdem er ne Lange zeit wegen der Krankheit untergetaucht war und keiner wusste wo er war...

Am Anfang hat ich regelrechte Angst vor ihm weil ich mit seiner Krankeit nicht zu anfangen wusste, als ich ihn dann besser kennenlernte dann enpfand ich auch mitleid bis er mit mal im normalzustand sagte das ich ihn wie einen normalen Menschen behanden und kein Mitleid haben soll...
Marquinho ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.05.2004, 18:47   #23 (permalink)
@ Marci

Hört sich sehr nach bipolarer Störung an.


Menschen mit psychischen Problemen sehe ich nicht als "Behinderte". Das sind Krankheiten die man mit der richtigen Therapie und Tabletten eventuell (!) wieder in den Griff bekommen kann, im Gegensatz zu dem was Spree beschrieben hat.
Naja, was Behinderungen angeht habe ich meine eigene Definition, die sich schwer erklären lässt.

Ich habe nie wirklich mit Behinderten zu tun gehabt, außer mit dem kleinen Kilian- das aber auch nur sehr selten. Vielleicht stelle ich mir das alles schlimmer vor als es wirklich ist, aber wenn ich ehrlich bin möchte ich auf diese Erfahrung gerne verzichten. Ich habe sehr schnell Mitleid mit anderen Menschen, man könnte sagen, ich opfere mich auf- und ich weiß nicht ob ich mich soweit von den Behinderten distanzieren könnte daß es mir selbst dann nicht schadet.

Ich hoffe, ich hab das so erklärt daß es auch jeder versteht. Es ist halt schwer zu beschreiben.
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Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel, attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen. Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand, Martini in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend: "Wow, was für eine Fahrt!"
Mahr ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.05.2004, 19:02   #24 (permalink)
Also meine Meinung zu Menschen mit Behinderung ist, das es in meinen Augen teilweise echt arme schweine sind.

Hab diese Einstellung aber auch erst seit meiner Zivildienstzeit, da ich 10 Monate lang mit behinderten Menschen zusammen gearbeitet hab. Und manche davon waren schon ganz extreme Fälle. Ich hab in dieser Zeit gelernt, die Menschen mit anderen Augen zu sehen. Und auch endlich als Menschen zu sehen und nicht nur als Krüppel, Spastis oder ähnliches, so wie ich es vorher getan hab.

Heute sehe ich sie als Menschen, denen das Schicksal sehr übel mitgespielt hat und hab teilweise auch Mitleid mit ihnen.
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K-Dog ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 27.05.2004, 19:32   #25 (permalink)
Zitat:
Zitat von Mahr
@ Marci

Hört sich sehr nach bipolarer Störung an.


Menschen mit psychischen Problemen sehe ich nicht als "Behinderte". Das sind Krankheiten die man mit der richtigen Therapie und Tabletten eventuell (!) wieder in den Griff bekommen kann, im Gegensatz zu dem was Spree beschrieben hat.
Naja, was Behinderungen angeht habe ich meine eigene Definition, die sich schwer erklären lässt.

Ich habe nie wirklich mit Behinderten zu tun gehabt, außer mit dem kleinen Kilian- das aber auch nur sehr selten. Vielleicht stelle ich mir das alles schlimmer vor als es wirklich ist, aber wenn ich ehrlich bin möchte ich auf diese Erfahrung gerne verzichten. Ich habe sehr schnell Mitleid mit anderen Menschen, man könnte sagen, ich opfere mich auf- und ich weiß nicht ob ich mich soweit von den Behinderten distanzieren könnte daß es mir selbst dann nicht schadet.

Ich hoffe, ich hab das so erklärt daß es auch jeder versteht. Es ist halt schwer zu beschreiben.
das kommt ganz drauf an...

er kann sich selber nicht mehr versorgen, kann nicht mehr arbeiten, musste teileweise hier in düren in dei psychatrie aber ich weiss nicht ab wann man einen menschen als behindert bezeichenet...sonst hatte ihm der staat keinen behierderten ausweiss ausgestellt...
Marquinho ist offline   Mit Zitat antworten
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