![]() |
|
Neue Unterschicht? Armut in DeutschlandPolitik Inlands-, Auslands-, Europa- , Finanzpolitik etc. |
|
|
![]() |
|
|
Themen-Optionen |
|
|
#1 (permalink) | |
|
Neue Unterschicht? Armut in Deutschland
Mein Politikprofessor hat kürzlich in der Tagesschau ein Interview zum Thema Armut und Sozialstaat gegeben.
Zitat:
Das ganze Interview ist hier zu finden: http://tagesschau.de/aktuell/meldung...F1_BAB,00.html Ich würde das ganze gerne instruktionslos zur Diskussion stellen.
__________________
Die beste Chance die ihr je hattet! (Ich war mit TV Smith pissen!) "Aus dem Hintergrund müsste Lahm schiessen." |
||
|
|
|
|
|
#2 (permalink) |
|
AW: Neue Unterschicht? Armut in Deutschland
Das Armut nicht ausschließlich die Schuld der Betroffenen ist, dem Stimme ich zu.
Allerdings ist es in meinen Augen schon ein Problem der Bildung. Eine bessere Versicherung gegen Armut/Arbeitslosigkeit gibt es nicht. Desto höher die Bildung desto geringer die Arbeitslosenzahlen. Deshalb bin ich auch dafür das man Leute "zwingt" zumindest eine Grundschulbildung im Sinne von 10. Klasse Abschluss mit entsprechender Prüfung zu absolvieren. Auch wenn dadurch einige noch bis 20 in der Schule sind, aber ohne diese Bildung sind die Chancen eh gering... |
|
|
|
|
|
|
#3 (permalink) |
|
AW: Neue Unterschicht? Armut in Deutschland
Wie wär's erstmal, wenn wir aufhören (bzw. der Staat aufhört), die Arbeitgeber vom Markt zu prügeln? Dann hätten wir nicht nur mehr Steuern, sondern auch weniger Arbeitslose, die davon bezahlt werden müssen.
Ich meine da so Aktionen wie unkündbare Mitarbeiter, solche, die die Lohne selber mal 'anpassen', Gewerkschaften, Streiks, wen zum Geier wundert da, dass niemand Arbeit geben möchte?! |
|
|
|
|
|
|
#4 (permalink) | |
|
AW: Neue Unterschicht? Armut in Deutschland
Zitat:
Die Politiker sind wenn überhaupt höchstens mitschuldig. Was wir auf jeden Fall brauchen - und da sind wir uns sicher alle einig - sind mehr Arbeitsplätze. Denn: Mehr Arbeitsplätze = wenige Arbeitslose, mehr Geld in der Rentenkasse, mehr Geld in der Kasse der Arbeitslosenversicherung.
__________________
Ladida
|
||
|
|
|
|
|
#5 (permalink) |
|
AW: Neue Unterschicht? Armut in Deutschland
Warum sollten Unternehmen die Gehälter ihrer Manager kürzen? Wir leben in einem (relativ) freien Land und es ist ihr gutes Recht.
Schuld ist das Volk (denn die Politiker sind nur Vertreter, keine Könige oder Diktatoren), das sich verzweifelt an die soziale Marktwirtschaft klammert und jeden Reformversuch im Keim erstickt (siehe Paul Kirchhoff).
__________________
Lüneburg |
|
|
|
|
|
|
#6 (permalink) |
|
AW: Neue Unterschicht? Armut in Deutschland
Naja, man mag von Kirchhoff und seinem Geseiber halten, was man will, aber generell geb ich Malte in sofern Recht, als dass gerade die Deutschen was...nennen wirs mal "revolutionäre Bestrebungen" angeht, doch sehr träge sind. Lässt sich ja sogar geschichtlich belegen - siehe Deutsche Sonderwegstheorie.
__________________
Become intellectual, get sexual, reach out for your aim but stay natural. All my friends I call, get political: The only chance to solve a problem global, stop acting criminal, stop killing animals and if you do it ,do respect their dignity. You better drop your gun, move on up upon - kill your egotrip its whats got to be done. *Cashma Hoody - I know* |
|
|
|
|
|
|
#7 (permalink) | |
|
AW: Neue Unterschicht? Armut in Deutschland
Zitat:
Off-Topic: Bist du FDP Wähler? Oder eher CDU?
__________________
Ladida
|
||
|
|
|
|
|
#8 (permalink) | ||||
|
AW: Neue Unterschicht? Armut in Deutschland
Zitat:
Zitat:
schade finde ich, dass herr butterwegge auf eine konkrete frage noch weniger antworten findet, als ein beliebiger politiker: Zitat:
Zitat:
aus kapitalistischer sicht argumentiere ich, dass o.g. persönlichkeiten arbeitsplätze generieren, was menschenwürdiger und nachhaltiger ist.
Off-Topic: bevor wer fragt: ich bin fraktions- und bildungsloser ultraliberaler nichtwähler
__________________
Das Benzin des Wassers wird proportional am Feuer gemacht. Aaron T. Richter man brauch keine jacke um ne Hopper-Mütze aufzuhaben asiatisches Sprichwort vergeben
|
|||||
|
|
|
|
|
#9 (permalink) | |
|
AW: Neue Unterschicht? Armut in Deutschland
Zitat:
Und wieso sprichst du von Volk? Wir leben doch nicht mehr im 3. Reich. Wieso sprichst oder schreibst du nicht vom Staat? OK, der Staat sind wir, sollte man meinen, aber wenn man sich mal die Möglichkeiten der demokratischen Kontrollen vor Augen führt, ist der Staat nur noch eine Handvoll Wirtschaftsschmarotzer. Fakt ist, dass die deutschen Unternehmen Gewinne einfahren wie noch nie zuvor und das bereits im dritten Jahr in Folge. Das ist auch der Hintergrund dafür, dass der Staatssäckel auf einmal so viele Steuern einnimmt – sogar mehr als zur Boom-Zeit der New Economy! Das ganze Gerede vom „Sanierungsfall Deutschland“ ist eine Lüge. Wir sollen weiterhin glauben, dass wir uns einschränken müssten, während die Aktionäre fette Renditen einstreichen. Wenn aber die Löhne nicht in angemessener Weise wachsen, fließen auch unzureichend Mittel in die sozialen Sicherungssysteme. Lohnzurückhaltung befeuert Sozialabbau! Damit nicht genug: Den „Standortvorteil“, den sich die deutschen Firmen mit unserem Lohnverzicht und den staatlichen Steuergeschenken verschaffen, nutzen sie, um sich am globalen Beutezug zu beteiligen. Unternehmen in anderen Ländern werden aufgekauft, die Löhne gekürzt und das Personal reduziert, die Produktion „restrukturiert“. Wenn das Unternehmen drei bis fünf Jahre später – ganz oder in Einzelteile zerlegt – wieder verkauft wird, streichen die Investoren nicht selten eine Verzinsung ihres Kapitals von über 20 Prozent ein usw. usw. usw. Bildung allein würde da auch nicht weiterhelfen. Sie würde bestenfalls dafür sorgen, dass Menschen die Hintergründe besser durchschauen. Und das soll ja wohl verhindert werden, genau wie das Aufkommen linker Parteien, die eine solche menschenfeindliche Wirtschaftspolitik an den Pranger stellen könnte. (siehe Interview des Professors) |
||
|
|
|
|
|
#10 (permalink) | ||
|
AW: Neue Unterschicht? Armut in Deutschland
Zitat:
Zitat:
Und die Arbeitgeber wollen ja nicht noch mehr Beschäftigte, für die sie wiederum Lohnnebenkosten bezahlen müssten.
__________________
»Einschlafen, fühl ich, will das Ding, die Seele, Und näher kommt die rätselhafte Nacht!« von Theodor Storm(1817-1888) aus "Ein Sterbender" |
|||
|
|
|
|
|
#11 (permalink) | |
|
AW: Neue Unterschicht? Armut in Deutschland
@carlogo: Hast du dir überhaupt mal eine Sache von dem durchdacht, was du hier schreibst? Hört sich nämlich eher so an als redest du das nach, was PDS, Bild und Co ständig von sich geben. Wirklich Sinn macht davon das wenigste.
@Ummon: So dumm finde ich es gar nicht (nur sehr überspitzt ausgedrückt). Deutschland ist nunmal in vielen Bereichen ein extrem unternehmensunfreundliches Land (in dem Zusammenhang würde mich mal interessieren von welchen "Standortvorteilen" carlogo spricht). Da geht es gar nicht mal um die hohen Löhne und Steuern, dass gehört zu Deutschland dazu. Die Details sind eher das Problem. Das fängt damit an, dass solche Leute wie carlogo, Münte und die PDS-Riege auf die Unternehmen schimpfen als wären sie die Ausgeburt der Hölle (dann sollen sie sich aber auch nicht wundern, dass alle gehen). Weiterhin haben wir in vielen Bereichen so idiotisch komplizierte Gesetzgebungen, dass viele kleinere Unternehmen sagen, dass ist mir zuviel Aufwand um in Deutschland Geschäfte zu machen. Zitat:
|
||
|
|
|
|
|
#12 (permalink) | |||
|
AW: Neue Unterschicht? Armut in Deutschland
Zitat:
Zitat:
Zitat:
außerdem könnte man das von cb skizzierte problem natürlich wie immer elegant umgehen, indem man einfach bedürftigkeit neu definiert ![]()
__________________
Das Benzin des Wassers wird proportional am Feuer gemacht. Aaron T. Richter man brauch keine jacke um ne Hopper-Mütze aufzuhaben asiatisches Sprichwort vergeben
|
||||
|
|
|
|
|
#13 (permalink) | |
|
AW: Neue Unterschicht? Armut in Deutschland
=Cold Blood
Zitat:
![]() |
||
|
|
|
|
|
#14 (permalink) | ||
|
AW: Neue Unterschicht? Armut in Deutschland
Zitat:
Und du quatschst nur den selben Scheiß nach. Das ist kein "Rundumschlag, weil mir die Argumente ausgehen", sondern ich bin einfach zu faul hier eine seitenlange Abhandlung zu schreiben, warum das alles falsch ist, was du hier schreibst. Vor allem weil es so wirkt als ob du wirklich nur PDS/BILD nachquatschst anstatt eigene Argumente zu bilden. Wie wäre es zum Beispiel, wenn du dich mal damit beschäftigst, wer für Unternehmen das Kapital zur Verfügung stellt und wer welches Risiko trägt. Danach wäre es nicht schlecht wenn du dich mal damit beschäftigst, nach welchen gesetzliche Vorschriften Unternehmen Gewinne berechnen müssen und was sich da in den letzten Jahren verändert hat (Übergang HGB->IAS). Und ein bisschen Wissen darüber, wie Wirtschaft im Allgemeinen funktioniert wäre auch nicht schlecht. ![]() Danach können wir gerne weiterdiskutieren. Abgesehen davon, hab ich dich oben schon gefragt, was du mit "Standortvorteilen" meinst, die wir angeblich in Deutschland (im Vergleich zu wem?) haben, Zitat:
@Dexter: Das ist ja das Problem. Man muss sich erstmal entscheiden, ob man die Arbeitslosigkeit mit Gewalt senken will, oder ob man lieber sicherstellt, dass die, welche Arbeit haben, das unter vernünftigen Bedingungen und mit angemessener Bezahlung können. Beide Ziele gleichzeitig funktioniert nicht. |
|||
|
|
|
|
|
#15 (permalink) | ||
|
AW: Neue Unterschicht? Armut in Deutschland
Zitat:
Gibt´s dafür keine staatlichen Zuschüsse? Und wer zahlt diese wohl? Zitat:
Hast Du etwa eine Glaskugel zu Hause? Übrigens hörst Du Dich so an als hätte die Indoktrinierung der INSM, und die diverser Politiker (einige auch für die Initiative "tätig"), bei Dir erfolgreich Wirkung gezeigt. Die Bild hat auch schon einige Artikel, gerade zum Thema Rente, in Zusammenarbeit mit einem Versicherungsträger die gesetzliche Rentenversicherung torpediert, und dies natürlich vollkommen uneigennützig.
__________________
»Einschlafen, fühl ich, will das Ding, die Seele, Und näher kommt die rätselhafte Nacht!« von Theodor Storm(1817-1888) aus "Ein Sterbender" |
|||
|
|
|
|
|
#16 (permalink) | ||
|
AW: Neue Unterschicht? Armut in Deutschland
Zitat:
Zitat:
Und das Krankenkassensystem leidet in erster Linie an strukturellen/organisatorischen Problemen. Wenn du irgendwelche Quellen hast (oder eigene Argumente) die begründen, warum dies nicht so ist, bzw. warum Deutschland kein Sanierungsfall ist, bin ich gerne bereit sie zu lesen. ![]() |
|||
|
|
|
|
|
#17 (permalink) | ||||
|
AW: Neue Unterschicht? Armut in Deutschland
Zitat:
Meine Meinung stützt sich nicht auf eine von Herrn Steinbrück´s vergangenen Äußerungen, sondern von Meldungen, welche ich im I-Net gelesen habe, über welche ich aber nicht Buch führe. Zitat:
Nennt man soetwas nicht die eigenen Bilanzen fälschen? Info´s stammen z.T. aus Bekanntenkreisen und wiederum nicht von Herrn Steinbrück. Und in welchem Maße dies geschieht werden wir wohl kaum aus dem Munde einer dieser Unternehmer zu hören bekommen. Zitat:
Wie viele sind denn z.B. im Jahre 2020 Vollbeschäftigt? Sind dies dann nur gebürtige Deutsche oder evtl. auch Migranten? Wie hoch ist die Lebenserwartung dann, im Durchschnitt, wenn das Gesundheitssystem zahlende Kunden eher/besser versorgt, wie immer das Gesundheitssystem dann auch aussehen mag? Ich bin kein Hellseher und hab auch keine Glaskugel. Zitat:
An dieser Suppe rühren Wirtschaft und Politik kräftig herum. Ich traue inzwischen keiner Schlagzeile mehr über den Weg. Da gab es, gerade in der Bild, Artikel zur "Rentendiskussion : Die Alten bestehlen die Jungen". Interview mit Bernd W. Klöckner (Anlage-Berater, Bestseller-Autor "Die Rentenlüge"), welcher u.a. für einen Versicherungträger tätig ist und private Renten abschließt. Da existiert wohl ein gewisses Eigeninteresse, das er die gesetzliche Rentenversicherung schlecht reden muß. Für mich ist er darum unglaubwürdig. Oder Bernd Raffelhüschen, Botschafter der INSM (wenn ich mich recht erinnere), welcher als Rentenexperte in den Medien tituliert wurde, und welcher ebenfalls noch für einen Versicherungsträger tätig ist, sprich Versicherungen an den Mann, und die Frau, bringt. Ebenfalls unglaubwürdig. Wenn die Arbeitnehmer den Ratschläger solcher Figuren folgen werden, würden sich die Arbeitgeber hierzulande die Hände reiben, vorrausgesetzt ihr Beitrag zur sog. Grundrente würde eingefroren oder sogar reduziert. Die Reformlüge existiert für mich schon deshalb, weil Reformen von Leuten gefordert werden, die außer ihrem Eigeninteresse nicht zu diesen Reformen beizutragen haben. Und auch die Auswirkungen machen sich für sie nicht negativ bemerkbar sowie für die die diese ausbaden müssen.
__________________
»Einschlafen, fühl ich, will das Ding, die Seele, Und näher kommt die rätselhafte Nacht!« von Theodor Storm(1817-1888) aus "Ein Sterbender" |
|||||
|
|
|
|
|
#18 (permalink) | |||||
|
AW: Neue Unterschicht? Armut in Deutschland
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Aber das klingt nicht besonders vertrauenswürdig, dass ein Rentensystem sich nur dann unter Umständen eines Tages rechnet, wenn (a) Vollbeschäftigung erreicht wird (b) die Deutschen wieder fleißig Kinder zeugen (c) die Immigration noch deutlicher ansteigt. Klingt in meinem Augen sehr Glücksspiel. Zitat:
Zweitens, welche Reformen meinst du? Wird sind ja erst dadurch in das Jetzt gekommen, weil es in den letzten Jahren keine nennenswerten Reformen gab, sondern nur Beitragserhöhung und ähnliches. Mit Reformen meine ich (am Beispiel Krankenkassen) strukturelle Änderungen. Mir will nunmal nicht einleuchten, wie ein System mit mehr als 300 gesetzlichen Krankenkassen einigermaßen ökonomisch arbeiten soll (was ja den Versicherten zu gute käme). Und das ist nur ein Beispiel für strukturelle Defizite. Das meinte ich mit meiner Frage nach Quellen und Argumenten, weil mich wirklich mal interessieren würde, was gegen strukturelle Reformen im Gesundheitswesen spricht. Zitat:
Aber wenn man dir so zuhört könnte man meinen Unternehmer wären egoistische Monster, deren einziges Ziel es ist die Arbeitnehmer auszubeuten. Abgesehen davon würde mich mal interessieren, welche Vorschläge denn so aus dem Lager der Arbeitnehmer kommen... |
||||||
|
|
|
|
|
#19 (permalink) | |
|
AW: Neue Unterschicht? Armut in Deutschland
Zitat:
Beispielsweise sind die AOK Hamburg und die AOK Rheinland-Pfalz vor einigen Wochen bis wenigen Monaten fusioniert. Ob´s weitere Fusionen geben wird, weiß ich nicht, nehme es aber an. Das gleiche ist bei den Rentenversicherungsträgern passiert. Sowohl die BfA als auch die LVA´en gibt es so nicht mehr. Das ganze nennt sich jetzt Deutsche Rentenversicherung Bund. Ebenso ist die Zahl der Berufsgenossenschaften durch Fusionen und ähnlichem etwas gesunken. Wie´s aussieht werden die Verwaltungsberufsgenossenschaft (mein Arbeitgeber) und die Berufsgenossenschaft der keramischen und Glasindustrie ebenfalls fusionieren. Das sind alles Schritte um den Riesenapparat etwas schlanker zu machen und Kosten in der Verwaltung zu sparen. (Ob hierbei auch jemand seine Job verlieren wird, weiß ich nicht. Ich bin aber zuversichtlich, dass sich bemüht wird, dass keiner bzw. kaum einer entlassen wird. Stattdessen könnte ich mir vorstellen, dass man eher ältere in Vorruhestand schickt oder ähnliches.)
__________________
Ladida
|
||
|
|
|
|
|
#20 (permalink) | |||
|
AW: Neue Unterschicht? Armut in Deutschland
Zitat:
Wieviele Politiker sitzen in irgendwelchen Aufsichtsräten diverser Versicherungen, und wie glaubhaft ist solch ein Politiker wenn er lautstark Reformen fordert die den oben angesprochenen Weg einschlagen wollen? Zitat:
Ich halte diesen Ausdruck für maßlos übertrieben um Interessen durchzusetzen zu können. Damit meine ich nicht die Interessen einer Verkäuferin bei Aldi. Man kann natürlich glauben was man will, aber es gab genügend sog. Rentenexperten, welche sich via TV pro private Vorsorge ausgekotzt haben, bei denen sich später herausstellte sie waren nebenbei für einen Versicherungsträger tätig (z.B. Bernd Raffelhüschen Berater der INSM). Wenn ich mich recht erinnere hat ein Prof. Dr. Johann Eeckhoff (Botschafter der INSM) ebenfalls die private Rentenvorsorge befürwortet. Das schafft nicht gerade viel Vertrauen. Zitat:
2. Was die Gewerkschaften anbelangt... Bei einigen oberen Funktionären kann einen schon mal der Schein trügen, nur besteht eine Gewerkschaft nicht ausschließlich aus oberen Funktionären, sonder auch aus der sog. Basis. Diese Basis stellt die organisierte Belegschaft dar. Und die wird wohl kaum Politik machen die sie selbst nicht leben muß. Und selbst die oberen Funktionäre zahlen Steuern und Sozialabgaben, und wie sieht es bei den Politikern aus? 3. Abschaffen der 1€-Jobs, da diese bestehende sozialversicherungspflichtige Jobs gefährden. Rente mit 67? Alte arbeiten länger und Junge kriegen keinen Job. Wenn nicht mehr Jobs geschaffen werden, wird eine Generetion von "Unterschichtlern" geboren. Arbeitsangebote für die Alten (und das fängt schon bei 40-jährigen an) verbessern. Politisch geht da meist nur wenig, aber von Seiten der Unternehmer/Konzerne/Arbeitgeber eine Menge. Der Mindestlohn usw.usw. ... Aber das sollte Dir ja nicht unbekannt sein.
__________________
»Einschlafen, fühl ich, will das Ding, die Seele, Und näher kommt die rätselhafte Nacht!« von Theodor Storm(1817-1888) aus "Ein Sterbender" |
||||
|
|
|
|
|
|
|
#21 (permalink) |
|
AW: Neue Unterschicht? Armut in Deutschland
Also erstmal ist diese "neue" Unterschicht garnicht so neu. Die gibts schon lange...
Das Problem heute ist dass sie immer größer wird, aber auch das war schon viel früher der Fall. Schuld daran ist einerseits eine verherende Sozialpolitik und Steuerpolitik über die letzten 3 Jahrzehnte hinweg. Andererseits eine mindestens ebenso schlechte Bildungspolitik, und auch die Wiedervereinigung. Zur Sozial- und Steuerpolitik: Man hat es bisher so gehandhabt, dass wenn es mehr Sozialkosten gab, einfach Abgaben und oder Steuern erhöht hat. Dies führte zu einem verminderten Konsum. Das wiederum kostete weitere Arbeitsplätze und führte wieder zu mehr Sozialkosten. Als die Abgaben und Steuern langsam unangenehm hoch wurden, begann man Sozialleistungen zu kürzen, was aber wieder zu weniger Konsum führte. In der jüngsten Zeit wurde sogar beides gemacht, Sozialleistungen extrem gekürzt und Abgaben und Steuern extrem erhöht. Was aus dem Konsum (oder Konjunktur wenn man so will) wurde ist ja bekannt... "Geiz ist geil" Die einzigste Möglichkeit dem effektiv entgegen zu wirken, ist es diesen Kreislauf um zu kehren. Das heist Steuern und Abgaben extrem senken, den Konsum so steigern, dadurch entstehen Arbeitsplätze und die Sozialkosten sinken während die Einnahmen steigen. Das muss man allerdings gegenfinanzieren. Und das wird verdammt teuer... aber es ist zu machen, man müsste die Sozialsysteme privatisieren, Goldreserven verkaufen, Subventionen streichen, Staatseigentum veräussern, Militärgerät exportieren.... eben jeden Cent zusammenraffen den man irgendwie locker machen kann. Zur Bildung; Gymnasium, Realschule, Hauptschule heute: Studium-jeder Job, Handwerk-Handel, Arbeitslos-Hilfsarbeiter Die Hauptschulen sind heute doch nur noch die Absteigen für spätere Arbeitslose oder Hilfsjobber ect. Hauptschule heist keine Perspektive. Und das wiedrigste, das entscheidet sich nach 4 Jahren Grundschule. 4 Jahre Grundschule entscheiden über ein ganzes Leben als Loser oder Gewinner, das darf einfach nicht sein. Daher brauchen wir eine Schule für alle. Und zwar auf Gymnasium Niveau. Danach entscheidet man: Ausbildung, Fachhochschule, Studium. |
|
|
|
|
![]() |
| Themen-Optionen | |
|
|
< |