Pharmaindustrie erhöht die Preise


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Alt 16.12.2004, 23:13   #1 (permalink)
Pharmaindustrie erhöht die Preise

Bin jetzt zu faul eine Quelle zu suchen, aber in den Nachrichten wurde angekündigt, dass bald schon die Preise für Medikamente und somit auch der Pflichtanteil des Patienten bis zu 15% steigen werden. Grund dafür soll eine bislang bestehende Preissperre gewesen sein, die der Pharmaindustrie in den letzten 2 Jahren nicht ermöglichte, die Preise anzuziehen.

Wenn ich mir überlege, dass ich innerhalb der letzten anderthalb Wochen wegen einer Zyste an der Zahnwurzel ziemlich genau 50€ für Medikamente (Antibiotika, Schmerzmittel, Enzympräparate) hinlatzen musste, hoffe ich nun aus finanziellem Grund umso mehr im nächsten Jahr weder krank, verletzt oder behandlungsbedürftig zu werden. Sowas muss man sich dann erstmal noch leisten können

P.S.: Mädels, auf die Pille gibt's nen 9%igen Aufschlag.


Na, damit mir keiner vorwirft ich würde Blödsinn erzählen oder ganz ohne Fundament arbeiten, hier doch noch ein Link zum Thema:

http://www.tagesschau.de/aktuell/mel...836040,00.html
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Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.12.2004, 08:43   #2 (permalink)
AW: Pharmaindustrie erhöht die Preise

Wir sollten alle mehr Medikamente nehmen, dann verdient die Pharmaindustrie mal so richtig. Wir werden alle Krank, brauchen noch mehr Medikament und die Pharmaindustrie macht soviel Kohle das die Preise wieder gesenkt werden können.
Ergo, viel Geld für die Pharmas, Apotheken schießen wie Pilze aus dem Boden und die Rentenkassen quellen über weil wir alle mit 60 an den Nebenwirkungen verrecken. Was will man mehr? Freßt Pillen! Der Industrie zuliebe
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Mr. White ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.12.2004, 17:59   #3 (permalink)
AW: Pharmaindustrie erhöht die Preise

Zitat:
Zitat von Mr. White
Freßt Pillen! Der Industrie zuliebe
lol...und ich dachte dem Dealer im Club zuliebe

Aber mal Ernsthaft...ich WILL nie wieder krank sein...mal abgesehn von den 20 Mark die man dem Tührsteher beim Doc in die Finger drücken muss...irgendwann, in naher Zukunft wird krank sein, und dann wieder genesen wirklich zu einem Luxusgut verkommen. Warum nur frag ich mich?
overdose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.12.2004, 18:36   #4 (permalink)
AW: Pharmaindustrie erhöht die Preise

Warum, frage ich mich, geht das hier allen ausser Euch beiden, total am Arsch vorbei? :confused:
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Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.12.2004, 18:47   #5 (permalink)
AW: Pharmaindustrie erhöht die Preise

Zitat:
Zitat von Spreeward
Warum, frage ich mich, geht das hier allen ausser Euch beiden, total am Arsch vorbei? :confused:
Evtl. weil die meisten eh über Zeuger versichert sind, und sich darum keine Sorgen machen müssen. Oder einfach die drei bösen bösen lieblings Buchstaben der Deutschen:

I.M.E.

was soviel heisst wie ISS MIR EGAL!
overdose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.12.2004, 19:02   #6 (permalink)
AW: Pharmaindustrie erhöht die Preise

Ach so viele Papa-Versicherte gibt's hier meines Wissen im Verhältnis gar nicht. Und selbst wenn das alles der Papa bezahlen muss, gibt's irgendwann zu Weihnachten keine Playstation 5 mehr. Oder die Klingeltöne sind nicht mehr drin. Sauerei!

Ich tippe auch eher auf I.M.E., eine wunderbare Grundhaltung. Naja, muss ja jeder selber wissen.
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Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.12.2004, 01:22   #7 (permalink)
AW: Pharmaindustrie erhöht die Preise

Medikamente wären doch mal etwas das subventioniert werden könnte. Der Staat & die EU subventionieren soviel unnützes Zeug (zB. Landwirtschaft & Tabak!!), es könnten doch ein paar, oder auch alle, dieser sinnlosen Subventionen gestrichen werden. Das Geld könnte man dann prima für Medikamente & Forschung ausgeben. Man sollte die Firmen natürlich kontollieren, um abzocke zu verhindern.

Und so weiter bla bla bla.... vielleicht etwas unüberlegt, weil mir das nötige Hintergrundwissen fehlt, aber im Ansatz ok.
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Mr. White ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.12.2004, 14:27   #8 (permalink)
AW: Pharmaindustrie erhöht die Preise

Medikamente werden teurer, um bis zu 15 % ? Na, wenn das mal keine ordentliche Preissteigerung ist

Ich habe noch ein halbes Jahr meinen "Befreiungausweis" und kann mir das ganze noch beruhigt angucken... scheisse ist es trotzdem. Denn wenn ich mal für meinem Mum etwas in der Apotheke geholt habe, oder meine Freundin mir erzählt wieviel sie da manchmal ausgibt, ist/war das schon alles teuer genug.

Ich meine, okay jeder will Leben, und wenn möglich auch mit nem guten Gehalt. Es bietet sich ja an alles von uns zu nehmen. Wir sind reich und haben ohne Ende Kohle - nehmt euch was ihr braucht! Zum Glück bin ich eher wenig krank und ich hoffe echt, dass es auch aus diesem Grund so bleibt!

Und dann wunder sich die Leute, warum 2 Millionen Deutsche keinen Bock mehr haben arbeiten zu gehen und ihr Geld lieber morgens im Sozialamt abholen? Wenn das alles so weiter geht, dann haben wir Durschnittsverdiener bald auch nicht mehr mehr Geld in der Tasche als ein durchschnittlicher Sozialhilfeempfänger. Mal absehen davon, dass wir dann wohl auch die Autos abschaffen müssen und Zigaretten nur noch durch Waffengewalt "gekauft" werden...

Mich regen Preissteigerungen bei so fundamentalen Dingen jedenfalls immer tierig auf! Und wenn es dann auch noch 15%! sind...

Achja, und das ganze läuft doch darauf hinaus, dass wir nicht mehr die besten Medikamente verschrieben haben wollen, sondern die billigsten?
__________________
Gruss
faulwurf
faulwurf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.12.2004, 09:52   #9 (permalink)
AW: Pharmaindustrie erhöht die Preise

@spre: schon mal was von docmorris gehört?


in holland sind die medikamente billiger, weil es dort keine pharma-mafia gibt und von arzt wirkstoffe, statt teurer markenmedikamente verschrieben werden.

in holland ist es so:
wenn man am pimmel friert dann kauft man sich eine günstige jeans

in deutschland ist es so:
wenn man am pimmel friert, geht man zum arzt (vorschrift, denn jeans gibt es nur auf rezept)
der arzt berechnet dafür der kasse ein beratungsgespräch, röntgt dich (wegen der abschreibung seines röntgenapparates - jedenfalls stellt er der kasse eine rechnung, auch wenn er manchmal gar nicht röntgt), macht ein ekg und stellt dir dann ein rezept auf eine gucci-jeans aus.
der arzt hat in deutschland ja das privileg, dass er dem patienten nicht sagen muss, was er der kasse berechnet (und damit indirekt auch wieder dem patienten)

die gucci-jeqns bekommst du natürlich nicht bei h+m, sondern nur in der edelboutique (apotheke genannt), vorschrift in deutschland: jeans gibt es nur in edelboutique, und auch nur welche von gucci.
in der edelboutique muss ein verkäufer mit unidiplom die jeans herausgeben. dafür bezahlst du ihm dann noch mal 20 euro.

langer rede kurzer sinn:
manchmal hilft eine einfache frage:
gibt es noch ein günstigeres medikament, das die gleichen wirkstoffe enthält?
diese frage kann man auch mal bei docmorris stellen, denn so manches medikament kennt man in deutschland nicht, aufgrund von der pharma-mafia geforderter zulassungsbesimmungen ( neue medikamente ausländischer hersteller brauchen jahre, bis sie für deutschland eine genehmigung erhalten, während bayer, hoechst und co die sofort erhalten).

bei docmorris sparte man vor kurzen auch die rezeptgebühr. jetzt nicht mehr glaub ich.
die medikamente kommen innerhalb von 1-2 tagen mit der post. docmorris empfiehlt sich besonders bei chronisch kranken.

www.docmorris.com
kwatschiman ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.12.2004, 19:34   #10 (permalink)
AW: Pharmaindustrie erhöht die Preise

Bislang war mir diese Online-Apotheke wenig Begriff. Für chronisch kranke oder Langzeitpatienten ist das auch vielleicht eine Alternative (auch wenn ich persönlich schon nicht selber entscheiden sollte, welche Tabletten die Richtigen sind), aber meistens weisst Du vorher nicht, dass Du Medikamente brauchst. Und wenn, dann sind sie meist sofort nötig und der Patient kann keine 2 Tage warten. Ich hatte Zahnschmerzen und brauchte sofort was gegen Schmerzen und Entzündung. In dem Fall ist eine Lieferung dann sogut wie ausgeschlossen.

Das Beispiel mit der Hose hat mich sehr zum schmunzeln gebracht, auch wenn es eigentlich nicht zum lachen ist
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Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.12.2004, 08:56   #11 (permalink)
AW: Pharmaindustrie erhöht die Preise

Ich musste heute erst fies bluten...nachdem sich übers Wochenende bei mir der gesundheitliche GAU eingestellt hat. Es fing an mit leichtem Unwohlsein, und Abgeschlagenheit...dann Nachts kam Kotzen dazu...dann Flitzek. dann Fieber...dann Schnupfen, Husten, Kopfschmerzen sowiso....wie ihr an meiner Schrift seht bin ich immer noch nicht wirklich fit. Ich habs heute erst geschafft zum Doc zu kommen...vorher war ichz nicht in der Lage das bett zu verlassen....also volle bandbreite....und somit auch volle bandbreite an Medikameten....haben mich unterm Strich 45 Euros gekostes....das wars wohl mit dem zusatzgeschenk üfr die freundin
overdose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.12.2004, 13:21   #12 (permalink)
AW: Pharmaindustrie erhöht die Preise

Zitat:
Zitat von Spreeward
P.S.: Mädels, auf die Pille gibt's nen 9%igen Aufschlag.[/i]
Na toll, als wär die nicht eh schon teuer genug!
Vielleicht sollte man da mal ernsthaft über Alternativen nachdenken.
Schlumpfine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.12.2004, 08:50   #13 (permalink)
AW: Pharmaindustrie erhöht die Preise

@spree: ja da hast du recht. für chronisch kranke ist es i.o. oder auch für die ausstattung der hausapotheke, wozu ich auch mal schmerzmittel zähle.

die zeit ist etwas zu lang, wenn man sofort was braucht.
ich habe eine zeit in südamerika gelebt. da hatte ich eine farmacia vor der haustür.
die angestellten dort wissen so gut bescheid, dass man sich bei kleineren wehwehchen den gang zum arzt sparen kann. die haben mich immer bestens versorgt.

bei uns in der nähe war auch ein hotel mit deutschen touristen. wenn die was hatten (z.b. montezumas rache oder sowas) , dann sind die nach guter deutscher sitte erstmal zum hotelarzt, haben dort 100 dollar bezahlt und haben dann das gleiche bekommen, was sie auch direkt in der farmacia bekommen hätten.

die pille hat da übrigens einen dollar gekostet (allerding monatspackung) und konnte auch ohne rezept direkt in der farmacia gekauft werden.

wenn man es mal bei uns vergleicht, dann muss ja jede frau erstmal zum arzt und sich an der rezeption ein rezept holen, wofür der arzt dann der krankenkasse ein beratungsgespräch in rechnung stellt (obwohl der die patientin in 90% der fälle gar nicht sieht). dann muss sie damit in die sprichwörtlich teure apotheke (mit vorgeschriebenem, studiertem medikamentenausgeber) und dann 20 euro bezahlen.

insgesamt kostet die pille den verbraucher in deutschland somit (einschl. "beratung") bestimmt 100 euro und woanders 3 dollar.

dieses beispiel zeigt jetzt mal, warum die kassen hierzulande ständig die leistungen kürzen müssen, denn den ärzten ,apothekern oder pharmakonzernen kann man nix wegnehmen, weil sie ne lobby haben.
kwatschiman ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.12.2004, 16:46   #14 (permalink)
AW: Pharmaindustrie erhöht die Preise

Wenn ich ehrlich bin gefällt mir die Vorstellung von (ich nenne sie mal) "rezeptfreien Duty-Free"-Apotheken nun auch wieder nicht so recht.
In vielen Fällen ist es sicherlich so, dass keine ärztliche Voruntersuchung von Nöten ist, oder aber im schlimmsten Falle, einfach nicht geschieht. Trotzdem, aber da kann ich eh nur für mich sprechen, sind mir Medikamente ein gefährliches Greuel. Ich gehe bestimmt nicht sonderlich behutsam mit meiner Gesundheit um, aber bei Chemokram hört der Spass auf. Wenn es sich vermeiden lässt, nehmen ich gar nichts. Und darum lege ich grossen Wert darauf, dass mir ein Arzt auch nur das verschreibt, was nötig und vor allem ungefährlich ist. Das die Realität oft anders aussehen mag, vermute ich ebenfalls, aber ein Apotheker macht schliesslich vor der Ausgabe der Tabletten keinen Gesundheitscheck bei mir.

Da muss ein grössere Trennung innerhalb des Sortiments zwischen "Apotheken-" und "Ärzte-Arznei" vorgenommen werden. Sehe ich zumindest so.


Nur kurz zur Pille: Als die Tabaksteuer im letzten Schritt drastisch erhöht wurde, hat man noch über Raucher gelacht und war schadenfroh. Jetzt wo Pharmakonzerne die Pillenpreise hochschrauben (und das Beispiel von Kwatschiman spricht darüberhinaus für sich) dürfte allerdings jedem das Lachen vergangen sein. Salopp formuliert: Ficken tun 'se alle. Das wird teuer.
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Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 23.12.2004, 11:11   #15 (permalink)
AW: Pharmaindustrie erhöht die Preise

ich würde mal sagen, man ist als verbraucher mündig genug, um selber zu entscheiden, ob man vorher zum arzt geht.


ausserdem muss man das wissen der ärzte auch nicht überschätzen. ich habe da in den farmacias wunder erlebt, und da sind mir sachen gegeben worden, die besser geholfen haben, als alles was mir in deutschland von ärzten verschrieben wurde. ausserdem wurde ich da wirklich beraten, im gegensatz zu dem was in deutschland in den apotheken passiert. wenn ich da mal was frage, dann werde ich dumm angeschaut und der apotheker liesst mir mit vorwurfsvollen blick den beipackzettel vor.


sicherlich muss es auch eine rezeptpflicht für bestimmte medikamente geben. gibt es überall. nur in deutschland ist es nun mal aufgrund des sicherheitsdenkens hierzulande (am besten hosenträger mit gürtel) ausgeufert.

eine frau, die schon jahrelang die gleiche pille nimmt, muss alle drei monate zum arzt rennen, damit der arzt ein nicht stattgefundenes beratungsgespräch abrechnen kann. das ist doch nicht normal.
kwatschiman ist offline   Mit Zitat antworten
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