platonische Freundschaften?


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Alt 28.11.2006, 23:52   #1 (permalink)
platonische Freundschaften?

Hallo Mädels!

Wie glaubwürdig ist denn eine enge platonische Beziehung zwischen Mann und Frau? Ich meine jetzt ganz konkret:
Oft ein bis zwei Telefonate am Tag, Treffen mindestens einmal pro Woche und immer sehr ausgiebig.
Wenn man sich so gut versteht, müsste dann nicht eigentlich mehr drin sein, vor allem, wenn beide single sind???
Und an die Männer:
mal eine Frage zum Thema platonische Freundschaften: Wie rege ist denn da normalerweise der Kontakt? Ist das glaubwürdig, dass ein heterosexueller Mann tatsächlich nichts von einer Frau will, mit der er täglich ein bis mehrfach telefoniert und auch sonst ziemlich viel rumhängt? Oder meint ihr, er hat bloß Angst vor Sex? ;-)
Bettina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.11.2006, 18:31   #2 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

das kann man schwer verallgemeinernd beantworten. grundsätzlich ist so eine enge freundschaft zwischen männern und frauen etwas ungewöhnliches;
anderereits- wir leben nicht mehr im mittelalter. also wieso nicht? wenn für beide defintiv feststeht, dass da nix ist, kann das funktionieren. kann ich aus eigener erfahrung so bestätigen.
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Juna1986 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.11.2006, 09:22   #3 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

Hallo Juna,
danke für die Antwort, aber für mich steht's nicht so ganz fest. Ich frage mich außerdem, ob man, wenn man so eine Freundschaft führt, da eigentlich noch Platz für eine Beziehung mit jemand anders ist.
Bettina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.11.2006, 10:20   #4 (permalink)
BigDaddy
AW: platonische Freundschaften?

Also ich habe auch eine sehr gute Freundin mit der ich fast täglich telefoniere und wir sehen uns auch fast täglich da sie meine Nachbarin ist!! Wieso sollte das dann nicht glaubwürdig sein?? Wenn man sich schon ewig kennt und jeder alles vom anderen weiß und so weiter, kann man doch so viel Kontakt haben wie man will, wenn es einfach nur eine enge Freundschaft ist und auch dabei bleiben soll!!
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Alt 30.11.2006, 10:29   #5 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

Zitat:
Zitat von BigDaddy Beitrag anzeigen
Wieso sollte das dann nicht glaubwürdig sein??
weil die threaderstellerin eben mehr will. wenn einer mehr will ists um die platonische freundschaft schlecht bestellt. ansonsten heißt das alles natürlich erstmal gar nix.
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Dexter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2006, 00:02   #6 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

Zitat:
Zitat von Bettina Beitrag anzeigen
Hallo Juna,
danke für die Antwort, aber für mich steht's nicht so ganz fest. Ich frage mich außerdem, ob man, wenn man so eine Freundschaft führt, da eigentlich noch Platz für eine Beziehung mit jemand anders ist.
ich finde deine frage durchaus berechtigt und habe auch sehr viel über das thema nachgedacht. es ist immer situationsgebunden. es kommt darauf an, was dich mit dem menschen verbindet... wie man zueiander steht... u.s.w. - freundschaften sind für mich nicht abhängig davon, ob die person männlich oder weiblich ist. ich schätze einen menschen für das, was ihn ausmacht... für alle seine eigenschaften... und deswegen ist man befreundet.. da ist es mir gleich, obs ein mann oder eine frau ist. ich mache da keinen unterschied.
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Juna1986 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2006, 17:25   #7 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

Vielleicht ist da mein Gedankengang etwas wirr, aber bei meiner besten Freundin denke ich nicht über eine Beziehung nach - keine Ahnung, ob's da noch andere Gründe gäbe, aber so ein Frauenkörper macht mich halt nicht an.
Wenn ich ehrlich bin, war ich noch nie mit einem Mann befreundet, mit dem ich mir nicht auch eine Beziehung hätte vorstellen können - wenn wir beide zu haben gewesen wären.
Daher: ?

Zitat:
Zitat von BigDaddy Beitrag anzeigen
Also ich habe auch eine sehr gute Freundin mit der ich fast täglich telefoniere und wir sehen uns auch fast täglich da sie meine Nachbarin ist!! Wieso sollte das dann nicht glaubwürdig sein?? Wenn man sich schon ewig kennt und jeder alles vom anderen weiß und so weiter, kann man doch so viel Kontakt haben wie man will, wenn es einfach nur eine enge Freundschaft ist und auch dabei bleiben soll!!
Hallo Big Daddy,
aber warum soll es denn dabei bleiben? Wenn man sich gut versteht, hat man doch eigentlich ganz gute Aussichten, dass auch eine Beziehung funktioniert. Es sei denn, man findet den anderen körperlich abstoßend, aber so Leute habe ich nicht in meinem Freundeskreis.
Bettina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2006, 19:38   #8 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

Zitat:
Zitat von Bettina Beitrag anzeigen
Hallo Big Daddy,
aber warum soll es denn dabei bleiben? Wenn man sich gut versteht, hat man doch eigentlich ganz gute Aussichten, dass auch eine Beziehung funktioniert. Es sei denn, man findet den anderen körperlich abstoßend, aber so Leute habe ich nicht in meinem Freundeskreis.
körperlich anziehend.... körperlich abstoßend... das ist für mich irgendwie sekundär- da bin ich wohl anders eingestellt. wenn ich mit nem mann befreundet bin, muss ich mir nicht zwangsläufig immer gleich vorstellen, mit dem evtl. ggf. und irgendwann mal zusammen zu sein... ich verstehe aber, was du meinst. ist schwer zu trennen.
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Juna1986 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2006, 20:21   #9 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

Zitat:
Zitat von Bettina Beitrag anzeigen
Hallo Big Daddy,
aber warum soll es denn dabei bleiben? Wenn man sich gut versteht, hat man doch eigentlich ganz gute Aussichten, dass auch eine Beziehung funktioniert. Es sei denn, man findet den anderen körperlich abstoßend, aber so Leute habe ich nicht in meinem Freundeskreis.
Ích kann zwar nicht für BidDaddy sprechen, aber vielleicht lieben sie sich nicht?
Die Aussage "ihr versteht euch gut, warum versucht ihr es dann nicht mal mit einer Beziehung" finde ich sehr haarstreubend.

Off-Topic:
Dazu gabs doch erst vor kurzem ein Thema. Wo ist das denn hin?
Cold Blood ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2006, 22:03   #10 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

Zitat:
Zitat von Cold Blood Beitrag anzeigen
Ích kann zwar nicht für BidDaddy sprechen, aber vielleicht lieben sie sich nicht?
Die Aussage "ihr versteht euch gut, warum versucht ihr es dann nicht mal mit einer Beziehung" finde ich sehr haarstreubend.

Off-Topic:
Dazu gabs doch erst vor kurzem ein Thema. Wo ist das denn hin?
Mit der Liebe ist das so eine Sache - ich glaube, einige Leute haben da einfach zu große Erwartungen und warten immer auf den großen Knall. Unter Umständen wartet man da ein ganzes Leben drauf....
Ich kenne übrigens einige Paare, die nach dem Motto, das Du ablehnst, schon lange glücklich miteinander sind. Glaubwürdiger glücklich als manche andere, bei denen die Beziehung mit "echter Liebe" begonnen hat.
Bettina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.12.2006, 16:56   #11 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

Zitat:
Zitat von Bettina Beitrag anzeigen
Mit der Liebe ist das so eine Sache - ich glaube, einige Leute haben da einfach zu große Erwartungen und warten immer auf den großen Knall. Unter Umständen wartet man da ein ganzes Leben drauf....
Ich kenne übrigens einige Paare, die nach dem Motto, das Du ablehnst, schon lange glücklich miteinander sind. Glaubwürdiger glücklich als manche andere, bei denen die Beziehung mit "echter Liebe" begonnen hat.
Moment mal.... das klingt ein bisschen nach dem Motto: Nehmen, was man kriegt, bevor man als Omi im Schaukelstuhl landet...
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Juna1986 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.12.2006, 17:17   #12 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

Zitat:
Zitat von Bettina Beitrag anzeigen
Mit der Liebe ist das so eine Sache - ich glaube, einige Leute haben da einfach zu große Erwartungen und warten immer auf den großen Knall. Unter Umständen wartet man da ein ganzes Leben drauf....
Ich kenne übrigens einige Paare, die nach dem Motto, das Du ablehnst, schon lange glücklich miteinander sind. Glaubwürdiger glücklich als manche andere, bei denen die Beziehung mit "echter Liebe" begonnen hat.
Was unterscheidet denn eine enge Freundschaft von einer Beziehung? Eigentlich doch nur ein paar Küsse und Sex (in der Regel). Oder hab ich da jetzt was vergessen?
Also warum soll man für diese beiden Sachen eine gute Freundschaft riskieren? Ich kenne einige Menschen, die eine sehr gute Freundschaft verloren haben, bloß weil sie versucht haben das ganze Schema auf eine Beziehung zu pressen und damit gescheitert sind. Und wozu?
Cold Blood ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 02.12.2006, 21:50   #13 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

Zitat:
Zitat von Cold Blood Beitrag anzeigen
Was unterscheidet denn eine enge Freundschaft von einer Beziehung? Eigentlich doch nur ein paar Küsse und Sex (in der Regel). Oder hab ich da jetzt was vergessen?
Also warum soll man für diese beiden Sachen eine gute Freundschaft riskieren? Ich kenne einige Menschen, die eine sehr gute Freundschaft verloren haben, bloß weil sie versucht haben das ganze Schema auf eine Beziehung zu pressen und damit gescheitert sind. Und wozu?
Hallo Cold Blood,
Deine Definition von Beziehung finde ich ziemlich gut - ich würde noch hinzufügen, dass eine Beziehung im Normalfall näher und intensiver ist.
Zu dem, was Du über das Risiko schreibst, eine Freundschaft zu ruinieren: Wenn ich das jetzt mal ganz konsequent zu Ende denke, dann suche ich mir für Beziehungen nur noch Männer, die ich eigentlich gar nicht mag - da ist es dann nicht weiter schade, wenn man hinterher nicht mehr miteinander redet....
Jetzt mal ernsthaft. Ich finde, man sollte immer auch befreundet sein, alles andere ist Kinderkram und auf die Dauer ziemlich unbefriedigend.

Zitat:
Zitat von Juna1986 Beitrag anzeigen
Moment mal.... das klingt ein bisschen nach dem Motto: Nehmen, was man kriegt, bevor man als Omi im Schaukelstuhl landet...
Hallo Juna,
nein, dass soll eher heißen, den Prinzen auf dem weißen Schimmel gibt es nicht, und wenn ich die ganze Zeit auf ihn warte, verpasse ich vielleicht den netten Gärtner (oder was auch immer), der eigentlich auch viel besser zu mir passt.
Bettina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.12.2006, 22:57   #14 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

Zitat:
Zitat von Bettina Beitrag anzeigen
Hallo Juna,
nein, dass soll eher heißen, den Prinzen auf dem weißen Schimmel gibt es nicht, und wenn ich die ganze Zeit auf ihn warte, verpasse ich vielleicht den netten Gärtner (oder was auch immer), der eigentlich auch viel besser zu mir passt.


okay, na gut, dem stimme ich natürlich zu.
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Juna1986 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.12.2006, 00:02   #15 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

Hallo Bettina,

es gibt auch die Ansicht, dass eine echte Freundschaft viel tiefer geht als Liebe es je tun wird.
Solch eine Freundschaft muss nicht innergeschlechtlich begrenzt sein, ein Junge und ein Mädchen können sich beispielsweise kennenlernen und einfach die allerbesten Freunde durch dick und dünn sein, die sich alles erzählen, die über die intimsten Probleme sprechen und die füreinander da sind. Das ist nicht auf zwei Mädels oder zwei Jungs beschränkt. Das hat auch nichts mit Homosexualität zu tun.
Auch wenn sich zwei solche Freunde mal eine ganze Zeit nicht sehen, dann ist es beim Wiedersehen so, als hätte man sich erst gestern zuletzt getroffen, die Freundschaft geht weiter.
Bei so einer Freundschaft sollte man es sich sehr genau überlegen, ob man eine Liebesbeziehung eingehen will, mit dem Risiko, dass dann alles kaputtgeht. Hollywood macht uns zwar immer wieder vor, dass das ganz toll funktioniert, aber ich wäre da lieber vorsichtig.
Ein echter Freund ist auch noch in zehn Jahren für Dich da, ein Geliebter eventuell nicht mehr.
Das mögen andere ganz anders sehen, ist mir aber ziemlich schnurz, mein Fazit ist: Wenn Du nen echten Freund hast, dann zwinge ihn nicht in eine Beziehung sondern sei ihm eine echte Freundin.

Schönen Gruß,

Martin
linley ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.12.2006, 11:54   #16 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

Zitat:
Zitat von linley Beitrag anzeigen
Hallo Bettina,

es gibt auch die Ansicht, dass eine echte Freundschaft viel tiefer geht als Liebe es je tun wird.
Solch eine Freundschaft muss nicht innergeschlechtlich begrenzt sein, ein Junge und ein Mädchen können sich beispielsweise kennenlernen und einfach die allerbesten Freunde durch dick und dünn sein, die sich alles erzählen, die über die intimsten Probleme sprechen und die füreinander da sind. Das ist nicht auf zwei Mädels oder zwei Jungs beschränkt. Das hat auch nichts mit Homosexualität zu tun.
Auch wenn sich zwei solche Freunde mal eine ganze Zeit nicht sehen, dann ist es beim Wiedersehen so, als hätte man sich erst gestern zuletzt getroffen, die Freundschaft geht weiter.
Bei so einer Freundschaft sollte man es sich sehr genau überlegen, ob man eine Liebesbeziehung eingehen will, mit dem Risiko, dass dann alles kaputtgeht. Hollywood macht uns zwar immer wieder vor, dass das ganz toll funktioniert, aber ich wäre da lieber vorsichtig.
Ein echter Freund ist auch noch in zehn Jahren für Dich da, ein Geliebter eventuell nicht mehr.
Das mögen andere ganz anders sehen, ist mir aber ziemlich schnurz, mein Fazit ist: Wenn Du nen echten Freund hast, dann zwinge ihn nicht in eine Beziehung sondern sei ihm eine echte Freundin.

Schönen Gruß,

Martin


Hallo Martin,
zwingen kann man ja sowieso niemanden. So schlau bin ich auch.
Aber was Du über tiefe Freundschaft schreibst, ist eigentlich auch mein Ideal für eine Beziehung. Und eigentlich sollte ja auch die Liebe ein Leben lang halten - ich unterscheide jetzt klar zwischen Liebe und Verliebtheit.
Ich bin mir immer noch sehr unsicher, ob das ganze nicht eine Mogelpackung ist - der platonische beste Freund ist dann eigentlich der Mann für's Leben, und die wechselnden "Liebesbeziehungen" - na ja, man braucht halt auch was für's Bett, und Verliebtheitsphasen machen den Alltag interessanter.... Aber ernst zu nehmen ist das alles nicht, es kommt dann immer nur an zweiter Stelle.
Was Hollywood betrifft, kann ich nicht so mitreden, ich schaue mir den Kram selten an, ich dachte aber, die würden eher Liebe auf den ersten Blick propagieren, was ich völlig blödsinnig finde.
Es kommt mir immer noch feige vor, es bei der Freundschaft zu belassen, es sei denn, man sieht klare Gründe, warum eine Beziehung nicht funktionieren kann.
Im Moment fehlt mir ein wenig die Phantasie, um mir vorzustellen, wo die liegen könnten, aber vielleicht klärt mich ja jemand auf?
Bettina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.12.2006, 13:14   #17 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

bettina, ich kann deine argumentation schon nachvollziehen. nur... hast du denn keinen einzigen männlichen freund, mit dem du NICHT unbedingt was anfangen willst? das ist für mich unvorstellbar.
ich habe eine beste freundin und einen besten freund- und beide sind mir gleichermaßen wichtig, eher wie geschwister... sie stehen mir sehr nahe, wissen alles über mich und ich kann mit ihnen über alles reden. das hat sich über die jahre so entwickelt... ich muss aber zugeben, in diesen besten freund auch lange zeit verliebt gewesen zu sein. insofern ist es vielleicht ein schlechtes beispiel!!(bestätigt deine aussagen)... aber naja, für uns beide steht/stand fest, dass wir freunde sind und bleiben.
hmmm....was mir noch einfällt: beziehungen können kaputt gehen, aber freunde bleiben für immer...

diese grenze zu ziehen, zwischen liebe und freundschaft,ist äußerst schwierig. eine gute freundschaft ist jedenfalls keine schlechte voraussetzung für eine funktionierende beziehung, aber nicht grundlage....

weniger denken... täte uns allen gut.
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Juna1986 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.12.2006, 13:31   #18 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

Zitat:
Zitat von juna1986
... hast du denn keinen einzigen männlichen freund, mit dem du NICHT unbedingt was anfangen willst? das ist für mich unvorstellbar.

hmmm....was mir noch einfällt: beziehungen können kaputt gehen, aber freunde bleiben für immer...

diese grenze zu ziehen, zwischen liebe und freundschaft,ist äußerst schwierig. eine gute freundschaft ist jedenfalls keine schlechte voraussetzung für eine funktionierende beziehung, aber nicht grundlage....

weniger denken... täte uns allen gut.
Natürlich habe ich solche Freunde. Aber bei denen gibt es Gründe, warum es nicht mehr wird.
Z.B. habe ich einen Freund, den ich dafür mag, dass er ungeheuer extrovertiert ist und immer gute Laune hat - wenn ich den ständig um mich hätte, würde er mich zum Wahnsinn treiben.
Ein anderer Freund von mir hat große Probleme damit, auf andere Menschen zuzugehen, wenn er mein Partner wäre, würde mich das belasten, weil ich, wenn andere dabei sind, nicht immer Babysitter dafür spielen möchte, dass sich mein Freund auch wohlfühlt.

Und leider muss ich feststellen, auch Freundschaften können kaputt gehen. Das ist mir zwar erst einmal passiert - eine Freundin von mir hat meine Geduld und Hilfsbereitschaft schlicht und einfach zu lange überstrapaziert - aber unmöglich ist das auch nicht.
Außerdem glaube ich, dass gerade diese Konstruktion einer platonischen Freundschaft sehr leicht kaputt gehen kann - eine Bekannte von mir wurde von ihrem besten Freund abserviert, weil seine neue Freundin etwas gegen die Freundschaft hatte. Ich selber bin auch schon Beziehungen nicht eingegangen, weil ich ständig das dumme Gefühl hatte, gegen die allgegenwärtige beste Freundin nicht anzukommen. Ich habe mich als zweite Frau in seinem Leben gefühlt, quasi als Geliebte neben der langjährigen Ehefrau.
Verjage ich nicht auch andere Männer, wenn ich so einen symbiotischen besten Freund habe?
Ach so, und mit weniger denken habe ich dann doch eher schlechte Erfahrungen gemacht....
Bettina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.12.2006, 13:37   #19 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

hmmm... also mein freund hat kein problem damit, dass ich einen besten freund habe. zumindest wüsste ich von keinem.

das thema ist sooo schwierig.
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Juna1986 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.12.2006, 06:50   #20 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

Hallo


Platonische Freundschaften zwischen Männern und Frauen sind eine sehr schwierige, komplexe Sache....
Ich habe 2 sehr tiefe Freundschaften zu Männern gehabt, und beide haben sich schlußendlich in mich verliebt, haben mich dann umworben, bis auch ich Gefühle für den jeweiligen Mann in mir entwickelte.
Bei dem einen, nennen wir ihn B., habe ich nach einigen Wochen den Schlußstrich gezogen, ich konnte einfach nicht mit ihm leben!
Gefühle für ihn sind auch keine mehr da, und ich denke sie waren auch nie wirklich echt.
Zu dem anderen Mann nennen wir ihn P. habe ich noch immer Kontakt, und uns beide verbindet heute noch etwas, und wenn wir uns sehen, wird uns beiden ganz warm ums Herz. Befreundet sind wir noch immer, aber eben anders als zuvor...
Ich habe einen Freund, und das macht P. wahnsinnig, er ist ziemlich eifersüchtig auf meinen Schatz. Jedoch muss ich zugeben, dass es mich auch stört wenn er wieder eine Liebelei mit einem Mädchen hat.
Irgendwie wartet er noch immer darauf, mit mir eine Beziehung einzugehen, auch wenn er weiß, das ich ziemlich glücklich mit meinem Partner bin.
Die Anziehung ist jedoch weiterhin groß, und deswegen halte ich Abstand zu ihm!

Ich würde es lassen, die wenigsten Beziehungen gehen gut, wenn vorher Freundschaft im Spiel war. Besser ist Liebe auf den Ersten Blick, da sind die Empfindungen viel stärker!

Lg
Nives ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.12.2006, 08:25   #21 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

Zitat:
Zitat von Bettina Beitrag anzeigen
Außerdem glaube ich, dass gerade diese Konstruktion einer platonischen Freundschaft sehr leicht kaputt gehen kann - eine Bekannte von mir wurde von ihrem besten Freund abserviert, weil seine neue Freundin etwas gegen die Freundschaft hatte. Ich selber bin auch schon Beziehungen nicht eingegangen, weil ich ständig das dumme Gefühl hatte, gegen die allgegenwärtige beste Freundin nicht anzukommen. Ich habe mich als zweite Frau in seinem Leben gefühlt, quasi als Geliebte neben der langjährigen Ehefrau.
Aber warum willst du gegen sie ankommen? Warum könnt ihr nicht beide nebenher existieren?
Ich finde diesen "mein Ein und Alles" Ansatz so sinnlos. Wenn du mich vor die Frage stellen würdest ob ich dich (die Frau die ich liebe) oder eine enge Freundin verlassen soll, dann wärst es wohl immer du, die ich zum Teufel schicken würde, einfach weil Beziehung/Liebe hin oder her, sehe ich keinen Grund warum du eine dominante Stellung innehaben solltest.



Nives hat geschrieben, platonische Freundschaften zwischen Männern und Frauen sind eine schwierige Sache. Halte ich für falsch. Es sind immer äußere Einflüsse, die das ganze so kompliziert machen. Eben weil Freundschaften zwischen Mann und Frau anders betrachtet werden als gleichgeschlechte Freundschaften. Warum eigentlich? Gibt es dafür einen spezifischen Grund?

Freundschaften sind kompliziert? Nein, Liebe und Beziehungen sind kompliziert. Freundschaften werden erst kompliziert, wenn man sie kompliziert macht.

Ich hab eine einzige wirliche Männerfreundschaft, der Rest sind alles Frauen und das funktioniert ohne Probleme. Und einige dieser Freundschaften sind sehr eng. Trotzdem habe ich mit keiner dieser Frauen ein Liebesverhältnis und die meisten haben eine schon längere glückliche Beziehung aber das hat überhaupt nichts mit mir zu tun...
Cold Blood ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 04.12.2006, 09:09   #22 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

Hallo Cold Blood,
wenn ich den Rückmeldungen meiner Ex-Freunde Glauben schenken darf, bin ich weit davon entfernt andere einzuengen. Übrigens finde ich den "Ein und Alles" Ansatz auch zum Davonlaufen, eigene Freunde und Interessen sind etwas, das ich ganz klar von meinem Partner erwarte.
Was ich meine ist, ich habe keine Lust die Nr. 2 neben einer anderen Frau zu sein, und so habe ich das eben bisher nur erlebt und beobachtet. Wie ich bereits geschrieben habe, kommt es mir nicht ehrlich vor.

Aber wir sind ein bißchen davon abgekommen, was ich eigentlich wissen wollte:
Warum geht man mit seiner besten Freundin/seinem besten Freund keine Beziehung ein?
- aus Angst, denjenigen zu verlieren?
- weil man noch ein bißchen rumprobieren möchte, bevor man sich festlegt, und das natürlich nicht unbedingt mit jemandem tut, der einem wichtig ist?
- weil es da Charaktereigenschaften gibt, mit denen man nicht leben kann?
- weil der/die andere verliebt ist und deshalb das eigene Selbstwertgefühl hebt (Ich ahne schon den Protest, aber diese Konstruktion habe ich leider im wirklichen Leben öfters gefunden.)

Letzter Punkt war schlecht formuliert, ich meine, jemand der unerwidert und bedingungslos in einen verliebt ist, hebt natürlich mehr das Selbstwertgefühl, als jemand, der dafür etwas zurückbekommt.
Bettina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.12.2006, 22:28   #23 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

Zitat:
Zitat von Bettina Beitrag anzeigen

Aber wir sind ein bißchen davon abgekommen, was ich eigentlich wissen wollte:
Warum geht man mit seiner besten Freundin/seinem besten Freund keine Beziehung ein?
- aus Angst, denjenigen zu verlieren?
- weil man noch ein bißchen rumprobieren möchte, bevor man sich festlegt, und das natürlich nicht unbedingt mit jemandem tut, der einem wichtig ist?
- weil es da Charaktereigenschaften gibt, mit denen man nicht leben kann?
- weil der/die andere verliebt ist und deshalb das eigene Selbstwertgefühl hebt (Ich ahne schon den Protest, aber diese Konstruktion habe ich leider im wirklichen Leben öfters gefunden.)

Letzter Punkt war schlecht formuliert, ich meine, jemand der unerwidert und bedingungslos in einen verliebt ist, hebt natürlich mehr das Selbstwertgefühl, als jemand, der dafür etwas zurückbekommt.
Bettina, mich interessiert viel viel mehr, wieso dich dieses Thema so beschäftigt? Das muss ja seine Gründe haben.
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Juna1986 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.12.2006, 22:38   #24 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

Wieso wohl?
Einfach, weil ich das Gefühl habe, die ganze Sache ist nicht ehrlich - nicht nur von meiner Seite aus. Ich werde allerdings wohl meine Konsequenzen ziehen und den Kontakt abbrechen - ich möchte irgendwann eine richtige Beziehung, und ich sehe nicht, dass ich dafür neben der Symbiose mit meinem "besten Freund" noch Platz habe.
Ich hätte mich gerne von einem anderen Standpunkt überzeugen lassen - aber bislang hatte hier noch keiner schlüssige Argumente.
Bettina ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 04.12.2006, 22:45   #25 (permalink)
AW: platonische Freundschaften?

eine jahrelange freundschaft aufzugeben ist doch echt blöd!!! ich bitte dich...
du kannst den kontakt ja reduzieren, aber brich ihn bitte nicht ab, du machst einen riesigen fehler. und du verletzt die person, mit der du befreundet bist. und irgendwann wirst du den menschen vermissen.
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Juna1986 ist offline   Mit Zitat antworten
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