Schill wurde gefeuert


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Alt 19.08.2003, 19:17   #1 (permalink)
Schill wurde gefeuert

Hi Leudde

wie ich heute erfahren hab, wurde Ronald B. Schill vom amtierenden Bürgermeister Hamburgs entlassen.
Die Erklärung des Bürgermeisters Ole von Beust, "Er sei charakterlich nicht für den Posten des Innensenators geeignet." lässt, anfangs viel Freiraum für Spekulationen.
Tatsächlich soll es eine Art Erpressung von Schill gegen den Bürgermeister gewesen sein.
Schill drohte öffentlich zu machen, das Von Beust ein homosexuelles Verhältnis mit dem Bauminister haben soll.
Daraufhin enthob Von Beust den Innensenator Schill von seinen Pflichten. Gleichzeitig entliess er den Innenstaatsrat Walter Wellinghausen.

Schill, der zur gleichen Zeit auch eine Pressekonferenz abhielt, um Beweise für die Beziehung von dem Bürgermeister mit seinem Bauminister darzulegen.
Weiterhin erklärte er seinen kompletten Rückzug aus der Politik.
__________________
Der Himmel ist deshalb so grau, weil alles Blaue schon heruntergelogen wurde.
richieguitar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.08.2003, 22:32   #2 (permalink)
jo das habe ich heute auch mitbekommen, warten wir mal ab was in den nächstern tagen oder wochen noch so bekannt wird wegen der jetzigen entlassung von schill........

da läuft bestimmt wieder son hierterlister kampf um irgenwelche politiker die mist gebaut haben oder gelder oder was weiss ich was..........

so ner art grosser knall bevor alles ans tageslicht kommt...........
Marquinho ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.08.2003, 11:40   #3 (permalink)
Interessant zu dieser Situation, wie schonmal angekünkigt, alle bitte mal bei www.tanzverbot.com schauen...
Leviathan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.08.2003, 12:37   #4 (permalink)
Da musste ich auch schon dran denken

Jedenfalls hat Bela B. seinen Willen.
__________________
Die beste Chance die ihr je hattet!

(Ich war mit TV Smith pissen!)

"Aus dem Hintergrund müsste Lahm schiessen."
Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.08.2003, 12:39   #5 (permalink)
also verständlich ist es der hat auch scheisse agumentirt ich weiss jetzt net mehr was der als agument hatte aber es war schrott .
ich finde es gerecht fertigt das er den gefeuert hat
sweetangel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.08.2003, 10:57   #6 (permalink)
Ich finds super das der weg ist, war mir eh n bissl zu schwarzbraun angehaucht
__________________
Gleich reiß ich dir den Sack ab!
Mr. White ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 23.08.2003, 05:29   #7 (permalink)
Zitat:
Grüne Skepsis an CDU-Argumenten für Schill-Rausschmiß (22.08.03)

Hamburg: Blickt man dieser Tage in die bundesdeutsche Presse, so kann man überall eine geradezu ungezügelte Freude über die Absetzung Ronald B. Schills als Hamburger Innensenator feststellen. Eine Freude die so einheitlich zu Tage tritt, das dem einen oder anderen Leser fast wie von selbst das Wörtchen „Gleichschaltung“ in den Sinn kommen mag. Wer aber zwischen den Zeilen zu lesen versteht, bemerkt relativ rasch, daß es durchaus bemerkenswerte Zwischentöne gibt, die so gar nicht recht in das allgemeine Jubelbild passen wollen.

So merkte beispielsweise die Chefin der Grünen Alternativen Liste (GAL), Anja Haiduk, an, daß sie die Frage der angeblichen persönlichen und politischen Verquickung zwischen Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) und seinem von ihm ins Amt eines Justizsenators gehievten Intimus Roger Kusch (CDU) schon „wirklich gravierend“ finde. Gegenüber dem NORDKURIER gab sie an, daß sich durchaus vorstellen könne, daß das Thema „noch nicht ganz erledigt“ sei. Ähnlich sah dies gestern auch die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG, die gestern sinngemäß meinte, daß die Vorwürfe gegen von Beust durchaus weiterbestünden, auch wenn man Schill nun von seinem Posten entfernt hätte.

Dieser ist im Übrigen keineswegs gesonnen, die Sache auf sich beruhen zu lassen. In einem Interview mit der SPD-nahen HAMBURGER MORGENPOST erklärte er gestern, daß er von Beust wegen Verleumdung anzeigen werde.
Gleichzeitig betonte er nochmals, daß er sich die Geschichte über die angebliche Homosexualität zwischen von Beust und Kusch keineswegs aus den Fingern gesogen habe, sondern daß er über dieses Verhältnis von von Beust selber in Kenntnis gesetzt wurde. Anfängliche Ermittlungen gegen Schill wegen des Verdachts der Nötigung eines Verfassungsorgans sind inzwischen eingestellt worden.

Bemerkenswert an der ganzen Affäre ist, daß man sich in den Medien hauptsächlich auf die von Schill geäußerten Homosexualitätsbemerkungen konzentriert, während sie den damit verbundenen Vorwurf möglichen Ämterschachers oder Vetternwirtschaft geflissentlich unter den Tisch fallen lassen. Besonders offensichtlich wird dies auch in Reaktionen der SPD, die nach Auskunft des NORDKURIERS keinen Grund sieht, den Vorwürfen der Vetternwirtschaft des Hamburger Bürgermeisters nachzugehen, da diese auf den Aussagen Schills beruhen und „Aussagen eines verbal Amok laufenden Politikers“ sind, die von der Partei nicht zum Thema gemacht werden.

Denkbar ist als Motiv für diese Reaktion jedoch auch eine andere Variante. Indem man das Verhalten von Beust & Co. deckt und toleriert, sorgt man gleichzeitig dafür, daß für eigene Unterschleife und deren gab es in den Jahrzehnten Hamburger SPD-Herrschaft nicht wenig, von der Gegenseite gleichfalls ein Auge zugedrückt wird. Eine Krähe hackt nun einmal der anderen kein Auge aus, das ist in der tierischen Fauna ebenso wie in der parlamentarischen.
Schill:
Zitat:
Ich wäre durchaus damit einverstanden gewesen, wenn wir im heute tagenden Koalitionsausschuss über die so genannte Affäre Wellinghausen debattiert und zu dem Ergebnis gelangt wären, dass Herr Wellinghausen gehen muss. Aber in einem mir nicht nachvollziehbaren undemokratischen Verhalten hat Herr von Beust heute Morgen entschieden, mich und den Staatsrat um 9.30 Uhr einzubestellen. (...)

Was Herr Ole von Beust in Bezug auf eine etwaige Entlassung von meiner Seite gesagt hat, ist nicht richtig. Richtig ist, dass ich Herrn von Beust gesagt habe, dass es meinem Gerechtigkeitsempfinden in eklatanter Weise widerspricht, wie hier in wiederholtem Male mit zweierlei Maß gemessen wird.
[...]
Mario Mettbach ist Anfang des Jahres 2002 in die Schusslinien geraten, weil er beschuldigt wurde, seine Lebensgefährtin als persönliche Referentin angestellt zu haben. Ihm ist auch vom Bürgermeister vorgeworfen worden, dass er politische und persönliche Belange hier auf unkorrekte Art und Weise vermengt habe. Das kann man so sehen oder man kann es nicht so sehen.
[...]
Ich habe ihm mit keinem Worten gesagt, dass ich beabsichtige, und das ist der tief greifende Unterschied, beabsichtige, das in irgendeiner Art und Weise publik zu machen.
ueberulmen ist offline   Mit Zitat antworten
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