Schlagzeug autodidaktisch


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Alt 28.10.2005, 14:28   #1 (permalink)
aKe
Schlagzeug autodidaktisch

Hallo liebe Leute, heute mal ein anderes Thema als immer nur Musik die man schon hören kann der Weg dorthin ist auch nicht verkehrt.

Und zwar verbringe ich schon seit meinem 14ten Lebensjahr mehr oder weniger regelmäßig ne Menge Zeit hinter einem Schlagzeug. Man sagt mir nach ich hätte ein ziemliches Talent und bla bla, schließlich habe ich es ohne einen Fitzel Unterricht weiter geschafft als so mancher Unterrichtszögling und um in einer Band den Standardkram zu spielen reicht es locker, aber irgendwann verzeifelt man an der Systematik neue Dinge aus dem Ärmel zu schütteln. (Ja ein Schlagzeug ist durchaus systematisch aufgebaut und verlangt eine gewisse systematische Herangehensweise, um es richtig gut spielen zu können)

Spätestens dann, wenn man regelmäßig in einer Band spielt steht man bei den obligatorischen Coverversionen plötzlich vor einer Wand. Natürlich könnte man den einen Break, an dem man scheitert durch einen weniger spektakulären ersetzen, aber meiner einer hat nunmal gewissen Ehrgeiz. Und siehe da, nix da 8tel oder 16tel Note, nöööö Triolen, Quartolen und Entolen heisst das Problem vor dem man steht.

Zitat:
Zitat von etwas verwirrter aKe im Proberaum
"Bitte was?! Ich kann in einen 4/4 Takt im Prinzip soviele 8telnoten packen wie ich will? Ich dachte es gehen immer nur 8 rein..."
Ja, manch einer mag nun lachen, mich eingeschlossen, es handelt sich eigentlich lediglich um ein Anfängerproblemchen. Und jetzt kommt der Knackpunkt, man muss "eigentlich nur" an der Technik feilen, nachdem das Ganze theoretisch verstanden und verarbeitet wurde. Und oh Wunder, man setzt sich 5 Minuten hin und schon kann man Triolen spielen. Was das an neuen Spielmöglichkeiten und Varianten erschließt ist unglaublich.
Was sich allerdings als unheimlich schwer erweist ist, plötzlich 6 Jahre Gewohnheiten abzuschalten und die Technik maßgeblich zu erweitern/verändern. Einen 3-Triolen-2-Achtel Break in einen laufenden Beat einzuspielen ist dann wieder eine ganz andere Liga. Und das, obwohl es eigentlich ganz einfach ist, lediglich die Gewohnheit bzw. festgefahrene Gewohnheit, der eigene Stil, den man bisher verfolgte steht einem da im Weg. Das ist ne Menge Aufholbedarf und ich werde mir jetzt doch tatsächlich Unterricht nehmen. Ich brauche dringend nen Crash Kurs in Sachen Breaks, Triolen/Entolen und den ganzen Kram.
Was ich mit diesem Thema sagen möchte ist, ich empfehle euch, wenn ihr ein Instrument lernen wollt, dann vergesst das rein autodidaktische. Lasst euch Techniken und Stilmittel zeigen, mehr nicht. Den Rest könnt ihr zu Hause frei Schnauze und nach eurem Gefühl dann einsetzen. Wichtig ist auch, dass euch mal einer die gesamte Musiktheorie (Noten, Variationen u.ä.) erklärt bzw. euch wenigstens ein Buch empfiehlt in dem man das gut nachlesen kann.

Ich sass echt vor ne Wand, hab versucht Triolen zu spielen und hatte das Prinzip raus, dann kam der Koroded Schlagzeuger rein (hat irgendwen gesucht) und mir bei Gelegenheit netterweise noch was erklärt und gezeigt. Voilà, seitdem habbichs begriffen und es macht wieder gewohnt schnelle Fortschritte.

Ne gewisse Einführung ins Instrument wär nicht schlecht gewesen Klar wer seine Ansprüche an sich selbst niedrig genug stellt, der wär vielleicht mit meinen Fähigkeiten bereits voll zufrieden gewesen, aber das wär halt nur der durchschnittliche Drummer gewesen wer mehr und vor allem schneller lernen will, dem sei von vornherein Unterricht empfohlen

Danke für die Aufmerksamkeit.
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aKe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2005, 18:57   #2 (permalink)
AW: Schlagzeug autodidaktisch

öhm...ich verstehe deinen punkt nicht genau

wenn ich mich selber fortbilde, mir musiktheorie, zählzeiten etc draufziehe, bin ich dann kein autodidakt mehr? ähm.

ich spiele seit tausend jahren als autodidakt gitarre (dachte ich), der ein oder andere blick in ein notenheft oder lehrbuch bedeutet doch nicht, dass ich nun keiner mehr bin, oder doch? huch.

ich dachte autodidaktik hört da auf, wo einem jemand anders sagt was man zu üben hat. wenn man selber weiß, man hat hier und dort schwächen (triolen etc, bei mir warens eher ungerade zählzeiten wie 7/8, 11/8, 23/8 ) und arbeitet selber daran die zu beheben, dann is doch alles cool.

unterrichtsbedarf seh ich bei mir bisher nicht

p.s. mein schlagzeugspiel ist unterirdisch bis passabel, je nach form, beat und laune
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Das Benzin des Wassers wird proportional am Feuer gemacht.
Aaron T. Richter


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Dexter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2005, 19:17   #3 (permalink)
aKe
AW: Schlagzeug autodidaktisch

ja is schon klar. ich hab das bisher ja auch immer so gemacht. aber meistens schleichen sich hier und da doch so kleine fehlerchen ein, die dann schwer wieder rauszukriegen sind. und ich habe keine kategorisierung von autodidakten und nichtautodidakten vorgenommen

und da ich das schneller und möglichst faul hinkriegen will, nehm ich jetzt unterricht, das is alles
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aKe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2005, 19:19   #4 (permalink)
AW: Schlagzeug autodidaktisch

Zitat:
Zitat von aKe
dann kam der Koroded Schlagzeuger rein
proben die noch immer in der alten mühle, oder waren die zufällig in darmstadt?
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WE GOTTA TAKE THE POWER BACK!!!
porschinho ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2005, 20:31   #5 (permalink)
aKe
AW: Schlagzeug autodidaktisch

Zitat:
Zitat von porschinho
proben die noch immer in der alten mühle, oder waren die zufällig in darmstadt?

hehe neee die proben noch in der alten mühle, genau wie wir die waren zwar schonmal in darmstadt, aber da kannte ich die noch nicht falls du dich jetzt fragst, was das soll, darmstadt und alte mühle ich pendel regelmäßig rauf
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aKe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2005, 20:45   #6 (permalink)
AW: Schlagzeug autodidaktisch

Wenn man das so liest bekommt man den Eindruck das Schlagzeug spielen ein Klacks ist, ist es aber nicht. Ich finde es extrem fies, das ist "Multitasking" bei dem jeder Windowsrechner abrauchen würde
Einfach unbegreiflich wie man sich da bewegen muß. ich habe es selber nie über einen billigen 4/4 Takt hinaus geschafft, und selbst das hat sich eher nach Holzfäller angehört. Zu meiner aktiven Bandzeit habe ich immer Bauklötze gestaunt wenn unser Drummer losgelegt hat. Das ist einfach viel zu krass!

Hut ab vor allen Schlagzeugern!
Auch wenn ihr versoffene Freaks seid, in Sachen Taktgefühl und Motorik kann euch keiner was vormachen.

Das mußte mal gesagt werden.

PS: Schick mir doch mal eine Aufnahme von dir, oder euch. Das wär toll, weisst ja wohin.
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Gleich reiß ich dir den Sack ab!
Mr. White ist gerade online   Mit Zitat antworten

Alt 30.10.2005, 11:55   #7 (permalink)
AW: Schlagzeug autodidaktisch

Off-Topic:
komisch ich glaub meine 'neue beiträge' funktion is kaputt, der hier stand jedenfalls nich dabei


@ake: ok ja ich weiß schon, die kategorisierung hast du nicht vorgenommen, ich auch nicht wirklich ich halte eh nicht viel von kategorisierungen, und in diesem fall dürften die übergänge wohl fließend sein. ich mein...ein echter autodidakt dürfte ja auch nie eine band live sehen, sonst weiß er ja, dass zb die hihat auf und zugehen kann, ohne das selber herausgefunden zu haben

unterricht ist bestimmt in manchen fällen sinnvoll, weil ein anderer vielleicht eher schwächen etc erkennt und tipps zur behebung derselben geben kann. allerdings ist die problematik: guten-lehrer-finden auch sehr schwierig und aufwendig...

@mr white...da hast du recht...gerade dieses multitasking etc kommt einem aber auch bei anderen instrumenten zugute...deshalb versuche ich neben der gitarre auch andere instrumente wie schlagzeug, keyboard etc zu zocken...das hilft dann bei manchen sachen wirklich...zb kann ich die o.g. 'krummen' taktarten auf der gitarre erst wirklich zocken, seit ich die durch schlagzeug bzw percussion begriffen habe. ok seitdem denke ich auch immer, mein effektgerät wär ne bassdrum, aber na gut
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Dexter ist offline   Mit Zitat antworten
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