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SehnsuchtGedichte und Geschichten (unbekannte Dichter) Ihr habt ein neues Gedicht oder eine Geschichte geschrieben? Bitte postet es hier... |
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Sehnsucht
hi leutz
auf den wunsch von der tänzerin poste ich meine geschichte hier auch ![]() viel spaß beim lesen greetz Toastao Sehnsucht: .........Jahr für Jahr verging. Ich lag noch immer in meinem Sarg und schlief. Mittlerweile müssen schon einige Jahrzehnte vergangen sein, die Welt wie sie nun zu sein schien, klang anders als die, die ich damals verließ als ich mich zum schlafen hinlegte. Jedoch sollte ich bald aufwachen um sie zu erkunden und um angst und schrecken unter den Menschen zu verbreiten. Während all der Zeit die ich hier lag und schlief gingen mir sehr viel Gedanken durch den Kopf, zum teil auch sehr wirre Träume. Doch waren es fast immer ein und die selben Themen um die sich meine Gedanken und Träume bewegten. Sie handelten so gut wie alle um Sehnsucht und Einsamkeit, zwei dinge die mich mein leben lang begleiteten und wie es aussieht auch noch in alle Ewigkeit begleiten werden. Oft erinnerte ich mich während meines Schlafes zurück an die Zeit in der ich noch ein Mensch war und daran wie ich zusammen mit meiner Freundin wunderschöne stunden zu zweit verbrachte. Aber diese Gefühle die dabei entstanden hielten nicht lange an, sie wurden kurze zeit später sofort in Schmerz umgewandelt. In den Schmerz allein zu sein und verlassen geworden zu sein, verlassen von Menschen die mir einst sehr viel bedeutet hatten, verlassen von denjenigen für die man immer da war. Oft ging mir schon zu meiner Zeit als Mensch die frage, nach dem „warum“ durch den Kopf? Warum verlassen einen die Leute, obwohl man immer versucht hat für sie da zu sein? Ich verstand dies nicht, weder zu Lebzeiten noch jetzt als Untoter. So folgte während meines Schlafes auf jede schöne Erinnerung und auf jeden schönen Gedanken der Schmerz der Sehnsucht und der Einsamkeit. Des weiteren hatte ich sehr viel zeit über mein zukünftiges dasein nachzudenken während ich dort lag, einerseits wollte ich dieser Welt den rücken kehren, den ich glaubte nicht mehr daran das es etwas auf ihr geben würde was es wert war diese leben in ewiger Dunkelheit fortzuführen. Auf der anderen Seite hoffte ich noch immer darauf das ich irgendwann mal jemanden finden würde, der dieses „Leben“ mit mir teilt. Vielleicht wäre es dann zu ertragen. Plötzlich drangen Geräusche zu mir durch die ich schon sehr lange zeit nicht mehr gehört hatte, ich wollte meinen Ohren nicht glauben und dachte es sei eine Halluzination, aber nach einiger zeit des zuhören wurde mir klar das dies keine Halluzination war, es war Musik die da zu mir durch drang. Und auf einmal verspürte ich das Bedürfnis mich aus meinem Grab zu erheben. Dies tat ich auch, zwar dauerte es einen Moment da ich doch über die Zeit etwas steif war, aber das legte sich sehr schnell. Neben meinem Interesse an dieser Musik machte sich nun auch noch mein Durst auf Blut bemerkbar und dieser mußte zuerst einmal gestillt werden. Ich striff eine Zeit lang umher, sah mir die „Neue Welt“ an die vor mir lag. So viele fremde dinge aber auch noch ein paar alt bekannt. Sogar der Park um die ecke war noch da, und dort begab ich mich auch auf die Jagd, mein erstes Opfer nach dieser langen Zeit war eine ca30 Jahre alte Frau die alleine durch den Park ging. Außer ihr und mir war niemand hier, sie war eine willkommene erste Mahlzeit. Als ich sie gebissen habe und begann ihr Blut zu trinken durchströmte es meinen ganzen Körper, ich konnte regelrecht fühlen wie es durch jede einzelne Vene und Ader floß, ein Wahnsinns Gefühl. Wie berauscht vom Frischen Blut in mir machte ich mich auf in die Richtung aus der die Musik kam. Nach wenigen Minuten war ich angekommen. Sie kam aus meinem alten Haus: Genauer noch gesagt aus dem Keller meines Hauses, ich betrat das Haus über den Balkon, ging durch die Flure und schaute mich um, doch was mir auffiel war das es wohl seit dem ich hier „ausgezogen“ war nicht mehr neu bewohnt wurde und es seit dem Lehr stand. Die möbel standen noch so wie ich sie zurückgelassen hatte. Doch dann zog es mich in den Keller, ich wollte wissen wer sich dort Zugang verschafft hatte und in meinem Keller Musik machte. So ging ich die große Treppe vom ersten Stock zum Erdgeschoß herunter, und von dort aus über eine weitere Treppe hinunter in den Keller. Ich blieb in einer dunklen Ecke des Raumes stehen und sah mir die Leute an die in mein Haus eindrangen. Auch wen es seit Jahren leer stand während ich schlief, so war ich wieder da und beanspruchte es wieder für mich. Nach einigen Minuten trat ich aus dem dunkel ins Licht und die jungen Leute dort unten waren doch recht verwundert über mein dasein. Sie hörten mit der Musik auf und fragten wer ich sei. Als ich ihnen antwortet das ich der Besitzer dieses Hauses sei, fingen sie an zu Lachen und sagten dieser sei vor vielen Jahren gestorben. Ich konnte es mir nicht verkneifen zu grinsen und ihnen zu sagen das er wieder auferstanden ist und nun vor ihnen steht. Sie fingen wiedermals an zu lachen. Langsam wurde es mir zuviel mit ihnen, und auch obwohl ich vor kurzer zeit erst etwas getrunken hatte so verspürte ich wieder diesen Durst, ich hatte immerhin vieles nachzuholen. Während sie lachten , und einen Moment lang nicht auf mich achteten stand ich plötzlich hinter ihnen, sie sahen nach vorne, wo ich kurz zuvor noch stand und fragten sie wo ich hin sei. Dann packte ich mir den ersten und Biß ihm von hinten in den Hals, die anderen drei brachen sofort in Panik aus und schrien und wollten weglaufen, ihre Angstschreie waren in jenem Moment das was die Musik für sie war. Sie hatten aber keine Chance mir zu entkommen, und so richtete ich einen nach dem anderen hin. Nach diesem Massaker im Keller, ging ich hinauf in mein altes Schlafzimmer, dort öffnete ich die Balkontür und ging heraus. Von diesem Platz aus konnte ich fast über die ganze Stadt blicken, und als ich dort so stand wurde der drang nach Blut in mir immer größer. Es schien so als hätte ich in jener Nacht alles das was mich damals dazu bewegt hatte mich schlafen zu legen über den Haufen geworfen und wollte nur noch töten und für Angst und Schrecken unter den Menschen sorgen. In mir war nun nichts mehr was mich zurückhielt, es schien so als hätte ich mich im schlaf total verändert. Aber das war mir in jenem Moment egal, denn ich fühlte mich ausgezeichnet. Und dieses Gefühl wollte ich aufrecht erhalten. So begab ich mich hinaus in die Nacht, ich wandelte durch die Straßen, Gassen und über die Dächer der Stadt. Sah mir alles genau an, auch die Menschen, und stellte mir schon vor wie ich einen nach dem anderen hinrichten werde. Von nun an nicht mehr nur getrieben vom Durst, sondern in erster Linie vom Spaß am Morden, suchte ich mir in jener Nacht schon einige Opfer aus die ich ohne Grund umbrachte. Und mit jedem den ich tötete stieg die Lust auf weitere. Doch mußte ich für diesen Abend das Morden einstellen, den die Sonne ging auf, ich machte mich also wieder auf den weg zurück. Dort angekommen legte ich zur ruhe und stellte mir vor wie ich die nächsten tage gestalten wollte. Fest stand für mich das ich mit dem weitermachen wollte womit ich heute auf gehört habe. Die kommenden Tage verliefen nach dem selben Muster wie der letzte. Ich Zog eine Spur des Grauen hinter mir her, die Zeitungen waren voll von Schreckensmeldungen die mir zu zu sprechen waren. Doch wußte niemand wirklich wer dahinter steckte. Und so versetzte ich diese Stadt in Angst und Schrecken. Je länger dies so ging, desto weniger erinnerte ich mich an die Zeit bevor ich mich schlafen legte, an die Zeit in der ich mir Gedanken machte über das „Warum“ und darüber was ich bloß zu meiner sterblichen Zeit alles falsch gemacht habe. Doch dies war mir nun egal es ging mir besser als zuvor. Und jeden Abend freute ich mich darauf weiter zu töten. Andere Vampire in dieser Stadt mieden meine Gegenwart, auch ihre Angst vor mir war zu groß. Und egal wo ich auf sie traf, räumten sie mir das Feld. Der, der dies nicht tat hatte bald darauf nicht einmal mehr Gelegenheit es zu bereuen. Den sein dasein endete abrupt. So fürchteten sich nun Menschen und Untote gleichermaßen vor mir. Und ich mußte zugeben das es mir sehr gut gefiel. Eines Abends auf einem meiner Streifzüge bemerkte ich eine junge Frau, ich freute mich schon darauf ihr Blut zu trinken, jedoch stockte ich als ich näher an ihr dran war. Ich dachte mir nur „ das kann doch nicht sein, sie muß mittlerweile schon tot sein“ Sie sah jemanden an den ich mich zu meiner Zeit als Mensch erinnerte zum verwechseln ähnlich. Und ich konnte machen was ich wollte, ich war nicht in der Lage ihr auch nur ein Haar zu krümmen. Obwohl ich ohne gewissen und Moral jeden tötete so ging es in diesem Moment nicht. Ihr Anblick rüttelte etwas in mir wach, etwas was ich nicht wollte, aber mich auch nicht gegen währen konnte. Ich wollte mit aller Gewalt versuchen sie zu töten aber ich konnte nicht, schließlich brach ich zusammen und kniete auf dem Boden. Es begann zu regnen und ich sah ihr hinterher wie sie die Straße hinunter ging ohne mich überhaupt wahrgenommen zu haben. Es verging einige Zeit die ich dort auf den Knien im Regen verbrachte. Ich wollte nicht wahrhaben was gerade geschah. Ich konnte es nicht verstehen warum ich das was ich wollte nicht durchführen konnte. Nach einigen stunden ging die Sonne am Horizont auf und ich raffte mich auf um mich auf den Heimweg zu machen. An meinem Haus angekommen begab ich mich in mein Gemach und legte mich zur ruhe in der Hoffnung das mir so etwas wie eben nicht mehr passiert. Doch war diese Nacht alles andere als ruhig für mich, geplagt von Erinnerungen aus der Vergangenheit war es mir nicht möglich zur ruhe zu kommen. Immer wieder schossen mir Bilder vergangener Tage durch den Kopf, und ich fing wieder an mir Gedanken zu machen und das in fragen zu stellen was ich in letzter Zeit tat. Doch wollte ich das nicht und stand wutentbrannt auf und schlug vor lauter Zorn einige meiner Möbel kurz und klein, bevor ich wiedermals auf die Knie sank, und meinen Frust und meinen Zorn in einem geballten schrei heraus brüllte! An jenem Abend ging ich nicht hinunter in die Stadt, zu sehr nahmen mich diese Erinnerungen mit. Ich setzte mich in einen Sessel und verbrachte diese Nacht auch wen ich es eigentlich nicht wollte mit nachdenken. So saß ich Stunde um Stunde dort, die ganze Nacht und den folgenden Tag. Am nächsten Abend jedoch ging ich wieder hinunter in die Stadt, mit nur einem Gedanken, ich wollte diese junge Frau aufspüren. Ich war mir jedoch noch nicht schlüssig aus welchem Grund ich dies wollte. So machte ich mich auf den weg. Und es dauerte auch nicht lange bis ich sie auf sie traf, ich sah sie in der nähe des Parks umher spazieren. Es sah so aus als würde sie einfach ziellos durch die gegend rennen und sich alles ansehen. Ich beobachtete sie eine weile und gesellte mich zu ihr. Nicht nur das sie alte Erinnerungen in mir wach rüttelte, nein ich fühlte mich plötzlich auch enorm von ihr angezogen. So ging ich zu ihr hin und sprach sie an. Sie zeigte überhaupt keine furcht vor mir, ganz im Gegenteil, sie strahlte mich regelrecht an und ihre Augen funkelten wie kleine Sterne. Ich war etwas überrascht und wußte nicht recht was ich weiter sagen sollte, es war schließlich schon sehr lange her das ich mich mit einer Menschenfrau unterhalten hatte. Und nun wo ich direkt vor ihr stand war es so als würde ich vor einer damaligen Freundin stehen, sich glichen sich wie ein Ei dem anderen. Sprachlos stand ich vor ihr und versank regelrecht in ihren Augen, sie sah mich an, verdrehte den Kopf etwas und fragte ob ich erstarrt wäre, völlig versunken in ihren Augen und in Gedanken, schüttelte ich mich und entschuldigte mich bei ihr, kurz darauf verschwand ich im dunkel der Nacht, es ging nicht. Sie rief zu viele Erinnerungen in mir wach. So ließ ich sie einfach dort im Schein einer Laterne zurück. Wieder in meinem Haus angekommen sank ich erneut auf die Knie. Zu viele Gedanken kreisten in meinem Kopf und mir wurde langsam klar das ich mir, was mein wohl befinden anging alles nur einredete. In Wirklichkeit hatte sich bei mir nichts geändert und ich würde am liebsten noch immer die Zeit zurückdrehen. Langsam wurde mir klar das man seinem Schicksal und seinen Sehnsüchten eben nicht davon laufen kann und sie einen immer wieder einholen. Auf dem Boden hockend vergoß ich einige tränen und wünschte mir das dies alles nie passiert wäre. Nach einigen Stunden, der Sonnenaufgang war schon nahe, ging ich nochmals hinaus, erneut wollte ich sie finden, jedoch nur um mich ein für alle mal zu verabschieden. Ich eilte durch die Stadt auf der suche nach ihr, und zu meiner Erleichterung fand ich sie schließlich auch. Ich packte ihr an die Schulter und bat sie einen Moment zu warten. Sie drehte sich um und fragte warum ich so schnell aufbrach ohne etwas zu sagen. Ich legte ihr meinen Finger auf die Lippen und sagte ihr, sie solle mir zuhören. Sie nickte. Ich sagte ihr wie sehr sie mich an eine damalige Freundin erinnerte, und das ich damals einige Fehler gemacht habe die ich bereute. Dafür wollte ich mich bei ihr entschuldigen, sie verstand es nicht wirklich, hörte mir aber zu. Des weiteren sagte ich ihr auch was ich bin, und zu meinem überraschen schreckte sie dies nicht ab. Jedoch wurde meine Zeit knapp, ich spürte die Sonne schon wie sie anfing auf meiner Haut zu brennen. Daher war es an der Zeit lebe wohl zu sagen. Und so stand ich vor ihr und löste mich Stück für Stück auf und verbrannte vor ihren Augen. Ich wußte dies war der einzige weg der mir noch offen blieb, den ich konnte nicht mit aber auch nicht mehr ohne sie leben. Jeder Erinnerung an sie war einfach zu viel für mich. Und auch die Zeit, heilt nicht alle wunden, das mußte ich schmerzlich feststellen. So blieb mir nur eines , und das war der tot, der einzige weg frieden zu finden. Und wer weis, vielleicht werde ich sie in einem anderen leben an einem anderen Ort wiedersehen und erhalte ein zweite Chance. Aber mit der Sehnsucht nach ihr in meinem Herzen war es mir nicht möglich weiter zu leben. Zu groß waren die Schmerzen die mit den Erinnerungen an vergangene Zeiten verbunden waren. Somit wurde die Sehnsucht zu meinem Schicksal und dieses erfüllte sich in dieser Nacht. Written and © by Torsten L. (aka Toastao)
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Verheiz die Reifen, nicht deine Seele
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