Steuer auf Internet und SMS


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Alt 15.11.2004, 18:55   #1 (permalink)
Steuer auf Internet und SMS

Die spinnen díe Berliner....


Bundesfinanzminister Eichel hat sich in einem Intervie mit der Bild-Zeitung dafür ausgesprochen, den Handel im Internet zu besteuern. " Da läuft zuviel an der Steuer vorbei", sagte er.

Die Besteuerung des Internet-Handels müsse auf europäischer Ebene "geregelt und dann schärfer kontrolliert werden", so Eichel weiter.
Eine SMS-Steuer, wie sie in Italien angedacht worden ist, kommt für Eichel hingegen nicht in Frage.
(Quelle: RTL Videotext S.481 v. 15.11.04)


Die versuchen auch überall ihr Geld abzukassieren. Der Internet-Handel ist der einzige Handel der noch einigermaßen läuft und den wollen sie mit zusätzlichen Steuern nun auch noch zerstören.
Zum Glück haben die das mit der SMS-Steuer nicht wirklich ins Auge gefasst. Stellt euch mal vor, auf jede SMS kämen noch 10cent Steuer oder so.

Die spinnen doch die Berliner....oder was meint ihr??
volue ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.11.2004, 19:06   #2 (permalink)
AW: Steuer auf Internet und SMS

Du meinst wohl eher die Regierung.
Zumindest in der FDP hat man schon lange erkannt, das diese ständigen Steuererhöhungen direkt am Verbraucher der Wirtschaft massiv schaden.

Richtig wählen ist angesagt
ueberulmen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.11.2004, 19:08   #3 (permalink)
AW: Steuer auf Internet und SMS

Stellt sich die Frage, warum der Internethandel als einziges noch läuft...
Der normale Handel würde um einiges besser bzw gleichberechtigter laufen, wenn die schlupflöcher über das internet geschlossen werden würden... Außerdem bezieht sich die Aussage von Eichel auf den kommerziellen Handel, nicht den Privatverkauf... Es geht nur um die Durchsetzung bereits bestehender Regularien.
Und eine Steuer auf SMS fänd ich himmlisch. Dann wird den ganzen SMS-junkies und süchtigen nur noch klarer, wie dumm SMS eigentlich sind...
Im Internet kostet 1MB soviel wie 1MB halt kostet (bei Volumentarif) egal was in diesem MB an Daten übertragen werden.
Die Mobiltelekomiker haben es geschafft die Kunden deutlichst zu verarschen, in dem Sie für unterschiedliche Dienste bei gleichem Datenvolumen unterschiedliche Preise kassieren...
1MB an SMS kostet 1000-2000€, 1MB über akustische Wege (beispiel Modem im Handy) kostet ein tausendstel davon...
Bevor ich ne SMS schreibe, wofür ich schon zu faul bin, in die nur 169 oder so Zeichen passen, weswegen man Babyabkürzungsdeutsch schreibt, ruf ich lieber für 30 Sekunden an und teile das wichtige und wesentliche mit, was ich mir vorher überlegt habe...Das hat Stil und ist persönlicher!
SMS gehören eigentlich aus dem gesunden Menschenverstand heraus schon zu den Dont´s dieser Gesellschaft.
SMS schicke ich nur an Personen, denen ich zwar etwas mitteilen Muss aber nicht mit diesen Reden will (Chef & Co ) oder wenn jemand nicht erreichbar ist und mich zurückrufen soll.
Ventus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.11.2004, 19:17   #4 (permalink)
AW: Steuer auf Internet und SMS

Da will aber jemand die Steinzeit zurück
Also wenn jemand gerade im Stadion ist, wo es sich schlecht telefonieren lässt, in der Schule unter dem Schreibtisch, etc. => da ist 'ne SMS-Nachricht wesentlich praktischer.

Und bei O2 gibt's faire Verträge mit unter 10€ Grundgebühr, bei denen 100 SMS inklusive sind.
ueberulmen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.11.2004, 20:23   #5 (permalink)
AW: Steuer auf Internet und SMS

Hehe, das wäre ja mal was...eine Sms-Steuer, tststs...
Aber ich finde auch, dass eine Sms mitunter viel praktischer ist. Besonders wenn man z.B. in der Uni oder Schule oder sonstwo ist, wo man nicht einfach telefonieren kann aber trotzdem mit der/demjenigen kommunizieren möchte
Außerdem ist eine Sms doch viel günstiger als die Minute, die man telefoniert...
Aber das gehört ja eigentlich nicht zum Thema :schaemen2
Sunshine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.11.2004, 23:30   #6 (permalink)
AW: Steuer auf Internet und SMS

wow ventus !
so hab ich das noch nicht betrachtet. wenn man von ca. 100 zeichen im durchschnitt pro sms ausgeht, kann man locker 10 000 sms in 1 mb packen. ...
man müsste mal rausfinden, wie sich die netzbetreiber zu diesen fakten äussern.
das wäre sehr interessant
__________________
WE GOTTA TAKE THE POWER BACK!!!
porschinho ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.2004, 09:25   #7 (permalink)
AW: Steuer auf Internet und SMS

Zitat:
Zitat von Ventus
SMS schicke ich nur an Personen, denen ich zwar etwas mitteilen Muss aber nicht mit diesen Reden will (Chef & Co ) oder wenn jemand nicht erreichbar ist und mich zurückrufen soll.
Das ist ja auch der Trick an der Sache das man sich nicht über Stimmlage und Hintergrundgeräusche verrät!

Aber was soll das bitte it der Steuer?!

Hat der Herr Eichel von seinem Nachbarn geziegt bekommen wie man bei eBay alte Militär Orden ersteigern kann oder wie?
__________________
.when you change the rules, you change the game!
overdose ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.2004, 10:55   #8 (permalink)
AW: Steuer auf Internet und SMS

Zitat:
Zitat von ueberulmen
Da will aber jemand die Steinzeit zurück
Also wenn jemand gerade im Stadion ist, wo es sich schlecht telefonieren lässt, in der Schule unter dem Schreibtisch, etc. => da ist 'ne SMS-Nachricht wesentlich praktischer.
Nein ich will nicht in die Steinzeit zurück, nur es gehört sich heute schon nicht, jemanden mit der Pistole zu erschiessen und morgen gehört es genauso wenig dazu jemanden mit einem Phaser zu erschiessen... Das ist keine Frage der Technik, sondern des sozialen Umgangs...Ich finds unmöglich, wenn einer SMS der Vorzug vor einem Telefonat oder einem Treffen gegeben wird.
SMS sollten nur als Ergänzung gesehen werden, wenn es anders wirklich net gehen sollte.
Im Stadion will ich das Spiel geniessen und nicht telefonieren und schon gar nicht Simsen. Und in der Schule sollst Du aufpassen und keine SMS schreiben.
Ventus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.2004, 16:15   #9 (permalink)
Daumen hoch AW: Steuer auf Internet und SMS

Zitat:
Zitat von Ventus
Stellt sich die Frage, warum der Internethandel als einziges noch läuft...
Der normale Handel würde um einiges besser bzw gleichberechtigter laufen, wenn die schlupflöcher über das internet geschlossen werden würden... Außerdem bezieht sich die Aussage von Eichel auf den kommerziellen Handel, nicht den Privatverkauf... Es geht nur um die Durchsetzung bereits bestehender Regularien.
Und eine Steuer auf SMS fänd ich himmlisch. Dann wird den ganzen SMS-junkies und süchtigen nur noch klarer, wie dumm SMS eigentlich sind...
Im Internet kostet 1MB soviel wie 1MB halt kostet (bei Volumentarif) egal was in diesem MB an Daten übertragen werden.
Die Mobiltelekomiker haben es geschafft die Kunden deutlichst zu verarschen, in dem Sie für unterschiedliche Dienste bei gleichem Datenvolumen unterschiedliche Preise kassieren...
1MB an SMS kostet 1000-2000€, 1MB über akustische Wege (beispiel Modem im Handy) kostet ein tausendstel davon...
Bevor ich ne SMS schreibe, wofür ich schon zu faul bin, in die nur 169 oder so Zeichen passen, weswegen man Babyabkürzungsdeutsch schreibt, ruf ich lieber für 30 Sekunden an und teile das wichtige und wesentliche mit, was ich mir vorher überlegt habe...Das hat Stil und ist persönlicher!
SMS gehören eigentlich aus dem gesunden Menschenverstand heraus schon zu den Dont´s dieser Gesellschaft.
SMS schicke ich nur an Personen, denen ich zwar etwas mitteilen Muss aber nicht mit diesen Reden will (Chef & Co ) oder wenn jemand nicht erreichbar ist und mich zurückrufen soll.

das sehe ich im prinzip ganz genauso wie du ... natürlich ist es in manchen situationen schon praktisch eine sms schreiben zu können ... aber objektiv betrachtet im kosten/nutzen verhältnis steht die sms ganz schlecht da !
ein anruf nach 7h un ein anruf am we kosten mich auf D1 nur 9 ct. ne sms dagegen 19ct. ... das macht alleine schon deutlich lieber anzurufen ... manchma ärgert mich das auch das ich nich einfach anrufe ...
joa ne steuer auf sms wäre schon nich schlecht so 5ct. könnte man draufhauen .. vor allem wären das steuereinnahmen ohne großen bürokratischen aufwand ... der eintreiber sind ja hier die mobilfunkkonzerne ... mich würde es nich stören ...

das mit dem inet .. hmmm sag ich nichtz zu hab ich mich nich ausreichend schlau gemacht
__________________
blaaa blaaa blaaa :cool2:
JayJay69 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.2004, 16:45   #10 (permalink)
AW: Steuer auf Internet und SMS

na es geht ja nicht darum, ob SMS sinnvoll sind oder nicht. Über den Sinn von so manchen Dingen könnte man sich stundenlang streiten.

Ich find es nur zum :kotz: dass die Regierung quasi täglich nach irgendwelchen Dingen sucht, um darauf Steuern zu erheben.
Egal was man wann tut, irgendwo ist immer ne Steuer drauf. Sogar wenn ich scheißen gehe, wird das über die Abwassersteuer versteuert.

Ich arbeite ja bei einer Bank und hab letztens anhand von Statistiken u.ä. gesehen, dass das deutsche Volk durch höhere fixe-Kosten immer mehr verarmt und die meistens sich garnichts mehr leisten können und an ihrem Existenzminimun leben. Die Fälle von Zahlungsunfähigen steigern sich exponential und das muss ich täglich immer wieder feststellen.

Das sind nicht immer nur die Leute selber schuld, der Staat hilft da kräftig mit.
...aber wenn Eichel und co der Meinung sind, dass das so der richtige Weg ist...
volue ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.11.2004, 08:31   #11 (permalink)
AW: Steuer auf Internet und SMS

Quelle: spiegel.de

Zitat:
KLEINES MISSVERSTÄNDNIS

Eichel fordert keine Internetsteuer

Eine kleine Antwort in einem Interview, das Hans Eichel der "Bild"-Zeitung gab, sorgt derzeit für Aufregung: Der Finanzminister, meldete "Bild", wolle eine "Internet-Steuer". Eichel fühlt sich missverstanden - und von zu vielen Internethändlern um Steuern geprellt.

Hans Eichel zahlt Lehrgeld: Nur wer ganz knapp antwortet, kann auch nicht missverstanden werden
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Hans Eichel zahlt Lehrgeld: Nur wer ganz knapp antwortet, kann auch nicht missverstanden werden
Dass Hans Eichel plane, eine neue "Internetsteuer" einzuführen, dementierte das Bundesfinanzministerium am Montagmorgen stante pede: Das sei eine Zuspitzung und Verzerrung der Aussagen, die Eichel gegenüber dem Blatt gemacht habe. "Der Text", sagte ein Ministeriumssprecher, "gibt eine solche Aussage nicht her." Es gehe vielmehr darum, Lücken bei der Besteuerung des Internethandels zu schließen.

Genau so liest sich das auch in der "Bild". Dort hatte Eichel auf die Frage, ob er sich nach italienischem Vorbild eine Steuer auf SMS vorstellen könne, wörtlich geantwortet: "Kommt nicht in Frage - wir wollen keine neue Steuer. Wo wir aber genauer hinsehen werden, ist der Internethandel. Da läuft zu viel an der Umsatzsteuer vorbei. Die Besteuerung des Internethandels muss auf europäischer Ebene geregelt und dann schärfer kontrolliert werden."

Eine Antwort, die Eichel vielleicht besser auf den ersten Satz beschränkt hätte. So aber muss sich seine gleich auf zwei Themen eingehende Antwort als zu komplex für eine Weitergabe an die Nachrichtenagenturen erwiesen haben, denn vorher wurde sie "entschlackt": In den Nachrichtenagenturen landete allein der Satz, es laufe beim Internethandel zu viel an der Umsatzsteuer vorbei. Darum müsse das auf europäischer Ebene geregelt und schärfer kontrolliert werden. Ergo: Eichel fordere eine Besteuerung des Internethandels.

Was Eichel wirklich will

Eine für Eichels Ministerium zumindest ärgerliche Posse, denn sie konstruiert eine "Nachricht", wo eigentlich keine ist: Der Internethandel ist durchaus keine steuerfreie Zone. Er zeichnet sich nur dadurch aus, dass der Fiskus dort besonders gern und häufig betrogen wird. Das Neue, was Eichel einfordert, ist nicht die "Besteuerung", sondern mehr Kontrolle.

Denn das beim Internethandel die Umsatzsteuer oftmals "gespart" wird, ist wahr und eine so altbekannte Tatsache, dass ihr Nachrichtenwert gegen Null geht. Vor allem die Umtriebe vieler "Powerseller" bei eBay, die als professionelle Händler mitunter sogar damit werben, es gehe bei ihnen "ohne Umsatzsteuer", sind dem Finanzministerium seit langem ein Dorn im Auge. Klaffende Löcher ins Umsatzsteuernetz reißen zudem Versender, die zumindest formell im Ausland sitzen: Mangelnde Absprachen auch zwischen EU-Mitgliedern verhindern hier offenbar eine effiziente Kontrolle darüber, ob und wo hier wie viel Umsatzsteuer gezahlt wird.

Dass Eichel auf die Frage nach einer SMS-Steuer mit dem Thema Internethandel kam, ist dabei wohl kaum ein "Verquatscher": Seit etwas über einem Jahr machen Deutschlands Finanzämter verschärft Jagd auf betrügerische Powerseller. Zu diesem Zweck haben mittlerweile die Finanzverwaltungen in allen Bundesländern spezielle Online-Fahnderteams zusammen gestellt. Allein in Nordrhein-Westfalen widmen sich 20 Beamte ausschließließlich diesem Thema.

Nur bekannte Maßnahmen wirken abschreckend

Unterstützt werden die Steuerfahnder dabei seit November letzten Jahres durch eine eigens entwickelte Software. "Xpider" ist eine Crawler-Suchmaschine, die gezielt Auktionen und andere Online-Verkaufsplattformen absurft und dort nach verdächtigen Korrelationen sucht - und deren Test im Herbst und Einführung im Winter letzten Jahres weitgehend unbemerkt blieb.

Die Software wird fündig, weil die Suche nach Steuersündern in Onlineauktionen noch nicht einmal eine anspruchsvolle Aufgabe darstellt. Sünder findet man beispielsweise bei eBay auch ganz leicht "per Hand": Da gibt es zuhauf Händler, die es als angebliche Privatpersonen auf 10.000 und mehr Käuferbewertungen bringen. Wer aber Waren in fünfstelliger Stückzahl absetzt, der handele wohl kaum als Keller entrümpelnde Privatperson, kalkulieren die Finanzämter - und fragen immer öfter nach.

Das allein aber reicht den Steuerfahndern nicht, denn der Fülle der Verdachtsfälle können sie gar nicht Herr werden. Experten schätzen, dass fünf bis zehn Prozent aller Internethändler sich auch windige Geschäfte an der Steuer vorbei leisten. Die Finanzbehörden setzen auch darum vermehrt auf Abschreckung - und sorgen seit dem Sommer 2004 dafür, dass ihre Aktivitäten gegen Internet-Steuerhinterzieher mehr öffentliche Aufmerksamkeit erhalten.

Frank Patalong

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