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TagesendeGedichte und Geschichten (unbekannte Dichter) Ihr habt ein neues Gedicht oder eine Geschichte geschrieben? Bitte postet es hier... |
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#1 (permalink) |
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Tagesende
Tagesende
Der Tag neigt sich seinem Ende. Ich steh auf dem Feld vor unserm Garten und lasse meinen Blick schweifen. Es war ein schöner Tag, das sieht man auch der Natur an. Der Himmel färbt sich dunkelblau und die Sonne scheint majestätisch aus Richtung Westen. Ich schau nach vorne und beobachte zwei Vögel. Sie zwitschern munter und fliegen umher. Es sieht aus als ob sie miteinander spielen. Immer wieder fliegen sie aufeinander zu, drehen dann ab, fliegen Richtung Boden und kehren dann wieder um. Nach einiger Zeit machen sie sich auf den Weg zu einem Baum. Sie kehren zu ihrem Nest zurück. Noch kann ich das zirpen von allerlei Insekten hören und leichter Wind weht durch meine Haare. Ich spüre wie sich das Gras an meine Füße legt und die Wärme der Sonnenstrahlen in meinem Gesicht. Ich spüre wie ein warmes und angenehmes Gefühl meinen Körper durchströmt. Weiter hinten spielt ein Kind mit seinem Hund. Es wirft ihm einen Stock entgegen und der Hund fängt diesen. Immer wieder wiederholen sie dies und beide haben viel Spaß dabei. Langsam machen auch sie sich auf den Heimweg und sind wenig später verschwunden. Eine Katze streift durch das schienbeinhohe Gras auf der Suche nach Mäusen. Es wird spät. Das Blau des Himmels ist noch ein Stückchen dunkler geworden und im Norden kann man schon den Mond erkennen, der etwas verschwommen und durchsichtig versucht die Sonne abzulösen und die nacht einzuleiten. Das Geräusch der Nachbarsgärten und der Menschen wird leiser. Sie begeben sich in ihre Häuser zurück. Auch der Wind wird schwächer. Die Blätter hören das Rascheln auf und scheinen sich Schlafen zu legen. Die ganze Natur wird ruhiger. Ich schweife mit meinen Blick zur Sonne. Sie steht nun tief im Westen. Ihre Farbe ist nicht mehr zu leuchtend Gelb. Vielmehr geht sie in ein Orange über um kurze zeit später einem intensiven Rot zu weichen. Der Horizont und der Himmel um sie wird davon eingefärbt, als ob sie von Blut überzogen wären. Langsam verschwindet der Ball der Sonne im Horizont. Je mehr verschwindet, desto intensiver wird das Rot. Im Osten wird der Himmel langsam sehr dunkel, ja geht schon fast in ein schwarz über. Der Mond kommt nun deutlicher zum Vorschein und verteil sein weißes Leuchten auf dem Firmament. Mittlerweile geht kein Wind mehr und es ist still geworden. Vereinzelt sehe ich noch Tiere umherstreifen auf dem Weg zu ihrem Zuhause. Dann ganz plötzlich verschwindet das Rot im Westen und es wird dunkel. Kurze Zeit später bricht das Licht des Mondes ganz durch und der Himmel wird schwarz mit einem milchigen Schimmer des weißen Lichtes. Sterne beginnen aufzuleuchten. Alles ist still. Es ist Nacht. Der Tag ist gewichen. |
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#2 (permalink) |
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AW: Tagesende
Ich wundere mich, warum man dieser Geschichte keine Beachtung schenkte. Sie ist sehr gut gelungen. Als ich das gelesen habe, konnte ich mir die Situation bildlich vorstellen und es hatte etwas sehr beruhigendes an sich. Du hast alles sehr treffend und detaililiert beschrieben. Schön
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#3 (permalink) |
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AW: Tagesende
Der Hintegrund ist gut gewählt...bei der Umsetzung merkt man, dass du viel Atmosphäre reinbringen wolltest und dass du viele Details benutzt hast, damit es bildlicher wirkt. An einigen Stellen jedoch ist die Wortwahl ein bisschen zu salopp.
Was beim Lesen ein bisschen holpert, ist der Stil.Du fasst das Geschehen in recht kurzen, schlichten Sätzen zusammen, was dem ganzen ein bisschen Stimmung nimmt. Ein bisschen Lautmalerei wäre bestimmt noch schöner. ![]() Aber alles in allem eine schöne Story. ^^ |
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#4 (permalink) |
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AW: Tagesende
Diese saloppe Wortwahl ist beabsichtigt. Ich will keine zu bombastische Atmosphäre schaffen. Um ehrlich zu sein will das gar nicht. Ich schreib lediglich meine eigene Gedanken. Dadurch entstehen dann oftmals grammatikalische Ungereimtheiten, Zeitenverschiebungen und recht einfacher Wortschatz, doch leg ich da auch nicht mein Augenmerk darauf. Mag sein, dass sich dadurch auch Fehler einschleichen, aber das ganze ist mein Stil. Ich schreib was meine Gedanken sind und wie das Geschehen vor meinem Auge abläuft. Um ehrlich zu sein, sind meine Themen nie so bagelaufen, sondern beruhen auf meiner Vorstellung. Dabei habe ich die Augen meist geschlossen. Das hat dann diesen recht einfachen Stil zur Folge, den man allerdings nicht leicht nachahmen kann. Ich mag ihn und mir fällt es leicht so zu schreiben. Ich finde, dass dadurch meine Geschichten erst flüssig ablaufen. Versuch ich nämlich alle Regeln zu befolgen und mit Gewalt etwas zu erschaffen, dann stockt und hapert es und ich bin nie damit zufrieden.
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