Unternehmer (INSM) beeinflussen Medien!


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Alt 06.11.2005, 23:36   #1 (permalink)
Unternehmer (INSM) beeinflussen Medien!

Hallo Jungs und Mädels.
Wußte einer von Euch was das INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) ist und wie diese Initiative erfolgreich versucht auf Eure Meinungsbildung, im wirtschaftlichen und politischem Sinne, Einfluß zu nehmen?
Dazu hier ein Link zu einem sehr aufschlußreichen Artikel aus der Zeitung "Die Zeit".

http://www.zeit.de/2005/19/insm

Erstmals aufmerksam auf die INSM wurde ich durch eine Politsendung.
Ich glaube es war "Monitor" oder "Panorama".
Der Artikel ist hoch interessant geschrieben und hat mich echt umgehauen.
Auch wenn ich schon einmal, in einem meiner Post, eine eher schlechte Meinung über einen Journalisten der für "Die Zeit" geschrieben hat, geäußert habe, so trifft dies auf den Autor dieses Artikels nicht zu.
Für alle Interessierten: Lest Euch den Artikel durch, er ist wirklich nicht gerade kurz, und postet Eure Meinung dazu.
Ich bedanke mich schon einmal im vorraus und freue mich auf Eure Meinung zu diesem, meiner Meinung nach, sehr brisanten Thema.
Ummon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2005, 20:29   #2 (permalink)
AW: Unternehmer (INSM) beeinflussen Medien!

Hallo Ummon und erstmal Herzlich Willkommen! Ich sehe gerade das dein Thread noch keinerlei Beachtung gefunden hat, das ist sehr schade. Passiert schonmal, gerade wenn ein "Unbekannter" schreibt (Außerdem ist vielen der Text wahrscheinlich leider zu lang )

Nichtsdestotrotz ein sehr interessanter Beitrag, wenn auch für mich persönlich nicht sehr überraschend. Meinungsmache gibt es seit je her und gerade im wirtschaftlichen Bereich sind manipulative Tendenzen gerade aus der "liberalen Schiene" nichts ungewöhnliches. Simpelste Form sind Zeitungsverläge. Egal ob nun FAZ, Sueddeutsche oder TAZ - keine Chefetage ist unpolitisch und somit auch nicht gänzlich frei von Befangenheit. Das gerade wirtschaftliche bedeutsame Lobbyisten zusätzlich einen enormen Einfluß auf Politik und Medien haben, dürfte ausser Frage stehen. Ist sozusagen ein offenes Geheimnis auch wenn man dies gerne versucht zu verharmlosen. Alles in Allem ergeben Wirtschaftsgrößen, Initiativen wie die INSM, Presse, Fernsehen und Politik einen, voneinander abhängigen Zirkel, der letztlich das Leben jedes einzelnen bestimmt. Hauptakteur in diesem Cluster bleiben meist diejenigen, die über das größte Kapital, sprich die größte Macht verfügen.
Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.11.2005, 09:23   #3 (permalink)
AW: Unternehmer (INSM) beeinflussen Medien!

Das sollte niemanden wunder der ein Mindestmaß an Skepsis gegenüber jeglichem Medium mit sich bringt.

Mal abgesehen von bewussten medialen Lenkmanövern ist jeder Redakteur von seiner eigenen Meinung befangen. Eine zu 100 % sachliche Meinung gibt es doch nur in der Mathematik, alles andere steht immer unter einem gewissen Maß an Gefühleseinflüssen.

Nichts desto trotz finde ich das natürlich barbarisch... "Hello, you’ve been brainwashed right now"

Weitere Infos von meiner Seite aus:

> http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/americas/1830500.stm
> http://en.wikipedia.org/wiki/Office_...egic_Influence
overdose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.11.2005, 15:01   #4 (permalink)
AW: Unternehmer (INSM) beeinflussen Medien!

Hinzufügen möchte ich noch einen Link, welcher einen zu der Initiative führt.
Ich will natürlich keine Werbung für die Initiative machen, lediglich einer einseitigen Info vorbeugen.

http://www.chancenfueralle.de/index.jsp

Selbstverständlich sollte sich jeder diesen Link vorurteilslos ansehen und sich danach evtl. als geläutert betrachten .
Bei mir hat´s gewirkt.
Ummon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.11.2005, 22:16   #5 (permalink)
AW: Unternehmer (INSM) beeinflussen Medien!

Ich stimme zu, dass man den INSM mit gewisser Vorsicht betrachten sollte, aber wo ist die in der Überschrift angekündigte Beinflussung? Und was hat das ganze mit Unternehmern zu tun? :confused:
Cold Blood ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.11.2005, 19:03   #6 (permalink)
AW: Unternehmer (INSM) beeinflussen Medien!

Zitat:
Zitat von Cold Blood
Ich stimme zu, dass man den INSM mit gewisser Vorsicht betrachten sollte, aber wo ist die in der Überschrift angekündigte Beinflussung? Und was hat das ganze mit Unternehmern zu tun? :confused:
Siehe dir die Links mal genauer an dann wird sich die Beeinflussung schon offenbaren.Die INSM ist eine von Unternehmern ins Leben gerufene Initiative, welche von einigen Politikern, wie z.B. Friedrich Merz, unterstützt wird und die über Medien, wie z.B. Zeitungen, ihre Interessen an die öffentliche Meinung weitergibt.Das ist in den beiden Link´s nachzulesen.
Ummon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.11.2005, 19:33   #7 (permalink)
AW: Unternehmer (INSM) beeinflussen Medien!

Zitat:
Zitat von Ummon
Siehe dir die Links mal genauer an dann wird sich die Beeinflussung schon offenbaren.Die INSM ist eine von Unternehmern ins Leben gerufene Initiative, welche von einigen Politikern, wie z.B. Friedrich Merz, unterstützt wird und die über Medien, wie z.B. Zeitungen, ihre Interessen an die öffentliche Meinung weitergibt.Das ist in den beiden Link´s nachzulesen.
Ich hab den Zeit Artikel gelesen - sogar zweimal. Aber dein Thema heißt "Unternehmer beinflussen Medien" und nicht "Unternehmen sagen ihre Meinung".

Aber ich hab mal etwas in den Publikationen der INSM geblättert. Da kann ich nur sagen .
Vor allem es ist parteiübergreifend. SO müsste eine große Koalition aussehen und nicht der Sch**ß den Merkel und Müntefering grad verzapfen.
Cold Blood ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.2005, 14:28   #8 (permalink)
AW: Unternehmer (INSM) beeinflussen Medien!

Zitat:
Zitat von Cold Blood
Ich hab den Zeit Artikel gelesen - sogar zweimal. Aber dein Thema heißt "Unternehmer beinflussen Medien" und nicht "Unternehmen sagen ihre Meinung".

Aber ich hab mal etwas in den Publikationen der INSM geblättert. Da kann ich nur sagen .
Vor allem es ist parteiübergreifend. SO müsste eine große Koalition aussehen und nicht der Sch**ß den Merkel und Müntefering grad verzapfen.
Auf Seite 4 des Artikel´s ist doch klar zu lesen das die INSM gezielt über Medien (die ZEIT, FAZ, Phoenix, ZDF, dpa und AP) ihre Meinung über die Pflegeversicherung verbreitet und kurz darauf eine, eigens in Auftrag gegebene, Studie veröffentlicht.
Auf Seite 1 wird es im dritten Absatz noch klarer ausgedrückt, das nämlich die Initiative alles daran setzt Stimmumngen zu verstärken oder zu drehen und medialen Druck zu erzeugen, in ihrem Sinne.
Auch auf Seite 7 Absatz drei ist die Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch die IMSM nachzulesen.
Auf der INSM-Homepage wird auf die Wahl zum Reformer des Jahres 2005 verwiesen.Zu lesen in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
In der Jury sitzen seltsamerweise aber zwei Befürworter der INSM.
Herr R. Berger, Unternehmensberater und sog. Botschafter der Initiative, und Herr Prof. Dr. Hans Tietmeyer, Vorsitzender des Kuratoriums der INSM und auch Mitberünder der Initiative.
Ins Leben gerufen wurde diese Wahl zum Reformer übrigens von der Initiative, nur veröffentlichen muß sie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung noch. Die Satzung des FINSM befürwortet die Medienarbeit natürlich.
Dort ist auch zu lesen das der Förderverein Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft e.V. überparteilich sei.Nur seltsam das z.B. Friedrich Merz als Gründungsmitglied, Prof. Dr. Karl-Heinz Paque (stellv. Landesvors. der FDP in Sachsen-Anhalt), Prof. Dr.-Ing. Dagmar Schipanski (Präsidentin des Landtages von Thüringen) und Gunnar Uldall (Senator für Wirtschaft in Hamburg) als Botschafter für die Initiative tätig sind.
In einem Punkt muß ich Dir allerdings recht geben.
Mit meiner Äußerung "Unternehmer (INSM) beeinflussen Medien!" habe ich mich weit aus dem Fenster gelehnt.Denn es sind nicht nur Unternehmer sondern auch Politiker, Professoren u.v.a. die sich aktiv oder als Botschafter an der Meinungsmache der Initiative beteiligen.
Insofern hätte ich die Überschrift wohl eher "INSM beeinflußt Medien" nennen sollen.
Ummon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.11.2005, 23:14   #9 (permalink)
AW: Unternehmer (INSM) beeinflussen Medien!

Und wo ist jetzt das Problem? Jeder hat das recht auf freie Meinungsäußerung und die INSM scheint ja wenigstens noch was vernünftiges zu sagen. Wenn ich daran denke wieviel Seiten Müll die PDS schon in diversen Zeitungen gefüllt hat...

Zitat:
Dort ist auch zu lesen das der Förderverein Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft e.V. überparteilich sei.Nur seltsam das z.B. Friedrich Merz als Gründungsmitglied, Prof. Dr. Karl-Heinz Paque (stellv. Landesvors. der FDP in Sachsen-Anhalt), Prof. Dr.-Ing. Dagmar Schipanski (Präsidentin des Landtages von Thüringen) und Gunnar Uldall (Senator für Wirtschaft in Hamburg) als Botschafter für die Initiative tätig sind.
Und? Überparteilich heißt ja nicht parteienlos. Aber es hebt sich ab vom normalen Parteienkampf. In den Dokumenten werden Ideen von SPD, FDP und CDU aufgegriffen. Es wird nicht stupide gesagt, alles was SPD (bzw. CDU) will ist alles scheiße und wir machen es anders etc. Man findet von beiden Parteien Elemente, dass FDP/CDU mehr Anteile haben ist durch die praxisnähe logisch, aber parteisch erscheint mir die INSM nicht.

Und zur Studie:
(1) Nahezu jede Organisation lässt Studien erstellen und veröffentlicht diese als Tatsachen in der Zeitung (Man denke nur an den Satz "eine Gruppe britischer Forscher hat festgestellt, dass...").
(2) Es braucht ja wohl keiner Studie um zu zeigen, dass die Pflegeversicherung (im Grunde das ganze Sozialsystem) am Ende ist und daher dringend reformbedürftig ist. Das wird wohl Jeder mit offenen Augen sehen.

Abgesehen davon ist Friedrich Merz Mitgründer der INSM und das bürgt ja schon für eine gewisse Qualität.
Cold Blood ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.11.2005, 03:07   #10 (permalink)
AW: Unternehmer (INSM) beeinflussen Medien!

Zitat:
(2) Es braucht ja wohl keiner Studie um zu zeigen, dass die Pflegeversicherung (im Grunde das ganze Sozialsystem) am Ende ist und daher dringend reformbedürftig ist. Das wird wohl Jeder mit offenen Augen sehen.
Ich bezweifle stark, dass die gesetzliche UNfallversicherung am Ende ist. Und der Krankenversicherung geht es ja nun auch nicht so schlecht.

Die Arbeitslosen und Rentenversicherung wäre noch zu retten, wenn die Arbeitslosenzahlen mal deutlich nach unten gehen würden. Bei der Pflegeversicherung kann ich jetzt nicht sagen, was geschehen müsste.
__________________
Ladida
Manni ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 20.11.2005, 12:40   #11 (permalink)
AW: Unternehmer (INSM) beeinflussen Medien!

Zitat:
Zitat von Cold Blood
Und wo ist jetzt das Problem? Jeder hat das recht auf freie Meinungsäußerung und die INSM scheint ja wenigstens noch was vernünftiges zu sagen.
Nichts gegen die freie Meinungsäußerung, aber die Initiative nimmt mit Ihren Äußerungen Einfluß auf die öffentliche Meinung.Der unwissende Bürger, und davon gibt es mehr als genug, reagiert leichtgläubig auf solche Info´s.Sehr wenige hinterfragen die Absichten solch einer Organisation, wenn sie überhaupt von ihrer Existenz wissen.


Zitat:
Und? Überparteilich heißt ja nicht parteienlos.In den Dokumenten werden Ideen von SPD, FDP und CDU aufgegriffen. ...dass FDP/CDU mehr Anteile haben ist durch die praxisnähe logisch, aber parteisch erscheint mir die INSM nicht.
Überparteilich heißt für mich unbeeinflußt von den polotischen Zielen der einzelnen Parteien.Und wieso sollen die FDP und die CDU praxisnäher als die übrigen Parteien sein.Das ist wohl eher Deine politische Überzeugung.

Zitat:
(2) Es braucht ja wohl keiner Studie um zu zeigen, dass die Pflegeversicherung (im Grunde das ganze Sozialsystem) am Ende ist und daher dringend reformbedürftig ist. Das wird wohl Jeder mit offenen Augen sehen.
Genau das will uns die INSM glauben machen.Die Initiative will die Pflegeversicherung nicht reformieren sondern ganz abschaffen, aber auf die Frage was aus den Pflegebedürftigen werden soll, bleibt sie die Antwort schuldig.Gerade jetzt ist auf der Homepage unter "Soziales" nachzulesen, das die INSM die Entkopplung von Lohnnebenkosten vom Lohn als dringend notwendig erachtet.Wer aber für die Entstehenden Kosten aufkommen soll bleibt ebenfalls unbeantwortet.Soll vielleicht der Arbeitnehmer allein für seine soziale Absicherung sorgen?
Viele Arbeitplätze sind in den vergangenen Jahren, einige davon auch sozialverträglich, was aber auch die Rentenversicherung und sogar die Arbeitslosenversicherung belastete, nicht nachbesetzt worden.Das hat Arbeitgebern unmengen an Lohn und Lohnnebenkosten erspart.Die INSM sagt ja nicht einmal das Arbeitgeber, oder Unternehmer, bei sinkenden Lohnnebenkosten wieder Menschen ins Arbeitsleben integrieren würden.


Zitat:
Abgesehen davon ist Friedrich Merz Mitgründer der INSM und das bürgt ja schon für eine gewisse Qualität.
Damit bestätigt sich für mich umso mehr das die INSM nicht überparteilich sein kann, mit einem MdB als Gründungsmitglied.
Ummon ist offline   Mit Zitat antworten
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