[untitled]


Gedichte und Geschichten (unbekannte Dichter) Ihr habt ein neues Gedicht oder eine Geschichte geschrieben? Bitte postet es hier...

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Alt 10.11.2005, 18:43   #1 (permalink)
[untitled]

Ewiger Kreislauf
von Tod und Verderben.
Wünsche mit manchmal,
einfach zu sterben.

Ihm nicht zeigen zu müssen,
was in mir bricht.
Meine Seele in Stücken,
nur Kälte statt Licht.

Einsam - so bin ich!
Oder siehts nur so aus?
Von Freunden verlassen,
von Fremden missbraucht.

Ich hab Vertrauen verloren,
kam durch Sucht zum Verlust.
Ken Mensch kann sich vorstelln,
den Schmerz in der Brust.

Wer kann mich retten?
Was muss ich tun?
Wohin soll ich gehn?
....
Soll ich ewig ruhn?

written by Demima


Mit diesem Gedicht bin ich eigentlich nicht wirklich zufrieden..:mhh:
Naja..was soll's...
Demima ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.11.2005, 22:58   #2 (permalink)
AW: [untitled]

Darf man Kritik üben oder nicht? Ich frage mal vorsichtshalber...
Würde sonst gern was dazu sagen

[Man ist selten mit seinen eigenen Gedichten zufrieden, oder? Ich war es jedenfalls noch nie... ]
Callisto ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.11.2005, 19:10   #3 (permalink)
AW: [untitled]

Natürlich darf man Kritik üben, dafür stelle ich es hierrein. ^^
Demima ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.11.2005, 19:25   #4 (permalink)
AW: [untitled]

Es ist nicht immer eindeutig, deswegen frage ich
Dann vorab die Frage, wieso bist du nicht mit dem Gedicht zufrieden? Was stört dich denn selbst? Vielleicht haben wir ja eine Übereinstimmung:

Würde erst mal den Punkt in den zweiten Versen weglassen. Das stoppt den Rhythmus und wirkt sehr bedrückend. Ohne wirkt es bestimmt viel besser

In der vierten Strophe holpert es dann und der Rhythmus wechselt. Hm, würde vielleicht vorschlagen, sich ab vierte Strophe alles weg zu denken und noch einen Anlauf zu starten. Und mehrmals dabei von der ersten bis zur zweiten durchlesen. Vielleicht hilft es ja Der Sinn kann und muss sogar gleich bleiben, aber vielleicht findest du andere Worte.

Zitat:
Wer kann mich retten?
Was muss ich tun?
Wohin soll ich gehn?
....
Soll ich ewig ruhn?
Der letzte Vers...waaaah. Irgendetwas anderes...weil es reiss aus der "Thematik" raus. Hm, vielleicht so was:

Zitat:
Wer kann mich retten?
Was muss ich tun?
Wohin soll ich gehn?
....
Für die Ewigkeit ruh'n?
Irgendwie so was in der Art...weil dieses "soll ich ewig ruh'n?" hat nicht die Bedeutung, die du vielleicht rüber bringen möchtest. Weil ich hatte das Gefühl, dass der letzte Vers so was heißen soll wie "soll ich ewig schweigen?" oder was was. Verstehst du was ich mein? Aber vielleicht liege ich ja falsch.

Strophe zwei mag ich am liebsten. Das Motiv finde ich schön eingesetzt und von der Strophe kommt auch diese ganze traurige Stimmung. Und diese Selbsterkenntnis, die einem so schmerzt. Und im gesamten Gedicht kommt dieses "allein verschlossen" bei mir rüber...weiss jetzt nicht, ob es gewollt war.

Vielleicht postest du ja mal wieder Hoffe dir Kritik kann dir irgendwie helfen...
Callisto ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.11.2005, 19:08   #5 (permalink)
AW: [untitled]

Zitat:
Zitat von Callisto
Es ist nicht immer eindeutig, deswegen frage ich
Dann vorab die Frage, wieso bist du nicht mit dem Gedicht zufrieden? Was stört dich denn selbst? Vielleicht haben wir ja eine Übereinstimmung:
Was mich besonders gestört hat, war die letzte Strophe, wo die ersten Drei Zeilen aus Fragewörtern bestanden und dann plötzlich nicht mehr, da wusste ich nicht wie ich das machen sollte. Außerdem bin ich im Allgemeinen zuallererstmal unzufrieden, wenn es um meine Gedichte geht, weil ich immer das Gefühl hab, amn könnte es hier und da stilistisch noch besser machen (auch wenn ich natürlich nie weiß wie )

Zitat:
n der vierten Strophe holpert es dann und der Rhythmus wechselt. Hm, würde vielleicht vorschlagen, sich ab vierte Strophe alles weg zu denken und noch einen Anlauf zu starten. Und mehrmals dabei von der ersten bis zur zweiten durchlesen. Vielleicht hilft es ja Der Sinn kann und muss sogar gleich bleiben, aber vielleicht findest du andere Worte.
....und deswegen stelle ich meine Gedichte hierrein..damit die Leute mir sagen könne, was man hier und da noch amchen könnte.
Danke für die Tipps. ^^ In der vierten Strophe stört das "Ich hab Vertrauen verloren, kam durch Sucht zum Verlust" ein bisschen, was den Rhythmus angeht...

Zitat:
Irgendwie so was in der Art...weil dieses "soll ich ewig ruh'n?" hat nicht die Bedeutung, die du vielleicht rüber bringen möchtest. Weil ich hatte das Gefühl, dass der letzte Vers so was heißen soll wie "soll ich ewig schweigen?" oder was was. Verstehst du was ich mein? Aber vielleicht liege ich ja falsch.
Hm..es sollte eher einen Todeswunsch symbolisieren....
Zitat:
Strophe zwei mag ich am liebsten. Das Motiv finde ich schön eingesetzt und von der Strophe kommt auch diese ganze traurige Stimmung. Und diese Selbsterkenntnis, die einem so schmerzt. Und im gesamten Gedicht kommt dieses "allein verschlossen" bei mir rüber...weiss jetzt nicht, ob es gewollt war.
Dieses "allein verschlossen" ist schon richtig. ^^ Der Hintergrund war eine Person, die nach außen hin glücklich wirkt, offensichtlich Freunde hat und vieles, was sie anpackt auch schafft. Innerlich aber weiß sie, dass sie ihren Freunden eigentlich gleichgültig ist und dass ihr ganzes Leben nur eine Show ist. Ich hoffe, dass man sich das vorstellen kann. ^^
Demima ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 11.12.2005, 16:11   #6 (permalink)
AW: [untitled]

so, hatte die letzten wochen recht wenig zeit,um einerseits selbst zu posten und andererseits kritik zu üben... aber ich möchte das noch nachholen...

bis zur dritten strophe gefällt es mir recht gut... der rhythmus ist schön fließend, die worte mit bedacht gewählt... sehr treffend in dieser kombination... aber ab der vierten strophe gehts dann bergab... die ersten beiden verse der vierten strophe holpern total im zusammenspiel... aber das kannst du ganz einfach lösen, indem du im ersten vers ein wort wegfallen lässt... dann ist der rhythmus nämlich wieder da und der entstandene bruch wie weggeblaßen...

Zitat:
Hab Vertrauen verloren,
kam durch Sucht zum Verlust.
Ken Mensch kann sich vorstelln,
den Schmerz in der Brust.
siehst, so liest es sich schon viel, viel besser...

die fünfte strophe hm, die ist etwas problematisch für den kontext, wenn man den einzelnen vers danach noch in betracht zieht... an und für sich ist es ne gute idee alles mit fragen zu beenden... aber der einzelne vers... er passt nicht ganz in den kontext... und auch nicht richtig zu der strophe... wenn du diesen vers aber änderst in z.b.

Zitat:
oder muss ich ewig ruhn?
passt es wieder viel besser... soll drückt nicht die dringlichkeit der thematik aus... muss dagegen schon viel eher... und das oder betont das ganze nochmals... an deiner stelle würde ich auch die richtigen infinitive nutzen... zumindest bei gehn... gehn bricht dem rhythmus nämlich ein wenig was ab, so dass es wieder etwas unsauber wirkt und das feeling so ein wenig unterdrückt... gehen dagegen lässt alles so, wie es sein soll vom feeling und vom rhythmus her... beim einzelnen vers kannst das ruhn so lassen... da würde der ausgeschriebene infinitiv nur stören und seinerseits wieder eine kerbe in den rhythmus schlagen...

ansonsten ist es ein schönes gedicht mit viel melancholie und schmerz gemischt... bis auf die paar probleme (und den ein oder anderen tippfehler )ist es dir jedenfalls gut gelungen... mach weiter so...

wär aber viell in der schwarzen poesie besser aufgehoben, oder?
__________________
Ich glaube eher an die Unschuld einer Hure, als an die Gerechtigkeit der deutschen Justiz!

What can I say? (I don’t want to play) anymore
What can I say? I’m heading for the door
I can’t stand this emotional violence
Leave in silence

Depeche Mode - Leave in silence
Schattentaenzerin ist offline   Mit Zitat antworten
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