Unwort des Jahres 2005 "Entlassungsproduktivität"


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Alt 25.01.2006, 16:37   #1 (permalink)
Unwort des Jahres 2005 "Entlassungsproduktivität"

Zitat:
Für 2005 entschied sich die Unwort-Jury für den betriebswirtschaftlichen Begriff Entlassungsproduktivität. Dieses Wort meint eine gleich bleibende, wenn nicht gar gesteigerte Arbeits- und Produktionsleistung, nachdem zuvor zahlreiche für „überflüssig“ gehaltene Mitarbeiter entlassen wurden. Es verschleiert damit die meist übermäßige Mehrbelastung derjenigen, die ihren Arbeitsplatz noch behalten konnten, was oft auch mit dem ebenfalls beschönigenden Wort von der „Arbeitsverdichtung“ umschrieben wird. Aber auch die volkswirtschaftlich schädlichen Folgen der personellen Einsparung, die Finanzierung der Arbeitslosigkeit, werden mit diesem Terminus schamhaft verschwiegen.
Quelle: http://www.unwortdesjahres.org/

Schön, oder? Jetzt haben wir wieder ein neues Unwort. Ich habe das Wort heute zum ersten mal gelesen. Das Wort ist zwar echt sehr verschönigend, aber es gibt doch sicherlich schlimmere Wörter. Und ich könnte wetten das ihr tausende auf Lager habt. Her mit euren Unwörtern!
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Gleich reiß ich dir den Sack ab!
Mr. White ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 25.01.2006, 20:47   #2 (permalink)
AW: Unwort des Jahres 2005 "Entlassungsproduktivität"

Hm, also das Wort ''Entlassung'' an sich ist ja schon negativ, deshalb würde ich ''Entlassungsproduktivität'' nicht unbedingt als beschönigend bezeichnen. Ich finde aber, dass dieses Wort einen viel zu speziellen Bereich abdeckt, so dass die meisten Leute sicherlich nicht allzu viel damit anfangen können. Ich hätte deshalb eher das Wort ''Bombenholocaust'' gewählt, das war ja glaub ich auch nominiert...
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,,Wenn du brillant über ein Problem reden kannst, scheint das Problem bereits gelöst zu sein.''

-Stanley Kubrick-
Gulliver ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.01.2006, 20:52   #3 (permalink)
AW: Unwort des Jahres 2005 "Entlassungsproduktivität"

sollten unwörter des jahres nicht wenigstens mal im gesamtgesellschaftlichen diskurs gefallen sein?

also sowohl "Entlassungsproduktivität" als auch "Bombenholocaust" höre ich gerade zum ersten Mal...
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Aaron T. Richter


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Dexter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.01.2006, 21:00   #4 (permalink)
AW: Unwort des Jahres 2005 "Entlassungsproduktivität"

Klar! Versuch mal, bei 82 Millionen Einwohnern ein halbwegs sinnvolles Unwort zu finden, das auch alle richtig einordnen können...wie wärs mit: Scheiße!
oder mach doch einfach mal nen vorschlag für dein ganz persönliches unwort. ich hab bestimmt auch eins, aber da müsst ich erstmal drüber nachdenken.

BTW: das wort des jahres 2005 ist ''Bundeskanzlerin'', für viele vielleicht auch eher ein unwort
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-Stanley Kubrick-
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Alt 25.01.2006, 21:08   #5 (permalink)
AW: Unwort des Jahres 2005 "Entlassungsproduktivität"

"Bei der 1991 begründeten und seither jährlich stattfindenden Aktion »Unwort des Jahres« sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, sprachliche Missgriffe zu nennen, die im jeweiligen Jahr besonders negativ aufgefallen sind. Gesucht werden Wörter und Formulierungen aus der öffentlichen Sprache, die sachlich grob unangemessen sind und möglicherweise sogar die Menschenwürde verletzen. Die Vorschläge können aus allen Bereichen der öffentlichen Kommunikation stammen, aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Technik, Wissenschaft, Kulturinstitutionen oder Medien, und sollen in jedem Fall eine Quellenangabe enthalten."


was is mit nicht-angriffs-waffen na ok, zu aktuell, aber mein vorschlag für 2006

ansonsten find ich ekel- bzw gammelfleisch und vogelgrippe tolle neuerfundene wörter von gesamtgesellschaftlicher relevanz.
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Aaron T. Richter


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Dexter ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 26.01.2006, 06:26   #6 (permalink)
AW: Unwort des Jahres 2005 "Entlassungsproduktivität"

Ich hätte mich ja noch zu „Feinstaub“ überreden lassen.

Aber Entlassungsproduktivität ist einfach ein tolles Paradoxum. Wie kann man _ernsthaft_ der Meinung sein durch weniger Arbeiter mehr Leisten zu können?! Hail to the Flipchart…and fuck the reality!
overdose ist offline   Mit Zitat antworten
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