Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr


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Alt 25.06.2007, 19:36   #1 (permalink)
Ausrufezeichen Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

Zitat:
Es wäre ein brisanter Datenverlust gigantischen Ausmaßes: Einem ARD-Bericht zufolge hat die Bundeswehr sämtliche Geheimberichte aus vier Jahren Auslandseinsätzen vernichtet. Begründung: ein "technischer Defekt". Auch wichtige Daten zum Fall Kurnaz sollen für immer verloren sein.
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutsc...490524,00.html

Kann ja mal passieren, oder? Gehts nur mir so oder riecht das nach Betrug?
Mal eben so etwas belastendes Material verlieren? Und die Sicherheitskopie wird auch gleich vernichtet? War ja sowieso nicht mehr lesbar? Da ist doch was Faul.
Da sind die Daten in jeder Minifirma sicherer. Wenn das normal ist hoffe ich das das Finanzamt als nächstes einen Datenverlust hat, ich will keine Steuern mehr zahlen.
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Alt 25.06.2007, 19:41   #2 (permalink)
AW: Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

da hoff und vermute ich doch ma, dass die sich beim wiederherstellen von terroristenfestplatten mehr mühe geben! nun ja, betrug oder nich, jedenfalls isses ziemlich praktisch
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Dexter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.06.2007, 20:28   #3 (permalink)
AW: Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

Off-Topic:
Zitat:
Zitat von midnight Beitrag anzeigen
Tja sehen wir es ein Deutschland mutiert zur DDR ... DDR 2.0
Nö, die Stasi-Akten sind nicht verloren gegangen, die wurden vernichtet. Das haben die auch ehrlich zugegeben. Ausserdem werden Daten schon immer überall vernichtet/verschlössen/verschmissen. Das funktioniert in den USA genau so wie im Vatikan... Was hat die DDR damit zu tun?


Der versehentliche Verlust so interessanter Daten kann man fast ausschliessen. Jede Firma arbeitet mit redundanten Backupsystemen. Derartig Inkompetenz an so einer Position, nur eine Bandsicherung von Daten zu haben, kann ich mir nicht vorstellen...
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Alt 25.06.2007, 20:35   #4 (permalink)
AW: Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

Sorry, aber Spezialfirmen können von "nicht lesbaren" Bändern Daten zurücksichern, auch wenn es nur ein paar Meter Bandschnipsel sind. Die haben das System gewechselt und alles, was an alten Kassetten/Bändern nicht mehr kompatibel war einfach geschreddert. Natürlich konnten "DIE mit ihren Geräten" die Daten nicht mehr lesen, da haben die sicherlich nicht gelogen
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Alt 25.06.2007, 22:24   #5 (permalink)
AW: Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

@midnight, was weisst du denn so über die DDR? (Mal so rein interessehalber)

Das dieses System abgestürzt ist und dabei wichtige Daten verlorengingen, ohne das irgendwo ne Sicherung existiert kann ich mir nicht vorstellen.
Aber ich kann mir auch nich vorstellen, das die Bundesbehörden so dumm sind und wirklich denken das das Volk einfach so glaubt das die Putzfrau beim saubermachen den Stecker gezogen hat und dabei die Daten gelöscht hat. (überspitzt dargestellt) Vor allem, weil eben solch präkere Daten fehlen wie die von kurnaz oder Afgahistaneinsatz aus der zeit mit den Totenschädeln.
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Alt 25.06.2007, 23:11   #6 (permalink)
AW: Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

Naja, das kann denen aber auch egal sein. Die Daten sind weg und prüfen kann es keiner wirklich. Genaue Nachforschungen wurden bereits von Politik und dem Kurnazanwalt gefordert. Aber wenn sie nichts finden sollen, dann finden sie auch nichts. Die sind ja nicht blöd, nur dreist.
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Alt 25.06.2007, 23:20   #7 (permalink)
AW: Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

sorry, aber dann müssen einfach ein paar köpfe rollen. der "datensicherheitsbeauftragte" der bundeswehr verdient bestimmt nicht schlecht. dafür hat er sicherlich auch viel verantwortung...

wer versagt muss gehen ...

einen sündenbock muss es doch geben!
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Alt 26.06.2007, 07:24   #8 (permalink)
AW: Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

Zitat:
Zitat von porschinho Beitrag anzeigen
einen sündenbock muss es doch geben!
Das wäre ja fast zu einfach. Ich denke auch dass die Meldung irgendwo einen haken haben muss. So einfach verschweinden keine Daten, zumindest nicht 100%ig einfach so. Da müsste schon ein extrem heißes Feuer gewütet, und die Bundeswehrdatenburschen ihre Server in Schuhkartons untergebracht haben.

Das sollte man evtl mal verfolgen. Vll möchte man sich einfach von unschönen Daten entledigen. Wie toll wäre es wenn man alles Bildmaterial vom WW2 vernichten könnte. Dann würd die polnische Regierung jetzt in Punkto EU-Rat auch blöd darstehen.
overdose ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.06.2007, 07:50   #9 (permalink)
AW: Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

dose!

Hab heut früh im Radio gehört, dass auch wichtige CIA-Informationen über ein Geheimgefängnis in ??? verloren gegangen sind.

Ich find die ganze Sache schon etwas dubios.

Wenn jeder Hirni mit nem Aldirechner n Backup per Knopfdruck machen kann, kann ich mir schlecht vorstellen das so ein Datenverlust möglich ist.

Es hieß die alten Datenträger seien defekt und unbrauchbar. Ja warum macht man dann nicht ne neue Kopie? Vielleicht war grad keine Diskette zur Hand
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Alt 26.06.2007, 08:36   #10 (permalink)
AW: Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

Off-Topic:
Zitat:
Zitat von cornholio Beitrag anzeigen
Ja warum macht man dann nicht ne neue Kopie? Vielleicht war grad keine Diskette zur Hand
Die hatten nicht mehr die nötigen 2.000.000 Disketten für die Datenmenge auf Lager


Ich finds ebenfalls völlig abwegig, dass da Daten per Unfall verloren gehen können - es sei denn, die Bundeswehr ist da seid Jahren wirklich massiv fahrlässig vorgegangen ohne Backups etc. Dann würde man sogar verstehen, dass die sich irgendwas einfallen lassen von wegen Backups nicht lesbar...

Oder eine geheime Neuzeit Hackerorganisation hat sich in die Bundeswehr gehaxx0rt und die Daten gestohlen um ch40s zu verbreiten!!1111
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Alt 26.06.2007, 08:43   #11 (permalink)
AW: Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

Nee jd. Die alten "unlesbaren" Datenträger wurden ja offiziell vernichtet! Das ist ja grad das lustige. Und dadurch, dass diese Kopien vernichtet wurde gab es keine weiteren mehr. Und jetzt ist zufällig der Rest auch noch kaputt gegangen. Der ganze Fall spielte sich übrigens Mitte 2005 ab.
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Alt 26.06.2007, 08:47   #12 (permalink)
AW: Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

Hoopla, mein Fehler.

Nun - logischer (weniger fahrlässig) wirds dadurch aber nicht
Mitte 05 ist das gewesen? Warum wird das hier dann erst jetzt durchgekaut? :\

//EDit Achso, seh schon.. hab den Artikel jetzt mal überflogen

//Edit²:

Sehr schön find ich:
Zitat:
Der Datensicherungsroboter erlitt nach der Archivierung der Daten einen technischen Defekt und musste Ende 2004 durch ein Austauschgerät ersetzt werden
Natürlich immer gut, so sensible Daten völlig ohne menschliches Eingreifen zu sichern *thumbs up*
Lassen wir mal den Datenroboter paar Jahre unbeaufsichtigt Backups machen - passt schon!
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Alt 26.06.2007, 10:10   #13 (permalink)
AW: Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

Off-Topic:
Was ist eigentlich ein Datensicherungsroboter? Die haben doch nicht etwa irgendwelche mechanischen Gerätschaften die Bänder durch die Gegend schleppen?
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Mr. White ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.06.2007, 11:16   #14 (permalink)
AW: Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

Off-Topic:
Ne, aus dem folgezeilen interpretiere ich das so, dass die nur den Datenrechner als "Datensicherungsroboter" bezeichnen.
(Die Bänder sind laut Text in dem Roboter drinnen. Hört sich also nach Bandlaufwerken o.ä. verbaut in nem Computer an)
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Alt 26.06.2007, 22:40   #15 (permalink)
AW: Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

Zitat:
Zitat von -JD- Beitrag anzeigen
Off-Topic:
Ne, aus dem folgezeilen interpretiere ich das so, dass die nur den Datenrechner als "Datensicherungsroboter" bezeichnen.
(Die Bänder sind laut Text in dem Roboter drinnen. Hört sich also nach Bandlaufwerken o.ä. verbaut in nem Computer an)
hier, guck dir das mal an. ist aus einem forschungszentrum bei uns am ort:
http://www.fz-juelich.de/zam/service/tsm_backup

so könnte das auch bei der bundeswehr ausgesehen haben ...
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Alt 26.06.2007, 23:44   #16 (permalink)
AW: Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

Das ist doch extrem Oldschool, oder? Wozu gibt es Netzwerke und Server mit zig redundanten Platten? Bänder sind doch sowas von überflüssig, groß und anfällig.
Braucht man die wirklich noch? Ich muss morgen gleich mal fragen ob wir auch irgendwo Bänder rumschwirren haben. Würde mich aber wundern.
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Alt 27.06.2007, 17:46   #17 (permalink)
AW: Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

Zitat:
Zitat von Mr. White Beitrag anzeigen
Braucht man die wirklich noch? Ich muss morgen gleich mal fragen ob wir auch irgendwo Bänder rumschwirren haben. Würde mich aber wundern.
Sorry, aber wenn eure Firma abbrennt, nutzen dir deine schönen redundanten Platten nichts mehr. Ich aber packe dann die Bänder aus dem feuerfesten Safe aus und sichere die "Firmenexistenz" auf neue Hardware zurück und ermögliche so 300 Mitarbeitern ihren Job zu behalten. Wir winken dann, wenn du mit deinen verkohlten redundanten Platten beim Arbeitsamt stehst

EDIT: groß und anfällig? Was verstehst du unter einem Datensicherungsband? Diese Riesigen tonbandähnlichen Dinger gibt es nicht mehr, nur zur Info
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porschinho ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.2007, 18:29   #18 (permalink)
AW: Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

Off-Topic:
Zitat:
Zitat von porschinho Beitrag anzeigen
Sorry, aber wenn eure Firma abbrennt, nutzen dir deine schönen redundanten Platten nichts mehr. Ich aber packe dann die Bänder aus dem feuerfesten Safe aus und sichere die "Firmenexistenz" auf neue Hardware zurück und ermögliche so 300 Mitarbeitern ihren Job zu behalten. Wir winken dann, wenn du mit deinen verkohlten redundanten Platten beim Arbeitsamt stehst
Es gibt aber auch Firmen, die durch eine standortübergreifende, redundante Sicherung dieses Thema erschlagen. So werden die Daten über eine Standleitung, an ein oder mehrere andere Firmenstandorte inkremental gespiegelt. Wenn also ein Standort abbrennt, sind die Daten immernoch vorhanden...

Zitat:
EDIT: groß und anfällig? Was verstehst du unter einem Datensicherungsband? Diese Riesigen tonbandähnlichen Dinger gibt es nicht mehr, nur zur Info
Anfällig ist so eine Frage. Bänder halten ebenso lange wie CDs oder DVDs teilweise sogar länger. Böse wird es nur wenn die Bänder in ein wechselndes Magnetfeld kommen. das wäre einem optischen Medium egal...
Groß kann ich verstehen, wenn man die Menge an Bändern mit einem Backup-Server vergleicht. Die können schon ordentlich Platz wegnehmen. Zudem ist die Lagerung um einiges aufwändiger.

Aber Bänder werden trotzdem heutzutage noch viel verwendet. Wir haben in der Firma auch noch eine Bandsicherung. Das ist eben eine alt eingesessene, schon fast Traditionelle Art der Datensicherung.
Nicht zu verachten wäre bei Bändern die rechtliche Geschichte. Diese gelten als Nachweis, dass ein Datenbestand zu einem besitmmten Zeitpunkt eingefroren und nicht verändert wurde. Bei einer Sicherungslösung nur mit Servern kann dies rechtlich nicht sichergestellt sein. Da müssen wechselbare Medien her, und wenn keine Bänder dann DVD oder BlueRay. Das kostet auch...
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Xaicon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.2007, 18:32   #19 (permalink)
AW: Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

Ich kenne nur die Monsterbänder
Man kann doch Daten auch auf irgendwelchen Servern im Takatukaland speichern. Ein paar Standorte und das Ding ist mehr oder weniger sicher. Kommt halt auch auf die Firmengröße an. Für den Bund sollte das jedenfalls kein Problem sein.

Ich habe übrigens den Datenroboter, den der Bund verwendet, gefunden.
Klick
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Mr. White ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.2007, 19:48   #20 (permalink)
AW: Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

mit dem eingefrorenen datenstand hast du vollkommen recht xai. das ist ein wichtiger faktor. was ist, wenn ein ausscheidender mitarbeiter 2 wochen vor seinem austreten nochmal so richtig aufräumt. das fällt dann natürlich nicht sofort auf, sondern erst, wenn der neue mitarbeiter an die daten seines vorgängers ran muss. in diesem fall wäre mit der sicherung des "aktuellen" datenbestandes auf einem "entfernten" server auch schon der ofen aus es sei denn, dass man genug platz hat mehrere hundert gigabyte dauerhaft in x-versionen vorzuhalten ...
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Alt 27.06.2007, 20:01   #21 (permalink)
AW: Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

mir fiel gerade etwas ein. romanratequiz. ich persönlich habe ja diesen langweiligen und banalen roman nicht weiter als bis seite 50 gehört, aber an etwas inhalt erinner ich mich noch:

Zitat:
Winston Smith arbeitet im Ministerium für Wahrheit.
Seine Arbeit besteht zum größten Teil aus Umschreibung und Verfälschung der Geschichte.
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Dexter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.06.2007, 18:17   #22 (permalink)
AW: Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

Off-Topic:
Und mir fällt mal wieder nichts sachliches ein, was nich schon erwähnt wurde...

Höchstens noch dieses:

Quelle
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Alt 14.07.2007, 10:07   #23 (permalink)
AW: Uuups da war ja noch was drauf - Datenverlust bei der Bundeswehr

sehr interessanter artikel zum thema:

Zitat:
Dem Bundesnachrichtendienst war das Treiben in Gelsdorf ein Dorn im Auge – Einfluss und Geld standen auf dem Spiel. Zumal einigen BND-Mitarbeitern der Gedanke unangenehm gewesen sein dürfte, dass innerhalb Deutschlands eine Stelle entsteht, die anhand eigener Berichte in der Lage sein könnte, BND-Meldungen zu überprüfen. Folglich entbrannte ein Machtkampf zwischen Bundesnachrichtendienst einerseits und militärischem Nachrichtenwesen andererseits.

Letztendlich konnte der BND das Blatt zu seinen Gunsten wenden und die Militärs in die Schranken weisen: Die Regierung entschied, wesentliche Teile des Zentrums für Nachrichtenwesen der Bundeswehr im Bundesnachrichtendienst aufgehen zu lassen und das ZNBw aufzulösen.

Ob der nun aufgedeckte Datenverlust in der ZNBw-Datenbank "Jasmin" eine Rolle im Machtkampf mit dem BND gespielt hat, ist noch zu klären. Auffällig ist, dass die Löschung der Daten vom Hauptsystem und die spätere Vernichtung der Archivbänder einerseits sowie der Weggang Hasenpuschs ins Verteidigungsministerium und die Regierungsentscheidung für die Zusammenlegung von ZNBw und BND andererseits zeitlich nahe beieinander liegen. [.....]

Nach Informationen von NDR Info erhielt Anfang 2002 - kurz nach Beginn des KSK-Einsatzes in Afghanistan - ein deutscher Soldat von US-Soldaten eine CD-ROM. Auf dem Datenträger sollen die Namen von Gefangenen in der US-Basis Kandahar gespeichert gewesen sein. Über den weiteren Inhalt der CD gehen die Darstellungen auseinander. Einige besagen, es seien auch Verhörprotokolle enthalten, aus denen ersichtlich werde, dass die US-Kräfte die Gefangenen misshandelt hätten. Dass die CD mehr als nur eine Liste enthielt, ist wahrscheinlich: Denn in Akten deutscher Sicherheitsbehörden finden sich ein Foto und angeblich englischsprachige Dokumente, die offenbar von US-Kräften aus Kandahar stammen. Ob oder was noch auf der CD war, bleibt mutmaßlich im Dunkeln. Die Daten der gesuchten CD wurden nach Deutschland übermittelt und landeten offensichtlich auch im Computersystem "Jasmin" – eben jenem System, aus dem die Daten nun gelöscht wurden.

http://www.bits.de/public/gast/2007richter-1.htm
bitte komplett lesen.
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