W:O:A: 2004 - aKe war da


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Alt 09.08.2004, 00:26   #1 (permalink)
aKe
W:O:A: 2004 - aKe war da

W:O:A 2004 – Ein Erlebnisbericht

Wir schreiben das Jahr 2004 nach Christus. Ganz Wacken ist vom Metal besetzt, nur ein paar Omis leisten immer noch erbitterten Wiederstand. Doch der Metal besitzt einen Zaubertrank, der auch die Omis überzeugt, dass Metal die einzig wahre Weltreligion und Staatsform ist:

Beer! ! ! !



Am Mittwoch dem 04.08.2004 war es soweit. aKe betritt um 07:00 die Rurtalbahn um sich nun, aufgrund einiger Organisationsschwierigkeiten und Missverständnisse, nun per Zug nach Wacken aufzumachen. Gepäck und Nahrungsmittel waren bei nem Kollegen untergebracht, der mit dem Auto hinfahren wollte.
Also machte ich mich nur mit lockerem Handgepäck nach Düren auf, um mich dort mit meiner Freundin und einem Kumpel zu treffen. Von Düren aus ging es weiter nach Köln. Dort wurde ein teures Ticket nach Itzehoe über Hamburg gekauft und um 09:11 Uhr ging es auch endlich los. In den Zug gehüpft und losgefahren, gen Freiheit. Die Hinfahrt gestaltete sich als etwas unbequem. Der Zug füllte sich rasch mit Reisenden nach Hamburg und auch mit reichlich Mitstreitern, die gen Wacken aufgebrochen waren um den Metal zu leben oder zumindest zu posen Leider wurden wir dann von unseren Plätzen vertrieben (allerdings freundlich) da wir uns irrtümlicherweise auf reservierte Plätze gesetzt hatten, die ein paar Metalheads aus Münste zugesprochen waren. Von da an hiess es im vordersten Abteil mitzufahren, also im Fahrradabteil. Egal da war Platz und wir spielten Karten, laberten Mist oder glotzten einfach vor uns hin.
Itzehoe, am 4. August im Jahre 2004 des Herrn. 14:01 Uhr Ortszeit.
aKe, DieLady und ins4ne verlassen das Bahnhofegebäude und wollen mit dem Shuttlebus zum Festivalgelände in Wacken fahren. Aber leider stellte sich heraus, dass dieser vollkommen überladen war. Nachdem man die eigentlich geplante Tour verpasst hatte, kauften wir uns ein Taxi und fuhren so nach Wacken. Dort angekommen wurde sich sofort mit Micha getroffen, welcher auch bald am vereinbarten Treffpunkt eintraf, mit dem lieben Spreeward auf dem Rücken. Da beide allerdings beide auch schon extrems besoffen waren, sah man die beiden lediglich von Ferne über den Weg torkeln, mit finalem Abflug in den Graben inklusive. Plötzlich warense weg und lagen im Gebüsch und wir lagen das erste Mal vor Lachen am Boden. Nun wurde zum Campingplatz gedrängt (es war ein weiter Weg), aber endlich engekommen, wurde auch direkt gefeiert. Die lieben Leute, die unser Gepäck mitgenommen hatten, hatten auch schon alles aufgebaut und eingerichtet. An dieser Stelle ein fettes Dankschön! Also wurde gegen 16:00 Uhr das erste Bier geöffnet. Und dann gings los! Ziemlich bald meldeten sich auch schon unsere Nachbarn aus dem Saarland. Diese schlugen uns vor, ein Spiel namens „Flummiball“ zu spielen. Es wurden 2 Mannschaften gegründet. „Das Saarland“ gegen „Nordmetal-Westfalen“. Jeder Spieler bekam eine Dose Bier (0.5 l ) und es wurden knapp 5 bis 7 leere Dosen in einer Reihe aufgestellt. Nun stellten sich die beiden Teams gegenüber auf, mit der Dosenreihe in der Mitte. Ziel des Spieles war es nun, die Dosen in der Mitte mit abwechselnd werfenden Teams umzuwerfen. Traf ein Team eine Dose, sodass diese umfiel, so musste das Team nun so schnell trinken wie es konnte, während ein Läufer des anderen Teams zur Dose rennen musste, diese aufrichten und wieder zurückrennen musste. War dies erfolgreich erledigt, musst man mit trinken aufhören. Ziel war es nun, als erstes Team sämtliche Dosen leergetruhnken zu haben. Unser Team hat gewonnen, und die Revanche sogar noch deutlicher. Das ganze fand in prächtigem Wetter in brütender Sonne statt. So kam es, dass aKe um noch nicht einmal 18:00 schon das erste mal ins Bett fiel und ne Runde schlief. Gegen 23:00 Uhr wurde wieder aufgestanden und erneut „ein wenig“ gebechert. Irgendwann war dann Sense und der Anreisetag war vorbei. Man ging schlafen und freute sich auf den Festivalanfang am nächsten Tag.

Donnerstag der 05. August, 2004. Erster Festivaltag.
Der erste Tag begann mit dem leidigen Aufwachen nach einem versoffenen Abend. Das allerdings auch noch in einem von der Sonne gut aufgeheizten Zelt, welches längeres Schlafen als 9 Uhr unmöglich machte. Kurz: man wacht auf und fühlt sich beschissen, der Freundin geht’s nicht besser und man fühlt sich wie ein zerlaufenes Karamelbonbon aussieht. Also wurde sich ein Handtuch gekauft, mit der Aufschrift: „Duschen ist nicht Metal!“ und duschen gegangen.
„aKe?! Warum gehst du duschen???“
„Weil ich nen so krassen Rockfaktor habe, ich könnte 10x duschen gehen und wär noch mehr Roque als du…“
„Schon klar…“
Der Tag wurde mit Dösen in der Sonne, Sichtung des Festivalgeländes und mit einer Tour durch sämtliche Läden und Stände verbracht. Abends stand dann endlich Programm an. Die erste Band wurde ignoriert und gegen Mitte des zweiten Auftritts betraten wir das Festivalgelände.
Motörhead erwiesen sich als erstaunlich langweilig, monoton und mit schlechtem Sound.
Danach stand auch schon das finale Konzert des eröffnenden Abends an. Mit luxuriösen 2 ½ Stunden Spielzeit ausgestattet betraten die Böhsen Onkelz die Bühne. Ein erstes aKe-Highlight war angesagt und wurde auch ganz schnell Wahrheit. Kevin hatte einen guten Tag erwischt und brüllte oder sang das Mikro weich. Der Sound war prima, die Onkelz gut gelaunt und machten eine gute Show. Songs wie „Nie wieder; Nichts ist für die Ewigkeit; Für Immer; Superstar; Immer auf der Suche; Danket dem Herrn; Nichts ist so hart wie das Leben; Nur die Besten sterben jung; Mexiko, Erinnerungen; Gehasst verdammt vergöttert“ machten eine prima Setliste aus. Onkelz rockten fett und machten gute Laune. Nach dem Konzert war auch schon Schluss für den Tag, es ging zurück zum Zeltplatz feiern. Gegen 4 Uhr morgens landete man dann endlich ziemlich strack im Zelt.

Freitag, 06.August, 2004. Das Zelt brütet.
Um 9:00 früh konnte wieder keiner mehr schlafen. Man stand auf und fühlte sich nicht verkatert, aber extremst unausgeruht und beschissen. So mancher Morgenmuffel war kaum ansprechbar. Meine Freundin und ich gingen erneut duschen und uns erfrischen. Danach fühlte man sich wie neu geboren. Das Feuer brannte wieder und man ging zu Arch Enemy. Wir wollten mal diese süße Frau mit der phänomenal gewalttätigen Stimme sehen. Der Auftritt von Arch Enemy erwies sich als musikalisch und technisch hochwertig, von der Performance beziehungsweise von der Ausstrahlung der Band während dem Spielen her als leider nur durchschnittlich bis nicht ansprechend. Auch die amüsante Begrüßung des Publikums von Frau Gossow: “Guten Tag WACKEEEEEEEN! Heute ist ein schöner Tag und wir haben Spass, aber auch ein bisschen Gewalt ist nicht verkehrt…“ änderte da nicht viel dran. Danach streifte man durch das Festivalgelände, trank Bier, alberte rum, döste oder machte es wie aKe … Ich bin am Freitag gegen 18:00 Uhr recht betrunken vor Spreewards Zelt eingeschlafen. Ohne Isomatte, in kompletter Montur auf dem unebenen Feldboden in umgemütlicher Handlung.Gegen 20 Uhr weckte mich dann meine Freundin (mein Rücken war so verspannt, der tut teilweise jetzt noch tierisch weh), sie wollte zu D.I.O. Gesagt, getan, also zu DIO gehen. Ich kannte diese Band bis vor diesem Auftritt nur vom Hörensagen und kann deshalb nicht viel sagen. Aber was man definitiv sagen muss ist, dass der DIO ein riesiger Livesänger mit krassem Charisma ist. Der ist zwar klein, dünn und alt, aber höllisch gut und hat vor allem sichtlich Spass. Die Musik ist insgesamt nicht mein Ding, allerdings rockten einige Stücke trotzdem derbe und machten echt Spass angeschaut zu werden. Der Freundin hats riesig gefallen, ich fands interesannt und unterhaltsam. Was will man mehr? Nach diesem Konzert wollten wir eiegentlich zum Zelt zurückgehen, doch legte plötzlich direkt nebenan eine Band los, die anfangs stark klang. Arschtritt-Trash-Metal von Destruction ward geboten. Also entschieden wir uns spontan dafür, auch diesem Konzert beizuwohnen. Leider hatte man mit der Zeit den Eindruck, dass Destruction ein einziges 40 Minutenlied spielten, so wenig abwechslungsreich war die Musik. Aber sie rockte und die Band war nett und unterhaltsam. Nach Destruction in 5ter Reihe zog es uns dann zum Zelt zurück. Dort wurde dann wieder mit den Nachbarn aus Berlin gefeiert, getrunken, Musik gehört und JBO mitgesungen. Dieser Abend dauerte extrem lange, so ungefähr bis 5 Uhr morgens. Einer der Berliner schlief schon seit ner Stunde an den Tisch gelehnt, aKe schaffte es kaum noch ins Zelt und DieLady fiel auch nur noch schlicht auf die Matratze. Auch diese Nacht wurde wieder gegen 9:00 Uhr von Hitze und schlechter Luft beendet.

Samstag den 07. August, 2004, letzter Festivaltag.
Erneutes kaltes Duschen erfrischte den geschundenen Körper auf ein neues, um nun auch den letzten Festivaltag überstehen zu können. Man hing gemeinsam im Schatten herum, trank ein paar Bierchen, döste oder man saß zu fünft zusammen und dichtete lustige Reimlieder. Unser Gelächter schallte zeiweise sehr laut über den Campingplatz. Irgendwann bekamen wir dann interesannten Besuch eines „Puppenverkäufers“. Ein interesannter Mensch, der da versuchte „professionell“ selbstgebastelte Wackenpuppen für 5€ zu verkaufen. Ein Foto von ihm kostete 1€. Dekoriert mit selbstgebastelten Werbeschildern versuchte dieser Halbnackte nun uns eine original (!) Wackenpuppe aufzuschwatzen. Diese Puppen bestanden aus in Isolierband eingewickeltem Gras, irgendwie zu etwas Puppenähnlichem zusammebfrickelt. Dieser Jerk beeindruckte mit Einfallsreichtum, Schlagfertigkeit und Wortgewandtheit, sodass wir uns zu viert mit ihm unterhielten und rumalberten (es gelang ihm aber nicht durchgehen ernst zu bleiben). Es wurde viel gelacht und letztendlich kauften wir ihm eine Puppe UND ein Foto für 2€ ab. Danach begab er sich weiter auf „Promotionstour“ wie er es nannte. Später nachts trafen wir ihn wieder und er erzählte uns, dass er doch tatsächlich die anderen 4 Puppen für 5€ das Stück verkauft hatte…
Nach diesem großen Spaß am Rande ging es dann los in Richtung zum Festivalgelände. Erste Reihe bei Children of Bodom war angesagt. Jedoch wurden wir diverse Male aufgehalten, sodass wir doch nur pünktlich zu Konzertbeginn eintrafen. Bei diesen „Aufhaltereien“ stach eine ganz besonders heraus. Und zwar waren da drei Freaks, die uns und einige andere Leute zu sich riefen und uns dann erklärten, dass sie die Band Gara Gentor wären, was lateinisch wäre und Garagentor bedeute. Sie würden uns gerne ein paar Lieder vorspielen. Allgemeines Gelächter über die Art und Weise und über den wirklich genialen Wortwitz. Nun schnappten sich 2 der Leute Luftgitarren (Diese aufblasbaren Dinger) und ein aus Bierdosen zusammengebautes Schlagzeug, welches mit Pommesgabeln gespielt wurde. Der „Sänger“ kündigte nun das erste Lied an: „Vom Traktor erschlagen“ Nun legten sie los und schrummelten an den Luftgitarren herum und spielen Dosenschlagzeug (man hörte also rein gar nix und sah nur die leute hampeln) und dann ging der Gesang los. Dumpf gröhlend: Du stehst auf der Wiese ! Plötzlich kommt da ein Traktor angeflogen ! DU bist tot ! Vom Traktor erschlagen! RAHHHH“ und schon war das Lied aus. Allgemeines Gelächter und Beifall. Nun wurde uns ein Lied zum Pogen angekündigt. Ihre neueste Singleauskopplung: „Pestleichen in die Stadt geschleudert“ Dem folgte wildes Headbangen mit Luftgitarren. Das liessen sich der Spree und ich nicht zweimal sagen. Ich hüpfte gegen ihn, er gegen mich und wir beide in die Leute. Also pogten wir zu „Pestleichen in die Stadt geschleudert“. Der „Sänger“ schrie einmal auf und schon war das Konzert auch schon aus. Mehr Lieder seien in Arbeit. Wir verabschiedeten uns mit einem fetten Danke für diese gelungene Black Metal Verarsche! Einfach nur geil!
Dann gings auch los. Children of Bodom um Gitarrenvirtuosen Alexi Laiho betraten die Bühne und lösten einen Krieg in der Menge aus. „Bodom after Midnight, Everytime I die, Red Light in My Eyes, Sixpounder, Needled 24/7, Towards dead End“ brachten das Publikum vollkommen zum Ausrasten und führten zu einer totalen Crowd Surfer Flut. Spree und ich standen mittendrin, wurden durchgeschüttelt, geschubst, geschlagen und getreten und nebenher mussten wir auch noch alle paar Sekunden einen Crowd Surfer weiterreichen. Das war insgesamt viel zu stressig. Irgendwann fiel jemand hinter mir hin und krallte sich an meinen Haaren fest. Das tat extremst weh und schlug mich mit dem Hinterkopf an den des Hintermannes. Irgendwann später trat mir dann noch ein Surfer unters Kinn. Irgendwann war Sense und ich ging an den Rand und beobachtete das Konzert von weiter außen und in Ruhe. Die Children of Bodom legten einen perfekter, energiegeladenen Gig hin. Sound perfekt, Spieltechnik perfekt, Eingespieltheit perfekt. RESPEKT! Leider habe ich von euch nicht allzu viel mitbekommen
Nach Children of Bodom war allseit Müdigkeit und Erschöpfung angesagt. Ein wenig im Zelt gammeln und feiern war angesagt und auf J.B.O. warten, welche um 02:00 Nachts das Festival abschliessen würden. Als J.B.O. anfingen kochte auch sofort wieder die Stimmung. Eine gute Liveband mit guten Livesängern legte eine Mischung aus Kabarett und Metalkonzert hin. Kurz: Spaß ohne Ende. Leider war nach einer Stunde Schluß. Dafür ging man jetzt mit einem Grinsen zum Zelt und ins Bett. Zum feiern waren mittlererweile alle zu kaputt. Man wollte nur noch schlafen und am nächsten Morgen nach Hause fahren. Das Festival zeigte spätestens jetzt doch seine deutlichen Spuren.

Sonntag der 08. August, 2004, Abreise.
Die Abreise verlief weitesgehend unspektakulär. Zelte abbauen, Gepäck beim Kumpel im Auto verstauen und dann in Richtung der Shuttlebusse gehen. Die Organisation der Shuttlebusse war auch leider ein Punkt den man deutlich kritisieren muss. Organisation war nicht vorhanden. Der Bus hielt einfach und wer einstieg hing davon ab, wie rücksichtslos und gemein er sich reindrängelte. Irgendwann schafften wir das ohne zerbrochen zu werden un erwischten den Zug um 11:56 ab Itzhoe. Dieser fuhr ohne Zwischenfälle bis Köln durch, von da aus gings dann, nach entspanntem Abendessen im PizzaHut, nach Düren und von dort aus mit der Mutter vom ins4ne nach Hause. Gegen 20 Uhr am heutigen Tage war ich endlich wieder frisch geduscht, entstaubt und kaputt. Dann habe ich diesen Artikel hier geschrieben und werde jetzt glücklich und in Erinnerungen schwelgend ins Bett fallen und bis morgen Mittag schlafen.
In diesem Sinne:
Ich freue mich aufs nächste Jahr! So wie dieses Jahr darf es ruhig wieder sein, auch wenn letztes Jahr stimmungsmäßig insgesamt lockerer und somit besser war, aber was solls? Geil wars so und so und ich möchte es keinesfalls missen!
Gute Nacht und Prost.
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aKe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2004, 02:50   #2 (permalink)
Klingt nach einem schönen Wochenende, aber sehr viel Text.
Junge du musst echt zu viel zu tun haben

Ich hoffe bei mir auf dem Highfield wirds auch so.
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Der Himmel ist deshalb so grau, weil alles Blaue schon heruntergelogen wurde.
richieguitar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2004, 13:00   #3 (permalink)
Es ist tatsächlich ein sehr langer Text aber ich lese deine Erlebnisberichte irgendwie voll gerne.

Ich kann mir gut vorstellen das ihr da ein lustiges und ereignisreiches Wochenende erlebt hab, wenn ich hier schon beim durchlesen grinsend vor dem PC sitze.
Ich kann mir für mich zwar nicht vorstellen mich in so eine Menge zu stürzen, auch nach dem was du über die Erlebnisse geschrieben hast während Children of Bodom gespielt haben, aber den Puppenverkäufer und die kreative Band mit Luftgitarren stelle ich mir sehr cool vor. *g*
Schlumpfine ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2004, 14:08   #4 (permalink)
aKe
Zitat:
Zitat von richieguitar
Klingt nach einem schönen Wochenende, aber sehr viel Text.
Junge du musst echt zu viel zu tun haben
Zitat:
Zitat von Schlumpfine
Es ist tatsächlich ein sehr langer Text aber ich lese deine Erlebnisberichte irgendwie voll gerne.
Ja es ist ein langer Text geworden, aber ich habe ihn auch ziemlich schnell und spontan geschrieben. Ich glaube ich war nichtmal ne Stunde beschäftigt. Jedesmal wenn ich sowas aufschreibe kann ich mich nochmal dran erinnern und der Film läuft ein zweites mal in meinem Kopf ab. Deswegen schreibe ich auch so gern. Und wenn ich dann noch sehe, dass es leute gibt, die entweder nicht zu faul sind diese texte zu lesen bzw. diese Texte auch noch gerne lesen, dann macht mich das auch noch froh
danke schön
__________________
aKe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2004, 14:44   #5 (permalink)
Scheiss auf so viel Text. Lesen lernt man in der Schule, Menschen die nicht lesen können werden sich hier nicht anmelden und wem's zuviel ist, liest es halt nicht.


Joa, wie man bei aKe herauslesen kann war ich ebenfalls da. Anscheinend früher und anscheinend auch früher voll, was sich dann anscheinend wohl in einem Sturz bemerkbar machte. Naja ganz so schlimm ohne Erinnerung bin ich dann doch nicht, obwohl ich mir stundenlang die Schmerzen in den Beinen nicht erklären konnte

Und wie war Wacken so? Einmalig aussergewöhnlich würde ich sagen. Ein Festival, das für mich eindeutig vom drum und dran gelebt hat und geprägt wurde. Einmal in das Dorf "Wacken" hineingefahren strömt dir Anarchie und Friedfertigkeit entgegen. So war zum Beispiel das erste, was ich so ziemlich gesehen hab, ein splitternackter Metalhead, der über den Platz marschierte. Und der sollte nicht der einzige bleiben, das sei erwähnt. Ansonsten halt fast ausschlieslich nette Menschen vor denen Opa und Oma in Todesangst reiss aus nehmen würden. Der Zeltplatz ist einfach voll von kranken Leuten mit witzigen Ideen. So zum Beispiel ein selbstgegrabener Pool hinter dem Zelt, ein eigenes Dorf mit Ortsschild mitten zwischen den Zelten oder ein Gartenzaun und, und, und. Einzig und allein scheisse war, das die Onkelz ganz offentsichtlich viele Idioten angezogen haben unter denen auch einige Nazis waren, die wohl dachten, in Wacken wegen der Onkelz ihres Gleichen zu finden. Im Verhältnis zum Rest waren das wenige, aber die haben einfach genervt. Naja, man ist sich konsequent aus dem Weg gegangen.

Bühnen und Bands waren natürlich laut, böse und knallhart. So wie es sich gehört. Eingestiegen sind wir Donnerstag Abend mit Zodiac Mindwarp die ordentlichen Rock 'n Roll im Stile von Monster Magnet boten und vor Motörhead spielten. Die wiederrum waren genauso eintönig, wie beim ersten Mal, als ich sie Live gesehen hab. Als das 5 stündige Drummersolo einsetzte, hat's dann gereicht und ich bin mit nem Kumpel raus. Am Ausgang war eine kleine Bühne aufgebaut, auf der die Feuerwehrblaskapelle von Wacken spielte. Zur Zeit hatten sich ca. 40 Metalheads eingetroffen und feierten frenetisch diesen Schwachsinn als wär's ein Metallica Konzert. Einfach grossartig schwachsinnig. JBO's Verteidiger des Blödsinns hätten ihre helle Freude gehabt, eben wie wir. Generell haben die Karaokestunden auf dieser Bühne manchmal so viel Spass gebracht, dass man gar keine Lust mehr hatte, sich ernsthafte Konzerte anzusehen. Zu viele gleichgesinnt gestörte Menschen (wie auch die von der Gara Gentor Gruppe) haben eine Atmosphäre von vollkommener Genialität geschaffen.

Nunja, Dio fand ich auch gar nicht mal schlecht und nachdem sie Freitags spielten, erreichte der Konzertteil des Festivals für mich einen richtigen Höhepunkt. Auf der Party Stage (noch eine kleine Bühne etwas abseits) spielten Eläkeläiset. Eine finnische Humppa (Polka) Band, die weltberühmte Songs auf ihre ganz eigene Art und Weise verbacken. (Homepage: www.humppa.com). Dieses Konzert war super! Auf der Bühne war ein grösser Biertisch aufgebaut, an dem die Band sass, jeder 5 Bier vor sich (und die waren nachher leer!). Polonesen gingen durch die Pogomasse und es war Spass pur. Grossartig! Humppa! Humppa! Humppa! Hum...

Hehe, Sonntags habe ich aKe's Bericht über Children of Bodom nichts mehr hinzuzufügen. Super gespielt, aber leider zu anstrengend. Wenn alle 2 Sekunden ein Stagediver über Dir herfliegt, haste keine Chance auf die Bühne zu schauen. JBO war dann zum Abschluss noch der Überflash. Zwar war niemand um 2 Uhr nachts nach 5 Tagen Alkohol und Party noch so richtig willig abzugehen, aber das machten die Jungs schon. Ein schöner Abschluss des Festes. Die Verteidiger des wahren Blödsinns haben gerockt!


Ja, so war Wacken 2004. Ein Erlebnis allemal.

Fotos findet ihr hier, wenn ihr im Bilderforum angemeldet seid.

---> http://boardplanet.net/showthread.ph...515#post160515
__________________
Die beste Chance die ihr je hattet!

(Ich war mit TV Smith pissen!)

"Aus dem Hintergrund müsste Lahm schiessen."
Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2004, 16:50   #6 (permalink)
ok so nen langen text hab ich auch noch nie gelesen aber ich hab mich bemühnt und ich habe es geschaft tschakaaa

ake dein bericht finde ich richtig interessant zu lesen, man kann sich gut in die lage des autors versetzten, ok wenn mal selber ab und zu sich die birne mit bier weghaut dann kann man sich das gut vorstellen was da abgelaufen sein soll
Marquinho ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.08.2004, 11:57   #7 (permalink)
Ich habe da noch eine kleine Randinfo, die beweist, dass wir nicht übertrieben haben. Laut der Wackenhomepage haben Children of Bodom bei ihrem Auftritt einen Rekord gebrochen indem sich mehr als 5000 (!!!) Leute am Crowdsurfen beteiligt haben. 5000 - in Worten: FÜNFTAUSEND! Unglaublich. Da kann man sich in etwa vorstellen, wie anstrengend war
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Die beste Chance die ihr je hattet!

(Ich war mit TV Smith pissen!)

"Aus dem Hintergrund müsste Lahm schiessen."
Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.08.2004, 12:20   #8 (permalink)
aKe
und wieviele haben wir beide davon getragèn? 200??
__________________
aKe ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 11.08.2004, 09:10   #9 (permalink)
^^hehe...Ihr seit schon crazy Jungens

Scheint ja ne gute Zeit gehabt zu haben...und aKe's Bericht leist sich ganz nett...aber mir fehlen mehr Gleichnisse wie das des zerlaufenen Karamelbonbon.
overdose ist gerade online   Mit Zitat antworten
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