Welches Schulsystem braucht Deutschland ?


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Alt 16.08.2005, 11:48   #1 (permalink)
Grünkreuz
Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

Hier könnte jetzt eine dumm Einleitung mit der PISA Studie stehen, aber da wir diese eh schon alle bis zur vergasung aus dem Medien kennen spare ich das aus und komme gleich zum Punkt:

Welches Schulsystem braucht Deutschland um die Qualität der Bildung zu verbessern. Sollte das bisherige 3-4 gliedrige Schulsystem beibehalten werden, mit einer selektierung nach der Grundschule usw.

Oder seit ihr für eine Übernahme des finnischen Models, mit einer Einheitsschule für alle Kinder ? Der Vorteil ist das so weniger die soziale Herkunft der Schüler entscheidet über ihre Chancen, der Nachteil ist das schlechte Schüler die Leistungsstarken beindern könnten.

Also wofür seit ihr ?
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Alt 16.08.2005, 12:11   #2 (permalink)
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

Ich wäre für ein strengeres Schulsystem, wo man Schüler auch etwas "härter" bestraft, wenn die Scheisse bauen oder den Unterricht stören. Aber bitte erst, wenn ich mit der Schule fertig bin ^^
Man sollte auch die Kunst und Kreativität der Schüler fördern und dafür sorgen, dass mehr Lehrer bzw Pädagogen eingestellt werden, da wir echt zuwenig haben.
Nathan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2005, 12:45   #3 (permalink)
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

also ich denke, das zentrale problem am deutschen schulsystem ist nicht das system selbst, sondern, dass wir einfach zu wenig lehrer haben. ich weiß, dass die bezirksregierung köln immer wieder versucht mit total kranken rechnungen zu zeigen, dass wir genug lehrer haben (dabei werden kranke lehrer, lehrer in mutterschutzurlaub mitgerechnet und bei der berechnung wird nicht etwa nach anzahl der klassen ausgegangen, sondern die gesamtschülerzahl der schule durch die maximal mögliche klassenstärke (=35 Schüler) geteilt). also selbst, wenn wir nach der bezirksregierung 100% lehrerstellen hätten, wären das immer noch zu wenig.

ich denke, jedes bildunssystem (auch das dreigliedrige) gut klappen kann, wenn ein lehrer maximal 15 schüler in einer klassen hätte. denn so hätte er zeit, sich um jeden individuell zu kümmern, störenfriede so besser im griff zu haben und generell besser seinen stoff zu vermitteln.

es bringt einfach nichts, wenn wir jetzt mit unserer klassenstärke (bis zu 33 schüler in einer klasse) zb das finnische schulsystem übernehmen, denn dort sind zw. 15-20 schülern in einer klasse (bzw in einem kurs).

genrell bin ich für das finnische schulsystem, aber bevor wir schritte in diese richtung machen (wie etwa die einheitsschule) müssen wir dringend unsere klassenstärke drosseln, weil in einer klasse mit 30 schülern ist es einem lehrer einfach unmöglich, sich wie in finnland um die schüler einzeln zu kümmern.
charge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2005, 12:50   #4 (permalink)
Grünkreuz
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

Was sagst du nach der selektion in der Grundschule ? Ich denke das es ein zu kurzer Zeitraum ist um die Leistungsfähigkeit eines Schüler zu ermitteln. Wenn man erstmal auf einer Schulform ist, ist es unmöglich aufzusteigen. Stattdessen passt man sich dem Niveau an. Beispielsweise ein Schüler der private Probleme hat und dessen Leistungen darunter leidern, zudem noch aus einen sozialschwächeren Familienumfeld kommt wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Hauptschule kommen. Selbst wenn später die privaten Probleme gelöst werden ist es praktisch unmöglich von der Hauptschule aufzusteigen. Er wird so nicht optimal gefördert und passt sich den Hauptschulniveau an. Mehr Lehrer helfen dagegen auch nicht
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Alt 16.08.2005, 12:58   #5 (permalink)
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

[Achtung,es folgt Gross~ und Kleinschreibung ]

*lol*Ich kenn das von meinen Eltern,dass die da teilweise den abgeschobenen Sohn des geschiedenen Vaters haben,der wegen seiner Neuen keinen Bock mehr auf dieses Stück Vergangenheit hat!
Was das Verhalten der Kinder angeht,bzw. die Verhaltensart an sich,sollte allen klar sein und zeigt sich nich nur ausserhalb des Schulgeländes!
(Spree wird irgendwann eine präzisere und leicht verständlichere Ausführung dieses Problems bringen )

Lehrer werden zunehmend in die Erzieher-Rolle der Eltern gesteckt,gleichzeitig wird ihnen aber bei jeder Art der Ausübung ein Riegel vorgeschoben! Wenn die Eltern in der Sprechstunde sagen,dass sie mit ihrem Kind nicht mehr fertig werden,ist das der Freibrief für jeden Schüler,zu machen was er will! Und da sollte man mal ansetzen! Wer Scheisse baut,bekommt auf die Flosse!!! (Jetzt nicht unbedingt wie damals Lehrer Lembke mit der Rute*patsch*,aber irgendwas muss ja passieren (dürfen)!)
###Daher sei angemerkt,dass es zum Teil grosser grosser Müll ist,wenn man alles auf die mangelnde Lehreranzahl schiebt! Ein Lehrer kann durchaus 30 Schüler unterrichten,aber nicht gleichzeitig Hausmädchen,Elternteil,Erzieher,Psychologe bla bla bla sein! Das klappt wirklich nicht,aber wenn das die Aufgabe der Schule sein soll ( ) braucht man wirklich mehr Lehrer! Und wenn ihr meint,das hier geschriebene wäre Käse,seid froh,dieses Stück Schulalltag einfach nich erlebt zu haben!

Und es ist ja wohl nich abzustreiten,dass die Auswirkungen je nach Schulform immer extremer und auffälliger sind! Auf einem Gym haste das Verhalten auch,aber sehr "dezent"! Auf einer Realschule(kommt drauf an wo),schlägt es evntl. auch schonmal heftigere Wogen und auf einer Hauptschule ist das schon fest in den Unterrichtsablauf eingeplant... weiss jetzt nich,ob es vorteilhafter is,die "Deppen" unter sich zu lassen und die leichter Erziehbaren zusammen zu unterrichten,damit sie nicht gestört werden...oder alle von Anfang an zu mischen und so die problematischeren Fälle an das Niveau der Besseren(evntl. auch,weil ich mir von nem Mitschüler eher helfen lasse,als von einem Lehrer)heranzuführen!
(Auch auf das könnte Spree ne Antwort geben :rofl2: )

Soviel zu meinem Gedankengang!
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Captain-Subtext ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2005, 16:42   #6 (permalink)
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

Zitat:
Oder seit ihr für eine Übernahme des finnischen Models, mit einer Einheitsschule für alle Kinder ? Der Vorteil ist das so weniger die soziale Herkunft der Schüler entscheidet über ihre Chancen
inwiefern entscheidet denn bei unserem jetzigen schulsystem die soziale herkunft über die chancen??? die entscheidend höchstens über den grad an bildung, den man von zuhause aus mitbekommt. und das würde sich bei einer einheitsschule auch nicht ändern.

was ich zum schulsystem sagen kann ist, dass ich es angemessen finde, die jetzige form bei zu behalten. grundschule für alle gleich und anschließend eine differenzierung in haupt- , real und gymnasium. eine gemischte schule finde ich absolut schwachsinnig. man sieht ja an den gesamtschulen, dass das niveau da meistens schon drunter leidet (ich möchte damit jetzt keinem gesamtschüler zu nahe treten).
aber wie möchte man denn niveauvollen unterricht führen, wenn leute die null bock auf bildung haben und leute mit verstand und iq zusammen in einer klasse sitzen. in der grundschule ist das noch machbar, aber spätestens ab der mittelstufe kann man das doch knicken. irgendwie müsste man das niveau dann angleichen und dann wär es für die schlechten immernoch zu schwer und für die guten zu einfach. die unterschiede gibts ja so schon in den einzelnen schulformen (was dann durch die lks n bisschen relativiert wird). ich finde jeder sollte im rahmen seiner möglichkeiten gefördert werden und wenn man als haupt- oder realschüler gut ist hindert einen ja auch nichts daran, auf dem gymnasium sein abitur zu machen, in dem man die schulform bei entsprechender leistung wechselt.
wenn das system mit der gleichen schulform in finnland funktioniert, dann werden da mit sicherheit noch andere rahmenbedingungen gegeben sein. einfach zu sagen " wir machens wie die finnen und schmeißen alle zusammen" kann sicherlich nicht ausreichen.

ich finde was eher geändert werden sollte ist die art des unterrichts und die inhalte...(z.b. einführung von fächern wie edv oder bwl, wie es an den wirtschaftsgymnasien der fall ist). ein bisschen berufsvorbereitende inhalte könnten sicherlich nicht schaden.
__________________
Ordnung ist das halbe Leben, drum ordne nie und lebe ganz!
spaceangel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2005, 17:14   #7 (permalink)
Grünkreuz
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

Zitat:
Zitat von spaceangel
inwiefern entscheidet denn bei unserem jetzigen schulsystem die soziale herkunft über die chancen???
Das war doch eines der erschütternden Ergebnisse der PISA Studie, wurde in den Medien breit diskutiert. Die Politiker haben panisch allerlei Änderungen umgesetzt die nichts geändert haben usw.
Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Thema, auch wenn ihn nur überflogen habe, sollte er deine Frage beantworten
http://www.spiegel.de/unispiegel/job...306425,00.html
Zitat:
Zitat von spaceangel

was ich zum schulsystem sagen kann ist, dass ich es angemessen finde, die jetzige form bei zu behalten. grundschule für alle gleich und anschließend eine differenzierung in haupt- , real und gymnasium. eine gemischte schule finde ich absolut schwachsinnig. man sieht ja an den gesamtschulen, dass das niveau da meistens schon drunter leidet (ich möchte damit jetzt keinem gesamtschüler zu nahe treten).
Das Problem der aktuellen Gesamtschulen ist nicht grundsätzlich deren Aufgabe, sondern deren Stellung. Die Eltern mit guter Bildung und höherer sozialer Stellung schicken ihre Kinder auf das Gymnasium. Die Gesamtschule ist im Prinzip keine Gesamtschule, da in den allermeisten Fällen nur Schüler dorthin gehen die nicht auf´s Gymnasium dürfen. Dadurch wird das Niveau natürlich gesenkt. Sie ist eher soetwas wie eine immer-noch-besser-als-die-Hauptschule-Schule
Zitat:
Zitat von spaceangel
aber wie möchte man denn niveauvollen unterricht führen, wenn leute die null bock auf bildung haben und leute mit verstand und iq zusammen in einer klasse sitzen.
Indem die Schüler individuell gefördert werden, natürlich kleinere Klassen und besser ausgebildete Lehrer
Zitat:
Zitat von spaceangel
in der grundschule ist das noch machbar, aber spätestens ab der mittelstufe kann man das doch knicken. irgendwie müsste man das niveau dann angleichen und dann wär es für die schlechten immernoch zu schwer und für die guten zu einfach. die unterschiede gibts ja so schon in den einzelnen schulformen (was dann durch die lks n bisschen relativiert wird). ich finde jeder sollte im rahmen seiner möglichkeiten gefördert werden und wenn man als haupt- oder realschüler gut ist hindert einen ja auch nichts daran, auf dem gymnasium sein abitur zu machen, in dem man die schulform bei entsprechender leistung wechselt.
Ich bitte dich, das ist nur theoretisch möglich. Die Schüler passen sich eher den leichteren Niveau an. In der schwächeren Klasse lernen sie natürlich viel weniger, so das sie auf dem Gymnasium dann überfordert sind.
Zitat:
Zitat von spaceangel
wenn das system mit der gleichen schulform in finnland funktioniert, dann werden da mit sicherheit noch andere rahmenbedingungen gegeben sein. einfach zu sagen " wir machens wie die finnen und schmeißen alle zusammen" kann sicherlich nicht ausreichen.
Natürlich im Norden sind die Schulen wesentlich angesehener, dort gibt es viel mehr und viel besser Ausgebildete Lehrer. Man sieht den Stellenwert der Schule in Finnland schon daran das die besten Architekten des Landes mit dem Bau von Schulen beauftragt werden !
Zitat:
Zitat von spaceangel
ich finde was eher geändert werden sollte ist die art des unterrichts und die inhalte...(z.b. einführung von fächern wie edv oder bwl, wie es an den wirtschaftsgymnasien der fall ist). ein bisschen berufsvorbereitende inhalte könnten sicherlich nicht schaden.
Dies wird zum Teil auch schon eingeführt.
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Alt 16.08.2005, 17:19   #8 (permalink)
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

Zitat:
Zitat von Grünkreuz
Was sagst du nach der selektion in der Grundschule ? Ich denke das es ein zu kurzer Zeitraum ist um die Leistungsfähigkeit eines Schüler zu ermitteln. Wenn man erstmal auf einer Schulform ist, ist es unmöglich aufzusteigen.
Quatsch. Es gab bei uns bestimmt 10-15 Leute die nach der 6. Klasse von der Mittelschule aufs Gymnasium gewechselt sind (und noch mehr in die andere Richtung). Da in den Klassen 5 und 6 eh alles ähnlich ist. Aus diesem Grund könnte man aber auch die Selektion erst nach der 6. Klasse machen.

Das finnische Modell hat viele Vorteile (Frontalunterricht, Einzelplätze, kein Spiel und Spaßunterricht), aber Einheitsschulen finde ich nicht gut. Sonst neigt man immer dazu, dass Niveau an den Schwachen und nicht an den Starken zu orientieren.

Grundsätzlich muss Schule wieder mehr zur Autorrität werden. Das heißt, sie muss strenger werden und Lehrer müssen wieder mehr Rechte kriegen. Wie soll ein Lehrer noch für Ordnung sorgen, wenn er gleich von den Eltern verklagt wird, wenn er einen Schüler nur anhustet. Da muss zum einen eine rechtliche Änderung her, zum anderen aber auch ein Umdenken in den Köpfen der Menschen.

Weiterhin muss die längst überfällige zentralisierung des Bildungssystems her. Es kann nicht sein, dass Leute nach Bremen ziehen, weil sie in Sachsen das Abitur nicht schaffen. Ebenso kann es nicht sein, dass mal 12, mal 13 Jahre Schule ist.

Und Klassen müssen natürlich kleiner werden. Das geht aber nicht, wenn in Bildung gespart wird. In Sachsen herrscht Lehrermangel und dennoch hat man jetzt alle Lehrer auf Teilzeit herabgesetzt. Und nun schwebt alles in der Luft...
Cold Blood ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2005, 19:36   #9 (permalink)
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

Zitat:
Das Problem der aktuellen Gesamtschulen ist nicht grundsätzlich deren Aufgabe, sondern deren Stellung. Die Eltern mit guter Bildung und höherer sozialer Stellung schicken ihre Kinder auf das Gymnasium.
wenn sie da zu schlecht sind, bringt ihnen ihre soziale stellung auch nichts.

Zitat:
Indem die Schüler individuell gefördert werden, natürlich kleinere Klassen und besser ausgebildete Lehrer
genau das ist das argument, was ich am sinnlosesten an der ganzen debatte in den medien finde.... sie sprechen von individueller förderung, wollen dann aber alle zusammen schmeißen, was genau das gegenteil von individualität ist. "individuelle förderung" kann man genauso an unserem jetzigen schulsystem umsetzen. bzw. das ist ja grade sinn und zweck der 3 systeme. das jeder individuell nach seinem standard gefördert werden kann. und das auf jeden bezüglich seiner möglichkeiten besser eingegangen werden kann.

Zitat:
Ich bitte dich, das ist nur theoretisch möglich. Die Schüler passen sich eher den leichteren Niveau an. In der schwächeren Klasse lernen sie natürlich viel weniger, so das sie auf dem Gymnasium dann überfordert sind.
wenn dem so wäre, hast du grade ein perfektes argument gegen ein zusammenschmeißen der schulen geliefert.... "schüler passen sich dem leichteren niveau an". genau das wäre nämlich dann das problem, wenn man einfach alle in einen topf schmeißt. und ich persönlich kenne z.b. allein schon 3 leute, die von der realschule aufs gymi gewechselt haben und jetzt studieren.

Zitat:
Die Eltern mit guter Bildung und höherer sozialer Stellung schicken ihre Kinder auf das Gymnasium.
mag sein. aber genau diese eltern werden ihre kinder dann in zukunft auf privatschulen schicken, wenn alle schulformen zusammen geschmissen werden sollten.
es lebe die zwei-klassen-gesellschaft. ein großer dummer brei ( da man die bildung in gemischten klassen nie auf einen nenner bringen könnte, auch nicht mit "individueller förderung", was ja wie schon gesagt eher verhindert als gefördert werden würde, da wären die lehrer ja noch überforderter, als sie es eh schon sind) und die elite, die sich eine niveauvolle bildung leisten kann...

wie soll das denn funktionieren. leute mit gymnasialen niveau und hauptschulniveau in einer klasse.... wenn da jeder individuell gefördert werden soll, braucht man 3 lehrer für 30 schüler... einen für die dummen, einen für die mittelmäßigen und einen für die schlauen. und wer bezahlt die? der staat? :lachen: und würde man diese "individuelle förderung" umsetzen, wäre man wieder beim heutigen modell der schule... von daher totaler nonsense
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spaceangel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2005, 19:37   #10 (permalink)
Grünkreuz
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

Zitat:
Zitat von Cold Blood
Quatsch. Es gab bei uns bestimmt 10-15 Leute die nach der 6. Klasse von der Mittelschule aufs Gymnasium gewechselt sind (und noch mehr in die andere Richtung). Da in den Klassen 5 und 6 eh alles ähnlich ist. Aus diesem Grund könnte man aber auch die Selektion erst nach der 6. Klasse machen.
Du kommst dann wahrscheinlich aus einer Kleinstadt oder ?
Zitat:
Zitat von Cold Blood
Das finnische Modell hat viele Vorteile (Frontalunterricht, Einzelplätze, kein Spiel und Spaßunterricht), aber Einheitsschulen finde ich nicht gut. Sonst neigt man immer dazu, dass Niveau an den Schwachen und nicht an den Starken zu orientieren.
Das ist durchaus ein Risiko des finnischen Models, allerdings hat die PISA Studie doch gezeigt das die Länder mit Einheitschulen sehr gut abschneiden
Zitat:
Zitat von Cold Blood
Grundsätzlich muss Schule wieder mehr zur Autorrität werden. Das heißt, sie muss strenger werden und Lehrer müssen wieder mehr Rechte kriegen. Wie soll ein Lehrer noch für Ordnung sorgen, wenn er gleich von den Eltern verklagt wird, wenn er einen Schüler nur anhustet. Da muss zum einen eine rechtliche Änderung her, zum anderen aber auch ein Umdenken in den Köpfen der Menschen.
Das sehe ich anders und halte es auch für realitätsfremd. Ich denke der autoritäre Erziehungsstil ist nicht mehr zeitgemäß und nicht effektiv genug. Wenn die Schüler angst vor dem Lehrer haben lernen sie schlechter. Es ist doch längst erkannt das man am besten lernt, wenn der Unterricht spaß macht. So wie ich den Eindruck habe setzt sich ein demokratischerer Stil der Lehrkräfte durch, was bedeutet den Schülern mehr Freiheiten zu geben (beispielsweise bei der Gestalltung des Unterrichtes) sofern sie auch die Freiheit der andren respektieren. Strafen und andere Maßnahmen haben bei einer größer werdenen Gruppe von sozialschwachen und unsozialen Kindern keinen Erfolg
Zitat:
Zitat von Cold Blood
Weiterhin muss die längst überfällige zentralisierung des Bildungssystems her. Es kann nicht sein, dass Leute nach Bremen ziehen, weil sie in Sachsen das Abitur nicht schaffen. Ebenso kann es nicht sein, dass mal 12, mal 13 Jahre Schule ist.
Jepp das sehe ich auch so, wahrscheinlich würde es auch Geld sparen wenn nicht jedes Bundesland andere Lehrpläne usw. entwickeln muss
Zitat:
Zitat von Cold Blood
Und Klassen müssen natürlich kleiner werden. Das geht aber nicht, wenn in Bildung gespart wird....
Natürlich nicht
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Alt 16.08.2005, 19:50   #11 (permalink)
Grünkreuz
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

Zitat:
Zitat von spaceangel
wenn sie da zu schlecht sind, bringt ihnen ihre soziale stellung auch nichts.
Es reicht das sie durchschnittlich sind, die Eltern können ihnen aufgrund ihrer besseren Schulbildung länger helfen und sie haben notfalls auch noch das Geld für Nachhilfe
Zitat:
Zitat von spaceangel
genau das ist das argument, was ich am sinnlosesten an der ganzen debatte in den medien finde.... sie sprechen von individueller förderung, wollen dann aber alle zusammen schmeißen, was genau das gegenteil von individualität ist. "individuelle förderung" kann man genauso an unserem jetzigen schulsystem umsetzen. bzw. das ist ja grade sinn und zweck der 3 systeme. das jeder individuell nach seinem standard gefördert werden kann. und das auf jeden bezüglich seiner möglichkeiten besser eingegangen werden kann.
Das spielt keine Rolle, auch auf einer Einheitsschule kann Individuell gefördert werden wie die Länder im Norden beweisen. Auch in einer Einheitsschule kann es Klasse für besonders starke oder schwache Schüler geben. Das Problem ist das das dreigliedrige System bisher versagt hat !
Zitat:
Zitat von spaceangel
wenn dem so wäre, hast du grade ein perfektes argument gegen ein zusammenschmeißen der schulen geliefert.... "schüler passen sich dem leichteren niveau an". genau das wäre nämlich dann das problem, wenn man einfach alle in einen topf schmeißt. und ich persönlich kenne z.b. allein schon 3 leute, die von der realschule aufs gymi gewechselt haben und jetzt studieren.
Natürlich ist das eines der Risiken der Einheitsschule, keine Frage. Dies kann nur dadurch erreicht werden das die Ansprüche an die Schüler von Seiten der Lehrer nicht gesenkt werden. So würden dann die Noten tatsächlich Auskunft über die Leistung geben. So hätten die Schüler jeder Herkunft die gleichen Chancen. Der Artikel hat ja gezeigt was für Möglichkeiten Kindern aus der Unterschied in Deutschland verbaut werden und was für ein Potenzial nicht genutzt wird: "Selbst bei guten Noten gehen nur 38 Prozent der Unterschichtkinder auf ein Gymnasium", sagt der Sozialwissenschaftler Rainer Geißler. Damit die Lehrer sie fürs Gymnasium empfehlen, müssen Grundschüler aus benachteiligten Verhältnissen 50 Prozent mehr Leistung bringen, so Geißler. Und selbst wenn sie die Empfehlung bekommen, heißt das noch nicht, dass sie künftig ein Gymnasium besuchen - 52 Prozent der Ungelernten schicken ihre Kinder trotzdem auf eine Haupt- oder Realschule."
Zitat:
Zitat von spaceangel
mag sein. aber genau diese eltern werden ihre kinder dann in zukunft auf privatschulen schicken, wenn alle schulformen zusammen geschmissen werden sollten.
es lebe die zwei-klassen-gesellschaft. ein großer dummer brei ( da man die bildung in gemischten klassen nie auf einen nenner bringen könnte, auch nicht mit "individueller förderung", was ja wie schon gesagt eher verhindert als gefördert werden würde, da wären die lehrer ja noch überforderter, als sie es eh schon sind) und die elite, die sich eine niveauvolle bildung leisten kann...
Privatschulen bekommen sowieso schon fleißig zulauf, von daher ist dies nicht unbedingt ein Argument. Das es funktionieren kann zeigt das Ausland. Hier, bitte lesen

http://www.finland.de/dfgnrw/dfg043a-pisa01.htm
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Alt 16.08.2005, 20:11   #12 (permalink)
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

Zitat:
Es reicht das sie durchschnittlich sind, die Eltern können ihnen aufgrund ihrer besseren Schulbildung länger helfen und sie haben notfalls auch noch das Geld für Nachhilfe
das ändert sich bei einem zusammenschmeißen der schüler auch nicht.

Zitat:
Privatschulen bekommen sowieso schon fleißig zulauf, von daher ist dies nicht unbedingt ein Argument.
natürlich ist das jetzt schon so, aber es würde in zukunft noch krasser werden

Zitat:
nd selbst wenn sie die Empfehlung bekommen, heißt das noch nicht, dass sie künftig ein Gymnasium besuchen - 52 Prozent der Ungelernten schicken ihre Kinder trotzdem auf eine Haupt- oder Realschule."
ja, aber wie bereits allgemein bekannt ist, ist es nicht nur die schulform die über die zukunft eines schülers entscheidet, sondern die erziehung. wenn sie die eltern nicht von klein auf mit den kindern beschäftigen, ihnen die richtigen werte vermitteln, etc dann werden sie auch auf einer "schule für alle" keine karriere machen, weil sie sich an dem orientieren, was die eltern ihnen zuhause vorleben und vieles davon abhängt, wie sehr sich die eltern mit ihren kindern auseinandersetzen, grade in der grundschule (hausaufgabenkontrolle etc) und solche sachen. das ist ja grade das was die lehrer bemängeln, dass sie nicht auch noch elternersatz sein können. da müsste man wenn schon zuhause in der familie ansetzen und nicht einfach alle zusammen schmeißen und sagen "dann haben alle die gleichen chancen".

bei den finnen funktioniert das system ja, das heißt aber noch lange nicht, dass es in deutschland auch funktioniert. ich bin mir sicher, dass dort auch teilweise andere werte herrschen als hier. ich hab allerdings nicht so die ahnung vom finnischen sozialsystem deswegen kann ich da nicht so viel zu sagen.
man kann als beispiel ja auch die japaner heranziehen. die haben eine völlig andere wertvorstellung und eine ganz andere kultur. da kann man auch nicht einfach sagen "deren schulsystem funktioniert, denn die waren bei pisa super, also machen wir das auch mal in deutschland". die haben solche werte wie disziplin, leistung und bildung verinnerlicht, da gibt es keinen vater staat der die gescheiterten alle auffängt. ihnen bleibt gar keine andere wahl, als sich anzustrengen ( so krass wie dort sollte es hier natürlich nicht sein). was ich damit sagen will, ist dass man nicht einfach sagen kann " da funktionierts also machen wie das hier auch". die ganze sache hängt von soo vielen faktoren ab, da ist es mit einem zusammen schmeißen der schüler und "individueller förderung" noch lange nicht getan.

den bericht den du als letztes gepostet hast les ich mir morgen mal durch, hab jetzt keine zeit mehr
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spaceangel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2005, 22:43   #13 (permalink)
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

Zitat:
Zitat von Captain-Subtext
Daher sei angemerkt,dass es zum Teil grosser grosser Müll ist,wenn man alles auf die mangelnde Lehreranzahl schiebt! Ein Lehrer kann durchaus 30 Schüler unterrichten,aber nicht gleichzeitig Hausmädchen,Elternteil,Erzieher,Psychologe bla bla bla sein! Das klappt wirklich nicht,aber wenn das die Aufgabe der Schule sein soll ( ) braucht man wirklich mehr Lehrer!
ich hatte auch das vergnügen, 5 schuljahre in einer asozialen klasse gewesen zu sein auf dem gymnasium. ich weiß, dass das respektlose verhalten und die null-bock-mentalität eines der größten probleme sind und das man das auf jeden fall beseitigen muss, bevor man als lehrer effektiv unterrichten kann (wenn einem das nicht gelingt kann man entweder nur einen niveaulosen unterricht machen oder es kommen nur noch die bestern mit, weil der lärmpegel in der klasse und die lieben mitschüler, es einem schwer machen, dem lehrer zuzuhören und dem unterricht zu folgen). leider ist es aber so zz, dass viele eltern zu bequem sind, ihre kinder so zu erziehen, dass sie andere menschen (und vor allem ihren lehrern) respektvoll gegenübertreten. dieses problem wird aber nicht ohne weiteres zu lösen sein, also ist der lehrer gezwungen, Hausmädchen, Elternteil, Erzieher und Psychologe zu sein. deshalb war ich für klassen mit höchstens 15 schüler, weil hier der lehrer zeit hat, das alles zu sein und aufgrund der kleineren gruppe, störenfriede wirksamer durch strafen bekämpfen kann. in einer 35schülerklasse ist das aber unmöglich, wegen der mentalität vieler schüler. und daran kann man nichts ändern in absehbarer zeit, weil es ein problem is, was im elternhaus entstanden ist.

ich mag deshlab auch das finnische schulsystem: es hat kleine klassen und kurse, die schüler haben eher ein freundschaftliches verhältnis zu ihren lehrern, aber es ist kein kuschelunterricht und man muss sich dort an die regeln halten.

es hat natürlich keinen sinn deshalb das ganze 1:1 zu übernehmen, weil wir in deutschland eine andere mentalität haben, aber es stecken gute ansätze drin, die wir uns zum vorbild nehmen können.

leider versuchen jetzt viele politiker, irgendwas zu tun (was nicht viel kostet), damit die wähler sehen, dass sie etwas tun und nicht weil es wirklich helfen würde. so kommt es zu so einer schwachsinnsidee wie der einheitsschule, die, wenn sie so funktioniert wie die gesamtschule, einfach nutzlos ist, weil in den zu großen klassen einfach kein einzelner lehrer die schüler wirklich im griff hätte.
charge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.08.2005, 00:11   #14 (permalink)
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

von den gliederungen her finde ich unser schulsystem in ordnung, auch leute die erst spät merken dass sie mal was tun sollten bekommen beispielsweise eine weitere chance durch die fachoberschule. (ich hab diese chance selbst ergriffen).

die benotung befinde ich allerdings als sehr ungerecht.

damit meine ich nicht die anforderungen der verschiedenen länder, diese empfinde ich zwar auch als ungerecht da in bayern bekanntlich deutlich mehr von schülern verlangt wird, allerdings wird das zumindest ansatzweise dadurch wettgemacht dass die arbeitgeber das auch wissen und ein bayrisches "schlechtes" abitur meistens genau so einstufen wie ein mittelmäßiges aus einem bundesland in dem der abschluss leichter sein soll.

was mich wirklich stört ist die benotung innerhalb der schule, bzw. die übergroße macht der lehrer über den lebensweg des schülers. ich hab es selbst oft genug erlebt dass lehrer aus schlechter laune heraus miese abfrage- oder mitarbeitsnoten geben und schüler dadurch das jahr nicht schafften und teilweise von der schule mussten. ich habe das auch schon am eigenen leib zu spüren bekommen, ich werde abgefragt von einem lehrer der mich nicht leiden kann weil ich als einer der wenigen ihm mal die meinung gesagt habe zum thema "ich hab schlechte laune, werd einfach mal mit verweisen um mich werfen", ich hab 5 von 6 fragen richtig beantwortet, note 5+, begründung, die falsch beantwortete sei eine kernfrage gewesen was totaler schwachsinn ist. am folgenden tag wird eine seiner lieblingsschülerinnen abgefragt welche an diesem tag auch noch einen besonders tiefen ausschnitt hat, 4 von 5 fast schon lächerlichen fragen beantwortet, 1-. unser psychologielehrer hat sogar von einer studie erzählt bei denen lehrern ein band von einem immer gleichen referat von der gleichen schülerin vorgetragen wird, betonungen und alles gleich, nur schminke und kleidung ging von film zu film immer mehr in richtung bordsteinschwalbe und tatsächlich sind manche lehrer bis zu 2 notenstufen hochgegangen. ich will auf keinen fall sagen dass alle lehrer nach brüsten bewerten, es soll nur ein beispiel dafür sein wie sehr die laune eines lehres die schullaufbahn eines schülers positiv sowie negativ beeinflussen kann. meiner meinung nach sollte es keine noten geben die im ermessen des lehres liegen, sondern ausschließlich prüfungen welche auch gleich sind in den jeweiligen jahrgangsstufen. ich hab mal die chemieprüfung mit der einer schülerin aus einer parallelklasse verglichen, unsere schien schon fast lächerlich einfach im gegensatz zu deren, lehrplan und stundenanzahl waren natürlich gleich, nur der lehrer ein anderer.
Simon Sorcerer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.08.2005, 10:29   #15 (permalink)
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

Zitat:
ich mag deshlab auch das finnische schulsystem: es hat kleine klassen und kurse, die schüler haben eher ein freundschaftliches verhältnis zu ihren lehrern, aber es ist kein kuschelunterricht und man muss sich dort an die regeln halten.

es hat natürlich keinen sinn deshalb das ganze 1:1 zu übernehmen, weil wir in deutschland eine andere mentalität haben, aber es stecken gute ansätze drin, die wir uns zum vorbild nehmen können.

leider versuchen jetzt viele politiker, irgendwas zu tun (was nicht viel kostet), damit die wähler sehen, dass sie etwas tun und nicht weil es wirklich helfen würde. so kommt es zu so einer schwachsinnsidee wie der einheitsschule, die, wenn sie so funktioniert wie die gesamtschule, einfach nutzlos ist, weil in den zu großen klassen einfach kein einzelner lehrer die schüler wiklich im griff hätte.
so kann ich dem eigentlich nur zustimmen!!!
das etwas geändert werden muss steht außer frage und kleinere klassen wären sicherlich sinnvoll. besser ausgebildete lehrer sowieso.

nur mit dem alle in einen topf werd ich mich auch bei weiterer diskussion nicht anfreunden *g* *zu grünkreuz rüberguck* :quinke:

Zitat:
was mich wirklich stört ist die benotung innerhalb der schule, bzw. die übergroße macht der lehrer über den lebensweg des schülers.
dem kann ich nur zustimmen, sowas ist echt scheiße. meine freundin wurde auch mehrere jahre von ihrer mathelehrerin fertig gemacht. die war psychisch teilweise am ende damals. es ging sogar soweit, dass sie mehrmals bei ihr zuhause angerufen hat, um die eltern zu beschwören, sie endlich vom gymnasium zu nehmen, weil sie zu dumm dafür wäre. und was ist? sie hat ihr abi gemacht. zwar nicht umwerfend,aber trotzdem. und das obwohl sie die blöde kuh in der 12.klassen wieder in mathe bekommen hat.


was ich generell noch sagen wollte: ich glaube die einführung eines zentralabiturs in ganz deutschland oder zumindest innerhalb eines bundeslandes wäre auch sinnvoll. dann werden alle an den gleichen maßstäben gemessen und es können keine ungleichen abiturklausuren gestellt werden. dann gäbe es auch einen faireres verhältnis der noten zwischen gymnasium und gesamtschule.

aber es tut sich ja auch schon was in deutschland, so isses ja nicht. ich hab neulich auf der homepage meiner alten schule gelesen, dass jetzt so ne art "zwischenprüfungen" nach der 10.klasse eingeführt werden, um seinen realschulabschluss und je nach dem die quali für die oberstufe zu bekommen. das läuft genau so ab wie beim abi, nur in nem kleineren rahmen (so isses in badenwürtemberg glaub ich schon länger). das find ich z.b. ne gute idee.
wobei ich mein "schulinteresse" eigentlich nach der 6. Klasse erst wieder ab der 11 entwickelt habe... also für mich wärs nicht so gut gewesen, wenn ich da an meine note vom 10er zeugnis denke
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Ordnung ist das halbe Leben, drum ordne nie und lebe ganz!
spaceangel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.08.2005, 11:53   #16 (permalink)
Grünkreuz
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

Zitat:
Zitat von spaceangel
...was ich generell noch sagen wollte: ich glaube die einführung eines zentralabiturs in ganz deutschland oder zumindest innerhalb eines bundeslandes wäre auch sinnvoll. dann werden alle an den gleichen maßstäben gemessen und es können keine ungleichen abiturklausuren gestellt werden. dann gäbe es auch einen faireres verhältnis der noten zwischen gymnasium und gesamtschule....
Das ist Blödsinn da sich das Abitur auf jeder Schulform gleich anspruchsvoll ist, auf einer Gesamtschule ist es nicht leichter als auf einen Gymnasium. Mit dem Zetralabitur wird nur das Niveau zwischen den Bundesländern vereinheitlicht !
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Alt 17.08.2005, 12:13   #17 (permalink)
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

Guggst du mal hier, da gibt es bereits so ein Thema: http://www.boardplanet.net/vorschl-ge-f-r-ein-neues-schulsystem-t7999.html

Bitte mal die Suchfunktion nutzen da findet man sowas auch.
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richieguitar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.08.2005, 12:16   #18 (permalink)
Grünkreuz
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

Zitat:
Zitat von richieguitar
Guggst du mal hier, da gibt es bereits so ein Thema: http://www.boardplanet.net/showthread.php?t=7999

Bitte mal die Suchfunktion nutzen da findet man sowas auch.
Wenn der Mod daran spaß hat kann er ja die Themen zusammenlegen
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Alt 17.08.2005, 13:32   #19 (permalink)
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

Zitat:
Zitat von Grünkreuz
Wenn der Mod daran spaß hat kann er ja die Themen zusammenlegen
Nö, wenn mehr als einer unbedingt Lust hast, das ganze nochmal zu thematisieren, bitte.
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Spreeward ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.08.2005, 18:53   #20 (permalink)
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

Zitat:
Das ist Blödsinn da sich das Abitur auf jeder Schulform gleich anspruchsvoll ist, auf einer Gesamtschule ist es nicht leichter als auf einen Gymnasium
lol auf welchem stern lebst du denn
also zumindest in düren ist es so, dass sie leute, die es auf nem gymnasium nicht schaffen, auf die gesamtschule wechseln und dann da n super abi machen. da kann wohl was nicht stimmen.... und ich kenn allein schon 6 fälle, bei denen es so gelaufen ist gymi immer 3er bis 5er geschrieben und gesamtschule dann auf einmal 1er und 2er. und das war NICHT lehrerabhängig, sondern schulformabhängig
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spaceangel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.08.2005, 19:02   #21 (permalink)
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

*einklink*Warum nicht einfach so:
1)Es ist für einen "Dauer-Gesamtschüler" so leicht sein Abi an einer Gesamtschule zu machen,wie für den Gymnasiasten am Gymnasium!
2)Das Niveau/die Ansprüche der beiden Abiturformen unterscheiden sich -gemessen am Wissen der Schüler-zu Gunsten des Gymnasiums!Und zwar heftigst!

Sollte eine der beiden Aussagen bezweifelt werden,kann ich auch nicht weiterhelfen... Oder doch,ich könnte ja die betroffenden Gesamtschüler zitieren,die da keinen grossen Hehl drum machen und es offen zugeben!
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Captain-Subtext ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.08.2005, 22:01   #22 (permalink)
Grünkreuz
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

Zitat:
Zitat von spaceangel
lol auf welchem stern lebst du denn
also zumindest in düren ist es so, dass sie leute, die es auf nem gymnasium nicht schaffen, auf die gesamtschule wechseln und dann da n super abi machen. da kann wohl was nicht stimmen.... und ich kenn allein schon 6 fälle, bei denen es so gelaufen ist gymi immer 3er bis 5er geschrieben und gesamtschule dann auf einmal 1er und 2er. und das war NICHT lehrerabhängig, sondern schulformabhängig
Das ist Schwachsinn, wahrscheinlich sind sie nur besser weil sie das Jahr wiederholen
Ab der Sekundärstufe II ist es absolut identisch. Das Niveau der Gesamtschule ist natürlich in der Sek I niedriger als auf dem Gymnasium, allerdings wirst es in der gymnasialen Oberstufe gleichgesetzt. Wenn man es so sieht ist es für die Schüler sogar schwerer, da die Umstellung sehr heftig ist. Die Schulform spielt beim Abitur nicht die geringste Rolle !
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Alt 17.08.2005, 22:05   #23 (permalink)
Grünkreuz
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

Zitat:
Zitat von Captain-Subtext
*einklink*Warum nicht einfach so:
1)Es ist für einen "Dauer-Gesamtschüler" so leicht sein Abi an einer Gesamtschule zu machen,wie für den Gymnasiasten am Gymnasium!
Nein, während die Gymnasiasten ihre ganze Schullaufbahn vorbereitet werden das Abtiur zu machen. Wird bei Gesamtschulen davon ausgegangen das der Schüler nach der 10. die Schule verlässt. Von daher ist die Anhebung des Niveaus für einen Gesamtschüler der Abi machen will wesentlich schwerer
Zitat:
Zitat von Captain-Subtext
2)Das Niveau/die Ansprüche der beiden Abiturformen unterscheiden sich -gemessen am Wissen der Schüler-zu Gunsten des Gymnasiums!Und zwar heftigst!
Nein, beide Abis sind gleich schwer und gleich anspruchsvoll. Das zeigt sich auch daran das Lehrer von Gymnasien als Prüfer für Abiturprüfungen hinzugezogen werden
Zitat:
Zitat von Captain-Subtext
Sollte eine der beiden Aussagen bezweifelt werden,kann ich auch nicht weiterhelfen... Oder doch,ich könnte ja die betroffenden Gesamtschüler zitieren,die da keinen grossen Hehl drum machen und es offen zugeben!
Kann ich auch, und ?
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Alt 17.08.2005, 22:15   #24 (permalink)
AW: Welches Schulsystem braucht Deutschland ?

Du würdest also den Satz " Das Niveau - versteht man darunter die Gesamtheit an Wissen,das der Schüler erlangt haben muss - eines Gymnasium-Abiturs und das eines Gesamtschul-Abiturs ist gleich!" so wie er da steht unterschreiben?

Und noch erstaunter bin ich,dass du dann Leute findest,die das Gegenteil behaupten! Wovon haben die denn dann Ahnung,wenn sie vergleichen können,aber dir dennoch widersprechen?
Übrigens,das herrausfordernde "und?" am Ende des Satzes ist der Höhepunkt des Widerspruchs!Alle liegen (aus deiner Sicht)falsch,meine und deine Leute,aber trotzdem scheinst du kein Problem damit zu haben,recht allein mit deiner Meinung zu sein!
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Captain-Subtext ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 17.08.2005, 22:21   #25 (permalink)
Grünkreuz